CH477143A - Tauchsieder mit selbsttätiger Temperaturregelung - Google Patents
Tauchsieder mit selbsttätiger TemperaturregelungInfo
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Description
Tauchsieder mit selbsttätiger Temperaturregelung Die Erfindung betrifft einen Tauchsieder mit einem gemeinsam mit einem von einem Widerstand mit tem peraturabhängig veränderlichen Widerstandswert gebil deten Temperaturfühler in die zu erhitzende Flüssigkeit eintauchbaren Heizkörper und mit einem mit diesem Heizkörper verbundenen Handgriff, welcher eine zur Regelung der Stromzufuhr zum Heizkörper dienende, auf einen vorbestimmten Temperatur-Höchstwert der Flüssigkeit einstellbare und selbsttätig wirksame Schal tungsanordnung enthält.
Bisher wurde die Temperatur der elektrischen Be- heizung von Wasser- und Ölbädern mittels Tauchsiedern mit einem Schaltaggregat geregelt, das von einem Tem peraturfühler, Kontaktthermometer oder dergleichen beeinflusst wurde. Diese bekannten Regeleinrichtungen haben jedoch den Nachteil, aus verschiedenen Einzel teilen zu bestehen, so dass sie sich für die Verwendung im Haushalt nicht eignen, weil sie unhandlich und zu kompliziert sind.
Zweck der Erfindung ist, den angeführten Nachteil bekannter Geräte zu vermeiden.
Erfindungsgemäss ist der Tauchsieder dadurch ge kennzeichnet, dass die Spannung an dem den Tempera turfühler bildenden Widerstand mit dem temperaturab hängig veränderlichen Widerstandswert die eine Trigger- diode und einen in Reihe zum Heizkörper geschalteten Thyristor enthaltende Schaltungsanordnung so steuert, dass sie die Stromzufuhr zum Heizkörper bei Erreichen eines ersten vorbestimmten Widerstandswertes unter bricht und bei Erreichen eines zweiten vorbestimmten Widerstandswertes freigibt.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der Ein zelteile des Tauchsieders.
Fig. 2 bis 4 stellen zugehörige Schaltschemen in drei Ausführungsvarianten dar.
Die Fig. 1 lässt den grundsätzlichen Aufbau des Gerätes erkennen, bei dem alle Bestandteile zu einer Einheit vereinigt sind. Im Handgriff 1 ist der Regler 2, bestehend aus einer elektronischen Schaltung mit einem gesteuerten Wechselstromthyristor, einer sogenannten kontaktlosen Schaltung, untergebracht. Das mit einem Netzanschluss-Stecker ausgestattete Stromzuführungs- kabel ist mit 1' bezeichnet.
Wird der im Handgriff 1 des Gerätes untergebrachte, mittels eines Drehknopfes 3 verstellbare Regel-Wider- stand 2' auf eine bestimmte Stellung eingestellt, die einer bestimmten, gewünschten Höchsttemperatur ent spricht, so schaltet die in den Schaltschemen gemäss Fig. 2 und 3 verzeichnete symmetrische Triggerdiode 4 durch und damit auch der Wechselstromthyristor 5. Der Heizkörper 6 erwärmt sich und damit auch ein Thermi- stor 7. Der Widerstand dieses Thermistors 7, der als Temperaturfühler dient, wird geringer und damit auch die Spannung am Punkt 8 des Regelkreises.
Sinkt die Spannung am Punkt 8 unter die Durchbruchsspannung der Triggerdiode 4 (etwa 30 V), so schaltet diese aus und der Thyristor 5 sperrt den Stromdurchgang zum Heizkörper 6, ist abgeschaltet und die Kontroll-Lampe 9 erlöscht.
Mit der zu beheizenden Flüssigkeit kühlt sich auch der Heizkörper 6 ab, ebenso der Thermistor 7, dessen Widerstand dabei zunimmt, so dass am Punkt 8 wieder eine Zunahme der Spannung erfolgt, bis die Trigger- diode 4 wieder durchschaltet und der Thyristor 5 die Stromzufuhr zum Heizkörper 6 wieder freigibt.
Die Schaltung nach Fig. 2 eignet sich vorwiegend für Höchsttemperaturen bis etwa 100 C.
Die Fig. 3 zeigt das gleiche Schaltprinzip wie die Fig. 2, nur sind hier Stabilisatoren 10 zur Stabilisierung der Betriebsspannung vorgesehen, um bei Netzspan nungsschwankungen die Temperatur konstant zu hal ten. Dies wird dann erforderlich, wenn Temperaturen über 100 C erreicht werden sollen, weil bei höheren Temperaturen die Widerstandsänderung des Thermi- stors 7 nicht mehr so gross ist, so dass Spannungsschwan kungen auch grössere Temperaturschwankungen zur Folge haben.
Die Stabilisatoren 10 sind Spannungsreferenzröhren, man kann aber auch Zenerreferenzdioden oder Zener- dioden verwenden. Ausserdem dienen die Stabilisatoren 10 ebenso wie der Widerstand 11 nach Fig. 2 zur Herab setzung der Betriebsspannung gegenüber der Netzspan nung, um den Thermistor 7 nicht zu stark zu belasten und eine Eigenerwärmung desselben zu vermeiden.
Bei hoher Belastbarkeit wird der Widerstand 23 klein, der Widerstand 11 gross gewählt, bei schwacher Belastbar keit umgekehrt. Eine Eigenerwärmung des Thermistors könnte die Genauigkeit der Temperaturregelung beein trächtigen.
In der Fig. 3 ist ein Sicherheitskreis 12 (gestrichelt umrissen) eingebaut, der aber auch für die Schaltung nach Fig.2 geeignet wäre. Am Kontakt 13 wird ein Kontaktthermometer, dessen Anschlussbuchse 13' in Fig. 1 angedeutet ist, angeschlossen, welches um einige Grade höher eingestellt wird als die Temperatur am Regelwiderstand 2'. Sollte durch einen Defekt, z. B.
Ausfall des Thermistors 7 oder der Stabilisatoren 10 oder des Widerstandes 22 die Heizung bei der gewünsch ten Temperatur nicht abschalten, so steigt die Tempera tur vorerst weiter bis zur Höhe der am Kontaktthermo meter eingestellten Temperatur; der eine Teil des Kon taktes 13 ist über 13' mit der anderen Stromphase ver bunden, um den Kontakt 13 kurzschliessen zu lassen. Ist die am Kontaktthermometer eingestellte Tempera tur erreicht, so schliesst dieses den Kontakt 13, die Spannung am Punkt 8 reicht nicht mehr aus, um die Triggerdiode 4 zu schalten und die Heizung wird damit unterbrochen. Zur gleichen Zeit aber, wo das Kontakt thermometer den Kontakt 13 schliesst, also die einge stellte Temperatur erreicht hat, wird auch der Sicher heitskreis 12 in Betrieb gesetzt.
Eine Triggerdiode 14 schaltet durch, damit auch ein von ihr gesteuerter Thyristor 15. Weil nun aber gleichzeitig die Stromzu fuhr zur symmetrischen Triggerdiode 4 und damit zum Wechselstromthyristor 5 unterbrochen wird, kann kein Strom über einen in Reihe zum Thyristor 15 angeordne ten Widerstand 16 fliessen.
Es besteht nun aber die Möglichkeit, dass eine zu grosse Überspannung im Stromnetz (z. B. infolge Blitz schlag) den Wechselstromthyristor 5 zerstören könnte, so dass dieser nicht mehr wie vorgängig beschrieben, gesperrt werden kann. Die Temperatur würde dann weiter ansteigen, bis die am Kontaktthermometer einge stellte Temperatur erreicht ist. Ist diese erreicht, schaltet wie vorher erwähnt die Triggerdiode 14 durch und ebenfalls der Thyristor 15.
Der Widerstand 16, über den nun ein Strom fliesst, erwärmt sich und ein Draht 20 als Teil der Stromzuführungsleitung 1', der über den Widerstand 16 verläuft und mit diesem in Wärmekon takt steht, schmilzt bei einer bestimmten Höchsttem peratur. Damit ist die Stromzufuhr unterbrochen. Gleichfalls schmilzt dieser Draht 20, wenn eine von aussen her wirksame zu hohe Umgebungstemperatur auftritt. Der Schmelzdraht 20 besteht aus einer Legie rung mit niedrigem Schmelzpunkt (z. B. Woods-Metall mit 70' C Schmelzpunkt).
Eine Absicherung gegen Zerstörung eines Thy- ristors oder Wechselstromthyristors durch Blitzschlag bietet ein angebauter überspannungsableiter 17.
Nun besteht immer noch die Gefahr, dass ein Kurz schluss im Heizkörper 6 den Wechselstromthyristor zer stören könnte. Um dies zu vermeiden, kann man in die Stromzuführungsleitung eine superflinke Schmelz-Siche- rung 18 einbauen. Die Triggerdiode 14 lässt den Strom nur in einer Richtung durch, ebenso der Thyristor 15. Die symme trische Triggerdiode 4 hingegen, wie sie in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist, lässt den Strom in beiden Richtun gen durch.
Desgleichen der Wechselstromthyristor 5 nach den Fig. 2 und 3. Man kann natürlich statt dieser Triggerdioden 4 und Wechselstromthyristoren 5 auch eine einfache Triggerdiode 4' und einen einfachen Thyristor 5' verwenden, wie sie in der Fig. 4 dargestellt sind und auch als Triggerdiode 14 und Thyristor 15 innerhalb des Sicherheitskreises 12 nach Fig. 3 be nutzt werden.
Dabei wird nur eine einzige Spannungs- referenzröhre 10 benötigt (Fig.4). Allerdings wird dann bei dem Thyristor die Leistung auf die Hälfte re duziert, d. h. er arbeitet nur mit einer halben Periode im Vergleich zum Wechselstromthyristor. Es können auch zwei Thyristoren antiparallel geschaltet werden; sie arbeiten dann wie ein Wechselstromthyristor 5.
Für die einwandfreie Zündung der Triggerdioden 4, 4' und 14 sind sogenannte R-C-Glieder 19 notwendig, die aus je einem Widerstand 22, bzw. 23 und 24 und je einem Kondensator 19' bestehen. Anderseits bewirkt ein Teil dieser Widerstände 22 bis 24 auch eine er wünschte Herabsetzung der Netzspannung, sei es (wie schon erwähnt), um den Thermistor 7 nicht zu stark, zu belasten, oder sei es auch zum Schutz der Trigger- dioden 4, 4' und 14. Auch diese fürfen nur mit kleinen Stromstärken betrieben werden.
Der beschriebene Tauchsieder ist insbesondere für die Verwendung im Haushalt geeignet und erlaubt eine einwandfreie Regelung der Temperatur, weist eine nur kleine Zahl von Bestandteilen auf und ist handlich, in dem der Heizkörper und der Temperaturfühler mit der ihm zugehörigen, der Temperaturregelung dienenden Schaltungsanordnung zu einem einheitlichen, kompak ten Gerät vereinigt sind. Ausserdem gewährt der Tauch sieder besonders zuverlässig Schutz gegen eine über hitzung der zu erwärmenden Flüssigkeit und schliesst die Gefahr einer Explosion infolge Schaltfunkens mit Sicherheit aus.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Tauchsieder mit einem gemeinsam mit einem von einem Widerstand mit temperaturabhängig veränder lichem Widerstandswert gebildeten Temperaturfühler in die zu erhitzende Flüssigkeit eintauchbaren Heizkörper und mit einem mit diesem Heizkörper verbundenen Handgriff, welcher eine zur Regelung der Stromzufuhr zum Heizkörper dienende, auf einen vorbestimmten Temperatur-Höchstwert der Flüssigkeit einstellbare und selbsttätig wirksame Schaltungsanordnung enthält, da durch gekennzeichnet, dass die Spannung an dem den Temperaturfühler (7) bildenden Widerstand mit dem temperaturabhängig veränderlichen Widerstandswert die eine Triggerdiode (4, 4')und einen in Reihe zum Heiz körper (6) geschalteten Thyristor (5, 5') enthaltende Schaltungsanordnung (2) so steuert, dass sie die Strom zufuhr zum Heizkörper (6) bei Erreichen eines ersten vorbestimmten Widerstandswertes unterbricht und bei Erreichen eines zweiten vorbestimmten Widerstands wertes freigibt. UNTERANSPRÜCHE 1.Tauchsieder nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, däss die Stromkreise der Triggerdiode (4, 4') und des Thyristors (5, 5') aus der Parallelschal tung eines Widerstandes (21, 22, 23, 24) und eines Kon- densators (19') bestehende Schaltelemente enthalten. 2. Tauchsieder nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Widerstände (11, 22, 23, 24) vorgesehen sind, um die Betriebsspan nung des Temperaturfühlers (7) und der Triggerdiode (4, 4') gegenüber der Netzspannung herabzusetzen. 3.Tauchsieder nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Spannungsstabilisatoren, z. B. Span nungsreferenzröhren (10) oder Zener-Referenzdioden, zur Stabilisierung der Betriebsspannung der Schaltungs anordnung (2) vorgesehen sind. 4. Tauchsieder nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass im Bereich des Heizkörpers (6) zu sätzlich zum Temperaturfühler (7) ein Kontaktthermo meter (13) vorgesehen ist, das dann die Stromzufuhr zum Heizkörper (6) unterbricht, wenn die Temperatur des Heizkörpers höher als die der Einstellung eines Regelwiderstandes (2') entsprechende Temperatur ist. 5.Tauchsieder nach Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontakt thermometer (13) eine weitere Schaltungsanordnung (12, Fig.3) mit vorzugsweise einer weiteren Trigger- diode (14) und einem weiteren Thyristor (15) steuert, der die Stromzufuhr zum Heizkörper (6) dann unter bricht, wenn der in Reihe zum Heizkörper (6) angeord nete Thyristor (5) einen seine Sperrung verunmöglichen- den Defekt aufweist. 6.Tauchsieder nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass im Stromkreis des weiteren Thyristors (15) ein Widerstand (16) angeordnet ist, der mit einem in der Stromzuführungsleitung (1') zum Heizkörper (6) angeordneten Schmelzelement (20) in Wärmekontakt steht, derart, dass die Stromzufuhr zum Heizkörper (6) bei Betätigung des weiteren Thyristors (15) oder dann, wenn die Umgebungstemperatur über den Schmelzpunkt des Schmelzelementes (20), z. B. 70 C, ansteigt, un terbrochen wird. 7.Tauchsieder nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in der Stromzuführungsleitung (1') eine superflinke Schmelzsicherung zum Schutze des Thyristors (5) angeordnet ist. B. Tauchsieder nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass parallel zum Thyristor (5) ein über spannungsableiter zum Schutze des Thyristors gegen Netzüberspannungen angeordnet ist.
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|---|---|---|---|---|
| DE3226141A1 (de) | 1982-07-13 | 1984-01-19 | Hans Martin Dipl.-Ing. Zeitelhack (FH), 8000 München | Energieeinsparende heizvorrichtung fuer aquarien, terrarien und aehnliche behaelter |
| DE19615403A1 (de) * | 1996-04-18 | 1997-10-23 | Franz Simmler | Tauchsiedervorrichtung |
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