CH463758A - Vorrichtung zur Betätigung von Rolladen - Google Patents

Vorrichtung zur Betätigung von Rolladen

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CH463758A
CH463758A CH799565A CH799565A CH463758A CH 463758 A CH463758 A CH 463758A CH 799565 A CH799565 A CH 799565A CH 799565 A CH799565 A CH 799565A CH 463758 A CH463758 A CH 463758A
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CH
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roller shutter
roller
spring
lock
flywheel
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CH799565A
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Schmidt Wolfgang Dr Dipl-Ing
Schmidt Karlheinz Dr Dipl-Ing
Original Assignee
Krafft & Schuell Kg
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  • Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)

Description


  Vorrichtung     zur        Betätigung    von Rolladen    Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Be  tätigung von Rolladen mit Stäben, zwischen denen  Lichtschlitze bei nicht voll herabgelassenem Rolladen  vorhanden sind, und mit eingebauter, durch das Eigen  gewicht der     Rolladenstäbe    zu spannender Entlastungs  feder.  



  Normalerweise bestehen die Zugeinrichtungen an  Rolläden aus     Gurtrollern,    in denen     Gurte    durch eine  Spiralfeder aufgewickelt und von denen aus diese Gurte  mit der auf der     Rolladenachse    befestigten     Gurtscheibe     verbunden werden. Zum Aufwärtsziehen des Rolladens  muss an dem     Gurt    nach unten gezogen werden, wäh  rend zum Ablassen des Rolladens der     Gurt    aus dem       Gurtroller    gezogen wird und der     Rolladenpanzer    selbst  durch sein Eigengewicht beim Nachlassen des Gurtes  herabgelassen werden kann.

   Der     Gurtroller    ist so kon  struiert, dass der Rolladen durch Festklemmen des Gur  tes im     Gurtroller    in jeder beliebigen Stellung festgehal  ten werden kann.  



  Ausserdem sind solche     Rolladenbetätigungsvorrich-          tungen    bekannt, bei denen die     Rolladenwalze    durch  eine endlose Gliederkette betätigt wird, die ihrerseits in  einem auf der     Rolladenachse    montierten Kettenrad läuft  und mit Hilfe einer     Einschieberaste    ebenfalls beliebig  feststellbar ist.  



  Bei Rolläden der letztgenannten Art und bei schwe  ren Rolläden mit festen     Stabverbindungen    ist der Ein  bau von Entlastungsfedern, auf     Torsion    beanspruchten  Schraubenfedern oder Spiralfedern bekannt, die durch  das Eigengewicht des herabgelassenen Rolladens ge  spannt werden und das anschliessende Hochziehen somit  erleichtern können. Auch gibt es     Rolladenbetätigungs-          vorrichtungen,    bei denen die Drehung der Rolladen  walze durch eine Seilwinde erfolgt.  



  Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine       Rolladenbetätigungsvorrichtung    zu schaffen, bei der die       Gewichtsenerige    des herabgelassenen Rolladens mög  lichst weitgehend zurückgewonnen, bei der auch auf ein  fache Weise das letzte Schliessen der Stäbe beim herab-    gelassenen Rolladen ermöglicht wird und die Handha  bung selbst möglichst einfach ist. Die Verringerung der  zur Betätigung des Rolladens erforderlichen Arbeit in  folge der Energierückgewinnung gestattet es auch, den  Rolladen mit Hilfe eines elektrischen Antriebs geringe  rer Leistung als der bisher     üblichen    zu betätigen.  



  Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die  Feder so mit einer Sperre zusammenwirkt, dass beim  Herablassen des Rolladens nach dem Aufsetzen der un  tersten Stäbe die Feder durch die Schwungenergie der       Rolladenstäbe    und der     Rolladenwalze    selbsttätig derart  weitergespannt wird, dass alle Lichtschlitze zwischen den       Rolladenstäben    geschlossen sind und das federnde  Rückdrehen der     Rolladenwalze    und das Hochgehen der  oberen     Rolladenstäbe    verhindert wird.  



  Weitere Einzelheiten und Vorteile sind der nachfol  genden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Er  findung sowie den zugehörigen Zeichnungen zu entneh  men, und zwar zeigen:       Fig.    1 einen Rolladen in der Draufsicht, von der  Zimmerseite her gesehen, mit der erfindungsgemäss vor  geschlagenen Betätigungsvorrichtung, wobei zur klare  ren Darstellung die Lagerung der Achse sowie Mauer  werk und Fenster nicht     miteingezeichnet    sind.  



       Fig.    2 zeigt den Rolladen in der Seitenansicht von  rechts,       Fig.    3 in der Seitenansicht von links,       Fig.    4 in     vergrösserter    Darstellung die     Wechselreib-          sperre    in Draufsicht,       Fig.    5 eine Seitenansicht der     Fig.    4,       Fig.    6 eine Ausführungsform mit normalem     Gurtrol-          ler    und     Gurtscheibe    ohne     Festklemmvorrichtung    zur  Handhabung des Rolladens,

         Fig.    7 die geschnittene Darstellung des einen Endes  der     Rolladenwelle    mit Wechselsperre und Feder einer  weiteren     Ausführungsform,          Fig.    8 einen Schnitt gemäss der Linie     A-B    der     Fig.    7,       Fig.    9 einen Schnitt gemäss der Linie     C-D    der       Fig.    7,

             Fig.    10 einen Schnitt des anderen Endes der     Rol-          ladenwelle    mit     Schwungscheibe    und     übersetzungsge-          triebe    nach     Fig.    7,       Fig.    11 einen Schnitt gemäss der Linie     A-B    der     Fig.     10 und       Fig.    12 einen Schnitt gemäss der Linie     C-D    der       Fig.    10.  



  Der sogenannte     Rolladenpanzer    wird auf die       Rolladenwalze    1 aufgewickelt, die mit ihren Achsstiften  2 in entsprechenden     Lagern        ruht.    Der     Rolladenpanzer     besteht aus den     einzelnen    Stäben 3, die durch die Ket  tenglieder 4 miteinander verbunden sind und in den       Führungen    5     geführt    werden. Selbstverständlich können  auch     Rolladenpanzer    mit     ineinanderschiebbaren    Kunst  stoffstäben und sonstige Konstruktionen von Rolladen  panzern verwendet werden.

   Der Panzer selbst ist bei  spielsweise durch die Gurte 6     mit    der Walze verbunden.  Auf der Achse ist die Schwungscheibe 7 angebracht, die  gleichzeitig als     Seilscheibe    für die Betätigungsschnur 8  dient. 9 ist die Spiralfeder für die Energiespeicherung  und 10 die     Wechselreibsperre.     



  In den     Fig.    4 und 5 sind in Drauf- und Seitenansicht  die     Wechselreibsperre    sowie die Schwungscheibe     ver-          grössert    dargestellt, wobei der     Rolladenpanzer    in spiegel  bildlicher     Anordnung        zu        Fig.    3 vorgesehen ist.  



  Die Schwungscheibe selbst weist beispielsweise einen  Absatz 11 auf, der gleichzeitig als Bremsscheibe dient.  An dieser Bremsscheibe liegt wechselweise je eine  Bremsbacke 12 und 13 des     Wechselbremskörpers    14 an.  Der Bremskörper selbst dreht sich um den Lagerzapfen  15, der mit der     Grundplatte    16 starr verbunden ist.  Diese     wiederum    ist durch Anordnung von Langlöchern  über die Schraubverbindung 17 verstellbar an den  Mauerankern 18 befestigt. Der Bremskörper 14 wird  durch eine Zugfeder 19 mit der jeweiligen Bremsbacke  leicht an die Bremsscheibe 11 angedrückt, wobei die  Zugfeder zwischen den Federhaken 20 und 21 gespannt  ist. Der Haken 20 ist mit dem Bremskörper und der  Haken 21 mit der Grundplatte verbunden.

   An dem  Bremskörper 14 ist eine     Stellgabel    22 über dem Steg  23 angebracht, welche beim Ziehen am linken     Trum     der Betätigungsschnur 8 die     Wechseireibsperre    in die ge  strichelte Stellung nach rechts umkippen lässt. In ei  nem anderen     Ausführungsbeispiel,    das in     Fig.    6 darge  stellt ist, erfolgt das Umstellen des Bremskörpers 24  durch die Betätigungsstange 25 oder die an Körper 24  angebrachte     Stellschnur    26.

   Bei aufgerolltem Rolladen  befindet sich die Reibsperre in der gestrichelten Lage     ge-          mäss        Fig.    5, so dass die Reibbacke 13 an der Reib  scheibe 11 anliegt. Die über die     Führungsstifte    27, 28  geführte Betätigungsschnur hat demnach noch die ge  strichelte Lage, d. h. der rechte Teil ist nach aussen ab  gewinkelt.

   Wird nunmehr in Pfeilrichtung - ab - an der  Schnur gezogen, so kippt die Reibsperre in die stark aus  gezeichnete Lage um, so dass die Bremsbacke 12 zur       Anlage    kommt.     Nunmehr    kann das Eigengewicht der       Rolladenstäbe    nach und nach ansteigend zur Wirkung       kommen    und den Panzer nach unten ziehen, wodurch  die Achse mit Schwungscheibe 7 in Bewegung gesetzt  wird und die Feder 9 in Abhängigkeit vom Drehwinkel  stärker werdend gespannt     wird.     



  Ist die Federcharakteristik so ausgebildet, dass die  Feder bei der Nullstellung keine positive oder negative       Vorspannung    hat, so braucht zum Herablassen des  Rolladens an der Schnur nicht weiter gezogen zu wer  den, da das Eigengewicht der Stäbe allein das Herab  lassen und das gleichzeitige Spannen der Feder bewirkt.

      Sind     wiederum    Federcharakteristik und     Trägheits-          moment    der     Schwungscheibe    entsprechend aufeinander  abgestimmt, so hat beim Aufsetzen des untersten     Roll-          ladenstabes    die Schwungscheibe mit den anderen be  wegten Teilen noch eine so grosse kinetische Energie,  dass die Feder auch noch den Umdrehungsweg weiter  gespannt wird, der das Schliessen der Lichtschlitze zwi  schen den Stäben erforderlich macht.  



  Bei ganz geschlossenem Rolladen hat die Drehung  dann aufgehört, so dass die gespannte Feder versucht,  den Rolladen wieder hochzuziehen. Dies ist aber nicht  möglich, da nunmehr die Wirkung der Reibbremse mit  der Bremsbacke 12 einsetzt. Um ausreichende Brems  wirkung zu haben, muss bekanntlich der     Tangens    des  Winkels zwischen Mittelpunktsverbindung der Rolladen  achse 2 und des Lagerzapfens 15 zum Mittelpunkt der  Bremsfläche 12 hin gleich gross oder kleiner sein als  der Reibungskoeffizient zwischen dem Material des  Bremskörpers 14 und der Bremsscheibe 11.  



  Soll der Rolladen hochgezogen werden, so wird an  der in     Fig.    5 linken Seite der Betätigungsschnur 8 ge  zogen. Dadurch wird zunächst die     Umlenkgabel    22 und  damit die ganze     Wechselreibsperre    wieder in die in     Fig.     5 gestrichelte Lage geschwenkt, so dass die Reibbacke  13 an der Reibscheibe 11 zur Anlage kommt und somit  bei weiterem Zug an der Betätigungsschnur die     Roll-          ladenachse    mit     Schwungscheibe    in entgegengesetzter  Drehrichtung in Bewegung gesetzt werden kann.

   Einen  wesentlichen Teil der Arbeit zur Aufwärtsbewegung des  Rolladens leistet die Spiralfeder 9, da das Federdreh  moment in Richtung des     Aufdrehmoments    wirksam ist.  Ist der Rolladen in seiner obersten Stellung angelangt, wo  bei die Feder wieder auf die Federkraft Null entspannt  ist, so verhindert die Reibsperre 10 das selbsttätige Her  abfallen des Rolladens, wenn an der Betätigungsschnur  nicht mehr gezogen wird. Selbstverständlich ist es auch  möglich, in jeder gewünschten Stellung bei der Auf- oder  Abwärtsbewegung des Rolladens diesen zum Stillstand  zu bringen.

   Es ist lediglich erforderlich, an der der jewei  ligen Zugrichtung entgegengesetzten Seite der Betäti  gungsschnur zu ziehen, so dass die Reibsperre umspringt  und die Weiterbewegung blockiert.     Zweckmässigerweise     wird das Anhalten jedoch bei der Aufwärtsbewegung  durchgeführt, da beim Anhalten während der Abwärts  bewegung die kinetische Energie vernichtet wird, so dass  zur weiteren Abwärtsbewegung nach dem Stillstand ein  stärkeres Ziehen an der Betätigungsschnur erforderlich  ist.  



  Es ist darüber hinaus auch möglich, die erforderliche  Betätigungskraft, die ja durch die Energierückgewin  nung in Verbindung mit der Schwungenergie kleiner ist  als bei den bisherigen Systemen, weiter zu verringern,  indem beispielsweise die Schwungscheibe 7 in bekannter  Weise als Planetengetriebe ausgebildet ist, so dass also  eine zusätzliche     übersetzung    vorhanden ist.  



  Bei der Benutzung der Reibsperre gemäss     Fig.    6 ist  ein normaler     Gurtroller    mit     Gurtscheibe    ohne Fest  klemmvorrichtung zur Handhabung des Rolladens an  wendbar. Der     Aufzieh-    und     Abrollvorgang    spielt sich in  der gleichen Weise wie oben beschrieben ab; lediglich  an Stelle der Betätigungsschnur ist der normale Gurt zu  gebrauchen, und für die Betätigung der Reibsperre ist  zusätzlich entweder die Stange 25 oder das Zugseil 26  zu benutzen. Die Anordnung der Betätigungsstange 25  wird so getroffen, dass bei Zug nach unten der Rolladen  herabgelassen wird und bei Druck nach oben der     Roll-          laden    aufzuziehen ist.

        Besondere Bedeutung     kommt    auch der Wahl der  Federcharakteristik zu. Die Feder kann so konstruiert  sein, dass der Rolladen im hochgezogenen Zustand noch  mit einem verbliebenen Teil der     Federkraft    über die An  schlagwinkel 29 an die an sich bekannte feste Begren  zung angedrückt wird. Für diesen Fall ist es erforder  lich, beim Herablassen des Rolladens     zun;'chst    eine ge  wisse Strecke an der Betätigungsschnur     r.ützuziehen,    bis  das freiwerdende Eigengewicht gross genug ist, die Dre  hung der     Rolladenachse    alleine fortzusetzen.

   Die Feder  selbst speichert in diesem Falle mehr Arbeit auf als in  der oben beschriebenen Anordnung, so dass auch mehr  Arbeit für das Aufziehen des Rolladens nach oben zur  Entlastung zur Verfügung gestellt werden kann. Es ist  aber auch möglich, der Feder bei hochgelassenem     Roll-          laden    eine negative     Vorspannung    zu geben, so dass bei  Umschalten der Reibsperre zum Herablassen des  Rolladens von der negativen     Vorspannung    ein zusätz  licher Anfangsstoss gegeben wird und der Rolladen  schneller in Bewegung kommt.

   Für beide Fälle ist es  zweckmässig, das     Trägheitsmoment    und die     Steilheit    der  Federkonstante so gegeneinander abzustimmen, dass bei  Schliessen des Rolladens ein Minimum an Bewegungs  energie verlorengeht und ein     Maximum    an potentieller  Federenergie zur Verfügung steht.  



  Der Vollständigkeit halber sei noch darauf hinge  wiesen, dass der Wirkungsgrad der Energierückgewin  nung um so grösser wird, je geringer die Reibungsver  luste des Systems sind. Demzufolge sind     zweckmässiger-          weise    die Lager der     Rolladenachse    als Kugellager ausge  bildet. Ausserdem können zusätzliche Laufrollen den  Reibungswiderstand der     Rolladenstäbe    beim Einlaufen  in die Führungsschienen verringern.  



  Bei der weiteren Ausführungsform gemäss den     Fig.     7-12 ist an der Welle 1 des Rolladens das Gehäuse 50  befestigt, so dass dies die Drehungen der Welle 1 mit  macht.  



  In das Gehäuse 50 ragt der     Blockierungszapfen    51  hinein, der feststehend angeordnet ist und bei 52 befe  stigt ist.  



  Die Wechselsperre wird von dem Hebelarm 53 ge  bildet, der auf der Welle 54 schwenkbar gelagert ist. Am  freien Ende des Hebelarms 53 befindet sich die Walze  55, welche in dem Längsschlitz 56 des Hebelarms 53  verschiebbar geführt ist. Wie in     Fig.    2 dargestellt, wird  die Wechselsperre 53 in ihrer jeweiligen Endstellung  durch den     Blockierungszapfen    51 festgehalten, so dass  das Gehäuse 50 keine Drehbewegung mehr ausführen  kann.  



  Bei der in     Fig.    7 und 8 dargestellten Ausführungs  form ist der Gurt 57 zur Betätigung des Rolladens über  das Gehäuse 50 geführt, jedoch ist es auch möglich, wie  später noch erläutert wird, den Gurt über die     Schwung-          scheibe    zu führen.  



  Die Wechselsperre 53     wird    über einen nicht weiter  dargestellten Griff in die dargestellte bzw. in die andere  Endstellung gebracht, so dass die Drehbewegung in der  einen oder anderen Drehrichtung blockiert wird.  



  Wie     Fig.9    erkennen lässt, ist die Spiralfeder mit  einem Ende auf der Welle 1 befestigt, und mit ihrem  anderen Ende am     Rolladengehäuse    58 festgelegt, so dass  bei einer Drehbewegung die Feder 9 entweder aufge  wickelt oder aber abgewickelt wird.  



  Wie die     Fig.10-12    zeigen, ist auf dem anderen  Ende der     Rolladenwelle    1 das Planetengetriebe 60 ange  bracht, dessen Zahnungen mit 61, 62 bezeichnet sind.  Bei Drehung der Welle 1, beispielsweise infolge des Ge-         wichtes    des Rolladens, wird die Drehbewegung auf die       Schwungscheibe    7 übertragen, welche mit einer dem  Übersetzungsverhältnis des Planetengetriebes 60 ent  sprechenden Drehzahl umläuft.  



  Der Gurt zum Heraufziehen bzw. Herablassen des  Rolladens kann vorteilhaft auf die Schwungscheibe 7  gelegt werden, da infolge der Untersetzung durch das  Planetengetriebe 60 nur eine einfache Umschlingung  der Schwungscheibe notwendig ist, da auf diese Weise  bereits genügend Haftreibung zur Verfügung steht. Das  selbe gilt für die Betätigung mittels eines elektrischen  Antriebes, welcher ebenfalls entsprechend kleiner be  messen werden kann, wenn er an der Schwungscheibe  zum Angriff gebracht wird.  



  Ein Vorteil dieser Vorrichtung liegt darin, dass die  Spiralfeder auch dann noch weiter gespannt werden  kann, wenn bereits die untersten Stäbe aufliegen und nur  noch die verbleibenden Lichtschlitze geschlossen wer  den müssen. Ohne diese gewonnene Drehenergie wäre  es nur bei einer Feder geringerer Federkraft möglich,  ohne     zusätzlichen    Kraftaufwand den Rolladen ganz zu  schliessen. Das Hochziehen der Stäbe durch die ge  spannte Feder selbst wird dadurch verhindert, dass bei  Auslaufen der     Ablaufdrehbewegung    im Moment des  Stillstandes die Reibsperre in Aktion tritt.

   Erst nach  Umstellung der Reibsperre kann der     Aufwickelvorgang     beginnen, der zum grossen Teil durch die freiwerdende  Federenergie bewerkstelligt wird, wobei ein Anhalten an  jeder beliebigen Stellung durch Umschaltung der Reib  sperre möglich ist.  



  Dadurch dass die Wechselsperre von einem  schwenkbar gelagerten Hebelarm     mit    an seinem freien  Ende drehbar angeordneter, in einem Längsschlitz des  Hebelarmes verschiebbar geführter     Walze    gebildet ist,  welche einem mit der     Rolladenwelle    verbundenen Ge  häuse zugeordnet und in ihren beiden Endstellungen  durch einen     Blockierungszapfen    gehalten ist, ist     eine     derartig ausgebildete Wechselsperre in ihrem Aufbau  ausserordentlich einfach und auch leicht zu bedienen,  wobei darüber hinaus nur eine vergleichsweise geringe  Reibung auftritt, so dass ein Verlust an Bewegungs  energie weitgehend verhindert wird.  



  Indem der     Blockierungszapfen    feststehend angeord  net ist und in das mit der     Rolladenwelle    verbundene Ge  häuse hineinragt, wobei sich zwischen der Gehäusewan  dung und dem     Blockierungszapfen    die Walze befindet,  kommt die Walze somit in ihren beiden Endstellungen  an der Drehbewegung des Gehäuses gebremst wird.  



  Weil die Wechselsperre und die Spiralfeder auf der  einen und die Schwungscheibe und ein     übersetzungsge-          triebe    auf der anderen Seite des Rolladens angebracht  sind, ergibt sich eine gute Verteilung auf der Welle des  Rolladens.  



  Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die     Schwung-          scheibe    über ein Getriebe, vorzugsweise ein Planeten  getriebe, mit der     Rolladenwelle    verbunden ist, so dass  beim Herablassen des Rolladens unter seinem Eigenge  wicht die Schwungscheibe eine entsprechend schnelle  Drehung ausführt, während wegen der vorhandenen  Übersetzung der     Rolladengurt    nur einmal um die  Schwungscheibe geschlungen zu werden braucht, da so  mit genügend Haftreibung vorhanden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Betätigung von Rolladen mit Stä ben, zwischen denen Lichtschlitze bei nicht voll herab gelassenem Rolladen vorhanden sind, und mit einge- bauter, durch das Eigengewicht der Rolladenstäbe zu spannender Entlastungsfeder, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (9) so mit einer Sperre zusammenwirkt, dass beim Herablassen des Rolladens nach dem Aufset zen der untersten Stäbe die Feder durch die Schwung energie der Rolladenstäbe (3) und der Rolladenwalze (1) selbsttätig derart weitergespannt wird,
    dass alle Licht schlitze zwischen den Rolladenstäben geschlossen sind und das federnde Rückdrehen der Rolladenwalze und das Hochgehen der oberen Rolladenstäbe verhindert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Trägheitsmoment der Rolladen walze beispielsweise durch Anbringung einer Schwung- scheibe (7) derart vergrössert ist, dass die Senkgeschwin digkeit zur Verringerung des Energieverlustes beim nacheinander erfolgenden Aufstossen der schliessenden Rolladenstäbe vermindert und ein Teil der freiwerden den Energie in Drehbewegungsenergie verwandelt wird, wodurch bei halbgeschlossenem Zustand, d. h.
    bei her untergelassenem Rolladen mit geöffneten Lichtschlitzen, ein zusätzlicher Teil von Energie zum selbsttätigen Schliessen der Stäbe vorhanden ist und somit eine stär kere Feder zur Speicherung der Energie und zur Ver ringerung der Betätigungsarbeit verwendet werden kann. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und/oder Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betäti gung des Rolladens durch eine Schnur (8) erfolgt, die in jeder Stellung des Rolladens die gleiche Durchhang- länge aufweist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselreibsperre mit einer Schaltgabel (22) versehen ist, die durch Ziehen an der Betätigungsschnur (8) im Sinne der jeweils gewünschten Rolladenbetätigung auto matisch das erforderliche Umschalten der Wechselreib- sperre bewerkstelligt. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wech- selreibsperre durch einen Stab (25) betätigbar ist. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-4., dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungscheibe (7) durch eine Übersetzung, beispiels weise ein Planetengetriebe, mit der Rolladenachse ver bunden ist und damit eine weitere Arbeitserleichterung in Verbindung mit der Energierückgewinnung möglich wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (9) bei hochgezogenem Rolladen eine Vorspannung der art aufweist, dass beim Herablassen des Rolladens zu nächst die Vorspannkraft durch Ziehen am Seil oder Gurt überwunden werden muss. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (9) bei hochgezogenem Rolladen eine Vorspannung der art aufweist, dass beim Umschalten der Wechselreib- sperre zum Ablassen des Rolladens diese negative Fe dervorspannung zunächst einen Teil der erforderlichen Beschleunigungsarbeit leistet. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wech selsperre (53) von einem schwenkbar gelagerten Hebel arm mit an seinem freien Ende drehbar angeordneter, in einem Längsschlitz (56) des Hebelarmes (53) ver schiebbar geführter Walze (55) gebildet wird, welche einem mit der Rolladenwelle (1) verbundenen Gehäuse (50) zugeordnet und in ihren beiden Endstellungen durch einen Blockierungszapfen (51) gehalten ist. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass der Blok- kierungszapfen (51) feststehend angeordnet ist und in das mit der Rolladenwelle (1) verbundene Gehäuse (50) hineinragt, wobei sich zwischen der Gehäusewandung (50) und dem Blockierungszapfen (51) die Walze (55) befindet. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wech selsperre (53) und der Rolladen getrennt betätigt wer den. 11.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass Wechsel sperre (53) und Feder (9) auf der einen und Schwung- scheibe (7) und übersetzungsgetriebe (60) auf der ande ren Seite des Rolladens angebracht sind. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungscheibe (7) über ein Getriebe (60), vorzugs weise ein Planetengetriebe, mit der Rolladenwelle (1) verbunden ist. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rolladengurt (57) über die Schwungscheibe (7) gelegt ist. 14.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sperre eine Wechselreibsperre (10), die zwei um einen Lagerzapfen (15) schwenkbare Reibbacken (12, 13) aufweist, ist. 15. Vorichtung nach Unteransprüchen 3 und 4, da durch gekennzeichnet, dass der Rolladen mittels des Sei les (8) betätigbar ist. 16. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Rolladen mittels eines Gurtrol- lers ohne Festklemmvorrichtung betätigbar ist. 17.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reibsperre so ausgebildet ist, dass das Ziehen an der Stange nach unten die Abwärtsbewe gung und das Drücken an der Stange nach oben die Auf wärtsbewegung des Rolladens auslöst.
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