CH481930A - Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen

Info

Publication number
CH481930A
CH481930A CH1375766A CH1375766A CH481930A CH 481930 A CH481930 A CH 481930A CH 1375766 A CH1375766 A CH 1375766A CH 1375766 A CH1375766 A CH 1375766A CH 481930 A CH481930 A CH 481930A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
etherified
fatty acid
methylolamides
methylolamide
carbon atoms
Prior art date
Application number
CH1375766A
Other languages
English (en)
Inventor
Enders Heinz
Deiner Hans
Original Assignee
Pfersee Chem Fab
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pfersee Chem Fab filed Critical Pfersee Chem Fab
Priority to CH1375766A priority Critical patent/CH481930A/de
Publication of CH481930A publication Critical patent/CH481930A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D251/00Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings
    • C07D251/02Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings
    • C07D251/12Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D251/26Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hetero atoms directly attached to ring carbon atoms
    • C07D251/40Nitrogen atoms
    • C07D251/54Three nitrogen atoms
    • C07D251/64Condensation products of melamine with aldehydes; Derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten   Methylolmelaminen   
Es ist bekannt, Methylolderivate von Melamin mit   S6    Methylolgruppen oder deren Äther mit niedrigmolekularen Alkoholen unter Erhitzung u. a. mit N Methylolamiden höherer Fettsäuren umzusetzen, wobei mehr oder weniger farblose, feste Massen erhalten werden. Diese werden in Form von Lösungen oder wässrigen Dispersionen, z. B. für Hilfsstoffe in der Textilindustrie, empfohlen.



   Ein grosser Nachteil dieses Herstellungsverfahrens ist die Uneinheitlichkeit der entstandenen Produkte, da bei der Reaktion keine vollständige Umsetzung erfolgt, sondern in mehr oder weniger grossen Mengen nicht umgesetzte Ausgangsstoffe verbleiben. Organische Lösungen solcher Reaktionsprodukte neigen sehr zu Abscheidungen. Auch in Form wässriger Dispersionen, die unter Zusatz von Emulgatoren und/oder Schutzkolloiden gewonnen werden können, ist ihre Stabilität nur mässig und es bilden sich nach einiger Zeit Abscheidungen. Durch die mangelhafte Beständigkeit der Lösungen bzw. wässrigen Dispersionen ist ihre technische Verwendung stark eingeschränkt.



   Es wurde nun gefunden, dass man eine praktisch vollständige Umsetzung erreichen und zu einheitlichen Produkten gelangen kann, deren organische Lösungen oder wässrige Emulsionen wesentlich beständiger sind.



  Das Verfahren der Erfindung zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelami  nen    ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Fettsäu  remethylolamid,    das von einer gesättigten oder unge  gesättigten,    gegebenenfalls substituierten Fettsäure mit mehr als 10 Kohlenstoffatomen abgeleitet ist, und das durch einen einwertigen, gesättigten, aliphatischen Alkohol mit 1-6 Kohlenstoffatomen veräthert ist, mit einem MethyloImelamin mit mehr als 3 Methylolgrup  pen,    das mit einem einwertigen, gesättigten, aliphatischen Alkohol mit 1-6   Kohlenstoffatomen    veräthert ist, unter Erhitzen umsetzt.



   Es war nicht zu erwarten, dass die Reaktion durch die Verwendung des verätherten Fettsäuremethylolamides zu einer wesentlich besseren Umsetzung führen würde als bei Verwendung eines unverätherten Fettsäuremethylolamides.



   Man geht bei der Herstellung der Produkte zweckmässig so vor, dass man vorgebildete Äther eines Polymethylolmelamins gegebenenfalls unter vermindertem Druck zur Reaktion bringt.



   Die Fettsäuremethylolamidäther können in üblicher Weise durch Kondensation von Fettsäureamid und Formaldehyd in Gegenwart eines einwertigen gesättigten aliphatischen Alkohols mit 1-6 Kohlenstoffatomen unter Zusatz von Mineralsäuren, vorzugsweise von Salzsäure hergestellt werden. Als Regel für den verwendeten Alkohol kann gelten, dass dessen Siedepunkt mindestens gleich hoch wie der Schmelzpunkt des Fettsäuremethylolamids liegen muss. Denn andernfalls wenn nicht im geschlossenen Gefäss gearbeitet wird verdampft der Alkohol, bevor das Methylolamid in reaktionsfähigem, d. h. mischbarem, flüssigen Zustand vorliegt.



   Die Reaktion wird durch Erhitzen des Gemisches am Rückflusskühler während 30 Minuten bis wenigen Stunden durchgeführt, nach beendeter Verätherung wird das Produkt neutralisiert, vom gebildeten Salz abfiltriert und vom überschüssigen Formaldehyd, Alkohol und Reaktionswasser zweckmässig unter vermindertem Druck befreit.



   Die Fettsäuremethylolamidäther leiten sich von Fettsäuren mit mehr als 10 Kohlenstoffatomen ab, also insbesondere von der Laurinsäure, der Palmitinsäure, der Stearinsäure und höheren Fettsäuren. Geeignet sind auch ungesättigte oder durch Hydroxylgruppen substituierte Fettsäuren, wie Undecylen-,   Ö1- oder    Ricinolsäure. Selbstverständlich können auch Gemische von verätherten Fettsäuremethylolamiden benutzt werden, wobei sich das Gemisch sowohl auf die Fettsäuren als auch auf die   Athergruppen    der Methylolamide beziehen kann.



   Als andere Reaktionskomponente kommen Methylolverbindungen von Melamin mit durchschnittlich mehr als 3, insbesondere etwa 6 Methylolgruppen in  Betracht, die mit gesättigten, einwertigen, aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen möglichst hoch veräthert sind. Hierbei ist es nicht unbedingt erforderlich, dass einheitliche Verbindungen vorliegen, sondern es können auch Gemische derartiger verätherter   Formaldehydkondensationsprodukte    eingesetzt werden. Wichtig ist nur, dass das Melamin durchschnittlich mehr als 3 Methylolgruppen enthält und dass diese möglichst vollständig veräthert sind. Die Fettsäuremethylolamidäther können mit den verätherten Methylolverbindungen des Melamins in beliebigen Molverhältnissen umgesetzt werden, jedoch ist ein solches von 0,3 bis 1 Mol Fettsäuremethylolamidäther auf 1 Mol Melamin vorzuziehen.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen Produkte sind zähe bis spröde, wachsartige, hellbraun gefärbte Massen, die sich in chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Tri- oder Perchloräthylen, oder in Benzin oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Benzol oder Toluol, zu 50- und mehrprozentigen beständigen Lösungen verarbeiten lassen. Sie sind zur Behandlung von Textilien aller Art, als Weichmachungsmittel und besonders zum wasserabweisenden Imprägnieren geeignet.



   Beispiel 1
In einem mit Rührwerk und einer Vakuumpumpe versehenen Gefäss werden 3 Gewichtsteile eines durch Methanol weitgehend verätherten Hexamethylolmelamins mit 1 Gewichtsteil Stearinsäuremethylolamidn-propyläther, dessen Herstellung unten beschrieben ist, vermischt, auf eine Temperatur von ca. 1000 C erwärmt und langsam etwa innerhalb einer Stunde unter vermindertem Druck von 1000 auf   1500    erhitzt, worauf das Reaktionsgemisch anschliessend bei etwa 20 Torr noch eine weitere Stunde bei dieser Temperatur belassen wird.



   Nach dem Abkühlen erhält man eine wachsartige, hellbraun gefärbte Masse, die sich in der Wärme zu einer etwa   50prozentigen    Lösung in Toluol lösen lässt.



  Beim Abkühlen der Lösung entsteht eine leichte Trübung, die jedoch auch nach mehreren Wochen zu keinen Abscheidungen führt.



   Nachweisbar enthält das Reaktionsprodukt nur unbedeutende Mengen der Ausgangsstoffe, während dies bei analoger Umsetzung mit der äquivalenten Menge unveräthertem Stearinsäuremethyolamid nicht der Fall ist.



   Der Stearinsäuremethylolamid-n-propyläther wird wie folgt hergestellt:
1600 g n-Propylalkohol,   570 g    Stearinsäureamid und 180 g Paraformaldehyd werden unter Erwärmen gelöst, dann 200 ccm konzentrierte Salzsäure (ca.



  350/oig) zugefügt und die Mischung   30Min.    auf   90"    erhitzt. Nach dem Abkühlen wird mit Natriumcarbonat bis zu einem pH-Wert von 8 neutralisiert, das ausgefallene Natriumchlorid abfiltriert und dann das überschüssige Lösungsmittel und das Wasser im Vacuum bis zu einer Temperatur bis zu 1500 abdestilliert. Man erhält das Produkt als hellbraun gefärbte Masse, die sich ohne weitere Reinigung zur Umsetzung verwenden lässt.



   Beispiel 2
Eine Mischung von 100 Gewichtsteilen Laurinsäuremethylolamid-n-propyläther und 400 Gewichtsteilen eines durch n-Propylalkohol weitgehend verätherten Hexamethylolmelamins wird unter Rühren langsam auf über   130"C    erhitzt. Sobald ein deutliches Zunehmen der Viskosität zu beobachten ist, wird abgebrochen.



  Das Produkt verhält sich ganz ähnlich wie das nach dem vorigen Beispiel hergestellte.



   Beispiel 3
125 Gewichtsteile   Undecylensäuremethylolamidiso    butyläther wird mit 200 Gewichtsteilen Hexamethylolmelaminhexamethyläther unter den in Beispiel 1 angegebenen Bedingungen umgesetzt. Man erhält beim Abkühlen ebenfalls eine wachsartige Masse, die in den erwähnten organischen Lösungsmitteln gut löslich ist.



  Solche Lösungen wie auch wässerige Emulsionen des Produktes bilden auch nach langem Stehen keine störenden Abscheidungen.



   Der   Undecylensäuremethylolamidisobutyläther    kann analog dem   Stearinsäuremethylelamid-n-propyläther    wie in Beispiel 1) angegeben, hergestellt werden.



   Beispiel 4
1 Gewichtsteil   Stearinsäuremethylolamidhexyläther    und 4,5 Gewichtsteile   Hexamethyloimelarninhexabutyl    äther werden in 3 Stunden im H20-Strahlvakuum auf   160-170  C    erhitzt und anschliessend wird das Reaktionsgemisch weitere 3 Stunden bei dieser Temperatur belassen. Das erhaltene Produkt verhält sich ganz ähnlich wie das nach Beispiel 1 hergestellte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen, dadurch gec kennzeichnet, dass man ein Fettsäuremethylolamid, das von einer gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls substituierten Fettsäure mit mehr als 10 Kohlenstoffatomen abgeleitet ist, und das durch einen einwertigen, gesättigten, aliphatischen Alkohol mit 1-6 Kohlenstoffatomen veräthert ist, mit einem Methylolmelamin mit mehr als 3 Methylolgruppen, das mit einem einwertigen, gesättigten, aliphatischen Alkohol mit 1-6 Kohlenstoffatomen veräthert ist, unter Erhitzen umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein veräthertes Fettsäuremethylolamid verwendet wird, das sich von einer Fettsäure mit mindestens 16 Kohlenstoffatomen ableitet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein veräthertes Methylolamid verwendet, das von einer durch Hydroxylgruppen substituierten Fettsäure abgeleitet ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass ein veräthertes Hexamethylolmelamin mit mindestens 4 Äthergruppen verwendet wird.
CH1375766A 1966-09-23 1966-09-23 Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen CH481930A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1375766A CH481930A (de) 1966-09-23 1966-09-23 Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1375766A CH481930A (de) 1966-09-23 1966-09-23 Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH481930A true CH481930A (de) 1969-11-30

Family

ID=4395045

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1375766A CH481930A (de) 1966-09-23 1966-09-23 Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH481930A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2005166C3 (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, verätherter Methylolmelamine
DE2430899C3 (de) Verfahren zur Herstellung von niedrigviskosen körperreichen Melaminharz-Lösungen mit geringem Gehalt an freiem Formaldehyd
DE3140715A1 (de) Waessrige loesung eines melamin-formaldehyd-harzes und verfahren zu ihrer herstellung
DE1595391C3 (de) Wasserlösliche oberflächenaktive Konde nsationsprodukte
AT228504B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen härtbaren Kondensationsprodukten
DE2915315A1 (de) Verfahren zur herstellung von veraetherten methylolaminotriazinen
CH481930A (de) Verfahren zur Herstellung von mit Fettsäuremethylolamiden verätherten Methylolmelaminen
AT274369B (de) Verfahren zur Herstellung von durch Fettsäuregruppen modifizierten Melaminderivaten
DE1936886C3 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen bzw. in Wasser selbst dispergierenden, in der Hitze vernetzenden Kondensationsprodukten und Verwendung dieser Kondensationsprodukte als Härtungskatalysatoren für Organopolysiloxane
DE1233874B (de) Verfahren zur Herstellung von durch Fettsaeure-gruppen modifizierten Aminotriazinderivaten
DE2163853B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Textilausrüstungsmitteln
DE918780C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Kondensationsprodukten aus Aminotriazinen und Aldehyden
AT272260B (de) Verfahren zur Herstellung von Produkten für die Trockenimprägnierung
AT227232B (de) Verfahren zur Erzielung waschbeständiger Hydrophobierungen auf Textilien aller Art
DE969207C (de) Verfahren zur Herstellung veraetherter Formaldehydkondensationsprodukte von mindestens 2NH-Gruppen enthaltenden Amino-1, 3, 5-triazinen
DE2259680B2 (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, chlorechter Appreturmittel für Zellulose enthaltende oder daraus bestehende Textilien
CH436712A (de) Verfahren zur Herstellung von härtbaren Kondensationsprodukten
DE1595466C3 (de)
DE2015197A1 (de)
DE3043616A1 (de) Mittel zur modifizierung von aminoplastharzen und verfahren zu seiner herstellung
CH494853A (de) Verfahren zur Herstellung eines für die Textilhydrophobierung geeigneten Produktes
CH432839A (de) Verfahren zur Herstellung mit Wasser mischbarer Methylolmelaminalkylätherharze
DE930755C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher stickstoffhaltiger Kondensationsprodukte
DE912750C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher, saurer Kondensationsprodukte
DE1570776B2 (de) Verfahren zur herstellung eines kationaktiven melaminharzes fuer wasserabstossende impraegnierung von textilgeweben

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased