Biegsamer Kunststoffschlauch aus festem Material Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von aus ineinandergreifenden Profilen bestehenden biegsamen Kunststoffschläuchen aus festem Material, wonach profilierte Schlauchringe, die aus dem festen Kunststoff bestehen, von einer Spritzgussmaschi- ne kommend, einer Zusammensteckstelle einzeln zuge führt, dort zentriert und in bereits abgekühltem Zu stand unter Ausnutzung ihres Federungsvermögens durch Zusammenstossen mit dem vorhergehenden Schlauchring Stück für Stück ineinandergesteckt und miteinander verrastet werden,
während der entstehende Schlauch Stück für Stück vorgeschoben wird.
Der nach diesem Verfahren hergestellte, ebenfalls Gegenstand des Hauptpatentes bildende biegsame Kunst stoffschlauch aus festem Material besitzt eine Vielzahl einzelner, gleicher, Steckprofile aufweisender Schlauch ringe, die gegeneinander beweglich sind und er ist nach dem Hauptpatent dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchringe gegenüber dem Durchmesser des Schlauches schmal sind und zwischen den Steckprofilen befindliche zylindrische oder prismatische Ringflächen aufweisen, auf denen die Steckprofile benachbarter Schlauchringe begrenzt in Längsrichtung beweglich sind.
Dabei können die einzelnen Schlauchringe zweck- mässig in sich geschlossene ringförmige Steckprofile mit zu Rasten ausgebildeten Rändern aufweisen, wobei de ren Profilquerschnitt vorzugsweise zweininnig ist und einen Mittelsteg und zwei Seitenstege von geringer Höhe aufweist, von denen letztere schmale innen- bzw. aus senkegelige Ringflächen bilden, die beim Zusammen drücken zweier Schlauchringe aufeinander abgleiten.
Es ist bekannt, an Metall- und Kunststoffschläu che handelsübliche Fittings und den Betriebsverhält nissen und den Typen angepasste Montierungsstücke anzubringen. Die bekannten Anschlussstücke lassen sich nur schwer und meist unter Zuhilfenahme von weiteren Mitteln an dem Ende des Schlauches nach dem Hauptpatent befestigen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein biegsamer Kunststoffschlauch aus festem Material nach dem Patentanspruch III des Hauptpatentes, welcher da durch gekennzeichnet ist, dass am ersten und/oder letz ten Schlauchring der genannten Vielzahl ein Anschluss- stück angebracht ist, welches ein zu dem Steckprofil des Schlauchringes korrespondierendes in sich geschlossenes, ringförmiges und selbstfedernd ausgebildetes Steckpro fil trägt, das mit demjenigen des ersten bzw. letzten Schlauchringes zusammengesteckt und mit ihm verrastet ist.
Man verwendet also hierbei für das Anschlussstück das gleiche Zusammensteck-Prinzip wie bei den Schlauchringen und kann so eine Verbindung mit dem Anschlussstück erreichen, die die gleichen Vorteile hat wie diejenige von Schlauchring zu Schlauchring.
Anhand der Zeichnung werden nachstehend Aus führungsbeispiele des erfindungsgemässen Kunststoff schlauches mit Anschlussstück erläutert. In der Zeich nung zeigen: Fig. 1 das Ende eines aus einzelnen Schlauchringen bestehenden Schlauches mit einem schraubbaren An- schlussstück; Fig. 2 das Anschlussstück des Schlauches nach Fig. 1 in Ansicht; Fig. 3 den Wandungsquerschnitt des Anschlussstük- kes nach Fig. 2;
Fig. 4 das Ende eines Schlauches mit einem anderen Anschlussstück mit überwurfmutter; Fig.5 das Anschlussstück des Schlauches nach Fig. 4 ohne überwurfmutter in Ansicht; Fig. 6 den Wandungsquerschnitt des Anschlussstük- kes und der überwurfmutter nach den Fig. 4 und 5; Fig. 7 das Ende eines Schlauches mit einem koni schen Anschlussstück;
Fig. 8 das Anschlussstück des Schlauches nach Fig. 7 in Ansicht; Fig. 9 den Wandungsquerschnitt des Anschlussstük- kes nach Fig. 8;
Fig. 10 das Ende eines Schlauches mit einem als Schlauchanschluss ausgebildeten Anschlussstück; Fig.ll das Anschlussstück des Schlauches nach Fig. 10, und Fig. 12 den Wandungsquerschnitt des Anschluss- stückes nach Fig. 11.
In Übereinstimmung mit der Beschreibung und Zeichnung des Hauptpatentes sind die einzelnen Schlauchringe mit 29, der Schlauch mit 30, das Schlauch ringprofil mit 69, der in Fig. 1 sichtbare rechte Seiten steg des Schlauchringes mit 71, sein Mittelsteg mit 72, die aussenseitige kegelige Ringfläche des Seitensteges mit 74, seine umlaufende Kante mit 76 und die zylin drische Ringfläche mit 77 bezeichnet. Die an dem Schlauch 30 auf beiden Seiten sitzenden Anschluss- stücke sind allgemein mit 1 bezeichnet. Sie unterschei den sich nicht hinsichtlich des nach dem Hauptpatent verwendeten Prinzips des axialen Zusammensteckens mit dem Schlauchring.
Die nachstehend beschriebenen Mittel hierfür sind bei den dargestellten Anschluss- stücken 11, 12, 13 und 1 4 der Fig. 2, 5, 8 und 11 die gleichen. Die Wandungsquerschnitte dieser Anschluss- stücke sind in den Fig. 3, 6, 9 und 12 dargestellt.
Diese Anschlussstücke tragen ein zu dem Steckpro fil 69 des Schlauchringes 29 korrespondierendes in sich geschlossenes, ringförmiges und selbstfedernd ausgebil detes Steckprofil, das allgemein mit 2 bezeichnet ist und mit dem Steckprofil 69 des Schlauchringes 29 wie in Fig. 1 dargestellt zusammengesteckt und verrastet ist. Das Anschlussstück und das Steckprofil bestehen aus einem Stück, und zwar vorzugsweise aus dem gleichen Kunststoff, aus dem auch die Schlauchringe 29 herge stellt sind.
An das Anschlussstück 1 schliesst ein dünnwandiges Mantelstück 3 von gleichem Innendurchmesser wie der des Anschlussstückes an. Das Mantelstück endet in einen im Querschnitt hakenförmig gestalteten und einwärts gerichteten Endsteg 4, der ringförmig ge schlossen ausgebildet ist und eine schmale kegelige Ringfläche 5 bildet, deren umlaufende Kante mit 6 bezeichnet ist. Diese Kante hat einen um ein geringes Übermass von etwa 1/1o mm grösseren Durchmesser als der Innendurchmesser der zylindrischen Ringfläche 77 am Schlauchring 29 beträgt. Beide Flächen sind Dicht flächen, die abdichtend aneinander anliegen.
Weitere analoge Dichtflächen befinden sich zwischen der um laufenden Kante 76 des Seitensteges 71 des Schlauchrin ges 29 und dem Mantelstück 3 sowie an der kegeligen Ringfläche 5.
Das Anschlussstück 1 hat gemäss allen Ausfüh rungsformen 11, 12, 13 und 1 4 eine kegelige Ringfläche 7, die ebenfalls Dichtfläche ist und mit der innen kegeligen Ringfläche 74 des Schlauchringes abdichtend zusammenwirkt, wenn beide Ringflächen aneinander an liegen.
Das Vorhandensein der verschiedenen Dichtungs flächen am Anschlussstück bzw. an seinem Endsteg gewährleistet den verschiedenen Betriebsverhältnissen angepasste Abdichtungen, die sogar gasdicht sein kön nen. Der Endsteg 4 des Anschlussstückes hat analog zu den Seitenstegen des Schlauchringes 29 eine Höhe von etwa 0,8 mm und ist wie diese so schmal, dass das Mantelstück 3 des Anschlussstückes infolge seines Fe derungsvermögens durch einen axialen Druck soweit ausfedert, dass die sehr schmalen, einander gegenüber stehenden Stege zum Einrasten miteinander gebracht werden können.
Das Zusammenstecken beider wird durch die kegeligen Ringflächen beider begünstigt, da diese aufeinander abgleiten und nach dem Überspringen ihrer umlaufenden Ränder ineinander einrasten, wie dies auch bei den einzelnen Schlauchringen der Fall ist.
Das vorerwähnte Übermass des Randes 6 des Steck profils 2 am Anschlussstück braucht nicht unbedingt vorhanden zu sein. Dies ist dann nicht erforderlich, wenn die Schläuche nicht ganz dicht zu sein brauchen.
Das Anschlussstück 11 trägt eine mit ihm fest ver'- bundene Sechskantmutter 8 und ein sogenanntes Pan zergewinde 9.
Das Anschlussstück 12 trägt einen Bundring 10 für eine überwurfmutter 11.
Das Anschlussstück 13 hat einen konischen An- schlussteil 12, auf den ein anderes Schlauchende aufge steckt werden kann.
Das Anschlussstück 14 ist als sonst üblicher Schlauchanschluss ausgebildet und weist eine Aufsteck tülle 13 mit einer Sechskantmutter 14 auf.
Die dargestellten Anschlussstücke können den Be triebsverhältnissen angepasste andere Formen haben.
Bei der Herstellung der beschriebenen Kunststoff schläuche erfolgt die Verbindung des Anschlussstückes 1 mit dem ersten bzw. letzten Schlauchring 29 durch axialen Druck, so dass die gegenseitigen Steckprofile 2 und 69 unter Ausnutzung ihres Federungsvermögens zum Einrasten gebracht werden. Die schmalen kegeligen Ringflächen der beiden Steckprofile gleiten beim Zu sammendrücken aufeinander ab, bis sie ineinander ein rasten. Diese leicht herstellbare Verbindung, die keine besonderen Werkzeuge und Mittel erfordert, ist für die gleichen Betriebsverhältnisse ausreichend, für die der Schlauch hergestellt ist.
Ausserdem hat sie den Vorteil, dass das Anschlussstück 1 auf dem letzten Schlauchring 29 leicht drehbar und in gewissem Sinne auch beweglich ist. Dies hat den Vorteil, dass das Anschlussstück 1 zur Herstellung weiterer Verbindungen gedreht werden kann und somit nicht unbedingt einer überwurfmutter bedarf. Andererseits ist die Verbindung so fest, dass sie nicht ohne weiteres gelöst werden kann. Zusätzliche Befestigungsmittel sind nicht erforderlich.
Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass das Steckprofil 2 des Anschlussstückes 1 dem hal ben Gegenprofilquerschnitt des Schlauchringes 29 ohne dessen Mittelsteg 72 entspricht. Hierdurch wird dem Anschlussstück 1 die volle Beweglichkeit erhalten, wie sie auch die einzelnen Schlauchringe 29 haben.
Zweckmässig bestehen das Anschlussstück 1 und das Steckprofil 2 aus einem Stück und zwar aus dem gleichen Kunststoff, aus dem auch die Schlauchringe 29 bestehen. Damit ist Gewähr dafür gegeben, dass die Federungsverhältnisse am letzten Schlauchring 29 und am Anschlussstück 1 für die beiderseitigen Steckpro file etwa die gleichen sind. Der Gesamtfederungsweg teilt sich somit auf beide Steckprofile auf, und es be steht keine Gefahr, dass eines dieser Steckprofile über lastet und vielleicht zerstört wird.