CH481323A - Raumkurbelgetriebe - Google Patents

Raumkurbelgetriebe

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CH481323A
CH481323A CH1653668A CH1653668A CH481323A CH 481323 A CH481323 A CH 481323A CH 1653668 A CH1653668 A CH 1653668A CH 1653668 A CH1653668 A CH 1653668A CH 481323 A CH481323 A CH 481323A
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shafts
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    • F16H21/00Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides
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Description


      Raumkurbelgetriebe       Die Erfindung betrifft ein     Raumkurbelgetriebe    mit  zwei durch Dreh- und/oder     Drehschubgelenke    verbunde  nen, im rechten Winkel zueinander angeordneten Wellen.  



  Bei einem bekannten derartigen Getriebe mit sich  rechtwinklig schneidenden bzw. kreuzenden Wellenach  sen ist eine gekröpfte durchgehende Welle mit einer       drehschubbeweglichen    Welle über ein     Drehschubgelenk     mit drei Freiheitsgraden gekoppelt. Ein an der dreh  schubbeweglichen Welle starr befestigter, im rechten  Winkel von ihr wegweisender Kurbelarm trägt an sei  nem Ende eine Gelenkkugel, die in einer     zylinderförmi-          gen    Aussparung eines weiteren, an der drehenden Welle  befestigten Kurbelarmes gleiten kann.

   Beim Drehen der  drehenden Welle wird dadurch der kreuzenden Welle  eine oszillierende     Drehschubbewegung    aufgezwungen  bzw. es wird beim Einleiten einer entsprechenden os  zillierenden     Drehschubbewegung    in die zugehörige Wel  le in der kreuzenden Welle eine Drehbewegung bewirkt.  



  Bei einem weiteren bekannten derartigen Getriebe  kreuzen sich die Achsen der beiden Wellen nicht. Bei  diesem Getriebe ist an einer     drehschubbeweglichen     Welle ebenfalls ein Kurbelarm starr befestigt, jedoch  trägt dieser Kurbelarm ein parallel zu dieser     drehschub-          beweglichen    Welle liegendes Drehgelenk, das als Lager  für ein weiteres Gelenkstück dient, das mit einem Kugel  gelenk in einen wiederum an einer drehenden Welle  befestigten Kurbelarm eingreift. Auch bei diesem Ge  triebe ergeben sich die gleichen Bewegungsformen der  beiden im rechten Winkel     zueinanderstehenden    Wellen;  auch ist wiederum An- und Abtrieb austauschbar. Aller  dings ist die Herstellung dieses Getriebes wesentlich  schwieriger.

   Nachteilig ist bei beiden Getrieben, dass der  Angriff der die Bewegung erzwingenden Kräfte fast  immer nicht senkrecht - wie es optimal wäre - er  folgt.  



  Bei einer Abwandlung dieser Getriebe ist das Kugel  gelenk durch ein Kreuzgelenk     ersetzt.    Abgesehen davon,    dass das weitere Gelenk eine nochmalige Fertigungs  schwierigkeit mit sich bringt, werden dadurch auch  keine besseren Lagerbedingungen erreicht, da auch bei  diesem Getriebe nur in einigen Kurbellagen die Kräfte  senkrecht zu den Lagern angreifen.  



  Bekannt sind ferner noch     Taumelscheibengetriebe,     die sich aus sogenannten      sphärischen     -Getrieben ab  leiten. Bei diesen sphärischen Getrieben treffen sämt  liche Achsen in einem Punkt zusammen, wodurch sich  aus einer Dreh- eine reine Schubbewegung oder umge  kehrt ergibt. Dieser Effekt wird z. B. in Vorsatzgetrie  ben zum Sägen, Feilen, Schleifen usw. ausgenutzt, bei  denen eine drehende Bewegung in eine stossende um  zuformen ist. Bekannt ist auch eine Umkehrung der  Kraftrichtung, bei der durch eine hin- und hergehende  Schubbewegung, beispielsweise von Kolben, die in einem       Zylinder    hin- und herbewegt werden, durch ein Taumel  scheibengetriebe eine Drehbewegung erzeugt wird.  



  Allen diesen bekannten Getrieben haftet der Nach  teil an, dass sich die zu übertragenden Kräfte im allge  meinen nicht senkrecht auf der Lagerfläche ihrer Ge  lenke abstützen, sondern in irgend einem Winkel hierzu  angreifen. Dadurch wird nicht nur der Verschleiss     äus-          serst    hoch, sondern es sind Betriebsstörungen durch  keine besseren Lagerbedingungen erreicht, da auch bei  Verklemmen der Gelenke kaum zu vermeiden. Auch  können derartige Gelenke, schon aus wirtschaftlichen  Erwägungen, nur geringe Drehmomente übertragen.  Ausserdem führt eine der Wellen immer einen Dreh  richtungswechsel aus mit einem Schwingwinkel von ma  ximal 90 .  



  In vielen Fällen ist es jedoch erwünscht, eine Dre  hung in eine     ggf.    hin- und hergehende Drehschub  bewegung, mit schwingender oder kontinuierlich ver  laufender Drehung oder umgekehrt umzuformen und  gleichzeitig beträchtliche Drehmomente zu übertragen.      Eine hin- und hergehende Schubbewegung, gekoppelt  mit einer kontinuierlich verlaufenden Drehung wird z. B.  von Vorsatzgetrieben, die zum Antrieb von     Bohrmeis-          seln    dienen, gefordert. Sonderausführungen dieser Boh  rer verlangen allerdings auch, gleichzeitig mit einer     hin-          und    hergehenden Schubbewegung die Drehung schwin  gend, also ebenfalls um eine bestimmte Winkellage  herum oszillierend, auszuführen.

   Ein     derartiges    Vor  satzgetriebe muss nicht nur hohe Drehmomente über  tragen, sondern auch die beim Betrieb auftretenden  Schläge und Laststösse ohne Beeinträchtigung aufneh  men können. Dies ist mit Sicherheit nur dann mög  lich, wenn die kinematischen Verhältnisse eines solchen  Getriebes nicht zum Verklemmen von Getriebeteilen  führen können, wodurch also     Raumkurbelgetriebe    der  bekannten Art ausscheiden. Weiter sind solche Getriebe  zur     Drehschiebersteuerung    von, eine hin- und herge  hende Schub- und eine schwingende Drehbewegung aus  führenden Kolben einzusetzen. Auch bei diesem An  wendungsfall sind u.

   U. sehr hohe Drehmomente,     ggf.     sogar auf sehr beengtem Raum, zu     übertragen.    Eine  gleichfalls hin- und hergehende Schub- und Drehbewe  gung wird auch von einem Ellipsen- und     Sinusfunk-          tionszzichner    gefordert, bei dem zwar die zu übertra  genden Drehmomente verhältnismässig klein sind, bei  dem aber diese kleinen Drehmomente durch relativ klei  ne Gelenke ohne Spiel übertragen werden müssen und  wobei sich ausserdem auch nach langer Benutzungszeit  kein Spiel einstellen darf.  



  Ein weiteres Beispiel ist durch ein Differentialge  triebe gegeben, bei dem im allgemeinen zwar Drehbewe  gungen auszugleichen sind, wobei jedoch dieser Aus  gleich durch eine schwingende, leicht sperrbare Dreh  schubbewegung mittels eines     Raumkurbelgetriebes     durchgeführt werden könnte. Auch von einem     derarti-          g:Yn    Differentialgetriebe, bei dem sich die Kraftrichtung  schlagartig umkehren kann, müssen nicht nur hohe  Kräfte, sondern auch stossartige Laständerungen über  nommen werden.  



  Als weiteres Beispiel sei noch die     Übertragung    von  Drehbewegungen durch eine eine schwingende Dreh  schubbewegung ausführende     Übertragungswelle    genannt.  Eine solche Übertragungsform muss dann gewählt wer  den, wenn aus irgend welchen Gründen eine kontinuier  lich verlaufende Drehbewegung der     Übertragungswelle     nicht zugelassen werden kann, oder auch dann, wenn  die Drehbewegung um u. U. mehrmals 90  möglichst  spielfrei und verlustfrei zu übertragen ist.  



  Es stellt sich somit die Aufgabe, ein Getriebe der  eingangs     geschilderten    Art anzugeben, das in der Lage  ist, sowohl eine Drehung in eine     ggf.    hin- und her  gehende     Drehschubbewegung    umzuformen, als auch aus  einer hin- und hergehenden     Drehschubbewegung    eine  Drehung zu bewirken, oder auch Drehbewegungen     ggf.     um mehrmals 90  versetzt weiterzuleiten, bei dem zum  Erzielen     grosser        Übertragungsleistungen,    zur vereinfach  ten Herstellung sowie zum sicheren Betrieb, die auf die  Lager einwirkenden Kräfte immer senkrecht auf den  Lagerflächen stehen.  



  Das erfindungsgemässe     Raumkurbelgetriebe    mit zwei  durch Dreh- und/oder     Drehschubgelenke    verbundene,  im rechten Winkel zueinander angeordneten Wellen ist  dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkachsen parallel  zu den Wellenachsen verlaufen.  



  Ein nach der Erfindung aufgebautes Getriebe  schliesst somit die Verwendung von Gelenken mit drei    Freiheitsgraden aus. Folgende Gelenkkombinationen zur  Verbindung der beiden Wellen sind möglich:  a) zwei     Drehschubg-lenke,     b) ein Drehgelenk, ein     Drehschubgelenk,     c) zwei Drehgelenke.  



  a) Werden zwei     Drehschubgelenke    eingesetzt, so  kann beispielsweise eine in Längsrichtung unbewegliche,  drehende Welle in der zu ihr im rechten Winkel ange  ordneten Welle ebenfalls eine Drehbewegung erzeugen.  Hierbei ergeben sich jedoch zwei     Totlagen,    also Stellun  gen, bei denen die     Richtung    der an einem Hebelarm wir  kenden Antriebskraft auf die Achse der angetriebenen  Welle weist.

   Soll also eine Drehbewegung von einer in  Längsrichtung starren Welle auf eine weitere recht  winkl-g zu ihr     angeordnete,    ebenfalls in Längsrichtung  starre Welle durch ein     Raumkurbelgetriebe    mit zwei       Drehschubgelenken        übertragen    werden, so sind Mass  nahmen vorzusehen, um diese beiden     Totpunktlagen    zu       überwinden.    Statt der kontinuierlich verlaufenden Dreh  bewegung am Abtrieb kann auch eine Schwingbewegung  in der in Längsrichtung starren     Abtriebswelle    erzeugt  werden, wobei, falls die Schwingbewegung unter einem  Winkel von     G    180  erfolgt,

   die Bewegung zwangsweise       durchgeführt    wird, da sich die gegenüberliegenden Tot  lagen erst bei einem Schwingwinkel von 180  bemerkbar  machen.  



  b) Bei der     Verwendung    eines     Drehschubgelenkes     und eines Drehgelenkes muss die das Drehgelenk tra  gende Welle eine hin- und hergehende Schub- und eine  kontinuierliche oder schwingende Drehbewegung aus  führen, wenn wiederum eine in Längsrichtung starre,  eine kontinuierliche Drehbewegung ausführende An  triebswelle vorausgesetzt wird. An- und Abtrieb sind  bei einem derartigen erfindungsgemässen Raumkurbel  getriebe ohne weiteres austauschbar, da die um 90   versetzten Kräfte der Schub- bzw. Drehbewegung Tot  lagen ausschliessen.  



  c) Dienen zwei Drehgelenke zur Verbindung der  beiden Wellen, so müssen beide Wellen eine oszillie  rende     Schubbewegung    und eine kontinuierlich oder os  zillierend verlaufende Drehbewegung ausführen. Die  Kupplung der beiden Wellen ist ebenfalls, wie bei der  Verwendung eines Dreh- und eines     Drehschubgelenkes     zwangsweise, d. h. An- und Abtrieb können ohne wei  teres wechseln.  



  In all den genannten Fällen stehen die     übertra-          gungskräfte    senkrecht auf den     Gelenklagerrilächen,    ver  meiden also die Nachteile der bekannten Raumkurbel  getriebe.  



  In einer     bewährten    Ausführungsform des     Erfin-          dungsgegenstandes    können an beiden Wellen je eine  Kurbel angeordnet sein und die Kurbelzapfen der Kur  beln können jeweils parallel zu ihrer Welle verlaufen  und Teile der verbindenden Gelenke sein.  



  Bildet beispielsweise ein     Kurbelzapfen    den Dreh  zapfen eines     Drehschubgelenkes    und der zweite Kurbel  zapfen die Drehachse eines Drehgelenkes, so ist eine  sehr einfache Herstellung des Getriebes nach Beispiel b)  möglich. Der Drehzapfen greift hierbei in ein Dreh  schublager, also in einen Zylinder ein, in dem sich der  Drehzapfen sowohl verdrehen als auch in seiner Längs  richtung verschieben kann. Dieses zylindrische Lager ist  wiederum, und zwar parallel zu der     drehschubbeweg-          lichen    Welle, also senkrecht zur Achse des Drehzapfens      als Drehgelenk ausgebildet, wobei sich die Achsen des       Drehschubgelenkes    und des Drehgelenkes kreuzen.

   Die  Drehachse des Drehgelenkes wird hierbei durch den  zweiten     Kurbelzapfen    gebildet.  



  Die rechtwinklige Anordnung gewährleistet, dass die  Kräfte immer senkrecht an den Gelenken angreifen, dass  also ein die Betriebssicherheit und Lebensdauer eines  derartigen Getriebes beeinträchtigendes Verklemmen der  Gelenkteile nicht stattfinden kann. Sämtliche einzelnen  Gelenkteile sind, da sie stets im rechten Winkel zuein  ander stehen, einfach, grösstenteils durch Drehbearbei  tung, herzustellen. Damit sind die Nachteile der     bekann-          ten    Getriebe behoben, insbesondere ist es möglich,     gros-          se    Drehmomente zu übertragen.  



  In bestimmten Fällen werden sowohl die Länge der  Kurbelarme als auch deren Winkellage relativ zu ihrer  Welle veränderbar ausgeführt. Durch diese     Massnah-          men    können die     oszillierenden    Bewegungen, also sowohl  die Schub- als auch die Drehbewegung in ihrer Ampli  tude verändert werden. Wird beispielsweise das Getriebe  in einem     Ellipsenzirkel    verwendet, so ist es durch diese  Veränderbarkeit möglich, den gesamten Bereich vom  Punkt über die verschiedensten Ellipsen bis zum Kreis  zu überstreichen.

   Ausserdem kann durch die Verände  rung der Winkellage die Achse einer in Längsrichtung  starren Welle um die einer     drehschubbeweglichen    Welle       herumgeführt    werden, was beispielsweise zum Antrieb  von schwenkbaren     Fräsern    oder     dgl.    auszunutzen ist.  



  Weiterhin können mit einer der Wellen mehrere, je  senkrecht zu ihr stehende Wellen verbunden sein. Diese  weiteren Wellen können auf einer einzigen Ebene liegen  oder auch in Längsrichtung der einen Welle im Abstand  voneinander angeordnet sein. Im letzteren Falle ergibt  sich die Möglichkeit zur Übertragung auch bedeutender  Drehmomente mittels einer     drehschubbeweglichen    Wel  le, wobei die Übertragungswelle eine oszillierende Dreh  schubbewegung ausführt und die hiervon abzweigenden  beispielsweise drehenden Wellen in einer beliebigen  Winkellage zueinander, jedoch immer senkrecht zu der  Übertragungswelle stehen.

   Bei einer     bevorzugten    Aus  führungsform dieses     Raumkurbelgetriebes    fluchtet min  destens ein drehendes Wellenpaar, wodurch sich unab  hängig von der oszillierenden     Drehschubbewegung    ein  gegenläufiges Verdrehen der beiden drehenden Wellen  ergibt.  



  Weitere     Möglichkeiten    des Getriebes, insbesondere  in der Ausführung mit einem Drehschub- und einem  Drehgelenk, sind dadurch gegeben, dass die Lager der  drehenden     Welle(n)    und der     drehschubbeweglichen    Wel  le in einem gegenüber einem Chassis     verdrehbaren     Gehäuse angeordnet sind.

   Damit ist das Getriebe auch  in einer speziellen Ausführung, und zwar mit mindestens  einem fluchtenden drehenden Wellenpaar und einer     Ver-          drehmöglichkeit    des Gehäuses um die Drehachse dieses  Wellenpaares als Differentialgetriebe einzusetzen, wo  bei beispielsweise das Gehäuse angetrieben wird und  sich der Differentialausgleich zwischen den Wellen des  Wellenpaares durch eine     Drehschubbewegung    der dreh  schubbeweglichen Welle     ergibt.    Ein derart aufgebautes  Differentialgetriebe ist formschlüssig, vermeidet also die  Nachteile einer kraftschlüssigen Kraftübertragung und  ist ausserdem einfach, grösstenteils aus Drehteilen her  zustellen.

   Auch können mit einem derartigen Getriebe  verhältnismässig grosse Leistungen auf gedrängtem  Raum übertragen werden und es ist auch durch Fest  legen der     drehschubbeweglichen    Welle leicht zu sper-         ren.    In diesem speziellen Falle ist das Gehäuse um eine  der Wellenachsen bzw. um ein     fluchtendes    Wellen  achsenpaar     verdrehbar.    Ausserdem kann das Gehäuse  jedoch auch um eine der Gelenkachsen     verdrehbar    sein.  Selbstverständlich ist es auch möglich, die beiden durch  Drehgelenke verbundenen Wellen in einem Gehäuse an  zuordnen und das Gehäuse beispielsweise in der Ebene  der Drehgelenke zu verdrehen.  



  Durchaus     möglich    ist es auch, die Wellen auf ver  schiedenen, im Abstand     ggf.    veränderbaren Ebenen an  zuordnen, wodurch auch eine Veränderung der oszillie  renden Bewegung,     ggf.        Drehschubbewegung,    zu er  zielen ist.  



  Auf den Zeichnungen ist der     Erfindungsgegenstand     anhand von Funktionsschemen und einem Ausführungs  beispiel dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 zwei     Drehschublager,    zwei Drehwellen;       Fig.    2 zwei     Drehschublager,    eine Drehwelle, eine  oszillierende Drehwelle;

         Fig.3    ein     Drehschublager,    ein Drehlager, eine  Drehwelle, eine     Drehschubwelle;          Fig.4    ein     Drehschublager,    ein Drehlager, eine  Drehwelle, ein;, oszillierende     Drehschubwelle;          Fig.5    eine Koppelung zweier     Raumkurbelgetriebe     nach     Fig.    4;       Fig.    6 zwei Drehlager, zwei     Drehschubwellen;          Fig.    7 das gleiche     Raumkurbelgetriebe    wie     Fig.    6,  jedoch mit geändertem Antrieb;

         Fig.    8 zwei senkrecht zu ihren Achsen drehbar ver  bundene Drehgelenke, zwei     Drehschubwellen;          Fig.    9 ein Differentialgetriebe und       Fig.    10 das Differentialgetriebe der     Fig.    9 nach ei  ner Drehung um 90 .  



  Prinzipiell sind drei Gelenkkombinationen möglich:  a) Zwei     Drehschubgelenke        (Fig.    1 und 2),  b) ein     Drehschubgelenk,    ein Drehgelenk     (Fig.    3, 4  und<B>5)</B> und  c) zwei Drehgelenke     (Fig.    6 und 7).  Selbstverständlich sind auch weiterführende Kopp  lungen oder andere Kombinationen, wie sie beispiels  weise in den     Fig.    8 bis 10 gezeigt sind, möglich.  



  Eine Drehwelle 36 ist mit einer weiteren Drehwelle  37 über je ein     Drehschublager    38, 39 verbunden. Die  beiden     Drehschublager    38, 39 sind senkrecht     aufeinan-          derstehend    fest verbunden. Die Drehwellen 36, 37 sind  in Lagern 40, 41, 42, 43 geführt, wobei die Lager 41, 43  ein axiales Verschieben der Wellen 36, 37     verhindern.     Endständig sind an den Wellen Kurbelarme 44, 45 je im  rechten Winkel zu den Wellenachsen angebracht, die  wiederum, parallel zu den Wellenachsen stehend, Kurbel  zapfen 46, 47 tragen.  



  Bei einer Drehung der Welle 36 in der Drehrichtung  48 wird der Kurbelzapfen 47 angehoben, verdreht sich  in dem     Drehschublager    38 und führt das mit ihm ver  bundene     Drehschublager    39 entlang des     Kurbelzapfens     46. Gleichzeitig wird auch der     Kurbelzapfen    46 ange  hoben, so dass sich das     Drehschublager    38 auch auf  seinem Kurbelzapfen 47 verschiebt und auch die Dreh  welle 37 eine Drehbewegung in Richtung 49 durch  führt. Nach einer Drehung um 90  stehen beide Kurbel  zapfen 46, 47 in ihrer obersten Lage, die Kurbelarme  44, 45 stehen senkrecht. In dieser Stellung ist die Dreh  richtung der     Abtriebswelle    nicht mehr     definiert    bzw.

    das     Raumkurbelgetriebe    ist in einer     Totlage.    Diese Tot-           lage    muss     du-r        ch    Schwungmassen oder ähnliche Mittel       überwunden    werden, um eine eindeutige Drehrichtung  zu erzielen. Die gleiche     Totlage    tritt selbstverständlich  bei der gegenüberliegenden     Extremlage,    nach einer wei  teren Drehung um 180 , also jeweils bei einer Stellung  senkrecht zur Zeichenebene, auf. Verändern sich     An-          und    Abtrieb, so ändert sich am funktionellen Verhal  ten dieses Getriebes nichts.

   Eine Möglichkeit des An  triebes beider Wellen besteht auch darin, dass die fest  verbundenen     Drehschublager    38, 39 auf einer ellipti  schen Bahn, die in der Mittelebene zwischen den bei  den Drehwellen 36, 37 liegt, geführt wird. Hierbei wer  den beide Wellen gleichmässig verdreht.  



  Bei einer weiteren Ausführung des Raumkurbel  getriebes mit zwei     Drehschublagern    38, 39 ist eine oszil  lierende Drehwelle 50 mit einem gegenüber dem Kurbel  arm 44 der Welle 36     längeren    Kurbelarm 51 ausge  stattet. Wird nun die Welle 36 wiederum in der Rich  tung 48 verdreht, so ergibt sich bei der oszillierenden  Drehwelle eine Drehbewegung, deren Richtung sich in  den     Extrempunkten    der Welle 36, also     wiederum    senk  recht zur Zeichenebene, umkehrt.

   Die Winkelgeschwin  digkeit dieser Drehbewegung verläuft, da sie durch die  kreisförmige Bewegung des Kurbelzapfens 52, der kür  zer sein kann als der     Kurbelzapfen    46,     hervorgerufen     wird,     sinusförmig.    Bei dieser Antriebsart entstehen kei  ne     Totlagen,    da der Drehwinkel der Welle 50 unter 180   bleibt. Wird allerdings An- und Abtrieb vertauscht,  wird also eine oszillierende Drehbewegung 53 der Welle  50 vermittelt, so treten wieder     Totlagen    bei den Extrem  lagen der Welle 36, wiederum senkrecht zur Zeichen  ebene, auf.  



  In     Fig.    3 ist ein     Raumkurbelgetriebe    dargestellt,  bei dem die Welle 36 über ein Drehschub- und ein  Drehlager mit einer     Drehschubwelle    54 verbunden ist.  Das     Drehschublager    38 sitzt hierbei wiederum auf dem  Kurbelzapfen 47 und ist fest mit dem Drehlager 55 des  Kurbelzapfens 56 verbunden. Der Kurbelzapfen 56 ist  senkrecht auf dem Kurbelarm 45 angebracht, parallel  zur Achse der Welle 54. Bei einer Drehung der Welle  36 in Richtung 48 wird wiederum die abtreibende  Walle 54 in Richtung 49 verdreht, jedoch wird gleich  zeitig die Welle 54 axial verschoben.

   Nach einer Dre  hung der Welle 36 um 90' erreicht das Gelenk 38/55  wieder eine     Totlage,    da die Drehrichtung der Welle 54  an dieser Stelle nicht     definiert    ist. Soll die Drehrichtung  also eindeutig sein, muss an der Welle 54 eine     Schwung-          masse    oder     ähnliches    angebracht werden. Nach einer  vollständigen Umdrehung der Welle 36 hat die Welle 54  auf alle Fälle eine Schubbewegung 56 durchgeführt,  deren Länge von dem Durchmesser der Kreisbahn ab  hängt, die der Kurbelzapfen 47 beschreibt. Der Weg  ist somit abhängig von der Länge des Kurbelarmes 44  und kann durch Veränderung des Kurbelarmes unmit  telbar verändert werden.  



  Die     gleich;.    Schubbewegung 56 führt eine oszillie  rende     Drehschubwelle    57 aus. Die oszillierende Dreh  bewegung wird wie bei dem     Raumkurbelgetriebe    nach       Fig.    2 dadurch gebildet, dass der Kurbelarm 51 länger  als der Kurbelarm 44 ist. Im Gegensatz zu dem Raum  kurbelgetriebe nach     Fig.    3 mit einer Drehwelle und  einer     Drehschubwelle,    ist bei diesem     Raumkurbelge-          triebe    An- und Abtrieb vertauschbar.

   Auch bei dem       Raumkurbelgetriebe    nach     Fig.    3 treten beim     Antrieb     der Welle 54 durch eine     Drehschubbewegung    keine Tot  lagen auf, da die     Totlagen    der Drehbewegung und der    Schubbewegung in einem Winkel von 90  zueinander  liegen. Bei dem     Raumkurbelgetriebe    nach     Fig.    4 werden  jedoch die     Totlagen    der Drehbewegung der Welle 57  gar nicht erreicht, da auch diese Welle die bei dem       Raumkurbelgetriebe    nach     Fig.    2 den Drehwinkel von  180  nicht erreicht.

   Die Möglichkeit des vertauschbaren  An- und Abtriebes kann bei einem derartigen Raum  kurbelgetriebe, wie     Fig.    5 zeigt, dazu ausgenutzt wer  den, dass eine in die Welle 36 eingeleitete Drehbewe  gung aus einer als     Transmissionswelle    dienenden dreh  schubbeweglichen Welle 57 wieder über ein gleiches       Raumkurbelgetriebe    auf eine Drehwelle 58 abgegeben  wird.     Diese        Abtriebswelle    58 liegt auf einer zur Trans  missionswelle 57 senkrechten Ebene, muss also nicht  parallel zur Antriebswelle 36 angeordnet sein.

   Dadurch  bietet sich diese Anordnung zur Kupplung sich drehen  der Wellen, deren gegenseitige Winkellage veränderbar  sein kann, an, wobei das Zwischenglied lediglich eine  oszillierende     Drehschubbewegung        ausführt.     



       Fig.    6 zeigt die Möglichkeit der Anordnung von  zwei fest miteinander verbundenen Drehgelenken 55,  59. Hierbei führt eine Welle 60 eine Dreh- (48) und  gleichzeitig eine Schubbewegung (61) aus.     Diese    Dreh  schubbewegung 48, 61 wird über die senkrecht zu  einander stehenden Drehgelenke 59, 55 auf die Welle  54 übertragen, die ihrerseits die Drehbewegung 49 und  die zugehörige Schubbewegung 56 zwangsweise     ausführt.     An- und Abtrieb sind bei diesem     Raumkurbelgetriebe     ohne weiteres austauschbar. Auch kann das Getriebe  beispielsweise durch eine Pleuelstange 62 angetrieben  werden, indem die miteinander verbundenen Drehgelen  ke 55/59 auf einer elliptischen Bahn auf der Mittel  ebene zwischen den beiden Achsen 54, 60 geführt  werden.

   Die Pleuelstange führt hierbei eine     Schubbewe-          gung63    aus; die an den Umkehrpunkten der Pleuelstange  62 entstehenden     Totlagen    müssen durch     Schwungmas-          sen    oder ähnliche Mittel     ausgeglichen    werden.  



  Eine     Erweiterung    kann dieses Raumkurbel  getriebe auch dadurch erfahren, dass die beiden  Drehgelenke 55, 59 durch einen senkrecht auf ihnen  stehenden Drehzapfen 64 verbunden sind. Bei dieser  Anordnung kann die Welle 54 so weit     verschwenkt    wer  den, bis sie mit der Welle 60 fluchtet, womit beide  Wellen nur noch eine gleichlaufende Drehbewegung aus  führen     (Fig.    8).  



  Eine weitere spezielle Anordnung zeigen die     Fig.    9  und 10. Hierbei sind zwei Achsen 65, 66     axial        unver-          schiebbar    in den Lagern 67, 68, 69, 70     geführt.    Auf  den gleichen Achsen 65, 66 ist mittels der Lager 71, 72  das Gehäuse 73 drehbar angeordnet. An dem Gehäuse  73 befindet sich ein     Kegelradantrieb    74, 75, der durch  Drehung in Richtung 76 das Gehäuse in der Richtung  77 verdreht. Senkrecht zu den Wellen 65, 66 sind     end-          ständig    an ihnen Kurbelarme 78, 79 angebracht und an  denen     wiederum    Kurbelzapfen 80, 81 parallel zu den  Wellen 65, 66.

   Auf den Kurbelzapfen 80, 81 gleiten       Drehschublager    82, 83, die wiederum an senkrecht zu  ihnen stehenden Drehlagern 84, 85 befestigt sind. Die  Drehlager 84, 85 sind fest mit einem     Pleuel    86 verbun  den, der wiederum an einer     Drehschubwelle    87 starr  befestigt ist.  



  Die     Drehschubwelle    87 macht bei einer Drehung des  Gehäuses 73 in Drehrichtung 77 diese Bewegung mit,  und vermittelt die Drehung über den     Pleuel    86, die  Drehlager 84, 85, die     Drehschublager    82, 83, die Kur  belzapfen 80, 81, die Kurbelarme 78, 79 auf die Wellen      65, 66. Die Wellen 65, 66 führen also die gleiche  Drehung 88, 89 wie das Gehäuse 73 aus. Wird jedoch  eine der Wellen 65 oder 66 gehemmt, so erfolgt in dem       Raumkurbelgetriebe    78 bis 87 eine Ausgleichsbewegung  derart, dass die Summe der Drehbewegungen dieser  Achsen gleich bleibt.

   Wird beispielsweise die Achse 65  vollkommen blockiert, so führt die     Drehschubwelle    87  eine     Drehschubbewegung    aus, wobei der Kurbelzapfen  80 als feste Lagerstelle dient. In     Fig.    10 ist dargestellt,  wie sich das     Pleuel    86 bei einer Drehung des Gehäuses  73 um 90 , bei festgehaltener Welle 65     verschwenkt     hat. Nach einer weiteren Drehung um 90  sind wieder  die Verhältnisse wie unter     Fig.    9 dargestellt erreicht,  jedoch hat sich bereits bei dieser Drehung des Gehäuses  um 180  die Welle 66 bereits um 360 , wie durch den       Drehrichtungspfeil    90 angedeutet, verdreht.

   Selbstver  ständlich kann auf diese Art, wie bei jedem Differen  tialgetriebe, auch die     übersetzung    einer Drehung im  Verhältnis 1:2 vorgenommen werden. Ein Sperren dieses  Differential ist auf einfachste Weise dadurch möglich,  dass man die     Drehschubbewegung    der     Drehschubwelle     87 durch eine entsprechende Klinke verhindert.  



  An einem Gerät, das unter Verwendung des Raum  kurbelgetriebes nach     Fig.    4, also eines Getriebes, das  eine Drehwelle über ein     Drehschublager    und ein Dreh  lager mit einer oszillierenden     Drehschubwelle    verbindet,  aufgebaut ist, soll eine praktische Anwendungsform er  läutert werden.  



  An den Enden eines hufeisenförmigen Untergestells  1 ist in zwei Augen 2, 3     drehschubbeweglich    je eine  miteinander fluchtende Wellenhälfte 4, 5 gelagert. An  die im Innern des Untergestells 1 befindlichen Wellen  enden sind im rechten Winkel von     ihnen    wegweisend  Kurbelarme 6, 7 angebracht, die ihrerseits starr durch  eine Brücke 8 miteinander verbunden sind. Zwischen  den Enden der Kurbelarme 6, 7 ist eine Rolle 9, mit  ihrer Achse parallel zu den Achsen der Wellenhälften 4,  5 verlaufend, drehbar eingefügt. Die Rolle 9 wird von  einem     Kurbelzapfen    10, der in einer Ebene senkrecht     zu-          den    Wellenhälften 4, 5 liegt,     drehschubbeweglich    durch  quert.

   Befestigt ist der     Kurbelzapfen    10 an einem  Kurbelschieber 11, der     schwalbenschwanzförmig    aus  gebildet und verschiebbar in einer Führung 12 gehalten  ist.     Die    Führung 12 bildet den Abschluss einer in einer       mittig    auf dem Untergestell 1 angebrachten Konsole 15       gelagerten    Achse 13, die in einem Drehknopf 14 endet.  Die Achse 13 bildet mit der Waagrechten den Winkel  a und steht senkrecht auf der Achse der Wellenhälften  4, 5 bzw. parallel zum     Kurbelzapfen    10. Der Kurbel  schieber 11 steht jeweils senkrecht auf der Achse 13       bzw.    dem     Kurbelzapfen    10.  



  An dem Kurbelarm 6     bzw.    der Wellenhälfte 4 ist  ein     schwalbenschwanzförmig    ausgebildeter Schwingarm  16, mit dem Kurbelarm 6 den Winkel ss, den     Komple-          mentärwinkel    zu a für 90  einschliessend, angebracht,  auf dem ein     Verstellstück    17 verschoben werden kann.  Drehbar mittels eines Zapfens 18 ist an diesem     Ver-          stellstück    17 ein Gleitstück 19 befestigt, in dem ein  Rohr 20     drehschubbeweglich    geführt wird. An seinem  unteren Ende wird das Rohr 20 umfasst von einer Pa  rallelführung 21/22, deren fester vertikaler Drehpunkt  sich auf dem Untergestell 1 in der Nähe der Konsole  15 befindet.

   Der     bewegliche    Drehpunkt 24 der Parallel  führung 21/22 ragt in der eingezeichneten Stellung des       Ellipsenzeichners    über das Untergestell 1 hinaus. End-    ständig ist in das Rohr 20 eine     Tuschefeder    25 einge  schraubt.  



  Zum Einstellen des     Ellipsenzeichners    dient ein unter  das Untergestell 1 einklappbares Messlineal 26, das  durch eine Einkerbung 27 den Schnittpunkt der     Ellip-          senachsen    erkennen lässt, sowie Skalen 28 auf dem  Schwingarm 16 bzw. der     Stirnseite    des Kurbelarmes 6  und (29) auf dem Kurbelschieber 11.  



  Bei dem dargestellten     Ellipsenzeichner    sind die im  rechten Winkel     zueinander    angeordneten Wellen, die  Achsen 13 und die Wellenhälften 4, 5. Das Drehschub  gelenk wird gebildet durch den     Kurbelzapfen    10, der       drehschubbeweglich    in der Rolle 9 gelagert ist, die  wiederum als Drehgelenk sich in den Kurbelarmen 6, 7  drehen kann     (selbstverständlich    ist es auch möglich,  auf den zweiten Kurbelarm 7 und die dazugehörige  Wellenhälfte 5 zu verzichten, wodurch sich an der Funk  tion des     Ellipsenzeichners    nichts ändert).

   Nach der De  finition muss also eine Welle     drehschubbeweglich,    die  zweite     drehbeweglich    gelagert sein. Die drehbewegliche  Welle ist die Achse 13; die     drehschubbewegliche    Welle  wird durch die Wellenhälften 4, 5 dargestellt.  



  Beim Drehen am Drehknopf 14 wird der Kurbel  schieber 11 mitgenommen und bewegt den Kurbelzap  fen 10 in einer Kreisbahn, deren Radius 35 durch den  Abstand der Mittellinie der Achse 13 von der Achse des  Kurbelzapfens 10 gebildet ist. Da der Kurbelschieber 11  auch soweit verschoben werden kann, dass dieser Ab  stand     zu    Null wird, also der Kurbelzapfen 10 und die  Achse 13 eine gemeinsame Mittellinie aufweisen, ist eine       Grenzsstellung    dadurch gegeben, dass bei einer Drehung  der Achse 13 auch der     Kurbelzapfen    10 um seine  Längsachse verdreht wird. Bei jeder anderen Stellung  beschreibt jedoch der     Kurbelzapfen    10 einen Kreis von  dem angegebenen Radius 35.

   Auf seiner Kreisbahn  nimmt der     Kurbelzapfen    10 die Rolle 9 mit, wobei sich  die     Mitnahme-Kraft    an jedem Punkt der Kreisbahn  senkrecht auf die Wandung des Lagers in der Rolle 9  abstützt. Da die Rolle 9 ihrerseits drehbar in den Kur  belarmen 6, 7 gelagert ist, die wiederum mit den Wellen  hälften 4, 5 verbunden sind, beschreibt die Rolle 9  einen Kreisbogen 30, wird also auf dem Kurbelzapfen  10 in dessen Längsrichtung verschoben. Diese Ver  schiebung erfolgt in der Ebene der Wandung des Lagers  in der Rolle 9, beansprucht also .das Lager nicht;     Ver-          kantungen    sind ausgeschlossen, da die Rolle 9 dreh  beweglich zwischen den Kurbelarmen 6, 7 gelagert ist.

    Bei der Kreisbewegung des     Kurbelzapfens    10 werden  damit aber auch die Kurbelarme 6, 7 und damit wie  derum die Wellenhälften 4, 5 mitgenommen.  



  Die Wellenhälften 4, 5 führen dadurch eine hin- und  hergehende Schubbewegung 31 und gleichzeitig eine os  zillierende Drehbewegung 32 aus. Sowohl die Schub  bewegung 31 als auch die Drehbewegung 32 folgen, da  sie durch eine Kreisbewegung erzwungen werden, einer       Sinusfunktion.    Der Weg der Schubbewegung 31 ent  spricht jeweils dem Durchmesser der Kreisbewegung  des Kurbelzapfens 10; auch die Grösse 32 der oszillie  renden Drehbewegung ist unmittelbar von der Grösse  dieser Kreisbahn abhängig und könnte nur durch eine  Veränderung des Abstandes des drehbeweglichen Lagers  (9) von der     drehschubbeweglichen    Welle (4, 5) ver  ändert werden.

   Da jedoch dieser Abstand in dem dar  gestellten Beispiel     unveränderbar    ist, wird sich immer  ein gewisses Verhältnis von Schubbewegung 31 zu oszil  lierender     Drehbewegung    32 einstellen. Ist beispielsweise      der Kurbelschieber 11 soweit verschoben, dass der Kur  belzapfen 10     trat    der Achse 13     fluchtet,    so findet weder  eine Schub- noch eine     Drehbewegung    statt, da sich der  Kurbelzapfen 10 in     seinem    Lager in der Rolle 9 dreht,  ohne die     Kurb--larme    6, 7 zu bewegen.

   Wird der Kurbel  zapfen 10 aus dieser Stellung durch Verschieben des  Kurbelschiebers 11 verschoben, so bewegt er die Rolle  9 in einer Kreisbahn und zwingt dadurch den Wellen  hälften 4, 5     ein;.    in ihrem Verhältnis stets gleich  bleibende     Drehschubbewegung    auf.  



  Diese     Drehschubbewegung    31, 32 wird nun über  den Schwingarm 16, das     Verstellstück    17 und den dreh  beweglichen Zapfen 18 auf das     Gleitstück    19 übertra  gen, das also eine Kreisbewegung um die Achse der       drehschubbeweglichen    Welle (4, 5) und gleichzeitig eine  Bewegung parallel zu ihr ausführt.

   Die Kreisbewegung  33 des Gleitstückes 19 ist abhängig von der Stellung des       Verstellstückes    17 auf dm Schwingarm 16; ist das     Ver-          stellstück    17 so weit verschoben, dass die Achse des  Zapfens 18 mit der Achse der Wellenhälften 4, 5 fluch  tet, so führt das Gleitstück 19 überhaupt keine Kreisbe  wegung 33 mehr aus, da die oszillierende Drehbewe  gung 32 der     drehschubbeweglichen    Welle von dem La  ger des Zapfens 18 aufgenommen wird. Das Gleitstück  19 wird also in einem solchen Falle, vorausgesetzt, dass  der Kurbelzapfen 10 ausserhalb der Achse 13 steht,  lediglich eine in der Achse der     drehschubbeweglichen     Welle (4, 5) liegende Längsbewegung ausführen.

   Wird  hingegen das     Verstellstück    17 auf dem Schwingarm 16  aus dieser     Extremlage    geführt, so führt das Gleitstück  19 gleichzeitig zu dieser parallel zur     drehschubbeweg-          lichen    Welle (4, 5) liegenden Längsbewegung eine hierzu  senkrecht liegende Kreisbewegung 33 aus.

   Da in dem  Gleitstück 19     drehschubbeweglich    das Rohr 20 gelagert  und     du ch    die Parallelführung 21, 22 immer im     glei-          ch=zn    senkrechten Abstand von der     drehschubbewegli-          chen    Welle (4, 5) gehalten wird, wird also auch die       Tuschefeder    25 als Verlängerung des Rohres 20 eine  dem Gleitstück 19 entsprechende Bewegung ausführen.

    Ist das     Verstellstück    17 so weit verschoben, dass die  Achsen von Zapfen 18 und Wellenhälften 4 fluchten, so  wird, vorausgesetzt, dass der Kurbelzapfen 10     ausser-          halb    der Mitte der Achse 13 liegt, die     Tuschefeder    25  einen sich mit der Achse der     drehschubbeweglichen     Welle (4, 5) deckenden Strich schreiben mit einer Länge  entsprechend dem Durchmesser des durch den Kurbel  zapfen 10 beschriebenen Kreises.

   Wird das Verstell  stück 17 hingegen so weit auf dem Schwingarm 16 ver  schoben, dass die Sehne 34 der Kreisbewegung 33 gleich  dem Durchmesser des durch den Kurbelzapfen 10 be  schriebenen Kreises ist, so schreibt die     Tuschefeder    25  einen Kreis um einen Mittelpunkt, der dadurch gegeben  ist, dass der Kurbelschieber 11 in seine Ruhestellung,  bei der der Kurbelzapfen 10 mit der Achse 13 fluchtet,  gebracht wird, wobei die Achse des Rohres 20 bzw. die       Tuschefeder    25 auf den Mittelpunkt zeigt.

   Wird die  Sehne 34 bzw. die Kreisbewegung 33 durch Verschieben  des     Verstellstückes    17 auf dem Schwingarm 16 in Rich  tung der     drehschubbeweglichen    Welle (4, 5) verkleinert,  bei gleichbleibendem Abstand 35 der Achse des Kurbel  zapfens 10 von der Mittellinie der Achse 13, so schreibt  die     Tuschefeder    Ellipsen mit immer kleiner werdender  kleiner Achse, bis schliesslich beim Fluchten der Ach  sen von Zapfen 18 und Wellenhälfte 4 ein doppelt über  fahrener Strich gezeichnet wird.

   Da das Verhältnis von  Schubbewegung 31 zu oszillierender Drehbewegung 32    der     drehschubbeweglichen        Welle    (4, 5) stets gleich  bleibt und abhängt von dein Abstand 35 der Achse des  Kurbelzapfens 10 von der Mittellinie der Achse 13,  können auch durch Verändern dieses Abstandes 35 in  ihrem Verhältnis grosse Achse klein; Achse gleichblei  bende, jedoch     unt-rschiedlich    grosse Ellipsen gezeich  net werden. Dies ist besonders für die perspektivische  Darstellung von Kreisen oder Kreisabschnitten, die ge  gebenenfalls auf unterschiedlichen, zueinander paralle  len Ebenen liegen, sehr zweckmässig.

   Angesetzt wird  der     Ellipsenzeichner    hierbei an dem ausgeschwenkten  Messlineal 26, dessen Einkerbung 27 den Schnittpunkt  der     Ellipsenachsen    bzw. den Mittelpunkt des zu zeich  nenden Kreises anzeigt, während seine Messkante in  Richtung der grossen     Ellipsenachse    liegt.  



  Die     Tuschefeder    25 kann entweder nach Lösen der       Rändelschraube    35 nach unten aus dem Rohr 20 heraus  gezogen bzw. ausgetauscht werden; es ist auch möglich,  den Teil 22 der Parallelführung 2l/22 mit den Lager  büchsen des festen und des beweglichen Drehpunktes  23, 24 abzuheben und das gesamte Rohr mit anhän  gendem Teil 21 der Parallelführung 21/22 nach vorne zu  kippen. Auch ist es auf diese Weise möglich, die Feder  25 schreibbereit zu machen bzw. sie von anhängenden       Tuscheresten    usw. zu säubern. Gegebenenfalls genügt  allerdings hierzu auch schon ein     Aufklopfen    der Tu  schefeder 25 durch kurzes Anheben des Rohres 20, das  durch die Längsbeweglichkeit der festen Drehpunkte 23,  24 ermöglicht wird.  



  Selbstverständlich ist es auch möglich, beispielsweise  in Verlängerung der Parallelführung 21/22 einen     Panto-          graphen    (Storchschnabel) mit dem     Ellipsenzeichner    zu       ve-binden,    wodurch sich auch grössere Ellipsen zeichnen  lassen.  



  Auch können Sinus-Funktionen dadurch mit dem  Gerät gezeichnet werden, indem bei mit der Wellenhälfte  4 fluchtendem Zapfen 18 die     Schreibfläche    bzw. das  Gerät bei gleichzeitigem Drehen am Drehknopf 14 senk  recht zur Achse der     drehschubbeweglichen    Welle (4, 5)  verschoben wird. Beispielsweise können am Unterge  stell 1 Rollen angebracht und über verstellbare Antriebs  glieder mit der Achse 13 verbunden sein. Beim Verfah  ren des Gerätes über die Schreibfläche wird dann eine  Sinus-Funktion mit einer der Einstellung des Kurbel  schiebers 1 entsprechenden Amplitude und einer Perio  denlänge, die der     Übersetzung    des Antriebes entspricht,  gezeichnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Raumkurbelgetriebe mit zwei durch Dreh- und/oder Drehschubgelenke verbundenen, im rechten Winkel zu einander angeordneten Wellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkachsen (9, 10, 46, 47, 52, 56, 80, 81) parallel zu den Wellenachsen verlaufen. UNTERANSPRÜCHE 1. Raumkurbelgetriebe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an beiden Wellen (4, 5, 13, 36, 37, 50, 54, 57, 58, 60, 65, 66) je eine Kurbel ange ordnet ist und dass die Kurbelzapfen der Kurbeln je weils parallel zu ihrer Welle verlaufen und Teile der verbindenden Gelenke sind.
    2. Raumkurbelgetriebe nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Länge der Kurbelarme (11, 44, 45, 51) veränderbar ist. 3. Raumkurbelgetriebe nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelarme (11, 44, 45, 51) auf ihrer Welle verdreh- und feststellbar angeordnet sind. 4. Raumkurbelgetriebe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an einer oder beiden Wellen (4) Betätigungsmittel (25) aufnehmende Schwingarme (16) angebracht sind. 5. Raumkurbelgetriebe nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Länge der Schwingarme (16) veränderbar ist und/oder dass sie auf ihrer Welle (4) verdreh- und feststellbar angeordnet sind.
    6. Raumkurbelgetriebe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit einer der Wellen (57, 87) mehrere je senkrecht zu ihr stehende Wellen (36, 58, 65, 66) verbunden sind. 7. Raumkurbelgetriebe nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die zu der einen Welle (57, 87) senkrecht stehenden Wellen (36, 58, 65, 66) in einer Ebene liegen. B. Raumkurbelgetriebe nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Wellenpaar (65, 66) fluchtet. 9. Raumkurbelgetriebe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wellenlager (71, 72) in einem gegenüber einem Chassis verdrehbaren Gehäu se (73) angeordnet sind.
    10. Raumkurbelgetriebe nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (73) um eine der Wellenachsen (65, 66) verdrehbar ist. 11. Raumkurbelgetriebe nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (73) um eine der Gelenkachsen verdrehbar ist.
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