CH471818A - Verfahren zur Herstellung von a-Alkyl-thyroninen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von a-Alkyl-thyroninen

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CH471818A
CH471818A CH751668A CH751668A CH471818A CH 471818 A CH471818 A CH 471818A CH 751668 A CH751668 A CH 751668A CH 751668 A CH751668 A CH 751668A CH 471818 A CH471818 A CH 471818A
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iodine
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Hillmann Guenter Dr Prof
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Ruediger Dr Beckmann
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Gruenenthal Chemie
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    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/54Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/72Two oxygen atoms, e.g. hydantoin
    • C07D233/76Two oxygen atoms, e.g. hydantoin with substituted hydrocarbon radicals attached to the third ring carbon atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   a Alkylthyroninen   
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von a-Alkyl-thyroninen der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 worin   Rt    für einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen steht, R2 eine Aminogruppe bedeutet und R3 bis   R5    gleich oder verschieden sind und für Wasserstoffoder Jodatome stehen.



   Diese Verbindungen können in Salze mit anorganischen oder organischen Basen oder Säuren übergeführt werden. Der Alkylrest   Rj    kann geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise steht R1 für eine Methyloder   Athylgruppe.   



   Es ist eine klinische und pathologisch-anatomische Erfahrung, dass Arterioskleroseformen und Coronarsklerosen bei einer   Überfunktion    der Schilddrüse selten zu beobachten sind. Es sind daher auch schon lange Versuche bekannt, die Arteriosklerose und vor allem die Coronarsklerose durch Verwendung von Schilddrüsenhormonen günstig zu beeinflussen. Experimentell ist eine solch günstige Beeinflussung durch eine Senkung des Cholesterinspiegels im Serum nachweisbar.



  Als unerwünschte Nebenwirkung tritt jedoch bei der Verabreichung von Schilddrüsenwirkstoffen eine Erhöhung des Grundumsatzes auf, die eine Anwendung zumindest bei Coronarsklerosen verbietet. Es wird z. B. der Grundumsatz bei männlichen Ratten, gemessen an der Zunahme des Sauerstoffverbrauches, durch subcutane Applikation von 0,06 mg L-Thyroxin/kg Ratte um 41+5,2   O/o,    durch subcutane Applikation von 0,3 mg L-Thyroxin/kg Ratte sogar um   70+6,      O/o    erhöht. Die Verbindungen der Formel I haben nun den Vorzug, den Serumcholesterinspiegel wesentlich zu senken, ohne den Grundumsatz zu erhöhen. Gibt man z. B.

   Ratten, die mit einer   cholesterinreichen    Diät ernährt wurden, über 14 Tage täglich lOOOy dl-a-Methylthyroxin-Natrium pro kg Ratte subcutan, so sinkt der Serumcholesterinspiegel der   behandeltenTiere    auf   263 mg0/o    gegenüber   380mg    bei den Diätkontrollen. Bestimmt man den Grundumsatz bei Ratten, so ergibt die subcutane Applikation von 6 mg   dl-ct-Methyi-thyroxin/kg    Ratte keine Erhöhung des Sauerstoffverbrauchs. dl-a-Methyl-thyroxin ergibt im Vergleich zu L-Thyroxin erst bei der 2000fachen Dosis eine schwache Erhöhung des Sauerstoffverbrauchs.

   Die antigoitrogene Wirkung, das ist die Aufhebung der durch Thiouracil hervorgerufenen Vergrösserung der Schilddrüse bei der Ratte, kann als weiteres Mass für die unerwünschte thyreomimetische Wirkung einer Verbindung herangezogen werden. Dabei entsprechen 20 mg dl-a-Methylthyroxin in ihrer Wirkung 0,020 mg L-Thyroxin. Eine Verminderung der Gewichtszunahme, wie sie bei der Verabreichung von Schilddrüsenhormonen als Ausdruck der thyreotoxischen Wirkung dieser Verbindung auftritt, ist bei der Verbindung der allgemeinen Formel I nicht beobachtet worden. So entspricht z. B. das Endgewicht der mit 4,0 mg/kg Ratte a-Methylthyroxin über einen Zeitraum von 14 Tagen behandelten Ratten dem der   Diätkontrollen.   



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I enthalten ein asymmetrisches Kohlenstoffatom und können daher in zwei optisch aktiven Formen auftreten. Die vorstehenden Angaben beziehen sich auf das Isomerengemisch. Die Auftrennung in die d- und   l-Form    kann nach an sich bekannten Methoden erfolgen. Ausserdem kann man bei der nachstehend beschriebenen erfindungsgemässen Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I von optisch aktiven Ausgangsprodukten ausgehen und dadurch zu optisch aktiven a-Alkyl-thyroninen gelangen.



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I werden erfindungsgemäss hergestellt, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel: 
EMI2.1     
 worin   RN,      R3    und R4 dieselbe Bedeutung wie in Formel I haben,   RG    und R, zusammen die Gruppe   -NH-CO-NH bedeuten    oder   R6    für eine Oxy- oder eine verätherte Oxygruppe steht und R, für eine Acylaminogruppe steht, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel:

  
EMI2.2     
 in der R8 für einen Alkylrest steht und An ein Anion bedeutet, in Gegenwart eines alkalisch reagierenden Stoffes, vorzugsweise eines   Metall alkohol ates,    zweckmässig unter Verwendung eines Alkohols als Lösungsmittel zur Reaktion bringt und die entstehende Verbindung der allgemeinen Formel
EMI2.3     
 worin   RS,    R3, R4,   R6,    R, und R8 dieselbe Bedeutung wie in den vorherigen Formeln haben, nach Entfernung des Lösungsmittels, gegebenenfalls ohne vorherige Reinigung, mit sauren Verseifungsmitteln, vorzugsweise Bromwasserstoffsäure/Eisessig oder Jodwasserstoffsäure/ Eisessig, zu einer Verbindung der allgemeinen Formel
EMI2.4     
 worin   Rt,      R3    und R4 die gleiche Bedeutung wie oben haben,

   oder zu einer Verbindung der allgemeinen Formel
EMI2.5     
 worin   R1, R3    und R4 die gleiche Bedeutung wie oben haben, hydrolysiert, die gegebenenfalls erhaltene Verbindung der Formel Vb durch gelindes Erwärmen mit wässrig-alkalischen Lösungen oder mit wässrigen Lösungen von Mineralsäuren in die Verbindung der Formel Va überführt und in die auf einem dieser beiden Wege erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel Va durch Jodierung, vorzugsweise im alkalischen Medium mit Jod und/oder anderen jodierenden Agenzien, wie z. B.   JodtJodkalium,    N-Jodacetamid, N-Jodsuccinimid, Chlorjod   usw.,    ein oder zwei Jodatome einführt, wobei die gewünschte Verbindung der Formel I, in der R2 für eine Aminogruppe steht, erhalten wird.



   Sofern Verbindungen der allgemeinen Formel I erhalten werden sollen, in denen R2 für eine Acylaminogruppe steht, können die nach dem vorstehenden Verfahren erhaltenen Verbindungen mit freier Aminogruppe durch Umsetzung mit einem reaktionsfähigen Derivat einer Carbonsäure, wie z. B. einem Carbonsäure  anhydrid, -halogenid    oder -ester, umgesetzt werden.



   Zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I, in denen   R5    für ein Wasserstoffatom steht, kann man gegebenenfalls in der entsprechenden Verbindung der allgemeinen Formel   1,    in der R5 für ein Jodatom steht, dieses Jodatom beispielsweise durch Behandeln   mit    Alkali bei erhöhter Temperatur wieder entfernen.



   Gewünschtenfalls kann man die Verbindungen der allgemeinen Formel I durch   Versetzen    mit einer Base oder einer Säure in das betreffende Salz überführen, wodurch bei Verwendung optisch aktiver Basen oder Säuren die entsprechenden Salze der isomeren Formen erhalten werden, die - wie einleitend bereits   erwähnt -    nach an sich bekannten Methoden in die optisch aktiven Komponenten aufgespalten werden können.



   Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung. Die Temperaturangaben sind durchweg unkorrigiert. Bei der Durchführung der Beispiele wurde nicht auf maximale Ausbeuten gearbeitet.



   Beispiel 1
Eine Mischung von 7,88 g Bis-(p-anisyl)-jodoniumjodid, 3,46 g   5-(3'-Jod-p-oxy-benzyl-)-5-methyl-hydan    toin und 0,1 g Kupferpulver wird mit 120 cm3 Methanol aufgeschlämmt und mit 1,5 cm3 Triäthylamin versetzt. Man rührt 24 Stunden lang bei Raumtemperatur und filtriert vom ungelösten Rückstand. Nach Abdestillation des Lösungsmittels bei vermindertem Druck erhält man mit Essigester das bei 246 bis   248 0C    unter Zersetzung schmelzende   5-(3'-Jod-4'-p-methoxyphe-    noxybenzyl)-5-methylhydantoin.



   Das als Ausgangsprodukt verwendete 5-(3'-Jod-poxybenzyl)-5-methyl-hydantoin erhält man auf folgende Weise:    22,02 g      5-(p-Oxybenzyl)-5-methyl-hydantoin    werden in 500 cm3 wässriger   NH3-Lösung    von der Dichte 0,91 gelöst. Unter Rühren lässt man 104 cm3 einer   1,85n-    Kaliumjodid/Jod-Lösung zulaufen. Man rührt einige Stunden lang nach, verdünnt mit dem gleichen Volumen Wasser, stellt mit Eisessig auf einen pH-Wert von 5,5 ein und erhält so nach Umkristallisation aus Dioxan Wasser das bei 187 bis 189   "C    schmelzende 5-(3'-Jodp-oxybenzyl)-5-methyl-hydantoin in einer Ausbeute von 74   O/o    der Theorie.



   Beispiel 2
4,7 g   5-(3',5'-Dijod-4'-oxybenzyl)-5-methyl-hy    toin werden in 100 cm3 absolutem Methanol aufgeschlämmt und mit 8,42 g Bis-(p-anisyl)-jodoniumbromid, 1,4   cm3    Triäthylamin und 0,1 g Kupferpulver versetzt. Man rührt 24 Stunden bei Raumtemperatur und filtriert vom ungelösten Rückstand. Das Filtrat wird eingeengt, mit Wasser versetzt und mit 2n-Salzsäure angesäuert. Das ausgefällte Rohprodukt wird mit 2n-Salzsäure und nach Trocknen mit Chloroform gewaschen.



  Nach Umkristallisation aus   Äthanol    erhält man das bei 250 bis 259 0C schmelzende 5-(3',5'-Dijod-4'-p-methoxyphenoxybenzyl)-5-methyl-hydantoin.



   Das in Beispiel 2 als Ausgangsprodukt verwendete 5-(3',5'-Dijod-4'-oxybenzyl)-5-methyl-hydantoin erhält man auf folgende Weise:
22 g 5-Methyl-5-p-oxybenzyl-hydantoin werden in einer Mischung von 130   cm3    500/oiger Athylaminlösung und 90 cm3 Wasser gelöst und tropfenweise mit einer Lösung von 56 g Jod in konzentrierter Kaliumjodidlösung versetzt. Man rührt 2 Stunden nach, säuert mit Sn-Salzsäure an und erhält so das bei 237 bis   239 0C    schmelzende   5-(3', 5'-Dijod-4'-oxybenzyl)-5-methyl-hy-    dantoin in einer Ausbeute von 80   O/o    der Theorie.



   Beispiel 3
28,9 g   5-(3',5'-Dijod-4'-p-methoxy-phenoxybenzyl)-    5-methyl-hydantoin werden in einer Mischung von 90   cm3    Eisessig und 90   cm3    570/oiger Jodwasserstoffsäure eine Stunde lang auf Rückflusstemperatur erhitzt.



  Man giesst die abgekühlte Lösung in Eiswasser und erhält so nach Filtration das bei 286 bis 288   OC    unter Zersetzung   schmelzende 5-(3',5'-Dij od-4'-p-oxyphenoxy-    benzyl)-5-methyl-hydantoin in einer Ausbeute von 88,4   O/o    der Theorie.



   Beispiel 4
16,92 g   5-(3',5'-Dijod-4'-p-oxyphenoxy-benzyl)-5    methyl-hydantoin werden in 338 cm3 Natronlauge gelöst und 50 Stunden lang auf Rückflusstemperatur erhitzt. Nach Abkühlen setzt man Eisessig bis zu einem pH-Wert von ungefähr 5 zu. Der Niederschlag wird abgesaugt, in Alkohol-Salzsäure   (8:1,6)    gelöst, mit Kohle geklärt und in der Hitze mit dem gleichen Volumen Wasser verdünnt. Durch Zugabe von heisser gesättigter Natriumacetatlösung stellt man einen pH-Wert von 5,5 ein und erhält so das bei 270 bis 274   0C    unter Zersetzung schmelzende   3, 5-Dijod-a-methyl-thyronin    in einer Ausbeute von 79   O/o    der Theorie.



   Beispiel 5    10,78    g   3,5-Dijod-a-methyl-thyronin    werden in 308   cm3    wässriger NH3-Lösung von der Dichte   0,91    gelöst. Unter Rühren lässt man 45 cm3 einer   1,85n-Ka-    liumjodid/Jod-Lösung schnell zulaufen. Man kühlt ab und saugt das ausgefallene Ammoniumsalz ab. Man löst in Alkohol unter Zugabe von wenig 2n-Natronlauge. Durch Ansäuern mit Eisessig auf pH 5,5 erhält man das a-Methylthyroxin vom Schmelzpunkt 258 bis 260   OC    unter Zersetzung in einer Ausbeute von 71   O/o    der Theorie.



   Beispiel 6
10,78 g   3,5-Dijod-a-methyl-thyronin    werden in 103 cm3 wässriger NH3-Lösung von der Dichte   0,91    suspendiert. Unter Rühren lässt man 44,3 cm3 einer 1, 85n-Kaliumjodid/Jod-Lösung zulaufen. Man rührt eine Stunde lang nach und bewahrt über Nacht im Kühlschrank auf. Der Niederschlag wird abfiltriert, in Alkohol unter Zugabe von wenig 2n-Natronlauge gelöst und mit Eisessig auf pH 5,5 angesäuert. Man erhält so das 3,3',5'-Trijod-a-methyl-thyronin vom Schmelzpunkt 236   OC    unter Zersetzung in einer Ausbeute von 34,2   O/o    der Theorie.



   Beispiel 7
1 g   3,5-Dijod-a-methyl-thyronin    werden in 20 cm3 2n-Natronlauge gelöst. Man   küfilt    auf 10   OC    und leitet Kohlendioxyd ein. Dabei fällt das Natriumsalz des 3,5 Dijod-a-methyl-thyronins in nahezu quantitativer Ausbeute aus. Schmelzpunkt 266 bis 267   "C    unter Zersetzung.



   Beispiel 8
1 g a-Methyl-thyroxin werden in 20 cm3 2n-Natronlauge gelöst. Man kühlt auf   10  C    und leitet Kohlendioxyd ein. Dabei fällt das Natriumsalz des a-Methylthyroxins in nahezu quantitativer Ausbeute aus.



  Schmelzpunkt 210 bis   212     unter Zersetzung.



   Beispiel 9
7,9 g a-Methyl-thyroxin werden in 20   cm3    Pyridin suspendiert, mit 10 cm3 Acetanhydrid versetzt und 4 Stunden auf   100 0C    erhitzt. Man entfernt das Lösungsmittel durch Destillation im Vakuum und löst den öligen Rückstand in wenig Aceton. Beim Versetzen mit Wasser und 2n-Salzsäure erhält man das bei 258 bis 260   OC    schmelzende   N,O-Diacetyl--methyl-thyroMn    in einer Ausbeute von 80   O/o    der Theorie.



   4,4 g der vorstehenden Verbindung werden mit 100   cm3 Äthanol    und 20   cm3    400/oiger wässriger Natronlauge bei Raumtemperatur gerührt. Nach 1 Stunde werden 80 cm3 Wasser zugesetzt, und die klare Lösung wird mit 5n-Salzsäure angesäuert. Dabei erhält man das N Acetyl-a-methyl-thyroxin in einer Ausbeute von 80   O/o    der Theorie. Nach Umkristallisation aus Eisessig schmilzt die Verbindung ab 235   OC    unter Zersetzung.



   Beispiel 10
Eine Mischung von   16,9    g Bis-(p-anisyl)-sodoniumbromid,   10,34    g   N-Acetyl-a-methyl-3 ,5-dijod-thyrosin-    äthylester und 1,7 g Kupferpulver wird mit 150   cm3    Methanol aufgeschlämmt und mit 2,8   cm3    Triäthylamin versetzt. Man rührt 24 Stunden bei Raumtemperatur und filtriert vom ungelösten Rückstand. Nach Abdestillation des Lösungsmittels bei vermindertem Druck erhält man mit 500/oigem wässrigem Isopropanol den N-Acetyl-a   methyl-3 , 5-dijod-4 - (4'-methoxyphenoxy) -thyrosinäthyl-    ester vom Schmelzpunkt 154 bis 156   OC    in einer Ausbeute von 60   O/o    der Theorie.



   Den vorstehend als Ausgangsprodukt verwendeten   N-Acetyl-a-methyl-3 ,5-dijod-thyrosinäthylester    erhält man auf folgende Weise:
44,7 g   a-Methyl-3, 5-dijodthyrosin    werden in 750   cm3    absolutem Äthanol suspendiert und bei Raumtemperatur mit trockenem Chlorwasserstoffgas gesättigt.



  Anschliessend wird auf Rückflusstemperatur erwärmt und 7 Stunden Chlorwasserstoffgas eingeleitet. Man entfernt das Lösungsmittel im Vakuum, löst in 500/oigem Äthanol und neutralisiert durch Zusatz einer 50/oigen Natriumbicarbonatlösung. Der dabei ausfallende a-Me  thyl-3,5-dijod-thyrosinäthylester    schmilzt nach Umkristallisation aus Äthanol bei 164 bis 165   OC.    Ausbeute 27,6 g, das sind 58,2   O/o    der Theorie.



   23,8 g der vorstehenden Verbindung werden in einer
Mischung von 125 cm3 Pyridin und 25 cm3 Acetan hydrid 5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Lö sungsmittel wird bei niedriger Temperatur im Vakuum abdestilliert. Man löst den Rückstand in 500 cm3 Ätha nol, setzt 50 cm3 500/oiger Natronlauge hinzu und rührt
2 Stunden bei Raumtemperatur. Nach Verdünnen mit
Wasser erhält man auf Zusatz von Salzsäure das N  Acetyl-a-methyl-3 ,5-dijodthyrosin    in einer Ausbeute von 67,7   O/o    der Theorie. Nach Umkristallisation aus verdünntem Äthanol schmilzt die Verbindung bei 209 bis 211   OC.   



     14,7    g der vorstehenden Verbindung werden in einer
Mischung von 30 cm3 absolutem Äthanol und 250 cm3  Chloroform unter Zusatz von 1 g p-Toluolsulfonsäure 24 Stunden am Wasserabscheider auf Rückflusstemperatur erhitzt. Nach Entfernung des Lösungsmittels erhält man den   N-Acetyl-a-methyl-3 ,5-dijodthyrosinäthyl-    ester in einer Ausbeute von 74    /o    der Theorie. Schmelzpunkt 140 bis 142   OC.   



   Beispiel 11
6,23 g   N-Acetyl-a-methyl-3 ,5-dij od-4-(4'-methoxy-    phenoxy)-thyrosinäthylester werden mit einer Mischung von 90   cm3      570/obiger    Jodwasserstoffsäure und 90   cm3    Eisessig 4 Stunden auf Rückflusstemperatur erhitzt Nach Aufarbeitung gemäss Beispiel 4 erhält man das bei 270 bis 274   OC    unter Zersetzung schmelzende 3,5 Dijod-a-methyl-thyronin in einer Ausbeute von 73   O/o    der Theorie, identisch mit dem nach Beispiel 4 erhältlichen Produkt.



   Beispiel 12
22,1 g   a-Äthyl-3,5-dijod-thyronin    werden in 130cm3 einer wässrigen   330/obigen      Äthylaminlösung    gelöst und tropfenweise mit 86,5 cm3 einer   1,85n-Jod-Jodkalium-    lösung versetzt. Man rührt 1 Stunde nach und versetzt mit 160/oiger Salzsäure bis zu einem pH-Wert von 5.



  Die ausgefallene Aminosäure wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und in einer Mischung von 250   cm3    Äthanol und 100   cm3    2n-NaOH gelöst. Nach Klären mit Aktivkohle erhält man durch Zusatz von 2n-Salzsäure bei pH 6 das a-Äthyl-thyroxin vom Schmelzpunkt 236 bis 238   OC    in einer Ausbeute von 60 O/o der Theorie.



   Beispiel 13
Analog Beispiel 12 erhält man aus dem a-n-Propyl  3,5-dijodthyronin    vom Schmelzpunkt 278 bis   280 0C    das bei 231 bis 232   OC    schmelzende a-n-Propyl-thyroxin in einer Ausbeute von 46,5   O/o    der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von a-Alkyl-thyroninen der allgemeinen Formel: EMI4.1 worin R, für einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen steht, R2 eine Aminogruppe bedeutet und R3 bis R5 gleich oder verschieden sind und für Wasserstoffoder Jodatome stehen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel: EMI4.2 worin R6 und R7 zusammen für die Gruppe -NH-CO NH- stehen oder Re für eine Oxy- oder eine verätherte Oxygruppe und R7 für eine Acylaminogruppe steht, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel:
    EMI4.3 in der R8 für einen Alkylrest steht und An ein Anion bedeutet, in Gegenwart eines alkalisch reagierenden Stoffes zur Reaktion bringt und die entstehende Verbindung der allgemeinen Formel EMI4.4 nach Entfernung des Lösungsmittels mit sauren Verseifungsmitteln zu einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI4.5 oder zu einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI4.6 hydrolysiert, die gegebenenfalls erhaltene Verbindung der Formel Vb durch gelindes Erwärmen mit wässrigalkalischen Lösungen oder mit wässrigen Lösungen von Mineralsäuren in die Verbindung der Formel Va überführt und in die auf einem dieser beiden Wege erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel Va durch Jodierung ein oder zwei Jodatome unter Bildung der Verbindung der Formel I, in der R3 für eine Aminogruppe steht, einführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in so erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I die Aminogruppe acyliert und/ oder die so erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I mit anorganischen oder organischen Basen oder Säuren in Salze überführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als alkalisch reagierenden Stoff ein Metallalkoholat, zweckmässig unter Verwendung eines Alkohols als Lösungsmittel, verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung der Formel IV ohne vorherige Reinigung hydrolysiert.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als saures Verseifungsmittel Bromwasserstoffsäure/Eisessig oder Jodwasserstoffsäure/Eisessig verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung der Formel Va im alkalischen Medium mit Jod und/oder anderen jodierenden Agenzien jodiert.
CH751668A 1964-04-10 1965-04-07 Verfahren zur Herstellung von a-Alkyl-thyroninen CH471818A (de)

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