CH473821A - Verfahren zur Herstellung von Iminodibenzyl-Derivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Iminodibenzyl-DerivatenInfo
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Description
Verfahren zur Zierstellung von Iminodibenzyl-Derivaten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Iminodibenzylderivaten der Formel
EMI0001.0001
worin R den Methyl- oder Äthylrest darstellt, und von Säureadditionssalzen hiervon.
Die Verfahrensprodukte können als Heilmittel ver wendet werden und zeichnen sich insbesondere durch ihre antidepressive Wirksamkeit aus. Diese Verbindun gen kommen bevorzugt in der Form der Hydrochloride zur Anwendung.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden die neuen Iminodibenzylderivate dadurch hergestellt, dass man eine Verbindung der Formel
EMI0001.0004
Äthyl) worin R die obige Bedeutung hat, reduziert. Die als Ausgangsmaterial verwendeten Verbindun gen der obigen Formel II können dadurch hergestellt werden, dass man entweder N-Amino-iminodibenzyl oder ein Salz dieser Verbindung in einem inerten Lö sungsmittel mit einem 1-(Methyl oder Äthyl)-4-oxo- 2 piperidin umsetzt und das erhaltene Hydrazon durch Behandeln mit einem sauren Mittel cyclisiert oder dass man ein N-(nieder-Alkylidenamino)-iminodibenzyl mit einem 1-(Methyl oder Äthyl)-4-oxo-piperidin in Gegen wart von mindestens einem Mol einer Säure konden siert.
Die Umsetzung des N-Amino-iminodibenzyls oder dessen Slaze mit 1-(Methyl oder Äthyl)-4-oxo-piperidin dessen Salze mit 1-(Methyl oder Äthyl)-4-oxo piperidin wird zweckmässig in Gegenwart eines Lösungsmittels vorgenommen. Als Lösungsmittel verwendet man mit Vorteil ein niederes Alkanol (z. B. Methanol oder Ätha- nol). Es können jedoch auch andere Lösungsmittel ver wendet werden, welche sich unter den Bedingungen der Reaktion inert verhalten.
Die Cyclisierung des Reaktionsproduktes erfolgt zweckmässig unter Durchleiten von trockenem Chlor wasserstoffgas durch die warme Reaktionsmischung des ersten Verfahrensschrittes. Man kann das erhaltene Hy- drazon auch isolieren und durch Behandeln mit einem sauren Cyclisierungsmittel, wie z. B. Eisessig, Phosphor säure oder konz. Schwefelsäure, in das gewünschte Cyclisierungsprodukt überführen. Bei Verwendung von Phosphorsäure oder konz. Schwefelsäure wird die Cycli- sierung vorzugsweise in Gegenwart eines inerten orga nischen Lösungsmittels, wie z. B. Äthanol, durchgeführt.
Nach einer anderen Ausführungform der Erfindung stellt man die Cyclisierungsprodukte durch Konden sation von N-(nieder-Alkylidenamino)-iminodibenzyl mit einem 1-(Methyl oder Äthyl)-4-oxo-piperidin in Ge genwart von einem Mol einer Säure her. Zu diesem Zweck geeignete Säuren sind z. B. niedere Alkancarbon- säuren (z. B. Eisessig) und alkanolische Halogenwasser stoffsäuren (z. B. äthanolische Chlorwasserstoffsäure). Es wird angenommen, dass dabei zuerst das oben er wähnte Hydrazon gebildet wird, das dann unter dem Einfluss der Säure cyclisiert.
Die Reduktion der Verbindungen der Formel II wird mit Vorteil unter Verwendung von Natrium in einer Mischung bestehend aus Tetrahydrofuran und flüssigem Ammoniak durchgeführt. Man kann die Re- duktion auch unter sauren Bedingungen, z. B. unter Verwendung von Zink und Salzsäure, durchführen.
Geeignete Säureadditionssalze sind solche mit anor ganischen Säuren (wie z. B. Chlorwasserstoffsäure, Brom wasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure) und mit organischen Säuren (wie z. B. Bernsteinsäure, Citro- nensäure, Fumarsäure, Methansulfonsäure).
Die Verfahrensprodukte können wie erwähnt als Heilmittel verwendet werden, in Form pharmazeutischer Präparate, welche sie in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten phar mazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial enthalten. Die pharmazeutischen Prä parate können in fester oder in flüssiger Form vor liegen. Gegebenenfalls enthalten sie Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgier- mittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.
<I>Beispiel</I> 144,2 g 11-Methyl-5,6,10,11,12,13-hexahydro-1- benzazepino[3,2,1-h,i]pyrido[4,3-b]indol in 1440 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran werden mit 2880 ml flüs sigem Ammoniak verrührt und mit 25,3 g Natrium ver setzt. Das Natrium wird in kleinen Stücken eingetragen, bis das Gemisch eine beständige blaue Farbe annimmt. Die Zugabe erfolgt etwa innerhalb einer halben Stunde. Nach einer weiteren halben Stunde versetzt man die Reaktionsmischung mit 80 g Ammoniumchlorid. An- schliessend lässt man das Lösungsmittel verdampfen.
Das Tetrahydrofuran wird im Vakuum entfernt und der Rückstand mit Chloroform und Wasser ausgeschüttelt. Durch Abtrennung und Eindampfen der Chloroform phase erhält man rohes 11-Methyl-5,6,9b,10,11,12,13, 13a-octahydro-l-benzazepino [3,2,1-h,i]pyrido[4,3-b]in- dol. Durch Umkristallisieren des Rohproduktes aus Methanol erhält man die reine Substanz vom Smp. 121 bis 123 C. Das Hydrochlorid dieser Verbindung schmilzt bei 265 bis 267 C und zeigt in 0,01 n Salz säurelösung die folgenden Charakteristika: A max. bei 206-208 m und bei 288 m , A min. bei 246-248 mA (log E = 4,49, 4,12 und 3,52).
Ausgehend von der entsprechenden 11-Äthyl-hexa- hydroverbindung erhält man wie vorstehend beschrieben 11-Äthyl-5,6,9b,10,11,12,13,13a-octahydro-1-benza- zepino[3,2,1-h,i]pyrido[4,3-b]indol. Das Hydrochlorid dieser Verbindung schmilzt bei 245 C.
Das als Ausgangsmaterial benötigte 11-Methyl-5,6, 10,11,12,13-hexahydro-1-benzazepino [3,2,1-h,i]pyrido [4,3-b]indol kann wie folgt hergestellt werden: 204,3 g N-Amino-iminodibenzyl-hydrochlorid in 829 ml Äthanol werden mit 93,6 g 1-Methyl-piperidon- (4) versetzt. Die Mischung wird unter Rückflussbedin- gungen eine Stunde erwärmt. Beim Durchleiten von trockenem Chlorwasserstoffgas tritt eine oxotherme Reaktion auf. Dabei wird Ammoniumchlorid gebildet. Das Begasen mit Chlorwasserstoff wird ungefähr eine Stunde unter Erwärmung fortgesetzt, bis die Mischung gesättigt ist. Das Reaktionsgesuch wird dann filtriert und das Filtrat im Vakuum eingeengt.
Der Rückstand wird in 1,3 Liter Wasser und 300 ml Äther aufgenom men. Die klare, wässrige Lösung wird alkalisch gestellt und wiederholt mit Chloroform extrahiert. Die vereinig ten Chloroformextrakte werden mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wird aus Me- thanol kristallisiert. Man erhält 193,7 g gelbgefärbte Kristalle vom Schmelzpunkt 149-151 C. Durch er neutes Umkristallisieren aus Äthylacetat oder durch Reinigung an Aluminiumoxyd erhält man das reine 11- Methyl-5,6,10,11,12,13-hexahydro-1-benzazepino[3,2, 1-h,i]pyrido[4,3-b]indol, eine weisse Substanz vom Smp. 152 bis 153 C.
Das Hydrochlorid dieser Verbindung schmilzt bei 262 bis 264 C und zeigt in äthanolischer Lösung die folgenden Charakteristika: A, max. bei 213 mg, 259 m , 295 m und 305 m und A min. bei 241 mg, 287 m und 299 m (log a = 4,49, 4,15, 4,03, 4,13, 3,93, 3,91 und 4,02).
Die äthanolische Lösung von N-Amino-iminodiben- zyl und 1-Methyl-piperidon-(4) kann nach dem Er wärmen unter Rückflussbedingungen eingeengt werden. Man erhält ein Hydrazon, das bei 93-95 C schmilzt. Dieses Hydrazon kann durch Behandeln mit wasser freiem Chlorwasserstoff in Äthanol cyclisiert werden.
Unter Verwendung von 1-Äthyl-piperidon-(4) an stelle von 1-Methyl-piperidon-(4) erhält man nach den vorstehenden Angaben 11-Äthyl-5,6,10,11,12,13-hexa- hydro-l-benzazepino[3,2,1-h,i]pyrido[4,3-b]indol vom Smp. 94 bis 95'C (Smp. des Hydrochlorids: 276 bis 277 C).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Iminodibenzylderi- vaten der Formel EMI0002.0042 worin R den Methyl- oder Äthylrest darstellt, und von Säureadditionssalzen hiervon, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0002.0048 UNTERANSPRACHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Reaktionsprodukt in ein Säure additionssalz überführt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die Reduktion mit Natrium in einer Mischung von Tetrahydrofuran und flüssigem Am- moniak durchführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Reduktion unter Verwendung von Zink und Salzsäure durchführt.
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