CH465762A - Orthopädischer Strumpf - Google Patents

Orthopädischer Strumpf

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CH465762A CH1188167A CH1188167A CH465762A CH 465762 A CH465762 A CH 465762A CH 1188167 A CH1188167 A CH 1188167A CH 1188167 A CH1188167 A CH 1188167A CH 465762 A CH465762 A CH 465762A
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    • D04B1/18Other fabrics or articles characterised primarily by the use of particular thread materials elastic threads
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    • A61F13/00Bandages or dressings; Absorbent pads
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Description


  
 



  Orthopädischer Strumpf
Bei hochkomprimierenden orthopädischen Strümpfen ist es erwünscht, eine sich über die Länge des Beines ändernde Kompressionswirkung zu erzielen. Bei Strümpfen, deren Maschenwerk mit auf der Maschine gleichbleibendem Arbeitsdurchmesser und gleichbleibender Maschenzahl pro Reihe rundgestrickt und mit elastischen Einlagefäden versehen wird, geschieht das in erster Linie dadurch, dass auf den elastischen Einlagefaden beim Einlegen mittels eines sogenannten Fournisseurs ein wechselnder Zug ausgeübt wird, dank welchem der zylindrisch gestrickte Strumpf beim Ablaufen von der Strickstelle eine gewünschte   nichtzylindrische    Form und beim Aufziehen auf das Bein eine sich über die Länge des Beines ändernde Spannung erhält.



   Diese Spannung (Spannkraft bezogen auf den Zentimeter Beinlänge) hängt einerseits vom Zug, den der Fournisseur auf den elastischen Einlagefaden beim Einlegen desselben in die Maschenware des Strumpfes ausgeübt hat, und anderseits vom Verhältnis der Dehnung dieses Fadens beim Aufziehen des Strumpfes auf das Bein zu seiner beim Einlegen durch den Fournisseur bewirkten Dehnung ab. Weiter hängt diese Spannung auch von der Zahl der Einlagefäden ab, die der Strumpf an der betrachteten Stelle pro Zentimeter Länge aufweist.



   Sowohl die Dehnungen, die dem elastischen Einlagefaden beim Einlegen durch den Fournisseur und beim Aufziehen des Strumpfes auf das Bein erteilt werden können und somit das Verhältnis dieser Dehnungen zueinander, als auch der Zug, den der Fournisseur auf den Einlagefaden ausüben kann, sind für einen Faden von gegebenem Querschnitt und gegebenem Material begrenzt, so dass nicht an jeder Stelle des Strumpfes jede gewünschte Kompressionswirkung hervorgebracht werden kann.



   Um diesem Nachteil zu begegnen, wird im Patent Nr. 447 475 vorgeschlagen, zonenweise verschiedene elastische Einlagefäden zu verwenden, von denen beim Stricken des Strumpfes jeweils der eine oder andere durch einen besonderen Fournisseur zugeführt und in die Maschen des Maschenwerkes eingelegt wird.

   Dabei bedarf es einer genauen Abstimmung des von den beiden Fournisseuren im Augenblick des Fadenwechsels ausgeübten Zuges, damit sich nicht der eine der beiden Einlagefäden unter Dehnung des andern beim Ablaufen der   Übergangszone    von der Strickstelle in unerwünscht starkem Masse zusammenzieht; es käme sonst in Abwesenheit äusserer Kräfte zu einer zonenweisen Einschnürung des Strumpfes, die dessen Aussehen und damit selbst dann, wenn die Kompressionswirkung des Strumpfes auf das Bein im aufgezogenen Zustand ausgeglichen wäre, dessen Verkäuflichkeit sehr beeinträchtigen würde.



   Die vorliegende Erfindung will eine weitere Möglichkeit schaffen, bei mit gleuchbleibendem Arbeitsdurchmesser   rundgestrickten    Kompressionsstrümpfen die Kompressionswirkung der Einlagefäden über die Länge des Beines zu verändern. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass beim erfindungsgemässen Strumpf die Maschenweite der die elastischen Einlagefäden tragenden Maschenreihen über die Länge des Strumpfes ab und zunimmt.



   Als Mass für die Weite der Maschen der verschiedenen Maschenreihen des Strumpfes dient die Höhe, welche die Maschen der betrachteten Maschenreihe aufweisen, wenn diese Reihe auf den unveränderlichen Arbeitsumfang der bei der Herstellung verwendeten Rundstrickmaschine aufgeweitet ist. Wie schon erwähnt, ist die Maschenzahl jeder Maschenreihe des Strumpfes stets dieselbe.



   Die Verteilung der Einlagefäden über die Länge des Strumpfes ist an die Verteilung der Maschenreihen gebunden. Es kann beispielsweise in jede Maschenreihe ein elastischer Einlagefaden eingelegt sein. Wo also die Maschen weit sind, kommen auf den Zentimeter Strumpflänge weniger Maschenreihen und weniger Einlagefäden als wo die Maschen eng sind, so dass bei gleicher Spannung der einzelnen Einlagefäden eine ge  ringere Kompressionswirkung pro Zentimeter Länge des Beines auf dieses ausgeübt wird.



     Gemäss    dem Ausführungbeispiel des schon vorstehend erwähnten Patentes Nr. 447475 soll die Maschenweite in der Fusszone bis zur Fessel gleichbleibend sein, von da aber in Richtung der Wade und des Knies zunehmen, um den   gelorderten    Druckabfall im Bein zu erreichen.



   Gemäss der vorliegenden Erfindung kann sich die Änderung der Maschenweite auch auf die Fusszone erstrecken, und zwar kann die Maschenweite vom Vorderrand des Strumpfes über ungefähr drei Viertel der sich bis zur Rist-Fersenlinie erstreckenden Partie des Strumpfes abnehmen, von da über die   Rist- und    Fersenpartie bis zur engsten Stelle des Strumpfes an der Fessel gleich klein bleiben und schliesslich ebenfalls in Richtung der Wade und des Knies zunehmen.



   Mit Vorteil können ausserdem zur   Anderung    der Kompressionswirkung über die Beinlänge gemäss dem im vorstehend erwähnten Patent gemachten Vorschlag zonenweise verschiedene elastische Einlagefäden verwendet werden. Dadurch lässt sich eine kontinuierliche Anderung der gesamten Kompressionswirkung über einen weiten Bereich von Werten erzielen. pressionsstrumpfes auf einem Rundstrickautomaten er
Die Herstellung des erfindungsgemässen Kompressionsstrumpfes auf einem Rundstrickautomaten erfordert eine andere Ausbildung der Steuervorrichtung für die Maschenweite in Abhängigkeit vom Fortschritt des Strickvorganges als beim Ausführungsbeispiel des erwähnten früheren Patentes.

   Während dort die Steuerkette lediglich an der Stelle, die der Fessel entspricht, einen Antrieb für die Maschenweiten-Verstellvorrichtung einzuschalten braucht, um diese Verstellung kontinuierlich im Sinne zunehmender Maschenweite zu betätigen, ist für die Herstellung des erfindungsgemäs sen Strumpfes eine Steuervorrichtung erforderlich, die sowohl eine allmähliche Verminderung als auch eine allmähliche Vergrösserung der Maschenweite zu erzielen erlaubt.



   Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnung erläutert.



   Der dargestellte Stumpf ist ein Halbschenkelstrumpf mit durchgehendem Maschenwerk und in die einzelnen Maschenreihen desselben eingelegtem elastischem Faden. Im Maschenwerk wechselt vom Fuss bis zur
Stelle f oberhalb des Knies eine Maschenreihe aus Elastomerfaden mit einer solchen aus Nylonfaden von
70 Denier ab. Der Elastomerfaden entspricht hinsichtlich seiner elastischen Eigenschaften einem Gummifaden Nr. 90, d. h. einem Gummifaden von kreisrun dem Querschnitt mit einem Durchmesser von 1/90 engl. Zoll (0,28 mm), und ist mit Kräuselgarn, z. B. der    eingetragenen Marke  Helanca    umsponnen.   



   Die Zahl der Maschen des Maschenwerkes ist in allen Maschenreihen des Strumpfes dieselbe, beispielsweise 267 Maschen. Die Maschenhöhe nimmt von Fussbördchen i, das 8 Maschenreihen umfasst, über weitere 48 Maschenreihen, d. h. bis zur Stelle a, die sich vom Vorderrand des Strumpfes in ungefähr 3/4 der Fusslänge (gerechnet bis zur Rist-Fersenlinie h) entfernt befindet, von beispielsweise zirka 3,5 mm auf beispielsweise zirka 2,5 mm ab. Von der Stelle a bis zur Fessel b bleibt die Maschenhöhe   bzw. -weite    auf dem erreichten geringsten Wert von etwa 2,5 mm unverändert. Von der Fessel b bis zur Stelle fi oberhalb des Knies nimmt die Maschenhöhe wieder allmählich auf zirka 3,5 mm zu. Von der Stelle a bis zur Stelle   f    zählt die Maschenware beispielsweise 410 Maschenreihen.



   Oberhalb der Stelle f1 weist der Strumpf ein gel wöhnliches Maschenwerk aus Kräuselgarn von 100/2 Denier auf, das grosse Dehnbarkeit aber an sich nur unwesentliches elastisches Zusammenziehungsvermögen besitzt.



   In jeder Maschenreihe des Maschenwerkes vom Fussbördchen i bis zur Stelle fi liegt ein in Umfangsrichtung laufender, mit Kräuselgarn umsponnener elastischer Einlagefaden aus Gummi, der dank dem ver änderlichen Zug, der beim Einlegen während des Strikkens der betreffenden Maschenreihe auf ihn ausgeübt wurde, den Strumpf beim Ablaufen von der Strickstelle auf einen kleineren Umfang zusammenzieht und damit den Umfang bestimmt, den der Strumpf am Orte der betreffenden Maschenreihe im entspannten Zustand besitzt.



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich, nimmt der Umfang des Strumpfes vom Fussbördchen i bis zur Rist Fersenlinie   h    zu, dann bis zur Fessel b stark ab und hierauf bis u einem Maximum an der Stelle c der Wade wieder allmählich zu. An der Stelle f oberhalb des Knies ist der Umfang ungefähr derselbe wie an der Stelle c und nimmt dann bis ft wieder zu.



   Der Strumpf soll nun, wenn er auf das Bein der zu behandelnden Person aufgezogen ist, auf dieses in jeder Zone eine bestimmte Kompressionskraft aus üben. Diese Kompressionskraft hängt davon ab, wieviele Male der Einlagefaden in der betreffenden Zone pro Zentimeter Strumpflänge um das Bein läuft, welche Elastizitätseigenschaften dieser Faden besitzt und wie stark er gegenüber dem spannungslosen Zustand beim Aufziehen auf das Bein gedehnt worden ist.



   Eine besonders hohe Kompressionskraft ist im Bereich b der Fessel von Vorteil, während im Fussteil zwischen den Stellen i und a eine geringe und von a gegen i abnehmende Kompression erwünscht ist.



   Die Möglichkeit, die Kompressionswirkung durch entsprechende Bemessung des Strumpfumfanges über die Länge des Strumpfes zu verändern, ist durch die Dehnung, die dem Einlagefaden einerseits beim Einle gen in der Rundstrickmaschine, anderseits auf die Dauer beim Tragen des Strumpfes zugemutet werden kann, und durch die Abweichung von der normalen Beinform, mit welcher sich der Strumpf beim Verkauf im ungespannten Zustand präsentieren darf, begrenzt. In dessen wird auf den Einlagefaden beim Einlegen in der Maschine im Bereich der Fessel ein so hoher Zug ausgeübt, dass der Umfang des ungespannten Strumpfes in diesem Bereich einen kleineren Bruchteil des Umfanges des Beines ausmacht als im Bereich des Vor derfusses oder oberhalb des Knies. Der Einlagefaden ist dann, wenn der Strumpf auf das Bein aufgezogen ist, im Bereich der Fessel relativ stärker gedehnt.



   Eine weitere zu demselben Zweck getroffene Massnahme ist die Wahl des Durchmessers des Einlagefadens. Im Bereich von i bis a des   Vorderfusses    ist der elastische Einlagefaden ein umsponnener Gummifaden der Nr. 70 bis Nr. 80, d. h. ein solcher von 0,36 bis 0,32 mm Durchmesser, im Bereich von a bis f unterund oberhalb der Fessel b, der Wade c und des Knies  dagegen ein solcher der Nr. 54 bis Nr. 60, d. h. von 0,47 bis 0,42 mm Durchmesser. Bei gleicher relativer Dehnung ergibt der letztere eine zirka 1,35 bis zirka 2,15 mal so grosse Umfangskaft.



   Schliesslich ist ausserdem, wie bereits erwähnt, das Maschenwerk mit von der Stelle i bis zur Stelle abnehmender, dann bis zur Stelle b gleichbleibender und von dort bis zur Stelle f wieder zunehmender Maschenhöhe   bzw. -weite    gestrickt. Beträgt die Maschenweite z. B. an der Stelle b 2,5   mm/3,5    mm = zirka 700/0 derjenigen an der Stelle i, so läuft der Einlagefaden dort auf den Zentimeter Strumpflänge zirka 1,4 mal so oft um das Bein wie bei i im Vorderfuss.



   Es lässt sich somit bei gleicher relativer Dehnung des Einlagefadens durch die kombinierte Wirkung der verschiedenen Maschenweite und des verschiedenen Einlagefadens im Bereich der Fessel eine mehr als dreimal so grosse Kompressionswirkung erreichen wie im Bereich des Vorderfusses.



   Wird kein so grosser Unterschied der Kompressionswirkung verlangt, so kann der Strumpf unter Umständen mit durchgehend gleichem Einlagefaden hergestellt sein, so dass die unterschiedliche Kompressionswirkung bei gleicher relativer Dehnung des Einlagefadens nur durch die unterschiedliche Maschenweite bewirkt wird.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Orthopädischer Strumpf mit rundgestricktem Maschenwerk von gleichbleibender Maschenahl pro Reihe und mit in wenigstens einen Teil der Maschenreihe eingelegtem elastischem Faden, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite der die elastischen Einlagefäden tragenden Maschenreihen über die Länge des Strumpfes ab und zunimmt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Strumpf nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite im vordersten Teil des Fusses nach hinten abnimmt.
    2. Strumpf nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite im Bereich der Fessel am kleinsten ist.
    3. Strumpf nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er zonenweise verschiedene elastische Einlagefäden enthält.
    4. Strumpf nach Unteranspruch 3, dadurch gegekennzeichnet, dass er im vordersten Teil des Fusses schwächere Einlagefäden enthält als im Bereich des Ristes, der Ferse und der Fessel.
    5. Strumpf nach Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite im vorderen Teil des Fusses nur in dem die genannten schwächeren Einlagefäden enthaltenden Bereich nach hinten abnimmt.
    6. Strumpf nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschenweite vom Bereich der Fessel nach demjenigen der Wade und des Knies zunimmt.
CH1188167A 1967-03-28 1967-08-24 Orthopädischer Strumpf CH465762A (de)

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