CH471872A - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

Info

Publication number
CH471872A
CH471872A CH1828967A CH1828967A CH471872A CH 471872 A CH471872 A CH 471872A CH 1828967 A CH1828967 A CH 1828967A CH 1828967 A CH1828967 A CH 1828967A CH 471872 A CH471872 A CH 471872A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
group
nucleus
bonded
radical
naphthalene
Prior art date
Application number
CH1828967A
Other languages
English (en)
Inventor
Francis Andrew Herbert
Original Assignee
Ici Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB4799462A external-priority patent/GB1063501A/en
Priority claimed from GB226063A external-priority patent/GB1067152A/en
Application filed by Ici Ltd filed Critical Ici Ltd
Priority claimed from CH40364A external-priority patent/CH460987A/de
Publication of CH471872A publication Critical patent/CH471872A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/022Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring the heterocyclic ring being alternatively specified
    • C09B62/026Azo dyes
    • C09B62/032Metal complex azo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung von Farbstoffen    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung     neuer    wasserlöslicher     Metallkomplex-          azoverbindungen,    die zwei reaktionsfähige     Triazin-    oder       Pyrimidinsubstituenten    enthalten, mit deren Hilfe die  Verbindungen sich als     Reaktivfarbstoffe    für Textilma  terialien verhalten können.  



  Das Verfahren gemäss der     Erfindung    ist dadurch  gekennzeichnet, dass man eine     Metallkomplexazover-          bindung,    die ein     Schwermetallatom    mit einer Ord  nungszahl von 24 bis einschliesslich 29 in komplexer  Bindung mit einer     Azoverbindung    der Formel:

    
EMI0001.0013     
    enthält, worin M     einen        1-Hydroxy-3-sulfonaphthalin-          rest    bedeutet, der an die     Azogruppe    in der     2-Stellung     des     Naphthalinkerns    gebunden ist und die Gruppe  
EMI0001.0020     
    in der 6- oder     7-Stellung    des     Naphthalinkernes    direkt  oder über     eine        Anilinogruppe    gebunden enthält, n den  Wert 1 oder 2 hat, A einen Benzol- oder einen     Naph-          thalinkern    bedeutet, der die Gruppe:

    
EMI0001.0027     
    in     Orthostellung    zur     Azogruppe    trägt, R,     R1    und     R2     unabhängig     voneinander        Wasserstoff    oder     Alkylgrup-          pen        reit    bis zu 4     Kohlenstoffatomen    -bedeuten,     T1          einen        :Triazin-        :oder    einen     :

  Pyrimidinkern         bedeutet,        zier       einen labilen     Substituenten    der im folgenden definier  ten Art trägt,     T2        einen        Triazin-    oder einen     -Pyrimidin-          kern    bedeutet, der zwei ersetzbare Chlor- oder Brom  atome enthält, und B einen     Monoazorest    der Formel       -D-N=N-E-    bedeutet, worin D ein Benzol- oder ein       Naphthalinkern    ist,

   der gegebenenfalls in     Orthostellung     zu einem der     Stickstoffatome    durch ein Chloratom  oder eine     Nitro-,        Sulfonsäure-    oder     Carbonsäuregruppe     substituiert sein kann, und E der aromatische Kern ist,  der aus einem     p-kuppelnden    primären öder sekundären  Amin :

  der Benzol- oder     Naphthalinreihe    entsteht, oder  einen     5-Pyrazolonrest    bedeutet, der an die     Azogruppe          in    der     4-Stellung    des     Pyrazollcerns    gebunden ist und in  der     1-Stellung    des     Pyrazolkerns    einen mono- öder       bicyclischen    Rest der     Benzelreihe    trägt,     an    den     :

  das          Aminostickstoffatom    gebunden ist, mit Ammoniak  oder     einem    primären oder     sekundären    Amin     umsetzt,     um ein Chlor- oder Bromatom .im Kern     T2    durch .eine       Aminogruppe    oder eine substituierte     Aminogruppe        -zu     ersetzen.  



       Allgemein    können die neuen, so erhaltenen Verbin  dungen so angesehen     werden,    als ob sie einen     Metall-          kompiexfarbstoff    von praktisch braunem, violettem  oder tertiärem Farbton enthalten, der durch den Rest       T1    (der zum Teil als eine     verbindende    Gruppe dient  und auch zum Teil ein Mittel zum Reagieren mit dem  Textilmaterial liefert) an einen zweiten     Azoteil    gebun  den ist, der durch B wiedergegeben wird und praktisch  eine gelbe bis orange Farbe hat und einen weiteren  reaktionsfähigen     Triazin-    oder     Pyrimidinkern    trägt,

   der  durch     T2    wiedergegeben wird.  



  Vorzugsweise sind die Metalle in komplexer Bin  dung mit der     Verbindung    der Formel (1) Kupfer oder  Nickel, wenn es sich um Komplexe handelt, in denen  ein Atom Metall an ein Molekül der Verbindung  ge  bunden ist, oder insbesondere Kobalt und Chrom,  wenn es sich .um Komplexe handelt, bei denen     ein     Atom Metall an     ein    bis zwei Moleküle der     Verbindung     gebunden ist.

        Die durch A     dargestellten    Benzol- und Naphthalin  reste sind von     Diazokomponenten    der Benzol- und       Naphthalinreihe    mit einer     Hydroxyl-,        Alkoxy-    oder       Carboxylgruppe        in        Orthostellung    zur     diazotierbaren          Aminogruppe    abgeleitet und können andere     Substitu-          enten,    wie z. B.

   Chloratome oder     Nitro-,        Acetylamino-          oder        Sulfonsäuregruppen,    enthalten.  



  Der Rest M kann beispielsweise durch die Formel:  
EMI0002.0017     
    wiedergegeben werden,     worin    X ein     Wasserstoff-    oder  ein Chloratom oder eine     Sulfonsäuregruppe,    Y ein  Wasserstoffatom oder eine     Sulfonsäuregruppe    und m 1  oder 2 bedeuten, oder durch die Formel:  
EMI0002.0022     
    wiedergegeben werden, worin Z ein Wasserstoffatom  oder eine     Sulfonsäuregruppe    bedeutet.  



  Als Beispiele von     Alkylgruppen,    die durch R,     R1     und     R,    wiedergegeben werden können, werden     n-          Alkylreste,    z. B.     Methyl-,    Äthyl-,     Propyl-    und     Butylre-          ste    bevorzugt.  



  Als     Beispiele    von labilen     Substituenten,    d. h. von       Substituenten,    die durch eine     kovalente    Bindung an ein       Kohlenstoffatom    in der 2-, 4- oder     6-Stellung    des     Tri-          azin-    oder     Pyrimidinkernes    gebunden sind, welche Bin  dung unter dem     Einfluss    von     Wärme    oder Alkalien,  insbesondere in     Gegenwart    von Feuchtigkeit, leicht dis  soziiert,

   wobei ein Ion oder     ein    ungeladenes     Molekül     gebildet     wird,    seien beispielsweise die folgenden ge  nannt: Brom- oder vorzugsweise Chloratome,     Sulfon-          säuregruppen,        Thiocyangruppen,    negativ substituierte       Aryloxy-    und     Arylthiogruppen,    wie z.

   B.     Sulfophen-          oxy-,        Sulfophenylthio-,        Nitrosulfophenoxy-,        Disulfo-          phenoxy-    und     Sulfonaphthoxygruppen,    Gruppen der  Formel:

    
EMI0002.0060     
    worin F die Gruppe von Atomen bedeutet, die erfor  derlich sind, um einen 5- oder     6-gliedrigen        heterocy-          clischen        Ring    zu bilden, der     Substituenten    tragen oder  Bestandteil eines verschmolzenen     Ringsystems    sein  kann,     quaternäre    Ammonium- oder     Pyridiniumgrup-          pen,    Gruppen der Formel:

    
EMI0002.0070     
         worin        R3    und R4 je gleiche oder verschiedene     Alkyl-,          Cycloalkyl-,        Aryl-    oder     Aralkylgruppen    bedeuten oder       R3    und     R4        zusammmen    mit dem Stickstoffatom     einen     5- oder     6-gliedrigen        heterocyclischen        Ring    bilden, und       Gruppen    der     Formel:

       
EMI0002.0086     
         worin        RS    und     RI    gleich oder verschieden sein können  und je ein Wasserstoffatom oder eine     Alkyl-,        Aryl-          oder        Aralkylgruppe    bedeuten.  



       In    den Kern     T2        kann        erfindungsgemäss    in erster  Linie eine     Aminogruppe,    aber auch eine mono- oder       disubstituierte        Aminogruppe        eingeführt    werden.

   Die  Klasse der substituierten     Aminogruppen        umfasst    bei  spielsweise (a) Mono- und     Dialkylaminogruppen,        in     denen die     Alkylgruppen    vorzugsweise höchstens 4       Kohlenstoffatome    enthalten und die auch derartige       Substituenten,    wie Chloratome oder     Hydroxyl-,        Alk-          oxy-    oder     Sulfatogruppen    enthalten können, und (b)       Phenylamino-    und     Naphthylaminogruppen,

      die vor  zugsweise     Sulfonsäuresubstituenten    enthalten. Als spe  zielle Beispiele dieser     Klasse    seien beispielsweise die  folgenden erwähnt:         Methylamino-,Athylamino-,          Dimethylamino-,          ss-Hydroxyäthylamino\,          Di-(,B-hydroxyäthyl)-ammo-,          Cyclohexylamino-,          Anilino-,          Sulfophenylamino-,          Disulfophenylamino-,          Carboxyphenylamino-    und     Sulfocarboxyphenylamino-          gruppen.       Als Beispiele von Resten,

   die durch E wiedergege  ben werden, können beispielsweise die folgenden ge  nannt werden:     1,4-Phenylenkerne    der Formel:  
EMI0002.0129     
         worin        G1    in     Orthostellung    zur     Aminogruppe    steht und  ein Wasserstoffatom oder eine     Methyl-,        Methoxy-    oder       Äthoxygruppe    bedeutet und     G2    in     Orthostellung         zur     Azogruppe    steht und     ein        Wasserstoffatom,    eine       Methylgruppe,

          eine        Methoxy-    oder     Äthoxygruppe    oder  eine     aliphatische        Acylaminogruppe    (wie z. B. eine     Ace-          tylamino-,        Propionylamino-    oder     Ureidogruppe)    bedeu  tet, die bis zu 5     Koblenstoffatome        enthält;        1,4-Naph-          thylenreste    der Formel:

    
EMI0003.0018     
    worin p 1 oder 2 und     Y1    ein Wasserstoffatom oder  eine     Sulfonsäuregruppe    bedeutet;     5-Pyrazolonreste    der  Formel:  
EMI0003.0022     
    worin J     eine        Methyl-    oder     Carboxylgruppe    und L  einen     Benzolkern,    der beispielsweise durch Chlor,       Methyl-    oder     Sulfonsäuregruppen        substituiert    sein  kann, oder einen     2,2'-Disulfo-4,4'-stilbenrest    bedeuten.  



  Die als Ausgangsmaterial verwendeten     Metallkom-          plexazoverbindungen    können dadurch hergestellt wer  den, dass man ein     Polyhalogen-1,3,5-triazin    oder     Polyha-          logenpyrimidin    und     eine        Metallkomplexaminoazover-          bindung,    die     ein        Schwermetallatom    mit einer Ord  nungszahl von 24 bis einschliesslich 29     in    komplexer  Bindung mit     einer        Aminoazoverbindung    der Formel:  
EMI0003.0044     
    enthält, miteinander umsetzt.  



  Das obige Verfahren kann zweckmässig ausgeführt  werden, indem man eine wässrige Suspension oder  Lösung des     Polyhalogen-1,3,5-triazins    oder     Polyhalo-          genpyrimidins    rührt, eine wässerige Lösung der Ver  bindung der Formel (10) zusetzt und gleichzeitig oder  nach Beendigung der Zugabe eine Lösung eines säure  bindenden Mittels zusetzt. Die Funktion des säurebin  denden Mittels besteht darin, den Halogenwasserstoff  zu neutralisieren, wie er während der Reaktion     gebildet     wird.

   Demgemäss kann jedes beliebige säurebindende  Mittel verwendet werden, vorausgesetzt, dass es nicht       in    einer solchen Menge vorhanden ist, dass es die  Hydrolyse der Reaktionspartner hervorruft oder  irgendeine andere     Nebenreaktion    verursacht. Es wird         bevorzugt,    ein     Alkalimetallcarbonat    oder     -bicarbonat     zu verwenden, das mit     einer    solchen Geschwindigkeit  zugesetzt wird, dass der     pH-Wert    des Gemisches inner  halb des Bereiches von 6,0-8,0 bleibt. Die Reaktions  temperatur kann zwischen 0  C und 100  C liegen,     in     Abhängigkeit von der Leichtigkeit, mit der die Reak  tion eintritt.

   Im allgemeinen     reagiert        Cyanurchlorid    oder       Cyanurbromid    innerhalb eines Temperaturbereiches  von 0-l0  C; aber     Polyhalogenpyrimidine    brauchen       eine    höhere Temperatur in der     Grössenordnung    von  40-80  C.  



  Als Beispiele von     Polyhalogen-1,3,5-triazinen    oder       Polyhalogenpyrimidinen,    die verwendet werden kön  nen, seien beispielsweise die folgenden     erwähnt:            Cyanurbromid    und vorzugsweise     Cyanurchlorid,          2,4,6-Trichlorpyrimidin,          2,4,6-Tribrompyrimidin,          2,4,5,6-Tetrachlorpyrimidin,          2,4,5,6-Tetrabrompyrimidin,          2,4,6-Trichlor-5-nitropyrimidin,          2,4-Dichlor-5-nitro-6-methylpyrimidin,          2,4,6-Trichlor-5-cyanpyrimidin,          2,4,

  6-Tribrom-5-cyanpyrimidin,          5-Cyan-2-methyl-4,6-dichlorpyrimidin,          2,4-Dichlor-5-carboxypyrimidin    und       2,4-Dichlor-5-carbornethoxypyrimidin.       Die Verbindungen der Formel (10) können durch  Kombination einer Kondensationsstufe und einer     Di-          azotierungs-    und Kupplungsstufe erhalten werden.

   In  der ersten Stufe wird vorzugsweise ein     Trihalogen-          1,3,5-triazin    oder ein     2,4,6-Trihalogenpyrimidin    mit  einem wasserlöslichen Metallkomplex kondensiert, der       ein    Schwermetall mit einer Ordnungszahl von 24 bis  einschliesslich 29 in komplexer Bindung mit einer       Aminoazoverbindung    der Formel:  
EMI0003.0086     
    enthält.

    Die Verbindung der Formel (14) können     ihrerseist     durch     Diazotieren    eines primären aromatischen     Amins     der Benzol- oder     Naphthalinreihe,    das die Gruppe  
EMI0003.0091     
    in     Orthostellung    zur     Aminogruppe        enthält,

      und Kup  peln der so erhaltenen     Diazoniumverbindung    mit  einem     1-Hydroxy-3-sulfonaphthalin    mit einer Gruppe  der Formel     -NHR    an die 6- oder     7-Stellung    des     Naph-          thalinkernes    direkt oder über eine     Anilinogruppe    ge  bunden erhalten werden.  



  Als Beispiele von primären aromatischen Aminen  der Benzol- oder     Naphthalinreihe,    die verwendet wer  den können, seien beispielsweise die folgenden er  wähnt:       Anthranilsäure,          5-Nitroanthranilsäure,          5-Sulfoanthranilsäure,        4-Chloranthranilsäure,          4-Nitro-2-aminophenol,              4-Nitro-2-aminophenöl-6-sulfonsäure,          6-Nitro-2-aminophenol-4-sulfonsäure,          2-Aminoterephthalsäure,          5-Nitro-2-aminophenol,          5-Nitro-2-aminoterephthalsäure,

            6-Nitro-l-amino-2-naphthol-4-sulfonsäure,          4-Chlor-2-aminophenol-6-sulfonsäure,          6-Chlor-2-aminophenol-4-sulfonsäure,          2-Aminophenol-4-sulfonsäure    und       2-Aminophenol-4;6-disulfonsäure.       Als Beispiele von     1-Hydroxy-3-sulfonaphthalinver-          bindungen,    die verwendet werden können, -seien bei  spielsweise die folgenden     erwähnt:

              2-Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure,          1-Chlor-2-amino-5-naphthol-7-sulfonsäure,          2-Amino-5-naphthol-1,7-disulfonsäure,          2-Amino-8-naphthol-6-sulfonsäure,          2-Amino-8-naphthol-3,        6-disulfonsäure,          2-N-Methylamino-5-naphthol-7-sulfonsäure,     2-N     Methylamino-8-naphthol-6-sulfonsäure,          2-N-(4'-Amino-3'-sulfophenylamino)-5-naphthol-7-sul-          fonsäure,          2-N-(4'Amino-3'sulfophenylamino)-8-naphthol-6-sul-          fonsäure,

            2-N-(4'-N'-Methylamino-3'-sulfophenylamino)-8-naph-          thol-6-sulfonsäure    und       2-N-(4'-N'-Methylamino-3'-suifophenylamino)-          5-naphthol-7-sulfonsäure.       Die     Aminoazoverbindungen    der Formel (14) kön  nen mittels bekannter Verfahren in den erforderlichen  Metallkomplex     übergeführt    werden, beispielsweise in  dem man die Verbindung in einer schwach sauren,  neutralen oder alkalischen wässerigen Lösung mit  einem Salz des betreffenden Metalls, beispielsweise  Chromacetat,     Kobaltchlorid    oder     Kupfersulfat,    erhitzt.

      Zur Einführung des Restes  
EMI0004.0034     
    in die Verbindung der Formel (10) wird das Reak  tionsprodukt des     Trihalogen-1,3,5-triazins    oder     Triha-          logenpyrimidins    oder das primäre Kondensationspro  dukt einer dieser Verbindungen mit dem Metallkom  plex der     Aminoazoverbindung    der Formel (14) zuerst  mit einer der folgenden Verbindungen umgesetzt:

   (a)  eine Kupplungskomponente der Formel     H-E-NHRl     oder (b) eine     Verbindung,    die die Gruppe     NHRI    und  eine     zweite        Gruppe    enthält, die obgleich sie     diazotier-          bar        ist,    unter den verwendeten Bedingungen mit dem       Trihalogen-1,3,5-triazin    oder dem     Trihalogen-pyrimi-          din    oder dem     primären    Kondensationsprodukt einer  dieser Verbindungen keine Kondensation eingeht,  danach wird     im    Falle (a)

   das so erhaltene Produkt mit  einer     Diazoniumverbindung    gekuppelt, die aus einem  aromatischen     Diamin    der Formel     NH,-        D-NHR2    erhal  ten wurde, worin D und     R.    die obigen Bedeutungen  besitzen, wobei nur die beschriebene     Gruppe        -NHz          diazotiert        wird;

      im Falle (b) wird das so erhaltene Pro-         dukt        diazotiert    und mit einer     Kupplungskomponente     der Formel     H-E-NHR2    gekuppelt, worin E und     R2    die  obige Bedeutungen besitzen.  



  Die neuen wasserlöslichen     Metallkomplexazover-          bindungen    haben eine hohe Farbstärke und     sind    wert  voll zum Färben von Wolle, Seide, Polyamid und ins  besondere natürlichen und regenerierten     Cellulosefa-          sermaterialien    mittels der gewöhnlich verwendeten, für       Reaktivfarbstoffe    anwendbaren Verfahren.  



  Beispielsweise können Wolle, Seide und Polyamid  fasern aus einer sauren, neutralen oder schwach alka  lischen Färbeflotte gefärbt werden, wogegen Baum  wolle und andere natürliche und regenerierte     Cellulose-          materialien    mit den neuen     Farbstoffen    unter Verwen  dung eines säurebindenden Mittels gefärbt oder be  druckt werden können, um den Farbstoff direkt an die  Faser zu binden, beispielsweise wie es in den     brit.          Patentschriften    Nr.

   797.946, 798.121, 816.925,  819.585, 820.470, 822.047 und 838.336 beschrieben  ist, oder unter Verwendung eines Harzes und eines  sauren Katalysators     als    intermediäres Bindeglied, bei  spielsweise mittels der Verfahren, die in den     brit.     Patentschriften     Nr.846.505    und 888.905 beschrieben  und beansprucht werden.  



  Im folgenden Beispiel sind Teile und Prozent  sätze gewichtsmässig angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  Eine Lösung von 21     Teilen    des     Natriumsalzes    der       1,4-Phenylendiamin-3-sulfonsäure        in    140     Teilen    Was  ser wird zu einer Lösung von 59,25 Teilen des     Trina-          triumsalzes    des     1:

  2-Chromkomplexes    der       2-(4',6'-Dichlor-l',3',5'-triazin-2'-ylamino)-6-(2'-carb-          oxyphenylazo)-5-hydroxynaphthalin-7-sulfonsäure     (die wie in Beispiel 1 der     brit.    Patentschrift Nr. 878 527  beschrieben erhalten werden kann) in 800 Teilen Wasser  gegeben, und das Gemisch     wird    2 Stunden lang auf  40   C erhitzt, wobei der     pH-Wert    durch     allmähliche    Zu  gabe einer 10     o/oigen    wässerigen     Natriumcarbonatlösung     auf 7     gehalten    wird.

   170 Teile     Natriumchlorid    werden  zugegeben, und der Niederschlag wird     abfiltriert.     



  Zu einer Lösung von<B>15,09</B> Teilen des     Tetranatri-          umsalzes    der so erhaltenen     Bis-monochlortriazinylver-          bindung    in 300 Teilen Wasser werden 11 Teile wässe  rige     2n-Natriumnitritlösung    gegeben, und das     Gemisch     wird unter Rühren zu einem Gemisch von 7 Teilen  36     o/oiger    wässeriger     Salzsäurelösung,    50 Teilen Wasser  und 50 Teilen Eis gegeben.

   Das Gemisch wird bei  0-5  C 15 Minuten lang gerührt, dass     wird    der über  schuss an salpetriger Säure durch Zugabe von     Sulf-          aminsäure        zerstört.     



  2,3 Teile     m-Toluidin    werden     in    einem Gemisch  von 30 Teilen Wasser und 15 Teilen wässeriger       2n-Salzsäurelösung    gelöst, und das Gemisch wird bei  <B><I>0-5'</I></B> C     gerührt.    Die Suspension der     Tetrazoniumver-          bindung    wird zusammen mit genügend     Natriumacetat,     um das Gemisch gegen     Kongorotpapier        alkalisch        zu     halten, zugesetzt, und das Gemisch wird dann 16 Stun  den lang     gerührt.    Das Gemisch wird dann filtriert,

   und  der Rückstand auf dem     Filter    wird mit 30 Teilen Ace  ton gewaschen.  



  Eine Lösung von 5,2 Teilen des     Tetranatriumsalzes     der so erhaltenen     Diaminotetrakisazoverbindung    in  150 Teilen Wasser wird zu einem gerührten Gemisch  von 2 Teilen     Cyanurchlorid,    15     Teilen    Aceton und 20  Teilen Wasser bei<B>0-5'</B> C zugegeben. Das Gemisch       wird    2     Stunden    lang bei 0-5  C     gerührt,    wobei -der           pH-Wert    durch Zugabe einer wässerigen     2n-Natrium-          carbonailösung    auf 7 gehalten wird.  



  4,9 Teile Ammoniak vom spezifischen Gewicht  0,880 werden zugesetzt, und das Gemisch wird 2,5  Stunden gerührt und auf 30-35 C erwärmt. Der Farb  stoff wird durch Zugabe von 15 Teilen     Natriumchlorid     ausgefällt und durch Filtration und Trocknen     isoliert.     



  Der so. erhaltene Farbstoff färbt     Cellulosetextilien     in braunen, licht- und waschechten Farbtönen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen für Cellulose, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Metallkomplexazoverbindung, die ein Schwermetall atom mit einer Ordnungszahl von 24 bis einschliesslich 29 in komplexer Bindung mit einer Azoverbindung der Formel: EMI0005.0013 enthält, wobei M einen 1-Hydroxy-3-sulfonaphthalin- rest bedeutet, der in der 2-Stellung des Naphthalin kerns an die Azogruppe gebunden ist und die Gruppe:
    EMI0005.0018 direkt oder über eine Anilinogruppe in der 6- oder 7-Stellung des Naphthalinkernes gebunden enthält, n den Wert 1 oder 2 hat, A einen Bezol- oder einen Naphthalinrest, der die Gruppe EMI0005.0025 in Orthostellung zur Azogruppe trägt, bedeutet, R, R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Alkylgruppen mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen bedeu ten,
    T1 einen Triazin- oder einen Pyrimidinkern be deutet, der einen Substituenten trägt, der durch eine kovalente Bindung an ein Kohlenstoffatom in der 2-, 4- oder 6-Stellung des Triazin- oder Pyrimidinkerns gebunden ist, welche Bindung unter dem Einfluss von Wärme oder Alkalien, insbesondere in Gegenwart von Feuchtigkeit, leicht unter Bildung eines Ions oder un geladenen Moleküls dissoziiert,
    T2 einen Triazin- oder Pyrimidinkern bedeutet, der zwei ersetzbare Chlor oder Bromatome trägt, und B einen Monoazorest der Formel -D-N=N-E- bedeutet, worin D ein Benzol- oder ein Naphthalinkern.ist, der gegebenenfalls in Orthostel- lung zu einem der Stickstoffatome durch ein Chlor atom oder eine Nitro-,
    Sulfonsäure- oder Carbonsäure- gruppe substituiert sein kann, und E der aromatische Kern ist, der aus einem p-kuppelnden primären oder sekundären Amin der Benzol oder Naphthalinreihe entsteht, oder ein 5-Pyrazolonrest ist,
    der in der 4-Stel- lung des Pyrazolkerns an die Azogruppe gebunden ist und in der 1-Stellung des Pyrazolkerns einen mono- oder bicyclischen Rest der Benzolreihe trägt, an den das Aminostickstoffatom gebunden ist, mit Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin umsetzt,
    um ein Chlor- oder Bromatom im Kern T2 durch eine Aminogruppe oder eine substituierte Aminogruppe zu ersetzen.
CH1828967A 1962-12-19 1964-01-15 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen CH471872A (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB4799462A GB1063501A (en) 1962-12-19 1962-12-19 New water-soluble reactive azo dyestuffs
GB226063A GB1067152A (en) 1963-01-18 1963-01-18 New reactive metallised azo dyes
CH40364A CH460987A (de) 1962-12-19 1964-01-15 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH471872A true CH471872A (de) 1969-04-30

Family

ID=27172077

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1829067A CH471873A (de) 1962-12-19 1964-01-15 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
CH1828967A CH471872A (de) 1962-12-19 1964-01-15 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1829067A CH471873A (de) 1962-12-19 1964-01-15 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen

Country Status (1)

Country Link
CH (2) CH471873A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH471873A (de) 1969-04-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2342197C2 (de) Reaktivfarbstoffe
EP0013765B1 (de) Reaktivazofarbstoffe sowie deren Herstellung und Verwendung zum Färben von OH- und N-haltigen Materialien
DE1150164B (de) Verfahren zur Herstellung von reaktiven Farbstoffen
DE2329135A1 (de) Disazofarbstoffe
DE1948354A1 (de) Reaktivfarbstoffe
CH674849A5 (de)
CH471872A (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
DE69329171T2 (de) Reaktivfarbstoffe, enthaltend eine 2,6-Difluoro-3,5-dichloropyridin-4-ylaminogruppe
AT200687B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe
DE1225319B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1153842B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH515316A (de) Verfahren zur Herstellung von faserreaktiven schwermetallhaltigen Formazanfarbstoffen
DE1419837C3 (de) Reaktive Monoazokupferkomplexfarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE2921309A1 (de) Aminoazoverbindungen
DE3039137A1 (de) Reaktivfarbstoffe und verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung zum faerben von cellulosetextilmaterialien
DE1155872B (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen, reaktiven Farbstoffen
DE957150C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
AT225314B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen reaktiven Azo-, Anthrachinon- oder Phthalocyaninfarbstoffen
DE842098C (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Dis- oder Polyazofarbstoffen der Dipyrazolonreihe
DE1419849C (de) Verfahren zur Herstellung von metallkomplexen Reaktivfarbstoffen
DE961202C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
AT389306B (de) Faserreaktive monoazos-triazin-derivat
DE3800093A1 (de) Faserreaktive monoazoverbindungen
DE2223622A1 (de) Azofarbstoffe
DE1156915B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexverbindungen von Azofarbstoffen

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased