CH469877A - Schalldämmende Blinddecke aus Deckenplatten - Google Patents

Schalldämmende Blinddecke aus Deckenplatten

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CH469877A
CH469877A CH819468A CH819468A CH469877A CH 469877 A CH469877 A CH 469877A CH 819468 A CH819468 A CH 819468A CH 819468 A CH819468 A CH 819468A CH 469877 A CH469877 A CH 469877A
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Strobl Manfred
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Elektro Metall Kuersteiner Ag
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Description


  Schalldämmende Blinddecke aus Deckenplatten    Vorliegende Erfindung betrifft eine schalldämmende  Blinddecke aus Deckenplatten, dadurch gekennzeichnet,  dass gelochte Deckenplatten für Horizontalabschottung       innerseits    mit einer     Mineralfasermatte    belegt sind, auf  der ein allseitig abgedichtetes Hartblech liegt, über dem  eine zweite     Mineralfasermatte    angebracht ist, derart,  dass das Ganze ein für sich abgeschlossenes und gedichte  tes Deckenelement bildet.  



  Es ist bekannt, dass in der heutigen Innenarchitektur  in immer grösserem Masse     metallene        Blinddeckenkon-          struktionen    ausgeführt werden, wobei diese Blinddecken  mittels einzelner, metallener Deckenplatten zusammen  gesetzt werden,  Die bis     anhin        bekannten    und verwendeten, metalle  nen Deckenplatten hatten unter anderem den Nachteil,  dass sie nicht     in    dem Masse schallschluckend waren, wie  man dies     wünschte.    Um solche Deckenplatten akustisch  zu verbessern, wurden sie in der Folge z. B. mit einer       Rauhstrukturfarbe    überzogen.  



  Die Schallabsorption war aber nicht in dem Masse  möglich, wie dies wünschenswert war, so dass Ge  räusche aus dem     einen    Raum über die Deckenkonstruk  tion in den anderen Raum dringen konnten.  



  In der heutigen, geräuschintensiven Zeit wird nun  immer mehr darauf geachtet, dass Geräuschübertragun  gen von einem Raum in den anderen möglichst vermie  den werden. Soll ein Raum vom anderen schalldicht  getrennt werden, so taucht die Frage auf, welcher Teil  der Schallenergie in ein angrenzendes Mittel durch die  Grenzfläche tritt.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass der Übertritt um so  ungehinderter erfolgt, je weniger sich die akustischen  Widerstände der beiden Mittel unterscheiden. Will man  also z. B. den Schallübergang von einem festen Körper  zu einem anderen festen Körper verhindern, so muss  man eine Zwischenschicht geringen akustischen Wider  standes, beispielsweise eine Luftschicht oder Kork, ver  wenden.    Bei der beschriebenen Art der     Verhinderung    von  Schallübertragung von einem Raum in den anderen  spielt die sogenannte     Schall-Längsdämmung    eine über  ragende Rolle.

   Ein Schall muss nicht nur absorbiert, son  dern auch längsgedämmt werden, um     eine    erfolgreiche       Verhinderung    der Übertragung in den Nebenräumen zu       erreichen.     



  Bei Blinddecken wurde bis anhin versucht, die Fort  pflanzung des Schalls durch sogenannte Vertikal  abschottungen im Deckenhohlraum zu verhindern, wo  bei Vertikalabschottungen z. B. durch Gipswände er  folgten.  



  Diese Vertikalabschottungen treten bei     horizontal     durchgehenden Lüftungskanälen,     sanitärischen    und elek  trischen Montagearbeiten hindernd entgegen. Auch kön  nen sich in den Vertikalabschottungen Risse bilden, die  durch Dehnungen am Bau sowie durch. Reparaturarbei  ten bedingt sind, so dass die     schallängsdämmende    Wir  kung dadurch vermindert wird. Eine weitere Schwierig  keit wiederum ergibt sich für die Unterbringung der       Lüftungsanlage    durch die vertikale Anordnung der  Schotten. Das genaue und wirksame Dichten bei Durch  brüchen aller Art gestaltet sich zudem sehr schwierig.  



  Für das Erstellen von Zwischenräumen bei wahl  weiser Benützung der durch den Baumodul gegebenen  Achsen muss bereits beim Verlegen der Decken darauf  geachtet werden, dass überall, bei allen Achsen die  Vertikalabschottung angebracht wird,     ansonst    dies spä  ter, beim Erstellen von nachträglich notwendigen Zwi  schenwänden nachgeholt werden muss. Dies hat wie  derum zur Folge, dass     hiefür        eine    Spezialfirma zugezo  gen werden muss, um diese vertikale Abschottung vorzu  nehmen. Bereits bestehende Vertikalabschottungen müs  sen bei nachträglicher Erstellung von Zwischenwänden  unter Umständen herausgebrochen werden, was     einer     baulichen Umänderung gleichkommt und die Sache er  schwert.  



  Ein späterer Einbau von Installationen konventionel  ler Art ist zudem sehr kostspielig und mit weiteren Um-      trieben verbunden, da die Durchbrüche der Vertikal  abschottung     wiederum        zugedichtet    werden müssen.  



  Bei den bisher üblichen Vertikalabschottungen     in     Gips- oder     Holzbauweise    usw. erreicht man erfahrungs  gemäss von einem Raum     zum    andern     Schall-Längs-          dämmungswerte    von höchstens 42 Dezibel. Dieser  Spitzenwert wird aber nur dann erreicht, wenn die ge  nannte     Vertikalabschottung    mit     grösstmöglichster    Sorg  falt ausgeführt wird. Grössere     Undichtigkeiten    fallen als  vermindernde Wertfaktoren ins Gewicht.  



  Werden solche Vertikalabschottungen zu einem spä  teren Zeitpunkt noch eingebaut, so ergeben sich erfah  rungsgemäss Ungenauigkeiten beim Abdichten von  Durchbrüchen, so dass als Folge davon nicht einmal       Schall-Längsdämmungswerte    von 40 Dezibel erreicht  werden.  



       Dichtigkeitsprüfungen    von Vertikalabschottungen  gestalten sich zudem äusserst schwierig, da sie mittels  Rauchproben durchgeführt werden müssen.  



  Decken mit     schallängsdämmender    Wirkung     sind     nach dem neuesten Stand der Technik wie folgt konzi  piert: Unter der Betondecke wurde eine untergezogene  schalldämmende Zwischendecke     montiert,    wobei die  Sichtdecke, auch Blinddecke genannt, von der schall  dämmenden Schicht getrennt ist. Als Nachteile einer  solchen Deckenkonstruktion seien folgende Punkte er  wähnt: Kostspielige, schwierige Konstruktionen     und     Montage. Ein weiterer grosser Nachteil bei diesen Kon  struktionen ist zudem auch darin zu erblicken, dass der  Deckenhohlraum nicht frei verfügbar ist, und dass der  selbe nicht beliebig     zugänglich    gemacht werden     kann.     



  Vorliegende Erfindung hat es sich zur Aufgabe ge  macht, all die     erwähnten        Nachteile    zu eliminieren.  



  Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeich  nung näher erläutert,     in    der beispielsweise eine Aus  führungsform einer erfindungsgemässen Decke aus     Dek-          kenplatten    dargestellt ist. Es zeigen:

         Fig.l    einen Längsschnitt einer     Blinddeckenkon-          struktion    mit Deckenplatten,       Fig.2    einen Querschnitt durch die Fugendichtung  der Blinddecke,       Fig.3    einen Vertikalschnitt einer Anordnung zur  Bestimmung der     Schall-Längsdämmung        R1    von Blind  decken und       Fig.    4 das Diagramm des     Schall-Längsdämm-Masses          R1    der untersuchten Blinddecke.  



  Die in     Fig.    1 dargestellte     schallängsdämmende    Blind  decke besitzt die gelochten Deckenplatten 1, 1', auf de  nen je eine     Glasfasermatte    2 mit     einer    Schichtdicke von  10 mm liegt. Diese     Glasfasermatte    2 kann     unterseits    mit       bitumenhaltiger        Spritzschicht    als     Rivselschutz    versehen  sein.

   Auf die     Glasfasermatte    2     wird    ein     allseitig    ge  dichtetes     Hartblech    3 aufgelegt und darüber eine zweite       Glasfasermatte    4 gelegt. Die Dichtung der Fugen zwi  schen den einzelnen Decken- und Blechplatten 1, 3 er  folgt mit selbstklebenden     Textilbändern    5. Die     Dichtung     der Fugen zwischen den     einzelnen    Deckenplatten 1, 1'  erfolgt durch     Zellgummischnüre    6, die     einseitig    an der       Aufkantung    der Deckenplatten 1, 1' angeklebt werden.

    Die Deckenplatten 1, 1' werden     endseits    auf einen Auf  hängewinkel 7 gelegt, der an einem Schlitzbandeisen 8  höhenverstellbar befestigt, und wobei das     Schlitzband-          eisen    8     in    bekannter Weise an der Betondecke ver  ankert     ist.     



  Um die     Schall-Längsdämmung        bestimmen    zu kön  nen, wurde gemäss     Fig.    3 wie folgt vorgegangen:    Im Laboratorium wurde in zwei     aneinandergren-          zenden,    über eine     Öffnung    von 3 m Breite und 2,5 m  Höhe verbundenen     Messräume    I und     II    die zu prüfende  Blinddecke 10 mit Luftabstand H von der oberen Decke  11 eingebaut. Dabei war die     Blinddecke    10, wie aus       Fig.    3 ersichtlich, von einem Raum I zum anderen     II     durchgezogen.

   Die beiden Räume I und     1I    wurden unter  halb der Blinddecke 10 durch     eine    Zwischenwand 12,  13 getrennt, deren Aufbau nachstehend angegeben ist:       Doppelschallge    Wand 12, 13 mit völlig voneinander  getrennten Schalen 12, 13, wobei die Schalen 12, 13 aus  12,5 mm starken     Gipskarton-Platten    mit 0,8 mm dün  nem Bleiblech beklebt waren. Der Schalenabstand be  trägt 150 mm und an jede Schale 12, 13 wurden 30 mm  dicke     Mineralwolleplatten    geklebt. Die     Aufhängung    der  Deckenplatten 1 erfolgte an nicht eingezeichneten, hori  zontal verlaufenden     C-Schienen,    an denen     Anhänger     befestigt wurden.

   Die raumbegrenzenden Wände wer  den mit 14 und die Betondecke mit 15 bezeichnet.  



  Bei der geschilderten Versuchsanordnung wurde da  von ausgegangen, dass die Schallübertragung 16 entlang  der     Blinddecke    10 erfolgt; und dass die Übertragung über  die Trennwand 12, 13     vernachlässigbar    ist. Dies     trifft     für ein mittleres     Längsdämm-Mass    bis zu 50 Dezibel zu.  Höhere Werte als etwa 56 Dezibel sind in dem Prüf  stand nicht mehr messbar.  



  Die     Schall-Längsdämmungs-Messungen    wurden wie  folgt durchgeführt:       In        einem    der beiden Räume I wurde mit     einem     Lautsprecher 17 der     Messschall        (Rauschen    von     Terz-          bandbreite)    erzeugt.

   Der in diesem Raum I und     im    an  grenzenden Raum     1I    sich ergebende Schallpegel wurde  mit einem     Schallpegelmesser    über     ein    zwischengeschalte  tes     Terzfilter    mit Hilfe einer automatisch über Raum  und     Zeit        integrierenden    Anordnung gemessen. Die     Mess-          anordnung    entsprach in vollem Umfang den     Richtlinien     von DIN 52210, Ausgabe 1960.

   Die     Nachhallzeit    des  Empfangsraumes wurde nach DIN 52212, Ausgabe  1961 ermittelt und daraus das äquivalente     Schallabsorp-          tionsvermögen    A dieses Raumes     berechnet.     



  Bei der benutzten Darstellung wurde angestrebt,  eine anschauliche und unmittelbar praktisch anwend  bare     Kennzeichnung    zu verwenden. Die     Schall-Längs-          dämmung    wird deshalb     im    folgenden ausgedrückt     in     Form des     Schalldämm-Masses    einer gedachten Trenn  wand, welche gleich viel Schall überträgt, wie die zu  prüfende     Blinddecke    10. Dabei muss allerdings die zu  der untersuchten Blinddecke 10 gehörige Fläche der  Trennwand durch eine Vereinbarung festgelegt werden.  



  Es wurde davon ausgegangen, dass die Raumhöhe       in    Büro- und     ähnlichen    Bauten     im    Mittel h = 3 m be  trägt; im übrigen wurde die Breite b der     Trennwand     12, 13 gleich der Breite der untersuchten     Blinddecke    10  (= 3 m) angenommen.

   Damit wurde das für die     Blind-          decke    10 gültige     Schall-Längsdämm-Mass        R1    folgender  massen definiert:  
EMI0002.0120     
    Dabei bedeuten:     L,    Schallpegel     im    Senderaum I,       L2    Schallpegel     im    Empfangsraum     II,     A     Schallabsorptionsvermögen        im    Empfangsraum, be  stimmt aus Nachhall-Messungen,  So Bezugsfläche einer Trennwand 12, 13 = h - b, wobei  h     und    b je zu 3 m angenommen sind.  



  Von den     in    Abhängigkeit von der Frequenz gemes  senen Werten des     Schall-Längsdämm-Masses    wurde     ein         Mittelwert über den Frequenzbereich 100 bis 3200 Hz  berechnet.  



  Dieses so berechnete     Schalldämm-Mass        ist    unmittel  bar mit den     Schalldämmwerten    von Trennwänden ver  gleichbar.     Ein,        Längsdämm-Mass    einer Blinddecke nach  der     obgenannten    Definition von beispielsweise 40     dB     bedeutet, dass die Schallübertragung der Blinddecke so  gross ist,

   wie die     übertragung    über     eine    Trennwand mit  dem     Schalldämm-Mass    von 40     dB.    Das     Luftschallschutz-          mass        LSM    wurde nach DIN 4109, Ausgabe 1962, für  Messungen am Bau ermittelt.  



  Das     Schall-Längsdämm-Mass        R1    der schalldämmen  den Blinddecke aus Deckenplatten 10 ist in     Fig.    4     darge-          ,stellt.    Dort ist     R1    in Abhängigkeit von der Frequenz     in     ein Diagramm     eingetragen.    Daraus ergab sich das mitt  lere     Schall-Längsdämm-Mass        R1.,        gemittelt    über den  Frequenzbereich von 100     bis    3200 Hz,

   zu         Rlm    = 50     dB       Das     Luftschallschutzmass    nach DIN 4109, Ausgabe  1962, beträgt     LSM    = -3     dB.     



  Durch die schalldämmende     Blinddecke    aus Decken  platten werden somit     Schall-Längsdämmwerte    erreicht,  die bis anhin unerreicht waren. Die schalldämmende  Blinddecke aus Deckenplatten kennzeichnet sich durch  ihre Einfachheit und durch     ihre        Unkompliziertheit    in  Aufbau und Montage aus. Während bis anhin bei den  bekannten     Schallä.ngsdämmvorrichtungen        eine        Vertikal-          abschottung    erfolgte, so liegt hier eine     Horizontalab-          schottung    vor, wobei die Materialauswahl von aus  schlaggebender Bedeutung ist.

   Das spezifische Gewicht  des Materials muss möglichst gross sein. Durchtretende       Restschallenergie    wird reduziert und im Hohlraum zwi  schen Blinddecke 10 und Betondecke 15 weiter auf     ein          Minimum        herabgemindert.     



  Die     Vorteile    der schalldämmenden     Blinddecke    aus  Deckenplatten     sind    unter anderem auch noch darin zu    erblicken, dass der über der     Blinddecke    10 sich     befind-          liehe    Hohlraum H für     Installationen        irgendwelcher    Art  frei verfügbar     ist.     



  Dieser Hohlraum H     ist    beliebig zugänglich, indem  durch Aushängen einzelner oder mehrerer Deckenplat  ten 1, 1' dieser Zugang ermöglicht     wird.    Die Dichtigkeit       in    bezug auf die     Horizontalabschottung        ist        gewährleistet,     da die     einzelnen        Deckenplattenelemente    1, 1' als     vor-          fabrizierte        Einheit    angeliefert und     montiert    werden kön  nen.

   Bei der Wahl     eines    geeigneten     Trägerprofils    für  eine     Zwischenwand    kann praktisch jede     Verlegeart    von  Metalldecken bei dieser     horizontalen    Abschottung her  angezogen werden. Irgendwelche sichtbaren Schienen  können wegfallen, so dass diese Vorrichtung auch ästhe  tische     Vorteile    bietet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schalldämmende Blinddecke aus Deckenplatten, da durch gekennzeichnet, dass gelochte Deckenplatten (1, l') für Horizontalabschottung innerseits mit einer Mine ralfasermatte (2) belegt sind, auf der ein allseitig abge dichtetes Hartblech (3) liegt, über dem eine zweite Mineralfasermatte (4) angebracht ist, derart, dass das Ganze ein für sich abgeschlossenes und gedichtetes Deckenelement bildet. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schalldämmende Blinddecke aus Deckenplatten nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasfasermatten (2, 4) je mindestens 15 mm dick sind. 2. Schalldämmende Blinddecke aus Deckenplatten nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schall-Längsdämmung minde stens 50 Dezibel beträgt.
CH819468A 1968-05-30 1968-05-30 Schalldämmende Blinddecke aus Deckenplatten CH469877A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2328084A1 (fr) * 1975-10-14 1977-05-13 Rockwool Int Matiere constituant la masse centrale d'elements de construction de type sandwich

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