CH469589A - Bremsscheibe für Schienenfahrzeugräder - Google Patents
Bremsscheibe für SchienenfahrzeugräderInfo
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Description
Bremsscheibe für Schienenfahrzeugräder Die Erfindung betrifft eine Bremsscheibe für Schie- nenfahrzeugräder, mit zumindest einem axial neben der Radscheibe angeordneten, einseitig beaufschlagbaren Bremsring, der an seinem Aussenumfang durch radiale Mitnehmerstifte geführt und von der Radfelge bzw. dem Radreifen getragen ist.
Es sind bereits Bremsscheiben für Schienenfahrzeug- räder bekannt, bei welchen die Bremsringe derart befe stigt sind, dass keine die Radscheibe durchsetzende und damit schwächende Bohrungen erforderlich sind. Bei einer Bauart dieser Bremsscheiben ist der Bremsring mittels besonderer Spannelemente mit der Nabe des Schienenfahrzeugrades verbunden. Nahe seines Aussen umfanges trägt dabei der Bremsring Nocken, welche mit Mitnehmerstiften zusammenarbeiten, die in die Radfelge radial nach innen ragend eingelassen sind.
Diese Bauart gewährleistet zwar eine gute Zentrierung und Wärme ausdehnungsmöglichkeit des Bremsringes sowie eine sichere übertragung des Bremsmomentes am Aussenum fang des Bremsringes, sie erfordert jedoch einen grossen Bauaufwand infolge der am inneren und äusseren Umfang des Bremsringes angreifenden Führungsmit tel.
Bei einer anderen Ausführungsform ist der Brems ring nur nahe seines äusseren Umfanges durch axial wirkende Klemmkräfte eingespannt. Zum Ermöglichen einer Wärmeausdehnung ist dabei zwischen dem Aussen umfang des Bremsringes und dem Innenumfang eines diesen umgebenden Radteiles ein Luftspalt vorgesehen. Zwischen dem Radreifen und dem Bremsring ist eine formschlüssige Drehmomentkupplung eingeordnet. Diese Bremsscheibe besitzt zwar einen einfachen Aufbau, erfordert jedoch bei der Montage besondere Einwalzvor- gänge und gewährleistet keine sichere Zentrierung des Bremsringes.
Schliesslich sind Bremsscheiben bekannt, bei wel chen der Bremsring in den Felgen- oder Reifenteil des Schienenfahrzeugrades unmittelbar eingepresst oder ein geschrumpft und gegebenenfalls zusätzlich durch Schweissnähte gesichert ist. Diese Ausführungen ermög lichen jedoch keine Wärmedehnung des Bremsringes.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bremsscheibe der eingangs genannten Art zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher Montage, also billiger Herstellung, eine genaue Zentrierung und eine ungehinderte Wärmeausdehnungsmöglichkeit für den Bremsring gewärhleistet. Weiterhin soll die Halte rung den Bremsring in axialer Richtung möglichst steif gestalten und die Bremsmomente mittels möglichst nied riger Kräfte übertragen.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass sich die Mitnehmerstifte vom Bremsring radial nach aussen zu einem in den Innenumfang dex Radfelge bzw. des Radreifens eingesetzten und mit dem Schienenfahrzeugrad starr verbundenen, die Aussenum- fangsfläche des Bremsringes mit geringem Spiel umge benden Tragring erstrecken.
Die weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Brems scheibe kann den Unteransprüchen entnommen wer den.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäss ausgestalteten Bremsscheibe darge stellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Ansicht, Fig. 2 in ihrer linken Hälfte einen Schnitt gemäss der Linie I-I und in ihrer rechten Hälfte einen Schnitt gemäss der Linie H-II in Fig. 1 sowie Fig. 3 in ihrer rechten Hälfte einen Schnitt gemäss der Linie III-III in Fig. 1 und in ihrer linken
Hälfte eine abgeänderte Ausführungsform.
In den Zeichnungen ist ein einstückig ausgeführtes Schienenfahrzeugrad dargestellt, welches sich aus einem Nabenabschnitt 1, einem Radscheibenabschnitt 2 und einem Reifenteil 3 zusammensetzt.
In den Innenumfang 4 des Reifenteiles 3 ist mit seinem Aussenumfang ein stählerner Tragring 5 eingepresst oder eingeschrumpft. Der Tragring 5 weist, wie aus den Fig.1 und 3, rechte Hälfte, ersichtlich ist, über seinen Umfang gleichmässig verteilt radial nach innen vorspringenden Ansätze 6 auf, welche durch Abschnitte 7 einer zur Achse 8 des Schienenfahrzeugrades 1, 2, 3 konzentrischen Zylin- derfläche begrenzt sind.
Die Flächenabschnitte 7 stehen mit geringem radialen Abstand der zylindrischen Aus senfläche 9 eines aus Grauguss bestehenden Bremsringes 10 gegenüber. Im Bereich der Ansättze 6 ist der Tragring 5 von radial gerichteten Durchbohrungen 11 durchsetzt, welche als Sackbohrungen 12 im Bremsring 10 ihre Fortsetzung finden.
In die Bohrungen 11 und 12 sind sich vom Bremsring 10 zum Tragring 5 erstreckende Spannhülsen 13 als Mitnehmerstifte eingesetzt. Der Bremsring 10 weist keinerlei Abstützung zum Nabenab- schnitt oder der zum Radscheibenabschnitt 2 des Schie- nenfahrzeugrades auf.
Gemäss Fig. 1 und Fig. 2 sind zwischen den Ansätzen 6 in gleichmässigen Abständen zueinander mit ihrer Achse in der Berührungsfläche zwischen dem Reifenteil 3 und dem Tragring 5 liegende, zur Achse 8 parallele Gewindebohrungen 14 jeweils zugleich in den Reifenteil 3 und den Tragring 5 eingearbeitet. In die Geschwindebohrungen 14 sind Gewindestifte 15 eingeschraubt.
Zu den Gewindeboh rungen 14 in Umfangsrichtung versetzt weist der Trag ring 5 radial nach innen vorspringende Augen 16 mit zur Achse 8 parallelen Gewindebohrungen 17 auf.
Bei der Montage der Bremsscheibe wird der Trag ring 5 zuerst durch die Spannhülsen 13 mit dem Bremsring 10 verbunden und sodann in das Schienen fahrzeugrad eingesetzt. Anschliessend werden die Ge windebohrungen 14 hergestellt und die Gewindebolzen 15 eingeschraubt.
Während Bremsungen wird das Bremsmoment von dem Bremsring 10 über die Spannhülsen 13 auf den Tragring 5 und von diesem durch seine Pressverbindung auf das Schienenfahrzeugrad übertragen. Die Gewinde bolzen 15 dienen der Sicherung der Verbindung des Tragringes 5 mit dem Schienenfahrzeugrad. Da die Übertragung des Bremsmomentes am Aussenumfang des Bremsringes 10 erfolgt, an welchem ausreichend Platz für die Anordnung vieler Spannbüchsen 13 vorhanden ist, treten an den Spannhülsen 13 nur geringe Belastun gen auf. Bei Erwärmung kann der Bremsring sich im Rahmen seines Abstandes zu den Flächenabschnitten 7 frei ausdehnen.
An den Spannhülsen 13 treten dabei geringe Relativverschiebungen auf. Durch die Halterung an seinem Aussenumfang ist der Bremsring 10 in axialer Richtung besonders biegesteif. Er benötigt daher keiner lei Abstütztung gegen die Radscheibe 2 bzw. den Nabenabschnitt 1 des Schienenfahrzeugrades. Zur De montage können nach Entfernen der Gewindebolzen 15 in die Gewindebohrungen 17 Stifte eingeschraubt wer den, mittels welchen der Tragring 10 aus dem Schienen fahrzeugrad herausgezogen werden kann.
Auf der dem Radscheibenabschnitt 2 zugewandten Seite kann der Bremsring 10 Ventilationsrippen 18 aufweisen. Bei rotierendem Schienenfahrzeugrad wird dann Kühlluft durch den Spalt zwischen dem Nabenteil 1 und der radial inneren Begrenzung des Bremsringes 10 angesaugt, zwischen dem Bremsring 10 und dem Rad scheibenabschnitt 2 radial nach aussen gefördert und durch die Öffnungen, welche von dem Bremsring 10 und dem Tragring 5 begrenzt sich zwischen den Ansätzen 6 befinden, ins Freie ausgeblasen.
Bei der Ausführung nach Fig. 3, linke Hälfte; sind an einem äusseren, verstärkten Abschnitt der Radschei be 2 parallel zur Radachse 8 Schraubbolzen 20 ange schweisst. Die Schraubbolzen 20 durchdringen den Tragring 5' in Bohrungen 21 und halten ihn mittels Muttern 22.
Bei dieser Ausführung braucht der Tragring 5' keinen Pressitz zum Schienenfahrzeugrad aufzuweisen und es können die Gewindebohrungen 14 und 17 sowie die Gewindebolzen 15 entfallen.
In ihrem übrigen Aufbau entspricht die Bremsscheibe nach Fig. 3 der vorstehend beschriebenen Ausführung. Die Montage und Demontage der Bremsscheibe ist durch die Schraubver bindung des Tragringes 5' mit dem Schienenfahrzeugrad mittels der Schraubbolzen 20 und Muttern 22 wesentlich vereinfacht.
Die Verwendung der erfindungsgemäss ausgestalte ten Bremsscheibe ist nicht nur im. Zusammenhang mit einstöckigen Schienenfahrzeugrädern, sondern auch<B>zu-</B> sammen mit Schienenfahrzeugrädern, welche einen auf eine Folge aufgeschrumpften Radreifen besitzen, mög lich. Der Tagring ist dabei entweder in die Felge oder den Radreifen einzusetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bremsscheibe für Schienenfahrzeugräder, mit zumin dest einem axial neben der Radscheibe angeordneten, einseitig beaufschlagbaren Bremsring, der an seinem Aussenumfang durch radiale Mitnehmerstifte geführt und von der Radfelge bzw. dem Radreifen getragen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Mitnehmerstifte vom Bremsring (10) radial nach aussen zu einem in den Innenumfang der Radfelge bzw.des Radreifens (3) eingesetzten und mit dem Schienenfahrzeugrad starr verbundenen, die Aussenumfangsfläche (9) des Brems ringes mit geringem Spiel umgebenden Tragring (5) erstrecken. UNTERANSPRÜCHE 1.Bremsscheibe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring (5) im Bereich der Mitnehmerstifte radial nach innen ragende, mit geringem Spiel vor der Aussenumfangsfläche (9) des Bremsringes (10) endende Ansätze (6) aufweist. z. Bremsscheibe nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Mitnehmerstifte als Spannhülsen (13) ausgebildet sind. 3.Bremsscheibe nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Tragring (5) in die Radfelge bzw. den Radreifen (3) eingepresst bzw. eingeschrumpft ist. 4. Bremsscheibe nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring (5) gleichmässig ver teilte, axial gerichtete Gewindebohrungen (17) auf weist. 5.Bremsscheibe nach Patentanspruch dadurch ge kennzeichnet, dass am Schienenfahrzeugrad mit axialer Längsrichtung zu diesem angeschweisste, den Tragring (5') in Bohrungen (21) durchdringende und mittels Muttern (22) haltende Schraubbolzen (20) vorgesehen sind.
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