CH477255A - Schweissverfahren für Metallteile - Google Patents
Schweissverfahren für MetallteileInfo
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Description
Schweissverfahren für Metallteile Die Erfindung bezieht sich auf ein Schweissverfah- ren für Metallteile.
Es ist ein Verfahren zur Stumpfschweissung von Metallteilen bekannt, bei dem während des Abschmelz vorganges der Kanten der zu verbindenden Teile durch elektrischen Strom sich zwischen den letzteren über brückungen aus flüssigem: Metall bilden. Die Teile wer den durch die Widerstandswärme, die ein über diese Überbrückungen fliessender elektrischer Strom entwik- kelt, und nachfolgendes Stauchen verschweisst (siehe das Buch von N. S. Kabanow und E. Sch. Slepak Technologie der Stumpfschweissung , Moskau, 1961, S.52).
Es ist nicht zweckmässig, Blecherzeugnisse mit einer Dicke bis zu 0,5 mm mittels Stumpfschweissung zu verschweissen, da es sehr schwierig ist, die zu ver schweissenden Stosskanten einander genau gegenüber einzustellen, was für die Erzeugung seiner wertvollen Naht unerlässlich ist.
Ausserdem erfordert das Stumpfschweissverfahren die Verwendung starker Stromquellen.
Mit demselben Mangel ist auch das bekannte Lichtbogenschweissverfahren behaftet.
Zweck der Erfindung ist es, die erwähnten Nach teile zu beseitigen und ein, solches Schweissverfahren für metallische Teile zu schaffen, das bei geringer er forderlicher Stromstärke eine hohe Güte der Schweiss verbindungen ermöglicht und eine hohe Schweisspro duktivität gewährleistet.
Das erfindungsgemässe Schweissverfahren für Metallteile, bei dem durch Widerstandserwärmung die einander berührenden Kanten der zu verschweissenden Teile verschmolzen werden, ist dadurch gekennzeich- net,
dass eine Überbrückung aus flüssigem Metall zwi schen den Kanten der zu verschweissenden Metallteile und der Elektrode durch Berührung der Elektrode mit den Kanten der Metallteile und eine Naht durch Ver schieben der Elektrode entlang der Schweissrichtung mit einer Geschwindigkeit, die eine Unterbrechung die ser Überbrückung ausschliesst, gebildet wird. Es ist vorteilhaft, in. die flüssige Überbrückung Zu satzwerkstoff einzubringen.
Es kann auch zweckmässig sein, als Elektrode einte verzehrbare Elektrode zu benutzen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine Schweissung mittels unverzehrbarer Elektrode in schematischer Darstellung, Fig. 2 die Schweissung nach Fig. 1 bei Anwendung eines Zusatzwerkstoffs und Fig. 3 eine Schweissurig mittels verzehrbarer Elek trode in schematischer Darstellung.
Zur Durchführung des Schweissens von Metalltei- len wird der Strom der Elektrode und den zu ver schweissenden Kanten zugeführt. Die Elektrode; wel che die zu verschweissenden Kanten berührt, stellt zwi schen diesen den Kontakt her.
Die an der Kontaktstelle entwickelte Wärmemenge ist dem Widerstand des Stromes direkt proportional, während der Widerstand mit der Grösse des Kontakt druckes in umgekehrter Beziehung steht. Deshalb wird die Elektrode ohne besondere Kraftanwendung mit den zu verschweissenden Kanten in Berührung gebracht, um nur einen geschlossenen Stromkreis zu erzeugen. An der Kontaktstelle zwischen der Elektrode und den zu verschweissenden Kanten der Metallteile ersteht ein Schmelzbad. Durch die Elektrode wird letzteres soweit zusammengezogen, bis eine Überbrückung aus flüssigem Metall zwischen den zu verschweissenden Kanten und, der Elektrode entstanden ist.
Bei der Ver schiebung der Elektrode entlang der Schweissnahtlinie erfolgt das Abschmelzen und Verschweissen der Kan ten von Metallteilen durch Wärme, die durch den elek trischen Strom in der Überbrückung aus flüssigem Metall entwickelt wird, welche einen beträchtlichen elektrischen Widerstand hat.
Bei der Verschiebung der Elektrode entlang der Schweissnahtlinie wird zwischen der Elektrode und den zu verschweissenden Kantern ein solcher Abstand auf- rechterhalten, dass die Überbrückung aus flüssigem Metall nicht zerstört wird.
Beim Übersteigen des optimalen Abstandes erfolgt die Unterbrechung des elektrischen Kreises und das Schweissen hört auf. Wird der Abstand zu klein gehal ten, so ist der Stromkreis zwar nicht unterbrochen, der Abschmelzvorgang hört jedoch auf, da die Überbrük- kung aus flüssigem Metall verschwindet und. somit die Wärmemenge an der Kontaktstelle abnimmt.
Der optimale Abstand zwischen der Elektrode und den zu verschweissenden Kanten ist leicht dank der Nachgiebigkeit der Überbrückung aus flüssigem Metall aufrechtzuerhalten.
Bei der Schweissung mittels unverzehrbarer Elek trode 1 (Fig. 1) wird die Spannung von der Strom quelle 2 den Kanten der Schweissteile 3 zugeführt. Die Elektrode 1 wird aus einem wärmebeständigen und stromleitenden Werkstoff (Hiob, Molybdän, Wolfram, Sintermetall u. ä. m.) hergestellt. Bei der Berührung der Elektrode 1 mit den zu verschweissenden Kanten der Metallteile 3 entsteht eine Überbrückung 4 aus flüssigem Metall, während sich bei .der Verschiebung der Eelektrode 1 entlang der Linie der zu verschweis- senden Kanten eine Schweissnaht 5 bildet, deren Ge stalt sich beim Erkalten der geschmolzenen Kanten bildet.
Soll die Menge des Schweissguts vergrössert oder seine chemische Zusammensetzung verändert werden, so verwendet man eine unverzehrbare Elektrode und Zusatzmetall.
Das Zusatzmetall in Form eines Drahtes 6 (Fig. 2) wird in die Überbrückung 4 aus flüssigem Metall einge bracht. Der Draht 6 schmilzt unter der Wärmeeinwir kung der flüssigen Überbrückung 4 und begünstigt die Erzeugung einer gewölbten Schweissnaht 5.
Metallische Teile können nach dem. vorliegenden Verfahren auch mittels verzehrbarer Elektrode 7 (Fig. 3) verschweisst werden. Bei einer solchen Schweissung kommt Metalldraht zur Verwendung. Die ser wird der Schweisstelle über die Rollen 8 von einer Drahtvorratrolle 9 durch ein! Mundstück 10 zugeführt.
Der elektrische Strom wird der Elektrode von einer Stromquelle 2 über das Mundstück 10 zugeführt.
Die Elektrode 7 schmilzt dank der Wärme., die in der zwischen dem Elektrodenende und den zu ver- schweissenden Kanten der Teile 3 entstandenen über- brückung 4 entwickelt wird.
Bei der Verschiebung der Elektrode 7 entlang der Kanten der Schweissteile bildet sich die Naht 5.
Das beschriebene Schweissverfahren für Metallteile besitzt im Vergleich zu bekannten Verfahren eine Reihe von Vorteilen. So verlangt z. B. eine hochwer tige Schweissung von Blechen aus nichtrostendem Stahl mit 0,5 mm Dicke eine Leistung von höchstens 0,2 kVA, während für die Ausführung einer ebensol chen Schweissverbindung nach einem der bekannten Verfahren, beispielsweise mittels Widerstandsnaht- schweissung, eine Leistung von etwa 20 kVA erforder lich ist.
Das beschriebene Schweissverfahren gewährleistet eine hohe Güte der Schweissverbindungen bei Metal len, die nach bekannten Verfahren schlecht zu ver- schweissen sind, beispielsweise Transformatorenble chen.
Neben hoher Festigkeit wird auch eine volle Dich tigkeit der Schweissverbindungen erreicht. Metallogra- phische Untersuchungen zeigten, dass die Schweissnaht frei von Poren, Rissen und jeglichen Einschlüssen ist, obwohl ohne Schutzgasatmosphäre geschweisst wurde.
Dies erklärt sich daraus, dass die Metallkanten sehr schnell und in nur geringem Umfang abschmelzen, so dass das Metall nicht oxydieren kann.
Die Schweissung nach dem vorliegenden Verfahren erfolgt bei einer sehr niedrigen Spannung des Sekun därkreises der Stromquelle. So z. B. erreicht die Span nung bei Schweissteilen aus nichtrostendem Stahl bei einer Dicke von je 0,5 mm lediglich 0,6 bis 1,2 Volt.
Der Abschmelzvorgang verläuft sehr ruhig und ohne Abtropfen des abgeschmolzenen Metalls.
Die Leistung des Verfahrens ist hoch; bei der Schweissung von Stahlblechen mit 0,2 bis 0,5 mm Dicke erreicht z. B. die Schweissgeschwindigkeit 200 m/h.
Mit diesem Verfahren können gleichartige und un terschiedliche Metalle auch von verschiedener Dicke verschweisst werden, wobei Stumpf-, überlappnaht- und andere Verbindungen in, verschiedenen räumlichen. Lagen sowie in verschiedenen Medien, darunter im Vakuum, wo die Anwendung von Lichtbogenschweiss- verfahren mit bestimmten Schwierigkeiten verbunden ist, hergestellt werden. Das vorgeschlagene Verfahren kann auch zum Aufschmelzen verschiedener Metalle zur Anwendung gelangen.
Ausserdem kann nach demselben Verfahren sowohl mit Wechsel- als auch mit Gleichstrom ge schweisst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schweissverfahren für Metallteile, bei dem durch Widerstandserwärmung die einander berührenden Kan ten der zu verschweissenden Teile verschmolzen wer den, dadurch gekennzeichnet, dass eine überbrückung aus flüssigem Metall zwischen den Kanten der zu ver- schweissenden Metallteile und der Elektrode durch Be rührung der Elektrode mit den Kanten der Metallteile und eine Naht durch Verschieben der Elektrode ent lang der Schweissrichtung mit einer Geschwindigkeit,die eine Unterbrechung dieser Überbrückung aus- schliesst, gebildet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Schweissverfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die flüssige überbrük- kung ein Zusatzwerkstoff eingebracht wird. 2. Schweissverfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Elektrode eine ver zehrbare Elektrode benutzt wird.
Priority Applications (1)
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| CH674968A CH477255A (de) | 1968-05-07 | 1968-05-07 | Schweissverfahren für Metallteile |
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| CH477255A true CH477255A (de) | 1969-08-31 |
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| CH674968A CH477255A (de) | 1968-05-07 | 1968-05-07 | Schweissverfahren für Metallteile |
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| CH (1) | CH477255A (de) |
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1968
- 1968-05-07 CH CH674968A patent/CH477255A/de not_active IP Right Cessation
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