Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstof% Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen:
, die frei sind von verküpbaren Chromophoren, von Nitro- und Amino- gruppen sowie von sauren Hydroxylgruppen, wobei unter sauren Hydroxylgruppen solche Hydroxylgruppen gemeint sind, die direkt an ein C-Atom einer -C=C Doppelbindung gebunden sind, bzw.
Ketogruppen, die durch Enolisierung in solche Hydroxylgruppen über gehen können und die der allgemeinen Formel
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entsprechen bzw.
den entsprechenden Azoxyverbindun" gen, worin X = -H, -CH, -COOH oder
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(n = 1 oder 2), R einen Benzolrest, R, einen Arylrest und Y eine Acylaminogruppe oder den über eine Dicarbon- säurediamidbrücke an., R, gebundenen Rest der Formel
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bedeutet, worin R,, R und X die oben.
angegebene Be deutung haben und die beiden R, R, und X vorzugs weise gleich sind.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man einen bzw. zwei benzthiazolgruppenhaltige Aminoazo- bzw. azoxyfarbstoffe mit dem Anhydrid oder Chlorid einer Carbonsäure bzw. Dicarbonsäure acyliert.
So kann man z. B. den Aminoazofarbstoff 2-(4"-Aminophenylazophenyl)-6-methyl- ben zthiazolsulfonsäure im Molverh ältnis 1 : 1 mit einem aromatischen Säure chlorid, z. B. Benzoesäurechlorid, oder im Molverhältnis 2 : 1 mit einem aromatischen Dicarbonsäurechlorid, z. B. mit Terephthalsäuredichlornd, usw., acylieren.
Besonders interessant ist ein Verfahren zur Herstel lung der Formel
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worin R", R:; und D einen Benzol- oder Naphthalinrest bedeuten und R2 und R. als Substituenten nur Methyl-, Methoxy- oder Acylammogruppen oder Halogenatome enthalten,
durch Acylierung der entsprechenden 2- Aminophenyl-(ode:r naphthyl)-azophenylbenzthiazolsul- fonsäure mit dem Anhydrid oder Chlorid der ent sprechenden Dicarbonsäure im Molverhältnis von 2: 1. Mit den so erhältlichen Farbstoffen können Faser materialien, insbesondere cellulosehaltige Stoffe, und zwar sowohl synthetische Fasern, z.
B. aus regenerierter Cellu- lose, wie Viskose, wie auch natürliche Materialien, wie Leinen oder vor allem Baumwolle, am Foulard im prägniert oder in Färbebädern aus langer Flotte gefärbt worden. Zweckmässig werden dazu wässrige Lösungen oder sehr feine wässrige Suspensionen der in Betracht kommenden Farbstoffe verwendet.
Es ist empfehlenswert, gleichzeitig mit den Farb stoffen oder während des Aufbringprozesses mehr oder weniger neutrale, vor allem anorganische Salze, wie Alkalichloride oder -sulfate,
gegebenenfalls portionen#- weise dem Färbebad zuzusetzen. Vor allem beim Auf bringen der erfindungsgemässen Azoverbindungen auf Cellulosefasern ist es vorteilhaft, während oder zu Beginn des Färbeprozesses das Färbebad durch Zusatz von Alkali, z. B. durch Zusatz von Soda, Pottasche oder von Alkalilauge, deutlich alkalisch. zu stellen. Nachdem die Farbstoffe z.
B. durch Fouardieren auf das zu färbende Material aufgebracht wurden, kann dieses gegebenen falls nach vorheriger Trocknung in einem- frischen alkali schen Bad in Gegenwart eines starken Reduktionsmittels zwecks Fixierung der Farbstoffe behandelt werden.
Als Reduktionsmittel können stark reduzierende Mittel, wie z. B. Natmumhydrosulfit, Thioharnstoffdioxyd oder a-Hydroxyalkan-sulfinsäuren, vorzugsweise zusam men mit einem der weiter vorne erwähnten Redox- katalysatoren verwendet wenden.
Anstatt die Färbebäder in der Weise herzustellen, dass man die angegebenen Azoverbindungen, das Reduk tionsmittel, das Alkali und gegebenenfalls mehr oder weniger neutrale, anorganische Salze gleichzeitig oder einzeln und nacheinander in Wasser aufnimmt, können auch die Farbstoffe und die Salze zu teigförmigen oder vorzugsweise zu trockenen Präparaten verarbeitet wer den.
Oft empfiehlt es sich, in Gegenwart von Küpen- farbstoffen zu färben (die entweder in grösserer Menge, dass heisst als Mischkomponenfien, oder auch nur in kata- lytischen Mengen beigegeben werden können), da da durch, die Verküpungsgeschwindigkeit stark erhöht wird.
In gleicher Weisse wird die Verküpung auch durch Zu sätze gewisser, chinoider Verbindungen katalysiert, wel che keimen Küpenfarbstoffcharakter aufweisen, z. B. von Anthrachinonderivaten, insbesondere 2-Hyd:roxyanthra- chinon und Anthrachinon selbst.
Die Färbungen, die mit den nach dem vorliegenden Verfahren auf Fasermaternalnen, insbesondere Cellulose- textilmaterialien aufgebrachten, erfindungsgemäss herge stellten neuen Azofarbstoffen erhalten werden, zeigen, insbesondere nach kochendem Senfen, ausgezeichnete Nassechthestseigenschaften und speziell eine ausgezeich nete Chlorechtheit,
gute Echtheiten in der Kochwäsche, eine gute Sodakochechtheit in Gegenwart von Oxy dationsmitteln, eine sehn gute Wetterechtheit und; eine sehr gute Lichtechtheit.
Gegenüber dem traditionellen Direktfärbeverfahren mit den beanspruchten Farbstoffen zeigt das vorliegende Verfahren den Vorzug der wesentlich besserten Farbstoff- ausbeute.
In den nachfolgenden Beispielen bedueten die Teile, sofern, nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben,.
Die Farbstoffe werden im allgemeinen nicht als freie Säuren, sondern als Natriumsalze isoliert; sie können aber auch in Form anderer Salze, insbesondere als Kalium- oder Ammoniumsalze erhalten werden.
Beispiel <I>1</I> 47,6 Teile der Verbindung der Formel
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werden in einer Mischung von 600 Volumteilen trocke nem Nitrobenzol und 60 Volumteilen Didthylianilin unter Rühren bei 120 bis 130 suspendiert, Dann wird auf 80 abgekühlt und 10,1 Teile Terephthalsäuinediehdorid zu gegeben.
Das Reaktionsgemisch wird dann, 9 Stunden bei 80 bis 85 gerührt. Der auskristallisierte Farbstoff wird dann durch Filtration isoliert und mit Nitrobenzol, Benzol und Alkohol gewaschen.
Der Farbstoff wird dann in 3500 Teilen Wasser bei 80 bis 90 unter sehr gutem Rühren suispendiert. Durch Zugabe von Natriumhy- droxydlösung wird das pH auf 10 gestellt und das Ganze während einer Stunde unter diesen Bedingungen gut ge rührt.
Dann wird das pH durch Zugabe von. Salzsäure auf 8 gestellt und die feine Suspension zur Trockne einge- dampft. Man erhält so 52,5 Teile des neuen Azofarb- stoffe;
s der Formel
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50 Teile des so erhaltenen Azofarbstoffes werden zusammen mit 50 Teilen des Dinatriumsalzes von Di- naphthylmethandisulfonsäure in etwa 1000 Teilen Was ser in einer Kugelmühle gemahlen. Der so erhaltene Farbstoffteig wird dann zur Trockne eingedampft, wobei ein Farbstoffpräparat entsteht, welches 50 % Farb- stoffpigment enthält.
2 Teile dieses Farbstoffpräparates werden mit 5'00 Teilen heissem Wasser, an gelöst und in das Färbebad ge gossen, das 3500 Teile Wasser und 20@ Teile 30 % @ge Natriumhydroxydlösung enthält. Bei Kochtemperatur werden 12 Teile Natriumhydrosulfit zugegeben und bei dieser Temperatur 10 Minuten verküpt. Dann geht man, mit 100 Teilen Baumwolle bei 70 ins klare, praktisch farblose Färbebad ein und färbt 3/4 Stunden bei dieser Temperatur.
Nach 10 Minuten Färbedauer werden dem Färbebad 20 Teile Natriumchlorid zugesetzt. Dann wird die Baumwolle aus dem Bad genommen, an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich kochend geseift, zuerst mit warmem, dann mit kaltem Wasser gespült und ge trocknet. Man erhält eine kräftige grünstichig gerbe Färbung mit ausgezeichneten Echtheiten, insbesondere Kochwäsche, Sodakoch@echtheit mit Oxydlationsmi;tteln, Chlorechtheit, Lichtechtheit und Wetterechtheit.
Wird der Farbstoff ohne Reduktionsmittel gefärbt, so erhält man eine ganz erheblich schwächere Färbung. Mit gleich guten Resultaten kann die Oxydation an- statt mit Luft mit den in der Küpenfärberei gebräuch lichen Oxydationsmitteln erfolgen, z. B. mit 2 bis 4 g pro Liter Natriumperborat bei etwa 50 bis 70 oder mit 0,5 bis 1 ml pro Liter Wasserstoffsuperperoxyd 30 bis 40 % ig bei etwa 30 bis 60 .
<I>Beispiel 2</I> 9,5 Teile der Verbindung der :in Beispiel 1 zuerst ge nannten Formel werden in 300 Teilen trockenem Tetra- methylensulfo@n (Sulfolan) bei 80 bis 90 suspendiert. Dann werden 2 Teile Temephthalsäured!ichlorid zuge geben. Das Reaktionsgemisch wird 4 Stunden bei 100 bis 110 und weitere 4 Stunden bei 120 bis 125 gerührt.
Der auskristallsierte Farbstoff wird dann durch Filtra tion isoliert, in 1500 Teilen Wasser bei 80 bis 90 suspendiert und mit Natriumhydroxydlösung auf pH 9,5 gestellt. Nach Zugbae von 150 Teilen Natriumchlorid wird der ausgefallene Farbstoff durch Filtration isoliert und mit etwas Wasser gewaschen. Dann wird unter Vakuum getrocknet. Der neue Azofarbstoff entspricht der in Beispiel 1 angegebenen Formel.
2 Teile dieses Farbstoffes werden in 500 Teilen Wasser siedend suspendiert. Die gelbe Suspension wird in eine 100 wanke Lösung von 20 Teilen 30%iger Natriumhydroxydlösung und 12 Teilen Natriumhydro- sulfit in 3500 Teilen Wasser eingegossen. Man geht mit 100 Teilen :eingenetzter Baumwolle bei 100 in dieses Färbebad ein und färbt während 45 Minuten bei 100 .
Nach 10 Minuten Färbedauer werden 10 Teile Natrium- chlonid zugersetzt. Dann wird die Baumwolle aus dem Bad herausgenommen, an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich kochend geseift, in warmem und kaltem Was ser gespült und getrocknet. Man erhält eine kräftige leuchtend grünstickig gelbe Färbung, welche kochwasch echt, in Gegenwart von Oxydationsmitteln sodakocheeht und chlorecht ist. Die Licht- und Wetterechtheit ist ausgezeichnet.
Wird der neue Azofarbstoff nach obigem Färbe verfahren, jedoch ohne Reduktionsmittel verwendet, so erhält man eine ganz bedeutend schwächere und rötere Färbung mit schlechten Echtheiten, welche für prak tische Zwecke unbrauchbar ist. Eine sehr ähnliche Fär bung resultiert, wenn dieser Farbstoff nach dem nor malen Direktfärbeverfahren- verwendet wird.
<I>Beispiel 3</I> 71,4 Teile der Verbindung der in Beispiel 1 zuerst genannten Formel werden in einer Mischung von 900 Volumteilen trockenem Nitrobenzol und : 90 Volumteilen Diäthylanilin bei 120 bis 130 unter Ruhren suspendiert. Dann wird die Suspension auf 80 abgekühlt und 15,2 Teile Terephthalbylchlorid zugegeben. Das Reak tionsgemisch wird dann 9 Stunden bei 80 bis 90 ge rührt.
Der auskristallisierte Farbstoff wird durch Filtra tion isoliert, mit Nitrobenzol, Benzol. und Alkohol ge waschen und unter Vakuum getrocknet. Man erhält so 77,5 Teile eines neuen Azofarbstoffes, welcher in Form seines Dinatriumsalzes der in Beispiel 1 angegebenen Formel entspricht.
2 Teile dieses Farbstoffes werden mit 2,5 Teilen Alkohol und 500 Teilen heissem Wasser angeteigt und 10 Minuten siedend angelöst. Hernach wird diese Suspension ins Färbebad gegossen, das mit 3465 Teilen heissem Wasser, 20 Teilen 30%iger Natriumhydroxyd- lösung, 12 Teilen Natriumhydrosulfit beschickt ist,
und so in der Färbeküpe 10 Minuten verküpt. Man geht mit 100 Teilen gut vorgenetzter Baumwolle bei 70@ in dieses Färbebad ein und färbt während 45 Minuten bei 70 . Nach einer Färbedauer von 10 Minuten werden 20 Teile Natriumch lorid zugesetzt.
Nach dem Färben wird die Baumwolle aus dem Bad herausgenommen und an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich kochend geseift und dann zuerst in warmem, hernach in kaltem Wasser gespült und getrocknet.
Die so erhaltene Färbung ergibt eine reine, grünstichige und farbstarke Gelbnuance. <I>Beispiel 4</I> 5 Teile des gemäss Beispiel 1, Absatz 2, erhaltenen 50 % igen Farbstoffpräparates werden in einer Kugel mühle mit 0,25 Teilen 2-Hydroxyanthrachinon ver- mahlen. 4 Teile des so erhaltenen Farbstoffpräparates werden mit 500 Teilen heissem Wasser angeschlämmt. Diese Suspension wird in ein 70 warmes Färbebad von 24 Teilen 30%iger Natriumhydroxydlösung,
15 Teilen Natriumhydrosulfit und 3439 Teilen, Wasser gegossen und 10 Minuten bei 70 verküpt. Man erhält sofort eine einwandfreie, durchsichtige schwach gelbe Küpe. Mit 100 Teilen gut vorgenetzter Baumwolle geht man in dieses Färbebad ein und färbt 3/4 Stunden bei 70 . Nach 10 Minuten werden dem Färbebad 20 Teile Na triumchlorid zugesetzt.
Nach dem Färben wird die Baum= wolle aus dem Bad herausgenommen, an der Luft oxy diert, neutralisiert, dann gründlich kochend: geseift und hernach zuerst mit warmem, dann mit kaltem Wasser gespült und getrocknet. Man erhält eine reine, grün stickig gelbe Färbung von etwa 1/1 Richttyptiefe. Die Echtheiten@, das heisst Kochwäsche, Sodakochechtheit mit Oxydationsmittel, Chlorbleiche .streng und die Lichtecht heit sind hervorragend.
2 Teilte des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes werden in einer Kugelmühle ohne Zusatz von 2-Hydroxy- anthrachinon fein gemahlen.
Das so erhaltene feine Farb- stoffpulver wird mit 500 Teilen heissem Wasser ange- schlämmt und wie oben beschrieben weiterbehandelt. Im Gegensatz zu oben erhält man mit diesem Präparat auch nach 10minutiger Verküpung nur eine flockige, farb- schwache gelbe Küpe. Die so erhaltene Färbung ist dem- zufolge gegenüber derjenigen,
welche mit dem zuerst beschriebenen Farbstoffpräparat durchgeführt wurde, auffallend schwächer.
<I>Beispiel 5</I> Padsteamverfahrern 50 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Azofarb- stoffes werden zusammen mit 50 Teilen des Dinatrium- salzes von Dinaphthylmethandisulfonsäure in 900 Teilen Wasser in einer Kugelmühle fein gemahlen. 200 Teile des so erhaltenen 5 % igen Farbstoffteiges werden mit 800 Teilen Wasser angeschlämmt, aufgekocht und auf 25 abgekühlt.
Dann werden 100 Teile trockene Baumwolle in dieser Klotzflotte so foulardiert, dass ihr Gewicht um etwa 60 % zunimmt, und 30 Minuten bei 60 zwischen- getrocknet. Dann wird in einem zweiten Bad (Chemi kalienbad), das 909 Teile Wasser, 50 Teile 30%ige Natriumhydroxydlösung, 30 Teile Natriumformaldehyd- sulfoxylat,
10 Teile wasserfreies Natriumsulfat und 1 Teil Kobaltkomplex von Dimethylglyaxim der Formel [Co(C4HiN2 02)2(NH3)2]N03 enthält, foulardiert und sofort 1 Minute bei 100 ge dämpft, 30 Minuten an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich geseift und dann warm und kalt gewaschen und getrocknet.
Die so erhaltene gelbe Färbung ist farbstark, hat ausgezeichnete Echtheitselgernschaften, ins besondere Kochwäsche, Sodakoehechtheit mit Oxyda tionsmittel, Chlorechtheit, Licht- und Wetterechtheit, und ist etwa 6mal stärker als die Färbung, welche ohne Reduktionsmittel wie folgt erhalten wird:
200 Teile des gemäss Abschnitt 1 erhaltenen Farb- stofftziges werden mit 800 Teilen Wasser angeschlämmt, aufgekocht und auf 25 abgekühlt.<B>100</B> Teile trockene Baumwolle werden in dieser Klotzflotte wie oben foular- diert und 30 Minuten, bei 60 zwischengetrocknet.
Dann wird in einem zweiten, das heisst Chemikalienbad, das 990 Teile Wasser und 10 Teile wasserfreies Natrium sulfat enthält, foulardiert und sofort 1 Minute bei 100 gedämpft, neutralisiert, gründlich geseift und dann warm und kalt ausgewaschen und getrocknet. Man erhält eine schwache, grünstichig gelbe Färbung.
BeispidL <I>6</I> Kahverweilverfahren 200 Teile des gemäss Beispiel 5, Abschnitt 1, er haltenen 5 % igen Farbstoffteiges werden mit 800 Teilen Wasser angelöst, aufgekocht und auf 25 abgekühlt. Man foulardiert in dieser Klotzflotte wie in Beispiel 5 be schrieben und schaltet eine Zwischentrocknung von 30 Minuten bei 60 ein.
Im zweiten Bad, das 859 Teile Wasser, 10 Teile wasserfreies Natriumsulfat, 50 Teile 30 % ige Natriumhydroxydlösung, 30 Teile Natrium- formaldehydsulfoxylat, 1 Teil Kobaltkomplex von Di- methylglyoxim der Formel [Co(C.iH7N202)2(NH3)2]N03 und 50 Teile Triäthanolamin enthält, wird:
foulardiert und das Substrat sofort aufgerollt und in einer Plastik- folie unter Luftabschluss 8 Stunden bei 30 gelagert. Dann wird 30 Minuten an der Luft Oxydiert, neutralisiert, gründlich geseift und warm, dann kalt gespült und ge trocknet.
Die erhaltene gelbe Färbung ist farbstark, hat ausgezeichnete Echtheitseigenschaften, insbesondere Kochwäsche, Sodakochechtheit mit Oxydationsmittel, Chlorechtheit, Licht und Wetterechtheit, und ist gegen- über der Färbung ohne Reduktionsmittel, welche wie folgt erhalten wird, etwa 6mal stärker.
200 Teile des in Abschnitt 1 verwendeten 5 % igen Farbstoffteäges werden mit 800 Teilen; Wasser angelöst, aufgekocht und auf 25 abgekühlt. Man foulardiert irr dieser Klotzflotte wie beschrieben und schaltet eine Zwischentrocknung von 30 Minuten bei 60 ein.
Im zweiten Bad, das 990 Teile Wasser und 10 Teile wasser freies Natriumsulfat enthält, wird nochmals foulardiert und das Substrat sofort aufgerollt und in einer Plastik folie unter Luftabschluss 8 Stunden bei 30 gelagert. Dann wird neutralisiert, gründlich geseift, warm und kalt gespült und getrocknet. Man erhält eine farbschwache, giünstiehig gelbe Färbung.
<I>Beispiel 7</I> Einbaddämpfverfahren 10 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen: Farbstoffes werden mit 904 Teilen Wasser übergossen und aufge kocht, auf<B>25'</B> abgekühlt, dann 50 Teile 30 % ige Na- triumhydroxydlösung, 30 Teile Natriumformaldehydsulf- oxylat, 1 Teil Kobaltkomplex von Dimethylglyaxim der Formel [Co(C4H7N202)2(NH3)
2IN03 und 5 Teile wasserfreies Natriumsulfat zugesetzt. 100 Teile trockene Baumwolle werden in dieser Klotztlotte so foulardiert, dass das Gewicht der Ware um 60 bis 70 zunimmt, und dann sofort 1 Minute bei 100' gedämpft.
Nach dem Dämpfen wird das Substrat an der Luft oxy diert, neutralisiert, gründlich geseift und dann warm und kalt ausgewaschen und getrocknet. Die erhaltene brillante gelbe Färbung hat etwa 1/1 Richttypstärke, ausgezeich nete Echtheiten und ist etwa 5mal stärker als die wie folgt erhaltene nicht reduzierte Färbung:
10 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes werden mit 935 Teilen Wasser übergossen, aufgekocht und auf<B>25'</B> abgekühlt, dann 50 Teile 30 % ige Natrium hydroxydlösung und 5 Teile wasserfreies. Natriumsulfat zugesetzt. 100 Teile trockene Baumwolle werden in der Klotzflotte wie beschrieben foulardiert und sofort 1 Mi nute bei 100 gedämpft.
Nach dem Dämpfen wird das Substrat neutralisiert, gründlich geseift und- dann warm und kalt ausgewaschen und getrocknet. Die so erhaltene gelbe Färbung ist sehr farbschwach und, ändert stark durch das Seifen.
Verwendet man bei diesem Beispiel anstelle von 10 Teilendes gemäss Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes 200 Teile des gemäss Beispiel 5, Abschnitt 1, erhaltenen 5 % igen Farbstoffteiges und entsprechend weniger Was ser, so erhält man ein sehr ähnliches. Resultat.
Verwendet man in diesem Beispiel, Absatz 1, anstelle von 30 Teilen Natriumformaldehydsulfoxylat und 1 Teil des erwähnten Kobaltkomplexes 20 Teile Thiohiarnstoff- dioxyd und verfährt wie dort beschrieben, erhält man ein ebenso gutes Resultat.
<I>Beispiel 8</I> Einbadkaltverweilverfahren 10 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes werden mit 854 Teilen Wasser angelöst und aufger kocht, auf<B>25'</B> abgekühlt, dann 50 Teile 30%ige Na triumhydroxydlösung, 30 Teile Natriumformaldehyd- sulfoxylat, 1 Teil Kobaltkomplex von Dimethylglyoxim der Formel [Co(C4H7N202)2(NH3)2IN03,
50 Teile Triäthanolamin und 5 Teile wasserfreies Na- triumsulfat zugesetzt, wie in Beispiel 7 beschrieben fou- lardiert, das Substrat sofort aufgerollt und in einer Plastikfolie unter Luftabschluss 8 Stunden bei 30 ge lagert.
Dann wird 30 Minuten an der Luft oxydiert, neu- tralisiert, gründlich geseift und warm und kalt gespült und getrocknet. Diese mit Reduktionsmittel durchge- führte Färbung ergibt eine reine grünstichig gelbe Nuance mit ausgezeichneten Echtheiten, die etwa 3mal stärker ist als die Färbung ohne Reduktionsmittel, welche wie folgt erhalten wird:
10 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes werden mit 935 Teilen heissem Wasser angelöst, aufge kocht und auf 25 abgekühlt, dann 50 Teile 30%ige Natriumhydroxydlösung und 5 Teile wasserfreies Na triumsulfat zugesetzt. Dann werden 100 Teile trockene Baumwolle in dieser Klotzflotte wie beschrieben fou- lardiert, sofort aufgerollt und in einer Plastikfolie unter Luftabschluss 8 Stunden liegengelassen.
Hernach wird neutralisiert, gründlich geseift, warm und kalt gespült und getrocknet. Man erhält eine farbschwache grünlich- gelbe Färbung.
Verwendet man bei diesem Beispiel anstelle von 10 Teilen des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Farbstoffes 200 Teile des gemäss Beispiel 5, Abschnitt 1, erhaltenen 5 % igen Farbstoffteiges und entsprechend weniger Was ser, so, erhält man ein sehr ähnliches Resultat.
<I>Beispiel 9</I> 0,18 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 3 werden zusammen mit 0,8 Teilen einer mikrodispersen Form des Küpenfarbstoffes der Formell
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mit 500 Teilen Wasser von 70 angeschlämmt und 20 Teile 30%ige Natriumhydroxydlösung und 12 Teile Natriumhydrosulfit zugesetzt. Man verküpt 10 Minuten bei 70 und giesst dann diese blaue Lösung in 3447 Teile Wasser.
Man geht mit 100 Teilen gut vorgenetzter Baumwolle bei 70 in dieses Färbebad ein und: färbt 45 Minuten bei dieser Temperatur. Nach 10 Minuten Färbedauer werden dem Färbebad 20 Teile Natrium chlorid zugesetzt. Dann wird das Substrat aus dem Bad herausgenommen, an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich kochend geseift, zuerst in warmem,
dann in kaltem Wasser gespült und getrocknet. Die so erhaltene leuchtende gelbgrüne Färbung zeichnet sich durch her vorragende Noten in der Kochwäsche, Sodakochecht- heit sowie durch eine überragende Wetterechtheit aus.
<I>Beispiel 10</I> 2,5 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 3 werden zusammen mit 0,09 Teilen einer mikrodispersen Form des Küpenfarbstoffe:s der in Beispiel 9 angegebenen Formel mit 500 Teilen Wasser von 70 angeschlämmt und 20 Teile 30 % ige Natriumhydroxydlösung und 12 Teile Natriumhydrosulfit zugesetzt. Man verküpt 10 Mi nuten bei 70 und erhält eine einwandfreie Lösung. Diese Lösung wird in 3446 Teile Wasser von 70 über führt.
Man geht mit 100 Teilen gut vorgenetzter Baum wolle bei 70 in das Färbebad ein und färbt 45 Minuten bei dieser Temperatur. Nach 10 Minuten Färbedauer werden dem Färbebad 20 Teile Natriumc'hlorid zugesetzt. Nach 45 Minuten Färbedauer wird das Substrat heraus- genommen, an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich kochend geseift, zuerst in warmem, dann in kaltem Wasser gespült und getrocknet.
Die erhaltene reine gelb grüne Färbung ergibt ausgezeichnete Nassechtheiten (Kochwäsche, Sodakochechtheit mit Oxydationsmittel, Chlorbleiche) sowie eine ausgezeichnete Lichtechtheit.
<I>Beispiel 11</I> 4 Teile Farbstoff gemäss Beispiel 3 werden mit 0,44 Teilen einer mikrodispensen Form des Küpenfarbstoffes der Formel
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mit 500 Teilen Wasser von: 70 angeschlämmt und 20 Teile 30 % ige Natriumhydroxydlbsung und 12 Teile Natriumhydrosulfit zugesetzt. Man verküpt 10 Minuten bei 70 und erhält eine einwandfreie Lösung.
Diese Lösung wird in 3444 Teile Wasser von 70 überführt. Man geht mit 100 Teilen gut vorgenetzter Baumwolle bei 70 in das Färbebad ein und färbt 45 Minuten bei dieser Temperatur. Nach 10 Minuten Färbedauer werden dem Färbebad 20 Teile Natriumchlorid zugesetzt.
Nach 45 Minuten Färbedauer wird das Substrat herausge nommen, an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich kochend geseift, zuerst in warmem, dann in: kaltem Wasser gespült und getrocknet. Die gelbstichüge grüne Färbung weist sehr gute Nassechtheiten auf und ergibt eine ausgezeichnet Lichtechtheit.
<I>Beispiel 12</I> 2,5 Teile des Farbstoffes gemäss Beisspiel 1 werden zusammen mit 2,5 Teilen des Küpeufarbstoffes der Formel
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und 5 Teilen des Dinatriumsalzes von Dinaphthylmethan- disulfonsäure in etwa 50 Teilen Wasser in einer Kugel mühle fein gzmahlen.. Der so erhaltene Farbstoffteig wird dann zur Trockne eingedampft.
4 Teile dieses Farbstoffpräparates werden mit 1000 Teilen heissem Wasser aasgelöst und aufgekocht. Diese Suspension wird einem Bad von 24 Teilen 30%iger Natriumhydroxydlösung, 15 Teilen Natriumhydrosulfit und 2937 Teilen Wasser zugesetzt und 10 Minuten bei 70' verküpt. Man geht mit 100 Teilen Baumwolle in dieses violette klare Färbebad ein und färbt 3/,4 Stunden bei 70 .
Nach 10 Minuten Färbedauer werden dem Bad 20 Teile Natriumchlorid zugesetzt. Dann wird das Sub strat aus dem Bad herausgenommen, an dwr Luft oxy diert, neutralisiert, gründlich kochend geseift, zuerst in warmem, dann .in kaltem Wasser gespült und getrock net. Man erhält eine gelborange, reine Färbung, welche kochwaschecht, mit Oxydationsmittel soda cochecht, chlorecht ist und eine hohe Lichtechtheit aufweist.
<I>Beispiel 13</I> 2,5 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 1 werden zusammen mit 2,5 Teilen des Küpenfa:rbstoffes der Formel
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und 5 Teilen des Dinatriumsalzes von Dinaphthyhmethan- disulfonsäure in etwa 50 Teilen Wasser in einer Kugel mühle fein gemahlen. Der so erhaltene Farbstofftesg wird dann zur Trockne eingedampft.
4 Teile dieses Farhstoffpräparates werden wie in Beispiel 12 beschrieben verküpt und auf Baumwolle ge färbt. Man erhält eine orangebraune Nuance mit ausge zeichneten Echtheiten.
<I>Beispiel 14</I> 4 Teile des Azofarbstoffes gemäss Beispiel 1 werden mit einem Teil einer sehr feinen Form des Farbstoffes gemäss Colorindex Nr. 74140 in einer Kugelmühle ver mahlen.
2 Teile dieser Farbstoffmischung werden mit 0,5 Tei len Alkohol übergossen, mit 500 Teilen Wasser arge teigt und aufgekocht. Nach dem Aufkochen, wird die Suspension in ein Färbebad gegossen, das mit 3446 Tei len Wasser, 20 Teilen 30 % iger Natriumhydroxydlösung, 12 Teilen Natriumhydrosulfit beschickt ist, und bei 70 verküpt. Man geht mit 100 Teilen gut vorgenetzter Baumwolle bei 70 in das Färbebad ein und färbt 45 Mi nuten bei 70 .
Nach einer Färbedauer von 10 Minuten werden dem Färbebad 20 Teile Natriumchlorid zugesetzt. Nach dem Färben wird das Substrat aus dem Bad heraus- genommen, an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich kochend geseift, warm und kalt gespült und getrocknet. Man erhält eine sehr reine, gelbgrüne und ausgiebige Färbung. Die Lichtechtheit, Kochwäsche und Sodakoch- echtheit mit Oxydationsmittel sind gut.
<I>Beispiel 15</I> Padsteamverfahren 17 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Azofarb- stoffes werden mit 33 TeÄlen des Küpenfarbstoffes der in Beisspiel 9 angegebenen Formel: unter Zusatz von 50 Teilen des Dinatriumsalzes von Dinaphthylmethan- disulfonsäure in 900 Teilen Wasser in einer Kugelmühle fein gemahlen.
200 Teile des so erhaltenen<I>5</I> 2ö igen Farbstoffteiges werden mit 800 Teilen Wasser aasgeschlämmt, aufge kocht und auf 25 abgekühlt. 100 Teile trockene Baum wolle werden in dieser Klotzflotte so foulardiert, dass das Gewicht der Ware um 60 bis 70 % zunimmt, und 30 Mi nuten, bei 60 zwischengetrocknet. Dann wird in einem zweiten Bad, das 860 Teile Wasser, 80 Teile 30%ige Natriumhydroxydlösung,
50 Teile Natriumhydrosulfit, 10 Teile wasserfreies Natriumsulfat enthält, gleich foular- diert und kontinuierlich 1 Minute bei i00 gedämpft, mit 3 ml Wasserstoffperoxyd 30 bis 40%i- pro Liter Wasser oxydiert, gespült, neutralisiert, kochend geseift, warm und kalt gespült und getrocknet.
Man erhält eine brillante, gelbgrüne Färbung mit ausgezeichneten Echt heiten. Das Aufbauvermögen ist von 209/100 ml auf 409/100 ml ganz bedeutend, von 409/100 ml auf 609/100 ml deutlich. <I>Beispiel 16</I> Padsteamverfahnen 9,5 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen Azo- farbstoffes werden mit 40,5 Teilen,
des Küpenfarbstoffes der in Beispiel 9 angegebenen Fgrme1 unter Zusatz von 50 Teilen des Dinatriumsalzes von, Dinaphthylmethan- disulfonsäure in 900 Teilen Wasser in einer Kugelmühle fein gemahlen.
200 Teile des so erhaltenen 5 % igen Farbstoff teiges werden mit 800 Teilen Wasser aasgeschlämmt, aufge- kocht und auf 25 abgekühlt.
100 Teile trockene Baum wolle werden in dieser Klotzflotte so. foulardiert, dass das Gewicht der Ware um 60 bis 70 % zunimmt, und 30 Mit nuten bei 60 zwischengetrocknet. Dann wird in einem zweiten Bad, das 860 Teile Wasser, 80 Teile 30%ige Natriumhydroxydlösung, 50 Teile Natriumhydrosulfit,
10 Teile wasserfreies Natriumsulfat enthält, gleich foular- diert und kontinuierlich 1 Minute bei 100 gedämpft, mit 3 ml Wasserstoffperoxyd 30 bis 40%ig pro Liter Wasser oxydiert, gespült, neutralisiert, kochend geseift, warm und kalt gespült und getrocknet. Man erhält eine brillante,
gelbgrüne Färbung mit ausgezeichneten Eoht- hesten. Das Aufbauvermögen ist von 209/100 ml auf 409/l00 ml ganz bedeutend und von 409/100 ml auf 609/100 ml noch sehr ausgeprägt. <I>Beispiel 17</I> 13,4 Teile der Verbindung der Formel
EMI0006.0166
werden in einer Mischung von 200 Volumteilen trocke nem Nitrob-.nzol und 20 Volumteilen Diäthylanilin unter Rühren bei 120 bis 130 suspendiert.
Dann wird auf 70 abgekühlt und 3 Teile Terephthaloylchlorid zu gegeben. Das Reaktionsgemisch wird dann 17 Stunden bei 80 bis 90 gehalten. Der auskristallisierte Farbstoff wird durch Filtration isoliert, mit Nitrobenzol, Benzol und Alkohol gewaschen. Der Farbstoff wird dann in etwa 1000 Teilen Wasser bei 80 bis 90 unter gutem Rühren suspendiert. Durch Zugabe von Natnumhydroxydlösung wird das pH der Suspension auf 10 gestellt und das Ganze währende 3 Stunden unter diesen Bedingungen gut gerührt. Dann wird der pH-Wert durch Zugabe von Salzsäure auf 8 gestellt und die feine Suspension zur Trockne eingedampft.
Der so erhaltene neue Azofarb- stoff entspricht der Formel
EMI0007.0014
2 Teile dieses Farbstoffes werden mit 0,5 Teilen Alkohol übergossen, mit 500 Teilen Wasser angezeigt und aufgekocht.
Nach dem Aufkochen wird die Suspen sion in ein Färbebad gegossen, das mit 3446 Teilen Wasser, 20 Teilen 30, ösger Natriurnhydroxydlösung, 12 Teilen Natriumhyd@rosulfit beschickt ist, und bei 80 ver- küpt. Man geht mit 1000 Teilen gut vorgenetzte:r Baum wolle bei 80 ins Färbebad ein und färbt 45 Minuten bei 80''. Nach einer Färbedauer von 10 Minuten werden dem Färbebad 20 Teile Natriumehlorid zugesetzt.
Nach dem Färben wird an der Luft oxydiert, dann neutral!- siert, gründlich kochend geseift, warm und kalt gespült und getrocknet. Man erhält eine sehr reine, grünstichig gelbe Färbung. Die Lichtechtheit ist sehr gut. In der Kochwäsche, Sodakochechtheit mit Oxydationsmittel und in der Chlorbleiche streng werden hervorragende Echt- heiten erhalten.
<I>Beispiel 18</I> Verwendet man in Beispiel 1 anstelle von 2 Teilen Terephthalsäuredichlorid die gleiche Menge Isophthal- säurednchlorid, so erhält man den Farbstoff der Formel
EMI0007.0042
Wird Baumwolle gemäss der in Beispiel 2 angege benen Färbevorschrift, jedoch bei 90 mit 6 Teilen Thio- harnstoffdioxyd anstelle von 12 Teilen Natriumhyd'ro- sulfit und unter Zusatz von 80 Teilen Natriumehlorid ge färbt,
so erhält man mit diesem Farbstoff eine grünstichig gelbe Färbung von guten Echtheiten. <I>Beispiel 19</I> 47,6 Teile der Verbindung der Formel
EMI0007.0051
werden in einer Mischung von:
700 Volumteilen trocke nem Nitrobenzol und 150 Volumteilen Diäthylanilin unter Rühren bei 120 bis 130 suspendiert. Nach dem Abkühlen auf 20 werden 28,1 Teile Benzoylchlorid zugegeben und 19 Stunden bei 20 bis 25 verrührt. Das in feinen Nädelchen auskristallisierte Kondensations produkt wird durch Filtration isoliert und mit Benzol, Alkohol und Aceton. gewaschen.
Der Farbstoff wird dann in 4000 Teilen Wasser unter gutem Rühren bei 80 bis 90 suspendiert und! die Suspension durch Zugabe von Natronlauge auf pH 10 gestellt. Das Ganze wird während 2 Stunden unter diesen Bedingungen gerührt. Dann wird der pH-Wert durch Zugabe von Salzsäure auf 8 gestellt, 200 Teile Natriumehlorid zugegeben und der Farbstoff durch Filtration isoliert.
Der so erhaltene neue Azofarb- stoff hat die Formel
EMI0008.0001
10 Teile dieses Farbstoffes werden in 1000 Teilen Wasser siedend gelöst. Die Lösung wird auf Raum temperatur abgekühlt und damit wie in Beispiel 5 be schrieben ein Baumwollgewebe foulardiert. Dann wird zwischengetrocknet, in: dem in Beispiel 5 beschriebenen Chemikalienbad erneut foulardiert, 1 Minute bei 100 gedämpft, 30 Minuten an der Luft oxydiert, neutralisiert, gründlich gespült und getrocknet.
Man erhält eine farb- starke gelbe Färbung, die doppelt so stark ist als eine solche Färbung ohne Reduktionsmittel, welche wie folgt erhalten wird: Man foulardiert das mit der oben beschriebenen Farbstofflösung imprägnierte und getrocknete Baumwoll gewebe in einem Chemikalienbad, welches nur 10 g pro Liter wasserfreies Natriumsulfat und kein Reduktions mittel enthält, und verfährt weiter wie oben beschrieben. Man erhält eine gelbe Färbung mit geringer Ausgiebig keit.
<I>Beispiel 20</I> 9,5 Teile der Verbindung der im Beispiel 19 zuerst genannten Formel werden in einer Mischung von 150 Volumteilen Trockenem Nitrobenzol und 11 Volumteilen Diäthylanilin unter Rühren bei 110 bis 120 suspendiert. Dann wird auf 50 abgekühlt und 3,1 Teile Azob-enzol- 4,4'-dicarbonsäuredichlorid zugegeben.
Das Ganze wird dann während 23 Stunden bei 50 bis 55 gehalten. -Der auskristallisierte Farbstoff wird dann durch Filtration isoliert und bei 80 bis 90 unter gutem Rühren in 2000 Teilen Wasser suspendiert.
Durch Zugabe von Natriumhydroxydlösung wird dann der pH-Wert der Suspension auf 10 gestellt und das Ganze während 45 Minuten unter diesen Bedingungen gut gerührt. Dann wird der pH-Wert durch Zugabe von Salzsäure auf 8 gestellt, 100 Teile Natriumchlorrid zugegeben, der aus gefallene Farbstoff durch Filtration isoliert, mit wenig kaltem Wasser gewaschen und unter Vakuum getrock net.
Der so erhaltene neue Azofarbstoff entspricht der Formel
EMI0008.0043
10 Teile dieses Farbstoffes werden als sehr feines Pulver mit wenig Türkischrotöl angerieben, mit 1000 Teilen heissem Wasser übergossen und siedend angelbst. Mit der so erhaltenen sehr feinen warmen Suspension wird ein Baumwollgewebe wie in Beispiel 5 beschrieben foulardiert, zwischengetrocknet und wie dort beschrieben weiterbehandelt.
Nach dem kochenden Seifen erhält man eine ausgiebige gelbe Färbung, die 5- bis 6mal stärker ist als eine Färbung ohne Reduktionsmittel, welche wie weiter unten beschrieben erhalten wird. Die Echtheiten, wie Kochwäsche, Sodakochechtheit mit Oxydations- mittel, Chlorbleiche streng sowie die Lichtechtheit sind sehr gut. Durch das Abseifen erfährt die Nuance keine Farbtonveränderung.
Man foulardiert das. mit der oben beschriebenen Farbstoffsuspension imprägnierte und getrocknete Baum wollgewebe in einem Chemikalienbad, welches' nur 10 g pro Liter wasserfreies Natriumsulfat und, kein Reduk tionsmittel enthält, und verfährt weiter wie in Beispiel 5 beschrieben.
Man. erhält eine farbschwache gelbe Fär bung, die durch das Abseifen eine deutliche Nuancen- veränderung erhält.
<I>Beispiel 21</I> Verwendet man in Beispiel 1 anstelle von 10,1 Teilen Terephthaloylchlorid die äquivalente Menge 2,5-Dichl'or- terephthaloylchlorid bei einer Reaktionsdauer von 20 Stunden und isoliert den entstandenen Farbstoff wie in Beispiel 20 beschrieben,
so erhält man den neuen Azo- farbstoff der Formel
EMI0009.0001
Gemäss dem in Beispiel 20 beschriebenen Padsteam- verfahren verwendet, erhält man mit diesem Farbstoff eine farbstarke grüngelbe Färbung, die durch das Ab seifen keine Nuancenveränderung erfährt.
Führt man dagegen das dort beschriebene Padsteam- verfahren so durch, dass das Chemikalienbad nur 10 g pro Liter wasserfreies Natriumsulfat und kein Reduk- tionsmittel enthält, so erhält man eine trübe, farb- schwache orange Färbung, die durch das Abseifen eine sehr starke Farbtonveränderung nach Gelb erfährt. <I>Beispiel 22</I> 4,
8 Teile der Verbindung der im Beispiel 19 zuerst genannten Formel werden: in einer Mischung von 100 Volumteilen trockenem Nitrobenzol und 6 Teilen Di- äthylanilin unter Rühren bei 110 bis 120 suspendiert.
Nach dem Abkühlen. auf 20' werden 3,3 Teile des Säurechlorides der Formel
EMI0009.0033
eingetragen und, das Reaktionsgemisch während einer Stunde bei 20 bis 25 , während 4 Stunden bei 40 bis 45 und während einer Stunde bei 80 bis 85 gehalten. Der in Plättchen auskristallisierte Farbstoff wird durch Filtration isoliert und mit Benzol und Alkohol ge waschen. Die weitere Aufarbeitung erfolgt analog Bei spiel 20.
Der so erhaltene neue Azofarbstoff entspricht der Formel
EMI0009.0048
10 Teile des so erhaltenen Farbstoffes werden zu sammen mit 10 Teilen I)nnatriumsalz der Dinaphthyl- methandisulfonsäure in 80 Teilen Wasser in einer Kugel mühle fein: gemahlen.
100 Teile des so erhaltenen 10 % igen Farbstoffteiges werden in 900 Teilen Wasser siedend suspendiert. Die Suspension wird auf 25 abgekühlt und damit ein Baum wollgewebe gemäss der in Beispiel 5 beschriebenen Padsteammethode gefärbt. Man erhält eine grünstichig gelbe Färbung, die über 100 % stärker ist als eine Fär bung ohne Reduktionsmittel.
Führt man dagegen das dort beschriebene Padsteam- verfahren so durch, dass das Chemikalienbad nur 10 g pro Liter wasserfreies Natriumsulfat und kein Reduk- tionsmittel enthält, :so erhält man eine farbschwache Färbung, die durch das Abseifen eine deutlich rötere Nuance erhält.
Das in diesem Beispiel verwendete 2-Phenylbenz- thiazolcarbonsäurechlorid kann z. B. erhalten werden durch Kondensation von 2-Amino-5-carboxythiophenol- Chlorhydrat mit Benzoylchlorid in Pyrridin und L7ber- führung der entstandenen 2-Phenylbe@nzrohiazolcarbon- säure ins Säurechlorid mit Phosphorpentachlorid in Chlorbenzol.
<I>Beispiel 23</I> Verwendet man in Beispiel 22 anstelle des dort eingesetzten Phenylbenzthiazolearbonsäurechlorid-s das- jenige der Formel
EMI0009.0096
so entsteht nach beendeter Umsetzung eine etwas trübe Lösung. Man klärt diese Lösung durch Filtration, fällt den Farbstoff im Filtrat durch Zugabe von Alkohol und isoliert ihn durch. Filtration.
Die weitere Aufarbeitung er folgt wie in Beispiel 22 beschrieben. Der so erhaltene neue Azofarbstoff entspricht der Formel
EMI0009.0102
Wird dieser Farbsptoff wie in Beispiel 22 be schrieben nach dem Padsteamverfahren gefärbt, so erhält man praktisch: das gleiche Resultat.
Das in diesem Beispiel verwendete Säurechlorid des 2-(4'-Carboxyphenyl)-benzthiazols kann z. B. wie folgt erhalten werden: Kondensation von 2-Aminophenol mit p-Carbo- methoxybenzoylchlorid in Pyridin zu 2-(4'-Carbomet'h- oxyphenyl)-benzthäazol, Verseifung mit Natriumhy- droxydlösung in Dioxan zu 2-(4'-Carbomethoxyphenyl)
- benzthiazol und Überführung ins Säurechlorid mit Phos- phorpentachlorid in Chlorbenzol.
<I>Beispiel 24</I> Bei Verwendung der entsprechenden Säurechloride können analog der in Beispiel 22 beschriebenen Methode die folgenden neuen gelben Azofarbstoffe erhalten wer den:
EMI0010.0034
<I>Beispiel 25</I> 14 Teile Anthrachinon werden zusammen mit 14 Teilen Dinatriumsalz der Dinaphthyhnethandisulfonsäure und 112 Teilen Wasser in einer Kugelmühle sehr fein ge mahlen.
14 Teile des so erhaltenen 10 % igen Anthirachinon- teiges werden zusammen mit 14 Teilen des: Azofarbstoffes gemäss Beispiel 1, 14 Teilen Dnatriumsalz der Di- naphthyhnethandisulfonsäure und 98 Teilen Wasser in einer Kugelmühle gemahlen.
100 Teile des so erhaltenen 10 % igen Farbstoffteiges werden mit 900 Teilen Wasser angeschlämmt, mit einem Schnelrühre.r suspendiert und 100 Teile Substrat bei 25 so foulardiert,
dass das Gewicht der Ware um 60 bis <B>70%</B> zunimmt. Nach dem Foulardieren wird 30 Mi nuten bei 60 zwischengetrocknet. Dann wind in einem zweiten Bad, das 860 Teile Wasser, 50 Teile 30%ige Natriumhydroxydlösung, 30 Teile Natriumhydrosulfit,
10 Teile wasserfreies Natriumsulfat und 50 Teile Tri- äthanolamin enthält, wie oben foulardiert und kontinuier lich bei 100 eine Minute gedämpft, mit 50 Teilen Natriumperborat in 950 Teilen Wasser bei etwa 60 oxydiert, gespült, neutralisiert, kochend geseift, warm und kalt gespült und getrocknet.
Man .erhält eine aus giebige gelbe Färbung, die 3- bis 4mal stärker ist als eine gleiche Färbung, welche genau wie oben: beschrie ben, aber ohne Natriumhydrosulfit erhalten wurde.
Verwendet man in diesem Beispiel anstelle des er wähnten 10 % igen Anthrachinonteiges die gleiche Menge eines auf gleiche Weise erhaltenen 10 % igen Teiges von 2-Hydroxyanthrachinon und färbt wie beschrieben, so erhält man das gleiche gute Resultat. Verwendet man dagegen 100 Teile eines, 10%igen Farbstoffteiges, welcher,
nur den Azofarbstoff und kein Anthrachinon resp. 2-Hydroxyanthrachinon enthält, und verfährt wie in diesem Beispiel, Absatz 3, beschriDben, so erhält man eine gelbe Färbung, die etwa 3mal schwächer ist als diejenige, welche in Gegenwart der ge nannten Verbindungen erhalten wurde.