Drehkopf zur Erteilung von Falschdraht an Endlosfasergarne mittels Reibungskontakt Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drehkopf zur Erteilung von Falschdraht (auch Falschdrall bzw. falscher Zwirn genannt) an Endlosfaseraarne mittels Rei bungskontakt.
Bei solchen Drehköpfen zum Falschzwirnen von Endlosfasergarnen mittels Reibungskontakt wird das falschzuzwirnende Endlosfasergarn schräg zur Drehrich tung des Drehkopfes in Reibungskontakt mit dessen äusserer Oberfläche, vorwärtsbrwegt.
Beim Falschzwirnen durch Reibungskontakt erteilt man dem vorwärtsbeweg gten. Garn dadurch Drehkräfte, dass das Garn mit der Reibungsflächeeines Drehkörpers in Kontakt gehalten wird, während es vorwärtsbewegt wird, wobel die Reibungsfläche zwar einen hohen Rei bungskoeffizienten gec",enüber dem Garn hat, aber nicht scheuernd auf das Garn wirken darf. Dieserart kann man bei hohen Garngeschwindigkeiten einen starken Drall auf das Garn aufbringen.
Diese Art der Falschdrahterteilung kann grob in zwei Arten unterteilt werden. Bei der einen steht das Garn mit der Innenfläche eines Drehkörpers in Reibungskon takt. Diese Art ist die am meisten verbrgitete, wobei als Drehkörper ein Rohr verwendet wird. Bei der an deren steht das Garn mit der Aussenfläche eines Dreh körpers in Reibungskontakt. Wenn in der Erfindungs definition ausgesagt wird, dass das Garn schräg zur Dreh richtung des Drehkörpers in Kontakt mit dessen äusse rer Oberfläche geführt wird, so soll damit zum Ausdruck gebracht werden, dass die Projektion des Ortes des Gar nes auf einer, die Rotationskörperachse rechtwinklig schneidenden Ebene, einen Bogen darstellt.
Bei beiden obgenannten Arten bekannter Ausführungsform ist diese Projektion entweder eine Gerade oder ein Punkt.
Um durch Reibun-Skontakt ein Garn falschzuzwir- nen, muss auf das Garn eine Drehkraft und eine das Garn vorwärtsbcwegende, in Garnlängsrichtung wirkende Kraft gleichzeitig auf das Garn einwirken,<B>d.</B> h. es ist nötig, dass die Bewegung des Garnes über den Reibungs körper kontinuierlich gestattet wird. Es sollte selbstver- ständlich sein, dass die Erteilung der falschen Drehung desto leichter und glatter verläuft,<B>je</B> besser der Rei bungskoeffizient zwischen Drehkörperoberfläche und Garn ist.
Wenn man aber versucht, die Falschzwirngeschwin- digkeit dadurch zu steigern, dass man den Reibungs koeffizienten erhöht, dann wird der Reibungskoeffizient entlang der Garnachse zwangläufig auch ansteigen, und an den Garnen und am Drehkörper werden Beschädi gungen pntstehen. Besonders wenn man mit hohen Garngeschwindigkeiten arbeiten will, tritt am durchlau fenden Garn, also an den durchlaufeenden Fasern des selben, abwechselndes Klebenbleiben und Gleiten, so- genanntes stick-slip ,
welches einzelne oder alle Fasern dauernd oder abwechselnd eTfassen kann, auf, als des sen Folge nur teilweise gedrehte Fasern in Erscheinung treten. Diese Erscheinung kann auch das ganze Garn als solches erfassen. Man kann also jene Situation nicht vermeiden, bei welcher die Fasern nicht jene Form auf weisen, welche sie in einem Kräuselgarn haben sollten.
Wenn man also Falschzwirn im Reibungskontakt des Garns mit einem Drehkörper derartig vermitteln will, dass das stick-slip -Phänomcn und auch eine andere nachteilige Beeinflussung der Fasern bzw. des Garnes nicht auftritt, ist es logisch, dass dieser Falschzwirn- kräuselungsmethode verschiedene Beschränkungen auf erlegt waren, worunter auch die Beschränkung der an wendbaren Garndurchlaufgeschwindigkeit (im allgemei nen als Garngeschwindigkeit oder als Kräuselgeschwin- digkeit bezeichnet) schwer ins Gewicht fällt.
Zur Vermeidung dieser technischen Flaschenhälse (Engpässe) bei der Anwendung des Falschzwirnens durch Reibungskontakt, wurden umfangreiche Forschungsar beiten durchgeführt, als deren Ergebnis die erfindungs gemässe Vorrichtung gefunden wurde, welche eine hohe Kräuselungsgeschwindigkeit durch hohe Falschzwirnge- schwindigkeit ohne die Gefahr des stick-slip oder der Beschädigung der Fasern bzw. Garne, ermöglicht.
Es ;-ergab sich als vorteilhaft, die Reibungskontakt- Falschzwirnmethode anzuwenden, bei welcher das Garn mit der äusseren Fläche eines Drehkörpers in Kontakt steht, wobei dem Garn sowohl eine Drehbewegung als auch eine Bewegung in Garnlängsrichtung erteilt wird. Während das Garn im Kontakt mit dem Drehkörper fortschreitet, wirken diese Kräfte auf die einzelnen Fa- sein des Garnes ein.
Erfindungsgemäss wird dies durch einen Drehkörper erreicht, der eine drehbare Welle mit darauf im<B>Ab-</B> stand anaeordneten Reibscheiben aufweist, wobei die Welle mit den Reibscheiben ein-, Drehkopfeinhcit, wel che als Ganzes eine Fassform aufweist, bildet.
Fig. <B>1-5</B> der Zeichnungen erläutern beispielsweise Prinzip und Wirkungsweise des beschriebenen Dreh kopfs, welcher der Einfachheit halber mit zylindrischer Form dargestellt wurde.
Fig. <B>1</B> ist ein.-. Darstellung, welche die Erklärung des Grundprinzips des Falschzwirnverfahrens ermög licht. Ein Endlosfasergarn 2 wird im Kontakt über die Oberfläche einer Reibscheibe<B>1</B> aeführt. Die äussere Oberfläche dieses Reibrades ist aus nichtscheuerndem Material ausgebildet. Hier lässt man das Garn 2 irn Winkel<B> 0 </B> zur Drehrichtung der Scheibe<B>1</B> in Kontakt treten, zu welchem Zwecke man die Führungen<B>3</B> und 4 einsetzt, welche beidseitig der Scheibe<B>1</B> angeordnet sind.
Das Kräfteparallelogramm mit den Dreieckseiten R, <B>S</B> und T zeigt, wie die durch die äussere Oberfläche der Scheibe<B>1</B> erzeugte Kraft R als Kräfte<B>S</B> (in Garnlängs richtung) und T (quer zum Garn und somit drehend) auf das Garn einwirkt. Also bewirkt die Kraftkompo nente<B>S</B> einen Vorschub des Garnes und die Kraftkom ponente T eine Drehung des Garnes. Die Grösse der Kräfte<B>S</B> und T ergibt sich aus den folgenden Funk tionen: Längskraft<B>S =</B> R<B>-</B> cos <B>0</B> und Drehkraft T=R.sin <B>0.</B>
Dies ist natürlich nur der Fall, wenn zwischen Scheibe<B>1</B> und Garn 2 kein Schlupf auftritt, d.h. also, dass man den Kontakt zwischen der Oberfläche der Scheibe<B>1</B> und dem Garn 2 derart gestalten muss, dass die Kraft R vollumfänglich auf das Garn 2 einwirken kann.
Will man zwecks Verlängerung des Kontaktes zwi schen Garn 2 und Scheibe<B>1</B> die Breite W der Scheibe<B>1</B> (vergleiche Fig. 2) wesentlich verbreitern, wobei man z. B. wie in Fig. 2 dargestellt, die Breite W der Scheibe<B>1</B> grösser macht als ihren Durchmesser, so wird das mit der Scheibe<B>1</B> in Kontakt befindliche, und sich vor wärtsbewegende Garn 2 durchgebogen und z. B. der Linie 2' folgen. Dadurch wird eine glatte übertragung der Vorwärtsbewegungs- und Drehkräfte behindert.
Da dieserart der Kontakt zwischen äusserer Oberfläche der Scheibe<B>1</B> und dem Garn 2 der Stabilität ermangelt, wird der Weg des Garnes 2 über die Scheibe<B>1</B> (Fig. 2) zeitweilig der Kurve 2" und zeitweilig der Kurve 2<B>...</B> entsprechen. Das Garn 2 schwingt also hin und her. Wenn das Ausmass dieser Garnschwingungen übeirmä- ssig wird, wird das Garn auf der Scheibe aufgewickelt, so dass die Erteilung von falscher Zwirnung unmöglich wird.
Um diesen Nachteil zu vermeiden und um dem Garn nicht nur eine falsche Zwirnung, sondern auch eine Vorschubbeweggung durch die Scheibe zu vermit teln, um also das Falschzwirnverfahren glatt und unter Garnvorschub auf dem drehenden Reibkörper zu ermög lichen, während das Garn -sich im Kontakt mit der äusseren Oberfläche des Drehkörpers befindet, geht man erfindungsgernäss so vor, dass man das Garn in Rei bungskontakt mit der äusseren Oberfläche eines sich dre henden Reibkörpers führt, welcher aus mehreren auf der gleichen Welle sich drehenden Drehscheiben<B>be-</B> steht, wobei das Garn schräg zur Drehrichtung der Ro tationsoberfläche geführt wird.
Dabei soll vorzugsweise die Breite W der einzelnen Scheiben kleinf-r sein als ihr Durchmesser. Wenn man natürlich die Garngeschwin digkeit opfert, kann man die Breite W der Scheiben erheblich steigern. Bei der vorliegenden Erfindung wer den also R#eibkörper verwendet, welche in mindestens zwei Reibscheiben unterteilt sind. In diesem Falle wird es bevorzugt, den schrägen Lauf des Garnes über die Reibfläche dadurch sicherzustellen, dass man wenigstens einen Fadenführer an wenigstens einem Ort zwischen benachbarten Peibscheiben anordnet.
Fig. <B>3</B> zeigt dies in einer teilweise unterbrochenen Frontansicht eines Drehkopfes, und Fig. <B>3'</B> zeigt eine Endansicht dieses Drefikopfes ge- CD mäss Fig. <B>3.</B>
Durch die in Fig. <B>3</B> ersichtlichen Rillen Bl, B-, B.-1, wird die Kontinuität der äusseren Oberfläche der Scheibe<B>1</B> so unterbrochen, dass n Reibscheiben la, lb, Ic <B>...</B> ln mit<B>je</B> der Breite w entstehen.
Insgesamt eine Anzahl von n<B>+ 1</B> Fadenführer sind wie folgt über die gesamte Reibkopfbreite verteilt angeordnet:<B>je</B> einer<B>(3</B> und 4) ausserhalb der Scheiben la und ln, sowie<B>je</B> einer in den Rillen Bl, B2<B>.. .</B> und B.-1. So wird das Garn immer in seiner vorgesehenen schrägen Stel lung (also im Winkel (9 zur Drehrichtung der Schei ben<B>1)</B> gehalten. Zusätzlich werden die Fasern des Gar nes praktisch in einer Geraden gehalten.
Man muss natürlich nicht unbedingt in jeder der genannten Rillen B<B>je</B> einen Fadenführer unterbringen, wie dies in Fig. <B>3</B> dargestellt ist, sondern man kann auch weniger Fadgnführer einsetzen, oder man kann diese zwischengeschalteten Fadenführer auch weglassen, wenn man dies 'für angemessen hält. Im allgemeinen gilt aber, dass mit zunehmender Breite W der einzelnen Reibscheiben die Anordnung reiner grösseren Fadenfüh- rerzahl immer notwendiger wird.
Mit zunehmendem Winkel<B>0</B> wird bei der Erfin dung auch die Längskraftkomponente <B>S,</B> welche auf das Garn einwirkt grösser, während mit abnehmendem W-in- kel 0 die Komponente<B>S</B> kleiner wird. Umgekehrt wird mit zunehmendem Winkel<B>0</B> die Drehkraftkomponente T kleiner, und mit abnehmendem Winkel<B>0</B> wird dann also die Komponente T grösser. Also wird -eine Ände rung der Richtung, mit welcher das Garn schräg über dem Reibkopf läuft, eine Änderung der Kräfte<B>S</B> und T bewirken.
Will man die Neigung des Winkels<B>0</B> an einer Stelle während des Durchgangs des Garnes über den Reibkopf verändern, so kann man dies durch entsprechende An ordnung von Fadenführern beliebig vornehmen. In die sem Falle ist es erwünscht, die Länge des projizierten Bogens des Ortes des Garnes auf die genannte Ebene (vergleiche, weiter oben), dadurch konstant zu halten, dass man an den Orten der Veränderung des Winkels<B>0</B> einen entsprechend angeordneten Fadenführer anbringt.
In Fig. 4 ist eine. solche Veränderung des Garn- schräglaufes wiedergegeben, wobei die Veränderung des Schräglaufs am Orte des Fadenführers<B>G</B> erfolgt. Die Längskraft <B>S',</B> welche durch die Scheibe la auf das Garn 2 aufgebracht wird, ist hier der Längskraft<B>S,</B> welche durch die übrigen Scheiben erzeugt wird, ent- gegengesetzt gerichtet.
Durch diese Art der Garnführung wird die bei gleicher Garngeschwindigkeit dem Garn (bei gleicher Drehzahl des Reibkörpers) erteilte falsche Zwir- nung grösser sein, als wenn das Garn im konstanten Winkel<B>0</B> über den Drehkopf geführt würde. Weiter kann die Anzahl der falschen Drehungen des Garnes dadurch verändert werden (dies ist nicht dargestellt), indem man das Mass der Steigerung oder Verminderung der Längskraft auf das Garn in seiner, wie in Fig. <B>3</B> dargestellten, Vorschubrichtung verändert.
Unter Bezugnahme auf Fig. <B>5</B> soll nun die Grund methode der Ausübung dieser Erfindung näher dargetan werden. Von der oben in Fig. <B>5</B> dargestellten Spule wird ein synthetisches thermoplastisches Garn 2 mittels Abzug- und Vorschuborganen <B>5</B> und<B>5'</B> abgezogen und mit konstanter Geschwindigkeit weitergeleitet. Das Garn 2 durchläuft nun das Erhitzerrohr <B>9,</B> worauf es durch Fadenführer<B>3</B> und 4 über den Reibkopf<B>10</B> zur Erzielung von Falschdraht geführt wird.
Dabei wird das Garn von den Fördermitteln <B>6</B> und<B>6'</B> weiterbefördert, welche auch dafür sorgen, dass das Garn so den Wik- kelor-anen <B>7</B> und<B>8</B> zugeführt wird, dass gegebenenfalls eine Entspannung d-.s Garns zwischen diesen Organen<B>6</B> und<B>6'</B> einerseits und den Organen<B>7</B> und<B>8</B> anderseits ermöglicht wird.
Der Reibkopf bzw. Drehkopf<B>10,</B> welcher in Fig. <B>5</B> schematisch gezeigt wird, besteht aus drei gleichlaufen den Reibscheiben, welche voneinander im Abstand auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind. Die Dreh richtung ist hier, wie in den übrigen Figuren, durch einen um die Welle gezeichneten krummen Pfeil an gegeben. Das Garn erhält auf Reibkopf<B>10</B> sowohl den Falschdrall als auch ein Vorschubmoment.
Dieserart ist es also nach der Erfindung möglich, mit äusserst hoher Geschwindigkeit ein Falschzwirnkräu- selgarn herzustellen, ohne das Garn oder dessen Fasern zu beschädigen oder das sogenannte stick-slip beim Falschzwirnen befürchten zu müssen. Ultrahohe Garn geschwindigkeiten von<B>500</B> bis<B>1000</B> m/min sind nach der Erfindung möglich. Dabei kann man z. B. den Griff des erhaltenen Garnes auch dadurch verändern, dass man den Winkel<B>0</B> seines Schräglaufes über den Reibkopf verändert.
Als nächstes soll nun insbesondere der erfindungs gemässe Drehkopf (auch Reibkopf genannt) näher be schrieben werden. Während der erfindungsgemässe Dreh kopf aus einer Mehrzahl von zueinander im Abstand auf einer gemeinsamen Welle angeordneten Reibschei ben besteht, zeigt er nicht, wie in den Fig. <B>3</B> und 4 schematisch dargestellt, als ganze Einheit die generelle Form eines Zylinders, welcher durch Rillen in mehrere Rpeibscheiben unterteilt ist.
In den Fig. <B>6, 7</B> und<B>8</B> sind erfindungsgemässe Drehköpfe dargestellt, bei denen hinsichtlich der Anzahl Rillen und der Breite der Reib scheiben Variationen vorgenommen wurden, und wel che als Ganzes die beschriebene Fassform aufweisen.
Diese Fassform der Drehköpfe fördert nicht nur die Kontaktkräfte zwischen Garn und Drehkörper, sondern sie erleichtert es auch, die auf das Garn aufgebrachten Kräfte im Bereich seines ganzen Durchgangs über die Reibfläche zu vergleichmässigen, <B>d.</B> h. die Reibbedingun gen und Kräfte auf das Garn sowohl hinsichtlich Ein lauf- und Auslaufende als auch des mittleren Teils der Kontaktlinie zwischen Garn und Drehkörper zu verein heitlichen. So kann man im Vergleich zur gesamthaft zylindrischen, nicht erfindungsgemässen Drehkörperform, bei der Fassform eine Reibscheibe sehr breit ausführen (vergleiche z.
B. Fig. <B>8).</B> Vorzugsweise solltp die Breite der Reibscheiben kleiner sein als der Schelibendurchmes- ser; in der Regel wird man also<B>3-100</B> mm Scheiben breite verwenden. Dabei brauchen die die Scheiben trennenden Rillen nur gerade so breit zu sein, dass man darin einen Fadenführer unterbringen kann; 2 bis <B>30</B> mm Rillenbreite wird allgemein ausreichen.
Wie schon ausgeführt wurde, wird es beim erfin dungsgemässen Drehkopf bevorzugt, wenn an geeigneten Orten zwischen den Reibscheiben, also vorzugsweise in den Rillen, einc geeignete Anzahl Fadenführer vorgese hen wird, welche den richtigen schrägen Lauf des Gar nes in Kontakt mit dem Drehkopf sicherstellen. Diese zwischengeschalteten Fad2nführer, zusammen mit den beiden äusseren Fadenführern (4 und<B>3)</B> können ge kuppelt angeordnet, z.
B. auf einer gemeinsamen Stange angebracht sein, so dass es möglich ist, den Kontakt winkel<B>0</B> dadurch zu verändern, dass man die Richtung dieser Montagestange verändert, Dieses Montagegestänge kann mit pantographartigen Verbindungsmitteln so aus gestattet werden, dass bei der Veränderung der Neigung des Montagegestänges die einzelnen Fadenfährer auto matisch in die richtige Spreizung gebracht werden, so dass sie dabei in den Rillen B, bis B.-1 richtig an geordnet sind, wobei sich bei Bewegung der Montage stange jeder Fadenführer bei Veränderung des Winkels <B>0</B> über den Rillen B,
bis B.-1 in einer Eberte be wegt, welche senkrecht zur Drehachse der Montagestange steht.
Beim Betrieb des beschriebenen Drehkopfes wird es bevorzugt, das Garn an beiden Enden seines Kontaktes mit dem Drehkopf, also sowohl am Eintritt- als auch am Ausgangsende scharf abzuwinkeln, wodurch eine bessere Anpressung der Fasern des Garnes an die Reib fläche und damit Verrneidung von Schlupf sichergestellt werden kann. Deshalb wird der Drehkopf, wie in Fig. <B>9</B> dargestellt, ausgeführt, wobei die beiden äussersten Reib scheiben (zwischen denen natürlich weitere Reibschei ben angeordnet sein können) mit der Kante P ihrer Reibfläche über die Endfläche 12 des Reibkopfes hin ausragen. Diese Anordnung sollte wenigstens an einem Ende, vorzugsweise aber an beiden Enden des Dreh kopfes, vorhanden -sein.
So entsteht der zurückversetzte Teil<B>13</B> am betreffenden Ende des Drehkopfes, welcher dem Fadenführer<B>3</B> eine sehr -nahe der äussersten Kante P der äussersten Reibfläche gelegene Stellung erlaubt, die es gestattet, das Garn 2 scharfwinklig abzuknicken, wo bei der Fadenführer den Rücklauf der falschen Dre hung des Garnes in die Heizzone ungehindert gestatten kann. Um den möglicherweise recht starken Kräften ge wachsen zu sein, wird man den überhang der äussersten Reibfläche über die Endfläche 12 vorteilhafterweise ar mieren, z. B. durch einen winkligen Ring<B>11</B> (Fig. <B>9).</B>
Einen erfindungsgemässen Drehkopf kann man da durch herstellen, dass man auf einen festen fassförmigen Kern aus z. B. Metall, Holz, Kunststoff, Ringe aus Kau tschuk (synthetisch oder natürlich), oder einem geeig neten Kunststoff, in geeigneten Abständen als Reibsehei- ben anbringt. Man kann auch so vorgehen, dass man einen gerillten Körper ganz mit Gummi und dergleichen elastischem Material überzieht, oder aber -in die Rillen eines solchen festen Körpers die z. B. aus Gummi be stehenden Ringe einlegt, welche dann ihrerseits höher liegen als die zwischen ihnen angeordneten erhöhten Rippen des Basiskörpers.
Man kann natürlich auch den ganzen Körper aus Gummi, Kunststoff usw. ausbilden. Die Kontaktkräfte zwischen Reiboberfläche des Drehkopfes und Garn können dadurch verstärkt wer den, und die verstärkte Abnutzung dieser Drehkopfend- partien kann dadurch vermindert werden, dass man für die endständigen Reibschzibenteile anderes Material ver wendet als für die zwischen den Enden des Drehkopfes liegenden Scheiben.
Zum Beispiel kann man für min destens eine der beiden endständigen Reibscheiben eines mehrscheibigen Drehkopfes einen Gummi mit einer Härte von 60-751 verwenden, was der Abnützung die ser endständigen Reibscheibe(n) entgegenwirkt, wogegen man den Reibkontakt zwischen Garn und Drehkopf- oberfläche dadurch verstärkt, dass man die mittleren Reibscheiben aus einem Gummi der Härte 40-50' her- stzllt.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern den Betrieb des beschriebenen Drehkopfs zur Herstellung von Falsch- zwirnkräusel-arn.
<B>C2</B> <I>Beispiel<B>1</B></I> (Vergleichsversuch) Zur Herstellung eines Kräuselgarnes verwendete man als Ausgangsmaterial ein Nylongarn von<B>100</B> den mit 24 Einzelfasern. Das Garn wurde durch ein elektrisch beheiztes, auf<B>180' C</B> gehaltenes Rohr, mit<B>500</B> m/min einem erfindungsgemässen Drehkopf, welcher mit <B>5000</B> U./min rotierte, zugeführt. Im Heizrohr erhielt man dadurch<B>2500</B> Drehungen/m auf dem Garn.
Der Drehkopf entsprach jenem von Fig. <B>3.</B> Jene Drehkopf- oberfläche, an welcher (wie in Fig. <B>9</B> gezeigt) das Garn scharfwinklig umgebog-.n wurde (Punkt P der Fig. <B>9)</B> war mit synthetischem Grummi einer Härte von<B>60'</B> bedeckt. Die übrigen Daten des Drehkopfes sind die folgenden: Breite des Drehkopfes<B>88 mm</B> Scheihendurchmesser <B>70</B> mm Scheibenanzahl<B><I>5</I></B> Scheibenbreite W 12 mm Rill--nbreite <B>7</B> mm Fadenführer,<B>je</B> einer in Jeder Rille und an jedem Ende.
Fadenführung in gerader Linie im Winkel von <B>9130'</B> (neun Grad und dreissig Minuten) zur Achse des Drehkopfes, wobei das Garn entlang dieser Linie den Drehkopf berührte.
Vor und hinter dem Drehkopf waren Förderergane (vergleiche Fig. <B>5)</B> angeordnet. Durch entsprechenden Antrieb der Wickelorgane<B>(7, 8,</B> Fig. <B>5)</B> wurde das Garn zwischen den Abzugsorganen<B>(6, 6,</B> Fig. <B>5)</B> und Wickelorgaren <B>(7, 8,</B> Fig. <B>5)</B> entspannt und so aufgewik- kelt. Das Aufwickeln erfolgte unter einer geringen Span nung.
<I>Beispiel 2</I> Man ging wie im Beispiel<B>1</B> beschrieben vor, ver wendete aber einen erfindungsgemässen Drehkopf. Die ser war fassförmig (vergleiche Fig. <B>6)</B> und die Reibflä che, bei welcher im Punkte P entsprechend Fig. <B>9</B> das Garn ab-ewinkelt wurde, bestand aus Synthesegummi el <B>g</B> der Härte<B>601.</B> Die übrigen Daten des Drehkopfes waren die folgenden: Breite des Kopfes<B>69</B> mm Scheibendurchm,esser an Endscheiben<B>67</B> mm und am Mittelteil<B>71</B> mm Scheibenbreite 12 mm Rillenbreite <B>7</B> mm Fadenführer waren an beiden Enden und in allen Rillen vorgesehen.
Der Winkel, welchen das den in der ersten Rille befindlichen Fadenführer erreichende Garn mit der Achse des Drehkörpers bildete, wurde von<B>0</B> bis<B>151</B> variiert. An jenem Ort, an welchem die län-s des Garns wirkende Kraft sich verändert, liess man das Garn in einer geraden Linie in Kontakt mit der Drehkopfober- fläche im Winkel von<B>9030'</B> zur Drehkopfachse laufen.
Die Anzahl falscher Drehungen des Garnes im Erhit- zungsrohr betrug<B>2300</B> Drehungen/m. bei<B>0'</B> Winkel und <B>2800</B> Drehungen pro Meter bei<B>151</B> Winkel zwischen Garn und Drehkopfachse, dort, wo das Garn den in der ersten Rille befindlichen Fadenführer erreicht. Wie im Beispiel<B>1</B> wurde das Garn vor dem Aufwickreln ent spannt und mit geringer Spannung aufgewunden.
ID