CH476091A - Körniger, selbstleuchtender Leuchtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Körniger, selbstleuchtender Leuchtstoff und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- CH476091A CH476091A CH914164A CH914164A CH476091A CH 476091 A CH476091 A CH 476091A CH 914164 A CH914164 A CH 914164A CH 914164 A CH914164 A CH 914164A CH 476091 A CH476091 A CH 476091A
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- C09K11/04—Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing natural or artificial radioactive elements or unspecified radioactive elements
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Description
Körniger, selbstleuchtender Leuchtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung Selbstleuchtende Farben bestehen aus einem pulver förmigen Leuchtstoff, meistens Zinksulfid, dem kleine Mengen einer radioaktiven Substanz beigemischt wer den. Der Leuchtstoff ist so beschaffen, dass er sich durch die vom radioaktiven Material emittierten Strahlen zum Leuchten anregen lässt. Als. radioaktives Nuklid eignet sich das Wasserstoffisotop Tritium dank seiner günsti gen Halbwertzeit von etwa 1.2i/4 Jahren gut.
Seine Ver wendung in selbstleuchtenden Stoffen wird durch die Strahlenschutzbehörden von vielen Ländern empfohlen, weil die Strahlung des Tritiums ein sehr geringes Durch dringungsvermögen besitzt und Uhren mit solchen Leuchtfarben keine Gesundheitsschäden erzeugen kön nen.
Zur Herstellung. der Leuchtfarbe muss ein tritium- haltiges Material in engen Kontakt mit dem pulverförmi gen Leuchtstoff gebracht werden. Dies geschieht z. B., indem eine dünne, durchsichtige Schicht eines Kunst stoffes auf die Oberfläche der Leuchtstoffkörner ge bracht wird, wobei in den Molekülen dieses Kunststoffes Tritiumatome eingebaut sind. Grundsätzlich können überall dort im Molekül Tritiumatome eingebaut wer den, wo normalerweise Wasserstoffatome vorhanden sind.
Der erfindungsgemässe Leuchtstoff ist dadurch ge kennzeichnet, dass die einzelnen Körner aus einem Kern von Leuchtstoff bestehen, der umgeben ist von einer dünnen Schicht polymeren Materials, das Tritium ent hält.
Bei der Herstellung der Tritiumleuchtfarben geht man vorzugsweise wie folgt vor: Entweder wird Tritium mittels geeigneter Katalysa toren in hochpolymere ungesättigte Stoffe eingeführt oder man führt Tritium in organische Moleküle (wie z. B. Acetylen, Phenylacetylen, Äthinylcarbazol, Caro tin) ein, die sich zu makromolekularen Kunststoffen polymerisieren lassen, oder man führt Tritium in Mole küle (wie z. B. Acetylen) ein, aus denen sich organische polymerisierbare Moleküle synthetisieren lassen.
Zweckmässig geht man so vor, dass sich der so er haltene Stoff in einer in den üblichen Lösungsmitteln unlöslichen Form auf die Leuchtstoffkörner aufbringen lässt. Im allgemeinen sind dazu entweder sehr hohe Mo lekulargewichte nötig, oder die Makromoleküle müssen durch geeignete, den Fachleuten bekannte Substanzen (wie z. B. Divinylbenzol, Diallylphthalat) oder durch eine Temperaturbehandlung vernetzt werden.
Meist wird der tritiumhaltige Polymer aus Lösung durch Abdestil- lieren des Lösungsmittels auf den Leuchtstoff gebracht, und dort wird diese Aushärtungsreaktion durchgeführt.
Da durch die radioaktive Bestrahlung des Polymers niedermolekulare Stoffe entstehen können, besteht die Gefahr, dass bei alten Leuchtfarben radioaktives Mate rial in flüchtiger oder löslicher Form entsteht. Dieses Material kann durch eine zusätzliche, nicht tritiumhal- tige Schicht gebunden werden, bestehend aus Substan zen, wie polymer-organische Siliciumverbindungen, Poly styrol, Polyacrylate.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Körniger, durch weiche Beta-Strahlen anregbarer, selbstleuchtender Leuchtstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Körner aus einem Kern von Leucht- stoff bestehen, der umgeben ist von einer dünnen Schicht polymeren Materials, das Tritium enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht aus Poly styrol besteht. 2.Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht aus einem Copolymerisat mit Styrol besteht. 3. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhältige Schicht aus einem Copolymerisat von Styrol und Divinylbenzol besteht.4. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht aus einem Copolymerisat von Styrol und Phenylazetylen besteht. 5. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch--ge- kennzeichnet, dass die tritiumhaltige .Schicht<U>aus-einem</U> Copolymerisat von Styrol, Phenylazetylen und Divinyl- benzol besteht. 6.Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht aus Poly- vinylcarbazol besteht. 7. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht aus einem Copolymerisat mit Vinylcarbazol besteht. B. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht aus einem Copolymerisat von Vinylcarbazol und Divinylbenzol be steht.9. Leuchtstoff nach' Patentanspruch' I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die tritiumhaltige .Schicht -aus. einem Copolymerisat von Vinylcarbazol und Äthinylcarbazol besteht. 10. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht aus einem Copolymerisat von Vinylcarbazol, Äthinylcarbazol und Divinylbenzol besteht.11. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige--Scbieht- aus- einem Copolymerisat - einer -Verbindung- mit- mindestens- zwei ungesättigten Kohlenstoffdoppelbindungen und einer an deren Verbindung mit zwei ungesättigten Kohlenstoff doppelbindungen besteht. 12.Leuchtstoff nach Patentanspruch I, -dadurch-ge- kennzeichnet, dass die tritiumhaltige Schicht. aus einem Copolymerisat von tritiertem Carotin und Divinylbenzol besteht. 13. Leuchtstoff nach Patentanspruch I, -dadurch ge kennzeichnet, dass die tritiumhaltige, hochpolymere Schicht von einer Schutzhülle umgeben ist, die kein Tri- tium enthält. 14.Leuchtstoff nach Unteranspruch 13, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schutzhülle aus einer organischen polymeren Schicht besteht. 15. Leuchtstoff nach Unteranspruch 13,-dadurch-.ge- kennzeichnet, dass die Schutzhülle aus einer polymer or ganischen Siliciumverbindung besteht. 16. Leuchtstoff nach Unteranspruch 13; dadurch ge kennzeichnet, dass die. Schutzhülle aus Polystyrol be steht. 17. Leuchtstoff nach Unteranspruch 13, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schutzhülle aus einem Polyacrylat besteht.PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines - selbstleuchtenden körnigen Leuchtstoffes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in polymere Verbindungen- oder in monomere polymerisierbare Verbindungen Tritium=ein- _geführt wird,-letztere Verbindungen-unter sich,-oder--mit andern polymerisierbaren Verbindungen polymerisiert werden, auf den Leuchtstoffen niedergeschlagen und darauf durch Vernetzung unlöslich gemacht werden. UNTERANSPRÜCHE 18.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch_ge- kennzeichnet,. dass= in -Azetylenderivate. bis zur. Kohien- stoffdoppelbindung Tritium eingeführt wird.19. Verfahren-nach Patentanspruch H,--dadurch--,ge- kennzeichnet, dass in Azetylenderivate teilweise bis zur Kohlenstoffdoppelbindung Tritium eingeführt wird. 20. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass in Azetylen bis zur Kohlenstoffdop- pelbindung-Tritium eingeführt wird. 21.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass in Azetylen teilweise bis zur Kohlen stoffdoppelbindung Tritium eingeführt wird. 22. Verfahren nach- Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass in Phenylazetylen bis zur Kohlen stoffdoppelbindung Tritium eingeführt wird. 23.Verfahren-nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass in Phenylazetylen teilweise bis zur Köhlenstöffdoppelbiridung-Tritium eingeführt wild. 24. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass in- Äthinylearbazol--bis zur Köhlen- stoffdoppelbindung-Tritium-eingeführt wird. 25.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch-ge- kennzeichnet, dass. in- Athinylcarbazol teilweise- bis zur Kohlenstoffdoppelbindung Tritium eingeführt wird. 26.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass in -eine organische Verbindung, die mindestens 2- Kohlenstoffdoppelbindungen- enthält, teil weise bis zur Kohlenstoffeinfachbindung Tritium einge führt wird. 27. Verfahren nach -Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass -in Carotin teilweise bis -zur -Kohlen stoffeinfachbindung Tritium eingeführt wird. 28.Verfahren nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 18-27, -dadurch- gekennzeichnet, dass das tritierte Material mit Divinylbenzol copolymerisiert wirrt. 29. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass in polymere--Moleküle Tritium einge führt wird. 30.Verfahren nach- Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die -tritiumhaltige hochpolymere Schicht von. einer -Schutzhülle umgeben wird,- die kein Tritium enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH914164A CH476091A (de) | 1964-07-14 | 1964-07-14 | Körniger, selbstleuchtender Leuchtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH914164A CH476091A (de) | 1964-07-14 | 1964-07-14 | Körniger, selbstleuchtender Leuchtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH476091A true CH476091A (de) | 1969-07-31 |
Family
ID=4348773
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH914164A CH476091A (de) | 1964-07-14 | 1964-07-14 | Körniger, selbstleuchtender Leuchtstoff und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH476091A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989005844A1 (en) * | 1987-12-24 | 1989-06-29 | Battelle Memorial Institute | Radioluminescent light sources, tritium containing polymers, and methods for producing the same |
| GB2242908A (en) * | 1990-04-11 | 1991-10-16 | Amersham Int Plc | Tritiated light emitting polymer compositions |
| US5100968A (en) * | 1987-12-24 | 1992-03-31 | Battelle Memorial Institute | Tritium containing polymers having a polymer backbone substantially void of tritium |
-
1964
- 1964-07-14 CH CH914164A patent/CH476091A/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1989005844A1 (en) * | 1987-12-24 | 1989-06-29 | Battelle Memorial Institute | Radioluminescent light sources, tritium containing polymers, and methods for producing the same |
| US4889660A (en) * | 1987-12-24 | 1989-12-26 | Battelle Memorial Institute | Radioluminescent light sources, tritium containing polymers, and methods for producing the same |
| US5100968A (en) * | 1987-12-24 | 1992-03-31 | Battelle Memorial Institute | Tritium containing polymers having a polymer backbone substantially void of tritium |
| GB2242908A (en) * | 1990-04-11 | 1991-10-16 | Amersham Int Plc | Tritiated light emitting polymer compositions |
| GB2242908B (en) * | 1990-04-11 | 1994-03-16 | Amersham Int Plc | Tritiated light emitting polymer compositions |
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