CH481839A - Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung

Info

Publication number
CH481839A
CH481839A CH346464A CH346464A CH481839A CH 481839 A CH481839 A CH 481839A CH 346464 A CH346464 A CH 346464A CH 346464 A CH346464 A CH 346464A CH 481839 A CH481839 A CH 481839A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
solution
chlorine dioxide
acid
hci
Prior art date
Application number
CH346464A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Dipl Chem Ruetschi
Rudolf Dipl Chem Gehring
Original Assignee
Schweizerische Sodafabrik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schweizerische Sodafabrik filed Critical Schweizerische Sodafabrik
Priority to CH346464A priority Critical patent/CH481839A/de
Priority to US662563A priority patent/US3386915A/en
Publication of CH481839A publication Critical patent/CH481839A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/02Oxides of chlorine
    • C01B11/022Chlorine dioxide (ClO2)
    • C01B11/023Preparation from chlorites or chlorates
    • C01B11/024Preparation from chlorites or chlorates from chlorites

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung  der so erhaltenen Lösung    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung sowie die  Verwendung der so erhältlichen Lösung zur     Badewasser-          Entkeimung.     



  Die Herstellung von     Chlo#rdioxyd    erfolgt bislang in  erster Linie ausgehend von Chloraten, die man zu  diesem Zweck in saurer Lösung mit Reduktionsmitteln  umsetzt. Daneben sind auch bereits Verfahren zur Her  stellung von Chlordioxyd aus     Chloriten,    insbesondere       Natriumchlorit,    bekannt. Obwohl     NaC102    aus Chlor  dioxyd hergestellt wird, kommt auch diesen Verfahren  Bedeutung zu, weil     NaC10-#    im Gegensatz zu<B>C102</B>       transportierfähig    ist. Die Herstellung von Chlordioxyd  aus     NaC10_##    kann z.

   B. durch Umsetzung mit Chlor  (vorzugsweise in Gegenwart von Schwefelsäure), Stick  stoffdioxyd,     Stickstofftrichlorid    oder lediglich mit Salz  säure erfolgen. Letzteres Verfahren ist wegen der billigen  Ausgangsmaterialien von besonderer Bedeutung, trotz  der Tatsache,     dass    aufgrund der Reaktionsgleichung  <B>5</B>     NaC102   <B>+</B> 4     HCI        :;t    4<B>C102</B>     +    2 R20<B><I>+</I> 5</B>     NaC1     ,gemäss Theorie pro     Mol        NaC102    nur<B>0,8</B>     Mol    Chlor  dioxyd erhalten werden können.

   In der Praxis wurden  von obigem theoretischem Wert bisher maximal     85%     erreicht.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man die Ausbeute  an Chlordioxyd bei der Herstellung aus     NaC102    und  Säure, insbesondere Salzsäure, gemäss obiger Reaktions  gleichung durch Anwendung hoher Säurekonzentratio  nen und bestimmter Katalysatoren noch wesentlich ver  bessern kann.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist daher ein  verbessertes Verfahren, zur Herstellung von, Chlordi  oxyd in     wässriger    Lösung aus     Natriumchlorit    und Säure,    insbesondere Salzsäure, das dadurch gekennzeichnet ist,       dass    man auf eine mindestens<B>10</B>     /loige        NaC10-,-LÖsung     mindestens<B>10</B>     %ige    Säure in einem     molaren        überschuss     von<B>250-300 %,</B> bezogen auf das     NaCIO",    in Gegen  wart mindestens eines Katalysators zur Einwirkung bringt.

    Als Katalysatoren können beispielsweise Wasserstoff  peroxyd,     Kaliumpersulfat,        Kaliumperborat,        Natrium-          perchlorat,    Kobalt-, Nickel- oder Kupfersulfat,     Natrium-          bisulfat,        Natriumbisulfit,        Natriumchlorat,        Chrom-(II)-          fluorid,        Chrom-(III)-chlorid    oder organische Verbindun  gen, wie     Oxalsäure,    Weinsäure, Methylalkohol und       Amylacetat,    verwendet werden.  



  Die Ausbeute bei der vorstehenden Umsetzung von       NaClQ,    und     HCI    ist stark von der Säurekonzentration  abhängig. Mit Vorteil wird eine 12     %ige    oder stärkere  Salzsäure verwendet. Bei einem     überschuss    an     HCI    von  <B>250-300</B>     %    liegt der pH-Wert der Reaktionslösung unter  halb<B>0,5.</B>  



  Bei Anwendung einer 12     %igen        HCI    und einem       Säureüberschuss    von<B>250-300 %</B> wird die maximale Aus  beute innerhalb kurzer Reaktionszeiten, z. B. von  <B>3</B> Minuten, bereits erreicht. Bei niedrigeren Konzentra  tionen kann eine etwas längere Reaktionszeit erforder  lich sein.  



  Der Zusatz des Katalysators, z. B. einer     Perver-          bindung,    kann zur Salzsäure oder zur     Natriumchlorit-          lösung    erfolgen. Insbesondere bei Zusatz zur letzteren  ist die Konzentration so zu wählen,     dass    die aktivierende  Wirkung erst nach Säurezusatz eintritt.  



  Die erfindungsgemäss erzielbaren Ausbeuten liegen  im allgemeinen zwischen<B>85</B> und<B>95 %,</B> in besonderen  Fällen sogar oberhalb<B>95 %.</B> Sowohl ohne     Katalysatorzu-          satz    wie auch mit verschiedenen Katalysatoren erzielte  Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle     zusammenge-          f    asst.

      
EMI0002.0001     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Allgemeine <SEP> Bedingungen: <SEP> NaC102-Konzentration <SEP> <B>= <SEP> 10 <SEP> %,</B> <SEP> HCI-Konzentration <SEP> <B>=</B> <SEP> 12 <SEP> <B>%</B>
<tb>  Mischungsverhältnis: <SEP> <B>1 <SEP> - <SEP> 1</B>
<tb>  Katalysator <SEP> Menge <SEP> <B>(g/l)</B> <SEP> Zugabe <SEP> des <SEP> Katalysators <SEP> zu <SEP> Ausbeute
<tb>  Kein <SEP> Zusatz <SEP> <B>- <SEP> 86</B>
<tb>  Kaliumpersulfat <SEP> <B>1-10</B> <SEP> NaC102 <SEP> <B>95</B>
<tb>  Kaliumperborat <SEP> <B>1-10 <SEP> HCI <SEP> 95</B>
<tb>  Kobalts-ulfat <SEP> <B>10</B> <SEP> HCI <SEP> <B>89</B>
<tb>  Nickelsulfat <SEP> <B>10 <SEP> 110 <SEP> 89</B>
<tb>  Niatriumperchlorat <SEP> 10-2 <SEP> HCI <SEP> <B>92-89</B>
<tb>  Natriumehlorat <SEP> <B>10 <SEP> HCI <SEP> 89</B>
<tb>  Natriumbisulfat <SEP> <B>10-1 <SEP> HCI <SEP> 86,

   <SEP> 92</B>
<tb>  Natriumbisulfit <SEP> <B><I>5</I></B> <SEP> NaC102 <SEP> <B>89</B>
<tb>  Chrc>m(11)-fluorid <SEP> <B>10 <SEP> HCI <SEP> 86</B>
<tb>  Chrom(Ill)-fluorid <SEP> <B>10</B> <SEP> Ha <SEP> <B>86</B>
<tb>  Oxalsäure <SEP> <B>10 <SEP> HCI <SEP> 88</B>
<tb>  Weinsäure <SEP> <B>10</B> <SEP> HCI <SEP> <B>89</B>
<tb>  Methylalkohol <SEP> <B>10</B> <SEP> HCI <SEP> <B>89</B>
<tb>  Amylacetat <SEP> <B>10 <SEP> HCI <SEP> 87</B>
<tb>  Wasserstoffperoxyd <SEP> <B>10</B> <SEP> (100%ig) <SEP> <B>HCI,</B> <SEP> NaC1,02 <SEP> <B>86, <SEP> 86</B>       <I>Beispiel<B>1</B></I>  In einem ersten Vorratsbehälter befindet sich eine  <B>10</B>     Moige        Natriumchloritlösung,    die 2<B>g</B>     Natriumpersulfat     pro Liter enthält.

   Ein zweiter Vorratsbehälter ist mit       1555ger    Salzsäure beschickt. Beide Lösungen werden  im Verhältnis<B>1 : 1</B> (Volumen) einer Reaktionszone zu  geführt und dort etwa<B>10</B> Minuten lang bei Zimmer  temperatur gemischt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Man arbeitet gemäss dem Verfahren von Beispiel<B>1,</B>  jedoch unter Ersatz des dort verwendeten Katalysators  durch<B>5 g</B>     Natriumperborat    pro Liter     NaC102-Lösung.     



  Die durch das erfindungsgemässe Verfahren erhält  liche, saure     Chlordioxydlösung        lässt    sich direkt zur     Was-          serentkeimung    verwenden. Besonders vorteilhaft ist die  Anwendung auf die     Badewasserentkeimung.    Hier ma  chen sich gegenüber der bisherigen     Entkeimung    mit  Chlor besonders das Fehlen von unangenehmem Ge  ruch und Geschmack sowie verminderte Reizwirkung  auf Haut und Schleimhäute vorteilhaft bemerkbar.

   Man  stellt den pH-Wert des mit der erfindungsgemäss er-         hältlichen    Lösung behandelten Wassers vorzugsweise auf       7,0-7,4        ein,    wozu eine gesonderte     pH-Regtilierung    er  forderlich ist.  



  Die dem Wasser zuzugebende Menge an erfindungs  gemäss erhältlicher Lösung hängt zum Teil vom Ver  schmutzungsgrad des Wassers ab. Im allgemeinen wer  den günstige Ergebnisse erzielt werden, wenn<B>0, 1-0,5</B> mg  <B>C102</B> pro Liter Badewasser vorliegen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in wässriger Lösung aus Natriumchlorit und Säure, insbe sondere Salzsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine mindestens<B>10</B> woige NaC102-Lösung minde stens 10%ige Säure in einem molaren Überschuss von 250-300%, bezogen auf das NaCIO_" in Geg .,
    enwart mindestens eines Katalysators zur Einwirkung bringt. Il. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch<B>1</B> erhaltenen Chlordioxydlösung zur Badewasser-Entkeimung, wobei man den pH-Wert bei <B>7,0</B> bis 7,4 hält. <I>A</I> nmerkung <I>des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum.</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art.<B>51</B> des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungs bereich des Patentes massgebend ist.
CH346464A 1964-03-18 1964-03-18 Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung CH481839A (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH346464A CH481839A (de) 1964-03-18 1964-03-18 Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung
US662563A US3386915A (en) 1964-03-18 1967-08-23 Process for the manufacturing of chlorine dioxide in solution and the use of the solution thus obtained

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH346464A CH481839A (de) 1964-03-18 1964-03-18 Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH481839A true CH481839A (de) 1969-11-30

Family

ID=4256503

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH346464A CH481839A (de) 1964-03-18 1964-03-18 Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH481839A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68906310T2 (de) Verfahren zur herstellung einer stabilisierten waessrigen loesung von chlordioxid.
DE60027567T2 (de) Chemische zusammensetzung und verfahren
DE843394C (de) Verfahren zum Bleichen von organischen Stoffen
DE2131644A1 (de) Wasserstoffperoxidloesung
DE3403631A1 (de) Verfahren zur herstellung einer modifizierten waessrigen chloritloesung, die danach hergestellte loesung sowie deren verwendung
DE1049832B (de) Verfahren zur Herstellung von Peroxymonoschwefelsäure
EP0004080B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Distickstoffmonoxid
EP1494967A1 (de) Verfahren und kit zur herstellung von chlordioxid im gemisch mit sauerstoff
DE2849250A1 (de) Verfahren zur herstellung von chlordioxid, alkalilauge und gegebenenfalls chlor
CH481839A (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung
DE60004090T2 (de) Verfahren zur herstellung einer alkalischen wasserstoffperoxidlösung und chlordioxid
CH498045A (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd in wässriger Lösung und Verwendung der so erhaltenen Lösung
DE843999C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
AT254134B (de) Verfahren zur Herstellung von wässerigen Lösungen von Chlordioxyd
DE633561C (de) Verfahren zum Herstellen von NN&#39;-Dichlorazodicarbamidin
DE2645246B2 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Chromdioxid
DE1443109C3 (de) Verfahren zur Hersteilung von Fumarsäure durch katalytisch^ Isomerisierung von Maleinsäure
AT163176B (de) Verfahren zur Herstellung von Chloriten aus Chlordioxyd
AT219010B (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE868597C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE1443984C3 (de)
DE654713C (de) Verfahren zur Herstellung von Glykolsaeurenitril
DE106961C (de)
DE1088939B (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrazin
DE869048C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased