Vorrichtung zum Schutz des Insassen eines Fahrzeuges Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schutz des Insassen eines Fahrzeuges, wie z. B. eines Flugzeuges, Kraftwagens usw., bei rascher Fahr geschwindigkeitsabnahme.
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Vor richtung, die bei einer rasch erfolgenden Fahrgeschwin- digkeitsabnahme innerhalb einiger Millisekunden selbst tätig zur Wirkung kommt, so dass die Vorwärtsbewe gung des einer raschen Fahrgeschwindigkeitsabnahme ausgesetzten Fahrzeuginsassen wirkungsvoll aufgefan gen wird und verhindert, dass er auf umgebende Fahr zeugteile aufprallt.
Die Vorrichtung ist zweckmässig zwischen Bauteilen des Fahrzeuges und dem Körper eines Fahrzeuginsassen angeordnet, um das Vorwärtsbewegungsmoment dessel ben aufzufangen und zu dämpfen.
Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine ausdehnbare und im eingezogenen Zustand befind liche Zurückhalteeinrichtung für den Insassen sowie ein Behälter zur Aufnahme eines Strömungsmittels und fer ner Mittel vorgesehen sind, die betätigbar sind, damit ein Strömungsmittel vom Behälter zur Zurückhalteein- richtung strömt, um diese bei einer Fahrzeugkollision in unmittelbare Nachbarschaft zum Fahrzeuginsassen zu bringen, um dessen Bewegung einzuschränken;
wobei die Zurückhalteeinrichtung ein Bremselement darstellt, das aus einem im wesentlichen irreversibel ausdehnbaren Material besteht, dessen Volumen also aufgrund der Bewegung des Insassen relativ zu dem Bremselement zunimmt, um dabei mindestens einen Teil der durch die Bewegung hervorgerufenen kinetischen Energie des In sassen zu absorbieren und damit ein Zurückprallen des Insassen von dem Bremselement auf ein Minimum her abzusetzen.
Die Fahrzeus Insassen-Bewegung behindernde Vor richtung ist vorzugsweise ein aufblasbarer Sicherheits beutel.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist zweckmä ssig einen länglichen, nur an bestimmten Stellen zer- reissbaren Behälter für Druckmittel mit einer Explosiv ladung auf, mit welchem der aufblasbare Sicherheits beutel verbunden ist, so dass dann infolge der Detonation der Explosivladung dieser Behälter bei einem gewünsch ten Belastungsbereich zerreisst und das Druckmittel mit dem aufblasbaren Beutel in Verbindung kommt.
Um zu erreichen, dass durch den aufblasbaren Si cherheitsbeutel im wesentlichen verhindert wird, dass ein einem plötzlichen Stoss oder einer abrupten Fahrge- schwindigkeitsabnahme ausgesetzter Fahrzeuginsasse bei spielsweise aus einer Fahrgeschwindigkeit von 48 Stun denkilometern heraus verwundet wird, muss der auf blasbare Sicherheitsbeutel innerhalb von 40-60 Milli- sekunden ganz aufgeblasen werden. Entsprechende Ver suche haben gezeigt, dass etwa 130 Millisekunden erfor derlich sind, bis der Körper eines Fahrzeuginsassen mit dem Armaturenbrett oder der Windschutzscheibe des Kraftfahrzeuges kollidiert, wenn das mit 48 km/Std. fahrende Fahrzeug mit einer feststehenden Schranke zusammenstösst.
Diese Versuche haben gezeigt, dass sich der Körper des Fahrzeuginsassen während der Zeit spanne (40-60 Millisekunden), die zum Aufblasen des Sicherheitsbeutels erforderlich, etwa 10-15 cm vorwärts bewegt. Es ist somit ersichtlich, dass der aufblasbare Si cherheitsbeutel am Ende der 60 Millisekunden ganz auf geblasen sein muss, nachdem eine abrupte Fahrgeschwin- digkeitsabnahme zweckmässig durch eine auf die Mas senkraft ansprechende Einrichtung abgefühlt wurde, die vorzugsweise mit einer Druckmittelquelle zum Füllen des Sicherheitsbeutels mit Druckmittel kraftschlüssig verbunden ist.
Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht eines Fahrzeugabteiles mit dem aufblasbaren Sicherheitsbeutel, woraus auch die Relativlage des Fahrzeuginsassen zum aufblasbaren Si cherheitsbeutel ersichtlich ist, Fig. 2 eine Querschnittsansicht bzw.
ein Schaubild der auf die Massenkraft ansprechenden Vorrichtung, die mit einer in einem Hochdruckmittelbehälter vor gesehenen Explosivladung elektrisch verbunden ist, Fig. 3 eine Teilschnittansicht des Schalters für die auf die Massenkraft ansprechende Vorrichtung in seiner geschlossenen oder Erregungsstellung, Fig. 4 eine Ansicht einer Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung mit einer Prallplatte sowie ihre Lage hinsichtlich der Auslassöffnungen für das Strö mungsmittel, Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie 5-5 der Fig. 4,
Fig. 6 eine Schnittansicht entlang der Linie 5-5 der der Fig. 4, nachdem die Sprengladung explodiert ist und das Hochdruckgas den Sicherheitsbeutel gefüllt hat, Fig. 7 eine Ansicht einer weiteren Ausführungs form, Fig. 8 eine Schnittansicht entlang der Linie 8-8 der Fig. 7, Fig. 9 eine Schnittansicht entlang der Linie 8-8 der Fig. 7, nachdem die Sprengladung explodiert ist und das Hochdruckgas den Sicherheitsbeutel gefüllt hat, Fig. 10, 11 und 12 eine Ansicht der verschiede nen Stellen,
in welchen ein Sicherheitsbeutel in einem Fahrzeug zum Schutz eines Fahrgastes gegen Stoss und Zurückprallen infolge einer drastischen Geschwindig keitsabnahme durch eine Bremsung angebracht werden kann, Fig. 13 eine Querschnittsansicht der verwendeten Sprengladung.
In der nachstehenden Beschreibung wird zweck mässigerweise, jedoch nicht einschränkend eine gewisse Terminologie verwendet. Die Begriffe nach oben oder aufwärts , nach unten oder abwärts , nach rechts und nach links betreffen Richtungen in den Zeichnun gen, auf welche Bezug genommen wird. Die Begriffe vor wärts oder nach vorn und rückwärts oder nach hinten beziehen sich auf die normale Vorwärts- und Rückwärtsfahrrichtung des Fahrzeuges, in welchem die erfindungsgemässe Sicherheitsvorrichtung angeordnet ist. Die Begriffe nach innen und nach aussen beziehen sich auf Richtungen zum bzw. weg vom geometrischen Mittelpunkt der Vorrichtung und der Vorrichtung zu geordneter Teile.
Diese Ausdrucksweise umfasst die oben erwähnten Wörter sowie von ihnen abgeleitete Wörter und Wörter ähnlichen Inhaltes.
In den Zeichnungen, welche Bezugszahlen für glei che Bauteile in sämtlichen Zeichnungsfiguren enthalten, betrifft die Bezugszahl 10 in Fig. 1 allgemein die Si- cherheitsbeutelanordnung mit einem aufblasbaren Si cherheitsbeutel oder Schutzbehälter 12 aus einem wärmehärtenden oder thermoplastischen Polymerisa- tionsprodukt wie Polyvinylchlorid, Polyäthylen oder einer anderen thermoplastischen oder wärmehärtenden Polymerisatzusammensetzung bzw.
einem dehnbaren Material mit hohem Plastizitäts- und Dehnungsgrad und niedriger Zugfestigkeit bei Zugbeanspruchung. Ein der artiger aus thermoplastischem oder wärmehärtendem Polymerisationsmaterial hergestellter Sicherheitsbeutel wird ohne Bruch und nicht umkehrbar verformt, wenn eine im Fahrzeug befindliche Person gegen den aufge blasenen Beutel infolge rascher Geschwindigkeitsab nahme bzw. abrupter Bremsung geworfen wird, so dass die Wahrscheinlichkeit eines Rückprallens auf ein Mini mum herabgesetzt ist.
Die physikalischen Eigenschaften wie Härte, Elastizitätsmodul, Flexibilität und Steifheit der thermoplastischen oder wärmehärtenden Polymeri- satzusammensetzung können bekanntlich durch Rege lung der verwendeten Plastifiziermittelmengen oder an derer Kunststoffbestandteile beeinflusst werden.
Der aufblasbare Sicherheitsbeutel 12 kann ganz oder teilweise einen ersten Aussenbehälter 14 umgeben, der eine Anzahl von Auslassöffnungen 16 für das Strömungs mittel (Fig. 2) aufweist, die derart ausgebildet und ange ordnet sind, dass durch sie Strömungsmittel in das Innere des Beutels 12 strömen kann. Eine Anzahl Klemmen 17 und dergleichen halten den Sicherheitsbeutel 12 lösbar um den Aussenbehälter 14 herum fest.
Ein in Fig. 4, 5 und 6 gezeigter Innenbehälter 18 weist Flansche 20 auf, die radial nach aussen verformt oder gebogen sind, so dass sie mit der Innenwandober- fläche 22 des Aussenbehälters 14 in Reibungsverbindung stehen, wobei sich die Aussenoberfläche 24 des Behälters 18 in Abstand von der Innenoberfläche 22 des Behälters 14 befindet und somit einen ersten Strömungsweg bil det. Eine geschwächter Querschnitt 26 als Sollbruch stelle bildet mit dem Innenbehälter 18 ein gemeinsames Teil.
Eine Sollbruchstelle stellt eine Ausbildung mit einer Kerbe oder. einer abrupten Querschnittsverände- rung dar, wodurch die grösste Spannung in diesem ver änderten Querschnitt erfolgt und diese grösser ist als die Spannung, die durch Elementarformel aufgrund verein fachter Annahmen in bezug auf die Spannungsverteilung berechnet ist.
Die Sollbruchstelle 26 erstreckt sich im wesentlichen entlang der gesamten Länge des Behälters 18 und im allgemeinen parallel zu seiner geometrischen Achse. Diese Sollbruchstelle 26 kann mit zahlreichen allgemein bekannten, herkömmlichen Mitteln gebildet werden, wie z. B. durch eine Nut oder Ausnehmung in der Ober fläche des Behälters 18, durch Zusammenschweissen zweier Enden einer Metallplatte, die den Behälter 18 bilden, durch Verwendung eines eingeschweissten Mate rials oder Schweissmetall mit niedrigerer Zugfestigkeit als der Grundwerkstoff usw.
Die sich in Längsrichtung erstreckende Sollbruchstelle 26 überschneidet eine An zahl ähnlicher Sollbruchstellen 28, die sich im allgemei nen quer oder senkrecht zur Sollbruchstelle 26 erstrek- ken und gewöhnlich an entgegengesetzten Enden des Behälters 18 angeordnet sind. Die Sollbruchstellen 28 sind jedoch für die Arbeitsweise des Erfindungsgegen standes nicht erforderlich.
Eine Sprengladung 30 ist im allgemeinen mittig in nerhalb des Behälters 18 mit Hilfe einer Anzahl arm kreuzartiger Stützelemente 32 gestützt, die jeweils eine mittig angeordnete Nabe 34 mit einer Bohrung 36 zur Aufnahme der darin verschiebbar angeordneten und in Reibungsverbindung stehenden Aussenoberfläche der Sprengladung 30 aufweisen.
Eine Anzahl Lappenglieder 38 erstreckt sich von der Nabe 34 radial nach aussen und kommt in Reibungsverbindung mit der Innenober fläche 40 des Behälters 18, wodurch die Sprengladung 30 mittig gehalten wird. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass auch andere Mittel zur Anbringung der Spreng ladung innerhalb des Schutzumfanges der vorliegenden Erfindung Verwendung finden können.
Eine Anzahl gewölbter Kopfglieder 42 und 44 (Fig. 4) ist in entgegengesetzten Enden des Behälters 14 eingesetzt und bei 46 zum Erhalt einer Dichtung zwischen den Kopfgliedern 42 und 44 und dem Innen behälter 18 durch Nahtschweissung befestigt, so dass kein Strömungsmittel entweichen kann. Ein Kupplungsteil 48 mit einem Innengewinde ist in der Öffnung 50 des gewölbten Kopfgliedes 44 durch Schweissen und der- gleichen zum Erhalt einer strömungsdichten Verbindung befestigt.
Der abnehmbare Stöpsel 52 mit einem Aussen gewinde und das Kupplungsglied 48 ermöglichen, dass der Behälter 18 mit einem verhältnismässig inerten Hochdruckgas gefüllt werden kann, wie z. B. Stickstoff gas, Luft, einem kohlensauren Gas oder einem verhält nismässig inerten Gasgemisch, das für Menschen verträg lich ist. Das entgegengesetzte, gewölbte Kopfglied 42 enthält eine Durchgangsverbindung 54 mit elektrischen Drähten 56 und 58, welche die Sprengladung 30 mit einer Stromquelle und im vorliegenden Fall mit der Batterie des Fahrzeuges verbinden.
Eine Halterung 60 enthält eine Anzahl von Löchern zur Aufnahme der Drähte 56 und 58 und dient zusätzlich als Dichtung ge gen das Entweichen von Strömungsmittel zwischen den Drähten und dem gewölbten Kopfglied 42.
Eine in Fig. 2 gezeigte auf die Massenkraft an sprechende Vorrichtung 62 weist ein Gehäuse 64 auf, das durch die Wand 66 in Kammern 68 und 70 geteilt ist. Die Kammer 68 weist einen erweiterten Abschnitt 72 mit einem grösseren Querschnitt als der restliche Abschnitt 74 der Kammer 68 auf. Der erweiterte Kam merabschnitt 72 befindet sich neben dem abnehmbaren Deckel 76, der vermittels einer Anzahl von Schraub bolzen 78 am Gehäuse 64 befestigt ist. Der abnehmbare Deckel 76 verschliesst ein Ende der Kammer 68 und weist eine Ausnehmung 80 auf, die mit dem Kammer abschnitt 68 axial fluchtet und denselben Querschnitts bereich und dieselbe Form wie der Kammerabschnitt 68 hat.
Eine Schwungkraftmasse oder ein Gewicht 82 ist innerhalb des vergrösserten Abschnittes 72 derart angeordnet, dass es in der einen oder anderen Richtung hin und her gehen kann. Eine Anzahl von Anschlag flächen 84 und 68 ist durch die Oberflächenbereiche ge bildet, welche die durch die Kammer 68, 74 und 80 ge bildeten Differenzialdurchschnittsbereiche miteinander verbinden und zur Begrenzung der Längsbewegung des Gewichtes oder der Trägheitsmasse 82 dienen. Die Träg heitsmasse 82 hat einen länglichen Körper mit einer Bohrung 88, die im allgemeinen durchgehend ist und deren geometrische Achse mit den Kammerabschnitten 68, 70 und 80 fluchtet.
Eine vergrösserte Ausnehmung 90 ist an einem Ende der Trägheitsmasse 82 vorgesehen und weist einen grösseren Querschnitt als die Bohrung 88 sowie eine verhältnismässig flache Bodenwand 94 auf, welche die Bohrung 88 überschneidet.
Ein Abschnitt des restlichen Oberflächenbereiches 93 des Endes 92 der Masse 82 kommt mit der Oberfläche 84 in Anlage, sobald sich die Masse 82 mit ihrer ganzen Längsaus dehnung in einer Richtung bewegt, während ein Ab schnitt des Oberflächenbereiches 95 am entgegengesetz ten Ende 96 der Masse 82 mit der Oberfläche 86 in Anlage kommt, wenn sich die Masse 82 mit ihrer ganzen Längsausdehnung in der anderen Richtung bewegt.
Eine Federhalterung 98 in der Kammer 68 ist ver mittels einer Stellschraube 100 in der Kammer 68 ver stellbar angebracht, wobei diese Stellschraube 100 in das Gehäuse 64 eingeschraubt ist und durch eine Ge genmutter 102 in Stellung gehalten wird. Dieses sich auf die Verstellung beziehende Merkmal ist für die vor liegende Vorrichtung weder wesentlich noch erforder lich, insofern als eine Feder 104 vorgesehen werden kann, welche den erforderlichen Biegungsgrad hat und den Kammerabschnitt 68 ganz ausfüllt.
Die Feder oder das Vorspannglied 1004 steht mit einem Ende 106 mit der Federhalterung 98 in Anlage, während das ent gegengesetzte Ende 108 mit der Bodenwand 94 in An- Lage steht und den Oberflächenbereich 95 der Trägheits- masse 82 in Anschlag mit der Oberfläche 86 bringt.
Eine in Fig. 2 und 3 gezeigte kreisringförmige Aus- nehmung 110 ist am entgegengesetzten Ende 96 vor gesehen und unterbricht die Aussenoberfläche 112 der Trägheitsmasse 82, während sich eine Nockenfläche 114, die an der Aussenoberfläche 112 vorgesehen ist, von der Innenkante 116 der Ausnehmung <B>110</B> in Rich tung auf das Ende 92 erstreckt.
Die Trennwand 66 weist eine öffnung 118 auf, die einen Nockenstössel 120 ent hält, dessen eine Stirnoberfläche 122 sich durch das Loch erstreckt und mit der Nockenfläche 114 in Anlage kommt. Ein elektrischer Schalter 124 weist zwei ela stische Blattglieder 126 und 128 auf, die zumindest je eine Berührungsfläche <B>130</B> bzw. 132 aufweisen, die ent- gegegesetzt liegen. Eine Anzahl von Schraubbolzen 134 verbindet den Schalter 124 mit der Wand 66 und dient als Verankerung für die Blattglieder 126 und 128.
Eine Anzahl Isolierglieder und Abstandshalter ist zur elek trischen Isolierung der Blattglieder 126 und 128 von einander bzw. von der Wand 66 und den Schraubbolzen 134 vorgesehen. Das Blatt 128 weist einen Abschnitt 136 auf, der sich über den Kontaktpunkt 132 hinaus erstreckt und mit der anderen Stirnfläche<B>138</B> des Nok- kenstössels 128 in Kontakt steht.
Da der Nockenstössel 120 etwas länger ist als es zur normalen Kontakther stellung zwischen den entgegengesetzten Kontakten 130 und 132 bzw. zum Schliessen des Schalters erforderlich ist, befindet sich der elektrische Schalter 124 in der nor malerweise offenen Stellung (als Ruhekontakt), wenn die Oberfläche 122 des Nockenstössels 120 mit der Nocken fläche 114 in Anlage kommt.
Elektrische Drähte 58 und 140 erstrecken sich ab gedichtet durch entsprechende Öffnungen 142 und 144 in einer Seitenwand der Kammer 70. Ein Ende des Drahtes 140 ist mit einer elektrischen Stromquelle ver bunden (wie z. B. mit der Batterie 146 eines Fahrzeu ges), wobei sein entgegengesetztes Ende mit dem Blatt 126 des elektrischen Schalters verbunden ist, während der Draht 58 mit dem Blatt 128 des elektrischen Schal ters und sein entgegengesetztes Ende mit dem Draht schenkel 148 der Sprengladung 30 verbunden ist.
Die in Fig. 13 gezeigte Sprengladung weist zwei Drahtschenkel 148 und 150 auf, die durch eine Draht brücke 152 miteinander verbunden sind, die als elek trischer Widerstand für den durch sie strömenden elek trischen Strom zum Erhalt der erforderlichen Hitze in Abhängigkeit von einem vorbestimmten Strom zum Zünden des Zündgemisches 154 dient, welches dann die Zündladung 156 zündet und somit die Hauptspreng ladung<B>158</B> zur Explosion bringt.
Ein Metallmantel 160 umgibt teilweise die oben erwähnten Bestandteile zum Erhalt des Sprengladungskörpers 30, während ein Gummistöpsel<B>162</B> als Verschlussteil für das offene Ende 164 des Metallmantels 160 dient und zusätzlich die Drahtschenkel 148 und 150 stüzt und sie vom Me tallmantel<B>160</B> isoliert. Der Draht 56 verbindet elek trisch den Drahtschenkel 150 mit der Erde und stellt den elektrischen Stromkreis her. Beide elektrischen Drähte 56 und 58 sind gegen durch eine aussen befind liche Quelle - wie z. B. ein Radiosender - gebildete magnetische Felder abgeschirmt.
Diese Abschirmung gegen elektromagnetische Einflüsse dient zur Verhin derung einer vorzeitigen Detonation bzw. einer Im promptudetonation der Sprengladung 30.
Fig. 4-6 zeigen eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Eine Prallplatte 166 ist in der Beutelanordnung 10 auf herkömmliche Weise gegenüber den Auslassöffnungen 16 für das Strömungsmittel vor gesehen.
Sie dient einerseits zum Ablenken und Verteilen des durch die Öffnungen 16 strömenden Strömungsmit- telstromes und anderseits zum Auffangen, Schwächen und Dämpfen der Schallstosswellen oder einer durch die Explosion der Sprengladung 30 erzeugten Kräftean sammlung und somit zur Verhinderung des Zubruch- gehens des aufblasbaren Beutels 12. Die Sicherheits- beutelanordnung 10 mit dem aufblasbaren Beutel kann auf beliebige (nicht gezeigte) Art in einem Fahrzeug an geordnet werden.
Es wurde jedoch gefunden, dass es vorteilhaft ist, :eine längliche Ausnehmung im Armatu renbrett eines Fahrzeuges zur Aufnahme der Anordnung 10 vorzusehen. Fig. 10, 11 und 12 zeigen verschiedene Stellungen der Anordnung 10 innerhalb eines Personen kraftwagens. So kann z. B. eine Ausnehmung im Vor der- oder Hintersitz für die Sicherheitsbeutelanordnung vorgesehen werden.
Fig. 7, 8 und 9 zeigen eine andere Ausführungs form des Erfindungsgegenstandes mit einem Begren zungsglied 19 zwischen den in Abstand voneinander lie genden Wänden 22 und 24 zur Begrenzung einer Ver formung des Innenbehälters 18 nach aussen. Das Be grenzungsglied 19 dient zum Erhalt eines vorbestimmten Strömungsmittelweges zwischen der Aussenwand 22 und der Innenwand 24. Das Begrenzungsglied 19 nach Fig. 7 besteht vorzugsweise aus einem zwischen dem Innen behälter 18 und dem Aussenbehälter 14 angeordneten Zwischenbehälter. Auch eine Anzahl in Abstand von einander angeordneter Ringe, Bänder und dergleichen kann genauso wirkungsvoll eingesetzt werden.
Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform weist der Zwi schenbehälter oder Begrenzer 19 eine Anzahl fluchten der Öffnungen 21 auf, die gegenüber der Sollbruchstelle 26 in einem Winkel von etwa 180 in bezug auf die Öffnungen 16 im Aussenbehälter 14 angeordnet sind. Infolge dieser Winkelanordnung der Öffnungen 21 in bezug auf die Öffnungen 16 muss die Strömungsrichtung des vom Innenbehälter 18 strömenden Strömungsmittels umgekehrt werden, bevor es durch die Öffnungen 16 in das Innere des Sicherheitsbeutels 12 einströmt.
Die auf Trägheit ansprechende Vorrichtung 62 ist im Fahrzeug vor dem Insassenraum .angeordnet. Es ist einleuchtend, dass bei abrupter Geschwindigkeitsab nahme die aufgrund der mit einer bestimmten Geschwin digkeit erfolgenden Bewegung des Fahrzeuges in gerad liniger Bahn im Trägheitsgewicht 82 enthaltene poten tielle Energie in kinetische Energie umgewandelt und das Gewicht 82 den Widerstand der Feder 104 über windet und sich nach vorne bewegen wird, bis ein Be reich der Oberfläche 93 mit dem Anschlag 84 in Anlage kommt.
Während sich das Gewicht 82 in seiner Vorder stellung befindet, gibt die Stirnoberfläche 122 des Nok- kenstössels 120 die Kante 116 der Nockenfläche 114 vollständig frei. Danach drückt das elastische Blatt bei 136 den Nockenstössel 120 nach oben in die in Fig. 3 gezeigte kreisringförmige Ausnehmung 110 und verbin det gleichzeitig die Kontakte<B>130</B> und 132, um den normalerweise offenen Schalter 124 und somit den elek trischen Stromkreis zu schliessen, der die Batterie 146 mit der Sprengladung 30 verbindet.
Die kreisringför mige Ausnehmung 110 und der Nockenstössel 120 die nen zur Verhinderung einer plötzlichen Abprall- oder Rückwärtsbewegung des Gewichtes 82, nachdem es auf dem Anschlag 84 aufgeschlagen ist. Daher wird bei der erfindungsgemässen Vorrichtung eine Rückwärtsbewe- gung des Gewichtes 82 nach seiner Vorwärtsbewegung durch das Verblocken des Nockenstössels 120 in der Ausnehmung 110 unterbrochen. Dies geschieht, damit genügend elektrischer Strom im elektrischen Stromkreis zur zwangläufigen Explosion der Sprengladung 30 auf gebaut werden kann.
Die Nockenfläche 114 und/oder die Oberfläche 122 können abgeschrägt oder abgekantet sein (was in der Zeichnung nicht gezeigt ist). Dadurch wird das Gewicht 82 bei seiner Rückwärtsbewegung in folge der Reibungsverbindung zwischen den Oberflächen 114 und 122 vorübergehend verzögert oder gehemmt.
Dadurch verharrt der Schalter 124 lange genug in einer Schliessstellung, um die Sprengladung 30 zwangläufig zur Explosion zu bringen. Die Detonation der Spreng ladung 30 erzeugt Schallstosswellen und führt infolge dessen zum sofortigen Druckanstieg im Behälter 18, so dass der innere Behälter 18 entlang der sich in Längs richtung erstreckenden Sollbruchstelle 26 geöffnet und gleichzeitig der Innenbehälter 18 in Richtung auf den Aussenbehälter 14 nach aussen verformt wird.
Dann strömt Druckmittel aus dem Innenbehälter 18 in den Raum zwischen den Wänden 22 und 24 und dann durch die Öffnung 16 in das Innere des aufblasbaren Sicher heitsbeutels 12. Wird die Prallplatte 166 verwendet, dann beaufschlagt das die Öffnung 16 verlassende Strö mungsmittel die Prallplatte 166 und wird zumindest in einen anderen Strömungsweg im wesentlichen quer zum aus der Öffnung 16 strömenden Gas abgelenkt.
Aus der obigen Beschreibung erhellt ohne weiteres, dass ein verbesserter aufblasbarer Sicherheitsbeutel zur Verwendung für die Insassen eines Fahrzeuges geschaf fen wurde, wobei noch weitere Abwandlungen des hier offenbarten Erfindungsgegenstandes möglich sind.