CH481339A - Bewehrungseinheit für Betonrohre, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Bewehrungseinheit für Betonrohre, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Bewehrungseinheit für Betonrohre, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens Die Erfindung betrifft eine Bewehrungseinheit, die zum Verstärken von Rohren aus Beton geeignet ist. Sie betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung derartiger Bewehrungseinheiten sowie eine Vorrichtung zur Durch führung dieses Verfahrens.
Beim Verstärken von Betonrohren ist man bisher so vorgegangen, dass einzelne, in sich geschlossene Be- wehrungsringe mittels Bindedraht miteinander verbun den wurden, so dass man einen Bewehrungskäfig erhielt, der frei aufgehängt eine bestimmte Länge hat und zu sammengedrückt werden konnte. Der Verstärkungskäfig wird in einer Gussform aufgehängt und der Beton wird von oben her in die Form gegossen.
Hierbei wird der Käfig Kräften unterworfen, und zwar sowohl vertikalen Kräften auf Grund des Gewichtes des Betons (von der Grössenordnung bis zu 1 t) als auch horizontalen Kräften auf Grund der Zuschlagstoffe im Beton, die zwischen der Bewehrung und der Form eingekeilt wer den können. Anschliessend an das Giessen werden die Führungen, welche die Bewehrung in einem bestimmten Abstand von der Form gehalten haben, entfernt, und die Betonmasse wird gerüttelt und einem vertikalen Druck unterworfen. Während des Absetzens, das hierbei auf tritt (um etwa 5 bis 10 cm), muss jeder einzelne Ver stärkungsring an der Bewegung des Betons teilnehmen, da sich andernfalls Risskerben entwickeln würden.
Die oben erwähnten horizontalen Kräfte können jetzt unge hindert die einzelnen Ringe derart verschieben, dass u. U. die erforderliche Deckschicht nicht mehr erhalten wird.
Es ist ferner bekannt, einen vollständig starren zy lindrischen Käfig zu verwenden, der aus einer Wendel und an deren Innenseite angeschweissten, axial verlau fenden Stäben besteht, und zwar bei einem Zentrifugal- giessverfahren, bei dem das obengenannte Sichsetzen nicht eintritt und deshalb die Nachgiebigkeit in axialer Richtung nicht erforderlich ist.
Die erfindungsgemässe Bewehrungseinheit ist da durch gekennzeichnet, dass sie aus einer freien Wendel besteht, die in frei aufgehängtem Zustand eine kreis zylindrische Form annimmt und in jeder zur Mittel achse des Zylinders senkrechten Ebene spannungslos ist.
Die vorgesehene wendelförmige Bewehrungseinheit besitzt alle erforderlichen Eigenschaften der oben ge nannten losen Ringe, bietet aber darüber hinaus eine erhebliche Sicherheit gegen individuelle Verschiebungen einzelner Windungen, und ferner den Vorteil, dass sie wesentlich leichter zu handhaben und rasch zu montie ren ist. Eine örtliche, radial gerichtete Kraft wird durch entgegengerichtete innere Kräfte neutralisiert, die gleich zeitig in den benachbarten Windungen auftreten. Ferner sind in Axialrichtung, im Falle eines Bruches des Ver bindungsdrahtes die Verschiebungen sehr begrenzt im Vergleich zu losen Ringen.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein bevorzug tes Verfahren zur Herstellung der freien, spannungslosen Wendel und ferner auf eine Vorrichtung zur Durchfüh rung des Verfahrens.
Weitere Einzelheiten werden im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert, welche zwei bevorzugte Ausführungsformen einer Vorrich tung gemäss der Erfindung zeigen.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung der Bewehrungseinheit und Fig. 2 zeigt eine Ansicht in Richtung der Pfeile Il bis 1I in Fig. 1; Fig.3 zeigt in schematischer Weise eine andere Ausführungsform der Vorrichtung.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2 enthält eine Drehkopf-Richtmaschine A, die als Vorbehandlungssta- tion für den Draht dient. Dieser Station wird kaltgezo gener Bewehrungsdraht 1 zugeführt. Die Maschine ist mit einer Richteinheit (D=,ehknopf) 2 versehen, die mit hoher Drehzahl umläuft und durch welche der Draht mit Hilfe von Antriebsrollen 3 durchgezogen wird.
Während seines Durchlau_ens wird der Draht 1 einem ununterbrochenen, abwechselnd gegenläufigen Biegen unterzogen, und zwar durch Richtbacken 4, die von der Drehachse der Richteinheit wechselweise radial versetzt angeordnet sind. Man erhält hierdurch einen absolut geraden Draht und eine Neutralisierung der vom Kalt- ziehvorgang übrig gebliebenen Spannungen. Die Ge radheit und die Spannungsneutralisierung sind ein not wendiges Erfordernis, um in den darauf folgenden Ar beitsgängen zur Herstellung der Wendel eine absolut kreisförmige Ringform jeder einzelnen Windung der Wendel zu erhalten.
Die Anlage gemäss Fig. 1 und 2 enthält ferner eine Biegevorrichtung B, die in der Förderrichtung des Drah tes 1 in direkter Verbindung mit der Drehkopf-Richt- maschine A angeordnet ist. Die Biegevorrichtung ist mit Biegerollen 5 versehen, um dem Draht 1 die gewünschte Kreisform zu geben. Von diesen Biegerollen 5 ist die in der Zeichnung obere Rolle angetrieben. Ihre Drehzahl ist stufenlos veränderbar, was aus dem Grunde erforder lich ist, weil ein festgelegtes Verhältnis zwischen den Zuführgeschwindigkeiten der Richteinheit und der Bie geeinheit vorhanden sein muss.
Die beiden unteren Bie gerollen 5 sind in ihrer Stellung zur oberen Biegerolle durch ein Einstellrad 6 verstellbar, um den Ringdurch messer der Wendel auf die gewünschte Abmessung ein zustellen. Das gezeigte Biegerollensystem bietet unbe grenzte Einstellmöglichkeiten, und der Draht wird mit sehr feinen Toleranzen gebogen.
Anschliessend an das kreisförmige Biegen in der Biegeeinheit B wird der Draht 1 nach oben zu einer Aufnahmeeinheit C gefördert, die einzeln angetriebene Druck- und Antriebsrollen 7 und 8 aufweist. Auch diese Antriebseinheiten sind stufenlos einstellbar und können ausserdem in radialer Richtung gegenüber der Wendel verschoben werden, um den Durchmesser der Wendelringe zu verändern. Diese Aufnahmeeinheit er möglicht es, den Draht nach dem Biegen aufzunehmen, ohne Verformungskräfte oder Spannungen einzuführen.
Wenn die gewünschte Anzahl von Windungen auf die Aufnahmeeinheit au g--wickelt ist, wird die Wendel (der Draht) auf die exakte Länge mittels einer sich be wegenden Schere 9 abgeschnitten. Diese wird durch Impulse (auf nicht näher dargestellte Weise) von der oberen antreibenden Biegerolle 5 betätigt, durch die die vorgeschobene Drahtlänge gemessen wird (ebenfalls nicht im einzelnen gezeigt). Die Schere muss bewegbar sein auf Grund der Tatsache, dass der Draht zu jeder Zeit in der Richteinheit 2 vorwärts bewegt werden muss. Dies führt zu hohen Anforderungen an die Steuerbarkeit und Einstellbarkeit der verschiedenen Antriebseinheiten.
Die in Fig. 3 gezeigte Vorrichtung umfasst eine Vorbehandlungsstation A', die ausser der bereits ge nannten Drehkopf-Richtmaschine A auch eine Aufwik- keltrommel D, eine Rollenrichteinrichtung E und einen Induktionsofen F enthält. Hinsichtlich der übri gen Einrichtungen entspricht die Anlage der in Fig. 1 und 2 gezeigten Vorrichtung.
Zusätzlich zu den vorgenannten Vorbehandlungs- stationen kann auch eine Bearbeitungsstation vorgese hen werden, in welcher einzeln oder in Kombination mit den oben genannten Verfahrensschritten oder Teilen davon ein Verfahren durchgeführt wird, mit dem Un- regelmässigkeiten in der Form und der Struktur des Drahtmaterials durch entsprechende ständige Regelung des Biegungsgrades kompensiert werden.
Dies kann beispielsweise derart durchgeführt werden, dass das Bie gen in zwei Stufen erfolgt, wobei in der ersten Stufe der Biegewiderstand des Drahtes gemessen wird und danach in der zweiten Stufe die Einstellung der Bie gerollen<B>-</B>so gewählt wird, dass der Biegungsgrad an jeder Stelle des Drahtes entsprechend dem Biegewider stand gewählt wird. Der Biegewiderstand kann gemes sen werden entweder durch Feststellung der Abwei chung von der sich aus der Theorie ergebenden korrek ten Kurvenlinie nach den ersten Biegerollen, oder durch Messen des Druckes gegen diese.
Das angewendete Ver fahren ist in beiden Fällen im Prinzip dasselbe, da auch im ersten Fall die Richtung und Grösse der Biegung dadurch festgestellt werden, dass der Druck gegen ein Paar von Messrollen gemessen wird. Die hierdurch fest gestellten Druckänderungen werden dann in elektrische Impulse umgeformt in einem Stromkreis, der Verstär- kungs- und Verzögerungsglieder aufweist, wobei die letzteren mit Rücksicht auf die Zeit vorgesehen sind, die für den Transport einer bestimmten Stelle des Drah tes von der Messstelle zu den folgenden Biegerollen erforderlich ist. Diese letzteren Rollen werden über einen elektrisch gesteuerten Hydraulikmotor eingestellt.
Die oben beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Anlagen ermöglichen es, eine bei 10 in Fig. 2 gezeigte Wendel herzustellen, die in frei aufge hängtem Zustand spannungslos eine kreiszylindrische Form annimmt und die in der Beschreibungseinleitung erwähnten Vorteile bietet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Bewehrungseinheit für Rohre aus Beton, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer freien Wendel (10) besteht, die in frei aufgehängtem Zustand kreiszylind rische Form annimmt und in jeder zur Mittelachse des Zylinders senkrechten Ebene spannungslos ist.II. Verfahren zur Herstellung einer Bewehrungsein- heit nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bewehrungsdraht kontinuierlich zugeführt und zuerst einer Behandlung unterworfen wird, durch welche Spannungen in dem Draht und/oder Änderungen seiner Struktur und Form neutralisiert bzw. kompensiert wer den, und danach der so behandelte Draht in der Weise gebogen wird dass er eine Wendel mit kreisförmigen Windungen bildet, und dass nach Erreichen der vorge sehenen Windungszahl der gebogene Draht abgeschnit ten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet dass der Draht einer Kompensationsbe handlung unterworfen wird, die nach einem teilweisen Biegen und vor dem Biegen zur endgültigen Form er folgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch II oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschneide vorgang automatisch durch Impulse gesteuert wird, die aus der Messung der gewünschten zugeführten Draht länge erhalten werden.PATENTANSPRUCH III Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine Vorbe- handlungsstation (A, A') zum Ausgleich der Spannun gen und/oder Struktur- oder Formabweichungen eines mit bestimmter Geschwindigkeit zugeführten Beweh- rungsdrahtes (1), eine Biegeeinrichtung (8) mit Biege werkzeugen (5) von denen mindestens eines angetrieben ist und die zum Verändern des Ringdurchmessers des gebogenen Drahtes einstellbar sind, eine Aufnahmeein heit (C) für den gebogenen Draht, welche Führungen (7, 8) für den gebogenen Draht aufweist,die für verschie dene Ringdurchmesser einstellbar sind, und eine Schneid vorrichtung (9), die in dem kreisförmigen Weg des Drahtes bewegbar angeordnet ist, um den Draht abzu schneiden, wenn eine gewünschte Anzahl von Draht windungen in der Aufnahmeeinheit (C) vorhanden ist, wobei die Geschwindigkeit der Biegeeinrichtung (5) und die Bewegungsgeschwindigkeit der Schneidevorrich tung (9) veränderbar und im Verhältnis zur Zufüh rungsgeschwindigkeit des Drahtes durch die Vorbe- handlungsstation (A, A') einstellbar sind. UNTERANSPRÜCHE 3.Vorrichtung nach Patentanspruch 11I, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegewerkzeuge (5) der Biege einrichtung (B) aus drei Biegerollen bestehen, von denen eine oberhalb des zugeführten Drahtes und zwei unter halb des Drahtes angeordnet sind, wobei die obere Rolle das angetriebene Biegewerkzeug ist und die unteren Rollen relativ zur oberen Rolle einstellbar sind, um den gewünschten Ringdurchmesser zu erhalten. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (7, 8) der Aufnah meeinheit (C) stufenlos veränderbar angetriebene Druck- und Antriebsrollen sind, die durch radiale Verschiebung entsprechend dem Kreisdurchmesser der herzustellenden Drahtwendel einstellbar sind. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch III und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mess- und Impulsvorrichtung an dem angetriebenen Biege werkzeug (5) vorgesehen ist, wodurch ein Impuls erzeugt wird, um die Schneidevorrichtung (9) nach der Messung einer bestimmten zugeführten Drahtlänge zu betätigen. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 11I, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlungsstation (A, A') aus einer mit hoher Drehzahl umlaufenden Richteinheit (2) besteht, die mit Richtbacken (4) versehen ist, welche bezüglich der Drehachse wechselweise radial versetzt sind. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Antriebsrollen (3) für die Zufüh rung des Drahtes (1) auf dem Förderweg des Drahtes vor und hinter der Richteinheit (2) angeordnet sind. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 6 oder 7, da durch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlungsstation (A') zusätzlich zu der Richteinheit (2) mit radial ver setzten Richtbacken (4) eine in Förderrichtung des Drahtes nachgeschaltete Aufwickeltrommel (D) auf weist, auf welcher der Draht auf- und wieder abge wickelt wird, sowie eine mit Rollen versehene Richt- einheit (E) und einen Induktionsofen (F).
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| CH1231068A CH481339A (de) | 1968-08-16 | 1968-08-16 | Bewehrungseinheit für Betonrohre, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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| CH1231068A CH481339A (de) | 1968-08-16 | 1968-08-16 | Bewehrungseinheit für Betonrohre, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
Publications (1)
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|---|---|
| CH481339A true CH481339A (de) | 1969-11-15 |
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ID=4381824
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| CH1231068A CH481339A (de) | 1968-08-16 | 1968-08-16 | Bewehrungseinheit für Betonrohre, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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| CH (1) | CH481339A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0532018A1 (de) * | 1991-09-11 | 1993-03-17 | Highstone Venture Capital N.V. | Maschine zur Herstellung von cylindrischen oder konischen spiralförmigen Stahlbewehrungen |
| WO2000066292A1 (en) * | 1999-04-29 | 2000-11-09 | Rom Group Limited | Helical winding machine |
-
1968
- 1968-08-16 CH CH1231068A patent/CH481339A/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2000066292A1 (en) * | 1999-04-29 | 2000-11-09 | Rom Group Limited | Helical winding machine |
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