CH477096A - Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff-Brennstoffzelle - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff-BrennstoffzelleInfo
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Description
Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff-Brennstoffzelle Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff- Brennstoffzelle mit alkalischen Elektrolyten, mit Be triebszyklen, die sich jeweils zwischen zwei aufeinander folgende Erneuerungen des Brennstoffelektrolytgemi- sches erstrecken, wobei das Brennstoffelektrolytgemisch während eines sich an eine solche Erneuerung anschlies- senden Teils des Betriebszyklus in seinem Brennstoff anteil eine Komponente geringerer elektrochemischer Kapazität als die des Methanols aufweist. Neben ande ren Vorteilen weisen sie z.
B. gegenüber Bleiakkumula toren eine wesentlich höhere Kapazität pro Gewicht und Volumen auf. Diese Eigenschaften empfehlen ihre An wendung z. B. als Energiequellen zum Betrieb von Leuchtbojen und von Sendern und Relaisstationen an schwer erreichbaren Orten. Die geringe Leistung dieser Brennstoffzellen bringt jedoch besonders bei den ge nannten Anwendungen den Nachteil mit sich, dass die Zellen jeweils die Umgebungstemperatur annehmen und daher nicht immer bei einer für die elektrochemische Umsetzung günstigen Temperatur arbeiten können. Bei sinkender Betriebstemperatur führt nämlich die erhöhte Polarisation der Elektroden zu einer Verminderung der Klemmenspannung.
Zur Verdeutlichung der Verhältnisse werden in Fig. 1 die Strom-Spannungskennlinien einer Methanol-Sauer- stoff-Brennstoffzelle mit einer Füllung von 9 n KOH und 4 m Methanol für die Betriebstemperaturen -f=20 C und 0 C wiedergegeben.
Man sieht, dass die Klemmenspannung dieser Zelle, die bei -f-20 C und einer Belastung von 200 mA noch 0,6 Volt beträgt, bei derselben Belastung und 0 C auf ca. 0,44 Volt absinkt. Bei noch tieferen Temperaturen bricht die Klemmenspannung vollends zusammen.
Durch diese Tatsache kann eine Methanol-Sauer- stoff-Brennstoffzelle, die z. B. während der Sommer monate zur Zufriedenheit arbeitet, während der kalten Jahreszeit unbrauchbar werden.
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff-Brennstoffzelle auf zuzeigen, bei dem die erwähnte nachteilige Erscheinung eines Absinkens der Klemmenspannung in wesentlich geringerem Masse auftritt.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch ge kennzeichnet, dass die Brennstoffzelle während des sich an eine Erneuerung des Brennstoffelektrolytgemisches anschliessenden Teils des Betriebszyklus bei niedrigeren Temperaturen als -f-20 C betrieben wird und dass der Brennstoffanteil des erneuerten Gemisches Methanol und Formiat im Verhältnis 1:0,5 bis 1:2 Mol enthält.
Die Grundlagen des erfindungsgemässen Verfahrens sowie ein Beispiel seien nachstehend eingehend erläutert. Es ist bekannt, dass die anodische Oxydation des Methanols in alkalischen Elektrolyten über seine Folge produkte, nämlich den Formaldehyd und das Formiat zu Carbonat erfolgt. Zur Abklärung des Temperaturverhal tens in den verschiedenen Phasen des Brennstoffzyklus wurde für bestimmte Katalysatoren die Temperatur abhängigkeit von Methanol, von Formaldehyd und von Formiat jeweils für sich untersucht.
In Fig. 2 sei das Ergebnis der Messungen mit einer Ni-Netzelektrode (10 X 10 mm) wiedergegeben, die mit einem Pd/Pt Katalysator im Mischungsverhältnis 4:1 mit einer Flächendichte von 4 mg/cm2 belegt ist. Die Kurven a, b und c zeigen respektive für Methanol, Formaldehyd und Formiat die Temperaturabhängigkeit der von der Elektrode abgegebenen Stromstärke bei einem Elektro- denpotential von -I-700 mV gegen die H2 Elektrode.
Wie man sieht, ist der Brennstoffumsatz, der jeweils der Stromstärke proportional ist, für Formiat und Formal dehyd grösser als für Methanol. überdies sinken die Stromstärken bei Formiat und Formaldehyd (Kurven c und b) wesentlich weniger stark mit der Temperatur ab als bei Methanol (Kurve a).
Auf Grund dieser Ergebnisse könnte man versucht sein, Formaldehyd oder Formiat als Brennstoff anstelle von Methanol zu verwenden. Dies würde jedoch zu einer wesentlich geringeren Kapazität der Brennstoffzelle füh ren. Bei einem Elektrolyt-Brennstoffgemisch von 9 n KOH+4 m Brennstoff weisen Formaldehyd und For mfiat nämlich nur spezifische Kapazitäten von 340 Ah/kg bzw. 170 Ah/kg auf, während dieser Wert für Methanol 530 Ah/kg beträgt.
Bei einem Betriebszyklus mit einem Teilzyklus, in dem die Temperaturen durchschnittlich niedriger als -f-20 C sind, wird gemäss der Erfindung der Effekt des günstigeren Temperaturverhaltens des Formiats mit dem Effekt der höheren Kapazität des Methanols da durch vorteilhaft kombiniert, dass die Erneuerung des Brennstoff-Elektrolyt-Gemisches zu Beginn dieses Teil betriebszyklus erfolgt und dass der Brennstoffanteil des erneuerten Gemisches neben Methanol aus Formiat be steht.
Wenn man also z. B. eine Brennstoffzellenbatterie für einen einjährigen Betriebszyklus auslegt, erfolgt die Erneuerung des Brennstoff-Elektrolyt-Gemisches zu Be ginn der kalten Jahreszeit. Wegen ihres wesentlich stär keren Umsatzes bei tiefen Temperaturen wird dann wäh rend der kalten Zeit vorwiegend das Formiat verbraucht werden. Ihre Mengen werden so eingestellt, dass zu Be ginn der warmen Jahreszeit im wesentlichen nur mehr Methanol vorhanden ist, so dass dann die höhere Ka pazität des Methanols zum Tragen kommt.
Es hat sich gezeigt, dass bei einem Mischungsver hältnis Methanol/Formiat von 1:0,5 bis 1:2 Molteile je nach Dauer der kalten Jahreszeit gute Resultate erreicht werden können. Um das im Vergleich zu Methanol verbesserte Tem peraturverhalten einer Methanol-Formiat-Mischung zu Beginn des Betriebszyklus aufzuzeigen,
sei in Fig. 3 im Vergleich mit Fig. 1 die Strom-Spannungskennlinie einer Methanol/Formiat-Luft-Brennstoffzelle mit einem Brennstoff/Elektrolyt-Gemisch von 7 n KOH und je 2 m Methanol und Formiat bei verschiedenen Temperaturen wiedergegeben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauer- stoff-Brennstoffzelle mit alkalischen Elektrolyten, mit Betriebszyklen, die sich jeweils zwischen zwei aufeinan derfolgende Erneuerungen des Brennstoffelektrolytge- misches erstrecken, wobei das Brennstoffelektrolytge- misch während eines sich an eine solche Erneuerung an- schliessenden Teils des Betriebszyklus in seinem Brenn stoffanteil eine Komponente geringerer elektrochemi scher Kapazität als die des Methanols aufweist, dadurch gekennzeichnet,dass die Brennstoffzelle während des sich an eine Erneuerung des Brennstoffelektrolytge- misches anschliessenden Teils des Betriebszyklus bei niedrigeren Temperaturen als -f-20 C betrieben wird und dass der Brennstoffanteil des erneuerten Gemisches Methanol und Formiat im Verhältnis 1:0,5 bis 1:2 Mol enthält. <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sach lichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
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| AT137967A AT268402B (de) | 1966-04-20 | 1967-02-13 | Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff-Brennstoffzelle |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH573766A CH477096A (de) | 1966-04-20 | 1966-04-20 | Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff-Brennstoffzelle |
Publications (1)
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| CH477096A true CH477096A (de) | 1969-08-15 |
Family
ID=4298513
Family Applications (1)
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| CH573766A CH477096A (de) | 1966-04-20 | 1966-04-20 | Verfahren zum Betrieb einer Methanol-Sauerstoff-Brennstoffzelle |
Country Status (3)
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1967
- 1967-02-13 AT AT137967A patent/AT268402B/de active
- 1967-04-18 SE SE5400/67A patent/SE313613B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT268402B (de) | 1969-02-10 |
| SE313613B (de) | 1969-08-18 |
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