CH467690A - Einrichtung zur linienförmigen Informationsübertragung zwischen einem schienengebundenen Fahrzeug und der Strecke - Google Patents

Einrichtung zur linienförmigen Informationsübertragung zwischen einem schienengebundenen Fahrzeug und der Strecke

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CH467690A
CH467690A CH1798567A CH1798567A CH467690A CH 467690 A CH467690 A CH 467690A CH 1798567 A CH1798567 A CH 1798567A CH 1798567 A CH1798567 A CH 1798567A CH 467690 A CH467690 A CH 467690A
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Ernst-Juergen Dipl Ing Koehler
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Description


      Einrichtung        zur    linienförmigen     Informationsübertragung     zwischen einem     schienengebundenen        Fahrzeug    und der Strecke    Die     Erfindung    betrifft eine     Einrichtung    zur linienför  migen Informationsübertragung zwischen einem schie  nengebundenen Fahrzeug und der Strecke mit einer  längs der Strecke angeordneten wechselstromgespeisten  Doppelleitung, die auf Empfangsmittel auf dem Fahr  zeug einwirkende für eine Fahrrichtung im Abstand  nach einem Programm angeordnete Markierungsstellen  hat, die in Abhängigkeit von einem vorgegebenen Ge  schwindigkeitsverlauf auf dem Fahrzeug die Ausgabe  von Soll-Geschwindigkeitswerten veranlassen.  



  Aus der deutschen Patentschrift<B>1106</B> 794 ist eine  Zugdeckungseinrichtung bekannt, bei welcher zur Fahr  ortbestimmung der Züge und zum Informationsaus  tausch zwischen den Zügen und den Streckenzentralen  längs der Strecke eine Linienleitung mit Markierungs  stellen ausgelegt ist, die mit Wechselstrom gespeist wird.  Diese     Linienleitung    besteht aus einer nicht abgeschirm  ten Doppelleitung, deren einer Leiter z. B. am     Schienen-          fuss    der einen Fahrschiene und deren zweiter Leiter am  Schienenfuss der anderen Fahrschiene angeordnet ist. An  den Markierungsstellen, z. B. alle 100 m, tauschen die  beiden Leiter     miteinander    die Gleisseite.

   Die dadurch  entstehenden Kreuzungsstellen können von den Zügen  mit     Hilfe    von induktiv gekoppelten Empfangsspulen   elektrisch erkannt  werden. Beim Passieren dieser       Kreuzungsstellen    werden auf dem betreffenden Zuge  Impulse ausgelöst.  



  Es ist weiterhin geläufig, dass durch     Zählen    der seit  der Einfahrt eines Zuges in einen Streckenbereich  empfangenen Impulse auf dem Zuge bzw. nach Rück  melden dieser Impulse nach der Streckenzentrale in  dieser der Fahrort des Zuges ermittelt werden kann.  



  Mit Hilfe der auf den Zügen empfangenen Impulse  kann bei vorgegebenem Markierungsstellenabstand die  jeweilige Fahrgeschwindigkeit gemessen werden. Für die  Bestimmung der Fahrgeschwindigkeit braucht     lediglich     die von einem Impuls bis zum anderen abgelaufene Zeit    gemessen und     auf    die als Messtrecke benutzte festliegen  de Entfernung zwischen zwei Markierungsstellen bezo  gen zu werden. Zur     Geschwindigkeitsbeeinflussung    wird  die gemessene Ist-Zeit mit einer vorgeschriebenen     Soll-          Zeit    verglichen und je nach Abweichung der Ist- von der  Soll-Zeit ein entsprechender Steuerbefehl ausgegeben.

    Zur selbsttätigen Fahrtsteuerung müssen bei diesem  System also laufend von der Strecke her die     Soll-          Zeiten    einstellbar sein; dies ist jedoch mit     Fahrortmel-          dungen    verbunden.  



  Aus der deutschen     Patentschrift   <B>1079</B> 670 ist es  bekannt, die Markierungsstellen nicht nur in gleichen  Abständen voneinander vorzusehen, sondern diese nach  einem Programm zu variieren. Soll die Zuggeschwindig  keit in einem bestimmten Streckenbereich     unverändert     beibehalten werden, so werden die Entfernungen zwi  schen den     Markierungsstellen    gleich lang gemacht.  



  Soll dagegen die Fahrgeschwindigkeit der Züge       vermindert    werden, so werden die Entfernungen zwi  schen aufeinanderfolgenden Markierungsstellen immer  kleiner gewählt. Die Soll-     und    Ist-Zeiten     stimmen    beim  Befahren derartiger Streckenbereiche bei konstanter  Soll-Zeit nur dann überein, wenn der Zug laufend seine  Fahrgeschwindigkeit herabsetzt.  



  Die Fahrgeschwindigkeit kann auch aus einer ande  ren     Weg-Zeitmessung    errechnet werden, und zwar da  durch, dass die Radumdrehungen eines Laufrades in  Wegimpulse umgesetzt werden. Auch hierbei wird die  von einem Impuls bis zum folgenden abgelaufene Zeit  gemessen und auf eine durch die beiden Wegimpulse  vorgegebene Messtrecke bezogen.  



  Für eine selbsttätige Zugsteuerung kann von jeder  Streckenzentrale auf einen in dem betreffenden     Strek-          kenbereich    fahrenden Zug ein Wert der Höchstge  schwindigkeit übertragen werden. Ausserdem sind hier  bei die Zielgeschwindigkeit und die Zielentfernung erfor  derlich. Die Zielgeschwindigkeit gibt an, wie schnell ein      Zug an einem fahrteinschränkenden Streckenpunkt in  nerhalb des befahrenen Bereiches fahren darf. Die Ziel  entfernung gibt die Entfernung vom Streckenbereichsan  fang bis zu dem fahrteinschränkenden Streckenpunkt an.  Da der Standort des Zuges, bezogen     auf    den Strecken  bereichsanfang, z.

   B. durch Zählen der Wegimpulse  bekannt ist, kann ein elektronischer Rechner     mit        Hilfe     einer vorgegebenen Geschwindigkeitskurve     (Geschwin-          digkeits-Weg-Kurve)    aus der Zielentfernung und der  Zielgeschwindigkeit den Bremseinsatzpunkt bestimmen.  Ausserdem können die Wegimpulse oder auch die an  den in gleichen Abständen angeordneten     Markierungs-          stellen    ausgelösten Impulse bei wirksamer Fahrzeug  bremse laufend zum Abfragen des Rechners     verwandt     werden, der dann gemäss der Geschwindigkeitskurve  jeweils einen     Wert    der zulässigen     Soll-Geschwindigkeit     ausgibt.

   Aus dem Soll-Ist-Geschwindigkeitsvergleich re  sultieren Steuerbefehle für die Antriebsaggregate der  Triebfahrzeuge.  



  Bei manchen Bahnen ist es nun erwünscht, bei  selbsttätigem Betriebsablauf mit möglichst wenig auf die  Züge zu     übertragenden    Informationen     auszukommen,     ohne dass die Streckengeräte durch von den Zügen  abgegebene und zu verarbeitende Informationen einen  teueren und     komplizierten    Aufbau erhalten müssen. Der  Aufwand bleibt gering, wenn von den     Streckenzentralen     auf die Züge ausschliesslich Werte der Zielgeschwindig  keit,     Zielentfernung    und der     Höchstgeschwindigkeit    und  vom Zug nach der Strecke keine     Informationen    übertra  gen werden. Dies gilt allerdings nur für Strecken in der  Ebene.  



       Fährt    ein Zug aus der Ebene in einen Streckenteil  mit positiven und/oder negativen Neigungen, so muss dies  beim Bremsvermögen des Zuges     berücksichtigt    werden.  Im     Gefälle    werden das Bremsvermögen kleiner und der  Bremsweg entsprechend grösser,     während    die Verhält  nisse bei Steigungen     umgekehrt    sind.

   Diese Tatsachen  erfordern auf den Zügen, die selbsttätig mit     Hilfe    der  Linienzugbeeinflussung gesteuert werden, einen Rech  ner, der unter Berücksichtigung des jeweils bei Neigun  gen     geänderten    Bremsvermögens eine der     jeweils    vorlie  genden Streckenneigung angepasste Geschwindigkeits  kurve errechnet. Die hierzu     erforderlichen    Informatio  nen müssten zusätzlich von jeder     Streckenzentrale    ortsse  lektiv auf die Züge übertragen werden. Dies erfordert  jedoch auch laufend eine     Standortmeldung    der Züge  nach der betreffenden Streckenzentrale hin. Ausserdem  müssten auf jedem Zuge mehrere Speicher für Brems  kurvendaten vorgesehen werden.

   Da derartige Zugsiche  rungssysteme den grössten Aufwand an Geräten ohnehin  für die Fahrzeuge benötigen, ist ein weiterer Aufwand an  zusätzlichen     Baugruppen    für derartige Bahnen, bei de  nen ein einfacheres Signalsystem ausreicht, unerwünscht.  



  Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das  linienförmige Signalsystem zur selbsttätigen Zugsteue  rung, bei dem von jeder Streckenzentrale auf den in  deren Streckenbreich fahrenden Zug mindestens die  Höchstgeschwindigkeit, die Zielgeschwindigkeit und die  Zielentfernung übertragen werden, so ohne grösseren  Aufwand zu     verbessern,    dass auch auf Strecken mit  Neigungen selbsttätig gefahren werden kann.  



       Erfindungsgemäss    wird die Aufgabe dadurch gelöst,  dass der Abstand der Markierungsstellen voneinander     in     der Ebene einen konstanten Wert hat, der bei Strecken  mit Steigung sich um einen Faktor (1+b/bo)-1 verrin  gert und bei Strecken mit Gefälle um einen Faktor    (1-b/bo)-1 erhöht, wobei die Grösse bo eine  vorgegebene Bremsverzögerung der Fahrzeuge
EMI0002.0032  
   darstellt  und die Grösse b die durch die jeweilige     Strek-          kenneigung    gegebene
EMI0002.0035  
   Beschleunigung ist.  



  Bei dieser     Einrichtung    zur     linienförmigen        Informa-          tionsübertragung,    die insbesondere für Strecken gedacht  ist, die von Zügen gleicher Gattung befahren werden,  wird der Aufwand in den Streckenzentralen und     in    den  Geräten auf den Zügen besonders gering gehalten, auch  wenn es sich ausschliesslich um geneigte Strecken han  delt.  



       Wesentlich    ist für die     Einrichtung,    dass die Grösse  der     jeweiligen    Streckenneigung nach Betrag und Vorzei  chen durch die Entfernung     zwischen    aufeinanderfolgen  den Markierungsstellen für die Züge erkennbar vorgege  ben wird. Hierdurch ist es in     vorteilhafter    Weise mög  lich, dass für alle Streckenverhältnisse zur Ausgabe von  Soll-Geschwindigkeitswerten lediglich eine einzige Ge  schwindigkeitskurve im Fahrzeuggerät z. B. in     Form    von       Digitalwerten    gespeichert zu werden braucht. Die Aus  gabe der Digitalwerte erfolgt nach dem Einleiten einer  Bremsung jeweils beim Passieren einer Markierungsstel  le.  



  Ein Ausführungsbeispiel der     Erfindung    wird nach  stehend anhand der Zeichnung     näher    erläutert.  



       Fig.    1 zeigt im oberen Teil ein Diagramm, bei dem  die Geschwindigkeit V eines gebremsten Zuges über dem  Weg S aufgetragen ist, darunter den Ausschnitt eines  Streckenbereichs     mit    verschiedenen Neigungen,     ausser-          dem    ist eine     Linienleitung    mit Markierungsstellen vorge  sehen, deren Abstände in     Abhängigkeit    von der jeweili  gen Streckenneigung     gewählt    sind.  



       Fig.    2 zeigt eine Fahrzeugeinrichtung zum Auswer  ten der von der Strecke auf das     Fahrzeug        übertragenen     Informationen.  



       Fig.    1 zeigt     einen    in     Fahrrichtung    F1 befahrenen  Ausschnitt eines Streckenbereiches mit     Linienzugbeein-          flussung.    Es ist angenommen, dass die Strecke zwischen  den Punkten 1,2 und 3,4 eben verläuft, dass zwischen  den Punkten 2,.3 eine Steigung von 2 0/0 und     zwischen     den Punkten 4 und 5 ein Gefälle von 2 0/0 vorliegt.

    Zwischen den Schienen (nicht dargestellt) des im Punkt  1 beginnenden Streckenbereiches ist eine an     eine        Strek-          kenzentrale    6 angeschlossene     Linienleitung    7 angeord  net, die in vorgegebenen Abständen Markierungsstellen  8 aufweist, in der Ebene 1,2 bzw. 3,4, z. B. alle 100 m.  Nachstehend soll zunächst gezeigt werden, wie die  Entfernung sich zwischen Markierungsstellen bei geneig  ter Strecke berechnet.  



  Die Beschleunigung b, die ein Zug auf     einem    geneig  ten Streckenteil infolge der Erdbeschleunigung     erfährt,     ist  b = g -     sin        ss,     wobei der Winkel     ss    der     Neigungswinkel    ist. Anderer  seits wird die Neigung als der     Tangens    desselben  Winkels angegeben: Im Beispiel ist als tau     ss    = 2 0/0 0,02.

    Bei     derartig    kleinen Werten -kann     tan        ss    =     sin        ss    gesetzt  werden, und es ergibt sich     somit    für die Beschleunigung  b:  
EMI0002.0084     
      um diesen Betrag verringert bzw. erhöht sich der Wert  der vorgegebenen Bremsverzögerung bo eines Zuges im  Gefälle bzw. in der Steigung bei einer Neigung von 2 %.

    Der Wert b geht folgendermassen in den Bremsweg s  des Zuges ein:  
EMI0003.0000     
  
     Wenn, wie oben angenommen ist, die Entfernung  zweier Markierungsstellen in der Ebene 100 m ist und  diese Entfernung mit dem Weg     s"    definiert wird, er  rechnet sich die Markierungsstellen-Entfernung für  bo = 0,6 im Gefälle bei 2 % zu 150 m und in der  Steigung bei ebenfalls 2 % zu 75 m. Dieser letzte Wert  gilt für die Linienleitungsanordnung zwischen den Punk  ten 2 und 3. Die Entfernung von 150 m wird bei der  Verlegung der Linienleitung zwischen den Punkten 4  und 5 berücksichtigt.  



  Fig. 2 zeigt das Blockschaltbild mit wesentlichen  Baugruppen einer Fahrzeugeinrichtung. Es wird ange  nommen, dass ein Zug mit konstanter Höchstgeschwin  digkeit V 1 (Fig 1) in den dargestellten Streckenbereich  einfährt. Es wird weiter angenommen, dass das     Signal    9  auf  Halt  steht. Dies wird der Streckenzentrale 6 ge  meldet.

   Zur selbsttätigen     Fahrtsteuerung    eines in den  Streckenbereich einfahrenden Zuges werden diesem von  der Streckenzentrale 6 mit     Hilfe    der Linienleitung 7  folgende Informationen übermittelt:  
EMI0003.0005     
  
    Höchstgeschwindigkeit: <SEP> V1
<tb>  Zielgeschwindigkeit: <SEP> Null
<tb>  Zielentfernung: <SEP> 17 <SEP> [Markierungsstellen       Diese Angaben besagen     also,    dass der Zug zunächst  mit der Höchstgeschwindigkeit V1 fahren darf, jedoch  nach Passieren von 17 Markierungsstellen, gerechnet  vom Streckenbereichsanfang am Punkt 1, zum Stehen  gekommen sein muss.

   Diese codiert mit Hilfe von  Wechselspannungen übertragenen Informationen werden  von einer mit der Linienleitung 7 induktiv gekoppelten  Empfangsantenne 10 aufgenommen und einem Empfän  ger 11 zugeführt. Dieser Empfänger hat einerseits die  Aufgabe, die Informationen zu decodieren und anderer  seits, aus den an den Markierungsstellen empfangenen  Signalen sogenannte Markierungskennzeichen abzulei  ten. Diese schalten einen Zähler 12 fort, der an jedem  Streckenbereichsanfang z. B. mit Hilfe einer gesonderten  Einrichtung (nicht dargestellt) durch ein auf den Zug  übertragenes Kennzeichen in     Grundstellung    gestellt wird.

    Der Wert der Höchstgeschwindigkeit V1 wird über die    Leitung L1 einem Umsetzer 13 zugeführt, der diesen  Wert, solange der Zug ungebremst mit Höchstgeschwin  digkeit fahren darf, in der Grösse     unverändert    als     Soll-          Geschwindigkeit    über die Leitung L5 an einen     Verglei-          cher    14 weiterleitet. An den Vergleicher 14 ist eine  Gebereinrichtung 15 für Ist-Geschwindigkeitswerte an  geschlossen. Diese Gebereinrichtung ermittelt aus der  zeitlichen Folge von durch einen Wegimpulsgeber 16  ausgelösten Wegimpulsen, z. B. pro Meter zurückgeleg  ter Strecke einen Wegimpuls, die jeweilige Ist-Geschwin  digkeit des Zuges.

   Durch Vergleich von Soll- und     Ist-          Geschwindigkeit    im Vergleicher 14 werden je nach Ab  weichung entsprechende Steuerbefehle über die Leitung  L2 an die Antriebs- oder Bremsaggregate (nicht darge  stellt) gegeben.  



  Weiterhin ist ein Speicher 17 vorgesehen, der ent  sprechend der für den Zug durch die Bremsverzögerung  bo = 0,6 vorgegebenen Geschwindigkeitskurve den zum  Abbremsen aus der Höchstgeschwindigkeit V1 bis zum  Stillstand erforderlichen Wert des Bremsweges, ausge  drückt durch die entsprechende Anzahl von Markie  rungsstellenabständen, enthält. Im vorliegenden Beispiel  sind dies 12 Markierungsstellen, was einem Bremsweg in  der Ebene von<B>1</B>200 m entspricht. Der gespeicherte  Wert des Bremsweges wird einem Vergleicher 18 zuge  führt, der dann für den Umsetzer 13 über die Leitung L3  einen Startimpuls abgibt, wenn der Zug sich bis auf  Bremswegabstand, also bis auf 12 Markierungsstellen,  dem kaltzeigenden Signal     genähert    hat und die Brem  sung erfolgen muss.

     Ferner ist eine Baugruppe 19 vorgesehen, die den  Wert der Zielentfernung = 17 [Markierungsstellen  speichert, laufend von diesem Wert das Zählergebnis des  Zählers 12 subtrahiert und den errechneten Differenz  wart an den Vergleicher 18 abgibt. Sobald der Zug die  Markierungsstelle 81 passiert hat, ist das Zählergebnis  des Zählers 12 fünf. Aus diesem Zählergebnis und der  Zielentfernung ermittelt die Baugruppe 19 durch     Diffe-          renzbildung    den bis zum     kaltzeigenden    Signal 9 noch zu  durchfahrenden Restweg von 12 Markierungsstellenab  ständen und leitet diese Zahl an den Vergleicher 18  weiter. Da nun der Restweg gleich dem Bremsweg ist,  gibt der     Vergleicher    18 über die Leitung L3 den  Startimpuls an den Umsetzer 13 aus.

   Von diesem  Zeitpunkt ab wird ein Zähler 131 des Umsetzers 13  durch über die Leitung L4 vom Empfänger 11     jeweils     beim Passieren von Markierungsstellen zugeführte Mar  kierungskennzeichen     fortgeschaltet.     



  Die Baugruppe 132 des Umsetzers 13 hat die  Aufgabe, gemäss der vorgegebenen Geschwindigkeits  kurve nach jedem Markierungskennzeichen unter Be  rücksichtigung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindig  keit, beginnend mit dem Markierungskennzeichen, bei  dem der Startimpuls ausgelöst wird, eine um einen durch  die Bremsverzögerung     bo    vorgegebenen verminderten  Wert der Soll-Geschwindigkeit über die Leitung L5 an  den     Vergleicher    14 auszugeben. Bis zur Ausgabe des       Soll-Geschwindigkeitswertes    Null werden also zwölf ver  schiedene Werte der Soll-Geschwindigkeit im Umsetzer  13 bestimmt.  



  Die Geschwindigkeitskurve nach     Fig.    1 setzt sich aus  je einem anderen Kurvenausschnitt von drei Geschwin  digkeitskurven für die Steigung, die Ebene und für das  Gefälle zusammen. Es ist zu ersehen, dass der Teil der  Kurve, der im Bereich der Streckensteigung liegt, stärker  abfällt als der für den ebenen Streckenteil zwischen den  Punkten 3 und 4 geltende Kurventeil, weil sich hier eine      grössere Bremsverzögerung als in der Ebene auswirkt.  Für den letzten     Kurventeil    gilt eine kleinere Bremsverzö  gerung als in der Ebene, weil die zugeordnete Strecke ein  Gefälle hat. Folglich fällt dieser Kurventeil flacher ab,  als es beim Bremsen bis zum Stillstand auf ebener  Strecke der Fall wäre.

   Da sich die Bremsweglänge auch  bei den unterschiedlichsten Streckenverhältnissen bei  vorgegebener Bremsverzögerung bo der Züge durch eine  konstante Anzahl von Markierungsstellen vorgeben lässt,  wobei die Entfernung zwischen den Markierungsstellen,  wie gezeigt wurde, entsprechend der jeweiligen Neigung       unterschiedlich    ist, braucht für den Umsetzer 13 lediglich  nur eine Geschwindigkeitskurve vorgegeben zu werden,  deren Werte für die Verhältnisse bei ebener Strecke be  rechnet werden. Durch Abtasten dieser Geschwindigkeits  kurve mit Hilfe der an den Markierungsstellen ausge  lösten Markierungskennzeichen ergibt sich die dargestell  te  Treppenkurve.  



  Es kann nun vorkommen, dass die Strecke, für die  die Entfernungen der Markierungsstellen unter Berück  sichtigung einer vorgegebenen Bremsverzögerung bo  berechnet wurden, von Fahrzeugen mit anderer Brems  verzögerung     befahren    werden. In diesen Fällen ist es  vorteilhaft, dass alle auf diesen Fahrzeugen ausgegebe  nen     Werte    der Soll-Geschwindigkeit unter Berücksichti  gung der     anderen        Bremsverzögerung        durch    einen kon  stanten Faktor geändert werden.

   Dieser konstante Fak  tor kann in der Baugruppe 132 des Umsetzers 13     mit          Hilfe    einer     zusätzlichen    Gebereinrichtung (nicht darge  stellt) vorgegeben werden.  



  Weiterhin ist es     zweckmässig,    auf den Zügen eine       Überwachungseinrichtung    vorzusehen, die     prüft,    ob alle       Markierungsstellen    ein Markierungskennzeichen auf  dem Zuge auslösen. Zu diesem Zweck ist an die  Gebereinrichtung 15 eine Baugruppe 20 angeschlossen,  die von der Gebereinrichtung 15 jeweils nach dem  Durchfahren einer Strecke, die der grössten     Entfernung     zweier Markierungsstellen entspricht, ein Kennzeichen  erhält, das zur Überwachung der über die Leitung L6       zugeführten    Markierungskennzeichen dient.  



  Die Baugruppe 20 ist so aufgebaut, dass beim  Ausfallen eines Markierungskennzeichens oder des  Kennzeichens von der Gebereinrichtung 15 infolge einer  Störung über die Leitung L7 eine Zwangsbremsung  ausgelöst wird.         Weiterhin    kann,     wenn    eine Strecke in beiden Rich  tungen befahren werden soll, für die andere     Fahrrich-          tung    eine zweite Linienleitung vorgesehen werden. Je  nach Fahrrichtung wird     dann    die eine oder andere Li  nienleitung angeschaltet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur linienförmigen Informationsübertra gung zwischen einem schienengebundenen Fahrzeug und der Strecke, mit einer längs der Strecke angeordneten wechselstromgespeisten Doppelleitung, die auf Empfangs mittel auf dem Fahrzeug einwirkende, für eine Fahrrich tung im Abstand nach einem Programm angeordnete Markierungsstellen hat, die in Abhängigkeit von einem vorgegebenen Geschwindigkeitsverlauf auf dem Fahr zeug die Ausgabe von Soll-Geschwindigkeitswerten ver anlassen, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Markierungsstellen voneinander in der Ebene einen kon stanten Wert hat, der bei Strecken mit Steigung sich um einen Faktor (1+b/bo)-1 verringert und bei Strecken mit Gefälle um einen Faktor (1-b/bo)-1 erhöht,
    wobei die Grösse bo EMI0004.0021 eine vorgegebene Bremsverzöge rung der Fahrzeuge darstellt und die Grösse b EMI0004.0022 die durch die jeweilige Streckenneigung gegebene Be schleunigung ist. UNTERANSPRUCH Einrichtung nach Patentanspruch, für Strecken, die von Fahrzeugen mit einer anderen als für den Markie rungsstellen-Abstand zugrunde gelegten Bremsverzöge rung befahren werden, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel auf dem Fahrzeug vorgesehen sind, welche alle ausgegebenen Soll-Geschwindigkeitswerte unter Brücksichtigung der anderen Bremsverzögerung durch einen konstanten Faktor verändern.
CH1798567A 1967-02-17 1967-12-19 Einrichtung zur linienförmigen Informationsübertragung zwischen einem schienengebundenen Fahrzeug und der Strecke CH467690A (de)

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