CH481540A - Verfahren zum Betrieb von Wechselsprech-, Gegensprech- oder Lautsprech-Anlagen - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Wechselsprech-, Gegensprech- oder Lautsprech-Anlagen

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CH481540A
CH481540A CH1291967A CH1291967A CH481540A CH 481540 A CH481540 A CH 481540A CH 1291967 A CH1291967 A CH 1291967A CH 1291967 A CH1291967 A CH 1291967A CH 481540 A CH481540 A CH 481540A
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CH1291967A
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Neumann Gottfried
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Neumann Elektronik Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
    • H04Q5/08Signalling by continuous AC

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)

Description


  Verfahren zum Betrieb von     Wechselsprech-,        Gegensprech-    oder     Lautsprech-Anlagen       Bei     Wechselsprech-,        Gegensprech-    oder     Lautsprech-          Anlagen    mit mehreren Sprechstellen, zu deren Betrieb  die vorliegende Erfindung ein Verfahren beschreibt,  können zwei grundlegende Systeme unterschieden wer  den. Bei dem einen System ist jede Sprechstelle mit einer  Zentrale verbunden, durch die die Verbindungen herge  stellt werden; bei dem anderen System sind alle Sprech  stellen an eine gemeinsame zwei- oder mehradrige elek  trische Leitung angeschlossen (Reihenanlage).

   Bei bei  den Systemen sollen folgende Bedingungen erfüllt sein:  Von einer Sprechstelle aus wird durch Aussenden  von     Anrufkriterien    die Verbindung mit einer anderen  Sprechstelle hergestellt. Mit dem Herstellen dieser Ver  bindung soll die angerufene Stelle gegen andere Rufe  blockiert sein, d. h. die angerufene Stelle soll weder von  einer anderen Sprechstelle angerufen werden können,  noch eine andere Sprechstelle anrufen können.

    Die anrufende Stelle soll ebenfalls gegen ankommende  Anrufe blockiert sein, dagegen wird meist gewünscht,  dass die     anrufende    Stelle nicht behindert ist, gleichzei  tig mehrere andere Sprechstellen     anzurufen.    Es soll fer  ner bei allen Sprechstellen stets, d. h. schon bevor ein       Anruf    getätigt wird, erkennbar sein, welche anderen  Sprechstellen gerade besetzt     sind    und welche anrufbe  reit sind. Während bei den Anlagen mit Zentrale in der  Regel mehrere voneinander unabhängige Verbindungen  gleichzeitig hergestellt werden können, ist bei Reihenan  lagen in der Regel nur eine Verbindung möglich, d. h.  es kann nur eine Stelle sprechen, während eine andere  oder mehrere andere hören.

   Bei diesen Anlagen ist es in  der Regel erforderlich, dass durch den Anruf alle ande  ren Sprechstellen der Reihenanlage gegen Sprechen  blockiert werden.  



  Bei den bekannten Anlagen werden die Anrufkrite  rien entweder, wie bei Fernsprechanlagen, durch     Strom-          stossreihen    oder durch über- oder     unterlagerte          Tonfrequenzsignale    gegeben.

   Das übermitteln der       Anrufkriterien    durch     Tonfrequenzsignale    hat gegen  über der     übermittlung    durch     Stromstossreihen    den  Vorteil, dass es wesentlich weniger Zeit in     Anspruch       nimmt, was insbesondere, wenn gleichzeitig mehrere  Sprechstellen angerufen werden sollen, erheblich ins Ge  wicht fällt.     Tonfrequenzsignale    haben ausser dem Vor  teil, dass die Übermittlung der Anrufkriterien nur sehr  kurze Zeit in Anspruch nimmt, den weiteren Vor  teil, dass die     Anrufkriterien    für mehrere Sprechstel  len gleichzeitig ausgesandt werden können.

   Um einen zu  hohen Bedarf an Leitungen zu vermeiden und um zur  Verbindung jeder Sprechstelle mit der Zentrale mit einer  Doppelleitung auszukommen, ist es bekannt, zur Über  mittlung der Anrufkriterien ausserhalb des     Hörbarkeits-          bereiches    liegende Tonfrequenzen zu verwenden. Dabei  ist aber selbst bei Verwendung höchst selektiver Emp  fangsanlagen die Zahl der verwendbaren Frequenzen  beschränkt. Die Verwendung der oberhalb des Hörbar  keitsbereiches liegenden Frequenzen ist wegen der Stö  rungen, die dadurch hervorgerufen werden können, un  erwünscht und wird in der Regel von den Behörden  nicht genehmigt.

   Auch unterhalb des     Hörbarkeitsberei-          ches    steht nur ein begrenzter Frequenzbereich zur Ver  fügung, in welchen sich auch bei höchster Selektivität  der Empfangsanlagen nicht mehr als günstigenfalls zehn  voneinander trennbare Frequenzen unterbringen lassen.  



  Erfindungsgemäss wird diese Schwierigkeit durch ein  Verfahren behoben, bei dem die Anrufkriterien durch       Tonfrequenzsignale    übermittelt werden und das dadurch  gekennzeichnet ist, dass beim Anruf gleichzeitig ein Si  gnal in einer ausserhalb des Sprechbereiches liegenden  Frequenz, die während der ganzen Dauer einer Sprech  verbindung gesendet wird, und ein kurzzeitiges Signal in  einer innerhalb des Sprechbereiches liegenden, für die  angerufene Sprechstelle charakteristischen Tonfrequenz  gegeben wird. Im folgenden wird die dauernd gesendete  Frequenz als  Haltefrequenz , die kurzzeitig gesendete  Frequenz als  Ruffrequenz  bezeichnet.  



  Für die Ruffrequenz können die Frequenzen des ge  samten Hörbereichs benützt werden, ohne dass durch  das Aussenden der Ruffrequenz     Störungen    in der  Sprechübertragung auftreten, weil die     Ruffrequenz    nur  kurzzeitig als Anruf übermittelt wird. Würde man als      Anrufkriterien lediglich die Ruffrequenz aussenden, so  könnten einerseits Fehlverbindungen zustande kommen  dadurch, dass die Ruffrequenz zufällig in der Sprache  enthalten ist, anderseits müssten wieder besondere Mit  tel, z. B. ein Schlusssignal, vorgesehen werden, um die  Verbindung wieder aufzuheben, wobei die Gefahr be  steht, dass die Verbindung vorzeitig unterbrochen wird,  wenn die dem Schlusssignal zugeordnete Frequenz un  beabsichtigt, z. B. durch die Sprache, ausgesendet wird.

    Dadurch, dass     während    des ganzen Gespräches zusätz  lich noch eine Haltefrequenz, die ausserhalb des Hörbar  keitsbereiches liegt, übermittelt wird, wird einerseits ver  mieden, dass Fehlverbindungen entstehen, anderseits gibt  die Haltefrequenz ein einfaches Mittel, nach Beendigung  der     übermittlung    die Verbindung dadurch aufzuheben,  dass das Aussenden der Haltefrequenz beendet wird.  Dabei kann als Haltefrequenz eine für alle Sprechstellen  gleiche Frequenz     verwendet    werden, d. h. es ist in die  sem Fall nur eine einzige Frequenz erforderlich, die     aus-          serhalb    des Bereiches der     Sprechfrequenzen    liegt.  



  Es ist aber auch möglich, die Haltefrequenz nicht  als Dauerfrequenz auszusenden, sondern als kodierte  Frequenz, um z. B. einen Missbrauch der Anlage zu  verhindern. Wenn die Teilnehmerzahl erhöht werden  soll, können des weiteren mehrere unterschiedliche  Haltefrequenzen bzw. eine unterschiedlich kodierte Hal  tefrequenz verwendet werden. Bei der Verwendung von  mehreren unterschiedlichen Haltefrequenzen bzw. einer  unterschiedlich kodierten Haltefrequenz besteht bei ge  gebener Teilnehmerzahl die Möglichkeit, die Abstände  zwischen den Ruffrequenzen zu erhöhen, was den Vor  teil hat, dass zur Trennung der Ruffrequenzen keine  allzu stark selektiven Filter notwendig sind. Dadurch  tritt eine erhebliche Verbilligung der gesamten Anlage  ein.  



  Bei derartigen Anlagen ist es erwünscht, dass in der  Ruhestellung, d. h. bei Nichtbenutzung, die Empfänger  und Verstärker ausgeschaltet sind. Bei Anwendung des  Verfahrens nach der Erfindung kann durch das Aus  senden der Haltefrequenz zuerst bewirkt werden, dass  die Empfangs- und Schaltorgane in der Zentrale oder,  wenn es sich um Reihenanlagen handelt, in den anderen  Sprechstellen in Bereitschaftsstellung gebracht werden,  worauf dann auf die Ruffrequenz die auf diese Frequenz  abgestimmten Organe ansprechen, wodurch die Verbin  dung mit der angerufenen Sprechstelle und deren Emp  fangsbereitschaft hergestellt wird.  



  Bei Anlagen mit Zentrale kann die Ruffrequenz  gleichzeitig dazu dienen, die     Besetztmeldung    an die nicht  sprechenden Sprechstellen weiterzugeben, indem von der  Zentrale Signale in den für die sprechenden Stellen  charakteristischen, innerhalb des Sprechbereiches lie  genden Frequenzen ausgesandt werden. Da die Besetzt  meldung nur an nicht sprechende Sprechstellen gegeben  werden muss, können für die     Besetztmeldung    innerhalb  des Sprechbereiches liegende Frequenzen verwendet  werden, und zwar zweckmässig jeweils die gleiche Fre  quenz, die auch die Ruffrequenz der Sprechstelle ist,  die als besetzt gemeldet werden soll.

   In diesem Fall ar  beitet die Anlage somit derart, dass bei gleichzeitigem  Eintreffen der Haltefrequenz und der Ruffrequenz die  Sprechstelle in Empfangsbereitschaft gebracht wird,  während bei Eintreffen einer Ruffrequenz allein ohne  gleichzeitige Haltefrequenz das Besetztzeichen für die  Sprechstelle, für die diese Ruffrequenz charakteristisch  ist, ausgelöst wird.  



  Bei Ankunft eines Anrufkriteriums in der Zentrale    ist des weiteren die Möglichkeit     gegegeben,    dass die Zen  trale das gleiche Signal oder ein anderes Signal an den  Empfänger weiterleitet. Die Zentrale kann mit jedem  einzelnen Empfänger bzw. Sender durch eine Vielzahl  von Leitungen oder durch eine einzige Doppelader un  ter Zwischenschaltung eines geeigneten Schaltgerätes  verbunden sein.  



  Bei Reihenanlagen, bei denen jeweils nur eine Stelle  sprechen kann, kann zweckmässig die Haltefrequenz da  zu benutzt werden, bei den nicht sprechenden Sprech  stellen eine     Besetztmeldung    zu geben, die ja bei Reihen  anlagen bedeutet, dass die gemeinsame Leitung belegt  ist und nicht gesprochen werden kann, wobei     zweck-          mässig    gleichzeitig mit der     Besetztmeldung    auch die  nicht beteiligten Sprechstellen blockiert werden, so dass  sie während eines fremden Gespräches keine andere  Sprechstelle anrufen können.  



  Es ist nicht notwendig, als Haltefrequenz eine Fre  quenz zu verwenden, die ausserhalb des     Hörbarkeitsbe-          reiches    liegt. Es kann vielmehr für den Sprechbereich  eine untere Grenze festgesetzt werden, die etwa zwi  schen 300 und 600 Hz liegen kann, da das Abschneiden  der tiefen Frequenzen für die Sprachübermittlung prak  tisch ohne Bedeutung ist. Die unter dieser unteren  Grenze des als Sprechbereich verwendeten Frequenzbe  reiches liegenden Frequenzen können dann von den  Sprechanordnungen ferngehalten und als Haltefrequen  zen sowie zu Prüf- oder     Signalzwecken    dienen.  



  Bei Wechsel-, Gegen- oder Lautsprecheranlagen, bei  denen Sprechstellen weit von der Zentrale entfernt sind,  treten Leitungsverluste auf, die nicht nur nach der Länge  der Verbindungsleitung, sondern auch durch Tempera  tur- und Witterungseinflüsse sehr verschieden gross sein  können. Es ist deshalb erforderlich, die     Lautsprecher-          Verstärker    in Abhängigkeit von den jeweils auftretenden  Leitungsverlusten einzustellen. Bei einer bekannten An  lage erfolgt diese Einstellung in der Regel von Hand,  d. h. der Lautsprecher muss bei Temperatur- und Wit  terungsänderungen nachgestellt werden.

   Wird dies ver  säumt, so ist unter Umständen die Sprechübertragung  zu leise, so dass sie schlecht verstanden wird, oder zu  laut, so dass sie störend oder unangenehm wirkt.     Ge-          mäss    der weiteren Ausbildung der Erfindung ist beim  erfindungsgemässen Verfahren eine selbsttätige Rege  lung dadurch möglich, dass die Haltefrequenz von der  Zentrale bzw., sofern es sich um Reihenanlagen handelt,  von der anrufenden Sprechstelle in einer festgesetzten  Tonstärke     (0-Pegel)    ausgesandt wird. An der Sprech  stelle kann die Empfangsstärke dieser Frequenz gemes  sen und dazu benutzt werden, den     Lautsprecher-Ver-          stärker    und selektive Empfangsglieder der angerufenen  Sprechstelle entsprechend zu regeln.

   Dadurch wird er  reicht, dass der einmal eingestellte Pegel sich auch bei  Änderung der Leitungsverluste nicht ändert.  



  Da die Ruffrequenz im     Hörbarkeitsbereich    liegt, ist  es ferner möglich, die Ruffrequenz bei der angerufenen  Sprechstelle über den Lautsprecher-Verstärker auf den  Lautsprecher zu geben und dadurch ein hörbares An  rufzeichen zu übermitteln, ohne dass dazu irgendwelche  zusätzliche Anordnungen erforderlich sind.  



  In den     Fig.    1 bis 4 wird das erfindungsgemässe Ver  fahren beispielsmässig erläutert. Es zeigen       Fig.    1 eine Anlage, bei der die Teilnehmer über eine  gemeinsame Zentrale miteinander verbunden sind,       Fig.    2 eine Reihenanlage,       Fig.    3 und 4 ein an die Zentrale angeschlossenes  Schaltgerät mit einer Teilnehmerstation.      Ein     Ausführungsbeispiel    einer Anlage gemäss der  Erfindung ist in     Fig.    1 im Blockschaltbild dargestellt. In  der Mitte befindet sich die Zentrale Z, an der verschie  dene Geräte A, B, C, D, E (Kurzbezeichnung     WL-Ge-          räte)    angeschlossen sind.

   C, D, E sind mit der Zentrale  durch eine Vielzahl von Leitern verbunden, was bei  kurzen Abständen eventuell noch vertretbar ist; bei lan  gen Entfernungen können diese Leiter unter Zwischen  schaltung eines Schaltgerüstes     (Fig.3)    in der Zentrale  durch Sender und Empfänger ersetzt werden, so dass  man die     Adernzahl    beliebig verringern kann (Geräte A  und B).  



  Die     Fig.    3 umfasst das Schaltgerät, das an die Zen  trale Z angeschlossen ist und mit dieser durch folgende  Leitungen verbunden ist: plus und minus für die Strom  versorgung, a und b für die Tonfrequenz und die Adern       Li    1,     Li    2 und     Li    3 usw., durch die die Vermittlung und       Besetztanzeige    der anzurufenden Teilnehmer gesteuert  werden.  



  Die Verbindung zwischen Schaltgerät     Fig.    3 und der  Teilnehmerstation (WL-Gerät     Fig.    4) soll in der folgen  den näheren Beschreibung nur aus zwei Leitern beste  hen.  



  Der mit 2 bezeichnete Übertrager soll eine galva  nische Trennung andeuten. Vor den     Wechselsprechver-          stärkern    3, 4 und der zur Vermittlung gehenden Leitung       a/b    ist in Richtung Leitung 1 je ein Hochpass 32 und 6  eingeschaltet, der für das Sprachfrequenzband eine ge  nügend grosse Durchlässigkeit besitzt. Mit 5 bis 16 sind  die     Ruffrequenz-Sender    bzw. -Empfänger bezeichnet, die  die Steuerfunktionen erfüllen, während mit 17 bis 20 die  Sender bzw. Empfänger der Haltefrequenz benannt sind.  



  Die     Tonfrequenz-Sender    tragen gerade, die selek  tiven Empfängerungerade Zahlen.  



  Die den     Frequenzsendern    zugeordneten Relais sind  mit S bezeichnet; S ist das Relais, das auf Senden schal  tet. Die den Empfängern zugeordneten Relais sind mit E  bezeichnet; E ist das Relais, das auf selektiven Empfang  anspricht. Der zusätzliche Buchstabe P in den Bezeich  nungen bezieht sich auf die Haltefrequenz.  



  Der     Aufbau    einer Sprechverbindung erfolgt beim  Drücken der Taste     SPT    1 in der WL-Sprechstelle       (Fig.    4). Hierbei sprechen die Senderelais     SP    und S 5 an.  Der Halteton und der entsprechende Steuerton wird er  zeugt und über den Tiefpass 22 bzw. über die Ruhekon  takte ü und ü' über den     Übertrager    2 auf die Leitung 1  gegeben. Gleichzeitig mit dem Einschalten des ersten       Senderalais    des ersten Steuergenerators S 5 wird mit dem  Kontakt s 5' das Relais I eingeschaltet, das über eine       RC-Schaltung    verzögert anspricht und mit seinem Kon  takt i' das Relais S 5 zum Abfallen bringt, wodurch der  Steuerton unterbrochen wird.

   Mit dem Kontakt i schal  tet das Relais I die     Wechselsprechverstärker    4, 3 und  das Relais SU ein. Das Relais SU schaltet den Mikrofon  verstärker 3 ein und die     Sprechfrequenz    über die Kon  takte     su'    und     su"    und den Hochpass 32 auf die Fernlei  tung. Durch die Aufeinanderfolge von Steuerton- und  Sprechfrequenz ist sichergestellt, dass keine Fehlsteue  rung durch zufällig aufgenommene Geräusche oder durch  Manipulation des Sprechers erfolgt. Die Steuergenera  toren werden ausserdem durch das Relais U mit den  Kontakten ü und     u",    das seinerseits vom     I-Relais    mit i<B>...</B>  ausgesteuert wird, von der Fernleitung abgeschaltet.  



  Das Schaltgerät     Fig.    3 empfängt den Halteton und  den     Steuerimpuls    über die Leitung 1 und den über  trager 2.  



  Das Relais     EP    des selektiven Empfängers 17 und    das Relais E 1 des selektiven Empfängers 11 sprechen  an und betätigen ihre Kontakte. Der Kontakt     ep'     schliesst sich und bereitet damit die Stromversorgung  des Relais L 1, L 2, L 3 oder UR vor. Durch das An  sprechen des Empfängers 11 wird der Kontakt e1' ge  schlossen und das Relais L 1 spricht an und hält sich  über seinen Kontakt 11'.

   Gleichzeitig wird die Steuerlei  tung Lit durch 11" in Richtung Vermittlung auf Pluspo  tential geschaltet, womit, in nicht gezeichneter Weise,  die Sprechverbindung zur angerufenen, nicht gezeich  neten Sprechstelle hergestellt wird.     Nachem    die     Tonfre-          quenzleitung    ab mit der angerufenen Sprechstelle ver  bunden ist, bekommt über die Leitung ab das Relais AN  durch die Zentrale Z Spannung, spricht an und schaltet  mit seinen Kontakten an' und an" die     Tonfrequenzadern     in Richtung WL-Sprechstelle durch, wobei endgültig die  niederfrequente Verbindung zwischen der rufenden  WL-Sprechstelle     (Fig.4)    und der, nicht gezeichneten,  angerufenen Sprechstelle aufgebaut ist.  



  Werden gleichzeitig mehrere Sprechstellen angeru  fen, sendet die rufende WL-Sprechstelle mehrere Steuer  impulse gleichzeitig aus, die selektiv vom Schaltgerät  empfangen werden, wobei die entsprechende Anzahl  Relais E und L ansprechen, die ihrerseits die entspre  chenden Steuerleitungen     Li    auf Pluspotential legen und  damit die Mehrfachbesprechung einleiten.  



  Die Verbindung zwischen einer zur Anlage gehören  den, nicht gezeichneten Sprechstelle und der     WL-          Sprechstelle        (Fig.    4) wird in folgender Weise     abgewik-          kelt.     



  Das Kennzeichen für einen ankommenden Anruf ist  das Anziehen des Relais AN, das in nicht gezeichneter  Weise von der Vermittlung über die ab-Leitung erreicht  wird. Das Relais AN schaltet mit seinen Kontakten an'  und an" die niederfrequente Verbindung zur     WL-          Sprechstelle        (Fig.    4) durch und schaltet mit an<B>...</B> das  Senderelais des     Haltetonsenders    18,     SP    ein. Der Halte  frequenzsender liefert das Haltesignal über den Tiefpass  21 an die Fernleitung.

   Das Relais UR, das vom Relais       SP    eingeschaltet wird, trennt die Sende-Empfänger mit  den Kontakten     ur'    und     ur"    von der Fernleitung ab, so  dass sie unwirksam werden. Soll die Prüffrequenz kurz  zeitig als Anrufton oder zur Auslösung einer Anrufan  zeige verwendet werden, wird der Abfall des     Ralis    UR  entsprechend     verzögert.     



  Der Halteton wird über den     Schutzübertrager    2 und  die Fernleitung 1 zur Sprechstelle     Fig.    4 geleitet, wäh  rend Verstärker 4 durch den Kontakt     ep'    des     Haltefre-          quenz-Empfängerrelais        EP    eingeschaltet wird. Da die  Ruhestellung des WL-Verstärkers die Betriebsphase Hö  ren ist, wird das Gespräch im Lautsprecher 24 übertra  gen. Das Relais U, von     ep"    eingeschaltet, trennt die Se  lektivempfänger 5 bis 10 von der Fernleitung ab, so dass  sie nicht auf Sprachfrequenzen reagieren können.  



  Überträgt die Anlage kein Gespräch, wird die Fern  leitung 1 zur Übermittlung der     Besetztmeldung    ausge  nutzt. Hierbei sind die Schaltkriterien der Art, dass ein  Pluspotential auf die     Li-Leitungen    in nicht gezeichne  ter Weise von der     Vermittlung    geschaltet wird, wäh  rend das Relais AN     (Fig.    3) in Ruhestellung verharrt.  



  Wird eine Steuerleitung im Schaltgerät     Fig.3    auf  Pluspotential geschaltet, spricht das zu jeder Steuerlei  tung gehörende Relais S 8 oder 9, 10 an. Hier sollte  z. B. das Relais S 8 betätigt werden, was bedeutet, dass  die nicht gezeichnete Sprechstelle, zu der die Steuerader       Li    1 gehört, besetzt ist. Mit seinen Kontakten schaltet  das Relais S 8 den     Selektivsender    12 ein, der seinen      Steuerton auf die Fernleitung 1 gibt.

   In der     WL-Sprech-          stelle        (Fig.    4) spricht der auf die Frequenz des     Gene-          rators    12 abgestimmte     Selektiv-Empfänger    5 an und  schaltet das Relais E 5 ein, was mit seinem Kontakt e 5  die     Besetztlampe    LA 1 an Spannung legt.  



  Der     Besetztzustand    bei einer Anlage wird also dau  ernd der WL-Sprechstelle     (Fig.4)    übermittelt, so dass  jederzeit festgestellt werden kann, ob ein Absetzen eines  Gespräches möglich ist oder nicht. Ausserdem werden  die betreffenden Sprechtasten     SPT    durch e 5 von der  Betriebsspannung abgeschaltet, so dass nicht nur eine       Besetztmeldung    erfolgt, sondern ein Gespräch nicht ab  gesetzt werden kann, solange die anzurufende Sprech  stelle anderweitig belegt ist.  



  Das üblicherweise als     Flackerlicht    gegebene Besetzt  zeichen kann auch durch ein Blinklicht ersetzt werden,  das durch einen im Apparat angeordneten     Multivibra-          tor    oder eine Wippe gesteuert wird, wobei eine feste       Grundfrequenz    von der Zentrale in     Richtung    des Appa  rates läuft.  



  Wenn eine nicht gesperrte Taste gedrückt wird, ar  beitet die Sprechstelle in der     vorbesehriebenen    Weise,  der ausgesendete Halteton erreicht den     Selektiv-Emp-          fänger    17 des Schaltgerätes und Relais     EP    schaltet mit  Kontakt     ep"    die Senderelais S 8 bis 10 ab und über die  E- und     L-Relais    die gewünschte Linienader der nicht  gezeichneten Zentrale auf Pluspotential.  



  Wenn die Zentrale die gewünschte Verbindung ein  geschaltet hat, wird Relais AN erregt, dessen Kontakte  an' und an" die Sprechstellen     tonfrequenzmässig    ver  binden.  



  Die Übertragung des     Besetztzustandes    der Anlage  erfolgt in den Gesprächspausen, wodurch die Leitung  zwischen dem Schaltgerät nach     (Fig.    3) und der     WL-          Sprechstelle    nach     Fig.4    gut ausgenutzt wird. Gemäss  einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird durch  eine besondere Schaltung der Halteton benutzt, um eine  selbständige Pegelregelung zu ermöglichen. Der Pegel  des Haltetones ist nämlich ein Mass für die Dämpfung  der Fernleitung. Hierbei wird der Haltepegel, der z. B.  vom Schaltgerät     Fig.    3 empfangen wird, durch den Ver  stärker 29     (Fig.    4) angehoben und auf eine Auswerteein  richtung, z.

   B. in Form eines Gleichrichters 30, gegeben.  Die Ausgangsspannung des Gleichrichters 30 ist propor  tional dem Halteton und damit auch umgekehrt propor  tional der Leitungsdämpfung. Die Spannung steuert  ihrerseits ein Stellglied 31, hier z. B. vor dem Verstär  ker 4, dessen Dämpfung proportional dem Gleichstrom  pegel des Gleichrichters 30 ist.  



  Hierdurch werden Pegelschwankungen, die durch  verschieden lange Leitungen bedingt sind (z. B. wenn  infolge einer zusätzlichen Vermittlung zwischen Schalt  gerät nach     Fig.    3 und WL-Sprechstelle nach     Fig.    4 ver  schiedene Dämpfungen erscheinen),     ausgeregelt.     



  Spricht die WL-Sprechstelle     Fig.    4 in Richtung Zen  trale, wird der Halteton über den Tiefpass 21 dem Ver  stärker 26     (Fig.    3) zugeführt, der den Gleichrichter 25  aussteuert, der wiederum seinerseits das Stellglied 27       beaufschlagt;    das Sprechsignal wird über den Verstärker  28 und die Kontakte     ep"'    und     epv    der Zentrale zuge  führt.  



  Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung kann  darin bestehen, dass nicht nur der     Wechselsprechver-          stärker    über das Stellglied 31, sondern auch die selek  tiven Empfänger an den Pegelregler angeschlossen  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Betrieb von Wechselsprech-, Gegen sprech- oder Lautsprech-Anlagen mit mehreren Sprech stellen, wobei die Anrufkriterien durch Tonfrequenz- signale übermittelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anruf gleichzeitig ein Signal in einer ausser- halb des Sprechbereiches liegenden Frequenz, die wäh rend der ganzen Dauer einer Sprechverbindung gesen det wird, und ein kurzzeitiges Signal in einer innerhalb des Sprechbereiches liegenden, für die angerufene Sprechstelle charakteristischen Tonfrequenz gegeben wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, zum Betrieb von derartigen Anlagen mit einer Zentrale oder als Reihen anlage, dadurch gekennzeichnet, dass durch die wäh rend der ganzen Dauer der Sprechverbindung gesen dete Frequenz Empfangs- und Schaltorgane in der Zen trale oder in anderen Sprechstellen in Bereitschaftsstel lung gebracht werden, auf die kurzzeitig gesendete Fre quenz aber nur auf diese Frequenz abgestimmte Organe ansprechen, die die Verbindung mit der angerufenen Sprechstelle und deren Empfangsbereitschaft herstellen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass als während der ganzen Dauer der Sprech verbindung gesendete Frequenz eine für alle Sprechstel len gleiche Frequenz dient. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch zum Betrieb von derartigen Anlagen mit einer Zentrale, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Besetztmeldung an die nichtspre chenden Sprechstellen durch Aussenden von für die sprechenden Stellen charakteristischen, innerhalb des Sprechbereiches liegenden Frequenzen erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch zum Betrieb von Anlagen, bei denen die Sprechstellen an ein allen Sprechstellen gemeinsames Adernpaar angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei den nichtspre chenden Sprechstellen eine Besetztmeldung und/oder Blockierung durch die während der ganzen Dauer gesen dete Frequenz bewirkt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeich net, dass die untere Grenze des als Sprechbereich ver wendeten Frequenzbereiches innerhalb des Hörbarkeits- bereiches, vorzugsweise bei 300 bis 600 Hz, liegt, und dass die unter dieser Grenze liegenden Frequenzen von den Sprechanordnungen ferngehalten werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass ausserhalb der Grenzen des Sprech bereiches liegende Frequenzen als während der ganzen Dauer der Sprechverbindung gesendete Frequenzen sowie zu Prüf- oder Signalzwecken dienen. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch oder Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die während der ganzen Dauer der Sprechverbindung gesendete Frequenz von der Zentrale bzw. von der anrufenden Sprechstelle in einer festgesetzten, einen Null-Pegel darstellenden Ton stärke ausgesandt wird, und dass ein Lautsprecherver stärker der angerufenen Sprechstelle durch ein Stellglied (31) in Abhängigkeit von der Empfangsstärke dieser Frequenz geregelt wird (Fig. 4). B. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass durch das Stellglied (27 bzw. 31) auch Selektiv-Empfänger (5 bis 20) geregelt werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch oder dem Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kurzzeitig gesendete Frequenz bei der angerufenen Sprechstelle über einen Lautsprecherverstärker (4) auf einen Laut sprecher (24) gegeben wird und als Anrufzeichen aus dem Lautsprecher hörbar wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch zum Betrieb von derartigen Anlagen mit Zentrale oder als Reihenan lage, dadurch gekennzeichnet, dass als Besetztzeichen ein Blinklicht (Lal, Lag, La3) dient, das durch einen Multivibrator oder eine Wippe gesteuert wird, wobei eine feste Grundfrequenz von der Zentrale oder der an rufenden Sprechstelle auf die nichtsprechende Sprech stelle gegeben wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Sprechstellen vorgesehene Bat terien, die zur Speisung derselben dienen, von der Zen trale her mit einem schwachen Pufferstrom geladen werden.
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