CH466094A - Mechanischer Momentanzünder für Handgranaten - Google Patents

Mechanischer Momentanzünder für Handgranaten

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CH466094A
CH466094A CH1144566A CH1144566A CH466094A CH 466094 A CH466094 A CH 466094A CH 1144566 A CH1144566 A CH 1144566A CH 1144566 A CH1144566 A CH 1144566A CH 466094 A CH466094 A CH 466094A
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clockwork
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CH1144566A
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Girod Henri
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Girod Henri
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C14/00Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type
    • F42C14/02Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for hand grenades
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/14Double fuzes; Multiple fuzes
    • F42C9/141Impact fuze in combination with a clockwork time fuze

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


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 Mechanischer Momentanzünder für Handgranaten Die Sicherheitsvorschriften für die Konstruktion und    Handhabung   von    Handgranaten   sind mit Recht sehr scharf und deren    bedingungslose   Einhaltung    wird   von den    zuständigen   behördlichen Kontrollstellen strengstens überwacht. Eine Handgranate darf beispielsweise während ihrer Lagerung oder beim Transport weder schadhaft werden noch zur vorzeitigen, ungewollten Zündung neigen.

   Sie soll daher möglichst unabhängig von Temperatureinflüssen und Witterungsschwankungen    sein.   Nach dem Entsichern, d. h. kurz vor dem Wurf und auch beim Durchlaufen ihrer Flugbahn, darf sie noch nicht explodieren und die    Zündein-      richtung   muss daher zu einem bestimmten Zeitpunkt ganz unabhängig von äusseren Einflüssen, wie Lageveränderungen, plötzlichem Auftreffen auf unvorhergesehene Widerstände    etc.,   abgesichert sein. Die Explosion erfolgt bei Momentanzündern vorzugsweise beim Aufschlag der Handgranate.

   Tritt die Zündung aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise beim Auftreffen der Handgranate auf hohes Gras oder weichen Schnee, nicht ein, so    soll      die      Sprengladung   nach Ablauf    einer   gewissen Zeitspanne selbsttätig zur Zündung gebracht werden. 



  Die bekannten    Handgranatenkonstruktionen   erfüllen die vorgenannten Bedingungen nur teilweise bzw. mit einem immer noch relativ hohen Risiko des Versagens, so dass bedauerlicherweise immer wieder Unfälle vorkommen. Es fehlt eine Handgranate, welche bis zur Betätigung der Zündvorrichtung absolut    explosionssi-      cher   ist, nach dem Entsichern unter allen Umständen noch eine gewisse, wählbare Zeitspanne    gesichert   bleibt und dann frühestens beim Aufschlag, spätestens aber nach Ablauf einer weitem Zeitspanne mit    grösst-      möglicher   Sicherheit zur Explosion kommt. 



  Der den Gegenstand der vorliegenden    Erfindung   bildende mechanische Momentanzünder verleiht der Handgranate die gewünschten, vorerwähnten Eigenschaften. Er ist erfindungsgemäss    gekennzeichnet   durch - ein am    Handgranatengehäuse   ortsfest    verankertes,   mit einer    Zündspitze   versehenes Halteglied, -    einen   an diesem Halteglied schwenkbar gelagerten, mit einer Sprengkapsel    ausgerüsteten      Uhrwerksmecha-      nismus,   -    eine   von der Aussenseite des    Handgranatengehäu-      ses   lösbare    Arretiervorrichtung,

     welche den    Uhrwerks-      Mechanismus   in seiner Ruhelage sichert - ein das Halteglied mit dem    Uhrwerksmechanismus   verbindendes elastisches Zugorgan - sowie ein vom    Uhrwerksmechanismus   angetriebene, rotierendes Sicherungselement, das den    Uhrwerks-      Mechanismus   in seiner Ruhelage sichert und mit einer am Halteglied angeordneten Kurvenbahn zusammenwirkt und dadurch bei seiner Rotation, nach dem Entsichern der    Arretiervorrichtung,   den    Uhrwerksmecha-      nismus   freigibt,

   so dass dieser nach Überschreiten einer durch die Anordnung des elastischen    Zugorgans   bestimmten labilen Zone durch das genannte Zugorgan gegen das Halteglied gezogen wird und dadurch die Zündspitze in die Springkapsel eindringt. 



  Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. 



     Fig.   1 ist ein Längsschnitt durch den Oberteil einer Handgranate und die    Fig.2   bis 13 zeigen Einzelheiten des    Zündmecha-      nismus.   



  Der in    Fig.1      dargeI-tellte   Oberteil einer in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichneten Handgranate weist eine auf dem    Sprengladungsbehälter   2    aufsitzende   Grundplatte 3 auf, welche ihrerseits einen aufsteckbaren Deckel 4    trägt.   Auf einem senkrecht aus der Grundplatte nach oben ragenden Stift 5 ist schwenkbar ein Halteglied 6 angeordnet, an welchem ein    Uhrwerksme-      chanismus   7 ebenfalls schwenkbar gelagert ist. Letzterer umfasst ein an sich bekanntes    aufziehbares   Uhrwerk, das der Übersicht halber nur schematisch angedeutet ist. 



  In das Rad 8 dieses Uhrwerks ragt eine von aussen durch den Deckel 4    einsteckbare      Arretiervorrichtung   9, deren grundsätzlicher    Aufbau   aus den    Fig.   3 und 4 

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 hervorgeht. Der in    Fig.   3 im Horizontalschnitt dargestellte Deckel 4 besitzt eine Einbuchtung 10, an deren Innenseite ein Schlitz 11 vorgesehen ist.

   In die genannte Einbuchtung ragt von aussen ein in seiner Form der Einbuchtung 10 angepasster Knopf 12, welcher sich nur unter    überwindung   der Gegenkraft zweier    Federn   13 in die Einbuchtung 10 eindrücken lässt, wobei sich die    Federn   13 auf der    Innenwand   der Einbuchtung 10 abstützen und den Knopf 12 ständig aus der Einbuchtung    herauszudrücken   trachten. Ein am Knopf 12 angebrachter Riegel 14 ragt in der Einstecklage des Knopfes in eine im Rad 8 vorgesehene Nut 15, womit das Rad 8 und mit diesem der gesamte    Uhrwerksmechanismus   blockiert ist.

   Der Knopf 12 weist des weitern eine Bohrung 16 auf, welche in der    Einstecklage   des Knopfes mit einer im Oberteil des Deckels 4 vorgesehenen    Bohrung   17 fluchtet. Durch die beiden Bohrungen 16 und 17 lässt sich ein    Arretie-      rungsbolzen   1.8 stecken, der einerseits eine Längsnut 19 (s. auch    Fig.4),   andererseits an seinem Oberteil einen schwenkbaren Sicherungsbügel 20 aufweist. Der Sicherungsbügel 20 lässt sich nach dem Einstecken des Bolzens 18 entgegen der Pfeilrichtung in    Fig.4   in einen am Oberteil des    Deckels   4 vorgesehenen Schlitz 21 einführen, wobei die Drehbewegung des Bügels 20 durch Anschlag gegen eine vertikale Wand 22 begrenzt ist.

   Bei Erreichen der in    Fig.   4 dargestellten Lage des Bügels 20 rastet in dessen Nut 19 ein in die Bohrung 16 des Knopfes 12    hineinragender      Stift   23, der ein ungewolltes Verdrehen des Bolzens 18 verhindert. Soll der Bolzen zwecks    Entsicherung   des    Arretierungsknop-      fes   12    verschwenkt   werden, so ist es erforderlich, den Knopf 12 in die    Ausnehmung   10 hineinzudrücken.

   Dann erst ist es möglich, den Bügel aus dem Schlitz 21    herauszuschwenken   und den    Bolezn   18 aus den beiden koaxialen Bohrungen 17 und 16 herauszuziehen, worauf der Knopf 12 unter dem Druck der Federn 13 aus der    Ausnehmung   10 herausschnellt und den Uhrwerksmechanismus entsichert. 



  Auf der Grundplatte 3 ist mittels des Stiftes 5 und eines    Arretiernockens   24 das Halteglied 6 befestigt, an welchem wiederum der    Uhrwerksmechanismus   7 schwenkbar    angelenkt   ist. Der    Uhrwerksmechanismus   7 umfasst ein zwischen zwei Begrenzungsplatten 25 und 26    (Fig.6)   angeordnetes Uhrwerk. Die mit dem blockierbaren Rad 8 starr    gekuppelte   Hauptwelle 27 ragt in die Platte 26 hinein, in welcher sie gelagert ist. Ein an der Welle 27    exzentrisch   befestigter Stift 28 ragt über die Oberkante der Platte 26 hinaus und vollführt bei Drehung der Welle 27 eine kreisende Bewegung um die Wellenachse.

   Am    schmälern   Ende des nahezu birnenförmigen    Uhrwerksmechanismus   ist eine Aufnahmebohrung für eine Sprengkapsel 29 angebracht, an welche sich eine Zwischenladung 30    an-      schliesst.   Die Aufgabe dieser Zwischenladung 30 besteht in der    Weiterleitung   des von der Sprengkapsel 29 ausgehenden Zündimpulses an die im Behälter 2    (Fig.1)   untergebrachte Sprengladung. An jeder der beiden Begrenzungsplatten 25 und 26 ist ein Drehzapfen 31 bzw. 32 befestigt. Diese beiden Drehzapfen liegen koaxial übereinander und passen in zwei entsprechende    Ausnehmungen   31a bzw. 32a    (Fig.7),   welche in dem Halteglied 6 vorgesehen sind. 



  Das Halteglied 6, das in    Fig.   7 im Schnitt dargestellt ist, weist einen    U-förmigen   gebogenen Rahmen mit zwei ungleichen, parallelen Schenkeln 33 und 34 auf. Innerhalb dieses Rahmens sind ein Stift 35 und eine Hülse 36 angeordnet, die sich somit von einem Schenkel (33) zum gegenüberliegenden (34) erstrecken.

   Der Stift 35 trägt eine in Form einer    Stahlspitze-ausge-      bildete      Zündspitze   37; die Hülse 36 lässt sich über den Stift 5    (Fig.   1) des Deckels 3 schieben, wobei eine im Schenkel 34 vorgesehene Bohrung 34' in den    Arretie-      rungsnocken   24 eingreift und das Halteglied 6 somit    unverrückbar   auf dem    Deckel   3    sichert.   Der längere    Schenkel   34    läuft      in.   einen    Steuernocken   38 aus, dessen Form und Funktion nachstehend noch eingehend erläutert werden. 



  Das Halteglied 6 lässt sich    somit   mittels der Hülse 36 auf den Stift 5 der Grundplatte aufschieben, wonach der    Uhrwerksmechanismus   7 mit    seinen   beiden Drehzapfen 31 und 32 in die    Ausnehmungen   31a und 32a des Haltegliedes geschoben werden kann. Der Abstand  a  der beiden Schenkel 33 und 34    (Fig.   7b) ist so gewählt, dass er das Einschieben des Uhrwerksmechanismus mit einem geringen Spiel gestattet. Die Höhenanordnung der Zündspitze 37 an dem Stift 35 entspricht im zusammengebauten    Zustand   der beiden Teile 6 und 7 genau derjenigen der Zündkapsel 29    (Fig.   5) so dass die Spitze bei einer Relativbewegung der Teile 6 und 7 genau in die Zündkapsel    eindringt   (s.    Fig.   2). 



     Fig.   8 zeigt einen Schnitt durch die beiden zusammengebauten Teile 6 und 7. Die Hülse 36 dient gleichzeitig der Verankerung einer Spiralfeder 39, deren anderes Ende an einem Zapfen 40 des    Uhrwerksme-      chanismus   angreift. Das Zusammenwirken dieser Feder mit dem Stift 28    (Fig.5)   und dem    Steuernocken   38    (Fig.   7a) ergibt nun die charakteristischen Bewegungen und Stellungen der Zündeinrichtung, die nun    anhand   der folgenden Figuren beschrieben seien. 



  Beim Aufstecken des Haltegliedes 6 auf den Uhrwerksmechanismus 7 umgreift der hakenförmig ausgebildete    Steuernocken   38 den Drehstift 28    (Fig.9).   In der in    Fig.   9 dargestellten gegenseitigen Lage der beiden Teile 6 und 7 ist keine Relativbewegung möglich, da das    Halteglied   einerseits durch den Stift 28 an einer Drehbewegung um die Achse 31-32 gehindert wird und andererseits auch die Feder 39, deren Angriffslinie ja seitlich der Achse 31-32 liegt, die Teile auseinanderhält.

   Wird nun das Uhrwerk durch Entsichern der vorher beschriebenen    Arretiervorrichtung   in    Gang   gebracht, so bewegt sich der Stift 28 in Pfeilrichtung    (Fig.10)   auf einer Kreisbahn, wobei er die durch    A-B-C-D   bezeichneten Winkelstellungen durchläuft. 



  Solange sich der Stift auf der Strecke    A-B   befindet, ist eine Zündung noch unmöglich, da das    Ineinan-      dergreifen   von Stift 28 und Steuernocken 38 keine unerwünschte Relativbewegung der Teile 6 und 7    zu-      lässt.   



  Sobald der Stift die Winkelstellung B erreicht, kann sich der    Uhrwerksmechanismus   theoretisch frei bewegen. Die Teile 6 und 7 sind aber immer noch durch die Zugfeder 39 gegeneinander verspannt, so dass eine Drehbewegung des    Uhrwerksmechanismus   nur dann möglich wäre,    wenn.   die Zugfeder aus ihrer stabilen Lage    (Fig.   8) herausgebracht    würde.   Dies ist aber beim Aufschlag der Handgranate der Fall.

   Durch den Aufprall wird der    Uhrwerksmechanismus   entweder direkt oder durch Rückprall (s.    Fig.   13, Pfeil A oder B) über seine labile Lage    hinausgestossen   und dann von der Feder 39, deren    Wirkungslinie   nun die Achse 31-32 passiert hat und    inbezug   auf    Fig.   9 jenseits dieser Achse liegt, gegen das Halteglied- gezogen. Die 

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    Ansprechempfindlichkeit   des beschriebenen Mechanismus beim Aufprall ist relativ gross, da der    ganze   Mechanismus am    Granatgehäuse   nur durch die Achse 36 befestigt ist und die Massen der Teile 6 und 7 genau aufeinander abgestimmt sind. 



  Bei sehr weichem Aufprall im Gras, Schnee, Wasser    etc.   kann der Fall eintreten, dass die labile, die Achse 31-32 kreuzende Lage der Feder 39 nicht überschritten wird und die Zündung daher unterbleibt. Dann setzt der Stift 28    (Fig.   10) seine kreisende Bewegung fort, bis er bei Erreichen der Winkelstellung C gegen den Steuernocken 38 stösst und bei seiner weiteren Bewegung in Richtung D eine zwangsläufige Relativbewegung zwischen den Teilen 6 und 7 bewirkt, die dann unweigerlich zur Zündung führt. 



  Bei der in    Fig.12   veranschaulichten    Lagerungs-      und   Transportstellung befindet sich die Sprengkapsel 29 mit der Zwischenladung 30 von dem in die Sprengladung    hineinragenden      Detonator   40    getrennt,   so dass eine vorzeitige Zündung ganz ausgeschlossen ist. Erst nach dem Umklappen des    Uhrwerksmechanismus   in die Lage nach    Fig.   11 kommen    die   Sprengkapsel und die Zwischenladung direkt über den    Detonator   40 zu liegen. 



  Durch die Verwendung des Uhrwerks, das in ähnlicher Ausführung auch in Artilleriegeschossen eingebaut wird, ergibt sich eine grosse Sicherheit bei der Lagerung, beim Transport und beim Wurf. Abgesehen von der Sprengkapsel enthält der Zündmechanismus keinerlei pyrotechnischen Teile. Die    Momentanzün-      dung   erfolgt auch bei relativ schwachem Aufprall mit grosser Sicherheit. In Ausnahmefällen, in denen sich der Aufprall als zu schwach erweist, zerstört sich die Granate automatisch nach Ablauf einer    vorbestimmten   Zeitspanne. 



  Die Handhabung der beschriebenen Handgranate sei nun nachstehend kurz erläutert. 



  Bei der Lagerung und während des Transports ist die Granate gesichert. Die    Arretierungsvorrichtung   befindet sich in der in    Fig.   1 und 4 gezeigten Lage und blockiert mit dem Riegel 14 das Rad 8 des Uhrwerks.    Kurz   vor dem Wurf    wird   der Knopf 12    etwas      einge   drückt, so dass der    Bolzen   18 und mit ihm der Bügel 20 in Pfeilrichtung    (Fig.4)      verschwenkt   werden und abgezogen werden kann. Die Hand umfasst dabei ständig den Knopf 12 und hindert diesen am Herausfallen. Im Augenblick    des   Wurfes wird der Knopf 12 durch die Federn 13    (Fig.   3) ausgeworfen und das Uhrwerk setzt sich in Gang.

   Während der ersten Sekunden des Fluges kann    eine   vorzeitige Zündung, selbst beim Auftreffen der Granate auf Hindernisse (Bäume    etc).   nicht eintreten, da die Teile 6 und 7 gegeneinander verriegelt sind. Erst nach Ablauf einer weiteren, vorbestimmten Zeitspanne gestatten Stift 28 und Steuernocken 38    (Fig.   10) eine    Relativbewegung      der      Teile   6 und 7, die im Normalfalle durch den Aufprall auch ausgelöst wird. Tritt dieser Fall nicht ein, dann erfolgt die zwangsläufige Explosion nach Ablauf eines weiteren Zeitintervalls, beispielsweise circa eine Sekunde nach dem Aufprall.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Mechanischer Momentanzünder für Handgranaten, gekennzeichnet durch - ein am Handgranatengehäuse ortsfest verankertes, mit einer Zündspitze (37) versehenes Halteglied (6), - .einen an diesem Halteglied (6) schwenkbar gelagerten, mit einer Sprengkapsel (29) ausgerüsteten Uhrwerksmechanismus (7) - eine von der Aussenseite des Handgranatengehäu- ses lösbare Arretiervorrichtung (9), welche den Uhrwerksmechanismus (7) in seiner Ruhelage sichert - ein das Halteglied (6) mit dem Uhrwerksmechanis- mus (7) verbindendes elastisches Zugorgan (39)
    - sowie ein vom Uhrwerksmechanismus (7) angetriebenes, rotierendes Sicherungselement (28), das den Uhr werksmechanismus in seiner Ruhelage sichert und mit einer am Halteglied (6) angeordneten Kurvenbahn (38) zusammenwirkt und dadurch bei seiner Rotation, nach dem Entsichern der Arretiervorrichtung (9), den Uhrwerksmechanismus freigibt, so dass dieser nach Überschreiten einer durch die Anordnung des elastischen Zugorgans (39) bestimmten labilen Zone (B-C) durch das genannte Zugorgan gegen das Halteglied (6) gezogen wird und dadurch die Zündspitze (37) in die Sprengkapsel (29) eindringt. ' UNTERANSPRÜCHE 1.
    Momentanzünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahn in Form eines das Sicherungselement (28) teilweise peripherisch um- schliessenden Steuernockens (38) ausgebildet ist, derart, das3 das Sicherungselement (28) bei seiner Rotation auf den Steuernocken (38) auftrifft und von diesem Moment an bei seiner weiteren Drehung eine zwangsläufige Verschwenkung des Uhrwerksmechanis- mus (7) relativ zum Halteglied (6) bewirkt. 2. Momentanzünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sprengkapsel (29) bis zum Entsichern der Granate nicht oberhalb des Deto- nators (40 Fig. 11) befindet. 3.
    Momentanzünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung (9) einen Riegel (14) aufweist, der vor dem Entsichern der Handgranate in den Uhrwerksmechanismus (7) hineinragt und das Uhrwerk blockiert. 4. Momentanzünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung (9) einen unter Federdruck (13) stehenden Knopf (12) aufweist, der nach dem Herausziehen eines Arretierungselemen- tes (18) durch die Federn aus dem Eingriff mit dem Uhrwerk herausgedrückt wird. 5.
    Momentanzünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement ein mit einer Uhrwerkswelle (27, Fig.6) gekuppelter, exzen- triszch auf der Uhrwerkswelle befestigter Stift (28) ist. 6. Momentanzünder nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Zugorgan eine Spiralfeder (39) ist.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2825462A1 (fr) * 2001-05-30 2002-12-06 Dixi Microtechniques Bouchon allumeur pour grenade a main
WO2002103279A1 (de) * 2001-06-18 2002-12-27 Ruag Munition Zünder für eine handgranate
FR2864220A1 (fr) 2003-12-23 2005-06-24 Dixi Microtechniques Bouchon allumeur pour grenade a main et grenade a main equipee d'un tel bouchon
WO2016207250A1 (fr) 2015-06-22 2016-12-29 Etienne Lacroix Tous Artifices S.A. Bouchon allumeur sans goupille pour grenade et grenade ainsi équipée

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