Verfahren zum Unterstopfen der Querschwellen eines Gleises sowie Gleisstopfmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zum Unterstopfen der Querschwellen eines Gleises mittels einer fahrbaren Gleisstopfmaschine. Gegenstand der Er findung ist dem Hauptpatent zufolge, dass in regelmässig aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen jeweils zwei oder mehrere Schwellen paar- bzw. gruppenweise gleichzeitig unterstopft werden.
Gemäss einer im Unteranspruch 4 des Hauptpatentes gekennzeichneten Ausführungsform des Verfahrens wer den jeweils ein Paar bzw. eine Gruppe von Schwellen gleichzeitig unterstopft, das bzw. die zwischen sich min destens eine vorerst nicht unterstopfte Schwelle ein- schliessen und sodann werden diese noch nicht unter stopften Schwellen vorzugsweise paar- bzw. gruppen weise unterstopft.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine vorteilhafte weitere Ausgestaltung und eine der Erhöhung der Stopf leistung dienende Verbesserung dieses im Hauptpatent geschützten Verfahrens.
Der Erfindung zufolge werden jeweils in einem Ar beitsgang ein Paar oder eine Gruppe von Schwellen un terstopft, das bzw, die zwei oder mehrere Schwellen zwi schen sich einschliesst bzw. einschliessen, worauf die Ma schine um einen doppelten oder mehrfachen Schwellen abstand vorrückt, um im nächsten Arbeitsgang ein neues Schwellenpaar oder eine neue Schwellengruppe zu unter stopfen, von dem bzw. der sich zumindest eine Schwelle zwischen zwei vorher unterstopften Schwellen befindet.
Diese Arbeitsweise ermöglicht ein völlig kontinuier liches Vorrücken der Maschine um jeweils mehrere Schwellenabstände umfassende Gleisabschnitte. Bei eini- germassen konstanten Schwellenabständen ist eine Längs verstellung der Stopfwerkzeugträger der Gleisstopfma- schine in Gleislängsrichtung nicht erforderlich, so dass diese Werkzeugträger unmittelbar nach dem Anhalten der Maschine abgesenkt werden können, um mit der Stopfarbeit zu beginnen.
Bei Gleisstopf-Nivellier- und -Richtmaschinen liegt im übrigen der grösste Vorteil darin, dass während der Stopfarbeit an mehreren Schwel len die zur Korrektur der Gleislage erforderlichen Ar- beitsgänge rationell durchgeführt werden können.
Die sogenannten Totzeiten, in denen entweder nur gestopft oder nur gerichtet oder nur nivelliert wird, werden bei dem erfindungsgemässen Verfahren auf ein Minimum re duziert werden können und während des raschen Vor rückens der Maschine über die jeweils mehrere Schwel len umfassenden Abschnitte kann die Korrektur der Gleislage zeitsparend und optimal synchron mit der Un- terstopfung des Gleises durchgeführt werden.
Die Erfindung ist in verschiedenerlei Ausführungsfor men zu verwirklichen. So kann etwa jeweils in einem Arbeitsgang ein Paar von Schwellen unterstopft werden, das zwei Schwellen zwischen sich einschliesst, worauf die Maschine um einen doppelten Schwellenabstand vorrückt, um im nächsten Arbeitsgang ein neues Schwellenpaar zu unterstopfen, von dem sich die hintere Schwelle zwi schen den beiden vorher unterstopften Schwellen, und zwar benachbart der vorderen dieser beiden Schwellen befindet, so dass die vordere Schwelle des vorher unter stopften Schwellenpaares mit der vorderen Schwelle des zuletzt unterstopften Schwellenpaares eine vorerst noch nicht unterstopfte Schwelle einschliesst, die dann im fol genden Arbeitsgang unterstopft wird.
Es können aber auch jeweils in einem einzigen Ar beitsgang drei Schwellen unterstopft werden, welche zwei Gruppen von je drei Schwellen zwischen sich einschlies- sen, worauf die Maschine um einen dreifachen Schwel lenabstand vorrückt, um im nächsten Arbeitsgang eine neue Gruppe von drei Schwellen zu unterstopfen, von de nen sich die mittlere und hintere Schwelle zwischen den vorher unterstopften Schwellen befindet, und zwar die mittlere Schwelle der vorderen vorher unterstopften Schwelle benachbart, so dass zwischen dieser vorderen Schwelle der vorher unterstopften Schwellengruppe und der vorderen Schwelle der zuletzt unterstopften Schwel lengruppe zwei vorerst nicht unterstopfte Schwellen ver bleiben, die in den nachfolgenden Arbeitsgängen unter stopft werden.
Selbstverständlich ist die Anzahl der jeweils in einem Arbeitsgang zu unterstopfenden Schwellen und damit auch der Bereich, um den die Maschine abschnittsweise vorrückt, noch weiter vergrösserbar, doch sind dieser An zahl und diesem Bereich konstruktive Grenzen in bezug auf die Ausgestaltung der fahrbaren Gleisstopfmaschine gesetzt, insbesondere dann, wenn die Stopfaggregate in einer Vielzahl auf einem einzigen Fahrgestell unterge bracht werden sollen.
Wenngleich es auch möglich ist, die Stopfaggregate auf gelenkig mitsammen gekuppelten einzelnen Fahrgestellen unterzubringen, wird es bei grös- serer Längserstreckung eines solchen Stopfzuges allzu schwierig, die Einrichtung zu bedienen.
Die Erfindung umfasst schliesslich auch die zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens die nenden Gleisstopfmaschinen, die im Rahmen der Erfin dung selbstverständlich vorteilhaft als Gleisstopf-Richt- und/oder -Nivelliermaschinen ausgebildet sein können.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen die in den Zeichnungen schematisch veranschaulichten Ausführungs beispiele, wobei die Fig. 1 die Maschine zum Unterstop fen von Schwellenpaaren, die Fig. 2 die Maschine zum Unterstopfen von Gruppen zu je drei Schwellen in Sei tenansichten darstellt.
Gemäss Fig. 1 ist das Fahrgestell 1 der Maschine auf den Vorder- und Hinterrädern 2 bzw. 3 auf den Schie nen 4 des Gleises, die auf den Querschwellen 5 ruhen, verfahrbar. Die Arbeitsrichtung ist mit einem Pfeil ange deutet. Auf dem Fahrgestell 1 sind Stopfwerkzeugaggre- gate 6 und 7 üblicher Bauart, deren Werkzeuge beid seits der Schwellenlängsseiten in das Schotterbett eintau chen und in gegenläufiger Bewegung das Schotterbett un terhalb der Schwelle verdichten, angeordnet.
Die beiden Stopfwerkzeugaggregate 6 und 7 sind in einem Abstand voneinander angeordnet bzw. auf einen Abstand voneinander einstellbar, welcher dem Abstand von vier Querschwellen, also einem dreifachen Schwel lenabstand, entspricht.
In einem vorhergehenden, nicht dargestellten Arbeits gang seien nun etwa die beiden Querschwellen A, und A2, die drei Schwellenabstände voneinander entfernt sind, bereits unterstopft worden.
Der erste dargestellte Arbeitsgang I umfasst nun das Unterstopfen der Schwellen B, und B, Es wird also hie bei ein Schwellenpaar unterstopft, das zwei Schwellen (A2 und eine noch nicht unterstopfte Schwelle) zwischen sich einschliesst.
Anschliessend rückt die Maschine 1 um einen doppelten Schwellenabstand vor, um im nächsten Arbeitsgang 1I ein neues Paar von Schwellen, nämlich Cl und C., zu unterstopfen, von dem sich die hintere Schwelle C, zwischen den beiden vorher unterstopften Schwellen B, und BZ, und zwar benachbart der vorderen Schwelle B= befindet, so dass die vordere Schwelle BZ des vorher unterstopfen Schwellenpaares mit der vorderen Schwelle C., des zuletzt unterstopften Schwellenpaares eine vorerst noch nicht unterstopfte Schwelle einschliesst, die erst im folgenden Arbeitsgang IH als Schwelle D,
un terstopft wird.
Das Verfahren setzt sich in den Arbeitsgängen III, IV und V sowie VI gleichermassen mit dem Unterstop fen der Schwellen D, E, F und G fort und es ist ersicht lich, dass in kontinuierlichem Fortschreiten der Arbeit schliesslich alle Schwellen unterstopft werden.
Auch bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausfüh rungsbeispiel sind auf dem Fahrgestell 1 der Maschine mehrere Stopfwerkzeugaggregate angeordnet, und zwar drei Stopfwerkzeugaggregate 6, 7 und 8, die jeweils um vier Schwellenabstände voneinander entfernt sind bzw. auf dieses Ausmass einstellbar sind. Im übrigen sind die- selben Bezugszeichen in gleicher Bedeutung wie in der Fig. 1 benutzt worden und der Pfeil zeigt wieder die Ar beitsrichtung der Maschine an.
In einem vorhergehenden, nicht dargestellten Arbeits gang seien wieder die Schwellen A,, AZ und A3 bereits unterstopft worden, Diese Schwellen A schliessen jeweils zwei Gruppen von je drei vorerst nicht unterstopften Schwellen ein. In dem mit I bezeichneten ersten darge stellten Arbeitsgang werden die drei Querschwellen B,, B., und B3 unterstopft, welche wieder zwei Gruppen von je drei Schwellen zwischen sich einschliessen.
Die Ma schine 1 rückt sodann um einen dreifachen Schwellenab stand vor, um im nächsten Arbeitsgang 1I eine neue Gruppe von drei Schwellen C,, C2 und C3 zu unterstop fen, von denen sich die mittlere und hintere Schwelle C, und C2 zwischen den vorher unterstopften Schwellen B befindet.
Hiebei ist die mittlere Schwelle C., der vorde ren, noch vorher unterstopften Schwelle B3 benachbart, so dass zwischen dieser vorderen Schwelle B3 der vorher unterstopften Schwellengruppe B und der vorderen Schwelle C3 der zuletzt unterstopften Schwellengruppe C zwei vorerst nicht unterstopfte Schwellen verbleiben, die in den nachfolgenden Arbeitsgängen III und IV als Schwellen D2 und E, unterstopft werden.
Die weiteren Arbeitsgänge III, IV, V und VI laufen mit der Unterstopfung der Schwellengruppen D, E, F und G gleichermassen ab und bedürfen demnach keiner besonderen Erläuterung. Im Endergebnis sind wieder alle Schwellen in kontinuierlichem Vorrücken der Maschine um jeweils drei Schwellenabstände kontinuierlich unter stopft worden.
Wie schon erwähnt wurde, ist die Erfindung mannig fach abwandelbar und durchaus nicht auf die dargestell ten und beschriebenen Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere lässt sich die Anzahl der gleichzeitig unter stopften Schwellen noch weiter vermehren und nötigen falls können die einzelnen Stopfwerkzeugaggregate auch auf gesonderten Fahrgestellen angeordnet und mitsam men gekuppelt werden.