CH483330A - Vorrichtung zum Schutz des Insassen eines Fahrzeuges - Google Patents

Vorrichtung zum Schutz des Insassen eines Fahrzeuges

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CH483330A
CH483330A CH1690968A CH1690968A CH483330A CH 483330 A CH483330 A CH 483330A CH 1690968 A CH1690968 A CH 1690968A CH 1690968 A CH1690968 A CH 1690968A CH 483330 A CH483330 A CH 483330A
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CH1690968A
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Oldberg Sidney
Ramond Carey William
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Eaton Yale & Towne
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Description


  Vorrichtung zum Schutz des Insassen eines Fahrzeuges    Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung  zum Schutz des Insassen eines Fahrzeuges, wie z. B.  eines Flugzeuges, Kraftwagens usw., bei rascher Fahr  geschwindigkeitsabnahme.  



  Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Vor  richtung, die bei einer rasch erfolgenden     Fahrgeschwin-          digkeitsabnahme    innerhalb einiger Millisekunden selbst  tätig zur Wirkung kommt, so dass die Vorwärtsbewe  gung des einer raschen     Fahrgeschwindigkeitsabnahme     ausgesetzten Fahrzeuginsassen wirkungsvoll aufgefan  gen wird und verhindert, dass er auf umgebende Fahr  zeugteile aufprallt.  



  Die Vorrichtung ist zweckmässig zwischen Bauteilen  des Fahrzeuges und dem Körper eines Fahrzeuginsassen  angeordnet, um das     Vorwärtsbewegungsmoment    dessel  ben aufzufangen und zu dämpfen.  



  Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass  eine ausdehnbare und im eingezogenen Zustand befind  liche     Zurückhalteeinrichtung    für den Insassen sowie ein  Behälter zur Aufnahme eines Strömungsmittels und fer  ner Mittel vorgesehen sind, die     betätigbar    sind, damit  ein Strömungsmittel vom Behälter zur     Zurückhalteein-          richtung    strömt, um diese bei einer Fahrzeugkollision  in unmittelbare Nachbarschaft zum Fahrzeuginsassen zu  bringen, um dessen Bewegung einzuschränken;

   wobei die       Zurückhalteeinrichtung    ein Bremselement darstellt, das  aus einem im wesentlichen irreversibel ausdehnbaren  Material besteht, dessen Volumen also     aufgrund    der  Bewegung des Insassen relativ zu dem Bremselement  zunimmt, um dabei mindestens einen Teil der durch die  Bewegung hervorgerufenen kinetischen Energie des In  sassen zu absorbieren und damit ein Zurückprallen des  Insassen von dem Bremselement auf ein Minimum her  abzusetzen.  



  Die     Fahrzeus        Insassen-Bewegung    behindernde Vor  richtung ist vorzugsweise ein aufblasbarer Sicherheits  beutel.  



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist zweckmä  ssig einen länglichen, nur an bestimmten Stellen zer-    reissbaren Behälter für Druckmittel mit einer Explosiv  ladung auf, mit welchem der aufblasbare Sicherheits  beutel verbunden ist, so dass dann infolge der Detonation  der Explosivladung dieser Behälter bei einem gewünsch  ten Belastungsbereich zerreisst und das Druckmittel mit  dem aufblasbaren Beutel in Verbindung kommt.  



  Um zu erreichen, dass durch den aufblasbaren Si  cherheitsbeutel im wesentlichen verhindert wird, dass  ein einem plötzlichen Stoss oder einer abrupten     Fahrge-          schwindigkeitsabnahme    ausgesetzter Fahrzeuginsasse bei  spielsweise aus einer Fahrgeschwindigkeit von 48 Stun  denkilometern heraus verwundet wird, muss der auf  blasbare Sicherheitsbeutel innerhalb von 40-60     Milli-          sekunden    ganz aufgeblasen werden. Entsprechende Ver  suche haben gezeigt, dass etwa 130 Millisekunden erfor  derlich sind, bis der Körper eines Fahrzeuginsassen mit  dem Armaturenbrett oder der Windschutzscheibe des  Kraftfahrzeuges kollidiert, wenn das mit 48 km/Std.  fahrende Fahrzeug mit einer feststehenden Schranke  zusammenstösst.

   Diese Versuche haben gezeigt, dass sich  der Körper des Fahrzeuginsassen während der Zeit  spanne (40-60 Millisekunden), die zum Aufblasen des  Sicherheitsbeutels erforderlich, etwa 10-15 cm vorwärts  bewegt. Es ist somit ersichtlich, dass der aufblasbare Si  cherheitsbeutel am Ende der 60 Millisekunden ganz auf  geblasen sein muss, nachdem eine abrupte     Fahrgeschwin-          digkeitsabnahme    zweckmässig durch eine auf die Mas  senkraft ansprechende Einrichtung abgefühlt wurde, die  vorzugsweise mit einer     Druckmittelquelle    zum Füllen  des Sicherheitsbeutels mit Druckmittel kraftschlüssig  verbunden ist.  



  Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung sind in  der nachstehenden Beschreibung anhand der beigefügten  Zeichnungen erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 eine Draufsicht eines Fahrzeugabteiles mit  dem aufblasbaren Sicherheitsbeutel, woraus auch die  Relativlage des Fahrzeuginsassen zum aufblasbaren Si  cherheitsbeutel ersichtlich ist,       Fig.    2 eine     Querschnittsansicht    bzw.

   ein Schaubild      der auf die Massenkraft ansprechenden Vorrichtung,  die mit einer in einem     Hochdruckmittelbehälter    vor  gesehenen Explosivladung elektrisch verbunden ist,       Fig.    3 eine     Teilschnittansicht    des Schalters für die  auf die Massenkraft ansprechende     Vorrichtung    in seiner  geschlossenen oder Erregungsstellung,       Fig.    4 eine Ansicht einer Ausführungsform der  Sicherheitsvorrichtung mit einer     Prallplatte    sowie ihre  Lage hinsichtlich der     Auslassöffnungen    für das Strö  mungsmittel,       Fig.    5 eine Schnittansicht entlang der Linie 5-5  der     Fig.    4,

         Fig.    6 eine Schnittansicht entlang der Linie 5-5 der  der     Fig.    4, nachdem die Sprengladung explodiert ist  und das Hochdruckgas den Sicherheitsbeutel gefüllt hat,       Fig.    7 eine Ansicht einer weiteren Ausführungs  form,       Fig.    8 eine Schnittansicht entlang der Linie 8-8 der       Fig.    7,       Fig.    9 eine Schnittansicht entlang der Linie 8-8 der       Fig.    7, nachdem die Sprengladung explodiert ist und  das Hochdruckgas den Sicherheitsbeutel     gefüllt    hat,       Fig.    10, 11 und 12 eine Ansicht der verschiede  nen Stellen,

   in welchen ein Sicherheitsbeutel in einem  Fahrzeug zum Schutz eines Fahrgastes gegen Stoss und  Zurückprallen infolge einer drastischen Geschwindig  keitsabnahme durch eine Bremsung angebracht werden  kann,       Fig.    13 eine     Querschnittsansicht    der verwendeten  Sprengladung.  



  In der nachstehenden Beschreibung wird zweck  mässigerweise, jedoch nicht einschränkend eine gewisse  Terminologie verwendet. Die Begriffe  nach oben  oder   aufwärts ,  nach unten  oder  abwärts ,  nach rechts   und  nach links  betreffen Richtungen in den Zeichnun  gen, auf welche Bezug genommen wird. Die     Begriffe     vor  wärts  oder  nach vorn  und      rückwärts     oder  nach  hinten  beziehen sich auf die normale     Vorwärts-    und       Rückwärtsfahrrichtung    des Fahrzeuges, in welchem die  erfindungsgemässe Sicherheitsvorrichtung angeordnet ist.  Die Begriffe  nach innen  und  nach aussen  beziehen  sich auf Richtungen zum bzw. weg vom geometrischen  Mittelpunkt der Vorrichtung und der Vorrichtung zu  geordneter Teile.

   Diese Ausdrucksweise umfasst die  oben erwähnten Wörter sowie von ihnen abgeleitete  Wörter und Wörter ähnlichen Inhaltes.  



  In den Zeichnungen, welche Bezugszahlen für glei  che Bauteile in sämtlichen Zeichnungsfiguren enthalten,  betrifft die Bezugszahl 10 in     Fig.    1 allgemein die     Si-          cherheitsbeutelanordnung    mit einem     aufblasbaren    Si  cherheitsbeutel oder Schutzbehälter 12 aus einem  wärmehärtenden oder thermoplastischen     Polymerisa-          tionsprodukt    wie     Polyvinylchlorid,    Polyäthylen oder  einer anderen thermoplastischen oder wärmehärtenden       Polymerisatzusammensetzung    bzw.

   einem dehnbaren  Material mit hohem     Plastizitäts-    und Dehnungsgrad und  niedriger Zugfestigkeit bei Zugbeanspruchung. Ein der  artiger aus thermoplastischem oder wärmehärtendem       Polymerisationsmaterial    hergestellter Sicherheitsbeutel  wird ohne Bruch und nicht umkehrbar     verformt,    wenn  eine im Fahrzeug     befindliche    Person gegen den aufge  blasenen Beutel infolge rascher Geschwindigkeitsab  nahme bzw. abrupter Bremsung geworfen wird, so dass  die Wahrscheinlichkeit eines     Rückprallens    auf ein Mini  mum herabgesetzt ist.

   Die physikalischen Eigenschaften  wie Härte,     Elastizitätsmodul,    Flexibilität und Steifheit  der thermoplastischen oder wärmehärtenden Polymeri-         satzusammensetzung    können bekanntlich durch Rege  lung der verwendeten     Plastifiziermittelmengen    oder an  derer     Kunststoffbestandteile    beeinflusst werden.  



  Der aufblasbare Sicherheitsbeutel 12 kann ganz oder  teilweise einen ersten Aussenbehälter 14 umgeben, der  eine Anzahl von     Auslassöffnungen    16 für das Strömungs  mittel     (Fig.    2) aufweist, die derart ausgebildet und ange  ordnet sind, dass durch sie Strömungsmittel in das Innere  des Beutels 12 strömen kann. Eine Anzahl Klemmen 17  und dergleichen halten den Sicherheitsbeutel 12 lösbar  um den Aussenbehälter 14 herum fest.  



  Ein in     Fig.    4, 5 und 6 gezeigter Innenbehälter 18  weist Flansche 20 auf, die radial nach aussen verformt  oder gebogen sind, so dass sie mit der     Innenwandober-          fläche    22 des Aussenbehälters 14 in Reibungsverbindung  stehen, wobei sich die     Aussenoberfläche    24 des Behälters  18 in Abstand von der Innenoberfläche 22 des Behälters  14     befindet    und somit einen ersten Strömungsweg bil  det. Eine geschwächter Querschnitt 26 als Sollbruch  stelle bildet mit dem Innenbehälter 18 ein gemeinsames  Teil.

   Eine     Sollbruchstelle    stellt eine Ausbildung mit  einer Kerbe oder. einer abrupten     Querschnittsverände-          rung    dar, wodurch die grösste Spannung in diesem ver  änderten Querschnitt erfolgt und diese grösser ist als die  Spannung, die durch Elementarformel     aufgrund    verein  fachter Annahmen in bezug auf die Spannungsverteilung  berechnet ist.  



  Die Sollbruchstelle 26 erstreckt sich im wesentlichen  entlang der gesamten Länge des Behälters 18 und im  allgemeinen parallel zu seiner geometrischen Achse.  Diese Sollbruchstelle 26 kann mit zahlreichen allgemein  bekannten, herkömmlichen     Mitteln    gebildet werden, wie  z. B. durch eine Nut oder     Ausnehmung    in der Ober  fläche des Behälters 18, durch Zusammenschweissen  zweier Enden einer Metallplatte, die den Behälter 18  bilden, durch Verwendung eines eingeschweissten Mate  rials oder Schweissmetall mit niedrigerer Zugfestigkeit  als der Grundwerkstoff usw.

   Die sich in Längsrichtung  erstreckende Sollbruchstelle 26 überschneidet eine An  zahl ähnlicher Sollbruchstellen 28, die sich im allgemei  nen quer oder senkrecht zur Sollbruchstelle 26     erstrek-          ken    und gewöhnlich an entgegengesetzten Enden des  Behälters 18 angeordnet sind. Die Sollbruchstellen 28  sind jedoch für die Arbeitsweise des Erfindungsgegen  standes nicht erforderlich.  



  Eine Sprengladung 30 ist     im    allgemeinen     mittig    in  nerhalb des Behälters 18 mit Hilfe     einer        Anzahl    arm  kreuzartiger Stützelemente 32 gestützt, die     jeweils    eine       mittig    angeordnete Nabe 34 mit einer Bohrung 36 zur  Aufnahme der darin verschiebbar angeordneten und in       Reibungsverbindung    stehenden     Aussenoberfläche    der  Sprengladung 30 aufweisen.

   Eine Anzahl     Lappenglieder     38 erstreckt sich von der Nabe 34 radial nach aussen  und kommt in Reibungsverbindung mit der Innenober  fläche 40 des Behälters 18, wodurch die Sprengladung  30     mittig    gehalten wird. Es ist ohne weiteres ersichtlich,  dass auch andere Mittel zur     Anbringung    der Spreng  ladung innerhalb des Schutzumfanges der vorliegenden  Erfindung Verwendung finden können.  



       Eine    Anzahl gewölbter Kopfglieder 42 und 44       (Fig.    4) ist     in    entgegengesetzten Enden des Behälters  14 eingesetzt und bei 46 zum Erhalt einer Dichtung  zwischen den     Kopfgliedern    42 und 44 und dem Innen  behälter 18 durch     Nahtschweissung    befestigt, so dass     kein     Strömungsmittel entweichen kann. Ein Kupplungsteil  48 mit     einem        Innengewinde    ist in der     Öffnung    50 des  gewölbten Kopfgliedes 44 durch Schweissen und der-      gleichen zum Erhalt einer strömungsdichten Verbindung  befestigt.

   Der abnehmbare Stöpsel 52 mit einem Aussen  gewinde und das Kupplungsglied 48 ermöglichen, dass  der Behälter 18 mit einem verhältnismässig     inerten     Hochdruckgas gefüllt werden kann, wie z. B. Stickstoff  gas, Luft, einem kohlensauren Gas oder einem verhält  nismässig     inerten    Gasgemisch, das für Menschen verträg  lich ist. Das entgegengesetzte, gewölbte Kopfglied 42  enthält eine     Durchgangsverbindung    54 mit elektrischen  Drähten 56 und 58, welche die Sprengladung 30 mit  einer Stromquelle und im vorliegenden Fall mit der  Batterie des Fahrzeuges verbinden.

   Eine Halterung 60  enthält eine Anzahl von Löchern zur Aufnahme der  Drähte 56 und 58 und dient zusätzlich als Dichtung ge  gen das Entweichen von Strömungsmittel zwischen den  Drähten und dem gewölbten Kopfglied 42.  



  Eine in     Fig.    2 gezeigte auf die Massenkraft an  sprechende Vorrichtung 62 weist ein Gehäuse 64 auf,  das durch die Wand 66 in Kammern 68 und 70 geteilt  ist. Die Kammer 68 weist einen erweiterten Abschnitt  72 mit einem grösseren Querschnitt als der restliche  Abschnitt 74 der Kammer 68 auf. Der erweiterte Kam  merabschnitt 72 befindet sich neben dem abnehmbaren  Deckel 76, der vermittels einer Anzahl von Schraub  bolzen 78 am Gehäuse 64 befestigt ist. Der abnehmbare  Deckel 76 verschliesst ein Ende der Kammer 68 und  weist eine     Ausnehmung    80 auf, die mit dem Kammer  abschnitt 68 axial fluchtet und denselben Querschnitts  bereich und dieselbe Form wie der Kammerabschnitt  68 hat.

   Eine     Schwungkraftmasse    oder ein Gewicht 82  ist innerhalb des vergrösserten Abschnittes 72 derart  angeordnet, dass es in der einen oder anderen Richtung  hin und her gehen kann. Eine Anzahl von Anschlag  flächen 84 und 68 ist durch die Oberflächenbereiche ge  bildet, welche die durch die Kammer 68, 74 und 80 ge  bildeten     Differenzialdurchschnittsbereiche    miteinander  verbinden und zur Begrenzung der Längsbewegung des  Gewichtes oder der     Trägheitsmasse    82 dienen. Die Träg  heitsmasse 82 hat einen länglichen Körper mit einer  Bohrung 88, die im allgemeinen durchgehend ist und  deren geometrische Achse mit den Kammerabschnitten  68, 70 und 80 fluchtet.

   Eine vergrösserte     Ausnehmung     90 ist an einem Ende der     Trägheitsmasse    82 vorgesehen  und weist einen grösseren Querschnitt als die Bohrung  88 sowie eine verhältnismässig flache Bodenwand 94 auf,  welche die Bohrung 88 überschneidet.

   Ein Abschnitt des  restlichen Oberflächenbereiches 93 des Endes 92 der  Masse 82 kommt mit der Oberfläche 84 in Anlage,  sobald sich die Masse 82     mit    ihrer ganzen Längsaus  dehnung in einer Richtung bewegt, während ein Ab  schnitt des     Oberflächenbereiches    95 am entgegengesetz  ten Ende 96 der Masse 82 mit der Oberfläche 86     in     Anlage kommt, wenn sich die Masse 82 mit ihrer ganzen  Längsausdehnung in der anderen Richtung     bewegt.     



  Eine Federhalterung 98 in der Kammer 68 ist ver  mittels einer Stellschraube 100 in der Kammer 68 ver  stellbar angebracht, wobei diese Stellschraube 100 in  das Gehäuse 64 eingeschraubt ist und durch eine Ge  genmutter 102 in Stellung gehalten wird. Dieses sich auf  die Verstellung beziehende Merkmal ist für die vor  liegende Vorrichtung weder wesentlich noch erforder  lich, insofern als eine Feder 104 vorgesehen werden  kann, welche den erforderlichen     Biegungsgrad    hat und  den Kammerabschnitt 68 ganz ausfüllt.

   Die Feder oder  das     Vorspannglied    1004 steht mit einem Ende 106  mit der Federhalterung 98 in Anlage, während das ent  gegengesetzte Ende 108 mit der Bodenwand 94 in An-    Lage steht und den Oberflächenbereich 95 der     Trägheits-          masse    82 in Anschlag mit der Oberfläche 86 bringt.  



  Eine in     Fig.    2 und 3 gezeigte kreisringförmige     Aus-          nehmung    110 ist am entgegengesetzten Ende 96 vor  gesehen und unterbricht die     Aussenoberfläche    112 der       Trägheitsmasse    82, während sich eine     Nockenfläche     114, die an der Aussenoberfläche 112 vorgesehen ist,  von der Innenkante 116 der     Ausnehmung   <B>110</B> in Rich  tung auf das Ende 92 erstreckt.

   Die Trennwand 66 weist  eine     öffnung    118 auf, die einen     Nockenstössel    120 ent  hält, dessen eine Stirnoberfläche 122 sich durch das  Loch erstreckt und mit der     Nockenfläche    114 in Anlage  kommt. Ein elektrischer Schalter 124 weist zwei ela  stische     Blattglieder    126 und 128 auf, die zumindest je  eine     Berührungsfläche   <B>130</B> bzw. 132 aufweisen, die     ent-          gegegesetzt    liegen.     Eine    Anzahl von     Schraubbolzen    134  verbindet den Schalter 124 mit der Wand 66 und dient  als Verankerung für die     Blattglieder    126 und 128.

   Eine  Anzahl Isolierglieder und     Abstandshalter    ist zur elek  trischen Isolierung der Blattglieder 126 und 128 von  einander bzw. von der Wand 66 und den     Schraubbolzen     134 vorgesehen. Das Blatt 128 weist einen Abschnitt  136 auf, der sich über den Kontaktpunkt 132 hinaus  erstreckt und mit der anderen Stirnfläche<B>138</B> des     Nok-          kenstössels    128 in Kontakt steht.

   Da der     Nockenstössel     120 etwas länger ist als es zur normalen Kontakther  stellung zwischen den entgegengesetzten Kontakten 130  und 132 bzw. zum Schliessen des Schalters erforderlich  ist, befindet sich der elektrische Schalter 124 in der nor  malerweise offenen Stellung (als Ruhekontakt), wenn die  Oberfläche 122 des     Nockenstössels    120 mit der Nocken  fläche 114 in Anlage kommt.  



  Elektrische Drähte 58 und 140 erstrecken sich ab  gedichtet durch entsprechende Öffnungen 142 und 144  in einer Seitenwand der Kammer 70. Ein Ende des  Drahtes 140 ist mit einer elektrischen Stromquelle ver  bunden (wie z. B. mit der Batterie 146 eines Fahrzeu  ges), wobei sein entgegengesetztes Ende mit dem Blatt  126 des elektrischen Schalters verbunden ist, während  der Draht 58 mit dem Blatt 128 des elektrischen Schal  ters und sein     entgegengesetztes    Ende mit dem Draht  schenkel 148 der Sprengladung 30 verbunden ist.  



  Die in     Fig.    13 gezeigte Sprengladung weist zwei  Drahtschenkel 148 und 150 auf, die durch eine Draht  brücke 152 miteinander verbunden sind, die als elek  trischer Widerstand für den durch sie strömenden elek  trischen Strom zum Erhalt der     erforderlichen    Hitze in  Abhängigkeit von einem vorbestimmten Strom zum  Zünden des     Zündgemisches    154 dient, welches dann die  Zündladung 156 zündet und somit die Hauptspreng  ladung<B>158</B> zur Explosion bringt.

   Ein     Metallmantel    160  umgibt teilweise die oben erwähnten Bestandteile zum  Erhalt des     Sprengladungskörpers    30, während ein  Gummistöpsel<B>162</B> als     Verschlussteil    für das offene  Ende 164 des Metallmantels 160 dient und zusätzlich  die Drahtschenkel 148 und 150     stüzt    und sie vom Me  tallmantel<B>160</B> isoliert. Der Draht 56 verbindet elek  trisch den Drahtschenkel 150 mit der Erde und stellt  den     elektrischen    Stromkreis her. Beide     elektrischen     Drähte 56 und 58 sind gegen durch eine aussen befind  liche Quelle - wie z. B. ein Radiosender - gebildete  magnetische Felder abgeschirmt.

   Diese Abschirmung  gegen elektromagnetische Einflüsse dient zur Verhin  derung einer vorzeitigen Detonation bzw. einer Im  promptudetonation der Sprengladung 30.  



       Fig.    4-6 zeigen eine weitere Ausführungsform des  Erfindungsgegenstandes. Eine     Prallplatte    166 ist in der           Beutelanordnung    10 auf herkömmliche Weise gegenüber  den     Auslassöffnungen    16 für das Strömungsmittel vor  gesehen.

   Sie dient einerseits zum Ablenken und Verteilen  des durch die Öffnungen 16 strömenden     Strömungsmit-          telstromes    und anderseits zum Auffangen, Schwächen  und Dämpfen der     Schallstosswellen    oder einer durch die  Explosion der Sprengladung 30     erzeugten    Kräftean  sammlung und somit zur     Verhinderung    des     Zubruch-          gehens    des aufblasbaren Beutels 12. Die     Sicherheits-          beutelanordnung    10 mit dem aufblasbaren Beutel kann  auf beliebige (nicht gezeigte) Art in einem Fahrzeug an  geordnet werden.

   Es wurde jedoch gefunden, dass es  vorteilhaft ist, :eine längliche     Ausnehmung    im Armatu  renbrett eines Fahrzeuges zur Aufnahme der Anordnung  10 vorzusehen.     Fig.    10, 11 und 12 zeigen verschiedene  Stellungen der Anordnung 10 innerhalb     eines    Personen  kraftwagens. So kann z. B. eine     Ausnehmung    im Vor  der- oder Hintersitz für die     Sicherheitsbeutelanordnung     vorgesehen werden.  



       Fig.    7, 8 und 9 zeigen eine andere Ausführungs  form des     Erfindungsgegenstandes    mit einem Begren  zungsglied 19 zwischen den in Abstand voneinander lie  genden Wänden 22 und 24 zur     Begrenzung    einer Ver  formung des Innenbehälters 18 nach aussen. Das Be  grenzungsglied 19 dient zum Erhalt eines vorbestimmten  Strömungsmittelweges zwischen der Aussenwand 22 und  der Innenwand 24. Das Begrenzungsglied 19 nach     Fig.    7  besteht vorzugsweise aus einem zwischen dem Innen  behälter 18 und dem Aussenbehälter 14 angeordneten  Zwischenbehälter. Auch eine Anzahl in Abstand von  einander angeordneter Ringe, Bänder und dergleichen  kann genauso wirkungsvoll eingesetzt werden.

   Bei der  in     Fig.    7 gezeigten     Ausführungsform    weist der Zwi  schenbehälter oder     Begrenzer    19 eine Anzahl fluchten  der Öffnungen 21 auf, die gegenüber der Sollbruchstelle  26 in einem Winkel von etwa 180  in bezug auf die  Öffnungen 16 im Aussenbehälter 14 angeordnet sind.  Infolge dieser     Winkelanordnung    der Öffnungen 21 in  bezug auf die Öffnungen 16 muss die Strömungsrichtung  des vom Innenbehälter 18 strömenden Strömungsmittels       umgekehrt    werden, bevor es durch die     Öffnungen    16 in  das Innere des     Sicherheitsbeutels    12 einströmt.  



  Die auf Trägheit ansprechende Vorrichtung 62 ist  im Fahrzeug vor dem Insassenraum .angeordnet. Es ist  einleuchtend, dass bei abrupter Geschwindigkeitsab  nahme die     aufgrund    der mit einer bestimmten Geschwin  digkeit erfolgenden     Bewegung    des Fahrzeuges in gerad  liniger Bahn im     Trägheitsgewicht    82 enthaltene poten  tielle Energie in kinetische Energie umgewandelt und  das Gewicht 82 den Widerstand der Feder 104 über  windet und sich nach     vorne    bewegen wird, bis ein Be  reich der Oberfläche 93 mit dem Anschlag 84 in Anlage  kommt.

       Während    sich das Gewicht 82 in seiner Vorder  stellung befindet, gibt die Stirnoberfläche 122 des     Nok-          kenstössels    120 die Kante 116 der     Nockenfläche    114  vollständig frei. Danach drückt das elastische Blatt bei  136 den     Nockenstössel    120 nach oben in die     in        Fig.    3  gezeigte kreisringförmige     Ausnehmung    110 und verbin  det gleichzeitig die Kontakte<B>130</B> und 132, um den  normalerweise offenen Schalter 124 und somit den elek  trischen Stromkreis zu schliessen, der die Batterie 146  mit der Sprengladung 30 verbindet.

   Die kreisringför  mige     Ausnehmung    110 und der     Nockenstössel    120 die  nen zur Verhinderung     einer    plötzlichen Abprall- oder  Rückwärtsbewegung des Gewichtes 82, nachdem es auf  dem Anschlag 84 aufgeschlagen ist. Daher wird bei der  erfindungsgemässen Vorrichtung eine Rückwärtsbewe-         gung    des Gewichtes 82 nach seiner Vorwärtsbewegung  durch das Verblocken des     Nockenstössels    120     in    der       Ausnehmung    110 unterbrochen. Dies geschieht, damit  genügend elektrischer Strom im elektrischen Stromkreis  zur     zwangläufigen    Explosion der Sprengladung 30 auf  gebaut werden kann.

   Die     Nockenfläche    114 und/oder die  Oberfläche 122 können abgeschrägt oder abgekantet  sein (was in der Zeichnung nicht gezeigt ist). Dadurch  wird das Gewicht 82 bei seiner Rückwärtsbewegung in  folge der Reibungsverbindung zwischen den Oberflächen  114 und 122 vorübergehend verzögert oder gehemmt.

    Dadurch verharrt der Schalter 124 lange genug in einer  Schliessstellung, um die     Sprengladung    30     zwangläufig     zur Explosion zu     bringen.    Die Detonation der Spreng  ladung 30 erzeugt     Schallstosswellen    und führt infolge  dessen zum sofortigen Druckanstieg im Behälter 18, so  dass der innere Behälter 18 entlang der sich in Längs  richtung erstreckenden Sollbruchstelle 26 geöffnet und  gleichzeitig der     Innenbehälter    18 in Richtung auf den  Aussenbehälter 14 nach aussen verformt wird.

   Dann  strömt Druckmittel aus dem     Innenbehälter    18 in den  Raum zwischen den Wänden 22 und 24 und dann durch  die     Öffnung    16 in das Innere des aufblasbaren Sicher  heitsbeutels 12. Wird die     Prallplatte    166 verwendet,  dann     beaufschlagt    das die Öffnung 16 verlassende Strö  mungsmittel die     Prallplatte    166 und wird zumindest in  einen anderen Strömungsweg im wesentlichen quer zum  aus der Öffnung 16 strömenden Gas abgelenkt.  



  Aus der obigen Beschreibung erhellt ohne weiteres,  dass ein verbesserter aufblasbarer Sicherheitsbeutel zur  Verwendung für die     Insassen    eines Fahrzeuges geschaf  fen wurde, wobei noch weitere Abwandlungen des hier  offenbarten Erfindungsgegenstandes möglich     sind.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Schutz des Insassen eines Fahrzeu ges, dadurch gekennzeichnet, dass eine ausdehnbare und im eingezogenen Zustand befindliche Zurückhalteein- richtung (12) für den Insassen sowie ein Behälter (18) zur Aufnahme eines Strömungsmittels und ferner Mittel (30) vorgesehen sind, die betätigbar sind, damit ein Strömungsmittel vom Behälter zur Zurückhalteeinrich- tung strömt, um diese bei einer Fahrzeugkollision in unmittelbare Nachbarschaft zum Fahrzeuginsassen zu bringen, um dessen Bewegung einzuschränken,
    wobei die Zurückhalteeinrichtung ein Bremselement (12) dar stellt, das aus einem im wesentlichen irreversibel aus dehnbaren Material besteht, dessen Volumen aufgrund der Bewegung des Insassen relativ zu dem Bremselement (12) zunimmt, um dabei mindestens einen Teil der durch die Bewegung hervorgerufenen kinetischen Ener gie des Insassen zu absorbieren und damit ein Zurück prallen des Insassen von dem Bremselement auf ein Minimum herabzusetzen. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Material des bremsenden Ele mentes (12) aus einem streckbaren Material besteht, das einen hohen Plastizitätsgrad und unter einer Dehnungs belastung eine hohe prozentuale Streckbarkeit aufweist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Vertei lung des Strömungsmittels dienendes Glied (14) dem Behälter (18) zugeordnet ist, um das Strömungsmittel zu dem bremsenden Element (12) zu lenken und dessen Ausdehnung herbeizuführen. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (30), die betätigbar sind, damit ein Strömungsmit tel vom Behälter (18) zur Zurückhalteeinrichtung (12) strömt, aus einer Explosivladung (30) bestehen, welche die Ausbildung einer Öffnung in dem Behälter (18) herbeiführt.
CH1690968A 1966-07-01 1967-06-27 Vorrichtung zum Schutz des Insassen eines Fahrzeuges CH483330A (de)

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US562289A US3414292A (en) 1966-07-01 1966-07-01 Inflatable safety device
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