CH465732A - Elysierwerkzeug - Google Patents
ElysierwerkzeugInfo
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Classifications
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23H—WORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
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Description
Elysierwerkzeug Die Erfindung betrifft ein Elysierwerkzeug für die elektrolytische Bearbeitung von Werkstoffen.
Für die Bearbeitung von metallischen Werkstoffen ist unter der Bezeichnung Elysieren ein Verfahren bekannt, bei dem durch einen elektrochemischen Vor gang eine Werkstoffabtragung bewirkt wird. Dieses elektrolytische Bearbeitungsverfahren kann für verschie dene Bearbeitungsarten, wie Elysierschleifen, -senken, -hanen und dergleichen angewendet werden, wobei sich besonders vorteilhaft verhältnismässig harte Werkstoffe bearbeiten lassen. Die Vorteile dieses Verfahrens sind gegenüber den herkömmlichen Arbeitsverfahren in ei ner grösseren Abtragsleistung und in den niedrigeren Temperaturen an der Arbeitsfläche zu sehen, was sich besonders günstig bei der Bearbeitung spröder Werk stoffe durch weitgehende Verhinderung des Auftretens von Rissbildungen bemerkbar macht.
Die bei der Ver fahrensanwendung grundsätzlich verwendeten Einrich tungen bestehen im maschinellen Teil in Abhängigkeit von der jeweiligen Bearbeitungsart aus einem rotieren den oder hubartig bewegten Werkzeugträger und im elekrischen Teil aus einer Gleich- oder neuerdings auch Wechselstromanlage, die einem aus Elysierwerkzeug, Elektrolyten und Werkstück gebildeten Stromkreis einen Strom mit verhältnismässig hoher Stromstärke zuführt.
Das Elysierwerkzeug stellt demgemäss einen stromfüh renden Teil dieser Anlage dar und muss folglich, aus einem elektrisch gut leitenden Grundmaterial bestehen, in das vorzugsweise auch eine Hartstoffkörnung einge bettet ist, wodurch die an der bearbeiteten Werkstück fläche infolge der ablaufenden Elektrolyse entstehende, schlecht leitende Oxydationsschicht während des Ar beitsvorganges beseitigt und ausserdem auch die Einhal tung eines bestimmten Abstandes zwischen der Arbeits fläche des Werkzeuges und Bearbeitungsfläche des Werkstückes bewirkt wird. Beispielsweise werden beim elektrolytischen Schleifen Elysierschleifscheiben ver wendet, die aus einem an einer Trägerscheibe befestig- ten Bronzering bestehen, in den Diamantboart in glei cher Weise wie bei bronzegebundenen Schleifscheiben eingebettet ist.
Es sind für solche Elysierscheiben auch schon andere Verbundwerkstoffe vorgeschlagen worden, bei denen das elektrisch leitende Grundmaterial aus Gusseisen, Stahl, Messing, Kupfer oder Hartmetall be steht, in das Diamant- oder Siliziumkarbidkorn einge lagert ist. Neuerdings werden für das Elysieren auch Werkzeuge aus Graphit und umkristallisiertem Silizium karbid zur Anwendung empfohlen. Es liegt im grund sätzlichen Prinzip des Elysierverfahrens begründet, dass die Elysierwerkzeuge, ganz gleich aus welchen der vor bekannten Stoffe sie auch bestehen mögen, erhebliche Stromstärken von einer Stromdichte von mehr als 100 A/cm2 und bei neueren Einrichtungen sogar über 200 A/cm2 übertragen lassen.
Es besteht bei diesen hohen Stromdichten naturgemäss die Möglichkeit einer Fun ken- oder Lichtbogenbildung zwischen Elysierwerkzeug und Werkstück, die den verhältnismässig dünnen Elek trolytfilm durchschlägt und zu einer Krater- oder Po renbildung an den in Betracht kommenden Kontakt flächen führt. Das Auftreten dieser nachteiligen :Er scheinungen wird durch besondere, beim praktisch ab laufenden Arbeitsvorgang kaum vermeidbare Umstände begünstigt, was besonders bei der Bearbeitung von ro hen Werkstücken der Fall ist. Auch losgelöste Werk stückpartikel können, wenn sie zwischen die Kontakt flächen geraten, eine Funken- oder Lichtbogenbildung auslösen.
Neben der Verschlechterung der bearbeiteten Werkstückfläche führt diese Funken- oder Lichtbogen bildung auch zu Beschädigungen und damit zu einer verminderten Gebrauchsdauer des Elysierwerkzeuges. Von besonderer Bedeutung für das Auftreten der schäd lichen Funken- oder Lichtbogenbildung ist neben der Beschaffenheit des Elysierwerkzeuges auch dessen stoff liche Zusammensetzung. Es sind jedoch bisher noch keine Zusätze für Elysierwerkzeuge bekannt geworden, die geeignet wären, die nachteilige Funken- oder Licht bogenbildung zu beseitigen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Verbes serung der Elysierwerkzeuge im Hinblick auf eine weit gehende Verringerung der Gefahr des Auftretens von nachteiligen Funken- oder Lichtbogenbildungen, um qualitativ hochwertige Bearbeitungsflächen zu erzielen und den Werkzeugverschleiss zu vermindern.
Das Elysierwerkzeug gemäss der Erfindung, das aus einem elektrisch leitenden Grundmaterial mit eingela gerter Hartstoffkörnung besteht, ist dadurch gekenn zeichnet, dass das elektrisch leitende Grundmaterial als Zusatz bis zu 20 Vol.-% Kadmiumoxyd enthält.
Bei Elysierwerkzeugen, insbesondere Elysierschleif- scheiben, die in bekannter Weise aus einem an einer Trägerscheibe befestigten Elysierschleifkörper bestehen, der an der Wirkfläche gebundenen Diamantboart und im Inneren Siliziumkarbid in der Art von Verbundwerk stoffen aufweist, ist es zweckmässig, eine vorzugsweise gesinterte Bronzelegierung als Grundmaterial zu ver wenden, die einen Zusatz von 10% Kadmiumoxyd ent hält.
Der erfindungsgemässe Kadmiumzusatz im Grundmaterial von Elysierwerkzeugen erbringt den Vorteil, dass bei diesen Elysierwerkzeugen die Neigung zu Funken- oder Lichtbogenbildung weitgehendst ver mindert ist, wodurch sich eine höhere Qualität der Oberflächengute an den bearbeiteten Werkstücken und wesentlich geringere Verschleisserscheinungen am Ely- sierwerkzeuge ergeben, so dass dessen Gebrauchsdauer erheblich ansteigt. Ausserdem besteht die Möglichkeit, bei solchen Elysierwerkzeugen grössere Stromdichten anzuwenden und damit bei verbessertem Arbeitsergeb nis auch die Abtragsleistung zu erhöhen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elysierwerkzeug, das aus einem elektrisch leitenden Grundmaterial mit eingelagerter Hartstoffkörnung be steht, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch lei tende Grundmaterial als Zusatz bis zu 20 Vol.-% Kad miumoxyd enthält. UNTERANSPRUCH Elysierwerkzeug nach Patentanspruch, insbesondere Elysierschleifscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass der an einer Trägerscheibe befestigte und an der Wirk fläche gebundenen Diamantboart und im Inneren Sili ziumkarbidkorn aufweisende Elysierschleifkörper als Grundmaterial eine gesinterte Bronzelegierung besitzt, die einen Zusatz von 10 Vol.-% Kadmiumoxyd ent hält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1251266A CH465732A (de) | 1966-08-30 | 1966-08-30 | Elysierwerkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH465732A true CH465732A (de) | 1968-11-30 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH465732A (de) |
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1966
- 1966-08-30 CH CH1251266A patent/CH465732A/de unknown
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