CH478342A - Zündvorrichtung mit drehzahlabhängiger Zündzeitverstellung für Verbrennungsmotoren - Google Patents

Zündvorrichtung mit drehzahlabhängiger Zündzeitverstellung für Verbrennungsmotoren

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CH478342A
CH478342A CH930267A CH930267A CH478342A CH 478342 A CH478342 A CH 478342A CH 930267 A CH930267 A CH 930267A CH 930267 A CH930267 A CH 930267A CH 478342 A CH478342 A CH 478342A
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Description


      Zündvorrichtung        mit    drehzahlabhängiger     Zündzeitverstellung        für    Verbrennungsmotoren    Die Erfindung betrifft eine Zündvorrichtung mit  drehzahlabhängiger     Zündzeitverstellung    für Verbren  nungsmotoren, mit einem     Impulsübertrager,    dessen Se  kundärwicklung in einem die Funkenstrecke einer Zünd  kerze enthaltenden Zündkreis liegt, wobei die Zündung  durch einen     Auslöseimpuls    ausgelöst wird, der in der  Primärwicklung des     Impulsübertragers    durch Öffnen von  im Takt des Motors betätigten     Unterbrecherkontakten     erzeugt wird.

   Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art  erfolgt die     Zündzeitverstellung    mechanisch mittels eines       Fliehkraftreglers    oder einer pneumatisch betätigten  Membran. Diese     Zündzeitverstellung    ist ungenau und  verändert sich zudem im Lauf der Zeit in hohem Masse.  Rein elektronisch bewirkte     Zündzeitverstellungen    sind  schon vorgeschlagen worden, für die Praxis aber viel zu  kompliziert, teuer und fehleranfällig.

   Die Erfindung  bezweckt, diese Nachteile zu     beheben.    Die Zündvorrich  tung nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass  eine Spannungsquelle mit der genannten Primärwicklung,  ein erster     Tyristor,    ein Kondensator und ein zweiter       Thyristor    in Serie geschaltet sind, und dass nach dem  Öffnen der     Unterbrecherkontakte    zuerst der erste     Thyris-          tor    und durch Entladung eines ersten während der  Schliesszeit der Kontakte über     einen        Widerstand    aufgela  denen Kondensators leitend gemacht wird, und hierauf  der zweite     Thyristor    durch Entladung eines zweiten,

    während der Schliesszeit der Kontakte über eine Diode  aufgeladenen Kondensators leitend gemacht wird.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes dargestellt, wobei der Einfach  heit halber nur die Zündung eines einzigen Zylinders des  Motors unter Weglassung des üblichen Zündverteilers  gezeigt ist.  



  Die dargestellte Zündvorrichtung weist eine Batterie 1  von     z.B.    12 Volt auf, die über einen Zündschalter 2 mit  einem     Gleichspannungswandler    3 verbunden ist, der  einen Kondensator 4 auf     z.B.    400 Volt auflädt. An den  Kondensator 4 ist über     einen        Thyristor    (Schaltdiode) 5  die Primärwicklung 6 eines     Zündtransformators    7 ange  ordnet, an dessen Sekundärwicklung 8 die Zündfunken  strecke 9 einer Zündkerze angeschlossen ist.

   Zwischen  der Steuerelektrode 5 des     Thyristors    5 und dessen Ka-         thode    K befindet sich die Sekundärwicklung 10 eines       Impulsübertrags    11, zu welcher ein Widerstand 12 und  eine     Schutzdiode    13 parallel geschaltet sind. Die Primär  wicklung 14 des Impulsübertragers 11 ist über dem     Zünd-          schalter    2 mit dem positiven Pol der- Batterie 1 verbun  den, deren negativer Pol geerdet ist. Andererseits ist die  Primärwicklung 14 mit der Anode A eines     Thyristors    15  verbunden, dessen Kathode an einen Kondensator 16 an  geschlossen ist.

   Zwischen der     anderen    Seite des     Konden-          sators    16 und Erde ist ein weiterer     Thyristor    17 vor  gesehen.  



  Die Steuerelektrode S des     Thyristors    15 ist über einen  Widerstand 18 mit dessen Kathode K und über     einen     Widerstand 19 mit einem ruhenden     Unterbrecherkontakt     20 verbunden, der mit einem beweglichen Unterbrecher  kontakt 21 zusammenarbeitet. Der     Unterbrecherkontakt     21 ist an einer Kontaktfeder 22 angebracht, die in einem  geerdeten Halter 23 eingespannt und mit einem Nocken  24 versehen ist, der mit einem     Unterbrechervierkant    25  zusammenarbeitet, welcher in üblicher Weise mit der  halben Motordrehzahl angetrieben wird.  



  Der     Unterbrecherkontakt    20 ist über einer Diode 26  und einem Widerstand 27 mit dem Teilungspunkt 28  eines aus einem Widerstand 29 und einer     Zenerdiode    30  bestehenden Spannungsteiler 29, 30, der bei geschlosse  nem Zündschalter 2 von der Batterie 1 gespeist wird. Im  Teilungspunkt 28 herrscht gegenüber Erde eine durch die       Zenerdiode    30 auf     z.B.    8 Volt stabilisierte Spannung. An  die die Diode 26 mit dem Widerstand 27 verbindende  Leitung 31 ist eine     Zenerdiode    32 angeschlossen, die  andererseits mit der Steuerelektrode S des     Thyristors    17  und über einen     Heissleiterwiderstand    33 mit dessen  geerdeter Kathode K verbunden ist.

   Der     Anoden-Katho-          denstrecke        A-K    des     Thyristors    17 ist eine Diode 34  antiparallel geschaltet.  



  Zwischen der Leitung 31 und Erde ist die     Serieschal-          tung    eines Widerstandes 35 und eines Kondensators 36  angeordnet, deren Verbindungspunkt über einen Wider  stand 37 mit der Basis eines Transistors 38 mit geerdetem       Emitter    verbunden ist. Der Kollektor des Transistors 38  ist über einen Widerstand 39 und eine dazu parallel  geschaltete Diode 40 mit der Leitung 31 verbunden und      ferner an einen. andererseits geerdeten Kondensator 41  angeschlossen. Mit dem     Unterbrecherkontakt    20 ist noch  ein weiterer Kondensator 42 verbunden, der andererseits  über einen Widerstand 43 mit Erde verbunden ist.  



  Die beschriebene Zündvorrichtung arbeitet wie  folgt:  Durch Schliessen des Zündschalters 2 wird der       Gleichspannungswandler    3 in Betrieb gesetzt und somit  der Kondensator 4 aufgeladen. Wenn nun durch die  Primärwicklung 14 des Impulsübertragers 11 ein Impuls       ( < (Auslöseimpuls )        fliessen    kann - was auf später. näher  erläuterte Weise bewirkt wird - so wird dadurch in  bekannter Weise der     Thyristor    5 gezündet und es fliesst  durch denselben ein Zündimpuls, der über den     Zünd-          transformator    7 den Zündfunken in der Funkenstrecke 9  erzeugt.  



  Solange die     Unterbrecherkontakte    20, 21 geschlossen  sind ist die Leitung 31 über die Diode 26 und diese  Kontakte 20, 21 geerdet. Wenn die     Unterbrecherkontakte     20, 21 geöffnet werden, wird der Kondensator 42 in dem  von der als stabilisierte Spannungsquelle dienenden Zen  erdiode 30 aus im Stromzweig 27, 31, 26, 42. 43. Erde       geladen.    Zugleich wird auch der Kondensator 41 über die  Diode 40 geladen. Die am Kondensator 42 auftretende  positive Spannung wird über den Widerstand 19 der  Steuerelektrode S des     Thyristors    15 zugeführt, der letzte  ren leitend macht. Trotzdem kann durch denselben aber  kein Strom fliessen, und zwar weil der     Thyristor    17 in  diesem Zeitpunkt noch nicht leitend ist.

   Erst wenn der  Kondensator 41     z.B.    auf etwa die Hälfte der von der       Zenerdiode    30 gelieferten Spannung, also auf     z.B.    auf  4 Volt geladen worden ist, übersteigt die Spannung der  Leitung 31 die Durchbruchspannung der     Zenerdiode    32,  so dass durch letztere und die     Steuerelektroden-Katho-          denstrecke        S-K    des     Thyristors    17, sowie den dazu  parallelen     Heissleiterwiderstand        fliessen    kann, wodurch  auch der     Thyristor    17 leitend gemacht wird.

   Der     Heisslei-          terwiderstand    33, dessen Widerstandswert bei Erwär  mung abnimmt, hat den Zweck, eine     kleine    Abnahme der  Durchbruchspannung der     Zenerdiode    32 bei deren Er  wärmung zu kompensieren.  



  Nachdem nun beide     Thyristoren    15 und 17 leitend  sind, fliesst nun der     Auslöseimpuls    im Stromkreis 1, 2,  14, 15, 16, 17;), Erde und löst den Zündimpuls. Der  Zeitpunkt in welchem der     Thyristor    17 leitend wird, ist  nun von der Drehzahl des Motors, bzw. des     Unterbre-          chervierkants    25 abhängig, und zwar weil der Kondensa  tor 41 im Zeitpunkt, in dem sich die     Unterbrecherkon-          takte    20, 21 öffnen, noch eine Restladung besitzt und  diese Restladung von der dem Öffnen vorausgegangenen  Schliesszeit der Kontakte abhängt, während welcher sich  der Kondensator 41 über den Widerstand 39 und die  Elemente 26, 21 bis 23, Erde entladen kann.

   Je langsamer  der Motor läuft, um so länger dauert die Entladung, um  so kleiner ist also die Restspannung und um so länger  dauert es bis der Kondensator 41 auf die     erwähnte     Spannung von     z.B.    4 Volt geladen wird, bei welcher der       Thyristor    17 leitend wird; das heisst in anderen Worten,  dass die Zündung um so später stattfindet je langsamer  der Motor läuft, wie dies erfahrungsgemäss der Fall sein  muss.

   Der     Unterbrechervierkant    25 ist fest so eingestellt,  dass die Kontakte 20, 21 sich bei einem      mechanischen-          Vorzündungswinkel     öffnen, der mindestens so gross ist,  wie der für die höchste Drehzahl erforderliche, grösste  effektive     Vorzündungswinkel.    Der mechanische     Vorzün-          dungswinkel    wird dann durch die beschriebene, auf  elektrischem Wege erzeugte Zeitverzögerung zwischen    dem Öffnen der Kontakte 20, 21 und dem Zündzeitpunkt  zu dem effektiven in gewünschter Weise drehzahlabhän  gigen     Vorzündungswinkel    korrigiert.  



  Die     Vorzündungswinkelcharakteristik,        d.h.    die Kurve.  welche die den erwünschten     Vorzündungswinkels    in  Funktion der Drehzahl darstellt, ist natürlich von Motor  zu Motor verschieden. Durch entsprechende Wahl der Wi  derstände 43 und 39 kann man die beschriebene Zündvor  richtung jeder praktisch gewünschten     Vorzündungscha-          rakteristik    ausserordentlich genau anpassen, wobei dann  diese Charakteristik ausserordentlich genau eingehalten  wird, nämlich mit Abweichungen von höchstens etwa<B>10.</B>  Eine derartige Genauigkeit ist bei den üblichen mechani  schen     Vorzündungsregelungen,

      bei denen der     Unterbre-          chervierkant    25 durch einen     Fliehkraftregler    oder eine  pneumatisch     gesteuerte    Membran verdreht wird, bei wei  tem nicht erzielbar.  



  Die vorliegende Zündvorrichtung hat darüber noch  den Vorzug, auch bei mechanischer Abnützung des  Vierkants 25 und des Nockens 24, die zu einer Verkür  zung bzw. Verlängerung der Schliesszeit der Öffnungszeit  führte, richtig zu arbeiten, und zwar infolge einer durch  die Elemente 35 bis 38 gebildeten Kompensationsvorrich  tung. Wenn die Kontakte 20 und 21 sich öffnen bzw.       schliessen    so wird über den sehr hohen Widerstand  35 auch der Kondensator 36 aufgeladen bzw. entladen.  wodurch sich das mittlere, wenig schwankende Potential  der Basis des Transistors 38 entsprechend dem Verhält  nis Öffnungszeit zu Schliesszeit verändert.

   In der bisheri  gen Beschreibung der     Aufladung    des Kondensators 41 ist  nicht berücksichtigt worden, dass je nach dem Basispo  tential des Transistors 38 auch über den     Kollektoremit-          terstromkreis    des Transistors 38 ein kleiner Strom fliesst,  der von der     Basisvorspannung    abhängt.

   Wird die Öff  nungszeit durch die erwähnte Abnützung relativ zur  Schliesszeit kürzer, so wird dieser Strom noch etwas  kleiner, was eine etwas schnellere     Aufladung    des     Kon-          densators    41 und damit eine frühere Zündung verursacht,  was die     abnützungsbedingte    Verzögerung der Öffnung  der     Unterbrecherkontakte    20, 21 kompensiert. Durch  Abgleichen der Widerstände 35 und 37 können Unge  nauigkeiten vermieden werden, die sonst durch Änderun  gen des     öffnungs-    zu Schliessverhältnisses hervorgerufen  würden.  



  Zur Funktion der dargestellten Zündvorrichtung wird  noch bemerkt, dass die Diode 34 vorgesehen ist, damit  der Kondensator 16 sich während der Schliesszeit der       Unterbrecherkontakte    20, 21 im Stromkreis Erde 34, 16,  18, 19, 26, 20 bis 23, Erde entladen kann, was zur  Wiederholung des     beschriebenen    Arbeitszyklus notwen  dig ist.  



  Der Anstieg des     Auslöseimpulses,    bzw. des     Zündim-          pulses    erfolgt bei einer praktisch ausgeführten Schaltung  äusserst rasch, nämlich in weniger als 5u sec. was einen  sehr starken Zündfunken zur Folge hat.  



  Es sei ferner noch bemerkt, dass prinzipiell anstelle der  mechanisch betätigten     Unterbrecherkontakte    20 und 21  auch induktiv,     kapazitiv    oder photoelektrisch im Takt  des Motors betätigte     Unterbrecherkontakte    vorgesehen  sein könnte, obwohl dies zurzeit zu einer unnötigen  Verteuerung der Zündvorrichtung führen dürfte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zündvorrichtung mit drehzahlabhängiger Zündzeit- verstellung für Verbrennungsmotoren, mit einem Impuls übertrager (11), dessen Sekundärwicklung (10) in einem die Funkenstrecke (9) einer Zündkerze enthaltenden Zündkreis (3 bis 10, 12, 13) liegt, wobei die Zündung durch einen Auslöseimpuls ausgelöst wird, der in der Primärwicklung (14) des Impulsübertragers (11) durch Öffnen von im Takt des Motors betätigten Unterbrecher kontakten erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sapnnungsquelle (1) mit der genannten Primärwicklung, (14) ein erster Thyristor (15), ein Kondensator (16)
    und ein zweiter Thyristor (17) in Serie geschaltet sind, und dass nach dem Öffnen der Unterbrecherkontakte (20, 21) zuerst der erste Thyristor (15) und durch Entladung eines ersten während der Schliesszeit der Kontakte über einen Widerstand (43) aufgeladenen Kondensators (42) leitend gemacht wird, und hierauf der zweite Thyristor (17) durch Entladung eines zweiten, während der Schliesszeit der Kontakte über eine Diode (40) aufgeladenen Konden- sators (41) leitend gemacht wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Zündvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kondensator (41) sich über einen Widerstand (39), eine Zenerdiode (32), die Steuerelektrode-Kathodenstrecke (S-K) des zweiten Thy- ristors (17) sowie einen zu dieser Strecke (S-K) parallel geschalteten Widerstand (39) entlädt, und dass zur Ano- den-Kathodenstrecke (a-K) dieses Thyristors (17) eine Diode (34) antiparallel geschaltet ist. 2.
    Zündvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zuletzt genannte Widerstand ein Heissleiterwiderstand (33) ist, zwecks Kompensation der Temperaturabhängigkeit der Durchbruchspannung der Zenerdiode (32). 3. Zündvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufladung der beiden Konden satoren (41, 42) eine Spannung dient, die von einer Zenerdiode (30) abgenommen wird, die einen Arm eines an der Spannungsquelle (1) liegenden Spannungsteilers bildet. 4.
    Zündvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufladung des zweiten Konden- sators (41) durch eine Kompensationsvorrichtung (35 bis 38) im Sinne der Kompensation einer Änderung des Verhältnisses öffnungs- zu Schliesszeit der Unterbrecher kontakte (20; 21) beeinflusst wird. 5. Zündvorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsvorrichtung einen Transistor (38) aufweist, dessen Kollektor-Emitter- strecke zum zweiten Kondensator (41) parallel liegt, und dessen Basis über einen Widerstand (37) an einem Kondensator (36) liegt, der während der öffnungs- bzw.
    Schliesszeit der Unterbrecherkontakte (20, 21) über einen höheren Widerstand (35) auf- bzw. entladen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0071526A3 (en) * 1981-07-31 1983-08-03 The Bendix Corporation An ignition system for an internal combustion engine

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