CH465634A - Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen

Info

Publication number
CH465634A
CH465634A CH1181465A CH1181465A CH465634A CH 465634 A CH465634 A CH 465634A CH 1181465 A CH1181465 A CH 1181465A CH 1181465 A CH1181465 A CH 1181465A CH 465634 A CH465634 A CH 465634A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
cresol
oxalic acid
esterification
ester
water
Prior art date
Application number
CH1181465A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Georg Dr Rosenkranz
Harald Dipl Chem Winter
Original Assignee
Leuna Werke Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leuna Werke Veb filed Critical Leuna Werke Veb
Priority to CH1181465A priority Critical patent/CH465634A/de
Publication of CH465634A publication Critical patent/CH465634A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/68Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C37/86Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation by treatment giving rise to a chemical modification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen
Es ist bekannt, dass man p-Kresol aus   Kresolgemi-    schen durch   partielle thermische Zersatzung    der   ent-    sprechenden Sulfonsäure mit Wasserdampf, durch Adduktbildung mit Bisphenolen wie auch durch   destil-    lative Trennung   butylierter    Kresole und   anschliessende    Entalkylierung abtrennen kann.



   Einer wirtschaftlichen Durchführung dieser Trennungsverfahren stehen aber die Nachteile entgegen, dass die zur Trennung benötigten Stoffe nur unter hohen Verlusten und grossem apparativem Aufwand zurückgewonnen werden können.



   Weiterhin ist bekannt, dass man das in   Kresolgemi-    schen enthaltene p-Kresol mit Oxalsäure unter Verwendung von Benzol als Lösungsmittel über den Oxalsäurehalbester   abot-renne    kann.



   Dieser Oxalsäurehalbester ist eine   weisse    kristalline Substanz, die sich ohne weiteres von den   nichtumge-    setzten Kresolbestandteilen abtrennen   lässt.    Mit Wasser kann der   Oxalsäurehalbester bei 70  bis 90  C    leicht wieder in seine Komponenten, Oxalsäure und p-Kresol, zerlegt werden.



   Die Zersetzung des Esters geschieht wegen der nicht   unerheblichen Lösliichkeit    des   p-Kresols    in kon  zentrierter Oxalsäurclösung zweckmässjg unter    Zusatz von Benzol, da   hnerdurch    eine leichtere Abtrennung des   p-Kresols    von der   Oxalsäurelösung möglich    ist.



  Aus dem sich über der Oxalsäure abscheidenden Gemisch von Benzol und p-Kresol wird letzteres am einfachsten durch Abdestillieren des Benzols gewonnen.



   Die erhaltene Oxalsäurelösung wird zur Rückgewinnung der Oxalsäure eingedampft, und die ausge  schiedene    Säure kann nach vollständiger Entwässerung wieder in den   Prozess    zurückgeführt werden.



   Diese Arbeitsweise ist umständlich und kostspielig, da nach diesem Verfahren nur wasserfreie Oxalsäure zur Veresterung verwendet werden kann. Die Entwässerung der Oxalsäune ist aber nur mit grossem apparativem Aufwand und unter hohen Oxalsäureverlusten möglich. Diese Nachteile stehen einer wirtschaftlichen Nutzung dieses Verfahrens im   grosstechnischen    Massstab entgegen.



   Es wurde nun gefunden, dass man p-Kresol aus Kresolgemischen mit Hilfe von wasserhaltiger Oxalsäure unter Vermeidung der geschilderten Nachteile abtrennen kann, wenn während der Veresterung das Wasser bis auf einen Gehalt von 0, 5 bis 1, 8 Mol,   vor-    zugsweise 1, 3 bis 1, 5 Mol Wasser/Mol p-Kresol azeotrop abgeschieden und der gebildete   Oxalsäurehalb-    ester abgetrennt, zersetzt und zu p-Kresol aufgearbeitet wird.



   Das Verfahren wird zweckmässig so durchgeführt, dass man das   Kresolgemisch    in Benzin,   Tetrachlorkoh-    lenstoff oder Benzol löst,   anschliessend    die wasserhaltige Oxalsäure zusetzt und unter azeotroper Entwässerung bei Temperaturen von 80  bis 95  C verestert.



   Es ist auch möglich, die Veresterung ohne   Lösungsmitel durchzufühlren,    doch wird debei ein p-Kresol geringeren Reinheit erhalten.



   Die Zersetzung des Oxalsäurehalbesters erfolgt zweckmässig bei Temperaturen von   80     bis   100  C,    wobei Wasser zugesetzt werden kann. Von Vorteil ist es, die Zersetzung in Anwesenheit von Benzin mit einem Siedebereich von 80 bis   120  C durchzuführen,    weil in diesem Falle die Oxalsäure in besonders feinkristalliner Form anfällt.



   Die bei der Zersetzung erhaltene Oxalsäure kann ohne Entwässerung wieder zur Esterbildung eingesetzt werden. Nach Abtrennung des Oxalsäure destilliert man die bei der Zersetzung zugegebenen   Lösungsmifttel    ab und franktioniert das verbleibende Rohkresol an  schlissssend    im Vakuum.



   Beispiel 1
In ein   Rührgefäss    aus austenitischem Chromnickelstahl werden 2000 Gew.-Teile einer Kresolfraktion, bestehend aus 6   zozo    o-Kresol, 40 % m-Kresol, 40 % p-Kresol und   14 O/o      Xylenolen,    und 1065   Gew.-Teile    Benzin vom Siedebereich   80  bis 120  C    gegeben.



  Unter gutem Umrühren werden 1000 Gew.-Teile 72%iger Oxalsäure nacheinander zugesetzt. Das Reak tionsgemisch wird 2 Stunden   unter azeotroper Entwäs-    serung auf 85  C erhitzt, wobei 250   Gew.-Teile    Wasser abgeschieden werden.



   Nach Abkühlung des Reaktionsgemisches auf 20  C wird der ausgeschiedene Ester abgesaugt und mit 665 Gew.-Teilen Benzin gewaschen. Das im Filtrat befindliche Benzin wird abdestilliert und kann ohne weitere Reinigung wieder eingesetzt werden.



   Der Oxalsäurehalbester wird zur Zersetzung in ein zweites   Rührgefäss    gegeben und mit 2390   Gew.-Teilen    Benzin und 200   Gew.-Teilen    Wasser 10 Minuten bei 85  C gerührt. Nach Abkühlung wird die ausgefallene pulverige Oxalsäure abgeschleudert und das Benzin  Kresol-Gemisch destilliert.    Zu diesem Zweck wird das Benzin unter Normaldruck abgetrieben und das zurückbleibende p-Kresol anschliessend im Vakuum frak  tioniert,    wobei 336   Gew.-Teile      80 loiges p-Kresol    erhalten werden. Das entspricht 42   Gew.-"/o    des in der umgesetzten   Kresolmenge    enthaltenen p-Kresols.



   Das bei der Destillation anfallende Benzin kann ohne Entwässerung wieder zur Veresterung bzw. zum Waschen des Halbesters verwendet werden. Setzt man das   gewonnene 80"/oige    p-Kresol nochmals mit Oxalsäure unter den angegebenen Bedingungen um, so erhält man nach Aufarbeitung des   Halbesters    95-bis   98"/oignes    p-Kresol.



   Beispiel 2
Zu 900   Gew.-Teilen    einer Kresolfraktion, bestehend aus 40% m-Kresol, 40 % p-Kresol, 6 % o-Kresol und 14 % Xylenolen, werden unter gutem Umrühren 270   Gew.-Teile wasserhaltige Oxalsäure gegeben.    Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden unter azeotroper Entwässerung im Vakuum auf   90'bis 95'C    erhitzt, wobei 25   Gew.-Teile    Wasser abgeschieden werden.



  Nach Abkühlung wird der ausgefallene Oxalsäurehalbester abgeschleudert und mit 226 Gew.-Teilen Benzin gewaschen.



   Der   Oxalsäurehalbester    wird unter Zusatz von   650 Gew.-Teilen    Benzin und   30 Gew.-Teilen    Wasser unter gutem Umrühren bei 85  C zersetzt. Nach Abkühlung wi, rd die ausgefallene feinkristalline Oxalsäure abgeschleudert. Sie kann ohne Entwässerung wieder zur Veresterung eingesetzt werden.



   Das anfallende Benzin-Kresol-Gemisch wird nach Entfernung des Lösungsmittels im Vakuum   fraktio-      niert, wobei    67   g 62 /oiges p-Kresol erhalten    werden. was einer Ausbeute von 31   Gew.- /o,    bezogen auf das umgesetzte p-Kresol, entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kre solgemischen durch Veresterung mittels Oxalsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man zur r Veresterung wasserhaltige Oxalsäure verwendet, während der Veresterung das Wasser bis auf einen Gehalt von 0, 5 bis 1, 8 Mol Wasser/Mol p-Kresol azeotrop abscheidet und den gebildeten Oxalsäurehalbester abtrennt, zersetzt und zu p-Knesol aufarbeitet.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Veresterung bei Temperaturen von 80 bis 95 C durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser während der Veresterung bis auf einen Gehalt von 1, 3 bis 1, 5 Mot Wasser/ Mol p-Kresol abgeschieden wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung des Halbesters bei Temperaturen von 80 bis 100 C vorgenommen wird.
    4. Verfahcen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zersetzung des Halbesters in Gegenwamt von Benzin mit einem Siedebereich von 80 bis 120 C durchgeführt wird.
CH1181465A 1965-08-23 1965-08-23 Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen CH465634A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1181465A CH465634A (de) 1965-08-23 1965-08-23 Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1181465A CH465634A (de) 1965-08-23 1965-08-23 Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH465634A true CH465634A (de) 1968-11-30

Family

ID=4377130

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1181465A CH465634A (de) 1965-08-23 1965-08-23 Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH465634A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1000377B (de) Verfahren zur Herstellung von Chrysanthemummonocarbonsaeureestern
CH465634A (de) Verfahren zur Abtrennung von p-Kresol aus Kresolgemischen
AT254171B (de) Verfahren zur Isolierung von p-Kresol aus technischen Kresolgemischen
DE2758566A1 (de) Verfahren zur reinigung von unreinen diphenolen
DE1518434A1 (de) Verfahren zur Isolierung von p-Kresol aus Kresolgemischen
DE281802C (de)
DE646820C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von Chlorpropionsaeure und ihren Verbindungen in Acrylsaeure und ihre Verbindungen
DE622966C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von Isovanillin in 4-Oxy-3-aethoxybenzaldehyd
DE1593477A1 (de) Verfahren zur herstellung von gammabrom-beta-alkoxycrotonaten
DE963330C (de) Verfahren zur Gewinnung von reiner Pimelinsaeure
CH646936A5 (de) Verfahren zur herstellung von dicamba mit einem hohen gehalt.
DE713810C (de) Verfahren zur Umlagerung von O-Acetylacetessigester in C-Acetylacetessigester
DE468299C (de) Verfahren zur Herstellung von Bornyl- und Isobornylestern
EP0090246B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pinakolon
AT163638B (de) Verfahren zur Herstellung von Methylchlorphenoxyalkylcarbonsäureverbindungen
AT225704B (de) Verfahren zur Herstellung von Phthalsäuredichlorid
DE819400C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-aminopropan bzw. seinen N-substituierten Derivaten
DE2156133C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Glykolsäurebutylester
DE1618793A1 (de) Verfahren zum Aufarbeiten von Mutterlaugen aus der Herstellung von Phthalsaeureanhydrid
DE2621832A1 (de) Verfahren zur herstellung organischer saeuren
DE1127888B (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylestern hoeherer Carbonsaeuren
DE696724C (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrinden und ª‡- und ª‰-Truxen
DE1593246C3 (de) Verfahren zur Extraktion von Citraconsäure
DE165894C (de)
AT205494B (de) Verfahren zur Gewinnung von Dimethylterephthalat außerordentlich hoher Reinheit