Betonschalung Die Erfindung bezieht sich auf eine Betonschalung mit einheitlich ausgebildeten, aus Schalungsträgern, Schalhaut und Longarinen bestehenden Schalelemen ten.
Mit den bisher bekannten Betonschalungen dieser Art soll zwar die Schalarbeit und damit das Betonieren rationalisiert werden, jedoch existiert trotz aller Bestre bungen zur Standardisierung bis heute noch kein Scha- Iungssystem, durch das unter wirklich konsequenter Wahrung gleicher Trägerabstände eine gleichmässige Druckaufnahme, d. h. überall gleiche Belastung der Schalung beim Betonieren erreicht und unrationelle, d. h.
mühsame und zeitraubende und nur von Speziali sten ausführbare Flickarbeit bei Herstellung der Eck- schalung, namentlich der Inneneckenschalung, und der Ausgleichsschalung vermieden wird. Zudem besteht ein Nachteil dieser bekannten Betonschalung darin, dass trotz der Verwendung von Standardelementen im Be reich der zwischen aneinanderstossenden Schalelemen ten gebildeten Elementfugen eine statisch nutzlose Häufung von Schalungsträgern auftritt,
wodurch ein entsprechend erhöhter Trägeraufwand bedingt ist. Überdies gewährleistet die bei der bekannten Beton schalung verwendeten Verbindungslongarinen nicht die wünschenswerte starre, geradlinige Verbindung, was sich naturgemäss auf die Genauigkeit und das Ausse hen der fertigen Betonwand in nachteiliger Weise aus wirken muss. Ferner fehl der herkömmlichen Beton schalung ganz allgemein, trotz bzw.
gerade wegen ihrer Standardisierung, die erwünschte universelle An wendungsmöglichkeit, die, abgesehen von den speziel len Anforderungen bei Grossflächenschalung einerseits und denen bei relativ kleinen Objekten andererseits, jedem einzelnen baulichen Individualfall in optimaler Weise gerecht wird.
So kommt. es, dass der erfahrene, mit der Praxis wohlvertraute Betonfachmann nicht zu Unrecht die Auffassung vertritt, die bisher bekannten, standardisierten Schalungssysteme seien im Grunde genommen gar keine ausgesprochenen Normschalun gen und könnten es im Hinblick auf die vielfältigen praktischen Erfordernisse auch niemals werden, wobei auch der letzteren, recht pessimistischen Beurteilung angesichts der langen,
ebenso intensiven wie praktisch erfolglosen Bemühungen der Fachwelt der Anschein einer gewissen Berechtigung bisher jedenfalls kaum ab gesprochen werden konnte.
Zweck der Erfindung ist, die genannten Nachteile zu beheben.
Die erfindungsgemässe Betonschalung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Skelett jedes der mit unter sich gleichen Trägerabständen ausgebildeten Schalele mente sowohl in der horizontalen als auch vertikalen Hauptrichtung symmetrisch gestaltet,
und dass das Schalelement in seiner Vertikalebene um 180 schwenkbar in zwei verschiedenen Gebrauchslagen verwendbar ist und' dass bei jedem Schalelement die eine Länge von n plus 1 Trägerabständen besitzende Schalhaut an der einen Vertikalseite des eine Anzahl von n Trägerabständen aufweisenden Schalelementes den an dieser Seite angeordneten äussersten Schalungs- träger um das Mass eines Trägerabstandes überragt und sich an der anderen Vertikalseite des Schalelemen tes bis zur Gurtmitte des an dieser Seite befindlichen äussersten <RTI
ID="0001.0066"> Schalungsträgers erstreckt, wobei die Lon- garinen oben und unten vom jeweils benachbarten Ende des Schalelementes gleich weit entfernt sind.
In der Zeichnung sind in Gegenüberstellung zur üblichen Schalung Ausführungsbeispiele der erfin- dungsgemässen Betonschalung schematisch dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer üblichen, nicht erfindungsgemässen Wandschalung, im Grundriss, Fig. 2 ein übliches, nicht erfindungsgemässes Schal element anderer Ausführung, im Grundriss, Fig. 3 ein neues Schalelement, mit fünf Schalungs- trägern, im Grundriss, Fig. 4 ein neues Schalelement,
mit vier SchaIungs- trägern, im Grundriss, Fig. 5 ein neues Schalelement, mit drei Schalungs- trägern, im Grundriss, Fig.6 die neue Betonschalung, in einem Quer schnitt, Fig. 7 die neue Betonschalung, jedoch. :
mit ,Szha- lungsträgern geringerer Länge, in einem Querschnitt, Fig.8 eine Partie der neuen Wandschalung für einen Bauwerkvorsprung, im Grundriss, Fig. 8a ein Detail der Fig. 8, in grösserem Masstab, Fig. 9 eine Pfeilerschalung, im Grundriss, Fig. 10 sine.Absatzsahalung, im Grundriss, und Fig. 11 die Befestigung einer Longarinenkupplung,
in einem Querschnitt durch die Longarine nach der Linie XI-XI der Fig. B.
Fig.l zeigt eine Ausführungsbeispiel der bisher üblichen Wandschalung. Hier sind zwei aneinander- stossende Schalelemente mit El und sE2 =laezäichnet. Das Schalelement El -enthält vier mit T -bezeichnete Schalungsträger. Die Schalhaut isst mit S, die Longari- nen sind mit L angedeutet.
Die Trägerabstände sind allgemein mit A bezeichnet. Die beiden. äusseren, mit A1 bezeichneten Trägerabstände sind einander gleidh und sollen beispielsweise 45 cm betragen. Der mittler, mit A, bezeichnete Trägerabstand soll beispielsweise 50 cm betragen und führt im Verein ,mit ..den -beiden Trägerabständen A1 bei einer Gurtbreite SL von <B><I>1,50</I></B> m.
An -der -mit F -bezeichneten Fuge, an der die beiden Schalelemente El und E2 an.einanderstossen, befinden sich zwei Schalungsträger T unmittelbar nebeneinander. Somit zeigt Fig.,1 nicht .nur :ungleich- mässige Trägerabstände A, sondern auch eine örtliche nutzlose Häufung von Schalungsträgern T, und zwar dies auch dann, wenn innerhalb des Schalelementes E die Trägerabstände A -unter sich gleich sind.
Fig.2 zeigt ein. anderes Ausführungzbeispiel der herkömmlichen Wandschalung. Hier enthält ein Schal element E3 fünf, wieder mit T bezeichnete Schalungs- träger. Die beiden inneren, einander -gleichen Träger abstände A. sollen je 50 cm betragen und führen im Verein mit den beiden äusseren, :ebenfalls unter sich gleichen Trägerabständen A1 von je 45. cm bei einer Gurtbreite B., der Gurte G von 10 cm zu einer Schal länge<B>SU</B> von 2,00 m.
Da bei -dieser Ausführung des Schalelementes E3 das hier nicht dargestellte benach barte Schalelement mit seinem äussersten Schalungs- träger T an der zwischen den beiden aneinanderstos- senden Schalelementen E gebildeten Fuge T unmittel bar neben den äussersten Schulungsträger T des in Fig.2 dargestellten Schalelementes E3 zu liegen kommt, entsprechend -wie dies in Fig. 1 gezeigt ist,
er gibt sich auch hier eine örtliche Häufung von Scha- lungsträgern T an den Fugen F, so dass, da auch die Ungleichheit der Trägerabstände A, wie in Fig. 1, ge geben ist, bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbei spiel prinzipiell die gleichen, Nachteile vorhanden sind wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1., d. h.
un gleichmässige Trägerabstände A für einen glatten Wert der Schallänge SL, ungleichmässige Druckaufnahme und damit Beanspruchung der Schalung beim Betonie ren, sowie unnötiger Trägeraufwand im Bereich der Stosstellen.
Die Fig. 1 und 2 -lassen aber auch erkennen, dass die konventionelle Schalung lästige, d. h. mühsame und zeitraubende Arbeit zur Herstellung der Eckschalung, namentlich bei der Inneneckenschalung, wie auch bei der Aus- leichschalung, bedingt.
Fig. 3 zeigt das hier allgemein mit E bezeichnete neue Schalelement. Das Schalelement E weist hier fünf Schulungsträger T auf, die in einander gleichen Ab- ständen A, die hier beispielsweise 50 cm betragen sol len, angeordnet sind. Die Schalhaut ist wieder mit S bezeichnet, während die Longarinen mit L angedeutet sind.
Die Schalhaut S überragt den an der linken Seite des Schalelementes E angeordneten äussersten, ;in Fig.3 mit T" bezeichneten Schalungsträger um das Mass eines Trägerabstandes A, d. h.
von der Mitte des hier .mit G ?buaäichneten eGurtes, des eussminm 'Scha- lunCsträCers T, nach links um A = 50 cm.
Auf der an deren, -d. h. .der --rechten -Seite ;dies Schalelementes -E<B>-e</B>r streckt sich die Schalhaut S bis zur Mitte des Gurtes. G des an dieser Seite befindlichen äussersten Schalungs- trägers Ta,. Somit ergibt sich die Länge L der Schal haut S und damit die Schallänge SL mit vier vorhande nen Trägerabständen A zu je 50 cm zuzüglich der Länge der .links .gelegenen, :
oin$aitigvorstehenden End- partie der Schalhaut S von ebenfalls 50 cm zu fünf Trägerabständen A, d. h. zu 2,50 m, während die totale Länge Lt. des Schalelementes E, die sich aus der Schallänge SL = 2,50 m und der rechts befindlichen halben Breite des Gurtes G des rechts gelegenen äus sersten Schalungsträgers Ta zusammensetzt, 2,55 m beträgt.
Wenn -man die Anzahl der bei dem Schalele ment E vorhandenen Trägerabstände A mit n bezeich net, dann ergibt sich beim -Schalelement E der Fig. 3 die Länge L der Schalhaut und damit die Schallänge SL, allgemein ausgedrückt, zu n plus 1 Trägerabstän- d.en A. Die Lengarinen L, (die :später (mehr :
im minzel- nen beschrieben werden :sollen, erstrecken sich mit ihren beiden Enden jeweils bündig bis zu zier äusseren Stirnseite des Gurtes G des äussersten Schalungsträgers T,, und -weisen somit .eine in Fig. 3 mit Z:L !bezeichnete Länge von vier Trägerabständen :
A = :50 cm zuzüglich der halben Breite des Gurtes :G auf .jeder Seite, .d. h. rechts und links, auf, d. h. -eine Länge .von viermal 50 cm plus zweimal 5 cm = 2,1:0 m.
Wenn man -die Gurtbreite allgemein -mit ;B9 bezeichnet, dann -ergibt sich beim Schalelement E gemäss Fig. 3 =die Länge LL der Lönganinen, ..-allgemein ausgedrückt, .zu .n X.A-+B6, d. h. beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 zu 4X 50.em plus 10 xm = 2,10 m.
Fig. 4 zeigt eine -andere Ausführung --des .neuen, auch hier wieder mit E bezeichneten Schalelementes. Das Schalelement E enthält hier nur vier -Schulungsträ- ger T und weist somit auch nur drei Trägerabstände A auf, die hier, wie in Fig. 3, .einander gleich -sind .und je 50 cm betragen sollen.
Der Aufbau RTI ID="0002.0214" WI="5" HE="4" LX="1703"LY="1940"> nies -Schalungsele- mentes E entspricht im übrigen -prinzipiell dem in Fig.3 gezeigten, so dass sich seine nochmalige Be schreibung -an dieser Stelle erübrigt.
Bei Anwendung der an Hand des Ausführungsbeispiels der Fig. 3. zuvor entwickelten allgemeinen Gleichungen ergibt sich, hier die Länge L der Schalhaut -S und damit die Schallänge SL bei L S =n plus 1 Trägerabständen A .zu 3 + 1 = 4 A = 2,00 m und die Länge LL .der Longarinen L bei LL = nXA+B._zu 3 X50 cm plus 10 cm = 1,60 m.
Wenn man diese Rechnungen -anhand der Fig. 4 .kontrolliert, dann erweisen sich die beeiden Gleichungen, nämlich für die Länge L der Schalhaut S bzw. Schallänge SL, d. h. die Gleichung L = SL = (+1) <B>X A,</B> sowie die Glei chung für die Länge LL der Longarinen L, d. h. die Gleichung LL = -nXA+-B., als richtig, d. h. allgemein gültig.
Fig.5 zeigt eine weitere Ausführung des Treuen Schalelementes E mit .drei -Schulungsträgern T bzw. zwei Trägerabständen A von je 50 cm.
Hier beträgt -die Länge L -.der Schalhaut S und damit die Schallänge !SL nach der Gleichung L = ;SL = ,(ä+1) X A -_ :(2 XI) (2--1)X50.cm = 3.X50.cm = 1,SOm,-währsnd-die L LL der Longarinen L nach .der Gleichung =LL = n XA-[-B, _ .2 X.5.0 crw+1:
0 cm == -1.,-10 m .beträgt. -Auch hier bestätigt eine Kontrolle anhand der Fig. 5 wieder die Richtigkeit der :beiden .allgemeinen Gleichungen.
Fig. 6 -zeigt -eine neue Betonschalung @im Quer schnitt. Zwei 'SSehalelemente 2E, -die unter Verwendung von Schalungsträgern T, Schalhaut S und Longarinen L derart gestaltet sind, Wie dies zuvor anhand der Fig. 3 bis 5 -erläutert -wurde,
sind entsprechend der Stärke der Betonwand vonein nder distanziert. Die beiden Schalelemente E, die zweckmässig betonseitig mit einer Überhöhung versehen -sind, weisen jeweils oben und unten eine Longarine L auf.
Die Longarinen L 'bestehen aus je zwei Hohlprofi len H, an denen in Abständen jeweils auf Höhe der Schalungsträger T, je ein Knoterible.ch K angeschweisst ist.
Distanzbleche D sind zwischen den beiden Hohl profilen H, jeweils auf Höhe der beiden "äusseren "Scha- lungsträger T rechts, wie auch -links am Schalungsele- ment E, angeordnet und, jeweils auf den dort befind lichen Knotenblechen K aufliegend, mit den beiden Hohlprofilen H, d. "h. niit der von diesen gebildeten Longarine L verschweisst.
Diese Distanzbleche D distanzieren dine der Verbindung -benachbarter Longa- rinen L dienende, in, Fig. '6 nicht dargestellte Longari- nenkupplung, welche beidseitig mit ihren Enden in die benachbarten -Endpartien dieser Longarinen L einge schoben wird, von der Innenseite der Longarinen L, wodurch, unter Zuhilfenahme einer Kdilverhindung,
eine sichere feste Verbindung der Longarinenkupplung mit diesen beiden Longarinen L gewährleistet wird, wie dies später mehr im einzelnen erläutert werden soll.
Anstellbretter, d. h. sogenannte < Standbretter St, sowie Verschleissbretter V sind unten und oben an den Schalelementen E angeordnet. Die Schalhaut S ist variabel aufgebaut. E#; sind durchgehende Bindeab stände vorhanden, die in Fig. 6 bei den Longarinen L unten und oben durch je eine strichpunktiert -gezeich nete gerade Linie angedeutet sind. Dort sind auch im Trägerbereich in Fig. -6 nicht dargestellte Fülleisten vorgesehen.
Aus den Fig..3 bis 5 einerseits und der Fig. 6 ande rerseits ergibt sich in Verbindung mit vorstehender Be schreibung dieser Zeichnung-figuren, dass das Ele- menteskelett jedes der .als Normelemente mit densel ben, unter sich gleichen Trägerabständen A ausgebilde ten Schalelemente E sowohl in der horizontalen als auch vertikalen Hauptrichtung symmetrisch gestaltet und das Schalelement E in der Vertikalebene um 180 schwenkbar, d. h. gleichsam auf den Kopf stellbar, in zwei Gebrauchslagen verwendbar ist.
Dies aber ermög licht erst eine optimal vielseitige Anwendung der Schalelemente E und eine besonders bequeme und rasche Herstellung der Eckschalungen, namentlich der Innenec?renschalungen, wie dies später mehr im einzel nen erläutert werden soll.
Fig.7 .zeigt die neue Betonschalung, in einem Querschnitt, jedoch mit SchalungQträgern T von gerin gerer Länge als in Fig. 6. Im übrigen ist hier der Auf bau der Schalung der selbe wie in Fig. 6.
Die beiden Fig..6 und 7 zeigen ausserdem die für die Symmetrie des Schalelementes E in .der vertikalen Hauptrichtung wesentliche Eigenschaft des Schalele mentes E, dass die Longarinen L .oben und unten vom jeweils benachbarten Ende -des 'SSchslelemeMes -E gleich weit entfernt sind.
Fig. 8 zeigt im Grundriss eine -Partie der neuen Wandschalung, mit welcher ein rechrivirikliger Bau werkvorsprung eingeschält wird. \Diese Schälung'ist aus Normschalelementen E mit Schallängen von 2,50 m 2;00 m und 1,50 m aufgebaut, und dementsprechend sind in Fig. 8 die 'benutzten verschiedenen Normschäl- elemente E mit NE 250 bzw. NNE 200 bzw.
NE 150 bezeidhnet. Bei diesen drei Grössen von -Normschälele- menten E ist aber jeweils immer der -Trägerabstand A der selbe, d. h. er beträgt hier überall 50 cm. Wie Fig. 8 deutlich erkennen lässt, können die hier vorhandenen, mit C; bezeichneten Inneneckenschalungen rasch und bequem hergestellt werden.
Diese Inneneckenschalun- gen Cl. werden nämlich jeweils im wesentlichen aus den beiden vorstehenden freien Endpartien der beiden Schalhäute S der rechtwinklig zueinander angeordneten Schalungselemente E gebildet, und es braucht also ein fach nur das eine Schalelement E um l80 in seine zweite Gebrauchslage verdreht, d. h. gleichsam auf den Kopf gestellt zu werden, um die Inneneckenschalung Ci derart auszubilden, wie dies in Fig. 7 gezeigt ist.
Fig. 8a zeigt im Detail, wie die freien Enden der beid; n rechtwinklig zueinander stehenden Schalhäute S mittels eines Innenwinkels Wi, eines Aussenwinkels W;", zweier Anschlagprofile Pr, eines Verbindungsbol zens VB und eines Keilbolzens KB sicher in. ihrer rich tigen Lage gehalten werden.
Gemäss Fig. 8 sind die dort mit Ca bezeichneten Ausseneckenschalungen mit Hilfe je einer mit -L" -be zeichneten Aussenecklongarine hergestellt. Diese Aus senecklongarine L" besteht, wie die Longarinen L, aus Stahl und besitzt eine winkelförmige Gestalt.
Wie aus Fg. 8 deutlich hervorgeht, braucht es zur Herstellung der Ausseneckschalung C" nur ein einziges, in Fig. 8 mit AUS bezeichnetes Ausgleichstück für die Schal haut S, aber sogar die-es ist als Normelement ausgebil det und, wie Fig. 8 zeigt, für alle Ausseneckenschalun- gen C,, verwendbar. Somit lassen sich auch die Aus senec'_ enschalungen unter ausschliesslicher Verwen dung von Normschalungsteilen herstellen.
Jeweils benachbarte Longarinen L sind durch eine Longarinenkupplung Lk miteinander verbunden. Diese Longarinenkupplung L,,;
ist beiderseits -in die benach barten Enden der beiden miteinander zu verbindenden Longarinen L eingeschoben, d. h. jeweils in den Zwi schenraum zwischen dem unteren und oberen Hohlpro fil H der Longarine L. Hierbei erstreckt sich die Lon- garinenkupplung Lk mit ihren beiden eingeschobenen Partien jeweils soweit in die betreffende Longarin.e L hinein, dass -sie sich jeweils an den Gurten G der bei den äussersten Schalungsträger T;
, abstützt, und zwar über die jwe,ils auf Höhe der Trägergurte G angeordne ten Di,tanzstücke D der Longarine L. Wenn die Lon- garine L nicht fünf, sondern nur vier oder nur -drei Schalungsträger T besitzt, dann gehört natürlich der mehr innen liegende Träger T dieser beiden äusser- sten Schalungsträger T, bezogen auf das Schalelement E, schon zu dessen inneren Schalungsträgern T.
Dies ist in Fig. 8 beispiel-weise ersichtlich bei jener Longa- rinenkupplung Lk, welche unten in Fig. 8 in Nähe der Innenecke Ci links in ein Normschalelement NE 200 und rechts in ein Normschalelem@ent NE 150, d. h. in kürzere Normschalelemente E als NE 250, eingescho ben sind.
Jede Longarinenkupplung Lk stützt sich also auf insgesamt vier Schalungsträgern T ab, was im Ver ein mit den relativ grossen beidseitigen Einschublängen eine überaus sichere, starre und exakt geradlinige Ver bindung ergibt und deshalb für das Betonieren in jeder Hinsicht günstig ist.
Die eigentliche Fixierung der Lon- garinenkupplung Lk in den beiden, miteinander zu verbindenden Longarinen L erfolgt durch eine Keilver bindung Vk, die später anhand der Fig. 11 erläutert werden soll.
Unter Aufrechterhaltung dieser günstigen vierfa chen Abstützung der Longarinenkupplung Lk kann auf jeder eingeschobenen Seite derselben die, bezogen auf die Longarinekupplung L], äusserste Auflagestelle in das Feld zwischen den beiden Schalungsträgern T verlegt werden, und zwar vorzugsweise in die Mitte dieses Trägerfeldes, wo dann natürlich auch das für diese Auflagestelle bestimmte Distanzblech D vorzuse hen ist.
Diese Massnahme wird dann angewendet, wenn eine kürzere Länge der Longarinenkupplungen Lk erwünscht ist.
Fig. 9 zeigt im Grundriss eine Pfeilerschalung für einen rechteckigen Pfeiler, bei der vier winkelförmige Aussenecklongarinen L, und vier in diese eingescho bene Longarinenkupplungen 4 verwendet sind. Aus Fig.9 ist zu entnehmen, dass beliebige quadratische und rechteckige Pfeilerquerschnitte im Rahmen des durch die Länge SL der vier Schalhäute S gegebenen Variationsbereiches eingeschalt werden können.
Fig. 10 zeigt im Grundriss die Schalung eines Ab satzes. Hier ist zu erkennen, dass unter Verwendung zweier gegenseitig versetzter Normschalelemente E mit Hilfe eines Schalhautelementes S, wie es z. B. in Fig. 9 gezeigt ist, der hier mit A" bezeichnete Wandabsatz ohne weiteres eingeschalt werden kann.
Fig. 11 zeigt eine Keilverbindung V1; für die Befe stigung der Longarinenkupplung L,k mit den Longa- rinen L. Die Longarinenkupplung Lk ist in die Longa- rine L zwischen deren beiden Hohlprofilen H einge schoben.
Eine Keillasche L'" ist quer durch die Lon- garinenkupplung Lk hindurchgesteckt, wobei sich ihr rechts befindlicher, also äusserer, kopfartiger Teil an der äusseren Längsfläche der Longarinenkupplung L" anlegt und ihre freie Endpartie nach links, d. h. beim Schalelement E nach innen, herausragt.
Ein Keilbolzen Bk durchdringt die Endpartie der Keillasche L'g. Wenn der Keilbolzen Bk durch Hammerschläge auf sein oberes breites Stirnende in Pfeilrichtung nach un ten in die Durchgangsöffnung der Keillasche Lk einge trieben wird, dann wird die Longarinenkupplung Lk im Bereich der Distanzbleche D fest an diese angezogen,
weil zwischen der vertikalen inneren Längsfläche des Keilbolzens Bk und der inneren Längsfläche der Lon- garine L ein freier Zwischenraum entsprechend der Dicke der Distanzbleche D vorhanden ist, was einen ausreichenden effektiven Keilanzug gewährlei- s".et. Dieses Kräftespiel geht aus Fig. 11 erst in Verbin dung mit Fig. 8, wo die Keilverbindung V" im Zusam menhang mit den ihr benachbarten Schalungsträgern T eingezeichnet ist, gesamthaft hervor.
Die zwischen die sen beiden Schalungsträgern T liegende Partie der Longarinenkupplung L,; kann nämlich als ein auf zwei Stützen aufliegender Balken aufgefasst werden, der un ter Druckbelastung in seiner Mitte, die hier von der Keillasche L'k unter Wirkung des Zuges des Keilbol zens Bk ausgeübt wird, dank der durch die beiden Distanzbleche D an den beiden Schalungsträgern T ge schaffenen Distanz der Longarinekupplung Lk von der Innenfläche der Longarine L durchfedern kann,
woraus auf der Höhe der beiden Schalungsträger T ganz erhebliche Druckkräfte im Sinne der Fixierung der Longarinenkupplung Lk an der Longarine L resul tieren.
Die zuvor beschriebene Betonschalung gewährlei stet, namentlich durch die besondere Ausbildung des Schalelementes dank der streng und konsequent über all eingehaltenen Gleichheit der Trägerabstände A nicht nur eine gleichmässige Belastung der Schalung beim Betonieren, sondern auch eine sehr rationelle Herstellung der Eckschalungen bei den Aussen-, insbe sondere aber bei den Innenecken. Die bisher nament lich bei der Inneneckenschalung erforderliche müh same und zeitraubende Bastelarbeit , bei der beson dere Flicke hergestellt und eingepasst werden muss ten, was zudem nur durch teure Spezialisten vorge nommen werden konnte, entfällt jetzt vollständig.
Sämtliche Schalarbeiten können nunmehr mühelos und in kürzester Zeit von Hilfskräften vorgenommen wer den, was eine ganz erhebliche Kosteneinsparung zur Folge hat. Alles dies gilt aber auch für die Ausgleichs schalungen, die innerhalb der Wandfluchten zur An passung an die jeweils einzuhaltende Baumasse erfor derlich sind und zu denen es nur ganz einfache, ent sprechend der Wandlänge gewählte Schalhautpasstücke braucht. Zudem wird dank der neuen Schalelemente E auch eine erhebliche Einsparung an Trägeraufwand nunmehr dadurch erzielt, dass statisch völlig unnütze örtliche Häufungen von Sch.alungsträgern T, wie sie bisher nicht vermieden werden konnten, nirgends mehr auftreten.
Ferner gewährleisten die neuen Longarinen- kupplungen Lk dank ihrer Anordnung und Befestigung eine sichere und sehr starre, exakt geradlinige Verbin dung der jeweils benachbarten Longarinen L, so dass sowohl sehr genaue als auch besonders gut aussehende Betonwände, Pfeiler, Absätze usw. erzielt werden.
Ein wesentlicher Vorteil der neuen Betonschalung besteht vor allem darin, dass sie trotz ihrer weitgetriebenen Normung eine ganz universale Schalung darstellt, die praktisch für alle vorkommenden Fälle, sei es nun auf dem Gebiet der Grossflächen- oder Gebiet der Klein- flächenschalung, gut verwendbar ist, wobei dieser wesentliche Vorteil namentlich auf der speziellen Ge staltung der Schalelemente und Longarinenkupplungen beruht.
Im Hinblick auf die Ausgleichsschalung ist folgen des von ganz besonderer Bedeutung: Während bisher für die Ausgleichsschalung ein ganz erheblicher Aufwand an Arbeitszeit und nicht systemgerechtem Material erforderlich war, wird bei der beschriebenen Betonschalung dank ihres neuartigen Systems eine rasche, denkbar einfache und material sparende Ausgleichsschalung ermöglicht.
Dies beruht darauf, dass im Bereich der Ausgleichs- oder Flickstelle dank der 180 Umkehrbarkeit der Schalelemente E sich immer zwei solche Schalungsträger T von benachbar ten Schalelementen E gegenüberstehen, welche über die halbe Gurtbreite B,. noch Platz für die Auflage eines Schalhauptpasstückes anbieten, so dass tatsäch lich lediglich nur ein solches Schalhautpasstück dort aufgesetzt zu werden braucht (vgl. Schalbautpasstück AUS in Fig. 8).
Somit wird durch die zuvor beschriebene Beton schalung ein erheblicher, d. h. wirklich entwicklungs raffender Fortschritt gegenüber den bisher üblichen, standardisierten Betonschalungen erreicht, da die letz- teren trotz langdauernder Bemühungen der Fachwelt bisher noch nicht solche Schalungen darstellten, die sowohl dem Gesichtspunkt weitestgehender Rationali sierung des Betonierens als auch der Forderung nach praktisch universeller Anwendbarkeit genügen.
Die zuvor erwähnte Universalität der beschriebenen Betonschalung liegt darin, dass man sie mit allen ge nannten Vorteilen sowohl für alle sich senkrecht er streckenden Baukonstruktionen, beispielsweise Gebäu dewände, Stützmauern, Pfeiler, hohle oder massive Masten für Luftseilbahnen, Liftschächte, Silos, usw. als auch für sich horizontal erstreckende Baukonstruktio nen, wie z. B. Gebäudedecken, Brückenplatten, auskra gende Decken, usw. verwenden kann.