Verschlossene Verpackung, Verfahren zu deren Herstellung und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Diese Erfindung betrifft eine verschlossene Verpakkung aus flexiblem Bandmaterial, bestehend aus einem Schlauch aus dem genannten Material, der mindestens eine Längsnaht aufweist, einem Paar im Abstand angeordneter Querverschlussnähte auf gegenüb, erliegenden Enden des Schlauchstückes, die die Endabschlüsse der Verpackung bilden.
Eine solche Verpackung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine der Quernähte gegen die andere Quernaht weisende gerundete Ecken aufweist, und so auf der einen Seite der Packung scharfe Ecken vermeidet, um dem Lecken der Ecken entgegenzuwirken.
Diese luftdicht verschlossene Verpackungen werden vorzugsweise aus biegsamem Bahn- oder Filmmaterial, wie Plliofilm , Mylar , Laminaten, Zellophan und dergieichn, gefertigt, wobei ihnen vor dem Verschlie ssen Luft, Gas oder Dampf entzogen werden kann.
Evakuierte Verpackungen dieser Art wurden bis anhin nach verschiedenen Verfahren und mlit mancherlei Apparaten erzeugt, von welchen ein Beispiel im amerikanischen Patent Nr. 2387 812 beschrieben und dargestellt ist. Diese Herstellungsart lässt aber etwas zu wünschen übrig, insbesondere in bezug auf die Geschwindigkeit und den Grad der Evakuierung, da bei dieser Art die Luft aus den Packungen abgezogen wird, während diese von Luft unter atmosphärischem Druck umgeben sind und bevor sie vom Bahnmatenial abgetrennt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der genannten Verpackung, bei dem die Schritte des Verbindens der einander gegenüberliegenden Längss'ei- ten des Bandmaterials zum Bilden eines Schlauches, des Anbringens eines Querverschlusses am einen Ende des Schlauches, des Einfüllens einer bestimmten Menge eines Füllgutes in den durch Verschlussnähte gebildeten Schlauch, des Anbringens einer Quernaht an seinem offenen Ende, um ein, e Verpackung zu bilden und des Abtrennens der Verpackung vom Schlauch angewendet werden, ist dadurch gekennzeichnet, dass auf den ge genüberliegenden Enden des Querverschlusses gerundete Ecken en angebracht werden und dass der gefüllte Schlauch vor dem Anbringen der genannten Quernaht teilweise verschlossen wird.
Verschlossene, vollständig evakuierte Verpackungen werden unter atmosphänischem Druck hart, da das eingeschlossene Füllgut festgepackt wird. Das genannte Verfahren eignet sich auch zum Bilden einer in der Fachsprache als weich bezeichneten Packung. Bei diesem Verfahren kann nach dem Evakuieren der Pakkung und vor deren Verschliessen ein inertes Gas in die Verpackung eingeleitet werden, welche anschliessend luftdicht verschlossen wird. Die Weichheit der Packung kann durch das in sie eiingeschleuste Gasvolumen reguliert werden. Ein leichter Unterdruck in der Verpackung ergibt eine flache, weiche Packung ohne Aufblähung.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchführung des erwähnten Verfahrens mit einem Mechanismus zum Formen des flexiblen Bandmaterials zu einem Schlauch und zum dichten Verbinden der Längsränder des Bandes, mit erstens durch Wärmeeinwirkung verschliessenden Werkzeugen zum Anbringen eines Querverschlusses am einen Ende des Schlauches, Einfüllmitteln zum Einführen einer bestimmten Menge eines Füllgutes in den Schlauch, Trennmitteln zum Abtrennen des Schlauches an einer Stelle oberhalb des Füllgutniveaus, und zweitens durch Wärmeeinwirkung verschliessenden Werkzeugen zum Anbringen einer Quer naht in der r Nähe des andern Endes des Schlauches, ist dadurch gekennzeichnet,
dass die ersten durch Wärmeeinwirkung verschliessenden Werkzeuge ein Paar Schwe-ssbacken zum Erzeugen gerundeter Ecken an den Enden des Querverschlusses am einen Ende des Schlau ches und Mittel zum Einstellen des Abstand, es zwischen den genannten Schweissbacken entsprechend dem Durchmesser des Schlauches aus dem Bandmaterial aufweisen, und dass die genannten ersten Werkzeuge zusätzliche Schweissbacken zum teilweisen Verschliessen des andern Endes des Schlauches besitzen, bevor der Schlauch auf diesem Ende komplett verschlossen wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. 1 perspektivisch eine Einrichtung zum Herstellen erfindungsgem ässer Verpackungen,
Fig. 2 schematisch den Zugstangen- und Querverschliessmechanismus der Einrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 und 3A den auseinandergezogenen Querver- schliess-Abschneid- und Auswerfmechanismus in Fig. 2,
Fig. 4 im Vertikalschnitt eine dem Nahtverschliess- rohr und dem Füllrohr des Dorns zugeordnete Vakuum Entleerungsvorrichtung zum Evakuieren der Verpakkungen nach Einfüllung einer vorbestimmten Menge von Füllgut,
Fig. 4A den Vertikalschnitt nach der Linie 4A-4A in Fig. 4C,
Fig. 4B den Vertikalschnitt nach der Linie 4B-4B in Fig. 4C,
Fig.
4C den Horizontalschnitt nach der Linie 4C bis 4C in Fig. 4,
Fig. 4D auseinandergezogen und perspektivisch die Kolbenkammem für das Betätigungsglied des Vakuumdeflators in Fig. 4,
Fig. 4E auseinandergezogen und perspektivisch die Vakuumöffnungen in Fig. 4B,
Fig. 5 in Draufsicht den Revolverkopf in Fig. 1
Fig. 6 im Vertikalschnitt eine der Schalterreihen aus Fig. 5, Fig. 6A eine vergrösserte Teilansicht, teilweise se im Schnitt, des untern Endes der stationären Mittielstütze für die in Fig. 6 gezeigten Nocken,
Fig. 7 im Vertikalschnitt nach der Linie 7-7 in Fig. 5 den Antriebsmechanlismus für den Vakuum-Revolverkopf,
Fig. 8 im Vertikalschnitt eine der Revolverkopftaschen nach der Linie 8-8 in Fig.
5, Fig. 8A eine Teilansicht des obern Tores der Revolverkopftasche in Fig. 8 in Offenstellung,
Fig. 8B im Schnitt nach der Linie 8B-8B in Fig. 8 Einzelheiten des fi-derbelasteten Schuhs und dessen Beziehung zum untern Tor der Revolverkopftasche,
Fig. 8C eine Teilansicht der Verschliessgesenke in Fig. 8,
Fig. 9 schematisch das Leitungssystem mit zugeordneten elektrisch betätigten Ventilen für die Revolverkopftaschen,
Fig. 10 ein elektrisches Schema der Einrichtung,
Fig. 11 ein Zeitschaltschema für die verschied, enen Operationen der Vakuum-Verpackungseinrichtung,
Fig. 12 schematisch im Schnitt eine der Revolverkopftaschen mit mechanischen Verflachern zum Abflachen der Seiten der in der Tasche zu evakuierenden und zu verschliessenden Verpackungen,
Fig.
13 im Schnitt Einzelheiten eines der mechani- schen Verpackungsausflachers aus Fig. 12 und
Fig. 14-14C Darstellungen der Verpackung während verschiedPnen Herstellungsstufen.
In Fig. 1 bezeichnet W eine Bahn aus Pliofilm , Mylar , Cellophan oder ähnlichem Blattmaterial, vorzugsweise von derjenigen Art, die sich unter Wärmeund Druckaufwand selbst verschliesst, und R bezeichnet eine Vorratsrolle dieses Materials. Die Bahn W wird von der Rolle R um ein Formglied 11 abgezogen, das zu einer Verpackungsmaschine 10 gehört, wie sie in den beiden amerikanischen Patenten Nrn. 2 200971 und 2387 812 beschrieben ist, die aber mit mannigfachen Verbesserungen versehen ist, wie sie nachfolgend herausgestellt sind.
Das Glied 11 bringt die beiden Ränder der Bahn W in Uberlappung und bildet so ein Rohr T, das über das untere Ende der Form oder des Dorns 12 reicht, der eine Abfüllröhre einschliesst. Die Bahn W wird intermittierend mittels eines auf und ab beweglichen Kopfes F, wie nachstehend beschnieben, nach unten abgezogen, um so aufeinanderfolgende Abschnitte des Rohres T zu bilden, und zwischen diesen sukzessiven Zuführbewegungen wird eine erhitzte vertikale Verschliessvorrichtung 13 gegen den Dorn 12 bewegt, um die einander überlappenden Ränder des Rohres T zu verschweissen und so eine vertikale Längsnaht S im Rohr T zu bilden.
Der Zuführkopf F läuft auf den Vertikalstangen 15 auf und ab, wobei die Länge dieses Hubes der Länge des herzustellenden Paketes entspricht. In Fig. 1 befindet sich der Kopf F am untern Ende seines Hubes.
Gelangt der Kopf F ans ob, ere Ende seines Hubes und in die Nähe des untern Endes des Dornes 12, so bewegen sich zwei längliche Glieder 16, 17 (Fig. 2) des Dornes von entgegengesetzten Seiten des Rohres T gegeneinander, um letzteres bis über das untere Ende des Dornes 12 hinaus zu verflachen. Die beiden Glied der 16, 17 tragen je ein Schweisswerkzeug 18, 19 (Fig. 2) zum Querverschliessen des Rohres T. Diese beiden Werkzeuge 18, 19 weisen en Mittel auf zum Bil- den des fertigen untern Querabschlusses S1 eines Behälters oder Paketes, nebst Mitteln zum Herstellen eines teilweisen obern Querabsehlusses So im Rohr T (Fig. 14).
Beim erstmaligen Inbetriebsetzen der Anlage am Anfang eines Laufes befindet sich der Bahnabzugkopf F in seiner obern Lage, und das Rohr T wird zwecks Erzeugens des untern Querabschlusses S1 für das erste abzufüllend, e Paket abgeflacht. Eine vorbestimmte Menge von Gut wird aus einer Abfüllmaschine 22 mit einem Aufgabetrichter 23 ins Rohr T abgegeben. Dieser Trichter gehört zu einer Speisevorrichtung von an sich bekannter Konstruktion, die ans obere Ende des ein Einfüllrohr umschliessenden Dornes 12 angeschlossen ist.
Das dosierte Gut durchläuft den Dorn 12 in das zu bildende Paket, das an seinem untern Ende schon verschlossen worden ist. Die dosierte Menge von Gut gelangt in das Paket, bevor der Kopf F am untern Ende seines Hubes anlangt, wie dies in Fig. 1 vollausgezogen gezeigt ist. Erreicht der Kopf F das obere Ende seines Hubes, wie schon oben beschrieben, schliessen sich die Backen oder Schweisswerkzeuge 18, 19 zusammen mit zwei Bahngreifern 24 (Fig. 2), so dass das Rohr T quer verflacht, und ein teilweiser Abschluss S2 (Fig. 14) oben am soeben abgefüllten Paket wird, nebst einem durchgehenden Querabschluss S1 am Boden des nächstfolgenden abzufüllenden Paketes erzeugt.
Beim Niedergang des die Bahn W und das Rohr T nachziehenden Kopfes F wird das soeben erzeugte Paket vom Rohr T abgetr, ennt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, trägt das Glied 16 ein in bezug auf dieses und das Schweisswerkzeug 18 bewegliches Messer 25 zum Durchschneiden des Bahnmaterials zwischen einem von den Werkzeugen 18, 19 erfassten Paket und dem nachfolgend abzufüllenden und zu verschliessenden Paket. Das vom andern länglichen Glied 17 getragene Schweisswerkzeug 19 weist eine Ausnehmung 26 auf, die über die Vorderseite des Werkzeugs 19 zwischen dessen erhabenen Teilen reicht, die die beiden querliegenden obern und untern Abschlüsse S2 und S1 erzeugen. In der Ausnehmung 26 wird das Messer 25 aufgenommen, das das Bahnmatenial durchschneidet, während dieses gespannt gehalten wird. Das Messer trennt das Bahnmater, ial, bevor es die beiden länglichen Glieder 16, 17 am Ende eines Vorschubhubes des Kopfes F freigibt.
Unter dem vertikalen Einfüllrohr 12 der Verpakkungsmaschine 10 befindet sich ein drehbarer Vakuum Revolverkopf 30 mit einer Anzahl von in gleichen Abständen angeordneten radialen Taschen 31 für die Aufnahme von teilweise verschlossenen Paketen aus der Verpackungsmaschine 10 und Drehen der teilweise verschlossenen Pakete von der Vertikalachse des Einfüllrohres 12 weg und in reiner zu diesem vertikalen Ebene, während die Pakete evakuiert werden. Darnach wird der Verschluss der Pakete vervollständigt und letztere nacheinander in ihre vorherige Lage auf der Vertikalachse zur Freigabe der verschlossenen Pakete durch den Vakuum-Revolverkopf 30 zurückgebracht.
Wie im folgenden beschrieben ist, fallen die verschlossenen Pakete ungefähr im Zeitpunkt, da der Revolverkopf 30 eine ganze Drehung von 3600 der das Paket eenthalten- den Tasche vollendet, aus den Taschen 31. Somit ist ersichtlich, dass jedes verschlossene Paket ungefähr auf der Vertikalachse des Füllrohres 12 freigegeben wird, und das verschlossene Paket fällt vom untern Ende des Vaknum-Revolverkopfes 30 auf eine Ausgaberutsche D und weiter auf einen Riemen B eines endlosen Förderers C, der die verschlossenen Pakete P aus der Pa keteinfüll-und Versehliessanlage wegführt.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, dient als Antrieb für den Kopf F ein Elektromotor M, der mit einem Untersetzungsgetriebe oder verstellbarem Triebwerk 32 von an sich bekannter Konstruktion verbunden ist, dessen Ausgangswelle 33 ein Schwun, grad 34 und an sei- n, em andern Ende ein Kegelrad 35 trägt, das mit einem Kegelrad 36 auf einer Vertikalwelle 37 in der Verpakkungsmaschine 10 zusammenarbeitet. Das Schwungrad 34 weist einen T-förmigen, über den ganzen Durchmesser reichenden Schlitz 34a auf, in welchem Nockenrolle 39 verstellbar befestigt ist, die in einen Nockenschlitz 40a in einem Lenker 40 ragt.
Das eine Ende dies letzteren ist bei 40 schwenkbar am Rahmen der Verpakkungsmaschine 10 befestigt, und das andere Ende bei 40c an einem zweiten Lenker 41, dessen lentgegengesetz- tes Ende durch einen verstellbaren Bolzen 42 mit dem untern Teil der Zugstange 43 des Kopfes F verbunden ist. Durch Verstellen der Kurvenrolle 39 im Schlitz 34a zwischen dem : Zentrum des Schwungrades 34 und dem Schlitzende wird die Hublänge der Zugstange 43 des Kopfes F verändert. Durch Verstellen des Bolzens 42 im Schlitz 43a kann die Zugstange 43 so eingestellt werden, dass sie jeden Hub des Kopfes F in der gleichen Vertikallage beginnt, ungeachtet der Totallänge des Zubringerhubes des Kopfes F, die, wie oben angegeben, der Länge des herzustellenden Paketes entspricht.
Die Welle 37 weist an ihrem obern Ende ein Kettenrad 45 auf, um das eine Kette 46 läuft, ebenso wie um ein Kettenrad 47 auf einer Nockenwelle 48 in der Verpackungsmaschine 10. Die beiden Kettenräder 45, 47 haben ein Übersetzungsverhältnis 1:1. Daher steuert die Welle 37 alle Operationen der Verpackungsmaschine 10, wie z. B. das Abfüllen, das Bilden der vertikalen Schweissnaht im Rohr T, das Bilden der Pakete, das Lösen der Pakete aus den Schweisswerkzeugen, die Betätigung des Abschaddmessers und die Betätigung der Bahnbremse, die sich gegen die Bahn in Nähe des obern Endes des Einfüllrohres bewegt und verhindert, dass die Bahn während des Maschiinenschnellgan- ges abgleitet, während welchem die Bahn stärker als erforderlich abwärtsbewegt werden kann.
Das untere Ende der Welle 37 weist auch ein Kettenrad 50 auf, um welches eine Kette 51 läuft, die auch über fein Kettenrad 52 auf dem untern Ende der längsgenuteten Antriebswelle 53 des Revolverkopfes 30 geführt ist, wie dies weiter unten beschrieben ist.
In Fig. 2, 3 und 3A sind die länglichen Glieder 16, 17 horizontal gleitbar auf vier parallelen Stäben 55 gelagert, deren entgegengesetzte Enden von der Zugstange des Kopfes F getraen sind. Gemäss Fig. 2 tragen die beiden Glieder 16, 17 je ein Schweisswerkzeug
18 bzw. 19, von denen jedes einen obern Festhalter 24 und einen untern Festhalter oder Abzieher 56 trägt. Die obern Festhaiter 24 sind federbelastet und fassen das Rohr T vor den erhitzten Stirnflächen der Schweisswerkzeuge 18, 19, so dass die Greifer 24, und nicht die Schweisswerkzeuge 18, 19 allein, die Bahn W beim Abwärtshub des Kopfes F niederziehen. Diese Konstruktion ist besonders dort erwünscht, wo das Bahnmaterial das Bestreben hat, sich bei Wärmeeinwirkung zu verziehen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird jedes der beiden Glieder 16, 17 durch eine Gelenkverbindung betätigt, die einen bei 59 am einen Arm eines Winkelhebels 60 schwenkbar gelagerten Lenker 58 aufweist, während der andere Arm des Winkelhebels 60 gelenkig mit dem einen Ende einer Kolbenstange 61 verbunden ist, die pneuma tisch durch einen Druckluftzylinder 62 b, betätigbar ist. Die Winkelhebel 60 sitzen auf einem Schwenkzapfen 60a, der seinerseits von einer Stütze 63 getragen ist. Letztere wiederum ruht auf einer Membran 64, die von der Zugstange 43 des Kopfes F getragen ist. Die Membran 64 schliesst eine Kammer 65 ab, die durch eine Leitung 66 mit einer Druckluftquelle verbunden ist.
Bei der Konstruktion von Schweissbacken für Verpackungsmaschinen muss darauf geachtet werden, dass die Ausrichtung der Backen oder Matrizen steuerbar ist, ebenso wie die Höhe des auf die Matrizen ausgeübten Druckes. Die Steuerung des Druckes variiert je nach der Art des zu verschweissenden Bahnmaberials. Wird ein zu hoher Druck ausgeübt, so kann die Schweissstelle bei ihrer Bildung beschädigt werden, während im entgegengesetzten Fall die Verschweissung nicht vollständig sein kann. Die vorliegende Erfindung erfüllt diese beiden Erfordernisse, und der Gegenstand der Ausrichtung ist weiter unten im Zusammenhang mit Fig. 3 und 3 a behandelt.
Aus Fig. 2 ergibt sich, dass die Druckzylinder 62 ihre betreffenden Gelenkverbindungen 58-60 betätigen, die ihrersefts die länglichen Glieder 16, 17 hin und her bewegen. Die Druckzylinder 62 erhalten ihre Druckluft aus einem Behälter über ein solenoidbetätigtes Ventil 70, das durch einen Schalter 71 erregbar ist, der seinerseits durch einen auf der Nockenwelle 48 der Verpakkungsmaschine 10 montierten Nocken 72 betätigbar ist.
Der Nocken 72 betätigt das Ventil 70 zwischen einer Rückzugslage der Druckluftzylinder 62 und einer Stellung der Gelenkverbindungen 58-60 jenseits des Zen- trums, gesteuert durch einigen en verstellbaren Anschlag 60b.
Letzterer trifft auf die Lenker 58 und hält den Schwenkzapfen 59 etwas unter einer Honizontallage in bezug auf die benachbarten Arme 58 und 60. Die ver steilbaren Anschläge 60b ermöglichen es, den Druck luftzylindern 62, die beiden Schweissmatrizen oder -backen 18, 19 angenähert zusammenzubringen, liefern aber nicht den letzten Druck an die Backen 18, 19.
Der Enddruck an letztere wird mittels der Membranen
64 angelegt, die ihrerseits mit dem Ende der geradlie genden G.elenkverbindungen 58-60 über die Stütze 63 verbunden sind und dadurch Druck ausüben auf die
Schweisswerkzeuge 18, 19. Die Membrane 64 weisen eine beträchtliche Grösse auf, beispielsweise etwa 325 cm", und sind daher imstande, mit einer relativ kleinen Be wegung eine beträchtliche Kraft auf die beiden Werk zeuge 18, 19 auszuüben. Aus den obigen Ausführungen geht hervor, dass die Druckluftzylinder 62 für die Hin und Herbewegung der Matrizen 18, 19 beim Ausüben des Schweissdruckes durch die Membrane 64 das meiste beitragen.
Letztere werden üb,er er ein solenoidbetätigtes Ventil 74 mit Druckluft beliefert, das über einen Schalter 75 erregbar ist, der durch einen auf der Nocken welle 48 montierten Nocken 76 betätigbar ist.
Nach Beendigung des obgenannten Schweissvorgan ges durch die beiden Schweissbacken 18, 19 kann das abgefüllte und teilweise verschlossene Paket vom Rohr T abgetrennt werden. Wie schon vorher erwähnt, wird dies beim Abwärtsgang des Kopfes F ausgeführt. Das Messer 25 wird von zwei Kolben 25a (Fig. 3) betätigt, die in entsprechenden Zylindern 1 6a im länglichen Glied
16 montiert sind. Die beiden Kolben 25a und damit das Messer 25 werden über ein solenolidbetätigtes Druckluftventil 78 (Fig. 2) betätigt, das über einen Schalter 79 erregbar ist, der von einem auf der Nockenwelle 48 der Verpackungsmaschine 10 montierten Nokken 80 betätigt wird.
Wie schon oben erwähnt, trägt jedes dler beiden Glieder 16, 17 ein Paar von Abstreifern 56 an den Enden von Kolbenstangen von Druckluftzylindern 56a.
Letztere verschieben die Greifer 56 zwecks Erfassens der Bahn W gegeneinander, während die beiden Werkzeuge 18, 19 ihre Schweissoperation ausführen. Beim Zurückziehen der beiden Backen 18, 19 oder Verschieben derselben in die Offenstellung durch Knicken der von den Druckluftzylindern 62 gesteuerben Gelenkver- bindungen, üben die Zylinder 56a weiter Druck auf ihre Kolben aus, wodurch die Abstreifer 56 an der Bahn W gehalten werden, obschon die Zylinder 56a zusammen mit den beiden Gliedern 16, 17 voneinander wegbewegt wurden.
Somit wird das abgetrennte und teilweise verschlossene Paket momentan von den Abstreifern 56 erfasst, und die Schweissbacken 18, 19 aus ihrer Verbindung mit den verschweissten Flächen des teilweise verschlossenen Paketes herausgezogen, wodurch das Paket von den Stirnflächen der beiden Werkzeuge 18, 19 abgelöst wird. Dieser Vorgang erfordert nur einen Bruchteil einer Sekunde, und die Greifer 56 bewegen sich voneinander weg, so dass das teilweise verschlossene Paket in eine der Taschen 31 des Vakuum-Revolverkopfes 30 (Fig. 1) fallen kann.
Die Zylinder 56a für die Abstreifer 56 sind durch ein solenoidbetätigtes Ventil 82 (Fig. 2) steuerbar, das über einen Schalter 83 erregt wird, der von einem auf der Nockenwelle 48 der Ver packungsmaschine 10 montierten Nocken 84 betätigt wird.
Fig. 3 und 3A zeigen, dass jede e der beiden Schweiss- backen 18, 19 mit elektrischen Heizelementen von an sich bekannter Konstruktion ausgerüstet ist und vorzugsweise eine die Temperatur steuernde thermostatische Vorrichtung T1 miteinschliesst. Das W'erkzeug 18 weist eine über die ganze Stirnfläche der Matrize rei chende Rippe 1 8a auf, die zum Erzeugen des untern Verschlusses S1 (Fig. 14) dient. Der Rippe 1 8a sind zwei Matrizenblöcke 1 8b zugeordnet, die gekrümmte
Teile zum Bilden von gekrümmten Verschlusspartien Sib an den Enden des untern Verschlusses Si der Pa kete aufweisen.
Diese Blöcke 1 8b (Fig. 3) sind im
Schlitz 1 8c des Werkzeugs 18 angeordnet und weisen einen gegenseitigen Abstand auf, der der Breite des zu bildenden Paketes entspricht, und werden von den
Oberteil des Werkzeugs 18 durchsetzenden Stelischran- ben 1 8d ihrer Lage festgehalten. Die obere Greifvorrichtung 24 ist zwischen den beiden obern Vorsprüngen des Schweisswerkzeugs 18 angeordnet und von zwei Schrauben 1 8e festgehalten, die in Löcher 1 8f des Werkzeugs 18 ragen. Die Greifvorrichtung 24 weist ein Paar von Druckfedern 24a auf, die normalerweise die Vorderkante des Greifers 24 so festhalten, dass sie über die Kante der Schweissrippe 1 8a vorsteht.
Somit ergreift der Greifer 24 eine Seite des Rohres T, bevor die Rippe 1 8a sich auf das Bahnmaterial legt.
Das Schneidmesser 25 durchsetzt einen Schlitz 1 8g im Werkzeug 18 und weist Kerben 25b zur Aufnahme der Vorderenden d, er Kolben 25a auf, deren Hinter- enden in innerhalb des Gliedes 16 gebildeten Zylindern 1 6a hin und her beweglich sind.
Der obere teilweise Paketverschluss Se ist von einer Anzahl von Matrizenblöcken 1 8h gebildet, die in einem untern Schlitz 18k im Schweisswerkzeug 18 angeordnet sind. Diese Blöcke 1 8h sind durch Stellschrauben 1 8m im Schlitz 18k befestigt. In der Praxis ist einer dieser Blöcke 1 8h im Schlitz 18k halbwegs zwischen den beiden Enden des Werkzeugs 18 angeordnet. Die Matrizenblöcke beidseitig vom Mittelblock 1 8h sind so angeordnet, dass sie einen telilweisen Verschluss an den Paketendteilen bilden.
Für den grösseren Teil von Paketgrössen sind ein Mittelverschluss und zwei Endverschlüsse vorhanden, und somit führen zwei Luftkanäle durch den obern Verschluss, für die Luftentnahme aus dem Paket.
Die beiden Matrizenendglieder 1 8h in Fig. 3 zentrieren das Werkzeug 18 in bezug auf das Werkzeug 19 in Fig. 3A. Der teilweis, e Verschluss S oben an den Pa- keten (Fig. 14) dient zum Flachhalten der vordern und hintern Bahnschicht, so dass der endgültige Verschluss 5 (Fig. 1 4B) bei seiner Vollendung in den Taschen des Revolverkopfes 30 keine Falten werfen kann. Die abgerundeten Ecken S1B (Fig. 14-14B) werden am untern Paketverschluss S1 erzeugt, um Leckstellen an den Bodenecken zu verhindern, die sonst durch Abscheuern, beim Manipulieren des Paketes, einschliesslich des Abwurfes des fertigen Paketes P aus dem Revolver- kopf 30 sowie der Vibration der fertigen Pakete P beim Transport, auftreten könnten.
Ist das Paket fertig und fällt es aus dem Revolverkopf auf den Fördergurt B, so würde sich das auf den Eckverschluss im Sinne des Hervorrufens einer Leckstelle auswirken, sofern dieser Eckverschluss nicht stark genug konstruiert wäre. Wie aus Fig. 14B hervorgeht, ist der Abstand von der Bodenecke des Paketes P bis an den Innenrand des Abschlusses Stb beträchtlich, und somit ist das Risiko für das Auftreten einer Leckstelle an den Bodenecken des Paketes stark vermindert oder annähernd ausgeschaltet.
Die auseinandergezogene Darstellung in Fig. 3A zeigt die e verschiedenen, vom länglichen Glied 17 des Vorschubkopfes F getragenen Teile. Die Schweissma tnize 19 weist eine durchgehende Längsrippe 19a auf, die mit dsr entsprechenden Rippe 1 8a in Fig. 3 beim Herstellen des Bodenverschlusses St am Paket P (Fig. 14B) zusammenwirkt. Die Wärme für das Werkzeug 19 wird von durch den Thermostat T1 gesteuerten Heizelementen H geliefert. Die abgerundeten Ecken Sib an den gegenüberliegenden Enden des Bodenverschlusses St (Fig. 14-14C) werden von den gerundeten oder gekrümmten Eckblöcken 19b (Fig. 3A) erzeugt, die in Schlitzen 1 9c von Montierblöcken 19g aufgenommen werden.
Die Schrauben 1 9d durchsetzen die Blöcke 19g und halten die Blöcke b in diesen fest. Die obere Bahngreifvorrichtung 24, die von den Druckfedern 24a nach aussen gedrückt wird, ist mittels in Löcher 19f greifenden Schrauben 19e auf dem Schweisswerkzeug 19 montiert. Somit ist ersichtlich, dass die Greifervorrichtung 24 in Fig. 3A mit der entsprechenden, dem Werkzeug
18 zugeordneten Greifervorrichtung 24 in Fig. 3 zusammenarbeitet.
Weiter geht aus Fig. 3A hervor, dass eine Nut 26 seitlich am Werkzeug 19 zur Aufnahme der Messerklinge 25 in Fig. 3 angebracht ist. Die Klinge 25 wird durch das Bahnmaterial imin die Nut 26 gestossen und trennt ein teilweise verschlossenes Paket vom Rohr T ab. Der teilweise Verschluss S2 oben an einem Paket wird von einer Anzahl Matrizenblöcken 19h erzeugt, die in einer Nut 19k des Schweisswerkzeugs 19 angeordnet und mittels Stellschrauben 19m verstellbar festgehalten sind.
Die die Matrizen tragenden Blöcke 19g sind 90 ist von drei Klemmschrauben 93 (Fig. 4A) festgehalten, die aufwärts in den Bodenring 92 ragen, gegen Radialstifte 94 stossen und durch Nockenflächen 93a an den entgegengesetzten Enden der Schrauben 93 aus dem Ring 92 heraus auf die Innenseite des zum Schweissen der Längsnaht dienenden Rohres 12 gedrückt werden.
Der Bodenring 92 des Satzes 90 trägt ein Diaphragma oder Tor 95 aus rostfreiem Stahl, das an einer schwenkbaren Rückplatte 96 (Fig. 4) befestigt ist. Die Platte 96 ist bei 99 schwenkbar am Ringglied 92 befestigt und weist beim Schwenkzapfen 99 einen Absatz 96a auf. Letzterer liegt im Weg der Spitze eines den Ring 92 vertikal durchsetzenden Stossstabes 100. Das oblere Ende des Stabes 100 ist an einem halbkreisförmigen Ring 101 von biegsamer Konstruktion befestigt, und dieser wiederum durch zwei Schrauben 102 am obern Ring 91.
Der obere Ring 91 weist ein, e I Kolbenkammer 104 mit sechs Zylindern 105 auf, die miteinander durch Nuten 1 05a verbunden sind und sechs Kölbchen 106 aufnehmen, deren untere Enden auf das Ringglied 101 (Fig. 4C) stossen. Die Kammer 104 ihm Ring 91 weist Segmentform auf und steht in Verbindung mit den Zylindern 105 der Fig. 4D. Die Kammer 104 weist ferner einen segmentförmigen Teil 1 04a mit einem Durchgang auf, der an eine Druckluftleitung 103 angeschlossen ist, um die Kammer 104 mit Druckluft zu füllen. Die Druckluftleitung 103 führt aufwärts zwischen das Rohr 12 und das Rohr 1 2a und ist mit einem Dreiweg-Druckluftventil (nicht gezeigt) verbunden.
Letzteres ist von einem Solenoid über einen Schalter 110 (Fig. 2) betätigt, der seinerseits durch einen von der Nockenwelle 48 in der Verpackungsmaschine 10 getragenen Nocken 111 betätigt wird. Der einzelne, an den Durchgang im Glied 104a angeschlossene Schlauch 103 liefert Druckluft an die Kammer 104 und die sechs Kölbchen 106. Beim Betätigen des Ventils verschiebt der auf die Kölbchen 106 einwirkende Luftdruck diese nach unten auf das halbkreisförmige, schwenkbare Ringglied 101, wodurch der Stossstab 100 abwärts auf den Absatz 96a an der Platte 96 bewegt wird. Dies bewirkt ein Verschwenken der Diaphragmaplatte 95 in die Schliesslage in bezug auf die Messerkante 92a, die über den Innenumfang des Ringes 92 reicht.
Dadurch wird das untere Ende des Füllrohres 1 2a in bezug auf das Innere des Bahnrohres verschlossen, aber das Diaphragma 95 aus rostfreiem Stahl legt sich nicht auf das Ende des Rohres 12a, wie aus Fig. 4 hervorgeht.
Wie aus Fig. 4B, 4C und 4E hervorgeht, weist die Vorrichtung 90 eine Anzahl von Vakuumlöchern oder Durchlässen 113 auf, die den untern Ring 92 durchsetzen und in den obern Ring 91 reichen, wo sie mit einer gemeinsamen Kammer 114 in Verbindung stehen, die ihrerseits durch ein Glied 11 4a an einen Saug- schlauch 115 angeschlossen ist. Die Kammer 114 und das Glied 1 14a sind ähnlich der Kammer 104 und dem Glied 104a für die Druckluftkölbchen. Das Vakuum in der Kammer 114 wird durch ein solenoidgesteuertes Dreiwegventil (nicht gezeigt) gesteuert, das über einen Schalter 117 erregt wird, der seinerseits mittels eines auf der Nockenwelle 48 (Fig. 2) befestigten Nockens 118 betätigbar ist.
Die Vorrichtung 90 ist nach Abgabe einer dosierten Ladung in das Bahnrohr betätigbar. Zu diesem Zeitpunkt betätigt der Nocken 111 (Fig. 2) den Schalter 110, wodurch das zugehörige Solenoidventil eingeschaltet und Druckluft in die Kammer 104 im Ring 91 (Fig. 4) abgegeben wird, so dass der Stossstab 100 abwärts verschoben und die Platte 96 in ihre obere Lage verschwenkt wird, in der die Platte 95 dichtend an die Messerkante 92a des Rings 92 gedrückt wird.
Nachdem eo das Rohr 1 2a in bezug auf das Innere des Rohres T abgeschlossen ist, betätigt der Nocken 118 (Fig. 2) den zugehörigen Schalter 117 und dessen zugeordnetes Vakuum-Solenoidventil, wodurch über den Schlauch 115 eine Saugwirkung auf die Vakuumkammer 114 und die dieser zugeordneten, mit dem untern Ring 92 der Vorrichtung 90 in Verbindung stehenden Löchern 113 eintritt. Dadurch wird die Luft aus dem Rohr T abgezogen, und die Bahn wird aus ihrer gestrichelt gezeichneten Lage in Fig. 4 iin ihre vollausgezogene Lage bewegt, in der einander gegenüberliegende Seiten des Rohres T um etwa sechs Millimeter voneinander abstehen.
Auch der Bodenring 92 weist eine periphere Ab schlussmembran 120 auf, die um den Ring 92 und über die in diesem vorhandene Umfangsnut 120a reicht. Diese Membran 120 ist an ihrem Rand am Ring 92 befestigt und aufblasbar und weist über einen Durchlass 103 a eine Druckluftverbindnng mit der Luftzufuhrleitung 103 zum Betätigen des Stossstabes 100 auf. Die aufblasbare Abdichtmembran 120 wird aufgeblasen, wenn zwecks Betätigung der Platte 95 Druckluft auf den Stossstab 100 einwirkt.
Die Membran 120 wird aufgeblasen und reicht dann um das untere Ende des Nahtschweissrohres 12 und drückt gegen die Bahn, so dass sie mit dieser eine Abdichtung bildet (Fig. 4) und ein Lecken zwischen der Bahn und dem Rohr 12 verhindert wird.
Ist die Bahn genügend flexibel, so dass sie durch die durch die Vakuumlöcher 113 auf das Innere des Rohres T ausgeübte Saugwirkung gegen das Rohr 12 gezogen wird, so braucht die aufblasbare Abdichtung 120 nicht benützt zu werden.
Im Betrieb wird die im Paket eingeschlossene Luft durch die e Führungsplatten 57 zusammengedrückt, so dass der untere Verschluss S3 einer Beanspruchung ausgesetzt wird. Der Vakuum-Deflator 90 verringert diesen Zustand auf ein Kleinstmass. Somit ist es nicht Aufgabe der Vorrichtung 90, Luft aus dem Paket abzusaugen, sondern einen zuverlässigen untern Abschluss durch Verringern der Druckb, eanspruchung des Abschlusses zu sichern, und zwar während dieser immer noch heiss ist.
Dies wird erreicht durch Entnahme von Luft aus dem Paket, um die Schlauchseiten einander zu nähern, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist. Dadurch kann die Verpakkungsmaschine 10 mit höheren Geschwindigkeiten arbeiten, da jetzt der untere Verschluss Si im noch hei ssen Zustand einem kleineren Druck unterworfen wird.
Der Abschluss kann somit unter kleinerer Belastung abkühlen, wodurch ein besserer Verschluss gewährleistet wird.
Vakuum-Revolverkopf
Fig. 5 zeigt den Vakuum-Revolverkopf 30 mit sechs radialen, gleichmässig um die Ikopfmittelachse verteilten Taschen 31. Alle diese Taschen sind gleich ausgebildet und weisen je einen Schaltersatz s mit sechs Schaltern st-s6 auf, wie in Fig. 6 gezeigt ist. Jeder der Schal ter st-s weist eine Kurvenrolle auf, die auf die entsprechenden, auf der Nockenwelle 150 montierten Nokken cz-c6 einwirken. Die Nockenwelle 150 ist normalerweise stationär, während die Schaltersätze s mit den Schaltern so-sG um die Nockenwelle 150 drehbar sind.
Letztere ist in einem Lager 151 montiert, das in einem drehbaren Untersatz 152 gelagert ist, der auch der drehbare Träger für die Schaltersätze s ist. Das untere Ende der Nockenwelle 150 weist einen Querzapfen 154 auf, der durch eine Druckfeder 155 (Fig. 6A) von dzr Welle 150 weg gedrückt wird. Dieser Querzapfen 154 trifft auf eine stationäre Röhre 160 im Kopf 30, wie dies weiter unten beschrieben ist, und hält so die Nockenwelle 150 stationär. Beim Aufstellen des Vakuum-Revolverkopfes jedoch, und beim Prüfen desselben vor einer Inbetriebsetzung, ist es oft wünschenswert, die verschiedenen Mechanismen in den betreffenden Taschen 31 zu betätigen, die von den Nocken cl-cq auf der Nockenwelle 150 gesteuert werden.
Um nun diese Mechanismen in Betrieb zu setzen, ohne dass der Vakuum-Revolverkopf 30 in Drehung versetzt werden muss, weist das obere Ende der Nockenwelle 150 einen Griff 156 auf, so dass die Nocken cl-cc; ; relativ zu den Schaltersätzen s gedreht werden können. Der Querzapfen 154 greift in einen Schlitz am obern Ende der stalionären Röhre 160 (Fig. 7). Wird der Griff 156 gedreht, so bewirkt die Röhre 160, dass der Querzapfen 156 sich im Schlitz im untern Ende der Nockenwelle 150 (Fig. 6A und 7) nach oben bewegt, so dass die Feder 155 zusammengedrückt wird und die Nocken cl-c(; relativ zu den Schaltersätzen s sich drehen können, und zwar in der den normalen Drehsinn des Kopfes 30 entgegengesetzten Richtung.
Wie oben in Verbindung mit Fig. 2 beschrieben wurde, weist das untere Ende der Welle 37 der Ver packungsmaschine 10 ein Kettenrad 50 auf, um welches die Kette 51 läuft; diese läuft auch um das Kettenrad 52 am untern Ende der längsgenuteten Revolverkopf Antriebswelle 53. Diese Verbindung ist auch in Fig. 7 gezeichnet. Die Welle 53 ist für eine Höhenverstellung längsgenutet, wie dies weiter unten beschrieben ist. Die Welle 53 weist eine flexible Kupplung 162 auf, damit sie beim Zusammensetzen des Kopfes 30 leichter einsetzbar ist, und das obere Ende der Welle 53 weist ein Kettenrad 163 auf, um das eine Kette 164 läuft; diese läuft auch um ein Kettenrad 165 auf der Hauptsäub 166.
Bei jeder Umdrehung der Welle 37 der Verpakkungsmaschine 10 führt der Vakuum-Revolverkopf 30 den sechsten Teil einer Umdrehung aus. Der Grund dafür ist, dass der Kopf 30 sechs Taschen 31 aufweist und somit während jeder Umdrehung des Kopfes 30 sechs Pakete von der Verpackungsmaschine 10 aufnimmt. Um dies zu erreichen, weist das Kettenrad 50 ein Verhältnis von 1 : 3 in bezug auf das Kettenrad 52 auf der Antriebswelle 53 auf, und das Kettenrad 163 auf letzterer ein solches von 1 : 2 in bezug auf das Kettenrad 165 auf der Hauptsäule 166.
Das obere Ende letzterer ruht auf zwei Lagern 167, 168, die auf einem stationären Hauptlagergehäuse 169 sitzen, das von einer Oberplatte 170 getragen ist, die ihrerseits auf drei ineinanderschiebbaren Beinen 171 ruht, welche in gleichen Abständen um die Säule 166 angeordnet sind.
Wie aus Fig. 7 hervorgeht, weist das obere Ende der Hauptsäule 166 einen Bund oder Ring 173 auf, an welchem eine drehbare Platte 175 befestigt ist, die die Taschen 31 des Kopfes 30 trägt. Der untere Teil der Säule 166 ist in zwei Lagern 177, 178 gelagert, die ihrerseits von einem stationärlen Lagergehäuse 179 in Form eines Gussstückes getragen werden, in welchem auch die drehbaren Abdichtringe 181, 182 angeordnet sind.
Die stationäre Röhre 160 durchsetzt die Säule 166, und ihr Fussende weist einen Gewindeteil 1 60a auf zum Eingriff in einen Gewindeflansch 184. Das Fussende der Röhre 160 weist eine Verbindung 1 60b zum Anschluss einer Druckluftleitung auf. Die Druckluft strömt durch die Röhre 160 aufwärts in eine Sammelkammer A auf der drehbaren Platte 175. Nahe am untern Ende des Gussstückes 179 ist ein Dfuckluft-oder Gasanschluss 186 vorgesehen, der in Verbindung steht mit dem Gehäuse 179 unter dem Abdicbtring 182 und auch mit der Röhre 187, die von der Röhre 160 durchsetzt ist.
Das untere Ende der Röhre 187 ist von einer federbelasteten, selbsteinstellenden Abdichtung 188 umge bein, die einen Teil der Abdichtung 182 bildet, und das obere Ende dieser Röhre 187 weist einen Gewindebund 189 auf, der die Röhre 187 an einer Sammelkammer G befestigt und mit dieser durch einen O-Ring eine Abdiichtung bildet. Somit ist die Röhre 187 mit der Gaskammer G drehbar. Die Röhre 160 ist stationär, und ihr Kopfende ruht in einem Lager 190, das seinerseits auf einem an der Luftkammer A befestigten und mit dieser drehbaren Lagergehäuse 191 sitzt. Das Lagergehäuse 191 trägt auch eine Anzahl von Abdichtringen 192, die das Kopfende der stationären Röhre 160 umgeben und die Luftkammer A und die Gaskammer G gegenseitig abdichten.
Im Kopf der Hauptsäule 160 ist noch eine dritte Kammer V, für Vakuum, vorgesehen. Der Vakuumanschluss 194 ist am stationären Gussstück 179 am Fuss der Hauptsäule 166 angebracht, die den Vakuumweg zur Vakuumkammer V liefert. Die Röhre 187 wird von drei Radialrippen 195 zentral in der Hauptsäule 166 feslgehalten. Die Abdichtungen 181, 182 verhindern den Eintritt von Gas oder Luft in die Vakuumleitung im Revolverkopf 30.
Die zusammenschiebbaren Beine 171 weisen je eine zusammenschiebbare Stehachse 171 a mit einer an deren oberem Ende befestigten Zapfen 171 b auf, der die stationäre Platte 170 durchsetzt und an dieser mittels einer Mutter 171c befestigt ist. Eine weitere Mutter 171 d ist ans untere Ende der Achse 171a festgestiftet und sitzt auf dem Gewinde der Welle oder Leitspindel 171e, deren Fussende drehbar in einem Druck- oder Axiallager 17 1f und einer von der Revolverkopf-Grundplatte 200 getragenen Buchse 171 g gelagert ist. Die Platte 200 sitzt auf einer Anzahl Abstandhalter 201, deren Füsse auf einer Bodenplatte 202 stehen.
Eine zusammenschiebbare Hülse 171h umgibt die Achse 171a, und ihr oberes Ende ist mlit Buchsen 171k versehen, während das Fussende der Hülse 171 h mittels eines Halters 200a auf der Grundplatte 200 abgestützt ist.
Das untere Ende jeder Leitspindel 171e der drei zusammenschiebbaren Beine 171 ist mit seinem Kettenrad 203 versehen, um das eine gemeinsame Kette 204 läuft. Eines der drei Beine 171 weist am Fuss der Leitspindel 17 1e ein zweites Kettenrad 205 auf, um welches eme Kette 206 läuft, die auch noch um ein weiteres, an einem Kettenradzapfen 208 befestigtes Kettenrad 207 läuft, dessen unteres Ende auf der Bodenplatte 202 ruht. Das obere Ende des Kettenradzapfens 208 ist durch eine Öffnung im Kettendeckel 209 (Fig. 1) zugänglich, und der Zapfen 208 mit dem Kettenrad 207 ist mittels einer Handkurbel drehbar.
Beim Drehen des Zapfens 208 wird also auch die Leitspindel 171e jedes Beines 171 über die gemeinsame Kette 204 Gedreht, wodurch die zusammenschiebbaren Stehachsen 171a ge hoben oder gesenkt werden. Die Stehachsen 171 a ihrerseits heben die Kopfplatte 170, die das Lagergehäuse 169, die Hauptsäule 166 und die an dieser angebrachten Teile trägt, einschliesslich der drehbaren, die Taschen 31 des Revolverkopfes 30 aufnehmenden Platte 175.
Wie in Fig. 7 gezeigt, ist auch die Revolverkopf Antriebswelle 53 zusammenschiebbar und weist pine innere, längsgenutete Welle 53a auf, die durch die fLexible Kupplung 162 mit dem obern Abschnitt der Welle 53 verbunden ist. Letztere ist in einem von einem Block 212 getragenen Lager 211 gehalten, das an der Seite der Platte 170 aufgehängt ist. Ein Bund oder Stellring 213 sitzt am. obern Ende der Welle 53 und ruht auf der Oberseite des Lagers 211. Der untere Abschnitt der Welle 53 ist drehbar in zwei Stehlagern 214 gehalten, die getragen werden von einer auf der Grundplatte 200 ruhenden Basis 215. Wenn also die zusammenschiebbaren Beine 171 die Platte 170 heben oder senken, so wird auch die längsgenutete Welle 53a gehoben oder gesenkt, um die Gesamtlänge der Antriebswelle 53 entsprechend einzustellen.
Durch Andern der Höhe des Revolverkopfes 30 werden Änderungen in der Länge der herzustellenden Pakete kompensiert.
In Fig. 7 sud in zwei stationäre e Bürstenhalteraggre- gate 220, 221 sichtbar, die Bürsten 222, 223 und 224, 225 tragen, die schematisch in Fig. 10 gezeigt sind.
Die Bürsten 222-225 arbeiten mit Schleifringen 226 bis 229 zusammen und liefern die elektrischen Anschlüsse für den Stromkreis des Kopfes 30, wie dies weiter unten im Zusammenhang mit Fig. 10 b, eschrie- ben ist. Während die Bürstenhaltergruppen 220, 221, Fig. 10, beschrieben sind. Während die Bürstenhaltergruppen 220, 221 stationär gehalten sind, sind die Schleifringe 226-229 (Fig. 10) drehbar auf der Hauptsäule 166 gelagert. Um das Gehäuse 179 stationär zu halten, so dass es sich nicht mit den rotierenden Teilen des Kopfes 30 drehen kann, ist eine vertikale Verstellplatte 231 mit einem Schlitz im untern Ende zur Aufnahme eines Stiftes 232, der horizontal vom Abdichtungsgehäuse 179 absteht, vorgesehen.
An der Platte 170 (Fig. 7) sind auch zwei Schäfte 235 aufgehängt, die ihrerseits eine Konsole 236 für eine Riemenscheibe 237 des Förderers C (Fig. 1) tragen. Der Förderriemen B läuft um die Riemenscheibe 237, ist von Hand längs der Schäfte 235 zum Verändern der Vertikallage des Förderers relativ zum Boden der Taschen 31 im Revolverkopf 30 verstellbar.
Wie schon oben erwähnt, sind die Taschen 31 des Kopfes 30 alle gleich ausgebildet, und eine derselben ist im Vertikalschnitt in Fig. 8 gezeigt. Die Taschen 31 weisen ein Aggregat von Teilen auf, die nachstehend beschrieben sind. Die einander gegenüberliegenden Seiten des Backengehäuses 250 tragen einander gegenüberliegende Paare von Druckluftzylindern 251. Das eine Paar trägt eine innere, heissversiegelnde Matrize oder Backe 252, und das andere Paar eine äussere, heissversiegelnde Matrize oder Backe 253. Diese beiden Backen 252, 253 sind von ihren betreffenden Zylindern 251 hin und her verschiebbar, um deren heissversiege'inde Stirnflächen 252a, 253a auf die Paketseiten an deren oberem Ende zu pressen und so den obern Verschluss des Paketes zu vervollständigen.
Dies ist am besten aus Fig. 8c ersichtlich; und es ist zu beachten, dass der Innenbackenteil 252a einen etwas kleineren Radius als der Aussenbackentcil 253a aufweist. Werden also die beiden Backen 252, 253 geschlossen, so wird zufolge linearen Kontaktes eine maximale Kraft in den Backenflächen 252a, 253a auf deren horizontalen Mittellinie erzeugt. Der Abstand zwischen den Backenteilen 252a und 253a wächst beidseitig der horizontalen Mittellinie, wodurch esine perfekte Abdichtung des Bahnmaterials an einer Stelle zwischen diesen Backenteilen gewährleistet ist.
Die heissversiegelnden Backenteile 252a, 253a sind genügend lang und reichen über die ganze Breite des zu versiegelnden Paketes, da der obere im Paket zu bildende Abschluss zu diesem Zeitpunkt ein fertiger, und nicht nur ein teilweiser Verschluss ist, wie oben im Zusammenhang mit der Verpackungsmaschine 10 beschrieben ist. Die Höhe der Tasche 31 ist in bezug auf die Länge des zu versiegelnden Paketes bestimmt, so dass sich der obere, von den heissversiegelnden Backen 252, 253 erzeugte Endabschluss S3 (Fig. 14B) ungefähr 3 mm unter dem teilweisen, vorher in der Verpackungsmaschine 10 erzeugten Verschluss S3 befindet.
Der Grund hiefür liegt in der Forderung, dass der Endver schluss oben am Paket an einer Steil, e des Bahnmaterials hergestellt wird, die vorher nicht den honizontalen Schweissbacken unterworfen worden ist, so dass das heissversiegelnde Material in der Bahn W immer noch den Endverschluss Erzeugen kann.
Am Backengehäuse 250 sind zwei verstellbare Zug- stabvorrichtungen 255 (Fig. 8) aufgehängt, die an ihrem untern Ende einen Verstellflansch 256 tragen. Eine Vakuumkammer 257 von röhrenförmiger Konstruktion mit Anschlussflanschen 257a, 257b ist zwischen dem Boden des Backengehäuses 250 und dem Verstelffiansch 256 in Ausfluchtung mit den diesen durchsetzenden Öffnungen eingeklemmt. Die Länge der Vakuumkammer 257 ist durch die Länge des zu verschliessenden Paketes bestimmt. Die Vakuumkammer 257 besteht vorzugsweise aus einem durchsichtigen Material, z. B. einem unter er Handelsmarke Plexiglas bekannten Akrylplastik, so dass das Paket während seiner Luftentleerung und Verschliessung durch die Wände der Vakuumkammer sichtbar bleibt.
Die Vorrichtungen 255 sind einstellbar, so dass Vakuumkammern unterschiedlicher Länge in den Taschen 31 installiert werden können.
Die Vorderseite des Backengehänses 250 weist einen fordern Deckel oder Platte 250a aus Plexiglas auf, die an ihm mittels Schrauben 250b befestigt ist. Die Deckplatte 250a ist in Fig. 8 zwecks klarerer Darstellung weggebrochen gezeichnet. Das Backengehäuse 250 weist auch eine hintere Deckplatte 250c auf (Fiig. 7), die an vertikalen Trägern 175a befestigt ist, die ihrerseits von der drehbaren Platte 175 des Kopfes 30 getragen sind.
Die Öffnung im obern Ende des Backengehäuses 250 ist mittels einer obern Türe 259, und die Öffnung im Flansch 256 unterhalb der Vakuumkammer 257 mittels einer untern Türe 260 verschliessbar. Die obere und untere Türe 259, 260 bilden somit Verschlüsse für die Vakuumkammer 257. Ein O-Ring 261 ist in einer die Öffnung oben im Backengehäuse 250 umgebenden Nut eingesetzt und bildet eine e luftdichte Abdichtung mit der Unterseite der obern Türe 259. Ebenso ist in einer die Öffnung im untern Einstellflansch 256 umgebenden Nut ein O-Ring 262 eingesetzt und bildet eine Abdichtung mit der benachbarten Fläche der untern Türe 260. Die Türen 259, 260 sind durch Druckluftzylinder 263, 264 hin und her beweglich.
Der Zylinder 263 ist durch Träger auf der Oberseite des Backengehäuses 250 abgestützt, und der Kolben 263a des Zylinders 263 ist mit dem Vorderende der obern Türe 259 verbunden (Fig. 8). Ebenso ist der Zylinder 264 durch Träger auf der Versteliplatte 256 abgestützt, und der Kolben 264a des Zylinders 264 ist mit dem Vorderende der untern Türe 260 verbunden. Die beiden Türen 259, 260 sind in Fig. 8 geschlossen. In Fig. 8A ist die obere Türe 259 offen. Auch die untere Türe 260 würde in der offenen Stellung eine entsprechende zu rückstehltndv Lage einnehmen.
Um eine Reibung zwischen den beiden Türen 259, 260 und ihren betreffenden 0bringen 261, 262 zu vermeiden, während die Türen von den Zylindern 263, 264 zwischen der Offen und Schliesslage verschoben werden, sind für jede Türe e zwei federbelastete Schuhe vorgesehen. Diese weisen je einen länglichen Schuh 265 aus einem trockenen, schmierenden Lagermaterial auf, z. B. aus einer Nylon-Molybdän-Disulfidverbindung (bekannt unter der Handelsmarke Nylatron ), das an den einander gegenüberliegenden Rändern der Türen 259, 260 angeordnet ist und in die Bewegungsrichtung der Druckluftzylinder 263, 264 reicht. Die Schuhe 265 sind mittels Druckfedern 266 federnd nachgieblig gegen die betreffende Türe 259, 260 gehalten.
Für jede Türe sind zwei Seitenführer 267 zusammen mit zwei Türhalterstreifen 268 vorgesehen, die aus einem Material guter mechanischer und Verschleissfestigkeit und einem niedrigen Reibungskoeffizienten besteht, z. B. aus einem Azetalharz, bekannt unter der Ivlarke Delrin . Die Seitenführer 267 und Streifen 268 sind am Einstellflansch 256 befestigt. Fig. 8B zeigt einen Schnitt durch die federbelasteten Schuhe. Bei geschlossenen Türen 259, 260 betätigen die an ihnen angebrachten Nocken 259a, 260a (Fig. 8) Kurvenrollen 250s, 256s, die am Bak kengehäus, e 250 und an der Einstellplatte 256 angebracht sind.
Die Nocken 259a, 260a arbeiten mit den Kurvenrollen 250s, 256s zusammen und erzeugen eine der Kraft der federbelasteten Schuhe 265 entgegengesetzte Kraft, und sie drücken die Türen 259, 260 abedichtend auf die O-Ringe 261, 262. Solange die Druckluftzylinder 263, 264 eine Kraft in Richtung der Schliesslage der Türen 259, 260 ausüben, bleiben letztere gegen die Ringe gedrückt und erzeugen einen luftdichten Abschluss.
Beide Türen 259, 260 sind mit Kammern ausgestattet, die mit an den vorderen Türenden angebrachten Düsen 259b, 260b in Verbindung stehen. Wie in Fig. 8B gezeigt ist, stehen die Düsen durch einen Kanal 260c mit den die Schuhe zurückhaltenden Höhlungen 266a in Verbindung. Mit den Kammern in den Türen 259, 260 sind Druckluftschläuche 259d, 260d (Fig. 8) verbunden, um bei geschlossenen Türen aus den Düsen 259b, 260b einen Luftstoss freizugeben und so die O-Ringe 261, 262 von etwaigen Staubablagerungen eines vorgängigen Arbeitsspiels zu reinigen, um so eine vakuumsichere Abdichtung zu gewährleisten. Wie in Fig. 8 und 8A gezeigt, ist der biegsame Abstreifer 277 jeder Türe 259, 260 zugeordnet.
Durch einen Schlauch 275, der an das Backengehäuse 250 durch ein Sieb 276 angeschlossen ist, wird die Kammer 257 der Tasche 31 unter Vakuum gesetzt.
Fig. 9 zeigt ein Schema des Röhrensystems mit zugeordneten elektrisch betätigbaren Ventilen für jede Tasche 31 des Revolverkopfes 30, und das zugehörige elektrische Schema ist in Fig. 10 gezeigt. Fällt ein Paket aus der Verpackungsmaschine 10 (Fig. 1), so wird es durch den Trichter 3 1a geleitet, der ein Umkippen des Paketes in eine Tasche 31 verhindert. Unmlittelbar bevor die Tasche 31 unter den Zuführkopf F gelangt, wird die obere Türe 259 durch den Druckluftzylinder 263 geöffnet, so dass das Paket in die Kammer 257 gelangen kann. Das Paket ruht auf der untern Türe 260, die vom Druckluftzylinder 264 geschlossen gehal ten wird.
Beim Schliessen der Türe e gibt sie aus der Kammer oder Düse 259b einen Luftstoff auf die Vorderkante der Türe 259 ab, um so die O-Ringabdichtung 261 von Staub zu reinigen, der während des vorgängigen Arbelitsspiels sich abgesetzt hat, um dadurch eine vakuumdichte Abdichtung zu gewährleisten.
Die mittels Solenoid betätigten Ventile V1-Vs (Fig. 9 und 10) werden elektrisch durch die entspre chenden Schalter sl-so (Fig. 6 und 10) gesteuert, die ihrerseits von den Zeitgebnocken cl-cc (Fig. 6) gesteuert werden. Die Zeitgebkurven für die Nocken C1-CG sind in Fig. 11 gezeigt und nachstehend beschrieben.
Wie in Fig. 9 gezeigt, liefert die Kammer A die Druckluft zum Betätigen der Türzylinder 263, 264 und der Backenzylinder 251, sowie für die Luftstösse durch dlie Türdüsen 259b, 260b. Diese Kammer A erhält Druckluft aus der Druckluftleitung der Anlage über einen Druckregler Ro und die drehbar Abdichtung 192. Es sei daran erinnert, dass dc Druckluftkammer A schon oben im Zusammenhang mit Fig. 7 beschrieben wurde. Wie aus Fig. 9 hervorgeht, ist der Druckzylinder 263 für die obere Türe 259 durch das Solenoidventil V; steuerbar. Die Luftstossdüse 259b für die obere Türe ist durch das Solenoidventil Vi steuerbar.
Der Druckzylinder 264 für die untere Türe 260 wird durch das Solenoidventil V;, und die Luftstossdüse 260b für die untere Türe durch das Solenoidventil Vo gesteuert. Die Druckzylinder 251 zum Steuern der Schweissbacken 252, 253 werden durch. das Solenoidventil ein neues Paket aufgenommen hat, verschieden stark evakuiert werden.
Somit wird jede der Kammern oder Taschen fortlaufend evakuiert, und der Druck in irgendeiner Tasche steigt nicht beim Öffnen einer neuen Tasche in das Vaknumsystem. Fachleute in der Kaffeeverpackungsindustrie haben geschätzt, dass durch Aufrechthalten eines Vakuums von mehr als 737 mm für einige Sekunden von dem Versiegeln eines Paketes, beim Verpacken von gemahlenem Kaffee mehrere Stunden von natürlicher Entgasungszeit eingespart werden können.
Zum Erzielen eines maximalen Pumpenwirkungsgrades ist es wünschenswert, das Dreiwegventil V1 direkt auf der Vakuumkammer 31 anzubringen. Aus obigem geht hervor, dass die Länge der Vakuumleitung 275a vom Ventil V1 bis zum Nadelventil N1 als ein zusätzliches Stossreservoir wirkt. Ungeachtet der Kleinheit des Mundstüclces, auf die das Nadelventil N1 eingestellt ist, sind doch einige mm Vakuum in der Kammer 257 vorhanden, was ausreicht, kleinere Leckstellen der Türen 259, 260 wettzumachen und letztere satt auf ihre O-Ringe 261, 262 zu ziehen. Dieser Stoss bewirkt aber noch kein Sprudeln oder Wallen im Verpacknngsgut.
Nur gerade von diesem Zeitpunkt an wird das Mundstück im Nadelventil N1 wirksam und gewährleistet einen genügend langsamen Durchfluss während der Evakuation der Kammer.
Nach Aufrechthalten eines Vakuums in der Kammer 257 von mehr als 737 mm während einiger Sekunden, wird zu einem geeigneten Zeitpunkt von den durch die vom Solenoidventil V2 gesteuerten Druckluftzylinder 251 betätigten Schweissbacken 252, 253 der Fertigverschluss ausgeführt. Unmittelbar bevor die Schweissbakken 252, 253 bereit sind zur Freigabe des Paketes, schaltet das Dreiwegventil V1, signalisiert durch das Steuersystem, um, so dass Luft durch das Ventil V1 in die Kammer 257 zurückströmen kann. Dieser sogenannte Atmosphärenrückstoss ist durch einen Druckregler R2 und ein verstellbares, in eine Leitung zwischen der Kammer G und dem Ventil V1 (Fig. 9) eingesetztes Mundstückventil Nw steuerbar.
Die Luft für diesen Rückstoss wird über die drehbare Abdichtung 182, einen Druckregler R1 und ein zum Druckluftspeicher führendes Zweiwegventil 280 in die Kammer G abgegeben. Ein zweites Zweiwegventil 281 ist für die Gaszufuhr geschlossen. Nachdem die Luft nach dem Versiegeln des Paketes in die Tasche eingeströmt ist, werden die beiden Schweissbacken 252, 253 von ihren Zylindern 251 zurückgezogen, und die untere Türe 260 wird geöffnet, so dass das versiegelte Paket P aus der Tasche 31 heraus auf den Riemen B des Förderers C (Filg. 1) fallen kann.
Die bisherige Beschreibung trifft für die Herstellung eines harten Paketes, d. h. eines einzig mittels Vakuum erzeugten Paketes zu. Die Einrichtung nach der Erfindung ist aber auch auf die Erzeugung eines weichen Paketes anwendbar, d. h. eines Paketes, das zuerst luftleer gemacht worden ist, wonach dann vor dem Verschliessen des Paketes ein inertes Gas in die Kammer 257 eingelassen wird. Nachdem die Kammer luftleer gemacht ist, aber vor Ausführung des Verschlusses, öffnet sich das Dreiwegventil V1 bis in seine Rückstossstellung von der Kammer G, in der die vorher für den Atmosphärenrückstoss verwendete Druckluft mit verdichtetem inertem Gas ersetzt worden ist.
Der Wechsel von der Produktion harter Vakuumpakete auf weiche Vakuumpakete mit Gasrüclcstoss wird ausgeführt durch Verstellen des Nockens ct, der den Schalter s1 für die Erregung des Solenoidventils V1 und die von Hand be tätiigbaren Zweiwegventile 280, 281 (Fig. 9) steuert.
Die Ventile 280, 281 werden so eingestellt, dass Gas aus dem Gasspeicher, und nicht Druckluft aus dem Luftspeicher in das Reglerventil R1 gelangt. Beim Herstellen von gasgefüllten Paketen muss keine Luft in die Taschen eingeleitet werden, da das vor dem Versiegeln der Pakete in die Taschen eingeleitete Gas belim Öff nen der Türen der Tasche e nach dem Versiegeln des Paketes mithilft.
Fig. 10 zeigt schematisch das elektrische System für den Vakuum-Revolverkopf. Der Stromkreis wird über die Leitungen L1, L2 angespiesen. Die Leitung L1 ist durch drei Schalter Slo-Sle mit den entsprechenden Bürsten 222-224 verbunden, die mit entsprechenden Schleifringen 226-228 in Verbindung stehen. Die Leitung Ls ist durch die Bürste 225 mit dem Schleifring 229 verbunden. Die Schalter S10-S12 befinden sich vorzugsweise auf dem Steuerpult der Verpackungsmaschine 10 (Fig. 1). Die nockenbetätigten Schalter Sl-S4 sind zwischen dem Schleifring 226 und dem mit der Leitung L2 verbundenen Schleifring 229 parallel geschaltet.
Die Solenoide der entsprechenden Ventile V1-V4 sind mit den entsprechenden Schaltern Sl-S4 in den Stromkreis eingeschaltet. Dieser Stromkreisabschnitt kann als Steuerteil bezeichnet werden, da er die Schalter und Ventile miteinschliesst, die die beiden Schweissbacken, das Vakuum und die Türen für die Taschen 31 steuern.
Die Schalter ss und s, ; und die die Druckluftstösse für die Türen steuernden Ventile Vg, V, ; sind zwischen den beiden Schleifringen 227, 229 parallel geschaltet. Es ist zu beachten, dass, wenn das zu verpackende Gut nicht staubig ist, die Luftstösse nicht erforderlich sind, und somit braucht dann der Steuerschalter Szt nicht geschlossen zu werden. Die thermostatisch gesteuerten Heizelemente 252h, 253h für die beiden Schweissbacken 252, 253 sind zwischen den beiden Schleifringen 228, 229 parallel geschaltet, und ihr Stromkreis wird vom Schalter 512 gesteuert.
Da die Schalter So bis S1- separat betätigbar sind, ist es möglich, den Schalter zu zu schliessen und die Schweissbacklen 252, 253 vor Ingangsetzung des Revolverkopfes 30 aufzuheizen.
Fig. 11 zeigt ein Zeitgebdiagramm, das graphisch die Formen der verschiedenen Nocken c1-c6 erwähnt, sind die Nocken c1-c6 auf dem stationären Schaft 150 befestigt, und beim Drehen des s Kopfes 30 drehen sich die entsprechenden Mikroschalter sl-sc um den Schaft 150 und die entsprechenden Nocken. Wie auch schon in bezug auf Fig. 5 und 6 erwähnt, besteht nur ein einziger Nockensatz, aber sechs Schalterreihen s, d. h. je leine für jede Tasche 31 im Revolverkopf 30. Jede Schalterreihe führt während eines Arbeitsspiels eine ganze Umdrehung von 3600 aus, ebenso die entsprechende Tasche 31.
Aus Fig. 11 ergibt sich, dass zu Beginn des Ar beitszyklus für eine Tasche die Vakuumverbindung der Tasche ausgeschaltet ist, die beiden Schweissbacken 252, 253 offen sind, die ob, ere Türe offen, und die untere geschlossen ist. Diese Vorgänge werden von den bezüglichen Nocken c1-c4 gesteuert. Aus Fig. 11 geht weiter hervor, dass zu Beginn des Arbeitsspiels der obere Luftausstoss ausgeschaltet und der untere auf dem Punkt des Abstellens ist. Nachdem sich die Tasche 31 etwa um 100 ihres Arbeitsspiels bewegt hat, haben die Steuer nocken c-ca noch nicht auf ihre entsprechenden Schalter s,-sa eingewirkt. Zu diesem Zeitpunkt fällt auch das Paket in die Kammer 257 der Tasche 31.
Die vollausgezogene Linie für den Nocken cs in Fig. 11 zeigt an, dass die obere Türe zu diesem Zeitpunkt offen ist. Da sie jedoch Åam Begriffe ist, geschlossen zu werden, wird der obere Luftstoss eingeschaltet, wie dies bezüglich Nocken c0 angegeben ist, während der untere Luftstoss ausgeschaltet wird, wie in bezug auf c (; an- gegeben ist.
Nachdem das Paket in die Tasche fällt, wird der obere e Luftstoss ausgeschaltet, die obere Türe geschlos- sen und das Vakuum an die Kammer gelegt. Aus Fig. 11 geht hervor, dass diese Zustände in der Kammer aufrechtgehalten werden, bis sich die Tasche um etwa 3000 des Arbeitsspiels gedreht hat, zu welchem Zeitpunkt die Schweissbacken geschlossen werden, um den obern Paltetabschluss zu vollenden. Nach etwa 3100 des Arbeitsspiels wird durch das vom Nocken c1 gesteuerte Ventil V1 Druckluft in die Tasche abgegeben, um beiim Öffnen der Taschentürien mitzuhelfen. Die beiden Schweissbacken werden vor dem Öffnen der untern Türe auseinanderbewegt, worauf das Paket durch den Boden der Tasche 31 fällt.
Dann wird die obere Türe geöffnet, der untere Luftstoss eingeschaltet, und in Vorbertung für das Ingangsetzen eines weitern Arbeitsspiels für die Tasche 31 die untere Türe geschlossen. Soll ein weiches Paket erzeugt werden, so wird der Nocken cl so eingestellt, dass er das Dreiweg-Steuerventil V1 etwa halbwegs im Arbeitsspiel betätigt, wie dies durch die gestrichelte Linie 282 oben in Fig. 11 gezeigt ist, um vor dem Versiegeln des Paketes Gas in die Kammer einzuführen. Wenn dies wie oben angegeben ausgeführt worden ist, so ist es nicht mehr erforderlich, vor dem Öffnen der Türen Luft in die Vakuumkammer einzugeben, da nun das Gas in der Vakuumkammer dieselbe Wirkung hat.
Die Tasche 31 in Fig. 12 ist ähnlich der vorher beschriebenen und in Fig. 9 gezeigten Tasche, weist aber noch zusätzliche Mittel zum Verbessern der Operation der Anlage auf. In Fig. 12 weist die Tasche 31 einen betätigten Trichter 31 a auf, so dass die Pakete über den ganzen Weg in die Kammer geleitet werden können, und nicht nur zum Teil wie e in Fig. 9. Dieser Trichter 31 a weist einen rohrförmigen Abschnitt 31b, der mittels eines Winkelhebels 300 angehoben und in die Mündung der Kammer abgesenkt werden kann, auf der bei 301 am rückseitigen Deckel 250c schwenkbar gelagert ist. -Das eine Ende des Winkelhebels 300 verschwenkt die zylinderbetätigte obere Türe 259. Der andere Arm des Winkelhebels ist mit einem.
Lenker 303 verbunden, der bei 304 schwenkbar am rohrförmigen Abschnitt 31b des Trichters gelagert ist. Eine Zugfeder 305 ist mit dem Winkelhebel 300 und dem rückseitigen Deckel 250c verbunden und bringt den Trichterabschnitt 31b aus dem Weg der obern Türe 259 heraus in seine obere Lage. Wie in Fig. 12 gezeigt ist, befindet sich der vollausgezogen gezeichnete Abschnitt 31b in seiner untern Lage, während die Türe 259 offen ist.
In dieser Lage wird das Paket auf seinem ganzen Weg in die Tasche 31 geltet. Schliesst der Druckluftzylinder 263 die obere Türe 259, so zieht die Feder 305 am Winkel- hebel 300 den Abschnitt 31b in die gestrichelt gezeichnete Lage zurück, und die Türe 259 bewegt sich in die Schliesslage und verschliesst das obere Ende e der Tasche 31.
Um den Aufschlag des Paketes auf die untere Türe der Tasche zu mildern, kann der Fall in zwei Stufen unterteilt werden. Für die obere Türe 259 kann eine Deckplatte 259c vorgesehen sein, um das Paket nach dem ersten Fall aufzuhalten, und wenn die Türe 259 geöffnet wird, fällt das Paket weiter über die restliche Distanz in die Tasche. Dies zeigt die gebrochene Linie 283 in Fig. 11.
Zusätzlich zum. betätigten Trichter in Fig. 12 weist die Tasche e 31 auch ! ein Paar von einander gegenüber- liegenden Abflachplatten 310 an der gegenüberliegenden Seite der Vertikalwände der Vakuumkammer 257 auf.
Diese Platten dienen zum Abplatten des in der Tasche gebildeten Paketes nach dessen Evakuation. Werden die Platten 310 nicht gebraucht, so wird das Bahnmaterial satt um das Gut im Paket gezogen, und es ergeben sich dabei i Falten und scharfe Ecken. Werden dann sol- che Pakete in Kartonbehälter für den Transport eingesetzt, so reiben sich ihre scharfen Ecken an benachbarten Paketen, wodurch das Bahnmaterial gescheuert wird, so dass sich möglicherweise Leckstellen im Paket ergeben. Die Platten 310 halten die Paketseiten flach und parallel und vermeiden so die Faltenbildung. Sie Erzeugen auch ein glelichmässig gebildetes Paket und helfen mit zum raschen Einlegen der Pakete in Kartonbehälter für den Transport.
Weiter erzeugen sie ein besser aussehendes Paket, da nun dessen Seiten flach sind.
Ist das Bahnmaterial z. B. bedruckt, so kann nach Vollendung des Paketes die Schrift leicht gelesen werden.
Die Abflachplatten 310 sind durch zwei Paare von Vakuumzylindern 311 betätigbar. Einzelheiten des einen Zylinders 311 sind in Fig. 13 gezeigt. Der Zylinder 311 weist leinen Pleuel 312 auf, der am einen Ende mit der Platte 310 verbunden ist und einen im Zylinder 311 befindlichen Kolben 313 trägt. Der Pleuel 312 durchsetzt die Wandung der Vakuumkammer 257. Wird letztere evakuiert, so wird Luft aus der Kammer und auch von der Umgebung der Rückseite der Platte 310 und aus dem Innern des Zylinders 311 gesaugt. Da die Atmosphäre auf das Aussenende des Kolbens 313 drückt, werden der Kolben und die Abflachplatte 310 einwärts gegen das Paket geschoben.
Die vom Pleuel 312 gegen die Mitte der Kammer 257 zurückzulegende Wegstrecke wird durch einen verstellbaren Bund 315 festgelegt, der am Aussenende jedes Pleu.els 312 mittels einer Stellschraube 3 15a befestigt ist. Die Lage dieser Bunde 315 bestimmt dann die Dicke des in der Kammer zu erzeugenden Paketes. Es ist zu beachten, dass im Zylinder 311 eine Schraubenfeder 316 auf den Pleuel 312 zwischen dem Kolben 313 und dem Pleuellager 317 an dem der Vakuumkammer 257 benachbarten Ende aufgeschoben ist. Das Pleuellager 317 weist ein Loch 317a auf, durch welches der Kolbenzylinder 311 luftleer gepumpt werden kann.
Eine andere Lagerbuchse 318 für den Pleuel weist an dessen Aussenende ein Loch 31usa auf, so dass der äussere Luftdruck auf das Aussenende des Kolbens 313 im Zylinder 311 drücken kann. Das Vorderende des Zylinders 311 weist einen Kreisflansch 311 a zwischen zwei weichen Gummiringen 320 auf, die ihrerseits in einem an der Wand der Kammer 257 befestigten tassenförmigen Glied 321 festgehalten sind.
Diese elastischen Ringe 320 dichten den Zylinder 311 gegen die Aussenluft beim Evakuieren der Tasche oder Kammer 257 und ermöglichen auch ein vertikales Hinund Herschwingen des Zylinders 311, wodurch auch die Abflachplatten 310 in Schwingung versetzt werden und das Paket in der Kammer 257 abplatten.
Es ist zu beachten, dass die Platten 310 aus der Vertikallage in eine Lage bewegt werden, in der ihre untern Enden näher beisammen sind als ihre obern Enden. Die Platten 310 bewegen sich nie in eine Überzentrumslage , in der ihre obern Enden näher bei einanderliegen als ihre untern Enden. Dies gewährleistet, dass das in der Tasche oder Kammer zu evakuierende und zu verschliessende o Paket parallele Seiten aufweisen wird.
Die Aussenenden der Zylinder 311 auf der einen Seite der Kammer 257 sind in zwei Klammern 325 festgehalten, die ihrerseits von einer durch einen pneumatischen Betätiger 327 getragenen Klammer 326 gestützt sind. Der Stab 327a des Betätigers 327 ist von einem Gabelkopf 328 gehalten, dessen anderes Ende bei 329 auf einem Träger 330 schwenkbar gelagert ist, der auf der einen Seite des Backengehäuses 250 (Fig. 12, 13) getragen ist. Der Betätiger 327 ist vom pneumatischen Typ und wird aus einem Druddufttank über ein Folgeventil (Fig. 12) Vo beschickt.
Ein dafür geeignetes Folgeventil ist ein im Handel als solenoidbetätigtes Rei hen-Vizrwegventil bekanntes Ventil mit Q -Anschlussstück, hergestellt von der Ross Operating-Valve Com pany . Solche Folgeventil, e sind an sich bekannt und zwecks Änderns ihrer Impulsfrequenz verstellbar, die ihrerseits die Schwingungszahl der vertikalen Platten 310 ändert. Das Vierwegventil Vo ist schematisch in Fig. 12 gezeigt, wo es mit zwei oben auf der Luftkammer A angebrachten Sammlerringen 335, 336 verbunden ist. Diese beiden Ringe sind an jeden Betätiger 327 anschliessbar, die den Taschen 31 des Revolverkopfes 30 zugeordnet sind. Die Druckluft strömt bei jedem Impuls vom einen der Ringe 335, 336 zum andern und wieder zurück.
Dies geschieht mit etwa 400 Arbeitsspielen in der Minute.
Zum Steuern der Amplitude der Schwingungen der Platten 310 ist ein Anschlag 338 vorgesehen, der von einem Stab 339 und einer Kurvenrolle 340 in seine Lage gebracht wird. Die Kurvenrolle 340 läuft auf Nocken 341 an einem Nockenring 342 auf, der ebenfalls in Fig. 7 gezeigt ist. Die Nocken 341 sind so ausgebildet, dass sie die Vibrationsamplitude der Platten 310 vermindern, insbesondere wenn sich die Tasche zur Aufnahme eines Paketes unten an der Ver packungsmaschine 10 bewegt, da zu dies, er Zeit keine Vibration der Platten 310 stattfinden sollte. Nach der Aufnahme eines Paketes in der Tasche sollten die Platten 310 in einem relativ grossen Umfang vibrieren, um das Füllgut rasch in seine gewünschte Form im Paket zu bringen.
Darauf sollte di- Vibrationsamplitude der Platten 310 auf dem zweiten 1800Weg der Tasche abnehmen, um das Gut sanft in das Paket einzurütteln.
In Fig. 12 ist zu beachten, dass der Zylinder des Betätigers 327 einen Vorsprung 327b aufweist, der sich mit dem Eztätiger 327 auf und ab und gegen den ver stellbare Anschlag 338 bewegt. Es ist zu beachten, dass in Fig. 12 der Schalter S13 zum Erregen des Solenoides des Ventils V0 von Hand betätigbar ist. Der Schalter Sio ist zwecks besserer Handhabung vorzugsweise auf dem Steuerpult der Verpackungsmaschine 10 angeordnet. Er befindet sich fortwährend in der Schliesslage, während die Anlage dn Tätigkeit ist. Der verstellbare Anschlag 338 und die Nocken 341 steuern, wie schon früher beschrieben, die Vibrationsamplitude der Abflacherplatten 310.
Es ist hervorzuheben, dass in der Praxis die kombinierte Verwendung der Abflacherplatten 310 für die Pakete, der schwebenden Aufhängung für die Schweiss backen 18, 19 der Verpackungsmaschine 10, und der gekrümmten untern Paketecken die Anzahl von leckenden Paketen in der Herstellung von vakuumversiegelten Paketen auf etwa ein Prozent oder noch weniger verringert hat. Ferner ist zu beachten, dass der Vakuumdrehkopf so konstruiert ist, dass das Innere jeder Tasche 31 vollständig gegen die Aussenluft abgedichtet ist, so dass die Taschen zum Reinigen mit Wasser oder einem andern Reinigungsmittel ausgespült werden kön- nen.
Dies Ist in der Nahrungsmittel-Verpackungsindustrle besonders wünschenswert, damit die Ausrüstung in einem hygienisch einwandfreien Zustand gehalten werden kann.