Druckbetätigte Dosiervorrichtung für Schmiermittel, insbesondere Schmierüle und Schnderfette Die Erfindung bezieht sich auf eine druckbetätigte Dosiervorrichtung für Schmiermittel, insbesondere Schmieröle und Schmierfette, mit einem einen Druck speicher enthaltenden Gehäuse.
Derartige Dosiervorrichtungen eignen sich zur Ver sorgung von Geräten oder Maschinen mit Schmiermittel, beispielsweise für Fahrzeugschmiersysteme, insbeson dere in Kraftfahrzeugen.
Mit den bekannten Dosiervorrichtungen dieser Art wird vielfach Schmiermittel, sei es nun Schmieröl oder Schmierfett, durch zu grosse Schmiermittelzufuhr ver schwendet und dadurch zugleich der gewünschte opti male Schmiereffekt verunmöglicht.
Zweck der Erfindung ist, diese Nachteile zu be heben.
Die Erfindung besteht darin, dass ein Grundkörper mit einer einen Einlass und einen Auslass aufweisenden Bohrung versehen ist, in welcher ein Ventilelement flüssigkeitsdicht geführt ist, und dass eine Bohrung des Ventilelementes mit dem Einlass ständig in Verbindung steht und ein Rückschlagventil aufweist,
wobei der Auslass durch das sich unter dem Schmiermitteldruck vom Einlass weg bewegende Ventilelement vor Betäti gung des Druckspeichers durch das das Rückschlag- ventil durchströmende Schmiermittel verschliessbar und durch das zum Einlass zurückkehrende Ventilelement zur Austreibung des Schmiermittels mittels des Druck speichers freilegbar ist.
Eine bevorzugte Ausführung dieser Vorrichtung kann darin bestehen, dass der Druckspeicher aus einem Gehäuse und einem in diesem verschiebbar gelagerten, durch den Druck des durch das Ventilelement strömen den Schmiermittels gegen die Kraft einer Feder beweg baren Kolben besteht.
Hierbei kann eine vorzugsweise Ausführungsform der Vorrichtung darin bestehen, dass der Druckspeicher eine biegsame Membran aufweist, die zwischen dem Kolben und dem auf diesen Druck ausübenden Schmier mittel angeordnet ist. Ferner kann eine bevorzugte Ausführung der er findungsgemässen Vorrichtung darin bestehen, dass das Rückschlagventil aus einer auf dem Ventilelement an geordneten elastischen Manschette besteht, die radiale Auslassöffnungen der Bohrung des Ventilelementes b-.- deckt.
Weiterhin kann eine bevorzugte Ausführung der Vorrichtung nach der Erfindung darin bestehen, dass das Gehäuse zur Einstellung des Verdrängungsvolumens des Druckspeichers im Grundkörper unter Spannungs änderung der Feder ein- oder ausschraubbar ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. <B>1</B> eine Schmiermittelverteileinrichtung mit meh reren druckbetätigten Dosiervorrichtungen, im Längs schnitt, und Fig. 2 einen Ausschnitt aus einer der Dosiervorrich- tungen der Fig. <B>1,</B> im entsprechenden Längsschnitt in. vergrössertem Massstab.
In Fig. <B>1</B> ist eine Schmiermittelverteileinrichtung dargestellt, wie sie zur Versorgung der verschiedenen Schmierstellen einer Maschine, z. B. eines Kraftfahr zeuges, verwendet werden kann. Diese Verteileinrich- tung weist eine durch einen Elektromagnet betriebene Pumpe<B>50</B> auf, die durch elektrische Signale betätigt wird, welche von einem in Fig. <B>1</B> nicht dargestellten Steuermittel kommen. Die Pumpe<B>50</B> enthält einen verschiebbar gelagerten Kern 64, der bei Erregung einer Magnetspule<B>66</B> mit einem ebenfalls verschiebbar ge lagerten Stift<B>68</B> in Kontakt kommt und diesen ver schiebt.
Der Stift<B>68</B> wiederum verschiebt gegen die Wirkung einer Feder einen Kolben<B>70</B> in einem Pumpen zylinder<B>72,</B> wodurch Schmiermittel in eine Druck speiseleitung<B>51</B> eines Verteilerblockes<B>52</B> gedrückt wird. Der Verteilerblock<B>52</B> weist eine Anzahl von, druckbetätigten Verdrängungsdosiervorrichtungen 54 auf, die an der Aussenseite des Verteilerblockes<B>52</B> angeordnet sind und mit der Druckspeiseleitung<B>51</B> in Verbindung stehen. Die einzelnen Dosiervorrichtungen 54, von denen eine einzige in Fig. <B>1</B> und in grösserem Massstabe auch in Fig. 2 im Schnitt dargestellt ist, sind einander gleich ausgebildet.
Diese Dosiervorrichtung 54 soll nun in ihrem Aufbau und ihrer Wirkungsweise erläutert wer den wie folgt: Jede der Dosiervorrichtungen 54 enthält Grund körper<B>56,</B> in welchen ein haubenförmiges Gehäuse<B>58</B> zur Bildung einer Kammer eingeschraubt ist. In dieser Kammer befindet sich ein Kolben<B>60,</B> der durch eine Schraubenfeder<B>62</B> vom geschlossenen oberen Ende des Gehäuses<B>58</B> weg federnd gegen einen Anschlag<B>63</B> gedrückt wird. Der Kolben<B>60</B> ist gegen den Druck der Feder<B>62</B> nach oben bis zur Anlage an dem geschlosse nen oberen Ende des Gehäuses<B>58</B> bewegbar.
Daher lässt sich der Hub des Kolbens<B>60</B> durch mehr oder weniger g weites Einschrauben des Gehäuses 58 in den Grundkörper<B>56</B> verändern,<B>d.</B> h. regulieren. Die Kam mer im Gehäuse<B>58</B> wirkt als Druckspeicher.
Eine Membran erstreckt sich quer zum offenen Ende des Gehäuses<B>58</B> und schliesst die durch das Ge häuse<B>58</B> gebildete Kammer unten ab. Der Grund körper<B>56</B> weist eine Bohrung auf, die mit der Druck speiseleitung<B>51</B> in Verbindung steht. Ein Ventilelement <B>55</B> ist in dieser Bohrung des Grundkörpers<B>56</B> ver schiebbar gelagert. Das Ventilelement<B>55</B> ist mit einer Axialbohrung <B>57</B> (vgl. Fia. 2) versehen, die mit der Druckspeiseleitung<B>51</B> in Verbindung steht und an ihrem oberen Ende radiäle Auslassöffnungen <B>65</B> aufweist.
Eine flüssigkeitsdichte Gummimanschette<B>59,</B> die als Rück- schlagventil wirkt, liegt elastisch an der Aussenseite des Ventilelementes<B>55</B> an und verschliesst die radialen Auslassöffnungen <B>65.</B> Das untere Ende des Ventilele mentes<B>55</B> befindet sich in flüssigkeitsdichtem Kontakt mit der Bohrung des Grundkörpers<B>56.</B>
Eine Auslassöffnuna <B>53</B> erstreckt sich quer durch die Wand des Grundkörpers<B>56</B> hindurch und verbindet die Bohrung des Grundkörpers<B>56</B> mit einer Schmier- mittelspeiseleitung, die von der Dosiervorrichtung 54 -,ve- zu der mit Schmiermittel zu versoraenden Ein richtung bzw. Schmierstelle der Maschine hinführt.
Die Wirkungsweise der zuvor beschriebenen Dosier- vorrichtung ist nun wie folgt.
<B>C</B> Das von der Pumpe<B>50</B> unter Druck über die Druck speiseleitung<B>51</B> gelieferte Schmiermittel hebt das Ven tilelement<B>55</B> so weit an, bis dessen oberes Ende die Membran<B>61</B> berührt und der untere Teil des Ventil elementes<B>55</B> die Auslassöffnung <B>53</B> des Grundkörpers <B>56</B> abschliesst. Bei weiterem Druckanstieg wird alsdann die Gummimanschette<B>59</B> gedehnt, so dass nunmehr das Schmiermittel durch die radialen Auslassöffnungen <B>65</B> des Ventilelementes<B>55</B> in den an die Membran<B>61</B> angrenzenden Raum einströmt und die Membran<B>61</B> gegen die Kraft der am Kolben<B>60</B> anliegenden Feder <B>62</B> nach oben bewegt.
Die Grösse des Weges dieser Aufwärtsbewegung der Membran<B>61</B> unter der Wirkung des Schmiermitteldruckes hängt davon ab, wie weit das Gehäuse<B>58</B> in den Grundkörper<B>56</B> eingesehraubt, <B>d.</B> h. in diesem hinuntergeschraubt worden ist.
Wenn das Gehäuse<B>58</B> aanz in den Grundkörper<B>56</B> einge schraubt worden ist, dann berührt es den Kolben<B>60</B> und verhindert so jede Aufwärtsbewegung der Membran 61 unter Wirkung g des Schmiermitteldruckes. Je weiter aber das Gehäuse<B>58</B> aus dem Grundkörper<B>56</B> heraus geschraubt ist,
desto weiter kann sich entsprechend der Kolben<B>60 -</B> und daher auch die Membran<B>61</B> aufwärts beweaen. Die Mence des von der Dosier e<B>C</B> vorrichtung eingespiesenen Schmiermittels lässt sich da her durch entsprechend mehr oder weniger weites Ein schrauben des Gehäuses<B>58</B> in den Grundkörper<B>56</B> wählen.
Wenn die Pumpe<B>50</B> mit der Schmiermittelzufuhr aufhört, dann nimmt der Druck unter dem Ventil element<B>55</B> ab, so dass dieser Druck geringer wird als der Druck in dem an die Membran<B>61</B> angrenzenden Raume. Dadurch wird das Ventilelement<B>55</B> abwärts zur Druckspeiseleitung<B>51</B> hin bewegt, wobei es die Auslassöffnung <B>53</B> im Grundkörper<B>56</B> öffnet. Die Feder <B>62</B> bewegt den Kolben<B>60</B> und die Membran<B>61</B> vom geschlossenen oberen Ende des Gehäuses<B>58</B> weg nach unten, so dass eine bestimmte Menge an Schmiermittel durch die Auslassöffnung <B>53</B> des Grundkörpers<B>56</B> aus trieben wird.
Der Druck- des so angetriebenen Schmier mittels bestimmt sich aus der Stärke und der Zu- sammendrückuncy der Feder<B>62.</B>
Mit der zuvor beschriebenen Dosiervorrichtung lässt sich die Schmiermittelzufuhr zu einem Gerät oder Ma schine, sei es nun bei Schmieröl oder ebenfalls fliess fähigem Schmierfett, entsprechend dem Schmiermittel- bedarf regulieren.
Mehrere Geräte, von denen jedes einen anderen Schmiermittelbedarf hat, können gleich- ,vohl von einer einzigen Verteilerleitung her mit Schmiermittel versorg gt werden, indem man die den einzelnen Geräten zugeordneten Dosiervorrichtungen <B>je-</B> weils auf einegeeig einstellt.
., ,nete Förderleitun,' Die einfache Bauweise der Dosiervorrichtuna ist der besonderen Ausbildung des beweglichen Ventileie- mentes zu verdanken, durch die das Ventilelement befähigt wird, mehrere der beim Betrieb der Vorrich tung erforderlichen Funktionen zu erfüllen. Die Bewe gung des Ventilelementes überträgt nämlich den Schmier- mitteldruck zur Betätigung des Druckspeichers, schliesst oder öffnet auch eine Auslassöffnung und trägt ausser dem noch ein Rückschlagventil.