CH473246A - Drehkopf zur Erteilung von Falschdraht an Endlosfasergarne mittels Reibungskontakt - Google Patents

Drehkopf zur Erteilung von Falschdraht an Endlosfasergarne mittels Reibungskontakt

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CH473246A
CH473246A CH533366A CH533366A CH473246A CH 473246 A CH473246 A CH 473246A CH 533366 A CH533366 A CH 533366A CH 533366 A CH533366 A CH 533366A CH 473246 A CH473246 A CH 473246A
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yarn
rotary head
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frictional contact
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CH533366A
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Inventor
Niina Gentaro
Tameshige Tadashi
Makabe Shoji
Original Assignee
Teijin Ltd
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    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/02Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
    • D02G1/04Devices for imparting false twist
    • D02G1/08Rollers or other friction causing elements
    • D02G1/082Rollers or other friction causing elements with the periphery of at least one disc

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Description


  Drehkopf zur Erteilung von Falschdraht an     Endlosfasergarne    mittels Reibungskontakt    Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drehkopf  zur Erteilung von Falschdraht (auch Falschdrall     bzw.     falscher Zwirn genannt) an     Endlosfaseraarne    mittels Rei  bungskontakt.  



  Bei solchen Drehköpfen zum Falschzwirnen von       Endlosfasergarnen    mittels Reibungskontakt wird das       falschzuzwirnende        Endlosfasergarn    schräg zur Drehrich  tung des Drehkopfes in Reibungskontakt mit dessen  äusserer Oberfläche,     vorwärtsbrwegt.     



  Beim Falschzwirnen durch Reibungskontakt erteilt       man        dem        vorwärtsbeweg        gten.        Garn        dadurch        Drehkräfte,          dass    das Garn mit der     Reibungsflächeeines    Drehkörpers  in Kontakt gehalten wird, während es vorwärtsbewegt  wird,     wobel    die Reibungsfläche zwar einen hohen Rei  bungskoeffizienten     gec",enüber    dem Garn hat, aber nicht  scheuernd auf das Garn wirken darf. Dieserart kann  man bei hohen Garngeschwindigkeiten einen starken  Drall auf das Garn aufbringen.  



  Diese Art der     Falschdrahterteilung    kann grob in zwei  Arten unterteilt werden. Bei der einen steht das Garn  mit der Innenfläche eines Drehkörpers in Reibungskon  takt. Diese Art ist die am meisten     verbrgitete,    wobei  als Drehkörper ein Rohr verwendet wird. Bei der an  deren steht das Garn mit der Aussenfläche eines Dreh  körpers in Reibungskontakt. Wenn in der Erfindungs  definition ausgesagt wird,     dass    das Garn schräg zur Dreh  richtung des Drehkörpers in Kontakt mit dessen äusse  rer Oberfläche geführt wird, so soll damit zum Ausdruck  gebracht werden,     dass    die Projektion des Ortes des Gar  nes auf einer, die     Rotationskörperachse    rechtwinklig  schneidenden Ebene, einen Bogen darstellt.

   Bei beiden       obgenannten    Arten bekannter Ausführungsform ist diese  Projektion entweder eine Gerade oder ein Punkt.  



  Um durch     Reibun-Skontakt    ein Garn     falschzuzwir-          nen,        muss    auf das Garn eine Drehkraft und eine das  Garn     vorwärtsbcwegende,    in Garnlängsrichtung wirkende  Kraft gleichzeitig auf das Garn einwirken,<B>d.</B> h. es ist  nötig,     dass    die Bewegung des Garnes über den Reibungs  körper kontinuierlich gestattet wird. Es sollte selbstver-         ständlich    sein,     dass    die Erteilung der falschen Drehung  desto leichter und glatter verläuft,<B>je</B> besser der Rei  bungskoeffizient zwischen     Drehkörperoberfläche    und  Garn ist.  



  Wenn man aber versucht, die     Falschzwirngeschwin-          digkeit    dadurch zu steigern,     dass    man     den    Reibungs  koeffizienten erhöht, dann wird der Reibungskoeffizient  entlang der Garnachse     zwangläufig    auch ansteigen, und  an den Garnen und am Drehkörper werden Beschädi  gungen     pntstehen.    Besonders wenn man mit hohen  Garngeschwindigkeiten arbeiten will, tritt am durchlau  fenden Garn, also an den     durchlaufeenden    Fasern des  selben, abwechselndes     Klebenbleiben    und Gleiten,     so-          genanntes         stick-slip ,

      welches einzelne oder alle Fasern  dauernd oder abwechselnd     eTfassen    kann, auf, als des  sen Folge nur teilweise gedrehte Fasern in Erscheinung  treten. Diese Erscheinung kann auch das ganze Garn  als solches erfassen. Man kann also jene Situation nicht  vermeiden, bei welcher die Fasern nicht jene Form auf  weisen, welche sie in einem     Kräuselgarn    haben sollten.  



  Wenn man also Falschzwirn im Reibungskontakt des  Garns mit einem Drehkörper derartig vermitteln will,       dass    das      stick-slip -Phänomcn    und auch eine andere  nachteilige Beeinflussung der Fasern     bzw.    des Garnes  nicht auftritt, ist es logisch,     dass    dieser     Falschzwirn-          kräuselungsmethode    verschiedene Beschränkungen auf  erlegt waren, worunter auch die Beschränkung der an  wendbaren     Garndurchlaufgeschwindigkeit    (im allgemei  nen als Garngeschwindigkeit oder als     Kräuselgeschwin-          digkeit    bezeichnet) schwer ins Gewicht fällt.  



  Zur Vermeidung dieser technischen Flaschenhälse  (Engpässe) bei der Anwendung des     Falschzwirnens    durch  Reibungskontakt, wurden umfangreiche Forschungsar  beiten durchgeführt, als deren Ergebnis die erfindungs  gemässe Vorrichtung gefunden wurde, welche eine hohe       Kräuselungsgeschwindigkeit    durch hohe     Falschzwirnge-          schwindigkeit    ohne die Gefahr des      stick-slip     oder der  Beschädigung der Fasern     bzw.    Garne, ermöglicht.

        Es ;-ergab sich als vorteilhaft, die     Reibungskontakt-          Falschzwirnmethode    anzuwenden, bei welcher das Garn  mit der äusseren Fläche eines Drehkörpers in Kontakt  steht, wobei dem Garn sowohl eine Drehbewegung als  auch eine Bewegung in Garnlängsrichtung erteilt wird.  Während das Garn im Kontakt mit dem Drehkörper  fortschreitet, wirken diese Kräfte auf die einzelnen     Fa-          sein    des Garnes ein.  



  Erfindungsgemäss wird dies durch einen Drehkörper  erreicht, der eine drehbare Welle mit darauf im<B>Ab-</B>  stand     anaeordneten    Reibscheiben aufweist, wobei die  Welle mit den Reibscheiben ein-,     Drehkopfeinhcit,    wel  che als Ganzes eine     Fassform    aufweist, bildet.  



       Fig.   <B>1-5</B> der Zeichnungen erläutern beispielsweise  Prinzip und Wirkungsweise des beschriebenen Dreh  kopfs, welcher der Einfachheit halber mit zylindrischer  Form dargestellt wurde.  



       Fig.   <B>1</B> ist ein.-. Darstellung, welche die Erklärung  des Grundprinzips des     Falschzwirnverfahrens    ermög  licht. Ein     Endlosfasergarn    2 wird im Kontakt über die  Oberfläche einer Reibscheibe<B>1</B>     aeführt.    Die äussere  Oberfläche dieses Reibrades ist aus nichtscheuerndem  Material ausgebildet. Hier     lässt    man das Garn 2     irn     Winkel<B>  0 </B> zur Drehrichtung der Scheibe<B>1</B> in Kontakt  treten, zu welchem Zwecke man die Führungen<B>3</B> und 4  einsetzt, welche beidseitig der Scheibe<B>1</B> angeordnet sind.

    Das  Kräfteparallelogramm  mit den     Dreieckseiten    R,  <B>S</B> und T zeigt, wie die durch die äussere Oberfläche der  Scheibe<B>1</B> erzeugte Kraft R als Kräfte<B>S</B> (in Garnlängs  richtung) und T (quer zum Garn und somit drehend)  auf das Garn einwirkt. Also bewirkt die Kraftkompo  nente<B>S</B> einen Vorschub des Garnes und die Kraftkom  ponente T eine Drehung des Garnes. Die Grösse der  Kräfte<B>S</B> und T ergibt sich aus den folgenden Funk  tionen:  Längskraft<B>S =</B> R<B>-</B>     cos   <B>0</B> und  Drehkraft     T=R.sin   <B>0.</B>  



  Dies ist natürlich nur der Fall, wenn zwischen  Scheibe<B>1</B> und Garn 2 kein Schlupf auftritt,     d.h.    also,       dass    man den Kontakt zwischen der Oberfläche der  Scheibe<B>1</B> und dem Garn 2 derart gestalten     muss,        dass     die Kraft R vollumfänglich auf das Garn 2 einwirken  kann.  



  Will man zwecks Verlängerung des Kontaktes zwi  schen Garn 2 und Scheibe<B>1</B> die Breite W der Scheibe<B>1</B>  (vergleiche     Fig.    2) wesentlich verbreitern, wobei man  z. B. wie in     Fig.    2 dargestellt, die Breite W der Scheibe<B>1</B>  grösser macht als ihren Durchmesser, so wird das mit  der Scheibe<B>1</B> in Kontakt befindliche, und sich vor  wärtsbewegende Garn 2 durchgebogen und z. B. der  Linie 2' folgen. Dadurch wird eine glatte     übertragung     der     Vorwärtsbewegungs-    und Drehkräfte behindert.

   Da  dieserart der Kontakt zwischen äusserer Oberfläche der  Scheibe<B>1</B> und dem Garn 2 der Stabilität ermangelt,  wird der Weg des Garnes 2 über die Scheibe<B>1</B>     (Fig.    2)  zeitweilig der Kurve 2" und zeitweilig der Kurve 2<B>...</B>  entsprechen. Das Garn 2 schwingt also hin und her.  Wenn das Ausmass dieser Garnschwingungen     übeirmä-          ssig    wird, wird das Garn auf der Scheibe aufgewickelt,  so     dass    die Erteilung von falscher     Zwirnung    unmöglich  wird.  



  Um diesen Nachteil zu vermeiden und um dem  Garn nicht nur eine falsche     Zwirnung,    sondern auch  eine     Vorschubbeweggung    durch die Scheibe zu vermit  teln, um also das     Falschzwirnverfahren    glatt und unter  Garnvorschub auf dem drehenden Reibkörper zu ermög  lichen, während das Garn -sich im Kontakt mit der    äusseren Oberfläche des Drehkörpers befindet, geht man       erfindungsgernäss    so vor,     dass    man das Garn in Rei  bungskontakt mit der äusseren Oberfläche eines sich dre  henden Reibkörpers führt, welcher aus mehreren auf  der gleichen Welle sich drehenden Drehscheiben<B>be-</B>  steht, wobei das Garn schräg zur Drehrichtung der Ro  tationsoberfläche geführt wird.

   Dabei soll vorzugsweise  die Breite W der einzelnen Scheiben     kleinf-r    sein als ihr  Durchmesser. Wenn man natürlich die Garngeschwin  digkeit opfert, kann man die Breite W der Scheiben  erheblich steigern. Bei der vorliegenden Erfindung wer  den also     R#eibkörper    verwendet, welche in mindestens  zwei Reibscheiben unterteilt sind. In diesem Falle wird  es bevorzugt,     den    schrägen Lauf des Garnes über die  Reibfläche dadurch sicherzustellen,     dass    man wenigstens  einen Fadenführer an wenigstens einem Ort zwischen  benachbarten     Peibscheiben    anordnet.  



       Fig.   <B>3</B> zeigt dies in einer teilweise unterbrochenen  Frontansicht eines Drehkopfes, und       Fig.   <B>3'</B> zeigt eine     Endansicht    dieses     Drefikopfes        ge-          CD          mäss        Fig.   <B>3.</B>  



  Durch die in     Fig.   <B>3</B> ersichtlichen Rillen     Bl,        B-,     B.-1, wird die Kontinuität der äusseren Oberfläche der  Scheibe<B>1</B> so unterbrochen,     dass    n Reibscheiben     la,        lb,          Ic   <B>...</B>     ln    mit<B>je</B> der Breite w entstehen.

   Insgesamt eine  Anzahl von n<B>+ 1</B> Fadenführer sind wie folgt über die  gesamte     Reibkopfbreite    verteilt angeordnet:<B>je</B> einer<B>(3</B>  und 4) ausserhalb der Scheiben     la    und     ln,    sowie<B>je</B>  einer in den Rillen     Bl,    B2<B>.. .</B> und     B.-1.    So wird  das Garn immer in seiner vorgesehenen schrägen Stel  lung (also im Winkel      (9     zur Drehrichtung der Schei  ben<B>1)</B> gehalten. Zusätzlich werden die Fasern des Gar  nes praktisch in einer Geraden gehalten.  



  Man     muss    natürlich nicht unbedingt in jeder der  genannten Rillen B<B>je</B> einen Fadenführer unterbringen,  wie dies in     Fig.   <B>3</B> dargestellt ist, sondern man kann  auch weniger     Fadgnführer    einsetzen, oder man kann  diese zwischengeschalteten Fadenführer auch weglassen,  wenn man dies 'für angemessen hält. Im allgemeinen  gilt aber,     dass    mit zunehmender Breite W der einzelnen  Reibscheiben die Anordnung reiner grösseren     Fadenfüh-          rerzahl    immer notwendiger wird.  



  Mit zunehmendem Winkel<B>0</B> wird bei der Erfin  dung auch die     Längskraftkomponente   <B>S,</B> welche auf das  Garn einwirkt grösser, während mit abnehmendem     W-in-          kel    0 die Komponente<B>S</B> kleiner wird. Umgekehrt wird  mit zunehmendem Winkel<B>0</B> die     Drehkraftkomponente    T  kleiner, und mit abnehmendem Winkel<B>0</B> wird dann  also die Komponente T grösser. Also wird -eine Ände  rung der Richtung, mit welcher das Garn schräg über  dem Reibkopf läuft, eine Änderung der Kräfte<B>S</B> und T  bewirken.  



  Will man die Neigung des Winkels<B>0</B> an einer Stelle  während des Durchgangs des Garnes über den Reibkopf  verändern, so kann man dies durch entsprechende An  ordnung von Fadenführern beliebig vornehmen. In die  sem Falle ist es erwünscht, die Länge des projizierten  Bogens des Ortes des Garnes auf die genannte Ebene  (vergleiche, weiter oben), dadurch konstant zu halten,       dass    man an den Orten der Veränderung des Winkels<B>0</B>  einen entsprechend angeordneten Fadenführer anbringt.  



  In     Fig.    4 ist eine. solche Veränderung des     Garn-          schräglaufes    wiedergegeben, wobei die Veränderung des  Schräglaufs am Orte des Fadenführers<B>G</B> erfolgt. Die       Längskraft   <B>S',</B> welche durch     die    Scheibe     la    auf das  Garn 2 aufgebracht wird, ist hier der Längskraft<B>S,</B>  welche durch die übrigen Scheiben erzeugt wird, ent-      gegengesetzt gerichtet.

   Durch diese Art der Garnführung  wird die bei gleicher Garngeschwindigkeit dem Garn (bei  gleicher Drehzahl des Reibkörpers) erteilte falsche     Zwir-          nung    grösser sein, als wenn das Garn im konstanten  Winkel<B>0</B> über den Drehkopf geführt würde. Weiter  kann die Anzahl der falschen Drehungen des Garnes  dadurch verändert werden (dies ist nicht dargestellt),  indem man das Mass der Steigerung oder Verminderung  der Längskraft auf das Garn in seiner, wie in     Fig.   <B>3</B>  dargestellten,     Vorschubrichtung    verändert.  



  Unter Bezugnahme auf     Fig.   <B>5</B> soll nun die Grund  methode der Ausübung dieser Erfindung näher dargetan  werden. Von der oben in     Fig.   <B>5</B> dargestellten Spule  wird ein synthetisches thermoplastisches Garn 2 mittels  Abzug- und     Vorschuborganen   <B>5</B> und<B>5'</B> abgezogen  und mit konstanter Geschwindigkeit weitergeleitet. Das  Garn 2 durchläuft nun das     Erhitzerrohr   <B>9,</B> worauf es  durch Fadenführer<B>3</B> und 4 über den Reibkopf<B>10</B> zur  Erzielung von Falschdraht geführt wird.

   Dabei wird das  Garn von den     Fördermitteln   <B>6</B> und<B>6'</B> weiterbefördert,  welche auch dafür sorgen,     dass    das Garn so den     Wik-          kelor-anen   <B>7</B> und<B>8</B> zugeführt wird,     dass    gegebenenfalls  eine Entspannung     d-.s    Garns zwischen diesen Organen<B>6</B>  und<B>6'</B> einerseits und den Organen<B>7</B> und<B>8</B> anderseits  ermöglicht wird.  



  Der Reibkopf     bzw.    Drehkopf<B>10,</B> welcher in     Fig.   <B>5</B>  schematisch gezeigt wird, besteht aus drei gleichlaufen  den Reibscheiben, welche voneinander im Abstand auf  einer gemeinsamen Welle angeordnet sind. Die Dreh  richtung ist hier, wie in den übrigen Figuren, durch  einen um die Welle gezeichneten krummen Pfeil an  gegeben. Das Garn erhält auf Reibkopf<B>10</B> sowohl den  Falschdrall als auch ein     Vorschubmoment.     



  Dieserart ist es also nach der Erfindung möglich,  mit äusserst hoher Geschwindigkeit ein     Falschzwirnkräu-          selgarn    herzustellen, ohne das Garn oder dessen Fasern  zu beschädigen oder das     sogenannte         stick-slip     beim  Falschzwirnen befürchten zu müssen. Ultrahohe Garn  geschwindigkeiten von<B>500</B> bis<B>1000</B>     m/min    sind nach  der Erfindung möglich. Dabei kann man z. B. den Griff  des erhaltenen Garnes auch dadurch verändern,     dass    man  den Winkel<B>0</B> seines Schräglaufes über den Reibkopf  verändert.  



  Als nächstes soll nun insbesondere     der    erfindungs  gemässe Drehkopf (auch Reibkopf genannt) näher be  schrieben werden. Während der erfindungsgemässe Dreh  kopf aus einer Mehrzahl von zueinander im Abstand  auf einer gemeinsamen Welle angeordneten Reibschei  ben besteht, zeigt er nicht, wie in den     Fig.   <B>3</B> und 4  schematisch dargestellt, als ganze Einheit die generelle  Form eines Zylinders, welcher durch Rillen in mehrere       Rpeibscheiben    unterteilt ist.

   In den     Fig.   <B>6, 7</B> und<B>8</B>  sind erfindungsgemässe Drehköpfe dargestellt, bei denen  hinsichtlich der Anzahl Rillen und der Breite der Reib  scheiben Variationen vorgenommen wurden, und wel  che als Ganzes die beschriebene     Fassform    aufweisen.  



  Diese     Fassform    der Drehköpfe fördert nicht nur die  Kontaktkräfte zwischen Garn und Drehkörper, sondern  sie erleichtert es auch, die auf das Garn aufgebrachten  Kräfte im Bereich seines ganzen Durchgangs über die  Reibfläche zu     vergleichmässigen,   <B>d.</B> h. die Reibbedingun  gen und Kräfte auf das Garn sowohl hinsichtlich Ein  lauf- und Auslaufende als auch des mittleren Teils der  Kontaktlinie zwischen Garn und Drehkörper zu verein  heitlichen. So kann man im Vergleich zur gesamthaft  zylindrischen, nicht erfindungsgemässen Drehkörperform,  bei der     Fassform    eine Reibscheibe sehr breit ausführen    (vergleiche z.

   B.     Fig.   <B>8).</B> Vorzugsweise     solltp    die Breite  der Reibscheiben kleiner sein als der     Schelibendurchmes-          ser;    in der Regel wird man also<B>3-100</B> mm Scheiben  breite verwenden. Dabei brauchen die die Scheiben  trennenden Rillen nur gerade so breit zu sein,     dass     man darin einen Fadenführer unterbringen kann; 2 bis  <B>30</B> mm     Rillenbreite    wird allgemein ausreichen.  



  Wie schon ausgeführt wurde, wird es beim erfin  dungsgemässen Drehkopf bevorzugt, wenn an geeigneten  Orten zwischen den Reibscheiben, also vorzugsweise in  den Rillen,     einc    geeignete Anzahl Fadenführer vorgese  hen wird, welche den richtigen schrägen Lauf des Gar  nes in Kontakt mit dem Drehkopf sicherstellen. Diese  zwischengeschalteten     Fad2nführer,    zusammen mit den  beiden äusseren Fadenführern (4 und<B>3)</B> können ge  kuppelt angeordnet, z.

   B. auf einer gemeinsamen Stange  angebracht sein, so     dass    es möglich ist, den Kontakt  winkel<B>0</B> dadurch zu verändern,     dass    man die Richtung  dieser Montagestange verändert, Dieses Montagegestänge  kann mit     pantographartigen    Verbindungsmitteln so aus  gestattet werden,     dass    bei der Veränderung der Neigung  des Montagegestänges die einzelnen     Fadenfährer    auto  matisch in die richtige Spreizung gebracht werden, so       dass    sie dabei in den Rillen B, bis B.-1 richtig an  geordnet sind, wobei sich bei Bewegung der Montage  stange jeder Fadenführer bei Veränderung des Winkels  <B>0</B> über den Rillen B,

   bis B.-1 in einer     Eberte    be  wegt, welche senkrecht zur Drehachse der Montagestange  steht.  



  Beim Betrieb des beschriebenen Drehkopfes wird es  bevorzugt, das Garn an beiden Enden seines Kontaktes  mit dem Drehkopf, also sowohl am Eintritt- als auch  am Ausgangsende scharf abzuwinkeln, wodurch eine  bessere     Anpressung    der Fasern des Garnes an     die    Reib  fläche und damit     Verrneidung    von Schlupf sichergestellt  werden kann. Deshalb wird der Drehkopf, wie in     Fig.   <B>9</B>  dargestellt, ausgeführt, wobei die beiden äussersten Reib  scheiben (zwischen denen natürlich weitere Reibschei  ben angeordnet sein können) mit der Kante P ihrer  Reibfläche über die Endfläche 12 des Reibkopfes hin  ausragen. Diese Anordnung sollte wenigstens an einem  Ende, vorzugsweise aber an beiden Enden des Dreh  kopfes, vorhanden -sein.

   So entsteht der zurückversetzte  Teil<B>13</B> am betreffenden Ende des Drehkopfes, welcher  dem Fadenführer<B>3</B> eine sehr -nahe der äussersten Kante P  der äussersten Reibfläche gelegene Stellung erlaubt, die  es gestattet, das Garn 2 scharfwinklig abzuknicken, wo  bei der Fadenführer den Rücklauf der falschen Dre  hung des Garnes in die Heizzone ungehindert gestatten  kann. Um den möglicherweise recht starken Kräften ge  wachsen zu sein, wird man den     überhang    der äussersten  Reibfläche über die Endfläche 12     vorteilhafterweise    ar  mieren, z. B. durch einen winkligen Ring<B>11</B>     (Fig.   <B>9).</B>  



  Einen erfindungsgemässen     Drehkopf    kann man da  durch herstellen,     dass    man     auf    einen festen     fassförmigen     Kern aus z. B. Metall, Holz, Kunststoff, Ringe aus Kau  tschuk (synthetisch oder natürlich), oder einem geeig  neten Kunststoff, in geeigneten Abständen als     Reibsehei-          ben    anbringt. Man kann auch so vorgehen,     dass    man  einen gerillten Körper ganz mit Gummi und dergleichen  elastischem Material überzieht, oder aber -in die Rillen  eines solchen festen Körpers die z. B. aus Gummi be  stehenden Ringe einlegt, welche dann ihrerseits höher  liegen als die zwischen ihnen angeordneten erhöhten  Rippen des Basiskörpers.

   Man kann natürlich auch den  ganzen Körper aus Gummi, Kunststoff     usw.    ausbilden.      Die Kontaktkräfte zwischen Reiboberfläche des  Drehkopfes und Garn können dadurch verstärkt wer  den, und die verstärkte Abnutzung dieser     Drehkopfend-          partien    kann dadurch vermindert werden,     dass    man für  die     endständigen        Reibschzibenteile    anderes Material ver  wendet als für die zwischen den Enden des Drehkopfes  liegenden Scheiben.

   Zum Beispiel kann man für min  destens eine der beiden endständigen Reibscheiben eines       mehrscheibigen    Drehkopfes einen Gummi mit einer  Härte von     60-751    verwenden, was der Abnützung die  ser endständigen     Reibscheibe(n)    entgegenwirkt, wogegen  man den Reibkontakt zwischen Garn und     Drehkopf-          oberfläche    dadurch verstärkt,     dass    man die mittleren  Reibscheiben aus einem Gummi der Härte 40-50'     her-          stzllt.     



  Die nachfolgenden Beispiele erläutern den Betrieb  des beschriebenen Drehkopfs zur Herstellung von     Falsch-          zwirnkräusel-arn.     



  <B>C2</B>  <I>Beispiel<B>1</B></I>  (Vergleichsversuch)  Zur Herstellung eines     Kräuselgarnes    verwendete man  als Ausgangsmaterial ein Nylongarn von<B>100</B> den mit  24 Einzelfasern. Das Garn wurde durch ein elektrisch  beheiztes, auf<B>180' C</B> gehaltenes Rohr, mit<B>500</B>     m/min     einem erfindungsgemässen Drehkopf, welcher mit  <B>5000</B>     U./min    rotierte, zugeführt. Im Heizrohr erhielt  man dadurch<B>2500</B>     Drehungen/m    auf dem Garn.

   Der  Drehkopf entsprach jenem von     Fig.   <B>3.</B> Jene     Drehkopf-          oberfläche,    an welcher     (wie    in     Fig.   <B>9</B> gezeigt) das Garn  scharfwinklig     umgebog-.n    wurde (Punkt P der     Fig.   <B>9)</B>  war mit synthetischem     Grummi    einer Härte von<B>60'</B>  bedeckt. Die übrigen Daten des Drehkopfes sind die  folgenden:  Breite des Drehkopfes<B>88 mm</B>       Scheihendurchmesser   <B>70</B> mm  Scheibenanzahl<B><I>5</I></B>  Scheibenbreite W 12 mm       Rill--nbreite   <B>7</B> mm  Fadenführer,<B>je</B> einer in Jeder Rille und an jedem  Ende.  



  Fadenführung in gerader Linie im Winkel von  <B>9130'</B> (neun Grad und dreissig Minuten) zur Achse  des Drehkopfes, wobei das Garn entlang dieser Linie  den Drehkopf berührte.  



  Vor und hinter dem Drehkopf waren     Förderergane     (vergleiche     Fig.   <B>5)</B> angeordnet. Durch entsprechenden  Antrieb der Wickelorgane<B>(7, 8,</B>     Fig.   <B>5)</B> wurde das  Garn zwischen den Abzugsorganen<B>(6, 6,</B>     Fig.   <B>5)</B> und       Wickelorgaren   <B>(7, 8,</B>     Fig.   <B>5)</B> entspannt und so     aufgewik-          kelt.    Das Aufwickeln erfolgte unter einer geringen Span  nung.  



  <I>Beispiel 2</I>  Man ging wie im Beispiel<B>1</B> beschrieben vor, ver  wendete aber einen erfindungsgemässen Drehkopf. Die  ser war     fassförmig    (vergleiche     Fig.   <B>6)</B> und die Reibflä  che, bei welcher im Punkte P entsprechend     Fig.   <B>9</B> das    Garn     ab-ewinkelt    wurde, bestand aus Synthesegummi       el   <B>g</B>  der Härte<B>601.</B> Die übrigen Daten des Drehkopfes waren  die folgenden:  Breite des Kopfes<B>69</B> mm       Scheibendurchm,esser    an Endscheiben<B>67</B> mm  und am Mittelteil<B>71</B> mm  Scheibenbreite 12 mm       Rillenbreite   <B>7</B> mm  Fadenführer waren an beiden Enden und in allen  Rillen vorgesehen.  



  Der Winkel, welchen das den in der ersten Rille  befindlichen Fadenführer erreichende Garn mit der  Achse des Drehkörpers bildete, wurde von<B>0</B> bis<B>151</B>  variiert. An jenem Ort, an welchem die     län-s    des Garns  wirkende Kraft sich verändert, liess man das Garn in  einer geraden Linie in Kontakt mit der     Drehkopfober-          fläche    im Winkel von<B>9030'</B> zur     Drehkopfachse    laufen.

    Die Anzahl falscher Drehungen des Garnes im     Erhit-          zungsrohr    betrug<B>2300</B>     Drehungen/m.    bei<B>0'</B> Winkel und  <B>2800</B> Drehungen pro Meter bei<B>151</B> Winkel zwischen  Garn und     Drehkopfachse,    dort, wo das Garn den in der  ersten Rille befindlichen Fadenführer erreicht. Wie im  Beispiel<B>1</B> wurde das Garn vor dem     Aufwickreln    ent  spannt und mit geringer Spannung aufgewunden.  



       ID  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Drehkopf zur Erteilung von Falschdraht an End- losfasergarne mittels Reibungskontakt, dadurch gekenn zeichnet, dass er eine drehbare Welle mit darauf im Abstand angeordneten Reibscheiben aufweist, wobei die Welle mit den Reibscheiben eine Drehkopfeinheit, wel che als Ganzes eine Fassforin aufweist, bildet.
    UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Drehkopf gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Scheibenbreite der einzelnen, die Rei- bungsoberfläch-- bildenden Reibscheiben nicht grösser ist als deren Durchmesser und dass der Abstand zwi schen den Reibscheiben mindestens so gross ist, dass Fadenführer in den Abständen zwischen den Reibschei ben Platz finden. 2. Drehkopf gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass mind--stens eine der beiden endständigen Reibscheiben mit ihrer Reiboberfläche über die End fläche des Drehkopfes hinausragt.
    <B>3.</B> Drehkopf gemäss Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass innerhalb der überragenden Reib scheibe eine Armierungfür den überragenden Rand der selben vorgesehen ist. 4. Drehkopf gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens eine der endständigen Reib scheiben aus Material grosser Härte und die übrigen Reibscheiben aus Material kleinerer Härte gefertigt sind.
CH533366A 1964-08-27 1965-08-26 Drehkopf zur Erteilung von Falschdraht an Endlosfasergarne mittels Reibungskontakt CH473246A (de)

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JP484065 1965-01-28
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