CH472345A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Graphitelektroden - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Graphitelektroden

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CH472345A
CH472345A CH1302764A CH1302764A CH472345A CH 472345 A CH472345 A CH 472345A CH 1302764 A CH1302764 A CH 1302764A CH 1302764 A CH1302764 A CH 1302764A CH 472345 A CH472345 A CH 472345A
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electrode
strand
furnace
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graphite
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CH1302764A
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Marincek Borut Dr In Professor
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Sigri Elektrographit Gmbh
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    • H05B7/085Electrodes non-consumable mainly consisting of carbon
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description


  <B>Verfahren und Einrichtung</B>     zur   <B>Herstellung von</B>     Graphitelektroden       Bisher werden Kohle- und     Graphitelektroden        im     allgemeinen so hergestellt, dass die Rohstoffe zur grünen       Elektrodenmasse    innig vermischt, dann in grossen       Strangpressen    in die     Elektrodenform    gepresst und     an-          schliessend    diese grünen Elektroden in meist gasgefeuer  ten     Ringöfen    gebrannt werden.

   Die so hergestellten  Kohleelektroden werden dann in besonderen elektri  schen Öfen, wo die Kohleelektroden als Widerstand       eingeschaltet    und auf über 2500   erhitzt werden,       graphitiert.    Das Brennen und das     Graphitieren    der  Elektroden dauert mehrere Wochen. Eine kontinuierli  che Arbeitsweise, um Kohle- oder     Graphit-Elektroden    in  der Stückform herzustellen, ist zur Zeit nicht bekannt.  



  Es ist auch bekannt, zur Verwendung im elektri  schen Ofen an und in diesem selbst aus der grünen       Elektrodenmasse    die im Ofen benötigten Elektroden zu  bilden oder weiterzubilden und die jeweilige neu gebilde  te     Elektrodenzone,    indem sie in den Ofenraum vorrückt,  durch die Ofenhitze zur festen Elektrode zu brennen und  sie damit zugleich unmittelbar ihrer Verwendung als  einer     ungraphitierten    Kohleelektrode zuzuführen.  



  Demgegenüber ist Gegenstand der     Eifindung    ein  Verfahren zur Herstellung von     Graphitelektroden,    in der  Weise, dass fortlaufend aus der grünen     Elektrodenmasse     ein Strang von einer     Querschnittsform    entsprechend den  herzustellenden     Graphitelektroden    gebildet, verkokt und  sogleich anschliessend - also ohne wesentliche zwi  schenzeitliche Abkühlung -     graphitiert    wird.  



  Die Erfindung hat weiterhin zum Gegenstand einen  Ofen zur Herstellung von     Graphitelektroden    nach dem  vorgenannten Verfahren. Der Ofen weist einen länglich,  formgebenden und von aussen beheizbaren Durchgang  mit einer lichten     Querschnittsform    entsprechend der       Querschnittsform    der herzustellenden     Graphitelektroden     auf und ist eingangsseitig zur Aufnahme der     grünen          Elektrodenmasse    eingerichtet und weist für den sich    daraus bildenden,

   den Ofen durchwandernden Strang  eine     Verkokungszone    mit einer Heizvorrichtung     zur     Umwandlung des Stranges der grünen     Elektrodenmasse     in einen     Kunstkohlenstrang    und eine anschliessende  Zone mit einer     Höchsttemperatur-Heizvorrichtung    auf  zur     Graphitierung    des ihr zuwandernden, von der     Ver-          kokungsone    her noch     heissen        Kunstkohlenstrangs.    Die  Erhitzung erfolgt durch die formgebende Wand und  kann z.

   B. durch Gas- oder     Heizöl-Brenner    oder durch  die auf dem Wege der elektrischen Induktion erhitzten  eisernen Körper des formgebenden Durchgangs erfolgen  oder durch Formkörper, die durch elektrische Wider  standserhitzung auf die geeignete Temperatur gebracht  werden. Die     Elektrodenstampfmasse    wird beim konti  nuierlichen Absinken verkokt, wodurch sie in eine feste  Aussenform und in die Kohleelektrode (Kunstkohleelek  trode)     erhärtet.     



  Um das Verkleben der     Elektrodenmasse    mit der  beheizten Aussenform zu vermeiden, kann die Aussen  form eine zuckende Bewegung gegenüber dem     Elektro-          denstrang,    der kontinuierlich nach unten gleitet, erhal  ten. Die Bewegung wäre dann ähnlich, wie das beim       Strangguss    des Stahles heute üblich ist. Dagegen kann  das Verkleben der     Elektrodenmasse    gegenüber der be  heizten Aussenform auch durch eine Zwischenlage von  Materialien, die beim Erhitzen später verkohlen (z. B.  Papier, Wellpappe, usw.) oder Materialien, die, wenn  das erwünscht, erhalten bleiben oder eine glatte Aussen  form beim Schmelzen bilden     (z.B.    Asbestpappe usw.)  erfolgen.

   Nach der durchgehenden Verkokung der so  gebildeten Kohleelektroden wird diese, z. B. induktiv,  weiter erhitzt, ohne dass zwischenzeitlich der     Elektro-          denstrang    abgekühlt wird; es wird so die     Graphitierungs-          temperatur    von     z.B.    2500  oder höher, bei entsprechen  den Zeiten, erreicht. Damit ist die Herstellung der           Graphitelektrode    beendet. Diese liegt allerdings noch bei  hoher Temperatur vor.  



  Um nun aus diesem sich kontinuierlich nach unten  bewegenden Strang die     Graphitelektrodenstücke    geeigne  ter Länge zu erhalten, muss die     Graphitelektrode    bei der  hohen Temperatur, z. B. durch eine wassergekühlte Säge  oder durch eine bei hoher Temperatur beständige Trenn  scheibe, auf die gewünschte Länge abgeschnitten wer  den. Die so abgeschnittene Elektrode wird z. B. in einem       Kühlwagen        mit    einer     Koksgriesschüttung,    die die heisse  Elektrode isoliert und vor der Oxydation schützt, abge  kühlt.  



  Weil der gesamte nach unten sich bewegende     Elek-          trodenstrang,    vor allem bei Elektroden     grösseren    Durch  messers, beträchtliche Gewichte aufweist, wird dieser  noch durch eine geeignete Vorrichtung gehalten und mit  ihr zugleich kontinuierlich nach unten bewegt.  



  In der     Graphitierungszone,    wo die     Erhitzung,    z. B.  durch elektrische Induktion, auf die hohe Temperatur  erfolgt, wird vorzugsweise der     Elektrodenstrang    gegen  über der Induktionsspule usw. mit Koksgriess umgeben.  Diese Koksschicht bildet eine Wärmeisolation. Es ist  weiterhin angebracht, die Induktionsspule innen elek  trisch zu isolieren, um die     Stromleitung    von einer  Windung auf die andere zu vermeiden.  



  Bei der kontinuierlichen Bewegung der     Graphitelek-          trode,    d. h. beim Rutschen nach unten,     fliesst    Koksgriess  mit nach unten; er wird     darum    oben laufend nachgege  ben. Diese nachrutschende     Koksgriessmenge    kann unten  für die Abdeckung der     Graphitelektroden    u. dgl. benützt  und nach dem Gebrauch immer wieder zur Isolation der       Graphitierungszone    zugeführt werden. Das Abkühlen  der     Graphitelektroden    kann in Wagen erfolgen, die der  Form der     Graphitelektroden    entsprechen und z.

   B. aus  Eisenblech oder rostfreiem,     hochtemperaturbeständigem     Stahl bestehen. Die Abkühlung geht gewöhnlich langsam  vor sich. Ist die Elektrode     abgekühlt,    dann kann sie der  weiteren Verarbeitung (Abdrehen,     Nippelschneiden     usw.) zugeführt werden.  



  In der Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel des       erfindungsgemässen    Ofens sowie einige Beispiele für die  Anordnung und Ausbildung der Heizeinrichtung am  oberen Ofenteil dargestellt, ferner Ausführungsbeispiele  von Einzelheiten und Zusatzvorrichtungen; es zeigt       Fig.    1 den Ofen im Längsschnitt, jedoch ohne die  Heizeinrichtung für den oberen Ofenteil,       Fig.    2 einen Längsschnitt des oberen Ofenteils mit  einem Ausführungsbeispiel der zugehörigen Heizeinrich  tung;

         Fig.    3 eine Wiederholung der     Fig.    2, jedoch mit  einem anderen Ausführungsbeispiel der     Heizeinrich-          tung;          Fig.    4 ebenfalls eine Wiederholung der     Fig.    2, jedoch  mit einer anderen Heizeinrichtung als in den vorherge  henden Figuren.  



       Fig.    5 in einem Längsschnitt den unteren Ofenteil  mit einer Halte- und Senkvorrichtung für den Kohlen  stoffstrang nebst dem Wagen für die     übernahme    und  Wegführung der jeweils anfallenden Elektrode,       Fig.    6 einen Teil der     Fig.    5, jedoch in einer anderen  Stellung der     beweglichen    Elemente,       Fig.    7 ein Schema zur Erläuterung der Wirkungswei  se der Halte- und Senkvorrichtung,       Fig.    8 in einem Längsschnitt durch den unteren  Ofenteil und die anschliessenden Elemente ein weiteres  Ausführungsbeispiel der Mittel zum Halten und Absen-         ken    sowie zum Wegführen der jeweils anfallenden  Elektrode,

         Fig.    9 eine Darstellung entsprechend der     Fig.    8,  jedoch in einer anderen Stellung der beweglichen Ele  mente,       Fig.    10 in einem auf die linke Hälfte beschränkten  Längsschnitt eine Darstellung, die nach ihrem Gegen  stand im wesentlichen der     Fig.    5 entspricht, aber die  Blechzylinder besser erkennen lässt, die zur Halte- und       Senkvorrichtung    gehören,       Fig.    11 eine Darstellung entsprechend der     Fig.        1 < Q,     jedoch in einer anderen Stellung der beweglichen Ele  mente.  



  Zur Betrachtung der Wirkungsweise kann man sich  den Ofen in seiner Längsrichtung in mehrere Zonen  unterteilt denken; sie sind in     Fig.    1 eingezeichnet. In der  Zone Z 1 wird die grüne     Elektrodenmasse    erhitzt und  zugleich zu einem Strang mit einer     Querschnittsform     entsprechend den herzustellenden     Graphitelektroden    ge  formt. In der Zone Z 2 und teilweise bereits im unteren  Teil der Zone Z 1 wird der entstandene grüne     Elektro-          denstrang    verkokt, d. h. zu Kunstkohle gebrannt.

   In der  anschliessenden Zone Z 3 wird die aus der Zone 2  vorgerückte     Strangzone    auf die     Graphitierungstempera-          tur    erhitzt und hier und vor allem in der Zone Z 4       graphitiert.    Von da an, beginnend in der Zone Z 5, kühlt  sich der     graphitierte        Strangteil        allmählich    ab.  



  Gemäss     Fig.    1 weist der obere Ofenteil     einen          rohrförmigen,    formgebenden Durchgang auf, worin aus  der grünen     Elektrodenmasse    GE fortlaufend der den  Ofen durchwandernde Strang     KS,    allgemein als      Koh-          lenstoffstrang     zu bezeichnen, geformt und zugleich zu  Kunstkohle gebrannt wird. Der Durchgang ist im Aus  führungsbeispiel aus drei rohrförmigen Stössen 1, 2, 3  gebildet; sie bestehen z.

   B. aus Stahl oder einem sonsti  gen Metall eines ähnlich hohen oder höheren Schmelz  punktes und haben eine lichte     Querschnittsform    entspre  chend den herzustellenden     Graphitelektroden,    die meist  von kreisförmigem Querschnitt, aber auch viereckig,  sind. Die Teile 1 bis 3 sind vorzugsweise überall von der  gleichen Wandstärke; sie bilden     z.    B. Rohrstücke     eines     kreisringförmigen Querschnitts.

   Sie werden von     einem     - der besseren     übersieht    halber nicht eingezeichneten  - Gestell getragen; zumindest gilt das für den Schuss 3,  der seinerseits ganz oder teilweise die     darüber    befindli  chen Schüsse 2 und 1 tragen oder mit tragen kann.  



  Die grüne     Elektrodenmasse    GE, die im allgemeinen  aus     körnigem    Anthrazit- und Koksgriess mit Zusätzen  von Teer oder von Pech besteht, wird über einen  Trichter 4 dem Durchgang 1, 2 und 3 laufend zuge  führt.  



  Von oben kann auf die grüne     Elektrodenmasse    GE  - über ihr Eigengewicht hinaus - ein     zusätzlicher     Druck ausgeübt werden, z. B. durch Pressluft.     Alsdann     wird eine Schleuse vorgesehen zum Einschleusen der  grünen     Elektrodenmasse    in die vom Trichter 4     mitgebil-          dete    Schleusenkammer. Auf die Einzelheiten solcher  Schleusen braucht hier nicht eingegangen zu werden, da  sie im Maschinenbau, z. B. bei Wetterschächten im  Bergbau, hinlänglich bekannt sind.  



  Der Durchgang 1 bis 3 wird von aussen beheizt, wie  das noch an Hand der     Fig.    1 bis 4 beschrieben wird.  



  Die grüne     Elektrodenmasse    GE wird beim Absinken  in dem     Durchgang    1 bis 3     zunächst    - etwa innerhalb  der als ungefähre Grenze eingezeichneten, unten abge  rundeten Kegelfläche 5 - hinsichtlich der niedrig  schmelzenden Bestandteile flüssig oder teigig, etwa bei      120  C.

   Der entstandene und sich fortlaufend weiterbil  dende Strang     KS    bzw. die     betreffende        Strangzone    wird  beim weiteren Absinken innerhalb des Durchgangs 1 bis  3 unter dem     Einfluss    der hier herrschenden Temperatur  (gegen Ende des Durchgangs etwa 1300 bis 1500  C)  fest und zu Kunstkohle gebrannt, so dass also der Strang  bzw. die betrachtete     Strangzone    als     Kunstkohlenstrang     bzw.     -zone    den Durchgang 1 bis 3 verlässt, was nicht  ausschliesst, dass sich der     Verkokungs-    und     Brennvor-          gang    im folgenden noch vollendet.  



  Da die betrachtete Zone des     Kohlenstoffstrangs     nunmehr eine feste Form hat und diese, bis auf etwaige  geringe Durchmesseränderungen, im weiteren Verlauf  behält, so braucht der folgende Teil des Durchgangs  nicht mehr formgebend zu sein. Es geht hier nur     darum,     die weiter wandernde     Strangzone    zu     graphitieren    und  hierzu auf die hohe     Graphitierungstemperatur    von etwa  250 bis 3000  C zu bringen. Hierfür ist ein rohrförmiger  Ofenmantel 6 aus z. B. feuerfestem keramischem Mate  rial, z.

   B. aus Schamotte, vorgesehen; er hat eine lichte       Querschnittsform,    die an sich den herzustellenden     Gra-          phitelektroden    entspricht, aber rundherum im lichten  Durchmesser soviel weiter ist, dass in der     Graphitie-          rungszone    der     Kohlenstoffstrang        KS    mit einer     Koksgries-          schüttung    oder, anders gesagt, mit einem     Koksgriess-          Zwischenmantel    umgeben werden kann. Der Ofenmantel  6 ist dazu an der oberen Stirnfläche 6a trichterförmig  gestaltet und in einen angesetzten Trichter 7 fortgesetzt.

    Über diesen wird der Koksgriess 8 zugegeben, in solchen  Mengen, dass der     Koksgriess-Zwischenmantel    8a um  den Kohlenstoff     strang        KS    im Ofenmantel 6 gebildet wird  und laufend erhalten bleibt oder erneuert wird, unabhän  gig von den weiteren, im folgenden beschriebenen  Vorgängen. Der     Koksgriess-Zwischenmantel    8a umhüllt  in der     Graphitierungs-    und Ausgangszone den Kohlen  stoffstrang     KS    wärmeisolierend und zugleich ihn und den  Ofenmantel 6 vor Oxydation schützend.  



  Der Ofenmantel 6 weist auf der Innenseite eine       rundherum    gehende Nische 6b auf; in sie ist eine  elektrische Induktionsspule 9 eingebaut von solcher  Grösse, dass über sie der von ihr umschlossene Innen  raum des Ofenmantels 6 auf die     Graphitierungstempera-          tur    von z. B. 2500 bis 3000  C erhitzt werden kann. Die  Induktionsspule 9 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel  nicht mehr über den letzten Teil des Ofenmantels 6, so  dass der untere Mantelteil bereits zur Abkühlungszone  zu rechnen ist.  



  An den Ofenmantel 6 schliesst sich unten ein  verführbarer Wagen 10 an, der zur Aufnahme und zum  Wegfahren der einzelnen Elektrode dient; sie wird  jeweils unmittelbar unterhalb des Ofenmantels 6 von  dem hinreichend weit aus ihm hervorgetretenen Kohlen  stoffstrang     KS,    hier bereits     graphitiert,    abgetrennt, z. B.  mit Hilfe einer gas- oder flüssigkeitsgekühlten ein  schwenkbaren schnell umlaufenden Trennscheibe aus       Karborundum    oder     dergl.    oder mit einer flüssigkeitsge  kühlten Säge. Die Trennvorrichtung greift in den Spalt  11 ein, der zwischen der Oberkante des Wagens 10 und  der Unterkante des Ofenmantels 6 belassen ist. Wie man  sieht, ist in dem Wagen 10 für die aufzunehmende  Elektrode ein Bett 12 aus Koksgriess vorgesehen.

   Zu  dem ist der lichte Durchmesser bzw. die lichte Quer  schnittsform des Wagens 10 so bemessen, dass sich in  ihm - wie innerhalb des Ofenmantels 6 - um die       Graphitelektrode    ein     Koksgriess-Zwischenmantel    13 bil  den kann, wozu man die     Koksgriesschüttung    8a, die sich    ihrerseits aus dem Vorrat des Trichters 7 erneuert,       nachrutschen    lässt.  



  In den Einzelheiten kann dies in verschiedener Weise  ausgeführt werden. Es ist z. B.     möglich,    im Spalt 11  zunächst durch einen diametral geteilten, also zweiteili  gen Ringschieber (z. B. aus Graphit) die     Koksgriesschüt-          tung    8a anzuhalten, den     Kohlestrang        KS    aber nach  unten über den Ofenmantel 6     vorwachsen    zu lassen und,  wenn der hervorgetretene Teil unter Abzug des späteren  Schnittverlustes die Länge der Elektrode erreicht hat,  den Wagen 10, auf seinem Boden bereits mit dem       Koksgriessbett    12 ausgefüttert, von unten - z.

   B. durch  eine Hebebühne - gegen die hervorgetretene Graphit  elektrode bzw. gegen das Ende des     Kohlenstoffstrangs          KS        anzuheben.    Bei der in     Fig.    1 gezeigten Lage des Wa  gens 10 wird dann der zweiteilig oder auch mehrteilig  ausgebildete Ringschieber entfernt oder geöffnet, wor  aufhin über 8a Koksgriess 8     nachrutscht,    sodass sich der       Koksgriess-Zwischenmantel    13 im Wagen 10 bildet.

    Anschliessend wird der in den Wagen 10 eingetretene  Teil des     Kohlenstoffstrangs        KS    abgetrennt, im Spalt 11,  und dann der Wagen 10 seitlich verfahren, womit in ihm  die Elektrode E nachdem sie noch oben mit Koksgriess       abgedsckt    ist, zur Abkühlung oder sonstigen vorerst in  Betracht kommenden Behandlung oder Verwendung,  z. B. zunächst zur Ausnutzung der in der Elektrode  enthaltenen Wärmemenge, bereitsteht. In gleicher Weise  werden die folgenden Elektroden gewonnen.  



  Es werden dem einzelnen Ofen eine Vielzahl von  Wagen 10 zugeordnet, die nacheinander in Benutzung  genommen und jeweils dem Ofen wieder     zugeführt     werden, sobald als die einzelne     Elektrode    aus dem  Wagen entnommen und hinreichend abgekühlt ist.  



  Die aus dem Wagen 10 anfallenden     Koksgriessmen-          gen    können - vorzugsweise nach der Abkühlung   wieder verwendet werden, wozu sie z. B. in den Trichter  7 aufgegeben werden. Es ist schon oben gesagt, dass der  formgebende Durchgang 1, 2 und 3, worin die     grüne          Elektrodenmasse    zum     Kohlenstoffstrang    geformt und  verkokt und gebrannt wird, von aussen beheizt wird. Es  bestehen hierfür verschiedene Möglichkeiten; einige sind  in den     Fig.    2 bis 4 schematisch dargestellt.  



  Gemäss     Fig.    2 wird der Durchgang 1, 2 und 3 von  aussen durch Gas- oder Heizölbrenner 15 beheizt; die  von ihnen erzeugten und auf den formgebenden Durch  gang 1 bis 3 gerichteten Flammen sind bei 15a angedeu  tet.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    3 ist um den     Durch-          "a    an 1, 2 und 3 eine elektrische Induktionsspule angeord  net, die ihrerseits die     Elektrodenmasse    innerhalb des  Durchgangs 1 bis 3 entsprechend erhitzt.  



  Schliesslich ist bei der Ausführung nach     Fig.    4 der  Durchgang 1, 2 und 3     rundherum        vonelektrischen     Widerstandselementen 1.7 umgeben, die ihrerseits in eine  keramische Masse 18 eingelagert sind.  



  Für die Ausbildung und Anordnung der     Heizein-          richtungen,    sowohl für den Durchgang 1 bis 3 wie für  den Ofenmantel 6, gibt es naturgemäss noch weitere  Möglichkeiten. Da die Ausbildung und Anordnung der  Heizeinrichtungen an sich nicht Gegenstand der Erfin  dung ist, braucht darauf nicht weiter eingegangen zu  werden.  



  Wie bereits erwähnt, hat der - sich nach unten  bewegende -     Kohlenstoffstrang        KS    ein beträchtliches  Gewicht, vor allem wenn er zur Herstellung von Elektro  den grossen Durchmessers dient und demgemäss selbst  einen entsprechend grossen Durchmesser haben muss.      Es ist - vor allem in diesen Fällen - notwendig oder  angebracht, eine Halte- und/oder Senkvorrichtung für  den     Elektrodenstrang    vorzusehen. Am einfachsten lässt  sich dies durchführen, wenn sie     dort    angebracht wird, wo  der Strang bereits     graphitiert    ist.  



  Die Halte- und Senkvorrichtung nach den     Fig.    5 bis  7 schliesst sich an den unteren Ofenmantel 6 (s.     Fig.    1)  an, er ist in     Fig.    5 nur in seinem unteren Teil gezeigt.  Die aus Koksgriess bestehende mantelförmige Isolations  schicht, hier entsprechend länger als bei der     Ausführung     nach     Fig.    1, ist wieder mit 8a bezeichnet.  



  Die Hauptteile der Halte- und Senkvorrichtung sind  zwei Ringe mit     Greifzähnen,    die - z. B. elektrisch oder  hydraulisch oder mit Pressluft - aus dem einzelnen  Ring zum     Kohlenstoffstrang        KS    hin ein- und ausfahrbar  sind und ihn so zum einzelnen Ring fest einspannen oder  ihn freigeben. Der erste, mit 21 bezeichnete Ring mit  den Zähnen 22 ist zwischen den Stellungen A und B  bewegbar (s.     Fig.    5 und 7) während der zweite, mit 23  bezeichnete Ring mit den Zähnen 24 zwischen den  Stellungen C und D bewegbar ist. Die beiden Ringe 21.

    und 23 arbeiten in einem Wechselspiel     zusammen.    Es  möge der Ring 21 in der Lage A (s.     Fig.    5 und 7) mit  seinen Zähnen 21 soeben den Strang     KS    erfasst haben.  Vom gleichen Zeitpunkt an wird der     genannte        Ring    21  bei ausgefahren bleibenden     Zähnen    durch einen nicht  dargestellten Antrieb - z.

   B. einen elektrischen oder  hydraulischen Antrieb oder einen     Pressluftantrieb      nach unten in die Lage B bewegt, und zwar mit einer  Geschwindigkeit, die bei den Daten des Ofens     (Länge     und     Beheizung    der einzelnen Zonen) und den Daten des  Ausgangsmaterials für das Brennen und das     anschlies-          sende        Graphitieren    des Strangs     KS    notwendig ist.

   Der  Antrieb für den Ring 21 hat hierbei in der Regel nicht  die Aufgabe eines eigentlichen Antriebs, sondern mehr  die Aufgabe der Geschwindigkeitsregelung bei dem       Absenkvorgang,    welcher an sich im allgemeinen durch  das Eigengewicht des     Kohlenstoffstrangs        KS    bewirkt  wird. Während der Ring 21, mit seinen Zähnen 22 den       Kohlenstoffstrang        KS    haltend, sich aus der Lage A in die  Lage B bewegt, geht der an sich gleich ausgebildete  Ring 23 mit seinen - hierbei eingefahrenen - Zähnen  24 aus der Lage D zurück in die Lage C, hierbei  angetrieben durch einen Antrieb, der von der gleichen       Art    sein kann wie der des Ringes 21.

   Die beiden Ringe  erreichen - gleichzeitig - die Lage B     bzw.    die Lage C.  In diesem Zeitpunkt werden die Zähne 24 des Ringes 23  ausgefahren, so dass der Ring 24 das Gewicht des       Kohlenstoffstrangs        KS    aufnimmt, während gleichzeitig  - oder ein wenig danach - die Zähne 22 des Ringes  21 eingefahren werden, womit der Ring 21 vom Kohlen  stoffstrang     KS    gelöst wird. Unmittelbar anschliessend       bewegen    sich die beiden Ringe 21 und 23 mit der  vorerwähnten Geschwindigkeit in die genannten Aus  gangslagen A bzw. D zurück.

   Hierbei führt der Ring 23  mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit den Kohlen  stoffstrang     KS    weiter nach unten,     während    der Ring 21  leer in seine Ausgangslage für seinen nächsten Arbeits  hub zurückkehrt. Der Leerhub des einzelnen Ringes  kann     naturgemäss    auch schneller vor sich gehen: alsdann  bleibt er in Wartestellung bis zu seinem nächsten  Arbeitshub. Indem sich das beschriebene Arbeitsspiel  ständig wiederholt, wird der     Kohlenstoffstrang        KS    lau  fend nach unten bewegt.

   Es ist schon gesagt, dass der  Strang     KS    oben laufend     wietergebildet    wird, während er  unten - diskontinuierlich, nur von Zeit zu Zeit - um  die jeweils anfallende     Graphitelektrode    gekürzt wird.    Jeder der Ringe 21 und 23 hat in der Regel  mindestens drei oder mehr Zähne, die vorzugsweise  gleichmässig über den Umfang verteilt sind. Die Ringe  und/oder     ihre        Zähne    können gekühlt sein, z. B. wasser  gekühlt.

   Wenn hier von  Zähnen  gesprochen ist, so  schliesst das nicht aus, dass der     einzelne    Zahn an seinem  freien Ende eine geriffelte oder waffelförmige, nach einer  Zylinderfläche verlaufende     Greiffläche    aufweist, die die  Oberfläche des     Kohlenstoffstrangs        KS    möglichst wenig  verletzt.  



  Es kann naturgemäss auch ein Automat vorgesehen  werden, der die Bewegungen der beiden Ringe 21 und  23 und das Ein- und Ausfahren ihrer Zähne 22 und 24  in dem angegebenen Takte steuert. Wenn von einer  laufenden Bewegung des     Kohlenstoffstrangs        KS    gespro  chen ist, so ist das einmal wörtlich zu nehmen, es soll  aber auch noch den Fall einschliessen, dass - je nach  der Art des Ofens, der     Beheizung,    der Ausgangsmateria  lien, des     Strangdurchmessers,

      der gewünschten     Eindring-          tiefe    des Brennvorgangs und der     Graphitierung    - unter  Umständen Bewegungspausen für den     Kohlenstoffstrang          KS    eingelegt werden und/oder die     Vorschubgeschwin-          digkeit    wechselt, etwa zwischen zwei oder mehr Ge  schwindigkeitswerten.  



  Um den an der Halte- und Senkvorrichtung schon       graphitierten    und somit sehr heissen     Kohlenstoffstrang          KS    wärmemässig zu isolieren und vor Oxydation zu  schützen, ist dieser auch in den vorerwähnten Zonen mit  Koksgriess - siehe bei 8a - umgeben.     Damit    dieser  nicht     ausfliesst,    sind die Ringe 21 und 23 mit einem  mehrteiligen Blechzylinder 25, 2'6 verbunden, dessen  Teile     teleskopartig        ineinandergreifen.    Die Darstellung  will das Grundsätzliche angeben; die     Einzelheiten    kön  nen in der den Fachleuten geläufigen Art ausgeführt  werden.  



  Durch die beiden Ringe 21 und 23     wird    der       Kohlenstoffstrang        KS    nur abgesenkt. Hat der nach unten  vorgerückte Teil eine hinreichende  freie Länge  er  reicht - bis auf _ den Schnittverlust beim Abtrennen  entsprechend der gewünschten Länge der     Graphitelek-          trode    - so wird die freie, bereits     graphitierte    und daher  verhältnismässig weiche     Elektrodenlänge,    wie schon  oben angegeben, abgetrennt, z. B. durch eine Säge, etwa  eine Kreissäge, die     wassergekühlt    sein kann.

   Hierbei  oder schon früher wird die anfallende Elektrode von  einem Wagen 27 aufgenommen, dessen Boden als  Seitenwände     teleskopartig    angeordnete Blechzylinder  27a aufweist, die bis auf den am Wagenboden befestig  ten ausfahrbar sind; sie dienen zum seitlichen Auffangen  der     Koksgriess-Isolierschicht,    die sich auch in den  Wagen erstrecken soll. Dieser wird zuvor schon mit einer       Bettung    aus Koksgriess versehen. Das rechtzeitige Vor  fahren des Wagens, das noch beschriebene Senken des  Wagens und das Ausfahren seiner Seitenwände, usw.  durch entsprechende Antriebe, die am Wagen selbst oder  in der Nähe angebracht sind, kann ebenfalls durch einen  Automaten oder durch den schon genannten Automaten  selbsttätig gesteuert werden.

   Der Wagen 27 muss, da  beim Vorfahren die  freie     Elektrodenlänge     noch kurz  ist oder erst      vorwächst     zunächst gegen den Ofen  angehoben werden.     Hierfür    ist die Plattform 28 vorgese  hen, die, z. B. durch hydraulische oder pneumatische  Kolbenantriebe und     -führungen    29a, 29b, gehoben und  gesenkt werden kann. Beim Absenken des Kohlenstoff  strangs     KS    muss der Wagen 27 die Bewegung nach  unten mitmachen     (vergl.        Fig.    5 mit     Fig.    6). Entspre  chend dieser Bewegung, aber gegenläufig zu ihr, werden      zunehmend die Seitenwände 27a des Wagens 27 ausge  fahren.

   Hat der Wagen 27 die untere Lage der  freien       Elektrodenlänge     erreicht, so wird er weiter gesenkt, bis  die Plattform 28 die Höhe der Arbeitsbühne 30 erreicht,  sofern diese Gleichstellung nicht schon vorher gegeben  war. Anschliessend wird der Wagen 27 mit der angefal  lenen     Graphitelektrode    E weggeschoben, nachdem diese  noch zuvor mit Koksgriess oben abgedeckt worden ist,  um die Oxydation der     Graphitelektrode    E zu     vermeiden.     Es kann nun die Abkühlung der     Graphitelektrode    E bis  zur     Raumteperatur    erfolgen.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach den     Fig.    8 und 9,  das in mancher     Hinsicht    nur eine Abwandlung des  vorhergehenden darstellt, wird der Strang     KS    im ganzen  mit Hilfe des Wagens 27, der Plattform 28 und der  Antriebe und Führungen 29a, 29b abgesenkt. Der Ring  31 mit den ein- und ausfahrbaren Haltezähnen 32 ist so  angeordnet und wird so gesteuert, dass - wenn die   freie     Elektrodenlänge     in dem Wagen 27 ist und die       Graphitelektrode    E nunmehr abgeschnitten werden  kann, der Ring 31, 32 das Halten des Strangs     KS     übernimmt.

   Im Gegensatz zum vorher beschriebenen  Ausführungsbeispiel macht der Ring 31 aber keine  Bewegung nach unten, er ist also unbeweglich angeord  net, was bedeutet, dass bei dieser Ausführung während  des     Abschneidens    der Elektrode E der Strang     KS     angehalten wird, sich also vorübergehend nicht nach  unten bewegt.  



  Ist die     Graphitelektrode    E abgeschnitten und der  Wagen 27 mit der Elektrode weggefahren, wird der  nächste Wagen unter den Strang     KS    gebracht, in die La  ge gemäss     Fig.    B. Dann übernimmt der neu herangeführ  te Wagen mit der Plattform 28 das gesamte Gewicht des  Strangs     KS    nachdem die     Zähne    32 des Ringes 31  gelockert worden sind, um die Bewegung des Strangs     KS     freizugeben. Dieser Strang     KS    wird nun durch die  Antriebe 29a, 29b getragen und mit der entsprechenden  Geschwindigkeit abgesenkt, wie beim vorhergehenden  Beispiel angegeben.  



  Die Blechzylinder zur Abschirmung der     Koksgries-          schüttung,    die den     Ringen    21 und 23 der Halte- und  Senkvorrichtung nach     Fig.    5 bis 7 zugeordnet sind,  werden naturgemäss in ihrer Länge und in ihrem  Durchmesser so aufeinander abgestimmt, dass sie die  Wirkungsweise der übrigen Elemente nicht behindern  und die     Koksgriesschüttung    ständig zusammenhalten.  und so nach aussen hin     abschirmen.    Die Einzelheiten  sind dem Fachmann     ohnehin    geläufig.

   Der Deutlichkeit  halber sind aber in den     Fig.    10 und 11 in zwei  verschiedenen Stellungen die betreffenden Elemente mit  den Schirmen 25 und 26, von denen der eine mit dem  Ring 21 und der andere mit dem Ring 23 verbunden ist,  nochmals dargestellt; ihnen ist noch ein zum Ofenmantel  6 feststehender und an ihn sich unmittelbar     anschliessen-          der    Blechzylinder 6c zugeordnet. Man ersieht das Zu  sammenspiel ohne weiteres, wenn man die     Fig.    10 und  11 miteinander vergleicht. Die Ringe 21 und 23 halten  hier in den Stellungen B und C einen grösseren Abstand  voneinander als nach den     Fig.    5 und 7, die mehr das       Grundsätzliche    zeigen wollen.

   Auch die dort gezeigte  gegenseitige Lage der Ringe 21 und 23 ist     möglich,     insbesondere wenn z. B. die zugehörigen Blechzylinder  25 und 26 je     teleskopartig    ausziehbar sind oder doch  einer von ihnen es und/oder wenn in ihnen Schlitze zum       Hindurchtreten    der Haltezähne 22 und 24 vorgesehen    sind, gegebenenfalls mit Schiebern an den Zähnen, um  die Schlitze ständig geschlossen zu halten.  



  Statt am Wagen 10 oder am Wagen 27     teleskopartig     ausziehbare Blechzylinder als Seitenwände vorzusehen,  kann man auch - oder zusätzlich dazu - unmittelbar  im Anschluss an den Ofenmantel 6, und von ihm oder  dem zugehörigen Gestellt getragen,     teleskopartig        aus-          und    einfahrbare Blechzylinder vorsehen, die ihrerseits  mit dem     Vorwachsen    des Strangs     KS    über das untere  Ende des Ofenmantels 6 hinaus die     Koksgriesschüttung     um die     graphitierte    Zone des     Kohlenstoffstrangs        KS     herum zusammenhalten.

   Auch hierfür lassen sich selbst  tätige Steuerungen verwenden, ähnlich, wie das schon  oben angegeben ist. Bei der jeweiligen Inbetriebnahme  des Ofens muss der     Kohlenstoffstrang    sich erst bilden  und mit der den Daten des Ofens und des Ausgangsma  terials entsprechenden Geschwindigkeit nach unten        vorwachsen .    Damit hierbei die Halte- und/oder Ab  senkvorrichtung (gegebenenfalls unter Benutzung des  Wagens) schon ihre - an sich notwendige - Tätigkeit  ausüben kann, sind verschiedene Möglichkeiten gegeben.  Man kann z. B. fertige Elektroden in den Ofen einfüllen  und anschliessend an diese aus der grünen Elektroden  masse den     Kohlenstoffstrang        KS    entstehen lassen.

   Die  eingefüllten fertigen Elektroden arbeiten     ordnungsge-          mäss    mit der Halte- und Senkvorrichtung und dem  Wagen zusammen, bis der neu gebildete Strang sich  entsprechend weit vorgeschoben hat und so die     eingefüll-          ten    fertigen Elektroden, die den Ofen verlassen, ablöst.  Man kann auch eine tellerförmige     Zwischenlage    vorse  hen, die von einer Stange gehalten wird     unddie    gemein  sam mit ihr sich mit der dem Ofen eigenen     Vorschubge-          schwindigkeit,    entsprechend gesteuert, nach unten be  wegt.

   Man lässt dann die Halte- und     Absenkvorrichtung     erst in Tätigkeit treten, wenn in deren Wirkungsbereich  der neu gebildete     Kohlenstoffstrang    getreten ist.     Schliess-          lich    kann man den Ofen auch mit Koksgriess füllen und  diesen, auf den die grüne     Elektrodenmasse    aufgefüllt  wird, langsam - mit der dem Ofen eigenen Vorschub  geschwindigkeit - auslaufen lassen. Auch hier tritt die  Halte- und Senkvorrichtung, die für den laufenden  Betrieb vorgesehen ist, erst in Tätigkeit, wenn in ihren  Wirkungsbereich der neu gebildete     Kohlenstoffstrang        KS     tritt.

      Der gesamte Vorgang der     Graphitelektroden-Her-          stellung    geht folgendermassen vor sich: Berührt die oben  eingefüllte     Elektrodenmasse    die innere heisse Ofenwan  dung, dann beginnt     langsam    das Erhitzen, wodurch die       Elektrodenmasse    zuerst zu einer teigigen Masse wird.  Bei weiterer Erhitzung der     Elektrodenmasse    über die  Wandung erfolgt ein Vorgang, der als Verkokung be  kannt ist. Im Laufe dieser Erhitzung durchläuft das  Material mehrere Stufen der Zustandsänderung und der  thermischen Zersetzung.

   Die einzelnen Schichten oder  Zonen (ausser die bereits verkokte Zone, innen die  flüssige     Elektrodenmasse,    beide gasförmige Zersetzungs  produkte abgehend, die infolge der thermischen Zerset  zung abgelagerten Kohlenstoff bilden oder in den oberen  kälteren Zonen kondensieren) gehen beim Sinken der  Masse immer mehr in eine feste verkokte Elektrode  über. Dieser Vorgang geht in einem Temperaturbereich  von etwa 500 bis 600  C vor sich; dabei wird die Kohle  unter lebhafter Entwicklung gasförmiger Zersetzungs  produkte verfestigt. Bei weiterer Erhitzung laufen diese  Reaktionen aus. Der     Verkokungsvorgang    ist bei Tempe  raturen gegen 1300 bis 1500  C meist beendet. In      diesem Temperaturbereich entspricht die Elektrode der  bekannten     Elektrodenkohle-Qualität.     



  Um nun aus dieser Kohleelektrode eine     Graphitelek-          trode        zu    erhalten, wird die heisse     Kohleelektrode,    wie  oben beschrieben, z. B. durch Induktion,     auf    die     Graphi-          tierungstemperatur    von etwa 2500 bis 3000  C weiter  erhitzt.

   Dabei     erfolgt    eine Umkristallisation des Kohlen  stoffs von den Kleinkristallen der harten amorphen  Kohle     in    die grossen Kristalle des Graphits, worauf die  bekannten Eigenschaften der     Graphit-Elektrode    (niedri  ge Härte, hohe elektrische Leitfähigkeit usw.)     beru-          hen.     



  Die Erhitzung in der     Verkokungs-    wie auch in der       Graphitierungsphase    muss der Bewegung des     Elektro-          denstranges    angepasst werden. Hierauf ist bei der Be  messung der Heizelemente und der Induktionserhitzung  Rücksicht zu nehmen.

   Die angegebene Arbeitsweise hat  noch einen weiteren     Vorteil    gegenüber der bis heute  üblichen Herstellung von     Graphitelektroden.    Dadurch,  dass auf die     Verkokungszone    ein     Druck    der oberhalb  derselben liegenden     flüssigen        Elektrodenmasse    wirkt,  können die sich bildenden Gase nicht leicht entweichen;  dadurch wird die Verkokung dieser Gase begünstigt,  wodurch die     Kohlenablagerung    in den noch vorhande  nen Poren erfolgt. Das Resultat ist eine     Graphitelektro-          de,    die dichter ist als bei dem bisherigen Herstellungsver  fahren.  



  Eine weitere     Verdichtung    der Elektrode ist z. B.  durch das Anbringen eines Gasdruckes auf die     flüssige          Elektrodenmasse    oder durch die     Anbringung    eines di  rekten     Druckes,    z. B. durch hydraulisches     Aufpressen,     auf die heisse teigige     Elektrodenmasse        im    obersten Teil  des Stranges möglich.  



  Mit dem Verfahren und mit der Einrichtung, die  oben beschrieben und in der Zeichnung veranschaulicht  sind, lassen sich - ohne wesentliche     Änderungen      fortlaufend aus der grünen     Elektrodenmasse    auch  Kunstkohleelektroden herstellen. Es wird hierzu eben  falls das oben beschriebene Verfahren angewandt, je  doch ohne die     Graphitierungsstufe.    Der hierzu dienende  Ofen wird um die     Graphitierungsstufe,    z.

   B. - bezogen  auf die     Fig.    1 - um die Zone Z4 und ganz oder       teilweise    auch um die Zone Z3 gekürzt, oder es wird nur  die     Hochtemperaturheizvorrichtung,    in     Fig.    1 die Induk  tionsspule 9, fortgelassen oder lediglich abgeschaltet, so  dass der im Ofen nach unten wandernde     Kohlenstoff-          strang        KS        zwar    wohl zu Kunstkohle gebrannt, aber nicht       graphitiert    wird und demgemäss die von ihm abgeschnit  tenen Elektroden nur Kunstkohleelektroden, nicht aber       Graphitelektroden    sind.

   Lässt man also den Ofen unver  ändert und schaltet man je nach dem gewünschten  Ergebnis die     Hochtemperaturheizvorrichtung,    in     Fig.    1  die Induktionsspule 9, ein oder aus, so erhält man  wahlweise Kunstkohleelektroden oder     Graphitelektro-          den.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Graphitelektroden, dadurch gekennzeichnet, dass fortlaufend aus der grünen Elektrodenmasse ein Strang von einer Querschnittsform entsprechend den herzustellenden Graphitelektroden ge bildet, verkokt und sogleich - also ohne wesentliche zwischenzeitliche Abkühlung - graphitiert wird.
    II. Ofen zur Herstellung von Graphitelektroden nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ofen einen länglichen, formge benden und von aussen beheizbaren Durchgang mit einer lichten Querschnittsform entsprechend der Quer schnittsform der herzustellenden Graphitelektroden hat, eingangsseitig zur Aufnahme der grünen Elektrodenmas- se eingerichtet ist und für den sich daraus bildenden,
    den Ofen durchwandernden Strang eine Verkokungszone mit einer Heizvorrichtung zur Umwandlung des Stranges der grünen Elektrodenmasse in einen Kunstkohlestrang und eine anschliessende Zone mit einer Höchsttempera tur-Heizvorrichtung aufweist zur Graphitierung des ihr zuwandernden, von der Verkokungszone her noch heis- sen Kunstkohlestrangs. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass ihm ausgangsseitig eine, vorzugsweise gekühlte, Abtrennvorrichtung zugeordnet ist zum Ab trennen der einzelnen Graphitelektroden von dem den Ofen verlassenden Strang. 2.
    Ofen nach Patentanspruch 1I, dadurch gekenn zeichnet, dass der längliche Durchgang hinter der Verko- kungszone sich erweitert und hier zur Aufnahme einer Koksgriess-Schüttung eingerichtet ist, die in der Graphi- tierungs- und Ausgangszone den Strang wärmeisolierend und vor Oxydation schützend umhüllt. 3.
    Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Aufnahme der anfallenden Graphit elektrode ein Kühlwagen entsprechender Form vorgese hen ist, der vorzugsweise zur Umhüllung der Elektrode mit einer Koksgriesschüttung eingerichtet ist. 4.
    Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, .dass er so eingerichtet ist, dass zwischen der Elektrodenmasse und dem beheizten länglichen, formge benden Durchgang Stoffe wie Papier, Karton, Asbest pappe usw., einfuhrbar sind, um das Herabrutschen der Elektrodenmasse zu erleichtern. 5.
    Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass er eingerichtet ist, um von oben auf die noch unverkokte Elektrodenmasse Druck einwirken zu lassen, u. a. zu dem Zweck, eine Verdichtung der Elektrodenmasse beim Verkoken zu erzielen. 6. Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass das Erhitzen der Elektrode in der Graphi- tierungszone durch Induktion erfolgt. 7.
    Ofen nach Patentanspruch 1I, dadurch gekenn zeichnet, dass er eine Halte- und Senkvorrichtung für den Strang aufweist, vorzugsweise mit einer selbsttätigen Steuerung hierfür und für einen die einzelne Graphit elektrode aufnehmenden Wagen.
CH1302764A 1963-10-08 1964-10-07 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Graphitelektroden CH472345A (de)

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