CH472596A - Einrichtung zur Verbindung zweier Wellen mittels einer Kardanwelle - Google Patents
Einrichtung zur Verbindung zweier Wellen mittels einer KardanwelleInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Einrichtung zur Verbindung zweier Wellen mittels einer Kardanwelle Das Hauptpatent betrifft eine Einrichtung zur Ver bindung zweier axialen und/oder winkligen und/oder parallelen Verschiebungen ausgesetzter Wellen mittels einer Kardanwelle, wobei zur Verbindung jedes der bei den Enden der Kardanwelle mit je einem :Ende der bei den anderen Wellen je :eine zentrierende Gelenkhebel kupplung und jeweils mindestens drei Gelenkhebeln dient, die über Gelenke an der einen bzw. anderen Welle und der Kardanwelle angreifen.
Bei dieser Einrichtung sind dabei die Gelenke der beiden Gelenkhebelkupplungen als sphärische Gelenke ausgebildet. Die dort zur Verwendung kommenden Ge- lenkhebelkupplungen sind statisch bestimmt, d. h., bei axialer oder kardanischer Bewegung der beiden Wellen zueinander treten keine Verspannungskräfte, auf und die Rückstellkräfte resultieren nur aus der kardanischen Bewegung der Kugelgelenke der Gelenkhebel.
Bei einer Kupplung mit vier Gelenkhebeln oder einer sogenannten Mehrlenkerkupplung treten bei einer kardanischen Be wegung der Wellen zueinander Zwangskräfte auf, die bei der Verwendung von Gummikugelgelenken durch die radiale Einfederungsmöglichkeit derselben in minima len Grenzen gehalten werden.
Sind die Gelenkhebel wie bei der Anordnung nach dem Hauptpatent am Umfang gleichsinnig angeordnet, so tritt bei einer axialen Bewe@- gung der einen Welle gegenüber der anderen keine Zwangskraft auf; es findet jedoch hierbei dann bei einer axialen Bewegung eine minimale Verdrehung der Wel len gegeneinander statt.
Solche zentrische Gelenkhebel- kupplungen werden daher zweckmässigerweise dort an gewandt, wo eine grosse axiale Bewegungsmöglichkeit der Wellen gegeneinander erwünscht ist. Ist eine axiale Auslenkung vorhanden, tritt bei .einer Drehmoment übertragung infolge der Schrägstellung der Gelenkhebel eine Axialkräft auf, d. h., die Kardanwelle muss durch wenigstens eine der Gelenkhebelkupplungen axial ge führt sein.
Bei der im Hauptpatent beschriebenen zen trischen Gelenkhebelkupplung mit gleichsinnig angeord neten Gelenkhebeln werden bei der Übertragung eines Drehmomentes je nach Drehrichtung alle Gelenkhebel auf Zug oder alle auf Druck beansprucht. Bei einer Zug beanspruchung der Gelenkhebel ist, bezogen auf die bei einer Axialverschiebung der Wellen auftretenden Axial kräfte, eine stabilisierende Wirkung vorhanden, da mit grösser werdendem Drehmoment auch die Rückwirkung zum Zentrum grösser wird.
Bei einer Druckbeanspru chung dagegen wird mit grösser werdender Axialbewe- gung die auslenkende Axialkraft grösser. Infolge dieses Unterschiedes bezüglich der verschiedenen Drehrichtun gen sind das kritische Drehzahlverhalten und die Am plituden für die Axialbewegungen verschieden.
In Weiterentwicklung des Gegenstandes des Haupt patentes ist die Aufgabe gestellt, eine Einrichtung mit Gelenkhebelkupplungen zu schaffen, welche eine gute kardanische und axiale Bewegungsmöglichkeit bei zen trischer Führung der Wellen zueinander besitzen, bei denen jedoch bei axialen und kardanischen Auslenkun- gen keine Axialkraft auftritt und bei denen das kritische Drehzahlverhalten in axialer Richtung, bezogen auf beide Drehrichtungen, gleich ist.
Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht erfin dungsgemäss darin, dass wenigstens eine der beiden Ge- lenkhebelkupplungen mindestens 2n Gelenkhebel auf weist, wobei n eine ganze Zahl und grösser als 1 ist, und dass von je zwei Gelenkhebeln der eine gegenüber dem anderen gegensinnig angeordnet ist. Die an den Enden der Gelenkhebel angeordneten Gelenke sind zweckmä- ssigerweise aus gummielastischem Material bestehende Kugelgelenke.
Die eine der beiden an den Enden der Kardanwelle angeordneten Gelenkhebelkupplungen weist also wenig stens vier Gelenkhebel auf, wobei die Hälfte derselben gegenüber der anderen Hälfte gegensinnig angeordnet ist.
Bei einer axialen Bewegung der Wellen gegeneinan der werden die Gelenkhebel ausgelenkt. Die bei Über tragung eines Drehmomentes auftretenden, durch die Schrägstellung der Gelenkhebel bedingten Axialkräfte heben sich auf, so dass auf die Wellen und ihre Lagerun gen hierdurch keine Axialkräfte einwirken und auch keine Anregung für eine Axialschwingng erfolgt.
Auch bei einer axialen und kardanischen Bewegung der beiden Wellen zueinander ist der Vorteil vorhanden, dass keine resultierende Axialkraft auftritt.
Da die Verhältnisse, d. h. Zug- und Druckbean- spruchungen im Falle zweier gleicher Gelenkhebelkupp- lungen auch durch Umkehrung der Drehrichtung nicht verändert werden, ist kein Unterschied im kritischen Drehzahl-Verhalten bei dieser Einrichtung bei verschie denen Drehrichtungen vorhanden.
Durch geeignete Ab stimmung der Länge der Gelenkhebel und durch Fest legung des Abstandes der Anlenkpunkte der einzelnen Wellen lässt sich erreichen,
dass die Winkelgleichlauf- genauigkeit bei kardanischer Auslenkung wesentlich grösser ist als bei einem normalen Kreuzgelenk. Bei einer axialen Bewegung der beiden Wellen zueinander treten Zugkräfte in der einen Hälfte der Gelenkhebel auf und es erfolgt eine radiale Einfederung in den Gummikugel gelenken.
Eine Axialbewegung bedingt aber keine Ver- drehbewegung der Wellen zueinander, so dass sich Axial bewegungen bei der Einrichtung nicht mehr der Dreh bewegung überlagern können, wodurch eine ideale Gleichlaufgenauigkeit bei einer axialen Bewegung ge währleistet ist. Infolge der radialen Einfederung von Gummigelenken ist jedoch die Grösse der axialen Be wegungsmöglichkeit beschränkt. In den meisten Anwen dungsfällen, insbesondere bei Verwendung dieser Ein richtung bei Antrieben für Schienenfahrzeuge, reicht diese axiale Bewegungsmöglichkeit aus.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Ein richtung sind in der Zeichnung dargestellt und im folgen den näher erläutert. Es zeigen: die Fig. 1 und 2 eine erfindungsgemässe Einrichtung mit Kupplungen mit vier Gelenkhebeln in einer Ansicht und in einem Schnitt entlang der Linien A-B und diel Fig.3 eine Einrichtung mit Kupplungen mit sechs Gelenkhebeln.
In den Figuren ist mit 1 die Kardanwelle und mit 2 die an- bzw. abtreibende Welle bezeichnet. Die Welle, 2 ist in nicht dargestellten Lagern gelagert. Mit 21 ist ein ringförmiger, mit der Welle 2 fest verbundener Körper bezeichnet, an dessen Innenseite sphärische Gelenke an geordnet sind, an denen die Gelenkhebel 3:1, 32 angrei fen. Mit der Kardanwelle 1 ist in Fig.1 ein etwa recht eckiger Körper 11 und in Fig. 3 ein sternförmiger Kör per 111 fest verbunden. Diese Körper weisen nahe an ihren Ecken ebenfalls sphärische Gelenke 12 auf.
An den Gelenkren 12 greifen die anderen Enden der Ge- lenkhebel 31 bzw. 32 an. Die Gelenkhebel 31 sind in Drehrichtung der Wellen und die Gelenkhebel 32 in ent gegengesetzter Richtung angeordnet.
Für die Verbindung einer Kardanwelle, mit zwei zu kuppelnden Wellen können je nach den Erfordernissen am einen Ende der Kardanwelle eine geeignete Kupplung und am anderen Ende eine ebensolche oder eine Kupp lung mit nur in gleicher Richtung angeordneten Gelenk hebeln angeordnet sein.
Die Anwendung solcher Kupp lungen ist beispielsweise bei elektrischen Triebfahrzeu gen sowohl für die Kupplung des Grossrades mit dem Treibrad, wobei die Kardanwelle als Hohlwelle ausge führt ist, als auch für die Kupplung der Motorwelle, die in diesem Falle als Hohlwelle ausgebildet ist, mit dem Ritzel des Getriebes möglich.
Die Einrichtung kann aber auch zur Kupplung eines elastisch aufgestellten Dieselmotors mit einem fest aufgestellten elektrischen Generator dienen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Einrichtung zur Verbindung zweier axialen und/oder winkligen und/oder parallelen Verschiebungen ausge setzter Wellen mittels einer Kardanwelle, wobei zur Ver bindung jedes der beiden Enden der Kardanwelle mit je einem Ende der beiden anderen Wellen je eine zen trierende Gelenkhebelkupplung mit jeweils mindestens drei Gelenkhebeln dient, die über Gelenke an der einen bzw.anderen Welle und der Kardanwelle angreifen, da durch gekennzeichnet, dass wenigsttens eine der beiden Gelenkhebelkupplungen mindestens 2n Gelenkhebel auf weist, wobei n eine ganze Zahl und grösser als 1 ist, und dass von je zwei Gelenkhebeln der eine gegenüber dem anderen gegensinnig angeordnet ist. UNTERANSPRUCH Einrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Gelenkhebel an ihren Enden aus gummielastischem Material bestehende Kugelgelenke aufweisen.PATENTANSPRUCH 1I Verwendung gemäss Patentanspruch II des Haupt patentes einer Einrichtung nach Patentanspruch I hie von, für die Kupplung des Grossrades mit dem Treibrad satz eines Schienentriebfahrzeuges unter Zwischenschal tung einer Kardanhohlwelle.
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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| CH1780067A CH472596A (de) | 1964-09-12 | 1967-12-19 | Einrichtung zur Verbindung zweier Wellen mittels einer Kardanwelle |
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