CH463630A - Elektrode in einer evakuierten, mit Elektronenströmen grosser Leistung betriebenen Entladungsvorrichtung - Google Patents

Elektrode in einer evakuierten, mit Elektronenströmen grosser Leistung betriebenen Entladungsvorrichtung

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CH463630A CH234864A CH234864A CH463630A CH 463630 A CH463630 A CH 463630A CH 234864 A CH234864 A CH 234864A CH 234864 A CH234864 A CH 234864A CH 463630 A CH463630 A CH 463630A
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Description


  Elektrode in einer evakuierten, mit Elektronenströmen  grosser Leistung betriebenen Entladungsvorrichtung    Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektrode in einer  evakuierten, mit Elektronenströmen grosser Leistung be  triebenen     Entladungsvorrichtung,    welche Elektrode aus  einem Material gefertigt ist, dessen Wärmeleitfähigkeit  der von Kupfer mindestens angenähert gleich ist, und be  trifft auch ein Verfahren zum Betrieb von mit solchen  Elektroden ausgestatteten Entladungsvorrichtungen.  



  Evakuierte Entladungsvorrichtungen, wie     z.B.    Ma  gnetrone,     Klystrone,        Lauffeldröhren,    Elektronenbeschleu  niger usw., weisen Elektroden auf, welche beim Betrieb  der Einwirkung von Elektronenströmen unter Umstän  den sehr hoher Leistungsdichte ausgesetzt sind. Durch  den Aufprall     schneller    Elektronen kann eine solche  Elektrode bis auf die     Verdampfungstemperatur    des     Elek-          trodenmaterials    im Vakuum erhitzt werden, auch dann,  wenn die Entladungsvorrichtungen mit impulsförmigen       Elektrodenströmen        betrieben    werden.

   Das verdampfte       Elektrodenmaterial    sublimiert und schlägt sich an kal  ten Stellen der Vorrichtung nieder. Dies führt zu Störun  gen im Betrieb der Entladungsvorrichtungen und kann  letztere völlig unbrauchbar machen, wenn das sublimierte  Material Brücken     bildlet,    die einen Kurzschluss verur  sachen. Um eine solche Überhitzung der Elektrode zu  vermeiden, wird sie aus einem gut wärmeleitenden Ma  terial hergestellt, so dass die entwickelte Wärme mög  lichst schnell von der Wirkfläche der Elektrode abge  führt wird. Bekanntlich kann ein Metall im Vakuum  nur bis auf eine bestimmte Höchsttemperatur erwärmt  werden, bei welcher das Vakuum durch den Druck des  Metalldampfes nicht beeinträchtigt wird.

   Diese Höchst  temperatur wird im allgemeinen als zulässige Betriebs  temperatur im Vakuum bezeichnet und häufig als die  Temperatur definiert, bei welcher der Druck des Me  talldampfes 1-10-3     Torr    nicht übersteigt und die     Mate-          rialabdampfung    nicht mehr als 110-5     g-cm-=.sec-1    be  trägt. Bis auf diese Höchsttemperatur, die natürlich von  Material verschieden ist, kann die Elektrode im Vakuum  für     eine    kurze     Zeit    erwärmt werden.

   Da die Elektrode  neben der guten Wärmeleitfähigkeit auch eine hohe elek  trische Leitfähigkeit haben und sich das Elektronenma  terial ausserdem leicht bearbeiten lassen soll, werden die-    se Elektroden im allgemeinen aus Kupfer, Silber, Gold,  Aluminium usw., bzw. aus geeigneten Legierungen dieser  und auch anderer Metalle hergestellt. Gerade diese Me  talle weisen jedoch eine relativ niedrige     Grenztempera-          tur    auf.

   Die in den neueren     Hochleistungs-Impuls-Elek-          tronenröhren    für Ultrahochfrequenzen angewandten Elek  troden leiten zwar mit     Hilfe    eines Wärmeträgers die  Durchschnittsleistung ab, können aber die durch die  Elektronenströme zugeführte     Impulsleistung    nicht aus  halten. Die Temperatur der     Elektrodenwirkfläche    wird  während des Impulses höher als zulässig. Es tritt der so  genannten     KOberflächenwärmestoss     auf.

   Dabei schmilzt  die     Elektrodenoberfläche    ab, und das     sublimierte        Elek-          trodenmaterial    bewirkt einen Durchschlag im Gerät.  



  Die bisher allgemein angewandten Verfahren zur Be  seitigung der     unerwünschten    Sublimation haben den  Nachteil, dass sie auf einem Herabsetzen der spezifischen       Impulswärmebeanspruchung    der     Elektrodenoberfläche,          d.h.    auf der Vergrösserung der     Elektrodenwirkfläche    be  ruhen, was zu einer unerwünschten Vergrösserung der  Aussenmasse und des Gewichtes sowohl der einzelnen  Elektroden, als auch der ganzen Entladungsvorrichtung,  sowie zur schlechten Ausnützung der     Ableitmöglichkeiten     der Durchschnittsleistungen führt.

   Dies ist besonders  wichtig bei     Impuls-Ultrahochfrequenzgeräten    des Zenti  meter- und Millimeterbereiches, deren Konstruktions  eigenschaften und Betriebsart oft zu allerkleinsten Ab  messungen der vom Elektronenstrahl bombardierten  Elektroden zwingt.  



  Zur Vermeidung dieser Nachteile sind grundsätzlich  neue Lösungen dieses Problems gesucht worden. Be  kannt ist beispielsweise eine spezielle     Elektrodenkon-          struktion,    bei welcher kleinere Platten aus einem schwer       schmelzbaren    Metall in die Kupferanoden,     z.B.    von  Röntgenröhren, eingelötet sind und als Spiegel dienen.  Bemerkenswert ist, dass einer solchen Lösung das Stre  ben zugrunde lag, als Material für den Anodenspiegel  einen Stoff mit einer hohen Atomnummer zu verwen  den, da diese die     Intensität    der gemischten Ausstrahlung,  den Röhrenwirkungsgrad und die Frequenz der charak-           teristischen    Ausstrahlung des Röntgenspektrums be  stimmt.  



  Es wurden weiterhin einzelne Versuche gemacht, die       Auffänger    von     Lauffeldröhren        gänzlich    aus     Molybdän     anzufertigen oder     Resonatorsysteme    für     Magnetrone    zu  bekommen, indem     Molybdänlamellen    in eine Kupferbasis  mit Silber eingelötet werden.  



  Bekanntlich hat keiner dieser Versuche wesentlichen  Erfolg gehabt.  



  Erstens gibt die im Vergleich zu Kupfer niedrigere  Wärmeleitfähigkeit des     Molybdäns    keine     Möglichkeit,    die  von den Elektroden aufgenommene bedeutende Durch  schnittsleistung abzuleiten. Dasselbe gilt für die Kon  struktionen, die Lötsilber enthalten.  



  Zweitens ist der auf die Oberfläche der aus     Molyb-          dän    angefertigten Elektroden wirkende Wärmestoss drei  mal so gross, wie der bei Kupferelektroden, was auf die  wärmephysikalischen Eigenschaften des     Molybdäns    zu  rückzuführen ist. In diesem Fall lässt sich die Erhöhung  der     Elektrodentemperatur    durch die höhere     Grenztem-          peratur    kaum kompensieren, welche für die Erwärmung  des     Molybdäns    im Vakuum ohne bemerkenswerte Subli  mation zulässig ist.  



  Drittens machen die Schwierigkeiten bei der Bearbei  tung und in der Beschaffung grösserer     Molybdänbarren     unmöglich, Elektroden beliebiger Form und Ausmasse  anzufertigen.  



  Die oben erwähnten     Elektrodenkonstruktionen    sind  also nicht universal und gestatten es nicht, die Abfuhr  der aufgenommenen     Impulsverlustleistung    im Vergleich  zu den gewöhnlich verwendeten Kupferelektroden zu er  höhen.  



  Zweck der Erfindung ist, eine Elektroden anzugeben,  bei welcher die von der Elektrode abgeführte Impuls  leistung gegenüber den bekannten Elektroden um ein       Vielfaches    grösser ist, ohne dass auch bei längerem Be  trieb die     Elektrodenwirkfläche    und das Vakuum in der  Entladungsvorrichtung gestört wird.  



  Dies führt zu einer     Verlängerung    der Lebensdauer  solcher Entladungsvorrichtungen und ermöglicht es auch,  die Aussenmasse der Vorrichtungen, wenn es nötig ist,  bedeutend zu verringern, ohne deren Leistung zu ver  ändern.  



  Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass  die den Elektronenströmen ausgesetzte Oberfläche des       Elektrodenkörpers    zum Schutz vor durch die Einwir  kung des Elektronenstromes bedingten Erosion des  Grundwerkstoffes mit einer Schutzbedeckung überzogen  ist, deren Aussenschicht aus einem Metall besteht, wel  ches schwerer schmelzbar ist und eine höhere zulässige  Betriebstemperatur im Vakuum aufweist, als das Mate  rial des     Elektrodenkörpers.     



  Die Erfindung wird nun anhand von in der Zeich  nung schematische dargestellten Ausführungsbeispielen  näher erläutert.  



       Fig.    1 zeigt einen     Elektrodenkörper    mit einer Schutz  schicht,       Fig.    2 zeigt einen     Elektrodenkörper    mit einer Schutz  schicht und einer Zwischenschicht.  



  Das einfachste und anschaulichste Ausführungsbei  spiel dieser Erfindung zeigt     Fig.    1.  



  Die Elektrode besteht aus einer Kupferunterlage 1,  auf die eine     Wolframschicht    2 als Schutzbedeckung 4  aufgetragen ist. Die Dicke der Schutzbedeckung 4 ist von  den Betriebsbedingungen der Entladungsvorrichtung in  welcher die Elektrode verwendet wird, und von den    wärmephysikalischen Eigenschaften des     Bedeckungsma-          terials    abhängig.  



  Im allgemeinen werden bei der Konstruktion einer  Entladungsvorrichtung die Bedingungen, unter welchen  sie betrieben werden soll, vorgegeben. Dementsprechend  wird auch die Dicke der Schutzbedeckung in jedem ein  zelnen Falle aus den vorgegebenen Betriebsbedingungen,       d.h.        z.B.    bei Impulsbetrieb aus der Impulsleistung pro       Oberflächeneinheit    der Elektrode der Impulsdauer und  der Betriebsspannung sowie aus den Werten für die  wärmephysikalischen Grössen des     Bedeckungsmaterials     berechnet, wobei als wärmephysikalischen Grössen die  Wärmeleitfähigkeit X, Wärmekapazität     @,    Dichte     -y,

      linea  rer     Wärmeausdehnungskoeffizient        a,    Temperaturleitfähig  keit a, Koeffizient der Wärmeaktivität     s,    Schmelztempe  ratur     T"    Siedepunkt T; und zulässige Betriebstempera  tur im Vakuum     TZ    in Frage kommen.

   Zur leichteren Be  handlung von     Wärmeleistungsproblemen    wird, in An  lehnung an andere Leitungsphänomene, eine Schichtdicke  für den     Wärme-Skin-Effekt    (oder     Wärme-Skin-Dicke     bzw.     Wärme-Skin-Tiefe)    benutzt, worunter jene Mate  rialdicke zu verstehen ist, in deren Tiefe der von den  Stromimpulsen auf der Materialoberfläche verursachte  Wärmeimpuls eine Änderung der Temperatur hervorruft,  die um das     10-fache    geringer ist, als die Änderung der  Temperatur an der Materialoberfläche.  



  Die Dicke dieser     Wolframschicht    entspricht der  Schichtdicke für den     Wärme-Skin-Effekt,        d.h.    einer  Schichtdicke, an deren unteren Grenze der von dem  Strom-Impuls verursachte Wärme-Impuls eine Änderung  der Temperatur hervorruft, die um das     10-fache    geringer  ist, als die Änderung der Temperatur an der Grenze zwi  schen Metall und Vakuum.     Giese    Schichtdicke beträgt  angenähert
EMI0002.0055  
   worin a = die Temperaturleit  fähigkeit des     Metalles    und     i    die
EMI0002.0058  
   Dauer des Stromim  pulses bedeutet.  



  Für praktische Zwecke ist um Schutz der Kupfer  elektrode eine Temperaturabnahme ausreichend, welche  in einer Schicht auftritt, deren Stärke     s    ungefähr 0,4-0,55  der den     Wärme-Skin-Effekt    aufweisenden Schichtdicke  ausmacht,     d.h.   
EMI0002.0062  
    



  Die Berechnungen zeigen, dass für die Herstellung  einer Schutzschicht Wolfram besonders geeignet ist, das  gleichzeitig eine höchstzulässige (3000  C) Erwärmungs  temperatur im Vakuum und einen verhältnismässig gros  sen (0,5) Koeffizienten der Wärmeaktivität
EMI0002.0063  
    aufweist, der (unter sonst gleichen Bedingungen) die  Grösse der Impulstemperatur auf der Wirkfläche der  Elektrode bestimmt.  



  Wenn die Dauer des Stromimpulses in einem Bereich  von 1-1000 Mikrosekunden liegt, so beträgt die einen  Schutzüberzug bildende     Wolframschicht    7 bis 200     #t    (un  ter Berücksichtigung der Abnutzung der Schicht wäh  rend der Lebensdauer des Gerätes).  



  Doch weisen folgende schwer schmelzbare Metalle  Schutzeigenschaften ähnlich den des Wolfram auf:     Tan-          tal,        Rhenium,        I11iob,        Molybdän.    Die Vorteile dieser Elek  trode werden offensichtlich, wenn man in Betracht zieht,  dass Kupfer dank seiner hohen Wärmeleitfähigkeit ein  ausgezeichneter Leiter für konstante Wärmeströmung ist.  Die Schicht des schwer schmelzbaren Metalls jedoch, die  eine Temperatur zulässt, welche die im Vakuum für Kup  fer zulässige Betriebstemperatur um das Vielfache über  schreitet, kann auf beste Weise kurzzeitige Wärmeüber-           lastungen    während des Elektronenstosses aushalten.

   Wäh  rend der Pausen soll diese Schicht die Temperatur so aus  gleichen, dass die Kupferunterlage nur schwachen und  allmählichen Temperaturänderungen ausgesetzt ist, die in  den für Kupfer zulässigen Grenzen liegen.  



  Die Schicht des schwer schmelzbaren Metalls dient  also in diesem Fall als     Wärmeglättungsfilter,    der die       Impulswärmeströmung    in eine mehr oder weniger kon  stante Wärmeströmung verwandelt, die auf den Wärme  träger über die     mit    dieser Schicht in guten Wärmekontakt  stehende Kupferunterlage übertragen werden kann.  



       Fig.    2 zeigt eine Elektrode, die aus einer Kupferun  terlage 1 besteht, auf die eine Übergangsschicht 3 aus  Eisen, das eine dem Kupfer     ähnliche    Wärmeleitfähigkeit  aufweist, doch eine Erwärmung auf höhere Temperatu  ren im Vakuum zulässt, aufgetragen ist.  



  Auf die Eisenschicht ist die bereits beschriebene       Wolframschicht    als Aussenschicht 2 aufgetragen. Aussen  schicht 2 und Übergangsschicht 3 bilden zusammen die  Schutzbedeckung 4.  



  Dies ist ein einfaches Ausführungsbeispiel für Elek  troden, bei welchen der     Elektrodenkörper    aus     z.B.    Kup  fer besteht, auf dessen     Wirkfläche    einige Schichten Ver  schiedener schwer     schmelzbarer    Metalle aufgetragen sind,  wobei das Material dieser  Zwischenschichten  eine  aufweist und seine     wärmephysikalischen    Eigenschaften  niedrigere Grenztemperatur als das der Aussenschicht  aufweist und seine wärmephysikalischen Eigenschaften  ähnlich den der Unterlage,     z.B.    des Kupfers, sind.  



  Es ist erwähnt worden, dass das Hauptmetall der  Elektrode (Unterlage) in einem     Wärmekontakt    mit der  Schutzschicht stehen soll..  



  Es ist allgemein bekannt, dass zwischen solchen Paa  ren von Metallen wie Kupfer-Wolfram, und     Kupfer-          Molybdän    keine gegenseitige Diffusion besteht, da diese  Metalle keine feste Lösungen     bilden.        Folglich    gelingt  es nicht, zwischen diesen Metallen eine zuverlässige  Kohäsion,     d.h.    einen Wärmekontakt, zu schaffen.     Aus-          serdem    unterscheiden sich die Temperaturkoeffizienten  der linearen Ausdehnung dieser Metallpaare sehr stark  voneinander. Zwischen     Elektrodenkörper    1 und Aussen  schicht 2 werden deshalb Übergangsschichten vorgesehen.

    Die     vorstehend    unter     Fig.    2 erwähnte Eisenschicht 3 ist,  wie bereits erwähnt, eine solche Übergangsschicht.  



  Auf diese Weise dienen die Übergangsschichten zur  Sicherung einer höchstmöglichen Kohäsion zwischen dem  Hauptmetall der Elektrode 1 und dem Aussenmetall des  Schutzüberzuges 2, sowie auch für den Ausgleich eini  ger wärmephysikalischer Eigenschaften, darunter auch  des Temperaturkoeffizienten der linearen Ausdehnung.  



  Zum Auftragen der dünnen Deckschicht aus schwer  schmelzbarem Metall können folgende bekannte techno  logische Verfahren angewendet werden:       Plasmenzerstäuben    des schwer schmelzbaren Metalls;  Verdampfung der Metalle im Vakuum durch Elektronen  bombardement;       Kathodenzerstäubung;     Auftragen der schwer schmelzbaren Metalle durch  Fällung aus der Gasphase und   Elektrolytische     Abscheidung    der schwer schmelzbaren  Metalle aus     Elektrolytschmelzen.     



  Für die praktische Verwirklichung der Erfindung kann  eines der genannten Verfahren je nach der Form und  den Abmessungen der Elektrode und dem Vorhanden  sein von technischen Ausrüstung gewählt werden. Jedes  der genannten Verfahren ermöglicht die Herstellung von  befriedigend feinkörnigen und dichten Schichten aus    schwer schmelzbaren Metallen mit genügender Adhäsion  auf dem Grundmetall des     Elektrodenkörpers.     



  Die Übergangsschicht 3, in welcher die wärmephysi  kalischen Eigenschaften des Materials dieser Schicht sich  mit kleinen Sprüngen oder genügend gleichmässig in den  Bereichen von den Grössen, die dem Hauptmaterial der  Elektrode (Unterlage) 1 entsprechen, bis zu den Grössen,  die dem schwer schmelzbaren Metall 2 des Schutzüber  zuges entsprechen,     verändern,    kann entweder durch auf  einanderfolgende     Auftragung    speziell ausgewählter Me  talle     (z.B.    Silber, Nickel, Eisen, Platin, Gold), oder durch  die Herstellung von Legierungen mit einem sich allmäh  lich verändernden Gehalt eines Metalls in dem anderen,  ausgeführt werden.  



  Eine besonders glückliche Lösung dieser Frage stellt  die Herstellung der Übergangsschicht in Form einer Le  gierung durch die Behandlung des Hauptmetalls der  Elektrode 1 mit Ionen eines schwer     schmelzbaren    Me  talls 2 des Schutzüberzuges, wodurch eine     übergangs-          schicht    3 entsteht, in welcher Atome eines schwer  schmelzbaren Metalls 2 ihre Konzentration von 0 an der  Grenze mit dem Hauptmetall der Elektrode 1 bis zu 100%  an der Grenze mit der Aussenschicht 2 des Schutzüber  zuges verändern.  



  Eine besonders vorzügliche Ausführungsvariante der  Erfindung ist die aus Kupfer bestehende Elektrode, deren       Wirkfläche    von einer     Wolframschicht    geschützt ist, und  Kohäsion sowie Wärmekontakt zwischen diesen durch  die Behandlung des Kupfers mit     Wolframionen    herge  stellt sind.  



  Eine solche Elektrode widersteht bei einer Stärke der  Schutzbedeckung von 100-120     @4        Oberflächenwärmestös-          sen,    welche von einem pulsierenden Elektronenstrom (in       Fig.    1 und 2 durch Pfeile dargestellt) bei einer spezifi  schen Impulsleistung von einigen hundert     kW    pro Qua  dratzentimeter hervorgerufen werden     mehrerehundert     Mikrosekunden lang.

   Dabei beträgt die     Eindringtiefe    der  Elektronen in die     Wolframschicht    bei einer Spannung  von 100     kV    nicht mehr als 10     #t"    während der     Wärme-          Skin-Effekt    in einer Schicht von etwa 200     #t    auftritt, wo  gegen dieser Wert für Kupfer ungefähr 400     #t    beträgt.  



  Die Erfindung kann in allen den Fällen verwendet  werden, wo es notwendig ist, in einer evakuierten elek  tronischen Einrichtung spezifische Belastbarkeit der  Elektroden hinsichtlich der von den     Elektrodenströmen     bewirkten Impulswärme zu vergrössern,     z.B.    in allen Ar  ten von Impulsröhren für Ultrahochfrequenz, Elektronen  beschleunigern, Entladungsröhren usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Elektrode in einer evakuierten, mit Elektronen strömen grosser Leistung betriebenen Entladungsvor richtung, welche Elektrode aus einem Material gefertigt ist, dessen Wärmeleitfähigkeit der von Kupfer mindestens angenähert gleich ist, dadurch gekennzeichnet, dass die den Elektronenströmen ausgesetzte Oberfläche des Elek- trodenkörpers (1) zum Schutz vor durch die Einwir kung des Elektronenstromes bedingten Erosion des Grundwerkstoffes mit einer Schutzbedeckung (4) über zogen ist, deren Aussenschicht (2) aus einem Metall be steht, welches schwerer schmelzbar ist und eine höhere zulässige Betriebstemperatur im Vakuum aufweist, als das Material des Elektrodenkörpers (1).
    II. Verfahren zum Betrieb einer eine Elektrode ent haltenden Entladungsvorrichtung nach Patentanspruch I mit impulsförmigen Elektronenströmen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Betriebsbedingungen für die Entla dungsvorrichtung entsprechend .der Dicke der Schutzbe deckung (4) des Elektrodenkörpers (1) gewählt werden, so dass die beim Betrieb der Entladungsvorrichtung in der Schutzbedeckung (4) erzeugten Wärmeimpulse ge glättet und dem Elektrodenkörper (1) eine praktisch kon stante, vom Elektrodenkörper abführbare Wärmeleistung zugeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Elektrode nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen dem Elektrodenkörper (1) und der Aussenschicht (2) mindestens eine Übergangsschicht (3) vorhanden ist, wobei die einzelnen Schichten zusam men die Schutzbedeckung (4) bilden. 2. Elektrode nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Übergangsschicht (3) aus mindestens einer Metallschicht besteht, deren Schmelztemperatur zwischen derjenigen des Elektrodenkörpers (1) und der jenigen der Aussenschicht liegt. 3. Elektrode nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Übergangsschicht (3) aus mehreren Metallschichten besteht.
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