CH470531A - Drahtseil - Google Patents
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Description
<B>Drahtseil</B> Die Erfindung betrifft ein Drahtseil mit Litzen, die mindestens zwei Drahtlagen und Kunststoff aufwei sen.
Es sind Drahtseile der vorstehenden Art bekannt, bei denen die Drähte der Litzen vollständig in Kunststoff eingebettet sind und die Litzen ihrerseits von einem Kunststoffmantel völlig umschlossen sein können. Bei diesen Seilen haben die Drähte der einzelnen Litzen keinen metallischen Kontakt miteinander. Die bekannten Seile vermögen insbesondere deshalb nicht voll zu befriedigen, weil bei ihnen die Verschleissfestigkeit sämt licher Drahtlagen der einzelnen Litzen durch die völlige Kunststoffumhüllung annähernd gleichmässig beeinflusst wird.
Es erfolgt mithin keine Anpassung der Verschleiss- festigkeit der oft spezifisch höher beanspruchten inneren Drahtlagen an die Verschleissfestigkeit der häufig spezi fisch weniger beanspruchten äusseren Drahtlagen, und die Gewähr, dass im Inneren der Litzen kein erhöhter oder frühzeitiger Verschleiss auftritt, der zum plötzlichen Bruch des Seils führt, ist somit nicht gegeben. Ausser- dem scheidet bei den bekannten Seilen eine visuelle Verschleisskontrolle aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile auszuschalten und ein Seil zu entwickeln, bei dem der Kunststoffanteil des Seils einer seits die visuelle Kontrolle der Ablegereife nicht beein trächtigt und andererseits dort angeordnet ist, wo eine unerwünschte Zerstörung des Seils verhindert werden soll.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass mindestens einzelne Litzen unter einer kunststoffreien Drahtlage mindestens eine innere Drahtlage aufweisen, bei der jeweils ein dicker Draht auf einen dünnen Draht folgt und sich zwischen jeweils zwei dicken Drähten Spalte befinden, in die von aussen her Polyamid greift.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Litze mit zwei Drahtlagen; Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Litze mit zwei Drahtlagen; Fig. 3 einen Schnitt durch eine Litze mit drei Drahtlagen; Fig. 4 einen Schnitt durch eine Litze mit drei Drahtlagen; Fig. 5 die perspektivische Ansicht einer Litze mit drei Drahtlagen und Fig. 6 ein Seil mit Litzen gemäss Fig. 1.
In Fig. 1 ist 11 ein von einem Draht gebildeter Litzenkern, um den zwei Drahtlagen geschlagen sind. Die erste. Drahtlage besteht aus dicken Drähten 12 und dünnen Drähten 13, welche einander abwechseln. Der Durchmesser der dünnen Drähte beträgt knapp 20 % des Durchmessers der dicken Drähte. Bei Einhaltung des genannten Durchmesserverhältnisses bleiben zwischen den dicken Drähten 12 Zwischenräume, welche eine gute Verankerung des vom Umfang her in die Drahtla ge greifenden Kunststoffes 14 gestattet. Der Kunststoff steht im dargestellten Ausführungsbeispiel nicht über den durch die Scheitelpunkte 15 der dicken Drähte 12 verlaufenden Hüllkreis vor.
Er bildet zusammen mit den Drähten einen annähernd zylindrischen Tragkörper für die aus Drähten 16 bestehende Drahtlage. Als Kunst stoff wird Polyamid oder ein ähnliche Eigenschaften aufweisender Termoplastischer Kunststoff benützt.
Die Litze gemäss Fig. 2 hat einen ähnlichen Aufbau wie die Litze nach Fig. 1. Die äussere Lage der Litze besteht hier aus Drähten 16 gleicher Zahl und Stärke wie beim ersten Seil. Der Kerndraht 18 und die dicken Drähte 19 sowie die dünnen Drähte 20 der inneren Lage der Litze haben dagegen etwas kleinere Durchmesser, um Platz für die die innere Drahtlage umfassende Kunststoffummantelung 21 zu schaffen.
Selbstverständ- lich ist es in der Praxis möglich, dass nach dem Verseilvorgang auch die mit 17 bezeichneten Lücken zwischen den Drähten 16 ganz oder teilweise mit Kunststoff ausgefüllt sind. In einem derartigen Fall sieht der Betrachter nach dem Entfernen der äusseren Draht- lage nicht einen glatten Zylinder, sondern einen Zylin- der, welcher aussen den Drähten 16 entsprechende Vertiefungen aufweist. Die vorteilhaften Eigenschaften des Seils werden durch diese Vertiefungen bzw. Vor sprünge nicht beeinträchtigt.
Eine dreilagige Litze ist in Fig. 3 abgebildet. Bei der Herstellung dieser Litze wird zunächst die erste, aus Drähten 22 und 23 bestehende Lage um den Kern 24 geschlagen und der Kunststoff 25 etabliert. Anschlies send schlägt man über diese einlagige Litze eine Lage aus Drähten 26 und 27 mit einer Ganghöhe, die die Gewähr einer gleichmässigen Dehnung der beiden Drahtlagen bietet. Nachdem auch die Lücken dieser Lage mit Kunststoff 28 ausgefüllt sind, wird schliesslich, und zwar wiederum mit einer geeigneten Ganghöhe, die äussere der Sichtkontrolle zugängliche, aus Drähten 29 bestehende Drahtlage geschlagen.
Durch die Verwen dung eines hinreichend festen und widerstandsfähigen Kunststoffs ist sichergestellt, dass auch bei ungünstigen Beanspruchungen stets zuerst Drahtbrüche in der äusse- ren Lage der Litze auftreten. Da diese der Sichtkontrolle zugänglich sind, kann die Ablegereife auf bekannte einfache Art und Weise rechtzeitig festgestellt werden.
Fig. 4 zeigt eine in ihren Aussenabmessungen der Litze gemäss Fig. 3 entprechende Litze, bei der der Kunststoffanteil 30, 31 der beiden inneren Drahtlagen diese aussen jeweils mantelartig umschliesst.
Die perspektivische Darstellung einer ebenfalls dreila- gigen Litze in Fig. 5 macht deutlich, dass die Drähte 32 und 33, 34 bzw. 33, 34 und 35, 36 der einzelnen um den Kern 37 geschlagenen Drahtlagen in ihrer Unterseite jeweils eine kontinuierliche linienförmige Auflage finden. Die Gefahr, dass es zu Einkerbungen infolge überhöhter punktueller Drücke kommt, ist mithin nicht gegeben.
In Fig. 6 ist schliesslich ein Seil mit Litzen gemäss Fig. 1 dargestellt, die hier allgemein mit 38 bezeichnet sind. Die Litzen bilden eine Lage, welche einen Hanf kern 39 umschliesst. Anstelle des Hanfkerns kann auch eine andere Selle bzw. ein anderer innerer Seilaufbau treten. In allen beschriebenen Fällen finden die sich auf Kunststoff abstützenden Drähte der Litzen eine ausge zeichnete Auflage mit selbstschmierenden Eigenschaften vor.
Da zwischen den Kunststoffanteilen und den metalli schen Anteilen keine Haftverbindung vorliegt, können sämtliche Drähte der Litzen ohne Schwierigkeiten Aus gleichsbewegungen ausführen, die die Seilgefügeverschie- bungen kompensieren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Drahtseil mit Litzen, die mindestens zwei Drahtlagen und Kunststoff aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einzelne Litzen (38) unter einer kunststoff freien Drahtlage (16; 29; 32) mindestens eine innere Drahtlage (12, 13; 19, 20; 22, 23; 26, 27; 33, 34; 35, 36;) aufweisen, bei der jeweils ein dicker Draht (12 bzw. 19 bzw. 22 bzw. 26 bzw. 33 bzw. 36) auf einen dünnen Draht (13 bzw. 20 bzw. 23 bzw. 27 bzw. 34 bzw. 37) folgt und sich zwischen jeweils zwei dicken Drähten (12) Spalte befinden, in die von Aussen her Polyamid greift. UNTERANSPRÜCHE 1.Drahtseil nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zichnet, dass die Drahtlagen der mit Kunststoffeinlagen versehenen Litzen mit unterschiedlicher Ganghöhe ver- seilt sind. 2. Drahtseil nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmes ser der dünneren Drähte (13) etwa 18-4.0 % des Durchmessers der dickeren Drähte (12) beträgt. 3.Drahtseil nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoff teile (21, 31) über den durch die Scheitelpunkte der Drähte verlaufenden Hüllkreis hinausragen (Fig. 2 und 4). 4. Drahtseil nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der über den Hüllkreis vorstehende Kunst stoffteil (21, 31) aus einem im wesentlichen zylindri schen Mantel besteht.5. Drahtseil nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoff teile im wesentlichen innerhalb des durch die Scheitel punkte der Drähte verlaufenden Hüllkreises liegen (Fig. 1 und 3). 6. Drahtseil nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den mit Kunststoffeinlagen versehenen Litzen sämtliche Drähte einer Lage den gleichen Innenkreis haben. 7.Drahtseil nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den mit Kunststoffeinlagen versehenen Litzen der Kunststoff keine Haftverbindung mit den Drähten eingeht. B. Drahtseil nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die aussen liegenden Litzen unter einer kunststoffreien Drahtlage mit Kunststoffteilen versehene Drahtlagen auf weisen. 9. Drahtseil nach Unteranspruch 8, dadurch gekenn zeichnet, dass nur die aussen liegenden Litzen unter einer kunststoffreien Drahtlage mit Kunststoffteilen ver sehene Drahtlagen aufweisen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH351168A CH470531A (de) | 1968-03-08 | 1968-03-08 | Drahtseil |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH (1) | CH470531A (de) |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| WO2016120237A1 (en) * | 2015-01-27 | 2016-08-04 | Nv Bekaert Sa | Stranded wire rope |
-
1968
- 1968-03-08 CH CH351168A patent/CH470531A/de not_active IP Right Cessation
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