CH474580A - Steuervorrichtung für Aufwindeeinrichtungen an Spinn-, Zwirn- und Streckzwirnmaschinen - Google Patents

Steuervorrichtung für Aufwindeeinrichtungen an Spinn-, Zwirn- und Streckzwirnmaschinen

Info

Publication number
CH474580A
CH474580A CH861566A CH861566A CH474580A CH 474580 A CH474580 A CH 474580A CH 861566 A CH861566 A CH 861566A CH 861566 A CH861566 A CH 861566A CH 474580 A CH474580 A CH 474580A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
control device
twisting
selector
gear
switching
Prior art date
Application number
CH861566A
Other languages
English (en)
Inventor
Seidel Friedrich
Original Assignee
Pkm Hydraulik Karl Marx Stadt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pkm Hydraulik Karl Marx Stadt filed Critical Pkm Hydraulik Karl Marx Stadt
Publication of CH474580A publication Critical patent/CH474580A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/36Package-shaping arrangements, e.g. building motions, e.g. control for the traversing stroke of ring rails; Stopping ring rails in a predetermined position

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description


      Steuervorrichtung    für     Aufwindeeinrichtungen    an Spinn-, Zwirn- und     Streckzwirnmaschinen       Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung  für     Aufwindeeinrichtungen    an Spinn-, Zwirn- und       Streckzwirnmaschinen,    bei denen die Umkehrpunkte der  Bewegung der Ring-, Spindel- oder     Spulenbank    durch  verstellbare Impulsgeber bestimmt werden, deren     gegen-          oder    gleichläufige Verstellung durch Gewindespindeln,  die über Getriebe     in    Drehung versetzt werden, nach  einem vorausbestimmten Programm erfolgt.  



  Es sind Spinn-, Zwirn- und     Streckzwirnmaschinen    mit  hydraulischem Antrieb der Ring-, Spindel- oder Spulen  bank bekannt, bei denen die gegen- oder gleichläufige  Bewegung der Impulsgeber auf verschiedene Art und  Weise erzielt wird.  



  Im allgemeinen erfolgt die Umkehr der Bewegungs  richtung des Arbeitskolbens für die Ring- oder Spindel  bank direkt oder indirekt durch Schaltnocken bzw.  Impulsgeber, die entsprechend der gewünschten     Kops-          form    im Verlaufe einer Zwirndauer verstellt werden. Die  mit den Schaltnocken bzw. Impulsgeber verbundenen  Gewindespindeln werden Bekannterweise     z.B.    durch ein  hydraulisch oder elektrisch betätigtes     Schrittschaltwerk     verdreht.  



  Bei einem hydraulischen     Schrittschaltwerk    werden die  Schaltkolben verschoben, indem ein Umkehrschieber  mittels Elektromagneten     z.B.    direkt von einem Impulsge  ber und indirekt über Relais betätigt und     über    Federn  zurückgestellt wird.  



  Das Schaltwerk betätigt ein Getriebe, mit dem beliebi  ge Drehzahlverhältnisse und gleichsinnige oder gegensin  nige Drehungen der     Gewindespindeln    eingestellt werden.  Die geforderte     Spulenform    ist durch diese Möglichkeit zu  erreichen. Die Geschwindigkeit der Drehbewegung der  Gewindespindeln lässt sich durch den einstellbaren Dreh  winkel des Schaltwerkes je Schaltschritt wählen.  



  Das Verlegen der Impulsgeber geschieht bei einer  weiteren bekannten Ausführung mit Hilfe     einer    Kurven  scheibe, durch die die Impulsgeber parallel miteinander  verschoben werden. Der Antrieb der Kurvenscheibe ge  schieht ähnlich wie der des Getriebes über ein Schritt  schaltwerk oder auch stetig.  



  Das Verschieben der Impulsgeber ist auch durch eine    Kombination der genannten Möglichkeiten zu errei  chen.  



  Die Veränderung der Grösse des Verlegungshubes  erfolgt anstelle des     Auswechselns    einer bestimmten  Kurvenscheibe durch eine Wippe mit veränderbaren  Armlängen, wobei die Umfangsform der Kurvenscheibe  in stufenlos einstellbarer Übersetzung auf die Impulsge  ber übertragen wird.  



  Bei den bekannten     Aufwindeeinrichtungen    werden  die     Schrittschaltwerke    bzw. Impulsgeber von irgend  einem bewegten Teil der Spinn-, Zwirn- oder Streck  zwirnmaschine betätigt.     _    Man ist also bei der Steuerung  des Bewegungsablaufes der Ring-, Spindel- oder Spulen  bank und der Wahl der     Windungsart    und     Kopsform     sehr von der räumlichen Anordnung der     Aufwindeein-          richtung    abhängig.  



  Zu Vermeidung dieser Nachteile ist eine Einrichtung  zur Steuerung und Umschaltung der hin- und herbeweg  ten Ringbänke geschaffen worden, die mechanisch oder  hydraulisch betätigt werden.  



  Die Steuerung der     Ringbankbewegung    erfolgt nach  einem vorher bestimmten Programm mittels Kontaktbe  grenzer. Es sind zwei Antriebsorgane, bestehend aus zwei  Gewindespindeln, vorhanden, die unabhängig voneinan  der im gleichen oder entgegengesetzten Drehsinn betätigt  werden, indem dieselben über Getrieberäder, mit je zwei  Gleichstrommotoren, die sich zueinander im entgegenge  setzten Sinn drehen, in Verbindung stehen. Die Gewin  despindeln tragen Kontaktbegrenzer für die Steuerung  der     translatorischen        Ringbankbewegung.    Diese Kontakt  begrenzer wirken wechselweise auf weitere Kontaktbe  grenzer ein, die auf einer Schaltstange angebracht sind.  



  Durch     eine        Programmsteuervorrichtung    wird die An  triebsgeschwindigkeit der Gewindespindeln bestimmt.  Die     Programmsteuervorrichtung    umfasst einen Impulsge  nerator, Impulszähler mit Verstärker,     Impulsvorauswäh-          ler,    der dem Antriebsmechanismus nur vorherbestimmte  Impulse überträgt. Die Antriebsmotoren werden wechsel  weise mit dem Programmverteiler verbunden. Die Im  pulssteuerung erfolgt bei dieser Vorrichtung unabhängig  von der Zeit. Die     Fadenzubringerspule    ist kinematisch  durch Übertragungsglieder mit Impulserzeugern verbun-      den, die     z.B.    auf fotoelektrischem Wege funktionieren.

    Die abgegebenen Impulse sind proportional der Ge  schwindigkeit des Fadenabzugs, also der Drehzahl der       Fadenzubringerspule.     



  Die Nachteile der zuletzt     genannten        Steuereinrichtung     bestehen darin, dass zur Steuerung der unabhängig       voneinander    gleichzeitig betätigten     Gewindespindeln    für  jede zwei Motoren notwendig sind, die nur     in    einer  Drehrichtung unter Last,     in    der anderen leer mitlaufen  oder stehen. Ausserdem wird mit jedem Schaltschritt der  Motor neu eingeschaltet. Das bedeutet einen Energiever  lust, da die gesamte Motormasse neu beschleunigt wer  den muss.  



  Weiterhin ist das Steuerprogramm für den     Spulenauf-          bau    und die     Kopsform    begrenzt, da die Impulsaufnah  me,     -abgabe    und Impulsfolge von der Drehzahl der  Fadenspule abhängen.  



  Bei einer anderen Vorrichtung erfolgt die Steuerung  der     Ringbankbewegung    entsprechend der vorgesehenen  Zwirndauer durch fotoelektrische Wandler mit     Hilfe     einer auswechselbaren     Nockenscheibe.     



  Die Breite der Nocken der rotierenden Scheibe beein  flusst die Unterbrechung eines Lichtstrahles. Über     eine     Fotozelle wird dadurch die Hubverlegung gesteuert. Der  Nachteil dieser Steuervorrichtung besteht darin, dass eine  bestimmte Zwirndauer von der     Auswahl    einer bestimm  ten     Nockenscheibe    mit unterschiedlicher     Nockenbreite     oder von der Kombination mehrerer Scheiben abhängig  ist und keine Veränderungen während des Wickelvorgan  ges möglich     sind.     



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter  Beseitigung der genannten Nachteile eine Steuervorrich  tung zu schaffen, die auf     einfache    Weise     ohne-Schablo-          nen,    Kurven- oder     Nockenscheiben    die Einstellung und  Steuerung einer Vielzahl von     Windungsarten    und     Kops-          formen    ermöglicht, wodurch optimale     Kopse    in bezug  auf Fadenqualität und     Weiterverarbeitungsmöglichkeit     gewährleistet sind.  



       Erfindungsgemäss    wird     dies    dadurch erreicht, dass  jede der zwei     Gewindespindeln    über je ein elektromagne  tisch schaltbares Wendegetriebe mit je einem Elektromo  tor in Verbindung steht und zwischen beiden Wendege  trieben eine Magnetkupplung angeordnet ist, wobei den  Wendegetrieben über einen Wahlschalter ein die Ein  schaltdauer der Magnetkupplungen der Wendegetriebe  bestimmendes Zeitrelais und den Elektromotoren je ein  Drehzahlwähler zugeordnet ist,

   ferner dem Zeitrelais eine  den Zeitabstand zwischen zwei Einschaltungen bestim  mende und durch einen     Frequenzgeber        beaufschlagte     Zähleinrichtung vorgeschaltet ist und zwischen der Zähl  einrichtung und den     Drehzahlwählern    eine weitere Zähl  einrichtung mit einem nachgeschalteten Drehwähler an  geordnet ist.  



  In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgese  hen sein, dass in Abhängigkeit von der zurückgelegten       Schaltschrittzahl    oder von der Lage der     Ringbankum-          kehrpunkte    oder von der Maschinenlaufzeit die     Elektro-          motore    über den Drehwähler mit einem die Steuerenergie  führenden Leitungssystem, das zur Veränderung der  Steuerenergie     Vorwiderstände,    Spannungsteiler- bzw.       Trafoabgriffe    enthält, verbunden sind, aus welchem den  Elektromotoren     wahlweise        Energiepotentiale    zugeschaltet  werden.  



  In weiterer Ausgestaltung der Erfindung     kann    vorge  sehen sein, dass der Drehwähler mit dem Zeitrelais  und/oder mit dem     Frequenzgeber        einschliesslich    Zähl  werk oder mit einem     Programmgeber    oder einer Schalt-         uhr    oder einem weiteren Zeitrelais verbunden ist und  dass die Zähleinrichtungen als elektromechanisches,  pneumatisches oder elektronisches Bauelement ausgebil  det sind, und dass ferner die die     Ringbankbewegung    und  Hubverlegung steuernden Impulsgeber als     kontakt-    und  berührungslose elektrische Schalter oder als pneumati  sche Endschalter ausgebildet sind.  



       In    der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der  Erfindung dargestellt, und zwar zeigen       Fig.    1 ein Schema der Steuereinrichtung       Fig.    2 ein Antriebsschema der     Gewindespindeln.     



  Die Steuervorrichtung besteht aus zwei     Gewindespin-          deln    1, 2, die über je ein Wendegetriebe 3, 4 mit je einem  Elektromotor 5, 6, der mit einem     Antriebsritzel    7, 8,       (Fig.2)    gekuppelt ist, verbunden sind, wobei sich auf  jeder Gewindespindel 1, 2 bewegbar eine     Spindelmutter     9, 10 befindet. Jede     Spindehnutter    ist mit einem     End-          schalter    11, 12 versehen. Im Bereich zwischen beiden  Endschaltern     (Fig.    1) ist ein von der     Ringbank    angetrie  benes Schaltstück 14 angeordnet.

   Zwischen beiden Wen  degetrieben 3, 4 ist eine Magnetkupplung 14 vorgese  hen.  



  Bei den Elektromotoren 5, 6 ist je ein Drehzahlwäh  ler 15, 16 vorgeschaltet, die durch elektrische Leitungssy  steme 17, 18 mit diesen in Verbindung stehen. Jeder  Drehzahlwähler 15, 16 ist elektrisch durch Leitungssyste  me 19, 20 mit einem Drehwähler 21 verbunden.  



  Ausserdem ist     an    dem Drehwähler 21 ein von nicht  dargestellten     Vorwiderständen    oder     Spannungsteilern     oder     Trafoabgriffen    kommendes elektrisches Leitungssy  stem 22     angeschlossen.        Ferner    ist dem Drehwähler 21  durch ein elektrisches Leitungssystem 23     eine    Zählein  richtung 24 vorgeschaltet. Diese steht mit     einer    weiteren       Zähleinrichtung    25 durch ein Leitungssystem 26 in  Verbindung. An die Zähleinrichtung 25 ist mittels Lei  tungssystem 27 ein     Frequenzgeber    28 angeschlossen.  



  Mittels Leitungssystem 29 ist die Zähleinrichtung 25  mit einem Zeitrelais 30 verbunden, welches über Lei  tungssysteme 31, 32 über einen Wählschalter 53 mit den  Wendegetrieben 3, 4 in Verbindung steht.  



  Die Wendegetriebe 3, 4 sind wie folgt aufgebaut       (Fig.    2): Zum Wendegetriebe 4 gehören zwei Zahnräder  33, 34, die miteinander     im    Eingriff stehen, von denen das  Zahnrad 34 drehbar auf der Gewindespindel 2 und das  Zahnrad 33 drehbar auf einer Welle 35 angeordnet ist.  Auf der Welle 35 und auf der Gewindespindel 2 befinden  sich je ein drehfest aufgebrachtes Zahnrad 36, 37, die mit  einem dritten Zahnrad 38 im     Eingriff        sind.    Den Zahnrä  dern 33, 34 ist je eine Magnetspule 39, 40 zugeordnet, die  zusammen mit den Zahnrädern 33 bzw. 34 und der Welle  35 bzw. Gewindespindel 2 eine Magnetkupplung bil  den.  



  Analog besteht das Wendegetriebe 3 aus zwei mitein  ander in Eingriff stehenden Zahnrädern 41, 42, von  denen das Zahnrad 41 auf einer Welle 43, die mit einem  Zahnrad 44 drehstarr verbunden ist, und das     Zahnrad     42 auf der Gewindespindel 1 drehbar angeordnet ist. Die       Gewindespindel    1 ist mit einem weiteren Zahnrad 45, das  drehstarr mit der Gewindespindel 1 verbunden ist, verse  hen.

   Die Zahnräder 44, 45 stehen mit einem     dritten     Zahnrad 46 im     Eingriff.    Den Zahnrädern 41, 42 sind     zum     Zweck der     magnetischen    Kupplung je eine Magnetspule  47, 48     zugeordnet.    Die auf den Gewindespindeln 1, 2  befindlichen Zahnräder 33, 42 stehen jeweils mit den       Antriebsritzeln    7, 8 in Verbindung. Eine     zwischen    den  Wendegetrieben 3, 4 angeordnete Magnetkupplung 14  besteht aus einem Zahnrad 49, das lose auf einer Welle      50 sitzt und mit dem Zahnrad 34 des Wendegetriebes 4 in  Eingriff steht.

   Diesem Zahnrad 49 ist     eine    Magnetspule  51 zugeordnet, die zusammen mit dem Zahnrad 49 und  der Welle 50 eine magnetische Kupplung darstellen. Auf  der Welle 50 ist gleichzeitig ein mit dieser drehfest  verbundenes Zahnrad 52 angeordnet, welches mit dem  Zahnrad 41 des Wendegetriebes 3 in Eingriff steht.  



  Die Wirkungsweise ist folgende:  Das von der Ringbank angetriebene     Schaltstück    13       (Fig.    1) bewegt sich zwischen den beiden Endschaltern  11, 12 hin und her. Bei deren Erreichen erfolgt durch  nicht dargestellte Einrichtungen eine Umsteuerung der  Bewegungsrichtung der Ringbank. Zur Erreichung einer  bestimmten     Kopsform    ist der Hub der Ringbank bzw.  des Schaltstückes 13 über der     Wickelzeit    eines     Kopses    zu  verlegen. Dieses geschieht durch Verschieben der     End-          schalter    11, 12 mittels der Gewindespindeln 1, 2.

   Durch  Drehen der     Gewindespindeln    1, 2 wandern die     Endschal-          ter   <B>11,</B> 12 und damit die Steuerpunkte für die Hubum  kehr der Ringbank. Über die Drehzahlwähler 15, 16 wird  die Drehzahl der Elektromotoren 5, 6 gesteuert. Auch  eine unterschiedliche Einstellung der Drehzahl ist hier  durch möglich. Als     Elektromotore    5, 6 sind     z.B.        Ferraris-          Motore    mit     Untersetzungsgetrieben    verwendbar.  



  Die langen     Kopswickelzeiten    von     z.B.    mehr als 60  Stunden verlangen eine sehr geringe Verlegungsgeschwin  digkeit der Endschalter 11, 12. Diese erfolgt in der Praxis  unstetig in sehr kleinen Schritten, zwischen denen ent  sprechende Pausen ohne     Spindeldrehung    herrschen. Man  erreicht dieses, indem     z.B.    die Elektromotoren ständig  mit konstanter Drehrichtung umlaufen, jedoch die Wen  degetriebe 3, 4 durch Schalten der Magnetkupplungen,  welche durch Erregen der Magnetspulen 39, 40, 47, 48  erfolgt     (Fig.    2), nur     z.B.    alle 4 Minuten für     z.B.    0,3 sec  betätigt werden.

   Dadurch erfolgt dann ein Schaltschritt  von     z.B.    0,1 mm, der sich alle 4 Minuten wiederholt. Je  nach     Kopswindungsart    muss die Drehrichtung der Ge  windespindeln, die gleichsinnig oder entgegengesetzt er  folgt, gesteuert werden. Hierzu ist ein Schalten der  entsprechenden Magnetkupplungen notwendig, wozu der  Wählschalter 53     bedinet    wird.  



  Das Einschalten der Magnetkupplungen erfolgt     z.B.     durch das Zeitrelais 30, mit einstellbarer Abfallverzöge  rung, die der Einschaltzeit der Magnetkupplung ent  spricht. Das Zeitrelais 30 wird durch einen Schaltimpuls  ausgelöst, der     z.B.    von einem Programmgeber, einer  Schaltuhr, einem Zeitrelais usw. oder von einer elektroni  schen Zähleinrichtung kommt. Diese Zähleinrichtung  erhält von einem     Frequenzgeber    28 Signale,     z.B.    mit 1 Hz  Frequenz.

   Diese werden gezählt und bei Erreichen der  eingestellten Zahl, geht ein Impuls über Leitungssysteme  26, 29 zum Zeitrelais 30, löst dessen Ablaufzeit von     z.B.     0,3 sec aus, wodurch über die Leitungssysteme 31, 32  und den Wahlschalter 53 die entsprechenden Magnet  kupplungen in den Wendegetrieben 3, 4 durch Erregen  der erforderlichen Magnetspulen 39, 40, 47, 48 einge  schaltet werden. Die Zähleinrichtung 25 stellt sich nach  Erreichen der eingestellten Impulszahl automatisch zu  rück und beginnt abermals zu zählen. Sie bestimmt die  Pausenzeit zwischen zwei Schaltschritten.

   Die     Länge     eines Schaltschrittes ergibt sich aus der Einschaltzeit der  Magnetkupplungen bzw. des Zeitrelais 30 und der Dreh  zahl pro     Zeiteinheit    und der Gewindesteigung der     Gewin-          de-Spindel    1, 2. Die Geschwindigkeit der an sich unstetig  verlaufenden Bewegung der Endschalter 11, 12 über eine  grössere Schrittzahl, bzw. Laufzeit der Maschine, hängt  ausser von der     Schaltschrittlänge    noch von dem zeitlichen         Schaltschrittabstand    ab, der durch die     Zähleinrichtung    25  wählbar ist.

   Soll     zur    Erzielung bestimmter     Kopswindear-          ten    die Verlegungsgeschwindigkeit der Endschalter 11, 12  während der Wickelzeit ungleichmässig sein,     z.B.    anstei  gen, so kann,     z.B.    in einer weiteren Zähleinrichtung 24,  über Leitungssystem 26 die von der Zähleinrichtung 25  ausgelöste Anzahl der Schaltschritte gezählt werden,  wobei bei Erreichen der eingestellten     Schaltschrittzahl    an  der Zähleinrichtung 24, von diesem, unter gleichzeitiger  Rückstellung der Zähleinrichtung auf Null, ein Signal  über Leitungssystem 23 zu dem Drehwähler 21 gelangt.

    Im Drehwähler 21 wird dadurch,     z.B.    durch     Vorwider-          stände,        Spannungsteilerabgriffe,        Trafoabgriffe,    die über  Leitungssystem 22 ankommende Steuerspannung für die       Elektromotore    5, 6 verändert und über Leitungssysteme  19, 20 die Drehzahlwähler 15, 16, und die Leitungssyste  me 17, 18 den Elektromotoren 5, 6 zugeführt, die damit  die den Spannungen entsprechenden Drehzahlen anneh  men.  



  Hier nicht dargestellt, aber ebenfalls möglich wäre       z.B.    auch, dass der Drehwähler 21 nicht die Steuerspan  nung für die     Elektromotore    5, 6 sondern     z.B.    für die die       Abfallzeit    des Zeitrelais 30 bestimmenden Bauelemente,       z.B.    im     R-C    Glied verändert, wodurch die Schaltschritt  länge variabel wird. Ebenfalls ist es     möglich,    durch den  Drehwähler 21 auch die eingestellte Impulszahl in der  Zähleinrichtung 25 zu     verändern,    wodurch die Pausenzeit  eine andere wird.  



  Jeweils nach der an der Zähleinrichtung 24 einge  stellten Zahl von Schaltschritten erfolgt ein Weiterschal  ten des     Schrittschaltwerkes,    bzw. des Drehwählers 21 in  ständiger Folge, bis zum Ende der     Kopswickelzeit,    wo  durch die Verlegungsgeschwindigkeit Schritt für Schritt  stärker verändert wird.  



  Nach     Fig.2    treibt Elektromotor 6 mit konstanter  Drehrichtung über das     Antriebsritzel    8 die miteinander  kämmenden Zahnräder 33, 34, 49 in der durch Pfeile       angegebenen    Richtung, wobei die Magnetspulen 39, 40  stromlos und somit ausgeschaltet sind. Beim     Einschalten     der Magnetkupplung durch Erregen der Magnetspule 40  wird die Gewindespindel 2 mit Zahnrad 34 fest verbun  den,     d.h.    die Gewindespindel 2 dreht sich in der gleichen  Richtung wie Zahnrad 34. Damit wandert bei rechtsgän  giger Gewindespindel 2 der     Endschalter    12 in Richtung  zum Wendegetriebe 4.

   Wird anstelle der Magnetspule 40  die Magnetspule 39 erregt und damit die entsprechende  Magnetkupplung geschaltet, dann geht der     Drehmomen-          tenfluss    vom     Antriebsritzel    8 über Zahnrad 33, Welle 35,  die Radgruppe mit den Zahnrädern 36, 37, 38 zur  Gewindespindel 2. Jetzt besitzt allerdings die Gewinde  spindel 2, bedingt durch das Zahnrad 38, entgegengesetz  te Drehrichtung, wodurch der Endschalter 12 vom Wen  degetriebe 4 weg bewegt wird. Analog die gleiche Funk  tion hat auch das Wendegetriebe 3.  



  Beide Wendegetriebe 3, 4 bzw. beide Elektromotoren  5, 6 lassen sich, wenn gleiche Motordrehzahlen oder  Verlegungswege der Endschalter 11, 12 gefordert werden,  durch die Magnetkupplung 14     zwangssynchronisieren.     



  Dabei wird Zahnrad 49 mit Welle 50 und     Zahnrad    52  drehstarr verbunden. Für diese Synchronisierung ist es  gleichgültig, ob die Gewindespindeln gleich- oder gegen  sinnig drehen. Bei     Windungsarten,    bei denen unterschied  liche     Kopsansatzlängen    gefordert werden, werden unter  schiedliche Drehzahlen der Elektromotoren 5, 6     gewählt,     wobei die Magnetspule 51 stromlos,     d.h.    die Magnet  kupplung offen bleibt.

        Je nach Wahl der zu betätigenden Magnetkupplungen  durch Erregen der entsprechenden Magnetspulen 39, 40,  47, 48 mittels des Wahlschalters 53 wird die Drehung und  die Drehrichtung der Gewindespindeln 1, 2     bestimmt.        In     Abhängigkeit von der Einstellung der Drehzahlwähler 15,  16 haben die die     Gewindespindeln    1, 2     äntreibenden          Elektromotore    5, 6 gleiche oder unterschiedliche Dreh  zahlen.  



  Die Elektromotoren 5, 6 sind während der     Kopswik-          kelzeit    dauernd eingeschaltet. Die Drehung der     Gewin-          despindeln    1, 2 bzw. die Verschiebung der Endschalter  11, 12 erfolgt durch kurzzeitiges Einschalten der Magnet  kupplungen. Anstelle des     Zeitrelais    30 ist zur Bestim  mung der Einschaltdauer der Magnetkupplungen auch  ein elektronisches Zeitglied mit einstellbarer Einschaltzeit  zu verwenden.

   Der Zeitabstand zwischen zwei Einschal  tungen des Zeitrelais 30 erfolgt durch die vom Frequenz  geber 28     beaufschlagte    Zähleinrichtung 25, die elektro  mechanischer, pneumatischer oder elektronischer Art ist  oder ebenfalls durch ein Schaltrelais, eine Schaltuhr oder  einen Programmgeber. Die     Einschaltzeit    des Zeitrelais 30  ist     z.B.    durch Anordnung eines     RC-Gliedes    verstellbar,       indem    R bzw. C geändert werden.  



  Das Abschalten der gesamten     Aufwindeeinrichtung     erfolgt durch nicht dargestellte Endschalter. Alle verwen  deten Endschalter sind als     kontakt-    und berührungslose  elektrische Schalter oder als pneumatische Endschalter  ausgebildet.  



  Der Einsatz der Bauelemente Zeitrelais 30, Zählein  richtung 24 und Drehwähler 21 hängt von der     zu     verlegenden     Kopswindung    ab. So wird beispielsweise für  eine     Etagenwindung,        Kopswindung,        Hubminderungswin-          dung    nur das Zeitrelais 30 benötigt. Eine     Hubminde-          rungswindung    mit veränderlicher Verlegungsgeschwin  digkeit     erfordert    zusätzlich den Einsatz der Zähleinrich  tung 24 und des Drehwählers 21.

   Eine Differentialwin  dung nach Zeit     erfordert    nur die Funktion der Zählein  richtung 24, die auch nach einer bestimmten Zeit das  Abschalten der Maschine auslöst. Der Drehrichtungs  wechsel der Gewindespindeln 1, 2 wird durch nicht  dargestellte Endschalter vorgenommen. Zur Erreichung  der erfindungsgemässen Wirkung sind verschiedene Va  riationen und     Konbinationen    vorhandener und nicht  dargestellter Steuerelemente möglich. So wird zur Verän  derung der Einschaltdauer des Zeitrelais 30 die in diesem  vorhandenen     RC-Kombination    ausgenutzt, indem     z.B.    R  oder C     geändert    wird.

   Weiterhin wird eine     Frequenzän-          derung    des Impulsgebers beispielsweise durch Verändern  der     in    diesem enthaltenen     RC-Kombination    erzielt.  



  Der     Vorteil    der Erfindung besteht im wesentlichen  darin, ein universales und feinfühliges Einstellen der  Verlegungsgeschwindigkeit und der die     Ringbankumkehr     steuernden Impulsgeber durch Verändern der Drehzahl  der     Gewindespindeln    und Steuern der Zeitdauer eines  Schaltschrittes und des zeitlichen Abstandes     zwischen     zwei Schaltschritten zu erreichen.

   Weiterhin     gestattet    es  die Erfindung, die Verlegungsgeschwindigkeit der beiden  Impulsgeber einzeln und unterschiedlich zur Herstellung  eines beliebigen Verhältnisses von oberer und unterer       Kopsansatzlänge        einzustellen.    Die Steuervorrichtung er  möglicht die Ausführung verschiedener     Windungsarten,     besonders solcher, bei denen die beiden     Ringbankum-          kehrpunkte    einmal in gleicher, zum andern in verschiede  nen Richtungen laufen.    Die Veränderung der Verlegungsgeschwindigkeit wäh  rend der     Kopswickelzeit    ist steuerbar und erfolgt auto  matisch     in    einfacher Weise durch Schaltelemente.  



  Ausserdem gestattet die Erfindung eine hohe Be  triebssicherheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Steuervorrichtung für Aufwindeeinrichtungen an Spinn-, Zwirn- und Streckzwirnmaschinen, bei denen die Umkehrpunkte der Bewegung der Ring-, Spindel- oder Spulenbank durch verstellbare Impulsgeber bestimmt werden, deren gegen- oder gleichläufige Verstellung durch Gewindespindeln, die über Getriebe in Drehung versetzt werden, nach einem vorausbestimmten Pro gramm erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass jede der zwei Gewindespindeln (1, 2) über je ein elektromagne tisch schaltbares Wendegetriebe (3, 4)
    mit je einem Elektromotor (5, 6) in Verbindung steht und zwischen beiden Wendegetrieben (3, 4) eine Magnetkupplung (14) angeordnet ist, wobei den Wendegetrieben (3, 4) über einen Wahlschalter (53) ein die Einschaltdauer der Magnetkupplungen der Wendegetriebe bestimmendes Zeitrelais (30) und den Elektromotoren (5, 6) je ein Drehzahlwähler (15, 16) zugeordnet ist, ferner dem Zeitrelais (30) eine den Zeitabstand zwischen zwei Ein schaltungen bestimmende und durch einen Frequenzge- ber (28) beaufschlagte Zähleinrichtung (25)
    vorgeschaltet ist und zwischen der Zähleinrichtung (25) und den Drehzahlwählern (15, 16) eine weitere Zähleinrichtung (24) mit einem nachgeschalteten Drehwähler (21) ange ordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Steuervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von der zurückge legten Schaltschrittzahl oder von der Lage der Ringbank umkehrpunkte oder von der Maschinenlaufzeit die Elek- tromotore (5, 6) über den Drehwähler (21) mit einem die Steuerenergie führenden Leitungssystem (22), das zur Veränderung der Steuerenergie Vorwiderstände, Span- nungsteiler- bzw. Trafoabgriffe enthält, verbunden sind, aus welchem den Elektromotoren (5, 6) wahlweise Ener giepotentiale zugeschaltet werden. 2.
    Steuervorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehwäh ler (21) mit dem Zeitrelais (30) und/oder mit dem Frequenzgeber (28) einschliesslich Zählwerk (25) oder mit einem Programmgeber oder einer Schaltuhr oder einem weiteren Zeitrelais verbunden ist. 3. Steuervorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähleinrichtungen (24, 25) als elektromechanisches, pneumatisches oder elektronisches Bauelement ausgebildet sind. 4.
    Steuervorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ringbankbewegung und Hubverlegung steuern den Impulsgeber (11, 12) als kontakt- und berührungslose elektrische Schalter oder als pneumatische Endschalter ausgebildet sind.
CH861566A 1965-08-18 1966-06-15 Steuervorrichtung für Aufwindeeinrichtungen an Spinn-, Zwirn- und Streckzwirnmaschinen CH474580A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD11268565 1965-08-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH474580A true CH474580A (de) 1969-06-30

Family

ID=5478607

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH861566A CH474580A (de) 1965-08-18 1966-06-15 Steuervorrichtung für Aufwindeeinrichtungen an Spinn-, Zwirn- und Streckzwirnmaschinen

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT268946B (de)
CH (1) CH474580A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
AT268946B (de) 1969-02-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3426520A1 (de) Massagegeraet
CH675432A5 (en) Ring spinner control
DE1535051C3 (de) Steuervorrichtung an Spinn- und Zwirnmaschinen zum Steuern der Hubumkehr einer Ring- oder Spindelbank
DE3816584A1 (de) Schrittschaltvorrichtung
DE1244028B (de) Steuer- und Schaltvorrichtung an mechanisch oder hydraulisch angetriebenen Changiereinrichtungen bei Spinn-, Spul- und insbesondere Ringzwirnmaschinen
CH474580A (de) Steuervorrichtung für Aufwindeeinrichtungen an Spinn-, Zwirn- und Streckzwirnmaschinen
DE1560325A1 (de) Steuervorrichtung fuer Aufwindeeinrichtungen an Spinn-,Zwirn- und Streckzwirnmaschinen
DE3721888A1 (de) Aufspulmaschine
DE2933851C2 (de) Rundkulierwirkmaschine
DE912191C (de) Aufwindeeinrichtung fuer Spinn-, Zwirn-, Spul- und aehnliche Maschinen
DE3132320A1 (de) Vorrichtung zur automatischen hubveraenderung eines kurbeltriebes
DE2150471C3 (de) Motorgetriebenes Zeitschaltwerk
DE2352229A1 (de) Fuellmaschine zum abfuellen plastisch verformbarer fuellmassen wie wurstbraet
DE932339C (de) Vorrichtung zum Bewegen vorbestimmter Teile einer Maschine, beispielsweise einer Stickmaschine, nach Massgabe eines Impuls-gebers, beispielsweise eines Lochbandes
DE1652659C3 (de) Revolverbohrmaschine
DE631657C (de) Vorrichtung zur Regelung des Fadenfuehrerhubes fuer Kunstseidespinnmaschinen
DE549988C (de) Spulenspinnmaschine mit um 180íÒ schwenkbaren Spulentraegern, konstantem Fadenauflauf und veraenderbarem Hub
DE836069C (de) Flache Kulierwirkmaschine
DE1960052C (de) Vorrichtung zur Steuerung der Antriebsdrehzahl eines positiv an getriebenen Kettbaumes einer Ketten wirkmaschine
DE719453C (de) Fadenverlegungsvorrichtung, insbesondere fuer Maschinen zur Herstellung kuenstlicher Faeden
DE1560968C (de) Flache Kulierwirkmaschine System Cotton
AT129297B (de) Maschine zum Spinnen von künstlichen Fasern.
CH673021A5 (en) Cross-wound bobbin winder
DE479071C (de) Kreuzspulmaschine mit selbsttaetig sich aendernder Wickellaenge
DE930431C (de) Vorrichtung zum Bewegen vorbestimmter Teile einer Maschine, beispielsweise einer Stickmaschine, nach Massgabe eines Impulsgebers, beispielsweise eines Lochbandes

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased