CH473194A - Verfahren zur Cyclisierung von 2,5-Diphenylamino-terephthalsäuren - Google Patents

Verfahren zur Cyclisierung von 2,5-Diphenylamino-terephthalsäuren

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CH473194A
CH473194A CH224767A CH224767A CH473194A CH 473194 A CH473194 A CH 473194A CH 224767 A CH224767 A CH 224767A CH 224767 A CH224767 A CH 224767A CH 473194 A CH473194 A CH 473194A
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CH224767A
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Helmut Dr Schmidt
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Basf Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B48/00Quinacridones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren        zur        Cyclisierung    von     2,5-Diphenylamino-terephthalsäuren       Es sind bereits einige Verfahren zur     Cyclisierung     von     2,5-Diphenylamino-terephthalsäuren    zu     Chinacrido-          nen    bekanntgeworden. Bei den gebräuchlichsten von  ihnen werden Polyphosphorsäuren oder aromatische       Carbonsäurechloride    als     Cyclisierungsmittel    benutzt.  



  Bei Verwendung der teuren Polyphosphorsäure als  Kondensationsmittel sind umfangreiche Anlagen zu  ihrer Herstellung und Regenerierung notwendig. Bei  dem Verfahren, das unter Verwendung aromatischer       Carbonsäurechloride    als     Cyclisierungsmittel    verläuft,  wendet man auf ein     Mol    der     2,5-Diphenyl-amino-          terephthalsäuren    2 bis.

   3     Mol    aromatisches,     Carbon-          säurechlorid    an und     erhitzt    die Komponenten in dem     3-          bis        4-fachen        Überschuss    eines unter den     Raktionsbedi-          nungen        inerten    Lösungsmittels.

   Dabei ist     nachteilig,     dass sich die bei der Reaktion aus den     Arylcarbonsäu-          rechloriden    entstehenden     Arylcarbonsäuren    nur unter  grossem Aufwand     wiedergewinnen    lassen und dass sie  zum Schluss als Verunreinigung     in    dem verwendeten:  Lösungsmittel enthalten sind.

   Dieses muss daher nach  der Abtrennung der     Chinacridone    destilliert werden,  ehe man es     wiederverwenden        kann.    Weiterhin     bringt    es  die geschilderte Arbeitsweise mit sich, dass die     China-          cridone    unter den Reaktionsbedingungen oft in Modifi  kationen entstehen, die ein starkes     Quellungsvermögen     aufweisen; die Reaktionsmischungen werden dadurch       dickflüssig,    schlecht rührbar und praktisch     unfiltrier-          bar.     



  Es wurde nun gefunden, dass man     2,5-Diphenyl-          amino-terephthalsäuren    besonders vorteilhaft und in  guten Ausbeuten zu     lineartrans-Chinacridonen        cyclisie-          ren    kann, wenn man als Lösungsmittel     aliphatische,     insbesondere gesättigte, flüssige und wasserunlösliche       Carbonsäuren,    vorzugsweise     di-    und     trisubstituierte     Essigsäuren und als Kondensationsmittel deren Säure  chloride verwendet.  



  Die als Lösungsmittel verwendeten     Carbonsäuren     sind verzweigt oder     geradekettige,        aliphatische,    flüssige  und wasserunlösliche Verbindungen; sie     sind    nach be  kannten Verfahren z.     B..    aus     Olefinen,    Kohlenoxyd und    Wasser im technischen Massstab leicht zugänglich und  verhalten sich bei der     erfindungsgemässen    Umsetzung  wie     inerte    Lösungsmittel.  



  Im wesentlichen kommen Säuren aus dem Bereich  von     C.-C"    in Betracht, deren Säurechloride Siede  punkte nicht unter ungefähr l40  C bei Normalbedin  gungen haben.  



  Die Säuren können für sich     allein    oder im Ge  misch, z. B. auch in Form des aus     Trimerpropylen,     Kohlenoxyd und Wasser erhältlichen Reaktionspro  dukts verwendet werden.  



  Im einzelnen seien beispielsweise die folgenden  Verbindungen genannt:     2-Äthylhexansäure,        Tetrame-          thylvaleriansäure,        Methyläthyl-n-butylessigsäure.     



  Die erfindungsgemäss zu verwendenden Kondensa  tionsmittel sind die     Carbonsäurechloride    der vorste  hend beschriebenen Säuren. Sie werden     zweckmässi-          gerweise    durch Umsetzung der     Carbonsäuren    mit     Thio-          nylchloriden    hergestellt und     sind    nach Entfernung des  überschüssigen     Chlorierungsmittels    ohne weitere Reini  gung direkt verwendbar.

   Es ist ein grosser Vorteil der  Verwendung dieser     Carbonsäurechloride,    dass sie bei  der Herstellung der     Chinacridone    wieder in die ent  sprechenden zugleich als Lösungsmittel dienenden Säu  ren übergehen. Sie gehen daher weder verloren noch  bringen sie Fremdsubstanzen in das Lösungsmittel.  



  Auch die zur Gewinnung der     Chinacridone    nötige  Aufarbeitung wird durch das     erfindungsgemässe    Ver  fahren erheblich vereinfacht. Man lässt die fertigen  Reaktionsmischungen in soviel wässriges Alkali einlau  fen,     dass,    die     zufliessenden    Säuren neutralisiert und als  Salze in Lösung gehalten werden. Die so entstehende       Chinacridonsuspension    kann dann in technisch einfa  chen Apparaturen filtriert werden. Aus der Mutter  lauge und den Waschfiltraten erhält man durch Ansäu  ern wieder die wasserunlöslichen     Carbonsäuren,    die  nach der Trocknung weiterverwendet werden.  



  Im einzelnen führt man das     erfindungsgemässe     Verfahren zweckmässig so aus, dass man. auf einen  Teil     2,5-Diphenylamino-terephthalsäuren    2 bis 3 Teile           Carbonsäurechlorid    anwendet und die Komponenten in  mindestens einem     Teil,    vorzugsweise jedoch 2 bis 4  Teilen     Carbonsäure    als Lösungsmittel auf Temperatu  ren von 140 bis 200 C, vorzugsweise 160 bis 180  C,  erhitzt.

   Man setzt dabei die     Carbonsäurechloride    zu  Anfang nicht auf einmal, sondern     allmählich    zu     und     begrenzt die Reaktionszeit auf etwa 5 bis 10     Stunden.     Einen günstigen     Einfluss    auf Reaktionsgeschwindigkeit  und Ausbeute haben geringe Zusätze eines tertiären  aromatischen Amins, wie     Pyridin,    zur Reaktionsmi  schung.

       Vorteilhaft    sind ungefähr 3 bis 5 Gewichtspro  zent, bezogen auf die Menge der     2,5-Diphenylamino-          terephthalsäuren.    Die gewonnenen rohen     Chinacridone     können durch     Fraktionierung    aus konzentrierter  Schwefelsäure gereinigt werden. Man erhält dann die  bekannten gelbroten bis violetten, hochechten Pig  mente.  



  Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile  und Prozente beziehen sich auf das Gewicht.  



  <I>Beispiel 1</I>  50 Teile     2,5-Dianilinoterephthalsäure        und    2,5 Teile       Pyridin    werden mit 150 Teilen eines technischen     Car-          bonsäuregemisches    mit     Kohlenstoffzahlen    von     C0-C"     zusammengegeben und dann bei 165 C mit 70 Teilen  der Chloride der gleichen Säuren versetzt. Nach  10stündigem Erhitzen auf 175  C wird auf 120  C ab  gekühlt und auf einer     Nutsche    filtriert. Der Filterrück  stand wird in Wasser suspendiert, die Suspension mit  Soda alkalisch gemacht und wieder filtriert. Dann wird  der Filterkuchen mit Wasser neutral gewaschen und  bei 100  C getrocknet.

   Ausbeute an rohem     Chinacri-          don:    44,6 Teile. Durch Fraktionierung aus konzentrier-         ter    Schwefelsäure     erhält        man    daraus 38,8 Teile oder       83,9        %        d.        Th.        reines        Chinacridon.     



  <I>Beispiel 2</I>  100 Teile     2,5-Dianihnoterephthalsäure,    5 Teile     Pyri-          din    und 250 Teile     2-Äthylhexansäure    werden gemischt,  auf 165  C erhitzt     und    bei dieser     Temperatur    inner  halb von zwei Stunden mit 110 Teilen (entsprechend  97,5 Teilen Säure) 2     Äthylhexansäurechlorid    versetzt.

    Das     Reaktionsgemisch    wird noch 10 Stunden lang auf  einer Temperatur von 175  C     gehalten,    danach abge  kühlt und in ein     Gemisch    aus 1200     Teilen    Wasser und       200        Teilen        50        %iger        Natronlauge        eingegosssen.        An-          schliessend    wird das ausgefallene rohe     Chinacridon    ab  filtriert.  



  Zur Darstellung des     2-Äthylhexansäurechlorids    wer  den 390 Teile     2-Äthylhexansäure    bei Normaltempera  tur mit 445 Teilen     Thionylchlorid    versetzt und lang  sam     erwärmt.    Nach     Beendigung    der stürmischen     HCl-          Entwicklung    wird auf 120  C erhitzt und das über  schüssige     Thionylchlorid    durch einen leichten Stick  stoffstrom innerhalb von zwei Stunden entfernt. Man       erhält    440 Teile rohes Säurechlorid, das ohne weitere       Reinigung        verwendet    wird.  



  Die     2-Äthylhexansäure    wird aus der Mutterlauge  und dem Waschfiltrat durch Zugabe von 130 Teilen       96        %iger        Schwefelsäure        abgeschieden,        nach        der        Ab-          trennung    von der wässrigen Phase durch Erhitzen auf  170  C entwässert und erneut verwendet.  



  Die folgende Tabelle gibt die     Ausbeuten,    an     China-          cridon    und wiedergewonnener Säure von     vier    verschie  denen Versuchen wieder, die wie Beispiel 2     durch-          geführt    wurden.

    
EMI0002.0080     
  
    No. <SEP> Chinacridon-Ausbeute <SEP> Verwendete <SEP> Säure <SEP> Wiedergewonnene <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Säure
<tb>   /o <SEP> d. <SEP> Th. <SEP> als <SEP> Lösungsmittel <SEP> als <SEP> Chlorid <SEP> jeweils <SEP> Säure <SEP> in <SEP> <B>Oh</B>
<tb>  frisch <SEP> zugegeben
<tb>  I <SEP> 80,3 <SEP> 250 <SEP> Teile <SEP> frisch <SEP> 97,5 <SEP> Teile <SEP> (250+65) <SEP> Teile <SEP> 9,2
<tb>  II <SEP> 80,5 <SEP> 250 <SEP> Teile <SEP> aus <SEP> Versuch <SEP> I <SEP> 97,5 <SEP> Teile <SEP> (250+54) <SEP> Teile <SEP> 12,5
<tb>  III <SEP> 84,0 <SEP> 250 <SEP> Teile <SEP> aus <SEP> Versuch <SEP> 1I <SEP> 97,5 <SEP> Teile <SEP> (250+59) <SEP> Teile <SEP> 11,0
<tb>  IV <SEP> 82,5 <SEP> 250 <SEP> Teile <SEP> aus <SEP> Versuch <SEP> III <SEP> 97,5 <SEP> Teile <SEP> (250+60) <SEP> Teile <SEP> 10,

  2       <I>Beispiel 3</I>  120 Teile     2,5-Dianilinoterephthalsäure,    7 Teile       Pyridin    und 400 Teile     Methyl-äthyl-n-butylessigsäure     werden zusammen auf<B>165'</B> C erhitzt. Dann gibt man  innerhalb von 2 Stunden 140 Teile     Methyl-äthyl-n-          butylessigsäurechlorid    zu.

   Das     Reaktionsgemisch    wird  noch 10 Stunden auf einer Temperatur von 175  C ge  halten und nach dem Abkühlen auf 120  C     in    1200       Teile        Wasser,        die        200        Teile        50%ige        Natronlauge        ent-          halten,    eingegossen. Man     rührt    die alkalische     Chinacri-          donsuspension    eine halbe Stunde bei 60  C, filtriert  und wäscht den Filterrückstand mit warmem Wasser  neutral.  



  Die Ausbeute     an    rohem     Chinacridon    beträgt 107  Teile. Durch     Fraktionierung    in     Schwefelsäure        werden     daraus 89 Teile oder 82,7 0/a d.     Th.    reines     Chinacridon     erhalten.  



  Aus dem Filtrat wird durch Ansäuern mit konzen  trierter Schwefelsäure die     Methyl-äthyl-n-butylessig-          säure    abgeschieden, die nach der     Abtrennung    von der  wässrigen Phase durch Erhitzen entwässert wird. Man    gewinnt so 495     Teile    Säure zurück, die ohne     destilla-          tive    Reinigung wieder verwendet werden können.  



  <I>Beispiel 4</I>  120 Teile     2,5-Di-(p-chloranilino)-terephthalsäure,     5 Teile     Pyridin    und 280 Teile     2-Äthylhexansäure    wer  den bei 165  C mit<B>110</B> Teilen     2-Äthylhexansäurechlo-          rid    versetzt und 6 Stunden auf einer Temperatur von  175  C gehalten.

   Die     abgekühlte        Reaktionsmischung     wird dann in eine     Mischung    aus 1300 Teilen Wasser       und        220        Teilen        50        %iger        Natronlauge        eingegossen        und     30 Minuten bei 60  C gerührt.

   Nach dem Filtrieren der  Suspension und dem     Neutralwaschen    und Trocknen  des     Filterrückstandes    werden 103 Teile rohes     Dichlor-          chinacridon    gewonnen, aus denen man nach     anschlies-          sender        Fraktionierung    aus Schwefelsäure 84 Teile oder       75,2        %        d.        Th.        reines        Dichlorchinacridonerhält.     



  Verwendet man anstatt der     2,5-Di-(p-chloranili-          no)        terephthalsäure    120     Teile        2,5-Di-(p-methoxyanih-          no)-terephthalsäure,    so erhält man reines     Dimethoxy-          chinacridon        in        einer        Ausbeute        von        79,5        %        d.        Th.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Cyclisierung von 2,5-Diphenylami- no-terephthalsäuren zu linear-trans-Chinacridonen mit Carbonsäurechloriden in inerten Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel aliphatische, flüssige und wasserunlösliche Carbonsäu- ren und als Kondensationsmittel deren Säurechloride verwendet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man gesättigte Carbonsäuren bzw.
    deren Chloride verwendet. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kondensationsmittel Chlo ride wasserunlöslicher substituierter Essigsäuren ver wendet. 3. Verfahren, nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Kondensationsmittel 2-Äthyl-hexansäurechlorid verwendet. <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH224767A 1966-03-02 1967-02-16 Verfahren zur Cyclisierung von 2,5-Diphenylamino-terephthalsäuren CH473194A (de)

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