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Schild Die Erfindung betrifft ein Schild, das vorzugsweise Werbezwecken dienen soll und einen nichtdurchscheinenden Hohlkörper umfasst, welcher durchscheinende Partien hat, die von einer im Hohlkörper angebrachten Lichtquelle durchleuchtet werden.
Der üblichste Typ von Werbeschildern ist das Neonröhrenschild. Das Schild der eingangs erwähnten Art kann als Vorgänger der Neonröhrenschilder bezeichnet werden und hat sich den Fortschritten in der Kunststoffindustrie zufolge während der letzten Jahre wieder einbürgern können. Durch seinen wesentlich niedrigeren Preis verdrängt es nun in gewissem Umfang die Neonschilder. Es ist jedoch diesen in mancher Hinsicht noch unterlegen.
Einer der grossen Vorteile des Neonschildes ist darin zu sehen, dass es dank des durch die verhältnismässig schlanken Neonröhren bedingten hohen Kon- trastes und scharfen Konturen in bedeutender Entfernung gut lesbar ist. Eine Leuchtfläche, wie sie das eingangs erwähnte Schild bietet, wird dagegen, aus einiger Entfernung betrachtet, zu einem blossen Lichtfleck zusammenlaufen. Ein anderer wesentlicher Vorteil der Neonschilder ist, dass sie wegen der Form der Röhren auch dann lesbar sind, wenn sie in einem schrägen Winkel betrachtet werden.
Die leuchtenden Röhren des Schildes sind nämlich dabei annähernd gleich deutlich wahrnehmbar, wie wenn der Beobachter mitten vor dem Schild stände. Bei einem Schild mit ebenen, leuchtenden Flächen werden die durchleuchteten Partien jedoch schon bei einer verhältnismässig geringen seitlichen Abweichung zusammenlaufen. Den genannten Vorteilen zum Trotz ist das Neonschild aber mit mehreren Nachteilen behaftet, von denen der grösste der hohe Preis ist, welcher unter anderem auf die komplizierte Hochspannungsausrüstung und die dadurch bedingten Montagekosten zurückzuführen ist. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass die.
Röhren aus fertigungstechnischen Gründen sowohl in bezug auf die Länge wie die Breit beschränkt werden müssen, wodurch das Schild und die einzelnen Buchstaben aus mehreren Röhren aufgebaut werden müssen. Hierdurch erhält das Schild bei Tage ein weniger ansprechendes Aussehen. Die Hochspannungsausrüstung bringt auch mit sich, dass bei. eventuellen Fehlern ein Fachmann herbeigerufen werden muss, um diese zu berichtigen, auch wenn sie trival scheinen mögen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schild zu schaffen, das die Vorteile des Neonschildes in bezug auf Lesbarkeit, sowohl im Abstand als auch von der Seite her aufweist, zum Unterschied von diesem aber in der Herstellung billig und einfach ist und gleichzeitig so aufgebaut ist, dass der Laie den nötigen Lam- penaustausch usw. vornehmen kann. Die Erfindung zeichnet sich hierzu dadurch aus, dass der Hohlkörper auf der zu betrachtenden Fläche durchscheinende Partien in der Form von rippenförmigen Vorsprüngen besitzt, welche von der zu betrachtenden Körperfläche vorragen, wobei die Breite des rippenförmigen Vorsprunges praktisch glich dessen Höhe ist.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Schildes soll im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben werden. Es zeigt: Fig. 1 einen Schnitt durch einen Teil eines Buchstabenschildes und Fig. 2 ein perspektivisches Bild eines vollständigen Schildes dieser Art.
Das dargestellte Buchstabenschild besteht aus einem vorderen Teil 1 und einem hinteren Teil 2. Der hintere Teil besteht aus nichtdurchscheinendem Kunststoff und nimmt einen Halter 3 'für Leuchtstoffröhren 4 auf. Er hat einen Boden 5 und Seitenwände 6, die vom Boden schräg nach aussen gerichtet sind.
Der Vorderteil 1 weist in ähnlicher Weise Seitenwände 7 auf, deren nach hinten zeigende Kanten 8 den nach vorn zeigenden Kanten 9 des hinteren Teils 2 entsprechen. Die Seitenwände 7 sind ähnlich wie der hintere Teil 2 ganz aus nichtdurchscheinendem Kunststoff ausgeführt. Die zu betrachtende, nach vorn gerichtete Fläche 10 des Vorderteils 1, welcher an den Seiten festgeleimt ist, sind längs ihrer Kanten mit wulst- oder rinnenförmigen, nach vorn ragenden Gliedern oder
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Rippen 11 versehen, die aus durchscheinendem, zweckmässigerweise durchgefärbtem Material bestehen.
Die Gebiete 12 zwischen diesen, Rippen können aus nichtdurchscheinendem Material bestehen, in der dargestellten Ausführungsform besteht jedoch die ganze nach vorn gerichtete Fläche 10 aus durchscheinendem Material, wobei indessen die zwischen den Rippen befindlichen Gebiete 12 mittels inwendig angebrachter Metallfolie 13 oder dergleichen nichtdurchscheinend gemacht worden sind. Indem die ganze Vorderseite aus einem und demselben Material hergestellt wird, erhält man eine Fläche, die im Tageslicht betrachtet die gleiche Farbe hat.
Wenn die Lampen 4 im Inneren des Schildes leuchten, werden dagegen allein die vorragenden Rippen 11 an den Rändern des Schildes durchleuchtet, was in bezug auf Lesbarkeit sowohl im Abstand wie schräg von vorn die gleiche Wirkung ergibt wie bei einem mit Neonröhren ausgerüsteten Schild.
Der vordere Teil 1 und der hintere Teil 2 des Schildes sind ferner unter Verwendung U-förmiger Leisten 14 zusammengefügt, welche über vorstehende Flansche 15 bzw. 16 an den aneinanderstossenden Kanten 8 bzw. 9 der Schildseitenwände greifen. Um einen einfachen Zusammenbau der Schildteile zu ermöglichen, ist die U-förmige Leiste 14 abwechselnd an den Flanschen des einen Teils und denen des anderen Teils befestigt. Längs gewisser Seitenflächen des einen Teils sind somit am Flansch 15 Leistenabschnitte befestigt, während der Flansch an den übrigen Seitenwänden frei ist.
Der den leistentragenden Flanschpartien des Teils 1 entsprechende Flansch 16 des gegenüberliegenden Teils 2 ist frei, d. h. hat keine Leistenabschnitte, während gegenüber den freien Flanschpartien des Teils 1 eilte U-förmige Leiste dem Flansch 16 des Teils 2 zugeordnet ist. Die leistentragenden bzw. freien Flanschpartien der beiden Schildteile 1 bzw. 2 sind im Verhältnis zueinander derart angeordnet, dass sich die. Schildteile ineinanderschieben lassen, wobei die freien Flanschpartien ähnlich wie in Nuten zwischen der Innenseite der U-förmigen Leiste 14 und der Aussenseite des sie tragenden Flansches aufgenommen werden.
Bei dem dargestellten Schild, dessen hinterer Teil 2 zur Befestigung an einer zweckdienlichen Stütze bestimmt ist, sind Leisten an denjenigen Flanschpartien befestigt, die sich längs der nach unten gerichteten Seitenflächen 17 und derjenigen Flächen 18 des Schildes erstrecken, die lotrecht sind oder nach innen und unten gerichtet sind, während bei denn Flansch 15 des losnehmbaren und von oben einschiebbaren Teils 1 Leisten an den nach oben gerichteten Seiten 19 und denjenigen Seiten 20 des Schildes befestigt sind, welche schräg nach aussen und oben gerichtet sind.
Das erfindungsgemässe Schild ist selbstverständlich nicht allein als einseitiges Schild anwendbar. Es kann auch doppelseitig, von zwei Seiten her lesbar, ausgebildet werden, wobei der nicht durchscheinende Boden des hinteren Teils durch eine weitere, Rippen aufweisende Seite ersetzt wird.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Ausführung begrenzt, sondern lässt im Rahmen des nachstehend-,n Patentanspruches vielerlei Abänderungen zu.