CH467120A - Verfahren zur Herstellung von Metallblöcken und insbesondere Stahlblöcken in gusseisernen Kokillen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallblöcken und insbesondere Stahlblöcken in gusseisernen Kokillen

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CH467120A
CH467120A CH654168A CH654168A CH467120A CH 467120 A CH467120 A CH 467120A CH 654168 A CH654168 A CH 654168A CH 654168 A CH654168 A CH 654168A CH 467120 A CH467120 A CH 467120A
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CH
Switzerland
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steel
liquid
lining
mold
blocks
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Application number
CH654168A
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English (en)
Inventor
Rolf Roland Per
Marincek Borut
Original Assignee
Kristiansands Jernstoperi A S
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C23/00Tools; Devices not mentioned before for moulding
    • B22C23/02Devices for coating moulds or cores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Metallblöcken  und insbesondere Stahlblöcken in     gusseisernen    Kokillen    Stahl wird in Abhängigkeit von den Ausgangsmateria  lien und den geforderten Eigenschaften des Fertigpro  dukts nach unterschiedlichen Verfahren hergestellt. Bei  den meisten Verfahren wird die fertige Schmelze in     guss-          eisernen    Kokillen zu Stahlblöcken vergossen. Dieser Ar  beitsgang weist mindestens zwei erhebliche Nachteile auf.  Der Verschleiss der Kokillen ist in Anbetracht der hohen  thermischen Beanspruchung sehr gross und die gegossenen  Stahlblöcke besitzen eine rauhe Oberfläche die in einem  folgenden Arbeitsgang geputzt werden muss.  



  Es sind schon viele Anstrengungen gemacht worden  diese Nachteile mindestens teilweise zu beheben. Dazu ist  vorgeschlagen worden zur Verbesserung der Haltbarkeit  der Kokillen diese aus Gusseisen mit Kugelgraphit herzu  stellen. Die dadurch bewirkten Verbesserungen sind je  doch nicht allgemein bestätigt worden, was möglicher  weise durch unterschiedliches     Kokillenmaterial,    verschie  dene     Kokillenformen    und die unterschiedliche Behandlung  der Kokillen in den Stahlwerken zu erklären ist. Dagegen  weist Gusseisen mit Kugelgraphit eine schlechtere Wärme  leitfähigkeit als Gusseisen mit     Lamellengraphit    auf, was  allgemein als Nachteil angesehen wird.  



  Zur Verbesserung der Oberflächengüte der gegossenen  Stahlblöcke ist versucht worden, die Kokillen von unten  her zu vergiessen und die Innenwände der Kokillen mit  einer Schlichte auszukleiden. Es sind auch Vorschläge  bekannt nach denen dem Stahlguss eine     flüssige    Schlacke  beigegeben wird, die sich in der Kokille zwischen der       Kokillenwand    und dem Stahl sammelt und die Ausbildung  einer glatten Oberfläche des Stahlblocks ermöglicht.

   Und       schliesslich    ist auch versucht worden auf den Boden der  Kokille dem flüssigen Stahl pulverige Schlacken und     exo-          therme    Zusätze beizugeben, die beim Vergiessen der Ko  kille ebenfalls zwischen Stahl und     Kokillenwand    eine  flüssige Schlacke bilden.  



  Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung die beiden  geschilderten Nachteile gleichzeitig zu beheben und ein  Verfahren zur Herstellung von Metallblöcken und insbe  sondere Stahlblöcken in gusseisernen Kokillen anzugeben,  dass dadurch gekennzeichnet ist, dass die     Kokillen    vor  dem Eingiessen des Stahls mit einer die Wärmeleitung    zwischen der Stahlschmelze und der     Kokillenwand    ver  mindernden und an der Grenzschicht zur     Stahlschmelze     bei erhöhter Temperatur eine flüssige Schlacke bildenden  Auskleidung versehen wird.  



  Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieses Ver  fahrens enthält die Auskleidung mindestens zwei unter  schiedliche Schichten, von denen die eine an der Kokillen  wand anliegende zur Verminderung der Wärmeleitung  und die andere mit dem flüssigen Stahl in Berührung  kommende zur Bildung der flüssigen Schlacke vorgesehen  ist und bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsform  besteht die Auskleidung aus einer einzigen Schicht.  



  Auf diese Weise ist es möglich Stahlblöcke mit einer  glatten Oberfläche zu giessen und zugleich die Kokille vor  Überhitzung zu schützen und damit deren Haltbarkeit  ganz wesentlich zu erhöhen. Diese beiden Vorteile geben  dem neuen Verfahren eine ausserordentliche wirtschaft  liche Bedeutung durch die Senkung des     Kokillenverbrau-          ches    je t Stahl, durch den Wegfall des bisher notwendigen       Verputzens    der gegossenen Stahlblöcke und durch die  Erhöhung des     Ausbringens    an gutem Stahl.  



  Die Auskleidung enthält vorzugsweise ein wärme-.  dämmendes Oxyd oder     Oxydgemisch,    das beim     Vergies-          sen    der Kokille mit der Stahlschmelze an der Kokillen  wand fest bleibt und einen     Schlackebildner    der bei einer  tieferen Temperatur als sie der flüssige Stahl aufweist  schmilzt und eine Viskosität von 5 bis 200     Poise    bei  1500 C aufweist und ein Bindemittel,

   das das Oxyd und  den     Schlackebildner    mindestens vorübergehend an der       Kokillenwand    bindet und einen flüssigen Träger in dem  das Oxyd oder     Oxydgemisch    und der     Schlackebildner    und  das Bindemittel aufgeschlämmt sind.  



  Als     Oxydträger    mit wärmedämmenden Eigenschaften  können beispielsweise     Kieselgur,    Reisasche, Staub der       Ferrosilizium-Produktion    im Elektroofen,     Isolierschamot-          te,        Oxydgemische    in pulveriger Form (Korn unter 0,3 mm)  oder fein gemahlenes Quarzmehl verwendet werden.

   Be  vorzugte     Schlackebildner    sind     Alkalioxyde,    Wasserglas       (Alkalisilikat)    und Alkali- oder     Erdalkalifluoride    wie  beispielsweise     Kryolith    oder Flussspat oder ihre Gemische  mit Oxyden oder     Oxydgemischen;

      ihre Zusammensetzung      liegt bei Flussspat als Flussmittel im Bereiche von 10 bis       30%Q        Ca0    10 bis 45%     SiO"    10 bis 25%     A1203,    bis 15%       Fe0        -I-        MnO,    bis 5%     Mg0,    0 bis 40%     CaF2,    0 bis 10%       K_0,    wobei das Verhältnis  
EMI0002.0011     
    beträgt.

    Als Bindemittel kommen sowohl organische als auch  anorganische Binder in Betracht, beispielsweise Phenol  harze,     Furanharze,        Furfurylalkohol    oder     Bentonit,    Ton,  Wasserglas usw., die in wasserlöslicher Form oder als  wässrige Aufschlämmung oder in Lösungsmitteln ver  wendet werden können.  



  Wenn es vorteilhaft ist, kann die Auskleidung neben  den genannten Komponenten noch reduzierende Bestand  teile enthalten beispielsweise     Graphitpulver,    Holzkohle  mehl, Koksmehl, Teerpech, Ölrückstände usw., welche  nicht nur auf die Oberfläche des Stahlblocks reduzierend  wirken, sondern in Übereinstimmung mit der Erfindung  auch zum Glätten dieser     Oberfläche    beitragen.  



  Zur Durchführung des neuen Verfahrens wird eine  Aufschlämmung mit den oben angegebenen Komponenten  mit einem Pinsel auf die vorzugsweise warme Innenwand  der Kokille aufgetragen oder mit einer Spritzpistole oder  mit einer     Zerstäubungsdüse    aufgesprüht. Wenn die Tem  peratur der Kokille richtig gewählt ist, verdampft der  flüssige Anteil der Aufschlämmung sehr rasch und es  bleibt ein Überzug aus den festen Stoffen an der Kokillen  wand haften. Auf diese Art wird die Kokille mit einer       wärmedämmenden    und darüber mit einer schlackenbil  denden Schicht oder nur mit einer Schicht, die beide Auf  gaben übernimmt, versehen.

   Sobald dieser Überzug ange  trocknet ist, ist die Kokille für den Guss bereit, wobei es  für die Oberflächenglätte des Gussblocks und die Lebens  dauer der Kokille dann ohne Einfluss ist, ob der Guss von  oben oder von unten erfolgt. Unter dem     Einfluss    der  Hitze des flüssigen Stahls schmilzt ein Teil der Ausklei  dung und bildet eine zwischen Stahl und Kokille einge  lagerte flüssige Schlacke. Der verbleibende Teil der Aus  kleidung erlaubt wegen seiner schlechten Wärmeleitfähig  keit nur ein langsames Erhitzen der Kokille und eine     ver-          hältnismässig    tiefe Maximaltemperatur. Nach dem Er  starren des Gussblocks wird dieser in bekannter Weise  gezogen.  



  Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens nach  der vorliegenden Erfindung hat sich als besonders vorteil  haft erwiesen, wenn die einzelnen Komponenten der Aus  kleidung so gewählt waren, dass die Auskleidung nach  dem Ziehen des Gussblocks aus der Kokille     abrieselt     und eine saubere     Kokillenwand    hinterlässt, die vor dem  nächsten Guss frisch ausgekleidet werden kann.

   Zu diesem  Zwecke wird ein organischer Binder     gewählt,    der sich  beim Vergiessen der Kokille mit flüssigem Stahl zersetzt,  wodurch die Bindung     verlorengeht;    als solche Binder  kommen beispielsweise     Phenolharze,        Furanharze,        Fur-          furylalkohol    in Betracht.  



  Als besonders geeignetes Material für die Kokillen  wurde Gusseisen mit Lamellen- oder Kugelgraphit und  mit     ferritischer    oder     ferritisch-perlitischer    Grundmasse  gefunden.  



  Die Erfindung soll nun noch an einem quantitativen  Beispiel näher erläutert werden:  Es wurde eine Kokille mit einem Innenraum von  230 cm Länge und einem quadratischen Querschnitt von  65 cm Seitenlänge und einer Wandstärke von 11 cm ver-    wendet. Auf die Innenwand der praktisch 200 C warmen  Kokille wurde zuerst eine wässrige Aufschlämmung die  in der Trockensubstanz 43%     Kieselgur,    43% Quarzglas  staub mit einer Korngrösse von 0,1 mm, 10% Koksstaub,  3%     Western-Bentonit    und 1% Wasserglas enthielt, aufge  spritzt, und eine Dicke der festen Ablagerung von etwa  1 mm erzielt.

   Darüber wurde eine zweite wässrige     Auf-          schlämmung,    die in der Trockensubstanz 56% pulver  förmige     Oxydmischung        (bestehend    aus 35%     Ca0,    25%       SiO2,    35%     AI203,    je 2,5%     Fe0        -I-        MnO    und     MgO),    40%       Flussspatstaub,    3%     Western-Bentonit    und 1% Wasserglas  enthielt, gespritzt, bis die Dicke der Gesamtschicht etwa  1,5 mm betrug.

   Das Wasser der Aufschlämmung ver  dampfte bei der Temperatur der Kokille sofort, so dass  die ausgekleidete Kokille ohne eine besondere Trocken  zeit giessbar war.  



  Ein nach dem Ziehen des Stahlblocks     abrieselnder     Überzug wird erhalten, wenn der anorganische Binder  der angegebenen Mischung     (Bentonit    und Wasserglas)  durch organische Binder, wie     Furfurylalkohol,    ersetzt  wird.  



  Wie durch wiederholte Anwendung der beschriebenen  Auskleidung in Kokillen der oben angegebenen Form  gezeigt werden konnte, kann deren Verwendungsdauer  gegenüber gleichartigen unbehandelten Kokillen um min  destens 30% gesteigert werden und die Oberfläche aller  mit ausgekleideten Kokillen gegossenen Stahlblöcke wa  ren so glatt, dass auf das nachträgliche Verputzen verzich  tet werden konnte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Metallblöcken und ins besondere Stahlblöcken in gusseisernen Kokillen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokille vor dem Eingiessen des Stahls mit einer die Wärmeleitung zwischen Stahlschmelze und Kokillenwand vermindernden und an der Grenz- schicht zur Stahlschmelze bei erhöhter Temperatur eine flüssige Schlacke bildenden Auskleidung versehen wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Auskleidung mindestens zwei unter schiedliche Schichten enthält, von denen die eine, an der Kokillenwand anliegende, zur Verminderung der Wärme leitung, und die andere, mit dem flüssigen Stahl in Berüh rung kommende, zur Bildung der flüssigen Schlacke vor gesehen ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Auskleidung aus einer einheitlichen Schicht besteht, die an der Kokillenwand fest bleibt und die Wärmeleitung vermindert und die im Kontakt mit dem flüssigen Stahl schmilzt und dadurch zwischen der festen Isolierschicht und dem flüssigen Stahl eine flüssige Schlak- kenschicht bildet. 3. Verfahren nach den Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die die Wärmeleitung vermin dernde Komponente der Auskleidung mindestens 50% Oxyde oder Oxydmischungen und ein Bindemittel enthält. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die die flüssige Schlacke bildende Kompo nente mindestens ein zwischen 700 und 1600 C schmel zendes Fluorid und/oder Oxyd und ein Bindemittel ent hält, und dass das Gemisch im flüssigen Zustand eine Viskosität von 5 bis 200 Poise bei 1500 C aufweist. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass als Oxyde feinst gemahlenes Quarzmehl, Reisasche, Kieselgur, Staub der Ferrosilicium-Produktion in Elektroöfen, Isolierschamotte oder<B>.</B> Oxydmischungen verwendet werden. 6. Verfahren nach den Unteransprüchen 3 und 4, da durch gekennzeichnet, dass als organische Bindemittel Furfurylalkohol, Phenolharz, Furanharz und als anorga nische Bindemittel Bentonit, Ton, Wasserglas verwendet werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Auskleidung zusätzlich eine reduzieren de Komponente aufweist, für die Graphitpulver, Holz kohlemehl, Koksstaub, Teerpech verwendet werden.
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