CH467956A - Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke - Google Patents
Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe DrückeInfo
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Description
Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke Die Erfindung betrifft einen Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke, mit einem mittels Kammer- und Kolbenringen gegen die Zy linderwand abgedichteten Kolbenrohr, welches mittels einer Zentralschraube und einer offenen Mutter mit der Kolbenstange verbunden ist, und einer ausserhalb des Kolbenrohres angeordneten, die Zentralschraube Dichtung, wobei die Zentralschraube und das Kolbenrohr derart bemessen und ausgebildet sind,
dass die Verkürzung der Zentralschraube und des Kol benrohres unter dem Einfluss des auf die Stirnflächen wirkenden Gasdruckes gleich gross sind.
Durch das Schweizerische Patent Nr. 428 350 ist ein Kolben bekannt für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke, mit Kammer- und Kolbenringen, die auf einem abgesetzten, mit Gewinde versehenen Schaft der Kolbenstange oder auf einer besonders ausgebilde ten Zentralschraube durch Aufschrauben einer offenen Mutter zusammengehalten werden. Dieser Kolben ist gekennzeichnet durch eine derartige Bemessung und Ausbildung des Schaftes der Kolbenstange oder der Zentralschraube, dass die Verkürzungen des Schaftes oder der Zentralschraube und des aus den Kammerrin gen zusammengesetzten Ringpaketes unter dem Einfluss des auf die Stirnflächen wirkenden Gasdruckes gleich gross sind.
Die Anordnung des Ansaugventils im Boden des Kolbens von einfachwirkenden Kompressoren ist be kannt. Bei solchen Kompressoren wird beim Ansaug hub das Gas durch den hohlen Kolben in den Zylinder raum hineingesaugt und beim Druckhub durch das Druckventil ausgestossen, welches im Zylinderboden an gebracht ist. Diese Anordnung erweist sich in vielen Fällen als vorteilhaft. Sie ermöglicht es, sehr grosse Ven tilquerschnitte unterzubringen; denn sowohl der Durch messer des Ansaugventils wie auch der Durchmesser des Druckventils können so gross sein wie der Kolben durchmesser selbst.
Trotzdem können relativ kleine schädliche Räume erreicht werden, da zur Unterbrin- gung der Ventile keine Taschen benötigt werden, und die schädliche Aufheizung des angesaugten Gases wird verhindert, die eintreten würde, wenn das Ansaugven til sich ebenfalls im Zylinderboden befinden würde, wel cher durch das ausströmende, erhitzte Gas erwärmt wird.
Trotz dieser Vorteile sind derartige Ventilanordnun gen bisher nur bei kleineren Kompressoren für niedrige Drücke ausgeführt worden. Die Anwendung einer der artigen Ventilanordnung in Hochdruckkompressoren war bisher nicht möglich, weil bei einem Hochdruck kompressor der ohnehin sehr hochbeanspruchte Kolben durch die Unterbringung einer Bohrung für das ange saugte Gas und eines Ventils am Kolbenende zu stark geschwächt werden würde.
Der Zylinder mit Kolben der eingangs bezeichneten Art ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass am inneren Ende des Kolbenrohres ein ringförmiger Saugventilsitz angeordnet ist, welcher auf der Stirnfläche des Kolbenrohres aufliegt, dass die Dichtungsflächen der zugehörigen Ventilplatte sowie die Dichtung zum Ab dichten gegenüber der Zentralschraube beide @am inne ren, der Kompressionskammer zugewandten Ende des .Ventilsitzes liegen und dass die Kammer- und Kolben ringe feststehend in dem den Kolben umgebenden Zylin der angeordnet sind.
Damit ist eine Konstruktion geschaffen, die es er möglicht, auch bei Hochdruckkompressoren für Drücke von mehreren 1000 atm. das Saugventil im Kolben un terzubringen, wodurch eine besonders vorteilhafte Ge staltung des Kompressionsraumes erzielt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Fig. 1 zeigt den Zylinder mit Kolben im Längs schnitt, Fig. 2 ist der dazugehörige Querschnitt.
Gemäss Fig. 1 wird der Kolben durch ein Rohr 24 gebildet. Am inneren Ende des Kolbens wird ein Ventil- sitz 5 angeordnet, der ringförmige Gestalt hat und mit einer Reihe im Kreise angeordneter Bohrungen 9 verse hen ist, welche das Gas unter ringförmige Ventilplatten 6 führen. Die Ringplatte 6 wird in bekannter Weise von einer Schliessfeder 7 belastet und ihr Hub wird durch einen Hubfänger 8 begrenzt. Dieser Hubfänger kann gleichzeitig als Kolbenmutter ausgebildet und auf eine Zentralschraube 10 aufgeschraubt werden, welche das Kolbenrohr 24 durchdringt und in einem verstärk ten Kolbenteil 13 verankert ist.
iSelbstvertändlich ist es auch möglich,denHubfänger 8 mit einer glatten Bohrung auszuführen und dahinter eine Gewindemutter anzuordnen.
Von besonderer Wichtigkeit ist die Anordnung der Bohrungen 9 im Ventilsitz 5. Diese Bohrungen haben die Aufgabe, das in der Zentralbohrung des Kolben rohres 24 zuströmende angesaugte Gas unter die Ventil ringe 6 zu führen. Würden sie nach innen geneigt ange ordnet werden, so dass sie die Zentralbohrung treffen würden, so würden hierdurch sehr gefährliche Kerb- wirkungen entstehen, die einen Bruch des Ventilsitzes 5 veranlassen könnten. Die Bohrungen 9 werden daher parallel zur Zylinderachse angeordnet und die Verbin dung zu der zentralen Zulaufbohrung wird durch flache Nuten herbeigeführt, die keine Kerbwirkung darstellen.
Die Zuführung des Gases in die innere Bohrung des Kolbenrohres 24 kann nicht dadurch geschehen, dass man das Kolbenrohr 24 mit Querbohrungen am unteren Ende versieht, da dies wiederum bei den hohen Bean spruchungen eine zu hohe Kerbwirkung hervorrufen würde. Die notwendigen Zulaufbohrungen 12 werden infolgedessen in einem besonderen Kolbenteil 13 ange ordnet, dessen Durchmesser gegenüber dem Kolbenrohr 24 vergrössert ist, so dass die Beanspruchungen hier niedriger und somit erträglich werden. Das verstärkte Kolbenteil 13 wird durch eine Dichtung 14 gegen aussen abgedichtet und das anzusaugende Gas wird durch eine Querbohrung 15 zugeführt.
Um den in der Zentralbohrung des Kolbenrohres 24 benötigten Durchgangsquerschnitt für den Durchfluss des Gases zu schaffen, muss die Zentralschraube 10 mit Nuten oder Abflachungen versehen werden. Dies ist in Fig. 2 illustriert, wo das Kolbenrohr 24 im Querschnitt dargestellt ist und wo gezeigt ist, dass die Zentral schraube 10 z. B. einen dreikantigen Querschnitt hat, um freien Gasdurchgang zu gewähren.
Am inneren Ende ist die Zentralschraube 10 mit einer Dichtung 16 gegen den Ventilsitz abgedichtet. Es ist wichtig, dass die Dichtung 16 am gleichen Ende des Ventilsitzes 5 liegt wie die Ventilplatten 6. Dadurch wird eine gleichmässige Beanspruchung des Ventilsitzes 5 er- zielt,und zwar eine ausschliesslicheDruakbeanspruchung in jeder Achse. Während der Kompression wirkt auf der Aussenseite konzentrisch der Kompressionsenddruck, der den Ventilsitz 5 zusammenzudrücken versucht, und auf die Stirnseite ebenfalls, so dass eine allseitige Druck beanspruchung zustandekommt und die Bruchgefahr damit vermindert wird.
Der Enddruck, welcher auf die vom Dichtungsring 16 abgedichtete Stirnfläche der Zentralschraube 10 wirkt, versucht die Zentralschraube 10 zusammenzu drücken und zu verkürzen. Der Enddruck, der auf die Stirnfläche des Ventilsitzes 5 ausserhalb der Dichtung 16 wirkt, versucht, den Ventilsitz 5 :und das Kolbenrohr 24 zusammenzudrücken und zu verkürzen.
Gemäss dem erfinderischen Gedanken des Schweizerischen Patents Nr. 428 350 wird der Durchmesser des Dichtungsringes 16 so gewählt, dass die Verkürzung der Zentralschraube 10 unter diesem Einflugs genau gleich gross isst wie die Verkürzung der äusseren Kolben.
Dadurch tritt auch in folge Deformation unter Last keine gegenseitige Ver schiebung der äusseren und inneren Kolbenteile ein, und das Gewinde, mit welchem der Hubfänger 8 auf die Zen tralschraube 10 aufgeschraubt ist, ist infolgedessen kei ner Wechselbeanspruchung unterworfen.
Die Vorteile, welche durch diese Konstruktion für den Bau eines Hochdruckzylinders erreicht werden kön nen, sind in Fig. 1 ;sehr 'klar illustriert. Der Kolben läuft in einer Zylinderbüchse 17, die eine rein zylindrische Ge stalt besitzt.
Diese Zylinderbüchse wird abgeschlossen durch den Druckventilsitz 18, der ebenfalls eine äusserst einfache zylindrische Gestalt mit nur einer zentralen Bohrung, d. h. ohne jede Kerbwirkung, aufweist.
Die Zentralbohrung des Ventilsitzes 18 wird durch einen Druckventilkegel 19 verschlossen, welcher wie derum in einem ringförmigen Körper 20 gelagert ist. Es ist daher möglich, sämtliche Teile eines solchen Zylin ders, als Scheiben oder Zylinder, mit konzentrischen Bohrungen auszuführen und somit von irgendwelchen Kerbwirkungen vollkommen freizuhalten.
Der Kolben wird durch ruhende Dichtungsringe 21 bekannter Konstruktion abgedichtet. Diese Dichtungs ringe liegen in Nuten, die gebildet werden durch das Aufeinanderschichten von Unterlagringen 22 und Zwi schenringen 23. Die Zylinderbüchse 17 wird entspre chend verkürzt, um Raum für die benötigte Anzahl Zwi schenringe 23 und Unterlagringe 22 zu schaffen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke, mit einem mittels Kammer- und Kolbenringen gegen die Zylinderwand abgedichteten Kolbenrohr, welches mittels einer Zentralschraube und ,einer offenen Mutter mit der Kolbenstange verbunden ist, und einer ausserhalb des Kolbenrohres angeordneten, die Zentralschraube umschliessenden Dichtung, wobei die Zentralschraube und das Kolbenrohr derart bemessen und ausgebildet sind,dass die Verkürzung der Zen tralschraube und des Kolbenrohres unter dem Einfluss des auf die Stirnflächen wirkenden Gasdruckes gleich gross sind, dadurch gekennzeichnet, dass am inneren Ende des Kolbenrohres (24) ein ringförmiger Saugven- tilsitz (5) angeordnet ist, welcher auf der Stirnfläche des Kolbenrohres (24) aufliegt, dass die Dichtungsflächen der zugehörigen Ventilplatte (6) sowie die Dichtung (16) zum Abdichten gegenüber der Zentralschraube (10) beide am inneren, der Kompressionskammer zuge wandten Ende des Ventilsitzes (5)liegen und dass die Kammer- und Kolbenringe (21, 22, 23) feststehend in dem den Kolben umgebenden Zylinder angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Zylinder mit Kolben nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zentralschraube mit Ab- flachungen bzw. Nuten versehen ist, um den notwendi gen freien Querschnitt für den Durchgang des angesaug ten Mediums zu schaffen.2. Zylinder mit Kolben nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (12) zur Zuführung des angesaugten Me- diums in einem Kolbenteil (13) untergebracht sind, des sen Aussendurchmesser grösser ist als derjenige des Kol benrohres. 3. Zylinder mit Kolben nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass der Hubfänger (8) des Saugventiles als Kolbenmutter ausgebildet und auf die Zentral schraube (10) aufgeschraubt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1299068A CH467956A (de) | 1968-08-30 | 1968-08-30 | Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke |
| DE19686607789 DE6607789U (de) | 1968-08-30 | 1968-09-04 | Kolben fuer kompressoren und pumpen fuer sehr hohe druecke. |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1299068A CH467956A (de) | 1968-08-30 | 1968-08-30 | Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH467956A true CH467956A (de) | 1969-01-31 |
Family
ID=4388297
Family Applications (1)
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| CH1299068A CH467956A (de) | 1968-08-30 | 1968-08-30 | Zylinder mit Kolben für Kompressoren und Pumpen für sehr hohe Drücke |
Country Status (2)
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| CH (1) | CH467956A (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0498980A1 (de) * | 1991-02-14 | 1992-08-19 | Dresser-Rand Company | Ventilanordnung zur Verwendung in einem geraden Zylinder mit Gasverdichtungsraum |
-
1968
- 1968-08-30 CH CH1299068A patent/CH467956A/de unknown
- 1968-09-04 DE DE19686607789 patent/DE6607789U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0498980A1 (de) * | 1991-02-14 | 1992-08-19 | Dresser-Rand Company | Ventilanordnung zur Verwendung in einem geraden Zylinder mit Gasverdichtungsraum |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE6607789U (de) | 1971-06-24 |
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