Fensterbeschlag Die Erfindung bezieht sich auf einen Fensterbeschlag mit einem im Fensterflügel gelegenen Fenstergetriebe und davon ausgehenden Getriebestangen, durch welche Ge triebestangen Glieder des Fensterbeschlages bewegbar sind. Die Bezeichnung (Fensterbeschlag stellt einen Sammelbegriff für alle mit dem Fensterflügel verbunde nen Beschlagteile dar. Das Fenstergetriebe und die dadurch verschiebbaren Getriebe- oder Steuerstangen werden auch als Zentralverschluss bezeichnet. Handelt es sich um einen Fensterflügel mit mindestens einer senk rechten und einer waagrechten Getriebestange, dann sind diese Getriebestangen an den Flügelecken gelenkig und kraftschlüssig durch sogenannte Eckumlenkungen mit einander verbunden.
Bei Schwing- und Wendefenstern hat man die Getrie bestangen dazu benutzt, an verschiedenen Stellen des Fensters zwischen dem feststehenden Rahmen und dem Flügelrahmen wirksame Verschluss- oder Verriegelungs- glieder zu steuern. Darüber hinaus ist es bei Drehkipp- fenstern bekannt, durch die Getriebestangen Lagerteile oder Lagerhälften für die senkrechte Drehachse und die waagrechte Kippachse zu verschieben, um beispielsweise den Fensterflügel von seiner Drehung um die senkrechte Achse auf sein Kippen um die waagrechte Achse umzu stellen.
Es liegt die Aufgabe vor, bereits genannte Beschlag teile einfacher auszubilden, um beispielsweise eine einfa chere Montage zu erhalten, und darüber hinaus handelt es sich darum, die Verschiebung der Getriebestangen für weitere Zwecke zu verwenden. Insbesondere soll der Flügel in der gekippten und ganz besonders in der nur wenig gekippten Lage gegen Fehlbedienungen gesichert werden.
Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Fensterbeschlag der beschriebenen Gattung da durch gekennzeichnet, dass eine mit der Getriebestange im Flügel bewegbare Schliessplatte in der Flügelver- schlussstellung einen am feststehenden Rahmen sitzenden Zapfen hintergreift, hinter welchem in der Kipprichtung des Flügels gesehen eine Zunge angeordnet ist, die am Anfang der Flügelkippbewegung in den für den Durch- gang des Riegelzapfens vorhandenen Schlitz der Schliess- platte eintritt und dadurch die Verschiebung der Schliess- platte bzw. der Getriebestange sperrt.
Diese Sperreinrichtung dient insbesondere als Sicher heitseinrichtung für kleine Kippwinkel. Für mittlere und grössere Winkel ist in weiterer Ausgestaltung der Erfin dung der Beschlag dadurch gekennzeichnet, dass eine senkrechte, zu der unteren Ecke des Flügels auf seiner Öffnungsseite führende Getriebestange eine Rolle eines mit dem feststehenden Rahmen in der zugehörigen Fensterecke verbundenen Kipplagers hintergreift.
Weitere Einzelheiten gehen aus der nachfolgenden Beschreibung sowie den übrigen Unteransprüchen her vor.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand eines Drehkippfensters dargestellt.
In den Fig. 1 und 2 sind ein Drehkippfenster vom Zimmerinnern gesehen in geschlossenem Zustand und in einem senkrechten Schnitt mit gekipptem Fensterflügel dargestellt, wobei es sich beispielsweise um ein Metallfen ster handelt.
In dem feststehenden Rahmen 1 ist der Fensterflügel bzw. der Flügelrahmen 2 um eine senkrechte Achse drehbar. Die senkrechte Drehachse besteht aus einem unteren Eck- oder Universalgelenk 3 und einem oberen, in Fig. 1 nicht dargestellten unsichtbaren Gelenk. Der Flügelrahmen ist mit einem sogenannten Zentralver- schluss ausgerüstet. Von dem durch einen Handgriff 4 bedienbaren Fenstergetriebe 5 gehen die Getriebestangen aus, die je nach der Aufgabe senkrecht, waagrecht oder auch senkrecht und waagrecht am Flügelrahmen ver schiebbar gelagert sind.
Diese Getriebestangen 6 sind in Fig. 1 durch einfache gestrichelte Linien und in Fig.2 durch zwei parallel liegende gestrichelte Linien angege ben. An den Flügelecken ist jeweils eine senkrechte Getriebestange durch eine sogenannte Eckumlenkung mit einer waagrechten Getriebestange kraftschlüssig verbun den. Bekannte Eckumlenkungen bestehen aus einem an der Flügelecke gelagerten Winkelhebel, mit dem die Stangenenden gelenkig verbunden sind, andererseits sind auch Winkelführungen bekannt, in denen ein Drahtseil- stück oder ein Kettenstück verschiebbar ist, welches wiederum mit den Stangenenden verbunden ist. Eine solche Winkelführung 7 ist aus Fig. 2 ersichtlich.
Bei grösseren und schweren Fensterflügeln ist oben mindestens eine Haltestange 8 vorgesehen, die durch einen Bolzen 9 gelenkig im Falz 10 des feststehenden Rahmens 1 angelenkt ist. Das freie Ende der Haltestange 8 gleitet in einer Führungsschiene 11, die oben mit der waagrechten Leiste des Flügels 2 verbunden ist.
Die unten liegende waagrechte Kippachse für den Flügel 2 ist durch das Eckgelenk 3 und ein weiter unten beschriebenes besonderes Kipplager 12 gebildet, welches im Falz des feststehenden Rahmens in einer unteren Ecke an der Öffnungsseite des Flügels befestigt ist. <I>Oberes</I> Drehlager <I>für die senkrechte Drehachse</I> In Fig. 3 ist das Fenster nach Fig. 1 von oben gesehen dargestellt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen das Fenster jeweils von oben gesehen mit in Drehstellung geöffnetem Flügelrahmen und mit in Kippstellung befindlichem Flügelrahmen, wobei der Einfachheit halber in der Kippstellung nach Fig. 5 nur die obere Rahmenleiste des Flügels gezeichnet worden ist. Das mit dem Eckgelenk 3 in der senkrechten Dreh achse zusammenarbeitende obere Drehlager besteht aus einer Mulde 13, die mit der rechten oberen Ecke des Flügelrahmens 2 fest verbunden ist. Die Mulde 13 ist von aussen nicht sichtbar, denn sie liegt hinter den vorstehen den, in Fig. 5 mit 2' bezeichneten Rand oder Flansch des Flügelrahmens.
Genauer gesagt besteht die Mulde aus einem kleinen Klotz, in dem eine senkrecht liegende Mulde 13 ausgebildet ist. Eine im Falz des feststehenden Rahmens oben befestigte Platte 14 trägt einen sich nach unten erstreckenden Zapfen 15, der in die Mulde 13 passt und der den obersten Teil der im übrigen nicht durchge hend vorhandenen senkrechten Drehachse darstellt. In der oberen waagrechten Leiste des feststehenden Rah mens 1 ist die bekannte, in den Fig.3 bis 5 nicht eingezeichnete Getriebestange verschiebbar gelagert. Von dieser Getriebestange erstreckt sich in der Nähe der Mulde 13 ein kleiner Schieber 16 nach oben, der in den Fig. 3 bis 5 nur schematisch, an den Enden abgebrochen, dargestellt ist.
Beim geschlossenen Fenster nimmt die Getriebestange 6 eine solche Lage ein, dass sich der Schieber 16 in der aus Fig.3 ersichtlichen Stellung befindet. Durch diesen Schieber ist der Zapfen 15 daran gehindert, aus der Mulde 13 auszutreten. Der Fensterflügel ist also in dieser Stelle verriegelt, wobei er sich aber in die aus Fig.4 ersichtliche Offenlage drehen kann. Der Schieber 16 hat eine solche Länge, dass er auch in der Stellung nach Fig. 4 den Zapfen 15 in der Mulde 13 sichert, wenn er zusammen mit der Getriebestange aus einem anderen Grunde etwas verschoben worden ist.
Wenn der Hand griff 4 in die Kippstellung gedreht worden ist, dann hat sich die Getriebestange und mit ihr der Schieber 16 soweit verschoben, dass der Bolzen 15 aus der Mulde 13 austreten kann. Da der Bolzen 15 fest ist, kann sich die Mulde 13 und mit ihr der ganze Fensterflügel 2 vom Zapfen 15 und damit vom feststehenden Rahmen in die Kippstellung bewegen, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist. Die Haltestange 8 nimmt bei geöffnetem Fensterflügel die aus den Fig. 4 und 5 ersichtliche Lage ein.
Fehlbedienungssicherung <I>bei nur wenig in die<B>Öff-</B></I> <I>nungslage gedrehtem Fensterflügel</I> In den Fig. 6 und 7 ist in grösserem Massstab und von oben gesehen das Fenster in geschlossenem und leicht geöffnetem Zustand dargestellt, wobei der festste hende Rahmen im Schnitt gezeichnet ist.
In der oberen waagrechten Leiste des Flügelrahmens 2 liegt wiederum die Getriebestange 6. Letztere ist mit einer Platte 17 fest verbunden, die einen nach oben ragenden kleinen Zapfen 18 trägt. Für diesen Zapfen 18 ist im Falz 10 des feststehenden Rahmens 1 eine nach unten offene Nut vorgesehen, die im gezeichneten Bei spiel aus den beiden kleinen parallelen Leisten 19 gebildet ist, d.h. der Zwischenraum zwischen den beiden Leisten bildet die Nut, die sich gegen den Fensterflügel zu erweitert, indem die Leistenenden 19' etwas abgebo gen sind. Die Leisten 19 sind in den Fig.6 und 7 gestrichelt dargestellt, weil sie sich ja oberhalb der Platte 17 am feststehenden Rahmen befinden.
Man ersieht aus Fig. 6, dass bei geschlossenem Fen ster die Getriebestange 6 und mit ihr der Zapfen 18 un gehindert durch die Leisten 19 verschoben werden kann, denn der Zapfen 18 befindet sich ausserhalb der Nut. Wird der Fensterahmen 2 um die senkrechte Achse in Öffnungsstellung gedreht, dann tritt der Zapfen 18 in die Nut bzw. zwischen die Leisten 19 ein, wie es aus Fig. 7 ersichtlich ist. Infolgedessen ist über den Zapfen 18 die Getriebestange 6 gegen Verschiebung solange gesperrt oder gesichert, bis der Zapfen 18 bei weiterer Drehöff nung zwischen den Leisten 19, 19' aufgetreten ist.
Von diesem Augenblick an oder auch schon etwas vorher tritt dann die nachstehend beschriebene Sicherungsvorrich tung in Tätigkeit. Fehlbedienungssicherung <I>bei ganz offen gedrehtem</I> <I>Fensterflügel</I> In Fig. 8 ist im Vergleich zu Fig. 7 eine weitere oder grössere Öffnungsstellung des Flügelrahmens 2 darge stellt. Die Aufgabe, auch in allen Öffnungsstellungen des Flügelrahmens um die senkrechte Achse die Getriebe stange 6 zu sperren, ist gemäss Fig. 8 durch ein scheiben artiges Sperrglied 20 gelöst, das mit einer senkrechten Getriebestange 6 fest verbunden ist.
Der Flügelrahmen ist in Fig. 8 etwas abgebrochen dargestellt und infolgedessen ist die senkrechte, im Schnitt dargestellte Getriebestange sichtbar. Das Sperrglied 20 steht senkrecht auf der Getriestange 6, nimmt also im Raum eine waagrechte La ge ein. Die Kante 20' des Sperrgliedes 20 ist konvex gestaltet.
Wiederum im Falz 10 des feststehenden Rahmens 1 ist ein Winkel- oder Profilstück 21 befestigt, wobei es nachstehend nur auf den mit 21' bezeichneten Winkelarm ankommt. Dieser Winkelarm 21' besitzt einen Einschnitt 22.
Am Anfang der Fensterflügeldrehöffnung liegt das Sperrglied 20 mit seiner Spitze noch innerhalb des Winkels 21, 21', wie dies aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich ist. Bei weiterer Drehöffnung tritt die genannte Spitze und damit das Sperrglied 20 in den Einschnitt 22 des Winkels 21, 21' ein, wie es aus Fig.9 ersichtlich ist, wodurch über das Sperrstück 20 die Getriebestange 6 gegen Verschiebung gesperrt oder gesichert ist. Durch die konkave Kante 20' ist die Drehung des Flügelrahmens bis in ihre aus Fig. 4 ersichtliche Lage möglich.
Fehlbedienungssicherung <I>am Anfang der Kippbewe-</I> <I>gung des Fensterflügels</I> In den Fig. 10 und 11 ist der Flügelrahmen in zwei Kippstellungen von der Seite gesehen dargestellt, wobei der feststehende Rahmen im Schnitt gezeichnet wurde. Um den Fensterflügel in leicht gekippter Stellung gemäss Fig. 10 gegen Anheben zu sichern und um gleichzeitig die hier in Betracht kommende Getriebestange zu sperren, ist im Falz des feststehenden Rahmens 1 einer Platte 23 befestigt, die einen Zapfen 24 und eine Zunge 25 besitzt, wobei der Zapfen 24 und die Zunge 25 in waagrechter Ebene nebeneinander liegen und wobei die Breite der Zunge 25 dem Durchmesser des Zapfens 24 entspricht.
Mit der nur in Fig. 10 gestrichelt angegebenen Getriebe stange 6 ist eine Platte 26 fest verbunden, die einen winklig abgebogenen Rand 27 besitzt, wie dies aus der in grösserem Massstab gezeichneten Fig. 12 ersichtlich ist. In dem abgebogenen Rand 27 befinden sich die Durch gänge oder Schlitze 28, 28'. Es sei bemerkt, dass der in Fig. 12 vorne dargestellte Rand 27 in Wirklichkeit hinter der Platte 26 liegt, denn die Teile 27, 28, 28' arbeiten ja mit dem Zapfen 24 und der Zunge 25 zusammen.
Vorzugsweise handelt es sich beim Zapfen 24 gleichzeitig um einen Verriegelungszapfen. Bei geschlossenem Fen ster liegt der abgebogene Plattenrand 27 hinter dem Zapfen 24, so dass der Flügelrahmen an dieser Stelle verriegelt ist. In der Kippstellung (Fig. 10) ist die Getrie bestange 6 und mit ihr die Platte 26, 27 soweit verscho ben, dass beispielsweise der Zapfen 24 mit dem Durch gang 28 in Übereinstimmung liegt. Infolgedessen kann der Flügelrahmen 2 nunmehr gekippt werden, wobei sich die Platte 26. 27 über den Zapfen 24 hinwegbewegt. Dabei greift dann aber die gleichfalls erhöht über der kleinen Montageplatte 23 liegende Zunge 25 in den Durchgang 28 der Platte 26 ein, wie dies aus Fig. 10 ersichtlich ist.
Dadurch ist die Getriebestange 6 gesperrt, bis die Platte 26, 27 die Zunge 25 verlassen hat, wie dies aus Fig. 11 ersichtlich ist. Die eingreifende Zunge 25 sichert auch den Flügelrahmen 2, wenn in unbefugter Weise von aussen versucht werden sollte, den Flügelrah men 2 anzuheben. Fehlbedienungssperre bei <I>gekipptem Flügelrahmen</I> In den Fig. 13, 14 und 15 ist ein sogenanntes Kippla- ger in Ansicht dargestellt, welches mit dem feststehenden Rahmen verbunden ist und welches unter Bezugnahme auf Fig. 1 in der linken unteren Rahmenecke gelegen ist.
In den Fig. 13 bis 15 ist die Befestigungsplatte des Kipplagers mit 12 bezeichnet. Das Kipplager weist am inneren Rand des feststehenden Rahmens 1 vorspringen de oder erhöhte Teile auf. Von oben nach unten gesehen handelt es sich dabei um einen Vorsprung 29 und um den Rand 30 einer Mulde 31. Zwischen den erhöhten Teilen 29, 30 liegt ein Durchgang 32 für einen mit der Getriebe stange 6 fest verbundenen Zapfen 33, der im gezeichne ten Beispiel einen quadratischen Querschnitt aufweist. Unterhalb der vorspringenden Teile 29, 30 liegt noch eine weiter vorspringende Rolle 34.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei allen genannten Zapfen auch um an sich bekannte Rollzapfen handelt, d.h. um Zapfen, deren feststehender Kern eine drehbare Hülse trägt, wie dies beim Zapfen 34 dargestellt ist. Die Lage der Rolle 34 ist auch aus Fig. 1 ersicht lich. Um dieses Kipplager wahlweise links oder rechts im feststehenden Rahmen anschlagen zu können, ist es symmetrisch zu einer in Fig. 14 punktiert angegebenen waagrechten Linie ausgebildet. Die Rolle 34 ist in einer Bohrung des unteren Vorsprunges 29 gelagert, in dem oberen Vorsprung 29 befindet sich eine Bohrung 35 zur Aufnahme des Zapfens 34, wenn das Kipplager in um 180 verdrehter Lage verwendet wird.
Infolge der sym metrischen Ausbildung handelt es sich auch bei 31 um eine gewissermassen dreiseitig geschlossene Mulde.
In Fig. 13 befinden sich die beiden strichpunktierten Rahmen 1, 2 in geschlossener Stellung, wobei der mit der Getriebestange 6 verbundene Zapfen 33 den Vorsprung 29 des Kipplagers hintergriffen hat. Es kann sich hier im dargestellten Beispiel um das untere Ende einer senk rechten Getriebestange 6 des Flügelrahmens handeln.
Sind die Getriebestangen 6 in ihre Stellung für das Öffnen des Flügelrahmens um die senkrechte Achse gebracht, dann liegt der Zapfen 33 in Übereinstimmung mit dem Durchgang 32 des Kipplagers 12 und infolgedes sen kann der Flügelrahmen 2 durch seine Drehung geöffnet werden. Eine Öffnungsstellung ist aus Fig. 14 ersichtlich. Durch einen Pfeil ist dabei die erfolgte Bewegung des Zapfens 33 angegeben.
Soll der Flügelrahmen aus der geschlossenen Stellung nach Fig. 13 um die untere waagrechte Achse gekippt werden, dann wird die Getriebestange 6 soweit nach unten verschoben, dass der Zapfen 33 in übereinstim- mung mit dem oberen Teil der Mulde 31 liegt. Bei dem Kippen tritt dann der Zapfen 33 in die Mulde 31 ein, wie dies aus Fig. 15 ersichtlich ist. Durch die Anlage des Zapfens 33 an der Muldenwandung 30 ist nunmehr die Getriebestange 6 gesperrt. Auch lässt sich der Flügelrah men 2 nicht nach oben bewegen oder aushängen.
Die Lage des Zapfens 33 und der Sperrzunge 25 nach Fig. 11 sind so aufeinander abgestimmt, dass der Zapfen 33 bereits in die Mulde 31 eingetreten ist, bevor die Zunge 25 von der Platte 26, 27 frei wird.
Aus Fig. 15 ist weiter ersichtlich, dass das mit einem Ausschnitt 36 versehene untere Ende der Getriebestange 6 in der Kippstellung die Rolle 34 hintergriffen hat, wobei der Ausschnitt 36 teilweise dem Rollenumfang entspricht. Die Rolle 34 liegt in Fig. 15 zwischen dem Ende der Getriebestange 6 und dem vorspringenden Rand 2'. Ausserdem liegt der Flügelrahmen mit seiner unteren Kante 37 auf der Rolle 34 auf. Diese Rolle 34 bildet demgemäss einen Teil der unteren waagrechten Kippachse.
Bei der Fensterrahmenschliessung aus der geöffneten Drehstellung (Fig. 14) läuft der Flügelrahmen mit seiner unteren Kante 37 auf die Rolle 34 auf, so dass der Rahmen 2 auf alle Fälle bei geschlossenem Fenster seine richtige Höhenlage einnimmt. Zur Verriegelung wird die Getriebestange 6 aus ihrer Höhenlage in Fig.14 in diejenige nach Fig. 13 verschoben, nachdem der Zapfen 33 wieder in das Kipplager 12 eingetreten ist. Der Zapfen 33 arbeitet dabei mit der schrägen oder konvexen Oberfläche 38 des Vorsprunges 29 zusammen, wodurch der Flügelrahmen fest in den feststehenden Rahmen gedrückt wird.
Das durch die Teile 12, 29, 30, 34 und die Gestaltun gen 31, 32, 35, 38 gebildete Kipplager hat den Vorteil der Einteiligkeit. Durch die Verschraubung der Platte 12 mit dem Fensterrahmen erlangen alle Lagerbestandteile so fort ihre richtige Lage. <I>Kupplung einer zusätzlichen</I> Flügelhaltestange <I>mit</I> <I>dem Flügelrahmen</I> In Fig.16 ist das geschlossene Fenster von oben gesehen dargestellt, wobei gestrichelt eine zusätzliche Haltestange 39 eingezeichnet ist.
Fig. 17 zeigt wiederum von oben gesehen den Flügel rahmen in geöffneter Drehlage und Fig. 18 zeigt den Flügelrahmen in Kipplage, wobei sich die Haltestange 39 in Arbeitsstellung befindet.
Die Haltestange 39, die bei einem schweren Flügel rahmen in bekannter Weise zusätzlich zur beschriebenen Haltestange 8 vorhanden sein kann, trägt an einem Ende einen Zapfen 40 und am anderen Ende einen Zapfen 41, der in eine Längsführung 42 im Falz des feststehenden Rahmens 1 eingreift. Die Führung 42 ist vorzugsweise an einer Montageplatte 43 ausgebildet, die an ihrem einen Ende zu einer Zunge 44 ausgebildet oder mit einer solchen verbunden ist. Diese vorzugsweise federnde Zun ge 44 übergreift die nicht in Arbeitsstellung befindliche Haltestange 39, so dass letztere in ihrer Parallellage zum feststehenden Rahmen festgehalten ist.
Zur weiteren Sicherung kann die Haltestange 39 zwei Vorsprünge oder ausgepresste Warzen 45 besitzen, welche links und rechts der Zunge 44 liegen, wodurch die Haltestange 39 in ihrer Nichtarbeitsstellung gegen Längsverschiebung gesichert ist.
Oben ist auf dem Flügelrahmen 2 ein Winkel oder ein U-förmig gestaltetes Blech 46 befestigt. Der mittlere Teil des Bleches 46, der zwischen sich und dem Flügelrahmen 2 einen Zwischenraum aufweist, besitzt einen Einschnitt 47, dessen Öffnung gegen den feststehenden Rahmen 1 gerichtet ist.
Vorzugsweise erweitert sich der Einschnitt 47 etwas, wie Fig.17 zeigt. Mit der im Flügelrahmen 2 oben verschiebbaren waagrechten Getriebestange 6 (aus der in vergrössertem Massstab gezeichneten Längsschnittsfigur 19 ersichtlich) ist ein mehrfach abgebogener winkliger Schieber 48 verbunden, der durch einen Schlitz 49 in das Blech 46 von der Seite her eingreift. Der Schieber 48 ist an seinem freien Ende gegabelt, d.h. mit einem Einschnitt 50 versehen.
Bei geschlossenem oder in Drehöffnungsstellung be findlichem Flügelrahmen 2 nimmt der Schieber 48 die aus den Figuren 16, 17, 19 ersichtliche Stellung ein. Infolgedessen verbleibt die Haltestange 39 in ihrer Ruhe lage, wenn der Flügelrahmen 2 in die Öffnungsstellung nach Fig.17 bewegt wird, soll der Flügelrahmen 2 gekippt werden, wobei die zweite Haltestange 39 erfor derlich ist, dann wird über die Getriebestange 6 der Schieber 48 nach links in Arbeitsstellung verschoben und zwar bei geschlossenem Fenster, so dass der im Einschnitt 47 liegende Zapfen 40 durch den gegabelten Schieber 48, 50 seitlich umfasst wird.
Bei der Kippbewegung wird infolgedessen die Halte stange 39 mitgenommen, bis die aus Fig. 18 ersichtliche Kippstellung erreicht ist.
Alle für die Schliess-, die Dreh- und die Kippstellung erforderlichen Lagen der beschriebenen Einzelteile wer den durch Drehung der in Fig. 1 dargestellten Handkur bel 4 erreicht. Für die Kippstellung nimmt die Handkur bel ihre aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche, nach oben gerichtete Lage ein. Für die Drehstellung ist die Hand kurbel 4 im Ührzeigersinn um 90 gedreht, so dass sie senkrecht nach unten zeigt, so entspricht das der Schliess- lage des Flügelrahmens.
Die Sperrscheibe 20 liegt vorzugsweise am Ende einer senkrechten Getriebestange benachbart der senkrechten Drehachse. Vorzugsweise liegt die Sperrscheibe 20 in der unteren Hälfte des Flügelrahmens.