CH482698A - Verfahren zur Herstellung von neuen 1,2,8,9-Tetraazaphenalenen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 1,2,8,9-Tetraazaphenalenen

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CH482698A
CH482698A CH720869A CH720869A CH482698A CH 482698 A CH482698 A CH 482698A CH 720869 A CH720869 A CH 720869A CH 720869 A CH720869 A CH 720869A CH 482698 A CH482698 A CH 482698A
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CH
Switzerland
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hydrazino
water
acid
tetraazaphenalen
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CH720869A
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Inventor
Johann Doebel Karl
Elsnorth Francis John
Original Assignee
Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D487/06Peri-condensed systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von neuen     1,2,8,9-Tetraazaphenalenen       Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel  lung von neuen stickstoffhaltigen Verbindungen, insbe  sondere von Hydrazonen des     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetra-          azaphenalens    und ihren Additionssalzen mit anorgani  schen und organischen Säuren.  



  Verbindungen der allgemeinen Formel I,  
EMI0001.0003     
    in welcher R einen     Benzylidenrest,    dessen     Benzolring     auch durch eine     Cyanogruppe,    eine     Nitrogruppe,        eine          Amino-,    niedere     Dialkylamino-    oder     Acylaminogruppe,     oder durch     höchstens    drei Halogenatome oder niedere       Alkoxygruppen    substituiert sein kann, oder den     Cinn-          amyliden-,

          3-Indolyhnethyliden-    oder     2-Pyridylmethyli-          denrest    bedeutet, sind bisher nicht bekannt geworden.  Verbindungen der Formel 1 und deren     Säureadditions-          salze    besitzen     cardiovasculäre    und     sedative    Wirksamkeit.  Sie können insbesondere als blutdrucksenkende Mittel  angewendet werden. Zu diesem Zweck ist     eine    parente-  
EMI0001.0024     
         rale    oder orale Anwendung möglich, und zwar in üb  lichen pharmazeutischen Zubereitungen wie Tabletten,  Kapseln, Pulvern, Suspensionen, Lösungen, Sirupe und  dergleichen.

   Besonders wertvolle Formulierungen sind  solche, welche den Wirkstoff während längerer Zeit ab  geben; sie können unter Verwendung irgendeiner der  bekannten     galenischen    Verfahren hergestellt werden.  



  Man stellt die Verbindungen der allgemeinen For  mel I her, indem man     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphe-          nalen    der Formel<B>11</B>      mit einem der Definition von R entsprechenden Aldehyd  umsetzt und das Produkt     gewünschtenfalls    in ein Addi  tionssalz mit einer anorganischen oder organischen Säure  überführt.  



  Die verfahrensgemässen     Hydrazonderivate    werden in  einfacher Weise hergestellt, indem man das     Hydrochlo-          rid    des     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalens    mit den  oben definierten aromatischen Aldehyden umsetzt. Als  Lösungsmittel für diese Umsetzung eignen sich wässrige  Alkohole. Man erhält so die     Monohydrochloride    der       Benzylidenverbindungen,    welche durch Neutralisieren  mit schwachen Basen, wie     Natriumbicarbonat,    in die ent  sprechenden Basen umgewandelt werden können.  



  Man kommt auch zu den Hydrazonen entsprechend  der allgemeinen Formel 1, wenn man das     3-Hydrazino-          -1,2,8,9-tetraazaphenalen    in     1-n    Essigsäure auflöst und  zu dieser Lösung eine alkoholische Lösung des Aldehyds  gibt.  



  Das als Ausgangsstoff     verwendete        3-Hydrazino-1,2,          8,9-tetraazaphenalen    kann durch Umsetzung von     3-Mer-          capto-1,2,8,9-tetraazaphenalen    mit     Hydrazin    gewonnen  werden, wie dies z. B. in der Belgischen     Patentschrift     Nr. 679 046 und in der Schweizerischen Patentanmel  dung Nr.     4861/66    beschrieben worden ist.  



  Eine Anzahl der Hydrazone der allgemeinen Formel 1  zeichnen sich durch     Kristallisationsfreudigkeit    aus und  lassen sich unter milden Bedingungen in saurem Milieu  leicht     hydrolysieren.     



  Im Hinblick auf die therapeutisch wertvollen Eigen  schaften der Verfahrensprodukte sind die Salze mit  pharmakologisch unbedenklichen anorganischen und or  ganischen Säuren, also von Säuren, die in den in Frage  kommenden Dosierungen keine physiologische Eigen  wirkung zeigen, von besonderem     Interesse.    Es sind dies  z. B. die Salze mit Salzsäure,     Bromwasserstoffsäure,     Schwefelsäure, Phosphorsäure,     Methansulfonsäure,    Es  sigsäure, Milchsäure, Bernsteinsäure,     Äpfelsäure,    Mal  einsäure,     Aconitsäure,        Phthalsäure,    Weinsäure.  



  Das neue, in der vorliegenden Beschreibung und in  den Ansprüchen als     1,2,8,9-Tetraazaphenalen    bezeich  nete Ringsystem, kann gemäss     Chemical        Abstracts    auch  als     Pyridazino        (3,4,5-de)phthalazin    bezeichnet werden  
EMI0002.0032     
    In den nachfolgenden Beispielen wird jedoch die Be  zeichnung      Tetraazaphenalen     und die nachstehende       Numerierung        verwendet:     
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    Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Durchfüh  rung des erfindungsgemässen Verfahrens näher, sollen  jedoch den Umfang der Erfindung in keiner Weise be  schränken. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden an  gegeben.

    



  <I>Beispiel 1</I>       3-(m-Nitrobenzyliden-hydrazino)-1,2,8,9-tetraazaphenalen     Man erwärmt 1,4 g     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphe-          nalen        Dihydrochlorid,        Smp.    245-248 , welches in 10 ml  Wasser und 10 ml Äthanol gelöst ist, auf 70  und gibt  unter Rühren eine Lösung von 0,75 g     m-Nitrobenzalde-          hyd    in 10 ml Wasser und 10 ml Äthanol dazu. Es ent  wickelt sich sofort eine gelbe Farbe. Man gibt nun 5 ml  einer 1-n     Natriumbicarbonatlösung    dazu und kocht am       Rückfluss    während 5 Minuten. Es entwickelt sich ein  oranger Niederschlag.

   Man gibt weitere 5 ml 1-n     Na-          triumbicarbonatlösung    zu und kocht 15 Minuten unter  Rückfluss. Diesmal erhält man     einen    voluminösen roten  Niederschlag. Man kühlt ab, filtriert und wäscht den Nie  derschlag und trocknet ihn im Vakuum. Man erhält so  1,54 g oder     92%    der Theorie Substanz, welche nicht unter  350  schmilzt. Nach zweimaligem     Umkristallisieren    aus       Dimethylformamid    erhält man analysenreines 3-(m  -Nitrobenzyliden-hydrazino)-1,2,8,9-tetraazaphenalen.

      <I>Beispiel 2</I>       3-(p-Acetamidobehzyliderz-hydrazino)-1,2,8-9-          -tetraazaphenalen       Zu einer Lösung von 1,4g     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetra-          azaphenalen    in 10 ml Wasser gibt man bei 70  unter  Rühren eine Lösung von 0,75 g     p-Acetamido-benzalde-          hyd    in 10 ml Wasser und 10 ml Äthanol. Man gibt nach  einigen Minuten 5 ml 1-n     Natriumbicarbonatlösung    zu  und kocht unter     Rückfluss    während 30 Minuten. Das  orange Reaktionsgemisch wird heiss filtriert und der  Niederschlag mit Wasser und Äthanol nachgewaschen.

    Man erhält<I>1,59 g</I>     3-(p-Acetamidobenzyliden-hydrazino)-          -1,2,8,9-tetraazaphenalen,    welches nicht unter 350   schmilzt. Nach zweimaligem     Umkristallisieren    aus     Me-          thylcellosolve-Wasser    erhält man die Substanz rein. Das       NMR-Spektrum    bestätigt die erwartete Struktur und  zeigt die Anwesenheit von Kristallwasser an.  



  Nach der in den Beispielen 3, 5 und 6 beschriebenen  Arbeitsweise werden auch die folgenden substituierten       3-Benzylidenhydrazone    hergestellt:  <I>3.</I>     3-(p-Dimethylaminobenzyliden-hydrazino)-1,2,8,9-          -tetraazaphenalen     Schmelzpunkt 274-276  aus     Methylcellosolve,    Aus  beute     96%    der Theorie.  



  <I>4.</I>     3-(3,4-Dimethoxybenzyliden-hydrazino)-1,2,8,9-tetra-          azaphenalezz          Schmelzpunkt    235-236  aus     Dimethylformamid-Was-          ser.    Ausbeute     75%    der Theorie.  



  <I>5.</I>     3-(3,4,5-Trimethoxybenzyliden-hydrazino)-1,2,8,9-          tetraazaphenalen     Schmelzpunkt<I>265-267 </I> aus     Methylcellosolve-Wasser.          Ausbeute        75%        der        Theorie.     



  <I>6.</I>     3-(p-Cyanobenzylidenhydrazino)-1,2;8,9-tetraaza-          phenalen     Schmelzpunkt > 350  aus     Dimethylformamid.    Aus  beute     77%    der Theorie.  



  <I>7.</I>     3-(3,4-Dichlorbenzyliden-hydrazino)-1,2,8,9-tetraaZa-          phenalen     Schmelzpunkt > 350  aus     Dimethylformanüd.    Aus  beute     97%    der Theorie.      <I>Beispiel 8</I>       3-Cinnamyliden-hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalen     Man löst 1,4 g     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalen          Dihydrochlorid    in 10 ml Wasser, erwärmt auf 70  und  gibt unter Rühren eine Lösung von 0,66 g Zimtaldehyd  in 10m1     Äthanol    und 10m1 Wasser zu. Nach einigen  Minuten werden noch 5 ml 1-n     Natriumbicarbonatlösung     zugegeben und dann während 5 Minuten am Rückfluss  gekocht.

   Man gibt nochmals 5 ml 1-n     Natriumbicarbo-          natlösung    zum Reaktionsgemisch, und kocht weitere  15 Minuten. Dann wird der rotorange Niederschlag  heiss     abfiltriert,    mit Wasser, dann mit Äthanol gewa  schen und im Vakuum getrocknet. Man erhält so 1,56 g       (99%    der Theorie)     3-Cinnamyliden-hydrazino-1,2,8,9-          -tetrahydrophenalen,    welches nach zweimaligem     Umkri-          stallisieren    aus     Dimethylformamid    rotorange, analysen  reine Plättchen ergibt, welche bei über 350  schmelzen.

      <I>Beispiel 9</I>       3-(2-Pyridylmethyliden-hydrazino)-1,2,8,9-          -tetraazaphenalen       Man löst 7 g     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalen          Dihydrochlorid    in einer Lösung von 50 ml Wasser und  50 ml Äthanol auf, erwärmt auf<B>700</B> und gibt unter  Rühren 5,2 g     Pyridin-2-aldehyd,    welches in 50 ml     Ätha-          nol    und 50 ml Wasser gelöst ist, zu. Zu dieser Lösung  werden dann 25 ml 1-n     Natriumbicarbonatlösung    gege  ben und 10 Minuten     bei    70  gerührt.

   Nachdem man  nochmals 25 ml 1-n     Natriumbicarbonatlösung    zugegeben  hat, kocht man 15 Minuten am Rückfluss. Vom noch  
EMI0003.0024     
    heissen Reaktionsgemisch wird dann der orange Nieder  schlag     abfiltriert,    welchen man mit Wasser und Äthanol  wäscht und schliesslich im Vakuum trocknet.

   Man     er-          hält        so    4     g        (56%        der        Theorie)        3-(2-Pyridylmethyliden-          hydrazino)-1,2,8,9-tetraazaphenalen,    welches aus     Dime-          thylformamid    umkristallisiert wird.     Smp.    257-258 .

      <I>Beispiel 10</I>       3-(3-Indolylmethylidenhydrazino)-1,2,8,9-          tetraazaphenalen       Man löst 1,4 g     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalen          Dihydrochlorid    in 10 ml Wasser und 10 ml     Äthanol,    er  wärmt diese Lösung auf 70  und gibt unter Rühren eine  Lösung von 0,73 g     Indol-3-aldehyd    in 10 ml     Äthanol    und  10 ml Wasser dazu. Dann werden 5 ml 1-n     Natriumcar-          bonatlösung    zugegeben und 5 Minuten am Rückfluss  gekocht.

   Man gibt nochmals 5 ml     Natriumbicarbonatlö-          sung    zu und kocht und rührt für weitere 30 Minuten.  Dann wird das rotorange Reaktionsgemisch heiss fil  triert und der Niederschlag mit Wasser und Äthanol ge  waschen. Man trocknet unter Vakuum und erhält 1,57 g       (96%Q    der Theorie) 3-(3-Indolylmethylidenhydrazino)-         1,2,8,9-tetraazaphenalen,    welche aus     Dimethylformamid-          Wasser    umkristallisiert werden. Der Schmelzpunkt liegt  über 350 .  



  <I>Beispiel 11</I>       3-Benzyliden-hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalen     Zu einer gerührten, auf 80  erwärmten Lösung von  23,35 g     3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalen        Dihydro-          chlorid    in 140 ml Wasser gibt man eine Lösung von  9,14 g     Benzaldehyd    in 115 ml Äthanol. Man erwärmt  hierauf 30 Minuten unter Rückfluss, lässt     erkalten    und  filtriert den gelben Niederschlag, der sich dabei bildet, ab.  



  Dieser Niederschlag,     3-Benzyliden-hydrazino-1,2,8,9-          -tetraazaphenalen        Monohydrochlorid,    wird in heissem  Wasser gelöst und mit etwas mehr als einem Äquivalent  1-n     Natriumcarbonat    behandelt. Das orange     Hydrazon     fällt aus, wird     abfiltriert,    getrocknet und aus     Propylen-          glykol-Methanol    umkristallisiert. Die Substanz wechselt  beim Erwärmen auf 265-267  die Farbe von orange nach  blassgelb und zersetzt sich bei 330-338 .  



  Man erhält dasselbe Material, wenn man     3-Hydra-          zino-1,2,8,9-tetraazaphenalen    in 1-n Essigsäure mit einem       molaren    Äquivalent in     Äthanol    gelöstem     Benzaldehyd     während einer Stunde am Rückfluss kocht. Beim Ab  kühlen fällt das rohe     Hydrazon    in     910o    Ausbeute aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen 1,2,8,9-Tetra- azaphenalen der allgemeinen Formel I, in welcher R einen Benzylidenrest, dessen Benzolring durch eine Cyanogruppe, eine Nitrogruppe, eine Amino- oder niedere Dialkylamino- oder Acylaminogruppe, oder durch höchstens 3 Halogenatome oder niedere Alkoxy- gruppen substituiert sein kann, oder den Cinnamyliden-,
    3-Indolylmethyliden- oder 2-Pyridylmethylidenrest be deutet, und ihren Säureadditionssalzen, dadurch gekenn zeichnet, dass man 3-Hydrazino-1,2,8,9-tetraazaphenalen mit einem der Definition von R entsprechenden Aldehyd umsetzt und das Produkt gewünschtenfalls in ein Addi tionssalz mit einer anorganischen oder organischen Säure überführt.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH720869A 1965-04-05 1966-04-05 Verfahren zur Herstellung von neuen 1,2,8,9-Tetraazaphenalenen CH482698A (de)

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