CH481609A - Sitzmöbel mit einer mittleren Tragsäule und mit einem Fussgestell mit Schwenkrollen - Google Patents
Sitzmöbel mit einer mittleren Tragsäule und mit einem Fussgestell mit SchwenkrollenInfo
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Description
Sitzmöbel mit einer mittleren Tragsäule und mit einem Fussgestell mit Schwenkrollen Derartige Sitzmöbel, die in der Regel ein Fusskreuz aufweisen, neigen bei einseitiger Belastung zum Kippen, wenn sich die Schwenkrollen an zwei benachbarten Armen des Fusskreuzes auf der belasteten Seite in einer Stellung befinden, in denen die Auflagepunkte der Rollen der Achse der mittleren Tragsäule am nächsten liegen. Die Belastung des Sitzmöbels kann dann leicht an einem Punkt angreifen, der ausserhalb der Abstütz- fläche liegt, so dass das Sitzmöbel umkippt.
Ein weiterer Nachteil dieser Konstruktion ist der, dass die Schwenk rollen eine sehr geringe Auflagefläche auf dem Boden haben und bei Belastung auf dem Boden und insbe sondere auf Teppichen Eindruckstellen hinterlassen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Sitzmöbel mit einer mittleren Tragsäule und mit einem Fussgestell mit Schwenkrollen zu schaffen, das unabhängig von der Stellung der Schwenkrollen stets sicher auf dem Boden abgestützt ist und bei dem ein Kippen verhin dert ist.
Das erfindungsgemässe Sitzmöbel ist nun dadurch gekennzeichnet, dass der Sitztragschaft des Fussgestells eine bei Belastung des Sitzes auf den Boden absenkbare Stützplatte oder ein absenkbares Stützfusskreuz aufweist, wobei der äussere Umriss der Stützplatte bzw. des Stütz fusskreuzes über die von der Schaftachse am weitesten entfernten Punkte der Rollenschwenkkreise hinausragt.
Hierdurch ist eine stets gleichbleibend grosse und vor allem in ihrer Lage gegenüber der Mittelsäule unver änderliche Abstützfläche gewährleistet, so dass ein un beabsichtigtes Kippen des Sitzmöbels bei einseitiger Belastung auch bei kleineren Abmessungen des Fuss kreuzes nicht möglich ist. Gleichzeitig wird durch die auf den Boden absenkbare Stützplatte oder das Stütz fusskreuz das Sitzmöbel bei Belastung gegenüber dem Boden festgestellt, so dass es nicht bewegt werden kann.
Vorteilhafterweise weist die Stützplatte auf ihrer Unterseite an den äusseren Umrissen oder das Stützfuss kreuz an den Enden der Arme Fussleisten auf, die vor zugsweise aus elastischem Material, wie z. B. Gummi oder Kunststoff, bestehen und eine einwandfreie Auf lage der äusseren Umrisse der Stützplatte oder der Arm enden des Stützfusskreuzes auf dem Boden gewähr leisten.
Die Stützplatte oder das Stützfusskreuz wird vorteil- hafterweise aus Holz, Spanplatten, Kunststoff oder der gleichen hergestellt, wobei im Falle der Stützplatte diese vorzugsweise Aussparungen für die Schwenkrollen aufweist.
Zum Dämpfen des Anschlages der Stützplatte oder des Stützfusskreuzes am Fussgestell kann zwischen beiden eine Schicht aus elastischem bzw. dämpfendem Material angeordnet werden.
Zweckmässigerweise ist an der Stützplatte oder dem Stützfusskreuz eine Abdeckung angeordnet, die das ganze Fussgestell verkleidet.
Das Abheben der Stützplatte vom Boden bei Ent lastung erfolgt vorteilhafterweise mittels Federkraft. Da bei ist die Feder vorzugsweise innerhalb der mittleren Tragsäule angeordnet. Der Sitztragschaft, an dem die Stützplatte angeordnet ist, kann mittels eines Bolzens in senkrechten Schlitzen der mittleren Tragsäule geführt sein.
Um einen leichteren und einfacheren Aufbau des Fussgestells zu erreichen, verwendet man vorzugsweise ein absenkbares Stützfusskreuz mit mindestens drei Armen.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Sitz möbels werden anhand der Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben, dabei zeigen: Fig. 1 den unteren Teil eines Sitzmöbels in senk rechtem Schnitt, Fig. 2 die Schlitzführung des Sitztragschaftes in der Tragsäule des Sitzmöbels nach Fig. 1, in Seitenansicht, Fig. 3 ein Fussgestell mit symmetrischem Fusskreuz, in Draufsicht und in schematischer Darstellung, Fig. 4 ein weiteres Fussgestell mit asymmetrischem Fusskreuz, in Draufsicht und in schematischer Dar stellung, Fig. 5 ein weiteres Fussgestell in Seitenansicht,
Fig. 6 das Fussgestell nach Fig. 5 in Draufsicht, Fig. 7 das Fussgestell nach Fig. 6 im Schnitt längs der Linie VII-VII.
An einer mittleren Tragsäule 1 sind in an sich be kannter Weise Arme 2, 3, 4 und 5 eines Fusskreuzes befestigt, z. B. durch Schweissen. An den äusseren Enden der Arme sind Schwenkrollen drehbar gelagert, z. B. die Rolle 6 am Arm 2 und die Rolle 7 am Arm 4. Im Innern der hohlen Mittelsäule 1 ist ein Sitztragschaft 8 angeordnet, dessen mittlerer Teil einen dem Innen durchmesser der Tragsäule 1 entsprechenden Durch messer aufweist, während der obere Teil 9 und der untere Teil 10 von geringerem Durchmesser sind. Auf dem oberen Teil 9 des Sitztragschaftes ist mittels eines Lagers 11 eine Hülse 12 drehbar angeordnet.
An der Hülse 12 ist ein Beschlagblech 13 angeschweisst, auf dem ein Sitzkörper 14 durch Schrauben, Schweissen, Kleben oder dergleichen befestigt werden kann. Um den unteren Teil 10 des Sitzschaftes ist im Inneren der Tragsäule 1 eine Druckfeder<B>15</B> angeordnet, die durch einen Verschlussteil 16, der an dem Fusskreuz befestigt ist, in ihrer Lage gehalten wird.
Ein Bolzen 17, der radial im mittleren Teil des Sitztragschaftes angeordnet ist, greift in senkrechte Schlitze 18 und 19 der Trag säule 1 und bildet somit das obere Widerlager für den Sitztragschaft. Die Vorspannung, unter der die Druck feder 15 steht, soll nur so gross sein, dass die durch sie erzielte Federkraft nur geringfügig grösser als das Ge wicht des unbelasteten Sitzes mit dem Sitzschaft ist. An dem unteren Teil 10 des Sitztragschaftes ist eine radial gerichtete Platte 20 befestigt, z. B. angeschweisst.
An dieser Platte 20 ist eine Stützplatte 21 aus Holz, Spanplatte, Kunststoff oder dergleichen befestigt, die mit ihren äusseren Umrissen über die Schwenkkreise 22, 23, 24 und 25 der Rollen hinausragt. Im Bereich der Rollen weist die Stützplatte Ausnehmungen 27, 28 29 und 30 auf, in denen die Rollen frei schwenken können. An ihrer Unterseite weist die Stützplatte 21 entlang ihren äusseren Umrissen Fussleisten, z. B. 31 und 32, auf. An den Aussenkanten der Stützplatte 21 kann eine Abdeckung oder Verkleidung 33 angeordnet sein, die die gesamte Konstruktion des Fussgestells ver kleidet. Zwischen der Platte 20 und dem Halteteil 16 ist vorteilhafterweise ein Teil 34 aus elastischem bzw.
dämpfendem Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, angeordnet. Besonders günstig ist es, wenn diese Schicht 34 an der Platte 20 befestigt ist, da dann bei Absenken der Stützplatte bei Belastung des Sitzes keine Relativbewegung zwischen dem Teil 10 des Sitz tragschaftes und dem Teil 34 stattfindet.
Bei Belastung des Sitzes 14, das heisst, wenn sich eine Person auf das Sitzmöbel setzt, wird entgegen der Kraft der Druckfeder 15 der Sitzschaft und somit auch die Stützplatte 21 mit den Fussleisten 31 und 32 auf dem Fussboden aufsitzen. Das Sitzmöbel hat dadurch eine Standfläche, die über die äussersten Punkte sämt licher Schwenkkreise der Rollen hinausragt, wodurch die Standfestigkeit des Sitzmöbels unabhängig von der Stellung der Schwenkrollen nach allen Richtungen ge währleistet ist.
Die Mittelachsen der Arme 2, 3, 4 und 5 des Fuss kreuzes müssen sich jedoch nicht unbedingt im Mittel punkt der mittleren Tragsäule 1 schneiden. Bei dem Fussgestell gemäss Fig. 4 bestehen die Arme 35, 36, 37 und 38 des Fusskreuzes aus hochkant gestellten Flach eisen, die tangential an eine Mittelsäule 39 angeschweisst sind. An den Enden der Arme des Fusskreuzes sind Laschen 40, 41, 42 und 43 abgebogen oder ange schweisst, an denen in bekannter Weise die Schwenk rollen angeordnet werden können. Die übrige Konstruk tion dieser Ausführungsform entspricht der vorher be schriebenen.
Diese Ausführungsform ist auch vor allem in fertigungstechnischer Hinsicht vorteilhaft.
In den Fig. 5-8 ist eine weitere Ausführungsform eines Fussgestells dargestellt. Hierbei sind an der mittle ren Tragsäule 1 kurze Arme 44 angeordnet, die die Schwenkrollen 45 tragen. Anstelle der Stützplatte 21 ist ein Stützfusskreuz mit den Armen 46, die länger als die Arme 44 sind, vorgesehen, das bei Belastung mittels Auflageplatten 47 auf dem Boden aufliegt und somit einerseits das Kippen des Sitzmöbels verhindert und anderseits eine grössere Auflagefläche gewährleistet. Auch dieses Fussgestell kann mit einer Abdeckung (nicht dargestellt) versehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Sitzmöbel mit einer mittleren Tragsäule und mit einem Fussgestell mit Schwenkrollen, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sitztragschaft des Fussgestells eine bei Belastung des Sitzes (14) auf den Boden absenkbare Stützplatte (21) oder ein absenkbares Stützfusskreuz (46) aufweist, wobei der äussere Umriss der Stützplatte bzw. des Stützfusskreuzes über die von der Schaftachse am weitesten entfernten Punkte der Rollenschwenkkreise (22, 23, 24, 25) hinausragt. UNTERANSPRÜCHE 1.Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stützplatte (21) auf ihrer Unterseite an den äusseren Umrissen oder das Stützfusskreuz an den Enden der Arme Fussleisten (31, 32, 47) aufweist. 2. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stützplatte (21) oder das Stützfuss kreuz aus Holz, Spanplatten oder Kunststoff besteht. 3. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stützplatte (21) Aussparungen (27, 28, 29, 30) für die Schwenkrollen aufweist. 4.Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen der Stützplatte (21) oder dem Stützfusskreuz (46) und Fussgestell eine Schicht (34) laus elastischem oder dämpfendem Material angeord net ist. 5. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass an der Stützplatte (21) oder dem Stütz fusskreuz (46) eine Abdeckung (33) für das ganze Fuss gestell angeordnet ist. 6. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stützplatte (21) oder das Stützfuss kreuz (46) bei Entlastung mittels Federkraft vom Boden abhebbar ist. 7.Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sitztragschaft mittels eines Bolzens in senkrechten Schlitzen der mittleren Tragsäule ge führt ist. B. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Stützfusskreuz mindestens drei Arme (46) aufweist. 9. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sitz (14) drehbar auf dem Sitztrag- schaft angeordnet ist. 10. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schwenkrollen an Armen eines Fuss kreuzes angeordnet sind.
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