CH464330A - Einarmige Sicherungszange - Google Patents
Einarmige SicherungszangeInfo
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- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/0208—Tools for inserting and removing fuses
-
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Description
Einarmige Sicherungszange In Schaltanlagen für Mittelspannungen in der Grös- senordnung von 10 bis 30 kV werden Hochspannungs sicherungen eingesetzt, die zylinderförmig ausgebildet sind und unter Spannung nur mit Hilfe einer Sicherungs zange eingesetzt bzw. entfernt werden können.
Derartige Sicherungszangen sind sowohl in einarmi ger als auch in zweiarmiger Ausführung bekannt. Ihre Handhabung ist jedoch schwierig und bei Sicherungen, die besonders hoch oder tief in der Schaltzelle eingebaut sind, nicht ohne weiteres möglich.
Während die Anwendung einer zweiarmigen Siche rungszange mit Rücksicht auf das bei dieser Bauform vom Schaltwärter aufzubringende Haltemoment be grenzt und weiterhin nur bei bestimmter Einbauhöhe der Sicherung in der Schaltzelle möglich ist, lassen sich mit einer bekannten einarmigen Sicherungszange auch Si cherungen entfernen, die etwas höher bzw. tiefer einge baut sind oder ein höheres Haltemoment erfordern.
Der Arm dieser bekannten einarmigen Sicherungs zange besteht aus zwei ineinanderliegenden Rohren. An dem vorderen Ende des äusseren Rohres ist eine haken förmig ausgebildete Haltevorrichtung angebracht, mit der die Sicherung umfasst werden kann, während ein am Innenrohr befestigtes Druckstück unter der Wirkung einer Gummifeder von vorn gegen die Sicherung gepresst wird. In dieser Stellung kann das innere Rohr fixiert werden, so dass anschliessend die Sicherung entfernt oder eingesetzt werden kann, ohne dass vom Schalt wärter die Anpresskraft der Sicherungszange aufgewen det werden muss.
Um auch höher bzw. tiefer eingebaute Sicherungen mit dieser bekannten Sicherungszange ein klemmen zu können, ist die am Aussenrohr befestigte hakenförmige Haltevorrichtung schwenkbar angeordnet. Allerdings trifft dabei das am Innenrohr befestigte Druckstück nicht mehr senkrecht auf die Oberfläche der Sicherung, so dass bei gleicher Anpresskraft nur ein Bruchteil des normalerweise vorhandenen Pressdruckes aufgebracht werden kann. Darüber .hinaus wird das Druckstück zusätzlich auf Biegung beansprucht,
so dass eine entsprechend dimensionierte, aufwendige Konstruk- tion erforderlich ist, mit der überdies noch nicht alle Hochspannungssicherungen exakt gepresst werden kön nen.
Die neue Anordnung beseitigt nicht nur diese Nach teile der bekannten einarmigen Sicherungszange, son- diern weist darüber hinaus noch eine Reihe von weiteren Vorteilen auf.
Sie betrifft eine einarmige Sicherungs- zange, :deren Aren aus einem Aussenrohr und einem dar in verschiebbar gelagerten Innenrohr besteht, an dessen vorderseitigem Ende der bewegliche Teil einer Klemm- vorrichtung für dir, Sicherung angebracht ist,
während der feststehende Teil der Klemmvorrichtung mit dem Aussenrohr verbunden ist. Erfindungsgemäss besteht der feststehende Teil der Klemmvorrichtung aus einem Mundstück, durch dessen Öffnung zwei an gegenüber liegenden Öffnungsrändern anliegende, mit dem Innen rohr verbundene Hebel hindurchragen. An den freien Enden .der Hebel sind Pressstücke für die Sicherung be festigt.
Bei dieser neuen Anordnung ist der Pressdruck un abhängig von dem Winkel zwischen der Sicherungs achse und der Richtung, in der die Sicherungszange ge halten wird, so dass auch extrem hoch bzw. niedrig ein gebaute Sicherungen ohne wesentlichen Kraftaufwand eingesetzt oder entfernt werden können. Wenn zur Be wegung des Innenrohres im Aussenrohr eine vom Hand griff der Sicherungszange zu betätigende Gewindespindel verwendet wird, lässt sich in jedem Fall ohne grossen Kraftaufwand jeweils die erforderliche Pressung beim Eingreifen einer Sicherung herstellen.
Ein Ausführung sbeispie#l ist in den Fig. 1 und 2 dar gestellt. In den Fig. 1a und 1b ist die Klemmvorrichtung der einarmigen Sicherungszange in zwei Schnitten darge stellt, während Fig. 2 die Ausführungsform für den An trieb des Innenrohres zeigt. Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Abschlussplatte des Mundstückes für den Fall, dass sowohl Sicherungen grossen (Fig. 3a) als auch klei nen (Fig.3b) Durchmessers erfasst werden sollen.
In Fig. 4 ist die Stellung eines Hebels mit dem Pressstück bei offener Sicherungszange und grossem Sicherungs- durchmesser dargestellt, während Fig. 5 die geschlossene Stellung der Sicherungszange bei kleinem Sicherungs durchmesser zeigt.
Die Sicherungszange besteht nach Fig. 1a und 1b aus einem Aussenrohr 1 mit aufgesetztem Mundstück 2, das durch eine Abschlussplatte 3 mit rechteckförmiger öff- nung abgeschlossen wird, aus einer Begrenzungsscheibe 4 und aus einem Innenrohr 5, an dem die Hebel 6 und 7 so befestigt sind, dass sie federnd an gegenüberlie genden Seiten der Öffnung in der Abschlussplatte 3 an liegen. Die Hebel tragen an ihren Enden Presstücke 8 und 9, deren Pressflächen entsprechend den Durchmes sern der verwendeten Sicherungen mit verschiedenen Krümmungen ausgeführt sind.
In Fig. 1b ist durch Um- risslinien 10 und 11 angedeutet, dass die Pressstücke 8 und 9 in drei verschiedenen Stellungen fixiert werden können.
Zur Verschiebung des Innenrohres 5 gegenüber dem Aussenrohr 1 dient eine in Fig. 2 dargestellte Gewinde spindel 12, deren Ende in das Innere des Innenrohres 5 hineinragt. Sie ist in einem Abschlusstück 13 gelagert und fest mit dem Griff 14 verbunden. Die Hebel 6 und 7 weisen im Bereich der Abschlussplatte 3 bei geöffneter Sicherungszange eine Kröpfung auf, die bewirkt, dass sich die Hebel bei geschlossener Sicherungszange im In nern des Mundstückes 2 aneinanderlegen können. Da durch entsteht ein weiterer Stützpunkt, der die zu er zeugende Presskraft erhöht, ohne dass eine stärkere Ausführung für die Hebel verwendet werden muss.
Der Querschnitt der Hebel ist im Ausführungsbeispiel recht eckig. Es ist aber zur Erhöhung der Steifigkeit ohne weiteres möglich, U- oder T-Profile hierfür zu verwen den.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform be steht dann, wenn die Abschlussplatte 3 des Mundstücks 2 so ausgeführt wird, dass abhängig von dem Durchmes ser der verwendeten Sicherung die Hebel sowohl an den Schmal- als auch an den Breitseiten der rechteckförmi- gen Öffnung anliegen können.
Fig. 3a zeigt eine Drauf sicht auf die Abschlussplatte 3, bei der die Hebel 6 und 7 an den Schmalseiten der rechteckförmigen Öffnung anliegen, während die Hebel 6 und 7 in Fig.3b die Breitseiten der rechteckförmigen Öffnung berühren. Da mit eine seitliche Verschiebung der Hebel in der in Fig. 3b gezeichneten Stellung nicht möglich ist, sind die Breitseiten der rechteckförmigen Öffnung mit hutförmi- gen Aussparungen versehen.
Die nicht runde Form der Öffnung in der Abschlussplatte 3 gewährleistet gleich zeitig, dass bei Drehung der Spindel 12 sich das Innen rohr 5 nicht mitdrehen kann. Bei dieser in Fig. 3 darge stellten Ausführungsform der Abschlussplatte lassen sich die Hebel 6 und 7 wesentlich verkürzen, wenn eine dop pelte Abkröpfung vorgesehen ist.
Diese Anordnung ist für den Hebel 6 in Fig. 4 bei geöffneter Sicherungszange und grossem Durchmesser der Sicherung 15 und in Fig. 5 bei geschlossenem Zustand der Sicherungszange bei ei ner Sicherung 16 mit kleinem Durchmesser dargestellt. Um das Aufschieben der Pressstücke 8 und 9 auf die Sicherung 15 oder 16 zu erleichtern, sind die Pressstücke mit einer Anschrägung 17 (Fig. 4) versehen.
In diesem Fall ist es nicht erforderlich, die Hebel so auszuführen, dass sie unter einer nach aussen gerichteten Federkraft stehen.
Der aus Isolierstoff bestehende Hebel 6 ist in dem Ausführungsbeispiel nach den Fig.4 und 5 an der Knickstelle durch eine hutförmige Einkerbung ge schwächt und an dieser Stelle mit einer Stahleinlage 18 versehen, die hohe Zug- und Biegebeanspruchungen bes ser aufnimmt und somit die Lebensdauer des Hebels 6 (und auch des Hebels 7) wesentlich erhöht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einarmige Sicherungszange, deren Arm aus einem Aussenrohr und einem darin verschiebbar gelagerten Innenrohr besteht, an dessen vorderseitigem Ende der bewegliche Teil einer Klemmvorrichtung für die Siche rung angebracht ist, während der feststehende Teil der Klemmvorrichtung mit dem Aussenrohr verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der feststehende Teil der Klemmvorrichtung aus einem Mundstück (2) besteht, ,durch dessen Öffnung zwei an gegenüberliegenden öff- nungsrändern anliegende, mit dem Innenmohr verbun- ,dene Hebel (6, 7) hindurchragen, und dass an den freien Enden der Hebel Pressstücke (8, 9) für die Sicherung befestigt sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Einarmige Sicherungszange nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung im Mund stück mit einer Abschlussplatte (3) versehen ist, deren Öffnung im wesentlichen rechteckförmig ausgebildet ist, so dass die Hebel wahlweise - abhängig von dem Durch messer der einzuklemmenden Sicherung - an den Schmal- bzw. Breitseiten der rechteckförmigen Öffnung anliegen können. 2.Einarmige Sicherungszange nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewegung des Innen rohres (5) gegenüber dem Aussenrohr (1) eine Gewinde spindel (12) vorgesehen ist, die mit dem Griff (14) der Sicherungszange fest verbunden und in dem Aussenrohr (1) gelagert ist. 3. Einarmige Sicherungszange nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressstücke mit Ein buchtungen versehen sind, um eine Sicherung zu halten, und in unterschiedlichen Winkellagen zu den Hebeln an diesen befestigbar sind. 4.Einarmige Sicherungszange nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (6, 7) im Be reich des Mundstückes (2) abgekröpft sind, so dass sich die im Mundstück befindlichen Schenkel der Hebel (6, 7) bei geschlossener Sicherungszange aneinander abstüt zen. 5. Einarmige Sicherungszange nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (6, 7) an der Knickstelle mit einer Stahleinlage (18) verstärkt, selbst aber durch Einkerbungen geschwächt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH133668A CH464330A (de) | 1968-01-29 | 1968-01-29 | Einarmige Sicherungszange |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH133668A CH464330A (de) | 1968-01-29 | 1968-01-29 | Einarmige Sicherungszange |
Publications (1)
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| CH464330A true CH464330A (de) | 1968-10-31 |
Family
ID=4208086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH133668A CH464330A (de) | 1968-01-29 | 1968-01-29 | Einarmige Sicherungszange |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH464330A (de) |
-
1968
- 1968-01-29 CH CH133668A patent/CH464330A/de unknown
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