Probenzuführgerät zum automatischen Zuführen von flüssigen Proben zu einem fortlaufend arbeitenden Analysiergerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Probenzuführgerät zum automatischen Zuführen von flüssigen Proben zu einem fortlaufend arbeitenden Analysiergerät, mit mindestens einem Entnahmerohr und Mitteln, durch die das Entnahmerohr nacheinander in mehrere Proben flüssigen Stoffes enthaltende Becher getaucht wird, und mit einer Einrichtung zum Absaugen der Proben während des Eintauchens des Entnahmerohrs in einen Probenbecher.
Es sind Probenzuführgeräte bekannt, die ein gekrümmtes Entnahmerohr aufweisen, welches nach dem Absaugen einer Probe aus dem Probenbecher herausgeschwenkt und anschliessend in einen neuen Becher eingetaucht wird. Die Schwenkbewegung ist insbesondere dann nachteilig, wenn längliche Becher mit geringem Querschnitt verwendet werden, wie es oftmals notwendig ist, wenn nur sehr kleine Probenmengen zur Verfügung stehen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, mit der die Entnahmerohre stets in vertikaler Richtung aus einem Becher herausgezogen bzw. in einen Becher eingetaucht werden können.
Bei dem eingangs beschriebenen Probenzuführgerät ist erfindungsgemäss zur Führung des Entnahmerohres beim Eintauchen ein parallelogrammartig ausgebildeter Hebelmechanismus vorgesehen, der im wesentlichen aus zwei parallelen, in einem Stützblock schwenkbar gelagerten Stangen und einem diese an der vom Stützblock entfernten Seite gelenkig verbindenden Verbindungsglied besteht, an welchen das Entnahmerohr befestigt ist, und es ist eine Einrichtung vorgesehen, mittels der die Stangen um die Schwenkpunkte am Stützblock schwenkbar sind.
Die Erfindung wird anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt eine teilweise geschnittene Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Fig. 2 bzw. 3 sind Schnitte längs der Linien 2-2 bzw. 3-3 der Fig. 1.
Die Fig. 4-6 zeigen das zu dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-3 gehörende Probenentnahme- und Probenzuführgerät in verschiedenen Betriebsstellungen.
Fig. 7 zeigt eine Steuerschaltung in Verbindung mit der Ausführungsform nach Fig. 1.
Fig. 8 zeigt das Durchflusssystem der Ausführungsform nach Fig. 1.
Fig. 9 zeigt eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung von oben.
Fig. 10 zeigt die Ausführungsform der Fig. 9 von einer Seite.
Gemäss den Fig. 1-3 ist beim Probenzuführapparat der Erfindung in einem Gehäuse 20 eine kreisrunde Öffnung 21 ausgebildet, in der ein etwa kreisrunder Drehtisch 22 angeordnet ist. Mehrere kreisrunde Reihen von Öffnungen sind in der Fläche des Drehtisches eingearbeitet, der komplementär geformte Gefässe 24 für Flüssigkeitsproben (Fig. 3) festhält. Vorzugsweise enthält der Drehtisch eine obere und untere Stützplatte 26 bzw. 29, zwischen denen sich die Gefässe 24 erstrecken.
Ein Probenaufnahme- und Zuführgerät 28 ist auf dem Gehäuse 20 direkt neben dem Drehtisch 22 angeordnet. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform enthält der Drehtisch vier kreisrunde Reihen A bis D Probengefässe und ist ähnlich wie der Drehtisch nach der US-Patentschrift Nr. 2 654 522 konstruiert. Während des Betriebes wird der Drehtisch periodisch weitergeschaltet, wie in den US-Patentschriften Nrn. 2 604 248 und 2 710 715 erläutert ist, damit alle Probengefässe 24 neben das Einlassende des Probenaufnahme- und Zuführgerätes 28 gelangen, von dem die Probe herausgezogen wird. Bei vier Reihen Probengefässe 24 muss der Drehtisch 22 vier volle Umdrehungen machen, um alle Probengefässe in die richtige Lage zu bringen, damit die Proben aus ihnen herausgezogen werden können.
Das Probenaufnahme- und Zuführgerät 28 enthält einen Stützzapfen 30, der vom Gehäuse 20 aus nach oben ragt, wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, und relativ zu diesem um einen vorgegebenen Bogenbereich schwenkbar ist, wie im einzelnen in der US-Patentschrift Nr. 2 654 522 erläutert ist. Vom äussersten Ende des Stützzapfens geht ein Achsstummel 32 aus, auf dem Buchsen 34 drehbar gelagert sind. An den Buchsen 34 ist auf zweckmässige Weise eine Nabe 36 befestigt, die somit relativ zum Achsstummel 32 drehbar ist und an der ein langgestreckter Stützarm 40 festgemacht ist, dessen Form in Fig. 3 zu sehen ist.
An getrennten Punkten des Stützarmes 40 sind Lager 42 und 44 angeordnet, in denen je ein Zapfen 46 bzw. 48 drehbar gelagert ist, wie man am besten in Fig. 3 erkennt. An den entgegengesetzten äusseren Enden der Zapfen 46 und 48 sind Haltearme 50 und 52 fest montiert, die um die Lager des Stützarmes 40 drehbar montiert sind. An den benachbarten äusseren Enden der Haltearme 50 und 52 ist mit Hilfe von Stiften 56 und 58 ein Verbindungsarm 54 schwenkbar angebracht, an dem eine Halterung 60 für gebogene Probenaufnahmeröhrchen befestigt ist. Zwei Probenaufnahmeröhrchen 64 und 66, die je eine äussere hohle Metallröhre 68 und eine innere Kunststoffaufnahmeröhre 70 aufweisen, sind in Öffnungen der Halterung 60 festgehalten. Durch die Halterung geht eine Stellschraube 72 bis zur Berührung mit der äusseren Metallröhre hindurch, die in der gewünschten Stellung zu ihrer Halterung festgehalten wird.
Bei der bevorzugten Aus führungsform sind die Röhrchen 64 und 66 in der Halterung 60 derart zueinander angeordnet, dass sich die Aufnahmeenden der Kunststoffröhrchen 70 innerhalb der Probengefässe 24 in unterschiedlicher Höhe befinden. Wie am besten aus Fig. 3 hervorgeht, befindet sich ein Aufnahmeende 74 der Röhre 66 fast am Boden des Gefässes 24, während ein Aufnahmeende 76 des Röhrchens 64 nur bis in die Gefässmitte hineinreicht, damit unterschiedliche Teile der Flüssigkeitsprobe aus dem Gefäss herausgezogen werden können; der Grund hierfür ist später erläutert.
Auf dem Gehäuse 20 ist mit Hilfe von Stützen 82 ein Elektromotor 80 angebracht. Eine aus ihm herausragende Antriebswelle 84 ist in Lagern 86 und 87 drehbar gehaltert, die ihrerseits mit Hilfe eines Auslegers 88 vom Hauptgehäuse 20 gehalten sind. Ein Betätigungszapfen 90 ist mit Hilfe von Lagerblöcken 92 und im Gleitsitz relativ zu dem Stützarm 40 in vertikaler Richtung bewegbar; an ihm ist mit Hilfe eines abgestuften Zapfens 98 ein Nachlaufelement 96 angebracht. In einem benachbarten Teil des Auslegers 88 ist ein Führungsschlitz 100 ausgebildet, in dem eine Rolle 102 drehbar am abgestuften Zapfen gehaltert ist.
An dem Haltearm 50 ist mit Hilfe einer Befestigungsvorrichtung 110, die am besten in Fig. 2 zu sehen ist, ein Schuh 106 befestigt, der einen umgebogenen Metallstreifen 108 aufweist und mit dem ein Betätigungskörper 112 in Berührung kommt, der vom Betätigungszapfen 90 ausgeht.
Am äusseren Ende der Antriebswelle 84 ist mit Hilfe einer Schraube 116 eine dem Anheben dienende Führungsscheibe 114 befestigt, deren Form am besten in Fig. 3 zu sehen ist. Die Führung arbeitet mit dem Nachlaufelement 96 zusammen, damit bei ihrer Drehung dieses und dementsprechend der Betätigungszapfen 90 und der Betätigungskörper 112 hin und her bewegt werden. Dies führt zu einer Hin- und Herbewegung des Schuhs 106, durch die die etwa parallelogrammartige Anordnung der Haltearme 50 und 52 und der Röhrchenhalterung 60 zwischen einer durch ausgezogene Linien in Fig. 3 dargestellten Lage und einer durch gestrichelte Linien dargestellte Lage hin und her geführt werden. Hierdurch wird eine Hin- und Herbewegung der Aufnahmeröhrchen 64 bzw. 66 in das Probengefäss 24 hinein bzw. aus diesem heraus bewirkt.
Nach dem Absaugen der Flüssigkeitsprobe können die Röhrchen aus dem Probengefäss herausgehoben werden, damit der Drehtisch 22 um einen Schritt weiterlaufen kann, worauf die Flüssigkeitsprobe aus dem nachfolgenden Probengefäss herausgezogen wird.
Von der Antriebswelle 84 wird ein Kegelrad 120 angetrieben, das mit einer Stellschraube 122 festgemacht ist. Von einer Grundplatte 126 des Gehäuses 20 ist mit Hilfe eines Kragens 128 ein Haltezapfen 124 abgestützt, den man am besten aus Fig. 2 erkennt; in der Grundplatte ist ferner mit Hilfe eines Lagers 132 eine getriebene Welle 130 drehbar gelagert. Die getriebene Welle 130 trägt an ihrem oberen äusseren Ende mit einer Schraube 136 ein Kegelrad 134. Die Kegelräder 120 und 134 greifen ineinander, damit die Antriebswelle 84 die Welle 130 antreiben kann. Das Rad 134 hat vorzugsweise den doppelten Durchmesser des Rades 120, damit es bei jeder Umdrehung des letzteren nur eine halbe Umdrehung macht. Zwischen dem Haltezapfen 124, der betriebenen Welle 130 und dem Ausleger 88 verläuft eine Stützplatte 138 gemäss Fig. 1, die als Anlage für die oberen äusseren Enden der Wellen dient.
An dem einen äusseren Ende des Haltezapfens 124 ist mit Hilfe einer Nabe 142 ein Betätigungshebel 140 schwenkbar angebracht ; die Nabe 36 besteht mit einem aus ihr herausragenden Betätigungsarm 144 aus einem Stück. Mit Hilfe eines Stiftes 146 sind die benachbarten äusseren Enden des Betätigungshebels 140 und des Betätigungsarms 144 in der Weise schwenkbar verbunden, dass der letztere in einen Schlitz 149 des ersteren hineinläuft, wie aus Fig. 2 hervorgeht. An dem Betätigungshebel 140 ist mit Hilfe eines Stiftes 154 ein Nachlaufelement 152 und an der Welle 130 eine Führungsscheibe 150 befestigt (Fig. 6).
Das Nachlaufelement 152 berührt die Führung 150, von der unter Mitwirkung des Nachlaufelementes 152, des Hebels 140, des Stiftes 146, des Betätigungsarmes 144, der Nabe 36 und des Haltearms 40 eine Horizontalbewegung der Arme 50 und 52 aus der Stellung, die in Fig. 1 durch ausgezogene Linien angegeben ist, in die Stellung bewirkt wird, die gestrichelt gezeichnet ist. Die Arme stehen unter der Vorspannung einer an dem Betätigungshebel 140 wirkenden Feder 151, die sie in die erste Stellung zu bringen sucht; die Bewegung der Arme in die andere Richtung wird von einem Haltezapfen 147 begrenzt, mit dem der Betätigungshebel in Berührung kommt.
Ein Waschflüssigkeitsbehälter 160 mit einem Einlass 161 und einem Auslass 163 ist mit Hilfe von Befestigungskörpern 162 am Gehäuse 20 der Fig. 1 festgemacht und so angeordnet, dass bei einer Bewegung der Haltearme 50 und 52 in die vom Drehtisch 22 entfernte Lage die Röhrchen 64 und 66 auf ihn ausgerichtet sind.
Wenn die Führungsscheiben 114 und 150 über die Kegelräder 120 und 134 mit einer Geschwindigkeit gedreht werden, die an die Weiterschaltbewegung des Drehtisches 22 angepasst ist, werden die Probenaufnahmeröhrchen 64 und 66 vertikal nach unten in ein Probengefäss 24 gebracht, das in die Probenentnahmestellung geschaltet ist, aus dem Gefäss vertikal nach oben herausgeführt, horizontal aus der Lage oberhalb des Drehtisches in die Lage oberhalb des Waschflüssigkeitsbehälters 160 gebracht, vertikal nach unten in den Waschflüssigkeftsbehälter bewegt, vertikal nach oben aus dem Waschflüssigkeitsbehälter 160 herausgenommen und horizontal in der Lage oberhalb des nächsten Flüssigkeitsprobengefässes 24 geführt, der nun in die Probenentuahmestellung weitergeschaltet ist.
Gemäss Fig. 3 ist mit dem gebogenen Röhrchen 64 eine Probenzuführleitung 170 verbunden, in der die vom gebogenen Röhrchen aus den Probengefässen 24 infolge des Unterdruckes in der Leitung angesaugten Flüssigkeitsproben dem zugeordneten Probenanalysiergerät zugeführt werden können. Mit den gebogenen Röhrchen 66 ist gemäss Fig. 8 eine ähnliche Probenzufuhrleitung 175 verbunden. In der Leitung 170 bzw. 175 ist eine T-förmige Abzweigstelle 172 bzw. 173 (Fig. 8) eingeschaltet, mit der über eine Leitung 176 bzw. 179 ein magnetbetätigtes Ventil 174 bzw. 177 verbunden ist.
Mit der anderen Seite des Ventils ist eine Waschflüssigkeitseinlassleitung 178 bzw. 181 verbunden; in beiden Ventilen sind Durchgänge 180, 182 und 184 für die Strömung vorgesehen, durch die die Leitungen 178 und 176 beim Ventil 174 und die Leitungen 181 und 179 beim Ventil 177 verbunden sind.
Fernerhin enthalten die Ventile einen zusätzlichen Durchgang 186, der mit der Leitung 188 bzw. 189 in Verbindung steht; ein Magnetventilkörper 190 enthält zwei mit einer Spitze versehene Verschlussteile 192 und 194, von denen der Durchgang 186 oder 184 verschliessbar ist. Somit kann in der Lage des Ventils 174 nach Fig. 3 die Waschflüssigkeit unter Druck von einer nicht gezeigten Quelle dem Ventil über die Leitung 178 zugeführt werden, strömt in diesem durch die Durchgänge 180 und 182 und tritt durch den Durchgang 186 und die Leitung 188 aus.
Wenn das Magnetventil 174 erregt ist und in die andere Lage gebracht ist, in der der Verschlussteil 192 den Durchgang 186 verschliesst und die beiden Durchgänge 180 und 184 untereinander verbunden und offen sind, wird die Waschflüssigkeit unter Druck über die Leitung 178 und die Durchgänge 180, 182 und 184 in die Leitung 176 eingeführt; die aus dieser austretende Strömung wird an der Abzweigstelle 172 in zwei Abschnitte zerteilt, von denen der eine durch die Leitung 170 zum gebogenen Röhrchen 64 und zum Einlassende 76 der Röhre 70 strömt. Der andere Abschnitt der Waschflüssigkeit fliesst durch die Leitung 171 zum selbsttätigen Analysierapparat und reinigt dessen Leitungen.
Infolge der Anordnung des gebogenen Röhrchens 64 im Waschftüssigkeitsbehälter 160, der gleichzeitigen Erregung des Magnetventils 174, nachdem ein Probenteil aus dem Probengefäss angesaugt war, werden der äussere Abschnitt des gebogenen Röhrchens beim Eintauchen in die Waschflüssigkeit und der innere Teil beim Rückfluss der Waschflüssigkeit durch das gebogene Röhrchen in den Behälter und die inneren Teile der Leitungen 1-69 und 170 völlig gereinigt. Hierdurch wird eine Verunreinigung der nächsten Probe durch einen Rückstand der vorhergehenden vermieden.
Das andere Magnetventil 177 arbeitet in derselben Weise wie das Magnetventil 174 und reinigt das gebogene Röhrchen 66 und die von ihm ausgehenden Leitungen nach dem Ansaugen einer Probe vollständig.
Gemäss Fig. 2 sind an der getriebenen Welle 130 Zeitgeberscheiben 202 bis 206 befestigt, die sich mit der halben Drehzahl der Motorwelle 84 drehen. Auf der Stütze bzw. Grundplatte 138 bzw. 126 sind von den Scheiben betätigte Schalter 208 bis 212 angeordnet, über deren Arme 214 bis 218 sie in einer genau vorgegebenen zeitlichen Beziehung zu der Drehung der Antriebswelle geöffnet bzw. geschlossen werden. Alle Schalter haben bei der Steuerung der Weiterschaltbewegung des Drehtisches 22, bei der Vertikal- und Horizontalbewegung der Probenentnahme- und Zuführvor- richtung 28 und bei der Erregung der Magnetventile 174 und 177 eine bestimmte Funktion, die ausführlich in Verbindung mit der Steuerschaltung nach Fig. 7 beschrieben sei.
Wie in Fig. 3 zu sehen ist, ist am oberen äusseren Ende des Stützzapfens 30 ein Rückstellhebel 229 angebracht. Aus diesem Ende des Stützzapfens springt nach oben ein Haltestift 230 heraus, der durch den Rückstellhebel hindurchgeht. Somit führt eine Bewegung des Rückstellhebels zu einer entsprechenden Bewegung des Stützzapfens und Haltestiftes. Durch das Zusammenwirken, also das Anliegen des Haltestiftes 230 an einer Oberfläche 232 der Nabe 36, wird festgelegt, welche Reihe A, B, C oder D der Probengefässe 24 unter die gebogenen Röhrchen 64 und 66 gelangt, damit die Proben aus ihnen herausgesaugt werden können.
Wenn der Stützzapfen 30 gedreht wird und den Haltestift 230 in die Lage nach den Fig. 1 und 4 bringt, wie in Verbindung mit der US-Patentschrift Nr. 2654522 erläutert ist, werden durch die Berührung zwischem dem Haltestift und der Nabenoberfläche die Haltearme 50 und 52 in diejenige Lage gebracht, in der sich die gebogenen Röhrchen 64 und 66 unmittelbar über den Probengefässen 24 der innersten Gefässreihe D befinden.
Wenn sich der Haltestift anderseits in der Lage nach Fig. 6 befindet, sind die Haltearme 50 und 52 durch das Anliegen in eine Lage gebracht, in der die gebogenen Röhrchen sich unmittelbar über den Probengefässen 24 der äussersten Gefässreihe A befinden. Durch eine Einstellung des Haltestiftes 230 zwischen die in den Fig. 4 und -6 angegebenen Lagen werden die gebogenen Röhrchen natürlich über die Probengefässe der Behälterreihe B bzw. C gebracht. Wenn sich die Führungsscheibe 150 und das Nachlaufelement 152 in der Lage nach Fig. 5 befinden, wirken der Betätigungshebel 140, der Haltezapfen 147 und der Betätigungsarm 144 derart zusammen, dass mit Hilfe der Haltearme 50 und 52, wie in Fig. 5 angegeben ist, die gebogenen Röhrchen unmittelbar über den Waschflüssigkeitsbehälter 160 gebracht werden, wie durch gestrichelte Linien in Fig. 1 angegeben ist.
Bei einer vollständigen Umdrehung der Führungsscheibe 150 von der in Fig. 5 dargestellten 1Lage aus werden die Haltearme 50 und 52 horizontal verschwenkt und die von diesen gehaltenen gebogenen Röhrchen unmittelbar vom Waschflüssigkeitsbehälter un- mittelbar über eine Gefässreihe A, B, C oder D gebracht, was durch die Stellung des Haltestiftes 230 und sein Anliegen an der Nabenfläche 232 festgelegt ist.
Die gleichzeitige Drehung der dem Anheben dienenden Führungsscheibe 114 bewirkt natürlich eine Auf- und Abbewegung der gebogenen Röhrchen in den Waschflüssigkeitsbehälter bzw. die Probengefässe hinein bzw. aus diesen heraus; die grössere Drehzahl der Führungsscheibe
114, nämlich die doppelte der Führungsscheibe 150, und die Form der Führungsscheiben gemäss den Fig. 3 und 4 ergeben, dass sich bei einer Bewegung der Haltearme 50 und 51 die gebogenen Röhrchen 64 und 66 zum Waschflüssigkeitsbehälter bzw. Probengefäss dann senken bzw. herauskommen, wenn sie sich darüber befinden. Die abwechselnden Schübe der Flüssigkeits proben aus den Probengefässen 24 und der Waschflüssigkeit können von den Leitungen 176 und 179 über die Zuführungsleitungen 169 und 171 dem zugeordneten Probenanalysiergerät zugeführt werden.
In der Steuerschaltung nach Fig. 7 sind die Mikroschalter 208, 210 bzw. 212 untereinander verbunden und werden von den Führungsscheiben 202 bis 206 betätigt, die vom Motor 80 angetrieben werden, wie bei Fig. 2 erläutert ist. Von einem Zeitgeber 300, dessen Motor 302 mit konstanter Drehzahl umläuft, wird eine Führungsscheibe 304 angetrieben, die periodisch einen Mikroschalter 308 mit einem Betätigungsteil 306 öffnet und schliesst. Ortsfeste Kontakte 307 und 309 des Mikroschalters 308 sind über je eine Leitung 312 bzw.
314 mit dem ortsfesten Kontakt 316 bzw. 318 des Mikroschalters 212 verbunden. Leitungen L1 und L2 sind über ein Relais 320 und Leitungen 482, 480, 325, 457, 458 und 406 an ortsfesten Kontakten 321 und 323 des Schalters 208 angeschlossen. An den Leitungen L1 und L2 liegt über eine Leitung 400, einen beweglichen bzw. ortsfesten Kontakt 402 bzw. 404 des Relais 320 und Leitungen 486 und 406 ein Antriebsmotor 322, der den Drehtisch 22 in der bereits erläuterten Weise antreibt. Die Führungsscheiben 202, 204, 206 und 304 tragen an ihrem Umfang je einen Nocken 324, 326, 328 bzw. 330, deren Länge 18, 90,
180 bzw. 1800 beträgt. Die Magnetventile 174 und 177 sind über Kontakte 410 und 414 des Schalters 210 und Leitungen 416 und 418 angeschlossen.
Von der Führungsscheibe 202 und dem Schalter 208 wird teilweise die Erregung und Abschaltung des Antriebsmotors 322 für den Drehtisch über eine Spule 319 des Relais 320 beeinflusst, damit der Drehtisch 22 schrittweise weitergeschaltet werden kann; die Führungsscheibe 204 und der Schalter 210 beeinflussen die Erregung und Abschaltung der Magnetventile 174 und 177, während die Führungsscheibe 206 und der Schalter 212 den Antriebsmotor 80 erregen bzw. abschalten und dadurch die Vertikal- und Horizontaleinstellung der Haltearme 50 und 52 und der gebogenen Röhrchen 64 und 66 beeinflussen.
Mit Hilfe eines von Hand betätigten Schalters 332 kann die Steuerschaltung erregt bzw. abgeschaltet werden. Zwischen Leitungen 420 und 484 liegt ein Schalter 334, der unter der Wirkung des Antriebsmechanismus des Drehtisches geöffnet und geschlossen wird, wie in den US-Patentschriften Nrn. 2604 248 und 2710715 erläutert ist.
Wenn sich die Führungsscheiben in der Lage nach Fig. 7 befinden, werden die gebogenen Röhrchen 64 und 66 an den Haltearmen 50 und 52 in den Waschflüssigkeitsbehälter 160 eingetaucht und die Magnetventile 174 und 177 über die Kontakte 410 und 414 des geschlossenen Mikroschalters 210 erregt, damit die Waschflüssigkeit von den Leitungen 178 und 181 durch die Durchgänge 180 und 184 der Ventile, die Leitungen 176 und 179 und die T-förmigen Abzweigungen 172 und 173 gepumpt wird, in denen sie in zwei Abschnitte aufgeteilt wird, von denen der eine in umgekehrter Richtung durch die Leitungen 170 und 175 durch das Innere der gebogenen Röhrchen 64 und 66 zum Waschflüssigkeitsbehälter 160 fliesst, damit die Innenwände der Röhrchen vollständig gereinigt werden.
Der andere Abschnitt der Waschflüssigkeit fliesst von den T-förmigen Abzweigstellen 172 und 173 in die Leitungen 169 und 171 hinein und reinigt diese und die angeschlossenen Zuführleitungen des Probenanalysierapparates. Zu diesem Zeitpunkt ist nur der Zeitgebermotor 302 erregt, während der Antriebsmotor 80 für die Führungsscheiben, der Antriebsmotor 322 für den Drehtisch und die Spule 319 des Relais 320 abgeschaltet und der Schalter 334 vom Antriebsmechanismus des Drehtisches geschlossen ist, wie aus den US-Patentschriften Nrn. 2 604 248 und 2 710 715 hervorgeht.
Bei der fortgesetzten Drehung der Führungsscheibe 304 fällt der Betätigungsarm 306 des Schalters 308 in den Nocken 330 hinein, wodurch der bewegliche Kontakt 303 mit dem ortsfesten Kontakt 309 in Berührung gebracht und der Antriebsmotor 80 über diesen Schalter, den Schalter 212 und Leitungen 452, 327 und 482 erregt wird. Bei einer Drehung des Antriebsmotors 80 werden die Führungsscheiben 114 und 150 infolge der Drehung der Welle 84 bzw. 130 entsprechend gedreht, was aber nicht zu einer unmittelbaren Bewegung der Haltearme 50 und 52 und der gebogenen Röhrchen 64 und 66 nach oben aus dem Waschflüssigkeitsbehälter führt, was auf die tiefen oder relativ flachen Abschnitte der Führungsscheiben zurückzuführen ist, die zu diesem Zeitpunkt mit dem Nachlaufelement 96 bzw. 152 in Berührung stehen.
Der Antriebsmotor 80 setzt auch über die Wellen 84 und 130 die Führungen 206, 204 und 202 im Uhrzeigersinn nach Fig. 7 in Umlauf. Hierdurch gleitet der Betätigungshebel 216 des Schalters 210 aus dem Nocken 326 der Führungsscheibe 204 heraus, wodurch der bewegliche Kontakt 412 des Schalters vom ortsfesten Kontakt 410 abgehoben und die Magnetventile 174 und 177 abgeschaltet werden. Wenn diese Ventile abgeschaltet sind, fliesst die Waschflüssigkeit bloss von den Leitungen 178 und 181 durch die Durchgänge 180, 182 und 186 zu den Leitungen 188 und 189 hinaus. Zu diesem Zeitpunkt strömt die Waschflüssigkeit nicht weiter durch die gebogenen Röhrchen 64 und 66.
Gleichzeitig mit der Abschaltung der Magnetventile 174 und 177 wirkt der hohe oder antreibende Abschnitt der Führungen 150 und 114 auf das Nachlaufelement 152 bzw. 96, wodurch die gebogenen Röhrchen 64 und 66 nach oben aus dem Waschflüssigkeitsbehälter 160 herausgenommen und in ein Probengefäss 24 eingeführt werden, das sich in einer Gefässreihe A, B, C oder D befindet, die zu diesem Zeitpunkt durch die Lage des Haltestiftes 230 festgelegt ist. Die Erregung des Antriebsmotors 80 und die gemeinsame Drehung der Führungsscheiben 206, 204 und 202 dauern so lange an, bis der Betätigungsarm 218 des Schalters 212 aus dem Nocken 328 der Führungsscheibe 206 herausgleitet und den bewegbaren Kontakt 460 des Schalters 316 vom ortsfesten Kontakt 318 abhebt, wodurch der Antriebsmotor für die Führungsscheibe abgeschaltet wird.
Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die gebogenen Röhrchen 64 und 66 im Probengefäss 24 (Fig. 3), aus dem die Probe abgesaugt und über die Leitungen 169 und 171 dem zugehörigen Analysierapparat zugeführt werden. Dies dauert so lange an, bis die Führungsscheibe 304 sich so weit gedreht hat, dass der Betätigungsarm 306 des Schalters 308 aus dem Nocken 330 herausgeleitet und der bewegliche Kontakt 303 des Schalters in die dargestellte Lage gehoben wird, in der der Motor 80 erneut über den Schalter 308 und die nun verbundenen Kontakte 316 und 460 des Schalters 212 erregt wird.
Zu diesem Zeitpunkt werden infolge der sich ergebenden Drehung der Führungsscheiben 150 und 114 die Röhrchen 64 und 66 unmittelbar nach oben aus dem Probengefäss 24 herausgenommen, in dem sie ein getaucht waren, und in den Was chflüssigkeitsbeh älter 160 geführt. Gleichzeitig tritt der Betätigungsarm 216 des Schalters 210 erneut in den Nocken 326 der Führungsscheibe 204 ein, wodurch die Magnetventile 174 und 177 noch einmal erregt werden, damit die Leitungen und die gebogenen Röhrchen gereinigt werden können;
während der Betätigungsarm 214 des Schalters 208 in den Nocken 324 der Führungsscheibe 202 hineinfällt und dadurch der bewegliche Kontakt 432 des Schalters mit dem ortsfesten Kontakt 323 in Berührung gebracht wird, wird der Erregungskreis für die Spule 319 des Relais 320 von der Leitung Lo über den Schalter 332, die Leitung 482, die Leitung 480, die Relaisspule 319, die Leitung 325, den Schalter 208, die Leitung 457, die Leitung 458, die Leitung 406 und den Schalter 332 zur Leitung L1 geschlossen. Hierdurch werden auch die Kontakte 402 und 404 und 454 und 456 des Relais geschlossen, wodurch der Erregerkreis für den Antriebsmotor 322 des Drehtisches von der Leitung L2 über den Schalter 332, den Motor 322, die Leitung 400, die Relaiskontakte 402 und 404, die Leitung 486, die Leitung 406 und den Schalter 332 zur Leitung L1 geschlossen wird.
Durch das Schliessen der Relaiskontakte 454 und 456 wird ein Haltekreis für das Relais von der Leitung Ls über den Schalter 332, die Leitung 482, die Leitung 480, die Relaisspule 319, die Relaiskontakte 456 und 454, die Leitung 420, den Schalter 334, die Leitung 484 und den Schalter 332 zur Leitung L1 hergestellt.
Bei einer Erregung des Antriebsmotors 322 wird vom Antriebsmechanismus der Drehtisch um ein Probengefäss weitergeschaltet, wie aus den US-Patentschriften Nrn. 2 406 248 und 2 710 715 hervorgeht; dies dauert trotz der Tatsache an, dass der Betätigungsarm 214 des Schalters 208 bald aus dem Nocken 324 der Führungsscheibe 202 herausgleitet und der bewegliche Schalterkontakt 432 vom ortsfesten Schalterkontakt 323 abgehoben wird, was auf die Wirkung des Relaishaltekreises zurückzuführen ist, der über die geschlossenen Relaiskontakte 454 und 456 und den Schalter 334 hergestellt ist. Ungefähr auf dem halben Weg des Schaltschrittes der Probengefässe auf dem Drehtisch öffnet ein Triebmechanismus 500 des Drehtisches vor übergehend den Schalter 334, wodurch der Relaishaltekreis unterbrochen und das Relais abgeschaltet wird.
Der Antriebsmotor 322 des Drehtisches bleibt vom Triebmechanismus 500 des Drehtisches aus über die Leitungen 502 und 504 weiterhin erregt, wie aus den US-Patentschriften Nrn. 2 604 248 und 2 710 715 hervorgeht, bis der Drehtisch 22 um eine Gefässstellung vorgerückt ist, worauf der Motor abgeschaltet und die betreffenden Führungsscheiben in der Lage nach Fig. 7 zur Wiederholung des Zyklus zurückkehren.
Bei der Zuführung von unter der Wirkung der Zentrifugalkraft abgetrennten roten Blutkörperchen und Plasmabestandteilen der gesonderten Blutproben zu dem zugeordneten selbsttätigen Blutanalysierapparat, mit dem die Blutgruppen der Blutproben bestimmt werden sollen, werden alle Probengefässe 24 annähernd zur Hälfte mit je einer Blutprobe gefüllt und in Umlauf gesetzt, damit sich die Probe in leichtere und schwerere Bestandteile des Plasmas und der roten Blutkörperchen aufteilt. Diese Behälter, die die derart zentrifugierten Blutproben enthalten, werden dann im Drehtisch 22 angeordnet und alle elektrischen und mechanischen Lei tungsverbindungen zur Zufuhr der gesonderten Blutprobenbestandteile zum selbsttätigen Blutanalysierapparat hergestellt.
Die Gefässe zur Zuführung von Waschflüssigkeit (nicht gezeigt) werden dann gefüllt, damit ausreichend Waschflüssigkeit vom Behälter 160 den Magnetventilen 174 und 177 zugeführt werden kann.
Der Rückstellhebel 229 wird dann von Hand soein- gestellt, dass der Haltestift 230 die in Fig. 4 dargestellte Lage einnimmt, in der der Stift die Fläche 232 der Nabe 36 berührt und die Behälterreihe D als erste Reihe festlegt, aus der die Blutproben durch die Röhrchen 64 und 66 zum Blutanalysierapparat hin angesaugt werden.
Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die Röhrchen im Waschflüssigkeitsbehälter 160 und die Haltearme 50 und 52 in der Lage nach Fig. 4. Zusätzlich sind die Zeitgeberführungsscheiben wie in Fig. 7 eingestellt. Der Betrieb des Apparates beginnt dann dadurch, dass der Schalter 332 von Hand geschlossen wird; dadurch werden die gebogenen Röhrchen zwischen dem Waschflüssigkeitsbehälter 160 und den Probengefässen 24 der Reihe D hin und her bewegt, wobei die letzteren ihrer sels jeweils um einen Schritt zur Probenentnahme weitergeschaltet werden.
Hierdurch werden natürlich Schübe aus der Waschflüssigkeit und den Blutprobenbestandteilen dem zugehörigen Blutanalysierapparat zugeführt, die Bestandteile der roten Blutkörperchen laufen dabei über das gebogene Röhrchen 66 und die Leitungen 175 und 171 und die Plasmabestandteile über das gebogene Röhrchen 64 und die Leitungen 170 und 169. Nachdem diese Proben aus allen Gefässen der Reihe D abgesaugt sind, wird der Stützzapfen 30 selbsttätig gedreht, wie aus der US-Patentschrift 2 654 522 hervo ausgebildet ist, damit der untere Haltearm 52' darin festgehalten werden kann, wenn der Apparat ausser Betrieb ist.
Auf einer Antriebswelle 84' sind Zeitgeberführungsscheiben 586 und 588 vorgesehen, die den Betrieb des Apparates unter Betätigung von Mikroschaltern 5890 steuern, wenn sie relativ zu diesen umlaufen. Dies erfolgt in einem (nicht gezeigten) Steuerkreis, der dem der Fig. 7 ähnlich ist und in dem die Schalter liegen.
Beim Betrieb sind die gesonderten Flüssigkeitsproben, z. B. Blut, rote Blutkörperchen oder Plasmabestandteile, in den Gefässen enthalten, die in einem Drehtisch 22' angeordnet sind, der Drehtisch wird schrittweise weitergeschaltet, damit die Gefässe in Gruppen zu vieren innerhalb der Reihen A bis D zur Aufnahmestelle unter die vier gebogenen Röhrchen 564 bis 567 gelangen. Wenn alle vier Behälter in diese Stellung geschalter sind, werden die gebogenen Röhrchen durch eine Drehung einer Führungsscheibe 114' und durch die sich ergebende Bewegung der Haltearme 50' und 52' in die Gefässe eingelassen, aus denen das Blut oder die Blutbestandteile abgesaugt werden.
Nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne werden die gebogenen Röhrchen aus der Behältergruppe durch eine weitere Drehung der Führungsscheibe 114' herausgehoben, und eine neue Gruppe aus vier Behältern wird durch Drehung des Drehtisches 22' schrittweise unter die Röhrchen gebracht, worauf diese erneut in die Gefässe gesenkt werden, damit sich der Zyklus wiederholt.