CH477272A - Schichtstoffplatte - Google Patents
SchichtstoffplatteInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
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Description
Schichtstoüplatte Gegenstand der Erfindung ist eine Schichtstoffplat- te, vorzugsweise zur Herstellung von Möbeln oder Tü ren oder zur Innenausstattung von Räumen, wie Bele gen von Böden.
Schichtstoffplatten sind in den verschiedensten Aus führungen bekannt. Um die als unterste Schicht auf der Trägerplatte oder der Unterlage anliegende Kunst stoffschicht aufbringen zu können, muss diese vorerst rauhgeschliffen werden, da ansonsten eine Verleimumg nicht oder nur durch Beobachtung besonderer Vorkeh rungen, spezieller Verleimung, Anwendung hoher Drük- ke od. dgl. möglich wäre.
Bekannte Schichtstoffplatten weisen auch eine trans parente Beschichtung der furnierten Oberfläche auf. Soll diese glatt erscheinen, wird sie zumeist geschliffen, was bei der äusserst dünnen Schicht sehr schwierig ist und insbesondere bei grossflächigen Platten leicht zu einem Durchschleifen von Kunststoffbeschichtung und Holzfurnier führt.
Nachteilig bei allen bekannten Ausführungen ist, dass sowohl das Furnier mit der Trägerschicht und auch die transparente Beschichtung gegeneinander nur ungenügend verhaftet sind, d. h., dass die übereinan- derliegenden Schichten insbesondere unter dem Ein- fluss von Wärme sich voneinander lösen, Blasen bilden oder überhaupt abheben. Bei Auflagen von Holzfur nieren auf einer Seite der Trägerplatte allein macht es sich auch ungünstig bemerkbar, dass sich die aus Kunst stoff bestehende Trägerplatte wölbt, was Schwierigkei ten bei ihrer Verarbeitung zur Folge hat.
Es besteht daher die Aufgabe, eine Schichtstoff platte zu schaffen, die unter Vermeidung der vorste hend geschilderten Nachteile eine innige und feste Ver haftung der einzelnen Schichten zeigt, die auch durch mechanische oder sonstige Beeinflussung nicht zu lösen ist, wobei eine solche Platte nicht nur vollkommen plan liegen und daher leicht zu verarbeiten sein, son dern auch die Möglichkeit bieten soll, ohne weitere Bearbeitung ihrer Unterseite sofort auf Trägerplatten od. dgl. aufgebracht zu werden. Eine solche Platte soll weiter auch gut zu verarbeiten, möglichst elastisch und auch witterungsbeständig sein, so dass sie auch für Aus senwände verwendbar ist.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass sie eine mindestens teilweise aus polymerem Kunst stoff bestehende Trägerplatte aufweist, die beidseitig mit Holzfurnieren innig und unlösbar verbunden ist. Da die üblicherweise verwendeten Leime und Kunst harze in den bekannten Verfahren diese innige und unlösliche Verbindung der einzelnen Schichten nicht erreichen, ist der Anmelder andere Wege gegangen und es ist ihm gelungen, eine Schichtplatte herzustel len und praktisch verwendbar zu machen, bei der der Kunststoff der Trägerplatte und das Harz der Be schichtung mit dem Holzfurnier eine so innige moleku lare Durchdringung eingehen,
dass sie wie ein homo gener Körper in einer einheitlichen Platte wirken. Die einzelnen Schichten sind unlösbar miteinander verbun den und können daher auch durch Wärme oder me chanische Einwirkungen nicht ungünstig beeinflusst wer den. Härte und Abreibfestigkeit sowie Verhalten ge gen verschiedene Chemikalien sind ausgezeichnet. Die erfindungsgemässe Platte ist gut zu verarbeiten und vereinigt die Schönheit des Holzes mit den vorzügli chen Eigenschaften der Kunststoffplatte.
Eine erfin- dungsgemässe Schichtplatte wird beispielsweise in ei nem Arbeitsgang hergestellt, wobei bei Erstellung der Trägerplatte gleichzeitig das Holzfurnier auf beiden Sei ten sowie eine Harzbeschichtung auf der Oberseite und ggf. auch auf der Unterseite durch Verpressen unter hohem Druck die Schichtplatte mit den gewünschten Eigenschaften ergeben.
Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung sieht vor, die Trägerplatte aus einer oder mehreren Lagen von kunstharzgetränkten und miteinander verpressten Schichten aus Papier oder Textilstoff herzustellen, auf die beidseitig die Holzfurniere aufgebracht sind. Eine solche Platte ist besonders elastisch und kann sich auch verhältnismässig leicht gekrümmten Flächen an passen. Bisher war es nicht möglich, die Holzfurniere innig mit der Trägerplatte zu verbinden, da höhere Drücke diese leicht beschädigen. Auch wenn nur homo gene Kunststoffplatten als Träger verwendet werden, besteht diese Gefahr.
Wenn jedoch, wie der Anmelder durch Versuche festgestellt hat, die Trägerplatte, wie oben angegeben, aus mehreren Lagen von Papier od. dgl. erstellt wird, können die Furniere mit der Be schichtung unter sehr hohen spezifischen Drücken mit einander so verbunden werden, dass eine innige Ver bindung hergestellt ist, wobei diese Schichtplatten eine glatte und witterungsbeständige Oberfläche erhalten, was bei Verwendung geringerer Drücke nicht möglich ist, da das Kunstharz nicht innig genug in die Poren der Holzfurniere eindringt. Bekannte Platten mit einer auf Holzfurniere aufgebrachten Aussenschicht aus Kunststoff sind daher verhältnismässig rauh und weisen auch keine feste und unlösbare Verbindung mit dem Trägerkern auf.
Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Figuren der Zeichnung in Ausführungsbeispielen erläu tert, doch soll sie nicht auf diesen Möglichkeiten ihrer Verwirklichung beschränkt bleiben.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Kunststoffplatte mit homogenem Kunststoffkern und einer Aussenbe schichtung nur auf einer Seite, Fig. 2 eine solche, bei der die Trägerplatte aus mehreren Schichten gebildet ist, wobei eine Aussenbeschichtung beider Flächen vor gesehen ist.
Gemäss Fig. 1 liegt auf der Trägerplatte 1 beid seitig ein dünnes Holzfurnier 2, 2', und auf dem die Oberseite bildenden Furnier 2 ist eine Beschichtung 3 aus Kunstharz vorgesehen. Dieses kann aus Melamin, Phenol oder einem sonstigen geeigneten Harz bestehen. Durch Verpressen dieser gleichzeitig mit der Anferti gung der Kunststoffträgerplatte 1 zusammengebrachten Teile gehen diese eine so enge Verbindung ein, dass die einzelnen Schichten unlösbar miteinander verbun den sind.
Genügt ein glattes Furnier und sind auf der Ober fläche keine besonderen Festigkeitseigenschaften not wendig, kann die Harzbeschichtung wegbleiben.
Durch das Aufbringen eines gleichartigen Furnieres auf beiden Seiten der Trägerplatte 1 gewinnt diese eine vollkommen plane Lage. Eine solche Platte braucht an ihrer Unterseite nicht erst in einem weiteren Arbeits gang aufgerauht zu werden, da sie infolge ihrer Holz auflage sofort mit jedem üblichen Leim oder Kleber verarbeitet werden kann.
Als Harzbeschichtung 3 kann ausser einem un durchsichtigen Harz auch ein transparentes Harz zur Verwendung kommen. In diesem Falle ist die Holz maserung gut sichtbar, wobei eine solche Platte neben dem ansprechenden Aussehen des Holzes auch beson dere Oberflächeneigenschaften aufweist, die ein Ver kratzen, Beeinflussung durch Wärme oder durch che mische Einflüsse verhindern. Sie ist also überall dort gut verwendbar, wo besonders starke derartige Bean spruchungen zu erwarten sind.
Die Trägerplatte 1 in Fig.2 besteht aus Papier schichten 1' und weist auf beiden Seiten eine Be schichtung mit Holzfurnieren 2, 2' auf, wobei die Pa pierschichten 1' selbst mit Kunstharz durchtränkt und mit den Furnieren 2, 2' in einem Arbeitsgang verpresst sind. Wegen der Elastizität der aufeinanderliegenden Papierschichten 1' kann ohne Gefahr einer Beschädi gung der Trägerplatte 1 ein spezifisch hoher Druck im Herstellungsverfahren angewendet werden, der nicht nur eine innige Durchtränkung der Papierschichten ge währleistet, sondern auch eine gute Verhaftung mit den Holzfurnieren 2, 2' sichert, da der Kunststoff tief in deren Poren eindringt.
Die Harzbeschichtung 3, 3' - im Ausführungsbei spiel nach Fig. 2 auf beiden Seiten aufgebracht - kann wegen der angewendeten hohen Drücke gleichfalls gut verhaftet werden, wobei sowohl die Herstellung des Kernes (Trägerplatte 1) einer solchen Schichtstoffplatte als auch die aufgebrachten Furniere 2, 2' und die Harz beschichtung 3, 3' in einem Arbeitsgang zu bewerkstel ligen ist, was nicht nur Zeit, sondern auch Kosten spart und damit eine rationelle Fertigung solcher Platten er möglicht. Ihre glatte Oberfläche bietet nicht nur ein ansprechendes Aussehen, sondern ist wasserabstossend, so dass eine solche Platte auch im Freiland vorteilhaft zu verwenden ist.
Die hohe Elastizität erlaubt die Ver wendung auch bei gekrümmten Unterlagen und bietet auch für die Verarbeitung eine wesentliche Erleichte rung.
Es ist leicht ersichtlich, dass die Erfindung mancher lei Varianten erfahren kann. So mag beispielsweise für die Schichten der Trägerplatte Textilstoff, Vulkan fiber od. dgl. Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schichtstoffplatte, vorzugsweise zur Herstellung von Möbeln oder Türen oder zur Innenausgestaltung von Räumen, wie Belegen von Böden, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine mindestens teilweise aus poly merem Kunststoff bestehende Trägerplatte (1) aufweist, die beidseitig mit Holzfurnieren (2, 2') innig und unlös bar verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Schichtstoffplatte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (1) aus einer oder mehreren Lagen von kunstharzgetränkten und mitein ander verpressten Schichten (1') aus Papier oder Tex tilstoff besteht.2. Schichtstoffplatte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Holzfurnier (2) einer Seite der Schichtplatte eine mit ihm innig und unlösbar ver bundene Kunstharzbeschichtung (3) aufweist. 3. Schichtstoffplatte nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Holzfurniere (2, 2') auf einer oder auf beiden Seiten der Trägerplatte (1) eine damit innig verbundene Beschichtung (3, 3') von Kunst harz aufweisen. 4. Schichtstoffplatte nach den Unteransprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharz beschichtung (3) transparent ist.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE9115187U1 (de) * | 1991-12-06 | 1992-02-13 | Hofmann, Max, 8000 München | Tischplatte mit wasserdichten Deckschichten |
| GB2307882A (en) * | 1995-12-07 | 1997-06-11 | Prodema S A | Board |
| DE19721110A1 (de) * | 1997-05-20 | 1998-11-26 | Decathlon Sportartikel Gmbh Un | Platte für Tischtennis-Tisch |
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| GB2307882B (en) * | 1995-12-07 | 1999-07-28 | Prodema S A | Board |
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