Vorrichtung zuri Leimen und Trocknen von Zettelgarnen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Leimen und Trocknen einer zur Herstellung einer Stoffbahn genügenden Anzahl von Zettelgarnen aus Chemiefasern und zum Aufwickeln dieser Zettelgarne auf einen einzigen Weberbaum.
Bekannte Vorrichtungen zum Leimen und Trocknen von Zettel weisen eine Anzahl von Mängeln auf. So entstanden während des Leimens und Trocknens häufig Knäuel infolge der sich berührenden Garne. Es erfolgten auch oft Fadenbrüche oder es bildete sich Flaum, wenn die Garne nach dem Trocknen geteilt werden; oft trat unerwünschte Wärmehärtung der Garne oder Querver formungen der Garne infolge der Verwendung von Heizkörpern, beispielsweise Strahlern, Infrarotlampen oder erhitzten Zylindern zur Trocknung der geleimten Garne auf.
Aus diesen Gründen sind die bestehenden Vorrichtungen zum Leimen und Trocknen von Garnen, welche die oben erwähnten Trocknungsmittel verwenden ungeeignet zum gleichzeitigen Leimen und Trocknen einer grossen Zahl von lose verzwirnten oder ungez- wirnten Garnen aus Chemiefasern oder synthetischen Fasern oder von Garnen mit feinen Fasern mit niedriger Denierzahl.
Es ist das Ziel vorliegender Erfindung eine wirksame Vorrichtung zum Leimen und Trocknen von Zettelgar nen zu schaffen, welche die oben erwähnten Nachteile zu vermeiden gestattet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht von rechts der Vorrich- tung, Fig. 2 ist eine schematische Seitenansicht welche die Arbeitsweise der Vorrichtung veranschaulicht, Fig. 3 ist eine schematische Draufsicht zur Veran schaulichung der Arbeitsweise der Vorrichtung, Fig. 4 ist ein Längsschnitt in grösserem Masstab des Lufttrocknungsabschnittes der Vorrichtung, wobei der Schnitt durch die Längsmittellinie der Vorrichtung ge führt ist, Fig. 5 bis 8 sind Querschnitte nach Linien A-A, B-B,
C-C und D-D in Fig. 4, Fig. 9 ist ein Querschnitt nach Linie E-E in Fig. 5, Fig. 10 ist eine perspektivische Ansicht mit wegge brochenen Teilen eines Zwischenluftkanals, Fig. 11 und 12 sind perspektivische Ansichten einer Abzugsvorrichtung im Betriebszustand, bzw.
in geöffne tem Zustand, Fig. 13 ist ein Querschnitt in vergrössertem Masstab der Lager einer Führungswalze zur Aufteilung der Garne, Fig. 14 ist ein Querschnitt in grösserem Masstab einer Leimvorrichtung mit einer Sprühvorrichtung für das Leimmittel, Fig. 15 ist eine perspektivische Ansicht in vergrös- sertem Massstab eines Sprührohres für Leimlösung, Fig. 16 ist eine schematische Darstellung eines Antriebssystems und Fig. 17 und 18 zeigen einen Längsschnitt, bzw.
eine Draufsicht eines Lufttrockungsabschnittes an der Ober seite der Trockenkammer mit Mitteln zur Erzeugung von Heissluft. Wie Fig. 1 zeigt, weist die erfindungsgemässe Vor richtung zum Leimen und Trocknen von Zettel eine Lieferabteilung 1, eine Leimabteilung 2, eine Trocken abteilung 3 und eine Wickelabteilung 4 auf, die in Längsrichtung der ganzen Vorrichtung hintereinander geschaltet sind.
In der Lieferabteilung 1, die im Hinterteil der Vorrichtung angeordnet ist, befinden sich zwei Gruppen von je mehreren Lieferwerken 5 und 6, die so angeord net sind, dass die Lieferwerke 5 der einen Gruppe höher sind als die Lieferwerke 6 der anderen Gruppe, und dass abwechslungsweise höhere und niedrigere Lieferwerke angeordnet sind. Jedes Lieferwerk der beiden Gruppen dient zur Aufnahrize einer Wickelwelle a, in einem Lager 7 an seinem oberen Ende. Gemäss Fig. 1 umfasst die Gruppe höherer Lieferwerke 7 Lieferwerke der erwähn ten Art, während die andere Gruppe acht Lieferwerke aufweist.
Jedes der aus paarweise angeordneten Stützen bestehende Lieferwerk 5 und 6 ist mit einer Bandbremse 8 ausgerüstet, welche die Drehgeschwindigkeit der einge setzten Wickelwelle a überwacht.
Die Leimabteilung 2 umfasst einen geraden Kamm 9, eine Führungswalze 10, eine Tauchwalze 12, die teilweise in die in einem Leimbottich 11 enthaltende Leimlösung eintaucht, ein Sprührohr 14 für Leimlösung und eine Quetschwalze 13, welche Teile in der soeben erwähnten Reihenfolge von hinten nach vorne in der Vorrichtung angeordnet sind.
Die Trockenabteilung 3 weist eine Trockeneinheit 16 zur Lufttrocknung und ausserdem eine geheizte Walze 17 auf. Die Trockeneinheit 16 ist über einer im Boden gebildeten Ausnehmung 18 angeordnet. Sie weist ein Gerüst aus Stützen 19 aus Stahlprofilen, welche auf dem Boden der Ausnehmung 18 stehen und von Stegen 20 aus Winkeleisen, die ungefähr auf der Höhe des Bodens angeordnet sind, auf. Eine langgestreckte, kastenartige Trockenkammer 24, die aus Stallblech besteht, ist mit den erwähnten Stützen 19 verbunden und ruht auf den Stegen 20 mit welchen sie verbudnen ist.
Die Aussensei ten des Gestells sind mit einer Aussenverkleidung 21 aus Stahlblech und Glaswolle 22 versehen, wodurch eine wärmeisolierende Wandkonstruktion 23 auf fünf Seiten, nicht aber auf der Unterseite der Trockenkammer 24 gebildet ist. Zwei Heisslufterzeuger 25, die je eine Heizeinheit 27 mit einer Mehrzahl von Dampf-Heizroh- ren 28 (Fig. 8) aufweisen, sind in einem Luftkanal angeordnet. Es sind ausserdem Ventilatoren 26 symme trisch im vorderen und hinteren Teil der Ausnehmung 18 und unter der Trockenkammer 24 angeordnet.
Die Trockenkammer 24 und die wärmeisolierende Wand 23 sind an der Vorder- und Hinterseite mit einem Eintritts schlitz 29, bzw. einem Austrittsschlitz 30 versehen, durch welche die bandförmig zugeführten, bzw. abge führten Zettelgarne durchtreten können. Diese Eintritts und Austrittsschlitze liegen in Richtung der Breite der kastenartigen Teile und sind etwa auf halber Höhe der Trockenkammer angeordnet. An den Seitenwänden der erwähnten beiden Teile, nämlich der Trockenkammer und der wärmeisolierenden Wand, sind Eingänge 31 vorgesehen, durch welche eine Bedienungsperson in die Trockenkammer eintreten kann.
Diese Eingänge sind in den gegenüberliegenden Seitenwänden der beiden er wähnten Teile etwa in der Mitte der hinteren Hälfte und etwa in der Mitte der vorderen Hälfte der Seitenwände und einander gegenüberliegend angeordnet. Jeder Ein gang 31 ist mit zwei schwenkbaren Türen 32 versehen, die nach aussen geöffnet werden können und mit Glasfenstern 33 versehen sind. An beiden Seiten ist ferner eine Bedienungsöffnung 34 mit einer schwenkba ren Glastüre 35 in den beiden Endteilen der Seitenwände so angeordnet, dass sich je zwei Bedienungsöffnungen 34 der beiden Seitenwände direkt gegenüberliegen.
Die Trockenkammer 24 ist innen in den oberen und unteren Ecken an der Rückwand und der Vorderwand mit perforierten Trennplatten 40 versehen, von welchen jede eine Anzahl von Durchtrittsöffnungen aufweist und von welchen je zwei unter rechtem Winkel stehende Teile zwischen den Seitenwänden der Trockenkammer mit den die Kante bildenden Kammerwänden verbunden sind. Die Trennplatten 40 in der oberen und unteren Ecke der Rückwand begrenzen zwei Druckkammern 36 und 36' zum Ausgleich des Luftdruckes.
Die Kammern 36 und 36' haben rechteckigen Querschnitt und erstrek- ken sich von der einen Seitenwand der Trockenkammer zur anderen. Die Trennplatten 40 in der oberen und un teren Ecke der Vorderwand der Trockenkammer be grenzen in ähnlicher Weise wie die Trennplatte 40 am Hinterende zwei Unterdruckkammern 38 und 38'.
Vor den Druckkammern 36 und 36' am hinteren En de der Trockenkammer 24 sind Leitplatten mit Luftein- trittsöffnungen 42 und 42' vorgesehen. Die Leitplatten 42 stehen quer in der Trockenkammer 24 zwischen gegenüberliegenden Seitenwänden derselben und sind geneigt zwischen der Oberkante des Eintrittsschlitzes 29 und der Innenfläche der Ecke der Trockenkammer 24 angeordnet. Die Leitplatte 42 weist eine Anzahl von in einer Reihe angeordneten Führungsflügeln 44 auf, die parallel zueinanderstehend nach unten und vorne gerich tet sind und sich quer zur Trockenkammer 24 von einer Seitenwand derselben zur anderen erstrecken.
Auch die Leitplatte 42' erstreckt sich quer zur Trockenkammer 24 zwischen gegenüberliegenden Sei tenwänden derselben und ist ebenfalls von der Unterkan te des Eintrittsschlitzes 29 zum Boden der Trockenkam mer 24 geneigt. Die Leitplatte 42' ist ebenfalls mit einer Reihe von gleichmässig verteilten Leitflügeln 44 verse hen, die parallel zueinander stehen und aufwärts und nach vorne geneigt sind. Sie erstrecken sich ebenfalls quer zur Trockenkammer 24 von einer Seitenwand derselben zur andern. Die Leitplatte 42 und 42' bilden somit Lufteintrittskammern 37 und 37' von dreieckigem Querschnitt in welchen die Druckkammern 36 und 36' eingeschlossen sind.
In ähnlicher Weise sind Austritts- leitplatten oder Austrittsöffnungen 43 und 43' ausser- halb der Unterdruckkammern 38 und 38' angeordnet. Die Leitplatte 43 liegt zwischen der oberen Kante des Austrittsschlitzes 30 und der Innenfläche der Decke der Trockenkammer 24 und sie ist mit einer Reihe von gleichmässig verteilten Leitflügeln 44 versehen, die parallel stehen und rückwärts nach unten gerichtet sind. Die Leitplatte 43' liegt zwischen der Unterkante des Austrittsschlitzes 30 und dem Boden der Trockenkam mer 24 und weist eine Reihe von gleichmässig verteilten Leitflügeln 44 auf, die rückwärts aufwärts gerichtet sind.
Die Leitplatte 43 und 43' bilden Absaugkammern 39 und 39' von dreieckigem Querschnitt in welchen die Unterdruckkammern 38 und 38' eingeschlossen sind.
Entfernbare Zwischenluftkanäle 45 ragen von entge gengesetzten Seitenwänden in der Mitte der Trocken kammer 24 quer in dieselbe ein (Fig. 7). Zentrale Luftkanäle 58 und 58' mit trapezförmigem Querschnitt sind in Querrichtung der Trockenkammer an der Ober seite der Kammerdecke und an der Unterseite des Kammerbodens angeordnet.
Die oben erwähnten Zwi- schenluftkanäle 45 (Fig. 4), die mehr oder weniger flachen oder länglichen Querschnitt aufweisen und an den Enden abgeschlossen sind, sind durch eine mittlere Trennwand 52, die in ihrer Längsrichtung verläuft, in eine Lufteintrittskammer 47 und eine Luftaustrittskam- mer 50 unterteilt. Die Lufteintrittskammer 47 ist an der Vorderseite und die Luftabsaugkammer an der Hinter seite des Kanals 45 angeordnet.
Die Kammern 47 und 50 sind mit parallel zur mittleren Trennwand 52 stehen den Trennplatten 53 versehen, die eine Anzahl kleiner Druchtrittsöffnungen in der Nähe des inneren Endes des Zwischenluftkanals aufweisen, so dass im Hinterteil der Lufteintrittskammer 47 eine Druckkammer 46 zur Be stimmung des Luftdruckes und im Vorderteil der Luft austrittskammer 50 eine Saugkammer 49 zur Bestim mung des Luftdruckes gebildet ist.
An der vorderen und hinteren Aussenseite beider in der Trockenkammer liegender Teile der Zwischenluftkanäle 45 sind eine Mehrzahl von Lufteintrittsöffnungen 48 und eine Mehr zahl von Luftabsaugöffnungen 51 vorgesehen, wobei die erwähnten Wände des Zwischenluftkanals als Aussen wände der Lufteintrittskammer 47 und der Absaugkam- mer 50 dienen. An den Ober- und Unterseiten der Druckkammer 46 und der Saugkammer 49 sind Luft durchtrittsöffnungen 54 und 55, bzw. 56 und 57 vorgesehen.
Die an der Oberseite der Luftkanäle vorge sehenen Luftdruchtrittsöffnungen 54 und 56 sind kleiner ausgeführt als die an der Unterseite der Luftkanäle vorgesehenen Luftdurchtrittsöffnungen 55 und 57.
Zwei Kanäle78 sind an den beiden Aussenseiten der Isolierwand 23 in vertikaler Lage angeordnet. Jeder Kanal 78 ist mit einer mittleren Trennwand 80 versehen, durch welche der Kanal in einen Lufteintrittskanal 81 und einen Luftabsaugkanal 82 unterteilt wird.
Quer zum oberen Ende der beiden Kanäle 78 ist eine horizontale Schubaldenführung 79 vorgesehen, in wel cher der äussere Teil jedes Zwischenluftkanals 45 verschiebbar und herausziehbar gehalten ist, sodass die inneren Teile der Luftkanäle 45 durch je eine Isolier- wand und eine Seitenwand der Trockenkammer 24 in dieselbe einragen. Die oberen und unteren Luftdurch- trittsöffnungen 54 und 55 jedes Zwischenluftkanals 45 steht in Verbindung mit den oben erwähnten Luftein- trittskanälen 81,
wobei die Druckkammer 46 des Kanals 45 mit dem Lufteintrittskanal 81 in Verbindung steht. Desgleichen kommunizieren die oberen und unteren Luftdurchtrittsöffnungen 56 und 57 der Saugkammern 49 mit den oben erwähnten Absaugkanälen 82, sodass die Kammer 49 mit diesen Kanälen 81 in Verbindung steht.
Die mittleren Luftkanäle 58 und 58' weisen trapez- förmigen Querschnitt auf und sind über der Decke und unter dem Boden der Trockenkammer angeordnet. Sie sind mittels je einer senkrechten Trennwand 65, die sich quer zur Längsrichtung der Trockenkammer erstreckt, in Lufteintrittskammern 60 und 60', sowie Luftabsaugkam- mern 63 und 63' unterteilt.
Unter den geneigten Seiten wänden der trapezförmigen Querschnitte dieser Kanäle sind quer über die Trockenkammer verteilte Luftein- trittsöffnungen 61 und 61', sowie Luftabsaugöffnungen 64 und 64' vorgesehen. Perforierte Trennplatten 66 und 66' mit einer Anzahl von Schlitzen 67 sind senkrecht hinter den Lufteintrittsöffnungen 61 und 61', bzw. vor den Luftabsaugöffnungen 64 und 64' quer zur Trocken kammer angeordnet.
Im Hinterteil der Lufteinlasskam- mern 60 und 60' sind Druckkammern 59 und 59' vorgesehen, welche den Druck aufrechterhalten, und im Vorderteil der Luftaustrittskammern 63 und 63' sind Saugkammern 62 und 62' zur Regelung des Luftdruckes angeordnet.
Die seitlichen Stirnflächen an der Vordersei te der Druckkammern 59 und 59' der entsprechenden Lufteintrittskammern 60 und 60', die sich über die ganze Breite der Trockenkammer erstrecken und die seitlichen Stirnflächen an der Rückseite der Unterdruckkammern 62 und 62' der entsprechenden Luftabsaugkammern 63 und 63' sind mittels Planen 68 abgeschlossen. Die oberen und unteren Lufteintrittsöffnungen 61 und 61' sind mit gleichmässig verteilten Reihen paralleler Leitflügel 69 versehen, die abwärts und vorwärts, bzw. aufwärts und vorwärts gerichtet sind und sich über die ganze Breite der Trockenkammer erstrecken.
Die oberen und unteren Austrittsöffnungen 64 und 64' sind mit gleichmässig verteilten parallelen Leitflügeln 69 versehen, die abwärts und vorwärts, bzw. aufwärts und rückwärts geneigt sind, und sich über die ganze Breite der Trockenkammer erstrecken.
Die oberen Enden der Doppelkanäle 83, welche an den Seitenwänden der Trockenkammer aufwärts verlau fen und mit den oberen Enden der Doppelkanäle 78 beidseitig der Trockenkammern verbunden sind, stehen mit gegenüberliegenden Enden des oberen mittleren Luftkanals 58 in Verbindung. Doppelkanäle 84, die vom unteren Teil der zugeordneten Doppelkanäle 78 abzwei gen, stehen mit gegenüberliegenden Enden der unteren mittleren Luftkanäle 58' in Verbindung. Die Druckkam mern 59 und 59' und die Saugkammern 62 und 62' der zentralen Luftkanäle 58 und 58' stehen über dem Lufteintrittskanal und dem Luftaustrittskanal an der Vor- bzw.
Rückseite der Doppelkanäle 83 und 84 mit dem Lufteintrittskanal 81 und dem Luftaustrittskanal 82 der Doppelkanäle 78 in Verbindung.
An den unteren Enden der beiden Doppelkanäle 78, die beidseitig der Trockenkammer angeordnet sind, besteht eine Verbindung zwischen dem Lufteintrittskanal 74 (Fig. 4), die mit dem Ventilator 26 des Lufterhitzers imVorderteil auf derselben Seite und dem Luftansaugka- nal 74 (Fig. 4) der mit dem Lufterhitzer 24 im Hinterteil derselben Seite verbunden sind,
derart dass der Luftein- trittskanal 77 mit dem Lufteintrittskanal 81 des Doppel kanals 78 und der Luftaustrittskanal 74 mit dem Luftaustrittskanal 82 des Doppelkanals 78 in Verbin dung steht.
Die vorderen Enden der oberen und unteren Lufteintrittskanäle 73 und 73', die mit den hinteren Enden der Lufteintrittskanäle 72 verbunden sind, die ihrerseits mit den Ventilatoren 26 der Lufterhitzer an gegenüberliegenden Sziten in Verbindung stehen, sind mit den Wänden der oberen und unteren Ecken am hinteren Ende der Trockenkammer 24 verbunden, nach dem sie die wärmeisolierende Wand beidseitig durchsetzt haben, und treten durch die Luftdurchtrittsöffnungen 70 in den Ecken gegenüberliegender Seitenwände durch und sind mit den gegenüberliegenden Enden der oberen und unteren Druckkammern 36 und 36' am Hinterende der Druckkammer verbunden.
Die vorderen Enden der oberen und unteren Luftaustrittskanäle 86 und 86' die von den vorderen Enden der mit den zugeordneten Lufterhitzern 27 im Vorderteil der Trockenkammer in Verbindung stehenden Luftaustrittskanälen 85 verbun den sind, sind mit den gegenüberliegenden Wänden in den oberen und unteren Ecken im Vorderteil verbunden und sind durch die Luftdurchtrittsöffnungen 71 an diesen Ecken eingeführt und mit gegenüberliegenden En den der entsprechenden oberen und unteren Saugkam mern 38 und 38' am vorderen Ende der Trockenkammer verbunden.
Die Luftaustrittskanäle 74 und 85 sind mit Lufteinlässen 75 und 78 versehen, in welchen Drosseln 76 und 88 angeordnet sind.
In der hinteren Hälfte der Trockenkammer ragen Austrittskanäle 89 in den Mittelteil der Trockenkammer ein, und zwar von den vorderen Türen 32 der Bedie nungsöffnungen 31, die an gegenüberliegenden Seiten im Hinterteil der Trockenkammer vorgesehen sind und auf gleicher Höhe wie die Zwischenluftkanäle 45. Im Vor derteil der Trockenkammer sind über der Decke und unter dem Boden derselben Austrittskammer 103 und <B>105</B> (Fug. 2) vorgesehen, die sich quer zur Längsrichtung der Trockenkammer erstrecken. Austrittsöffnungen 104 und<B>1.06</B> sind im Bereiche der Austrittskammern 103 und 105 an der Oberseite bzw.
Unterseite derselben vorgesehen. welche auch durch die Decke und den Boden der Trockenkammer in die in den Ecken der Trockenkammer vorgesehenen Austrittskammern 39 und 39' übertreten. Die Austrittskanäle 89 sind an ihrem Vorderende geschlossen und weisen eine perforierte Trennplatte 90 auf, sodass eine Unterdruckkammer 91 an der Vorderseite und eine Austrittskammer 92 an der Rückseite entstehen (Fug. 4). An der Rückseite der Luftaustrittskammer ist eine Anzahl von Luftaustritts öffnungen 93 vorgesehen. Die obere Kante des Flan sches 94, welche die Basis des Kanals 39 umgibt, ist mittels Scharnieren 95 mit der Innenseite der Türe 32 verbunden.
Die Aussenseite des Flansches 94 liegt an der Innenseite der Türe 32 an, und bestimmt damit die horizontale Lage des Austrittskanals 89, wobei derselbe über die Öffnung 96 der Türe 32 mit dem unteren Ende des vertikalen, an der Aussenseite der Türe 32 ange brachten Austrittskanals 94 in Verbindung steht, (Fug. 11 und 12).
Die vertikalen Austrittskanäle 97 stehen bei ge schlossener Türe 32 in Verbindung mit der Öffnung 100 des oberen Austrittskanals 99, welcher quer über die Decke des Trockenraumes verläuft, indem die obere Öffnung 98 des Kanals 97 in die Öffnung 100 angelegt wird. Ein vertikaler Austrittskanal 101 mit einer Drossel 102 ist mit dem Mittelteil des oberen Austrittskanals 99 verbunden. Das obere Ende des Austrittskanals <B>101,</B> welcher durch die Isolierwand 23 nach oben ragt ist mit dem Hauptaustrittskanal 115 verbunden, welcher über der Decke angeordnet ist und mit einem Abzugsventila tor 116 verbunden ist, (Fug. 4).
Mit 130 ist eine Klinke für den Austrittskanal bezeichnet, welche Klinke drehbar an der Innenseite der Türe 32 angebracht ist. Im Mittelteil der oberen Austrittskammer 103 ist eine horizontale perforierte Platte 107 angeordnet. In der Mitte der Oberseite der oberen Austrittskammer 103 ist ein vertikaler Austrittskanal 108 mit einer Drossel 109 angeschlossen. Das vordere Ende des Austrittskanals 108, der nach oben durch die wärmeisolierende Wand 23 durchtritt, ist mit dem Hauptaustrittskanal 115 verbunden. Die untere Austrittsöffnung 106 ist mit einer perforierten Platte 110 versehen.
Die oberen Enden der beiden Austrittskanäle 111, die mit gegenüberliegenden Enden der unteren Austrittskammer 105 verbunden sind und vertikal an der Aussenseite der beiden Seitenwände aufsteigen (Fug. 5) sind mit dem oberen Austrittskanal 112 bei der oberen, über der Decke angeordneten Austrittskammer 103 liegenden Austrittskanal 112 ver bunden, (Fug. 2). Mit der Oberseite des oberen Austritts kanals 112 ist ein vertikaler Austrittskanal 113 mit einer Schikane 114 verbunden. Das vordere Ende des Aus trittskanals<B>113,</B> welcher nach oben durch die wärmeiso lierende Wand 23 durchtritt, ist mit dem Hauptaustritts kanal 115 verbunden.
Vor und hinter dem Zwischenluftkanal 45 im Mittel teil der Trockenkammer 94 sind in vertikaler Richtung Reihen von Führungsrollen 117 und 118 (Fug. 4) mit Teflonbelägen am Umfang vorgesehen, welche dazu dienen, die bahnartig durchlaufenden Zettel zu teilen.
Diese Führungsrollen liegen quer zur Trockenkammer 24 und sind mittels Lagern 119 und 120 an den gegenüberliegenden Seitenwänden der Trockenkammer 24 gelagert. Über dem Zwischenluftkanal 45 ist eine Anzahl von Führungsrollen 117 und 118 angeordnet, die der Zahl von Lieferwerken 5 entspricht, während unter dem Zwischenluftkanal 45 eine Zahl von Walzen 117 und 118 angeordnet ist, die der Anzahl von Lieferwer ken 6 entspricht.
Wie Fig. 13 zeigt, weisen die Lager 119 zur Lagerung des einen Endes eine Führungsrolle, ein zwei reihiges Kugellager 122 auf, dessen Innenkranz sich im zylindrischen Gehäuse 121 schwenken kann. Eine Druckfeder 125, die zwischen der Innenseite des Gehäu ses 121 und dem einen Kranz eines Radiallagers 124 wirkt übt einen Druck auf die frei drehbare Achse 123 aus, die im Innenkranz des Lagers 123 verschiebbar geführt ist. Das auf der anderen Seite angebrachte Lager 120 weist ein Kugellager 124 und ein Axiallager 128 in einem zylindrischen Gehäuse 126 auf, und eine drehbare Achse 129 ist mittels diesen Kugellagern 127 und 128 drehbar gelagert.
Die Führungsrollen 117 und 118 sind mit einem Ende lose in die Achse<B>123</B> und mit dem anderen Ende in die Achse 129 eingesetzt, sodass die Führungsrollen 117 und 118 dank der Feder 125 wegnehmbar zwischen den Achsen 123 und 129 gehal ten sind.
Die Wickelanlage 4 weist einen Kamm 131 auf, der ausserhalb des Austrittsschlitzes 30 der Trockenkammer angeordnet ist, und auf welchen in der hier erwähnten Reihenfolge eine Führungswalze 132, eine vertikal ver schiebbare Spannwalze 133, eine Führungswalze 134, eine in Längsrichtung der Vorrichtung verschiebbare Spannwalze 135, eine Hebewalze 136, eine teilweise in ein Wachsgefäss eintauchende Wachsauftragwalze 137, eine Nivellierwalze 138 und eine Mehrzahl von Teilstan gen 139.
Im Vorderteil sind ein vertikal schwenkbarer Expansionskamm 140, eine Führungswalze 141, eine Messwalze 142, eine Wickelwalze 143, eine Loswalze 144 und eine Spindel 145 zum Antrieb des Wickelbau mes c vorgesehen. Am Boden unter den Teilstäben 139 sind ein Gleichstrommotor 146 zum Antrieb der Spin del 145, ein Gleichstrommotor 147 zum Antrieb der Wachsauftragswalze 137 und der Nivellierwalze 138, ein heizbarer Zylinder 17 und eine Quetschwalze 13 vorge sehen.
Fig. 14 zeigt einen Längsschnitt in grösserem Mas- stab durch die Leimvorrichtung. Mit 9 ist ein Kamm und mit 10 eine Führungswalze bezeichnet. Mit 11 ist ein doppelwandiges Leimgefäss bezeichnet, sodass in den Hohlraum Dampf zum Heizen der Leimlösung eingelei tet werden kann. Mit 12 ist eine anhebbare Tauchwalze bezeichnet. 13 ist ein Quetschwalzenpaar mit einer unteren Quetschwalze 13a, die vom oben erwähnten Gleichstrommotor 147 angetrieben werden kann und einer oberen anhebbaren Quetschwalze 13b.
Mit 14 ist eine hinter der oberen Quetschwalze 13b angeordnete Sprühleitung für die Leimlösung bezeichnet. Wie Fig. 15 zeigt ist diese Sprühleitung mit einer Mehrzahl von Sprühdüsen 15 versehen. Das freie Ende dieser Leitung ist verschlossen und mit einem schwenkbaren Arm 150 verbunden, der schwenkbar in einem Halter 154 mon tiert ist, welcher mit der Rückseite des einen Lagerbocks 152 der oberen Quetschwalze 13b verbunden ist, wobei der Arm 150 mittels einer Fixierschraube 151 in der gewünschten Schwenklage arretiert werden kann. Mit dem anderen Ende der Leitung 14 ist ein Z-förmiger Rohrteil verbunden, der aus einem Winkelstück und einem geraden Rohrstück 148 besieht.
Ein dichtes Drehverbindungsstück 149 verbindet das Rohr 148 mit einer Zuleitung 163 für die Leimlösung. Diese Zuleitung 163 ist mit einem Halter 153 verbunden, welcher mit der Hinterseite des anderen Lagerbocks 152 der oberen Quetschwalze verbunden ist. Die Sprühleitung ist somit parallel zur Achse der oberen Quetschwalze 13b und um eine Achse, welche die gemeinsame Achse der erwähn ten Halter 150 und 154 bildet, schwenkbar. Während des Leimvorganges wird die Sprühleitung 14 so einge stellt, dass die Sprühdüsen 15 in geeignet geneigter Stellung gegenüber der Hinterseite der oberen Quetsch- walze 13b stehen.
Mit 155 ist ein Vorratsbehälter für Leimlösung bezeichnet, welcher hinter dem Leimgefäss angeordnet, und ähnlich wie dasselbe ausgebildet ist, sodass es mittels Dampf geheizt werden kann. In dieses Reservoir mündet das untere Ende der überlaufleitung <B>156,</B> die am hinteren oberen Rand des Leimgefässes 11 anschliesst. Mit 157 ist eine Pumpe bezeichnet, deren Saugleitung 158 mit der Unterseite des Reservoirs 55 in Verbindung steht, während der Druckstutzen 159 über ein Umstellventil 160 zur Hauptleitung 161 des Leimge- fässes 11 führt. Mit der Hauptzuleitung 161 ist über ein Umsteuerventil <B>162</B> auch die Zuleitung 163 zur Sprüh leitung 14 verbunden.
Fig. 16 ist eine schematische Darstellung des An triebssystems. Ein Gleichstrommotor 146 treibt über ein Reduktionsgetriebe 164 die Spindel 145 an. Die Haupt welle 165 die über ein Reduktionsgetriebe von einem Gleichstrommotor 147 angetrieben wird, ist mit einem weiteren Reduktionsgetriebe 166 gekuppelt, welches die Wickelwalze 143 antreibt. Die Hauptwelle 165 steht in Verbindung mit einem Übertragungsmechanismus 167 welche mit der Antriebsseite eines Geschwindigkeitsreg lers 168 verbunden ist, dessen Abtriebsseite über eine Welle 169 mit einem weiteren Geschwindigkeitsregler 170 im Hinterteil der Vorrichtung gekuppelt ist. Die Welle 169, ist ausserdem mit einem Reduktionsgetriebe 171 gekuppelt, über welches die Welle des heizbaren Zy linders 16 angetrieben wird.
Mit der Abtriebsseite des Reglers 170 ist ein Reduktionsgetriebe 172 gekuppelt, über welches die untere Quetschwalze 13a angetrieben wird. Die Zwischenwelle des Reduktionsgetriebes 171 ist mit einem Schneckengetriebe<B>172</B> gekuppelt, welches seinerseits mit einem Wechselradgetriebe 173 gekuppelt ist, über welches die Wachsauftragswalze 137 angetrie ben wird. Die Übertragungswelle 167 ist über ein Schneckengetriebe 174 der Nivellierwalze 138 gekup pelt. Die Wellen der beiden Gleichstrommotoren 146 und 1.47 sind mit Gleichstromgeneratoren 1.75 und 176 gleicher Ausführung gekuppelt.
Diese Gleichstromgene ratoren sind in nicht dargestellter Weise mit einer Steuerschaltung verbunden, welche auf Differenzen in den von den Generatoren 175 und 176 erzeugten Spannungen anspricht und entsprechend die Felderre gung des die Spindel 145 antreibenden Gleichstrommo tors 146 in der Weise regelt, dass die Drehzahl dieses Motors entsprechend der Zunahme der Dicke der auf den Wickelbaum c aufgewickelten Garnschicht herab setzt, sodass das Garn mit gleichmässiger Spannung auf diesen Baum aufgewickelt wird.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der dargestellten Vorrichtung erläutert.
Vorerst wird die nötige Anzahl von Wickelwellen a der zur Herstellung einer bestimmten Gewebebahn erfor derlichen Zahl von Zettelgarnen im Lieferwerk 1 in die Lager 7 am oberen Ende der Lieferwerke 5 und 6 eingesetzt, wie in Fig. 1 in strichpunktierten Linien angedeutet. Ausserdem wird ein geeigneter Wickelbaum c zwischen entgegengesetzte Teile der Spindel 45 in der Wickelvorrichtung eingesetzt. Die Zeichnung zeigt den Fall wo alle Lieferwerke mit Wickelwellen a besetzt sind.
Von den einzelnen Wickelwellen oder Spulen auf den Lieferwerken in der Lieferanlage 1 werden eine Anzahl von Garnen in Form einer Bahn abgezogen. Unter Bahn wird in der vorliegenden Anmeldung eine grosse Anzahl von Zettelgarnen verstanden, die in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind. Die abgezogenen Garnbahnen s werden durch die Leimvorrichtung 2, die Trockenvorrichtung 3 und die Wickelvorrichtung 4 nacheinander durchgezogen und die Anfänge der Garne werden am Weberbaum c befestigt. Wie Fig. 2 und 3 zeigen, werden die einzelnen Garnbahnen s, die von den Wickelbäumen a abgezogen werden, durch einen Kamm 9 geführt um die einzelnen Garne voneinander zu trennen, sodass sie einander nicht berühren. Dabei werden die einzelnen Garnbahnen s auf eine passende Breite gebracht.
Sodann werden die Garnbahnen s um die Führungswalze geführt, sodass die Garnbahnen s in Gruppen zusammengefasst und um die Unterseite der Eintauchrolle 12 geführt werden, welche zur Hälfte in der im Gefäss enthaltenen Leimlöaung b eintaucht. Sodann werden die Garnbahnen s zwischen der oberen und unteren Quetschwalze 13 durchgeführt und werden gemeinsam auf einem bestimmten Lösungsgehalt ausge quetscht. Die zwischen den Walzen 13 auftretenden Garnbahnen f treten sodann durch den Eintrittsschlitz 29 der Trockenkammer ein, wobei sie wieder die ursprüngliche Bahnform annehmen.
Die Garnbahnen s werden in der Trockenkammer 24 über die zugeordneten Führungsrollen 117 und 118 geführt, die in vertikalen Reihen im vorderen und hinteren Teil der Trockenkam mer 24 angeordnet sind und welche entsprechend ihrer vertikalen Anordnung die Garne in die vertikal überein anderliegenden Bahnen s aufteilen. Dabei werden die Garne in eine Gruppe oberer und eine Gruppe unterer Bahnen s aufgeteilt. Die Garnbahnen jeder Gruppe werden aufgeteilt und gespreizt, besonders wenn sie über und unter den Austrittskanälen 89 bzw. über und unter dem Zwischenluftkanal 45 der Trockenkammer durch laufen.
Nach dem Verlassen der Führungsrollen<B>118</B> im vorderen Teil der Trockenkammer werden alle Garnbah nen s wieder zusammengeführt und die zusammenge führten Garnbahnen gelangen durch den Austrittsschlitz 30 in den Kamm 131, der unmittelbar vor dem Austrittsschlitz der Trockenkammer 24 angeordnet ist um die Garne in einer Bahn zu ordnen. Sodann werden die Garnbahnen s um die Führungswalze 132 geführt und zusammengefasst in eine Gruppe um die vertikal verschiebbare Spannwalze 133 geführt. Sodann laufen die Garnbahnen über die Führungswalze 134, die Walze 136 und schliesslich über die Wachsauftragwalze 137.
Wird eine raschere Trocknung der Garne angestrebt, so können die Garnbahnen s nach Verlassen der Walze 132 über die geheizte Walze 17 geführt werden und gelangen dann über die horizontal verschiebbare Spannwalze 135 zur Wachsauftragwalze 137. Die Garnbahnen s werden dann oben über die Walze 137 und unten über die Nivellierwalze 138 geführt. Die hierbei zu einer einzigen Gruppe oder Bahn zusammengefassten Garne werden sodann mittels der Trennstangen 139 in einzelne Garn bahnen s aufgeteilt.
Hierauf werden die einzelnen Garn bahnen s durch den Kamm 140 und nach Anpassung der Breite der Garnbahnen an die Breite des Weberbaumes c werden die Garnbahnen über die Führungswalze 141, einer Messwalze 142, eine Wickelwalze 143 und die Walze 144 geführt, und werden schliesslich auf den Weberbaum c aufgewickelt, nachdem alle Garnbahnen s zu einer Gruppe zusammengefasst worden sind. Die einzelnen Wickelwellen a werden mittels der Bandbrem sen 8 gebremst, sodass die Drehung aller Wickelwellen a richtig überwacht wird.
Nachdem die Garne in der beschriebenen Weise durch die verschiedenen Teile der Vorrichtung eingezo gen sind, werden die Lufterhitzer im Vorder- und Hinterteil der Trockenanlage eingeschaltet, wobei die Drosselklappen 76 und 88 in den Lufteintrittskanälen, sowie die Drosselklappen 102, 109 und 114 in den verschiedenen Luftaustrittskanälen angemessen geöffnet werden. Sodann wird der Absaugventilator 116 in Betrieb gesetzt. Die Gleichstrommotoren 146 und 147 werden gleichzeitig eingeschaltet um die Spindel 145 und damit den Weberbaum c, die Wickelwalze 142, den beheizten Zylinder 17 und die Quetschwalzen 13 anzu treiben.
Die Garnbahnen s, die aus einer Anzahl von angemessen gespannten Garnen bestehen, werden nun von den einzelnen Wickelwellen a abgezogen und die abgezogenen Garnbahnen werden durch den Kamm 9 durchgezogen, wobei die einzelnen Garne getrennt wer den, sodass sie einander nicht berühren und die Breite der einzelnen Garnbahnen wird bestimmt,. Nachdem sie über die Führungswalze 10 gelaufen sind, werden die einzelnen Garnbahnen s in eine einzige Gruppe zusam- mengefasst und in das Gefäss 11 um die Tauchwalze 12 gezogen, sodass die Garne durch die in diesem Gefäss enthaltene Leimlösung gezogen und mit derselben be schichtet werden.
Diese Leimlösung wird dann auf ein passendes Mass ausgequetscht, wenn die Garne zwischen den Quetschwalzen 13 durchlaufen, worauf die Garne sogleich wieder in einzelne Garnbahnen s, entsprechend den Wickelwellen von welchen sie stammen, aufgeteilt werden. Wie Fig. 2 zeigt, werden die einzelnen Garnbah nen s beim Weiterlaufen gespreizt und gelangen auf verschiedene vertikal abgestufte Niveaus. Die Garnbah nen laufen sodann durch den Eintrittsschlitz 29 der Trockenkammer 24 in dieselbe hinein. Nach dem Durchlauf durch die Führungsrollen 117 und 118 im Hinter- und Vorderteil der Trockenkammer laufen die Garnbahnen wieder aufeinander zu und durch den Austrittsschlitz 30 der Trockenkammer 24 in den Kamm 131.
Die Garnbahnen s werden hierbei in der Trocken kammer in eine untere und obere Gruppe aufgeteilt. Diese beiden Gruppen laufen durch die Trockenkammer und schliessen zwischen sich den Austrittskanal 89 und den Zwischenluftkanal 45 ein, wobei die einzelnen Garnbahnen in den beiden Gruppen voneinander ge trennt sind. Auch die einzelnen Garne werden durch die am Eingang und Ausgang der Trockenkammer angeord neten Kämme 9 und 131 voneinander getrennt, sodass sie ohne gegenseitige Berührung durch die Trockenkam mer durchlaufen.
Wenn die beiden erwähnten Gruppen von Garnbah nen s durch die Trockenkammer 24 laufen, wird die in der oben erwähnten Weise erzeugte Warmluft durch die Eintrittskanäle 72, die oberen und unteren Eintrittskanä le 73 und 73' zugeführt, und treten in die Druckkam mern 36 und<B>36</B> ' in der oberen und unteren Ecke des Hinterteils der Trockenkammer ein, und wird gleichmäs- sig den Kammern 37 und 37' zugeführt.
Die erhitzten Luftströme gelangen dann durch die Leitplatte 44 mit den Leitflügeln 42 und 42' in die Trockenkammer. Die erhitzte Trockenluft wird somit unter gleichmässigem Druck durch die Öffnungen zwischen den Leitflügeln 44 aus den oberen Öffnungen 42 abwärts und vorwärts in geneigter Richtung und von den Öffnungen der unteren Leitplatte 44 nach oben und vorwärts in geneigter Richtung in die Trockenkammer eingeleitet.
Sie strömen somit von oben und unten in die durch den Eintritts schlitz 29 eintretenden Garnbahnen und strömen durch den Hinterteil der Trockenkammer 24 in welcher sie sich ausbreiten.
Die Warmluft gelangt auch durch die Kanäle 81 der Doppelkanäle 77, 78 an beiden Seiten der Trockenkam mer 24 und sodann durch die Druckkammern 46 in den Lufteintrittskammern vor den Zwischenluftkanälen 45 und durch die Kanäle 83 und 84 von wo sie in die Druckkammern 59 und 59' der Lufteintrittskammern vor den oberen und unteren mittleren Luftkanälen 58 und 58' gelangen.
Von hier gelangen sie durch die Öffnungen in den Trennplatten 66 in die Vorderteile der Lufteintrittskammern 60 und 60' und werden als Luft ströme gleichmässigen Druckes durch die Räume zwi schen den beiden Gruppen von nach unten und vor wärts, bzw. oben und vorwärts gerichteten Platten 69 der Austrittsöffnungen 61 und 61' an der Ecke und am Boden der Trockenkammer durchgeleitet, während ein Teil der Warmluft unter gleichmässigem Druck nach oben, vorne und unten durch die Eintrittsöffnungen 48 im Vorderteil der Zwischenluftkanäle 45 austritt.
Die Warmluft gelangt somit zu den oberen und unteren Gruppen von Garnbahnen, wenn dieselben durch den Mittelteil der Trockenkammer laufen, und zwar von der Mitte von oben und von unten.
Ein Teil der Warmluft tritt bei den unteren und oberen Eintrittskammern 37 und 37' in den Hinterteil der Trockenkammer ein und durchdringt die Gruppen von Garnbahnen, wie in Fig. 2 durch Pfeile angedeutet ist. Ein weiterer Teil der Warmluft strömt längs der Garnbahnen nach vorne und zwar infolge der Saugwir kung des Hinterteils der Saugkammer 50 des Zwischen luftkanals und infolge der Saugwirkung des Hinterteils der Saugkammern 63 und 63' der oberen und unteren mittleren Luftkanäle, wobei die Saugwirkung gegenüber der Saugwirkung in den Kammern 49,
62 und 62' der Zwischenluftkanäle und mittleren Luftkanälen infolge der perforierten Trennplatten 53 und 66 angemessen reduziert ist, wobei die Saugwirkung durch Verbindung der Kammern 49, 62 und 62' mit der Saugseite der Warmlufterzeuger im Hinterteil der Trockenvorrichtung erzeugt wird.
Auch die Warmluftströme aus der Eintrittskammer 47 an der Vorderseite des Zwischenluftkanals und von den Eintrittskammern 60 und 60' vor den oberen und unteren mittleren Luftkanälen durchdringen die Grup pen von Garnbahnen wie in Fig. 2 durch Peile angedeu tet ist. Diese Luftströme werden abgesaugt durch die oberen und unteren Saugkammern 39 und 39' am vorderen Ende der Trockenkammer, durch die Trenn kammern 40 und 40' und die Unterdruckkammern 38 und 38' in den oberen und unteren Absaugkammern, die mit der Saugseite der Warmlufterzeuger im Vorderteil der Vorrichtung in Verbindung stehen.
Die soeben erwähnte Warmluftströmung fliesst somit vorwärts ent lang den einzelnen Gruppen von Garnbahnen. Die aufgeteilten, geleiteten Gruppen von Garnen, welche durch die Trockenkammer durchlaufen, werden somit durch die gegen die Garne gerichteten Warmluftströme erwärmt und getrocknet.
Ein Teil der Warmluftströme, welche von den oberen und unteren Eintrittskammern 37 und 37' im Hinterteil der Trockenkammer eingetreten sind und welche infolge der Aufnahme verdunsteter Feuchtigkeit aus den Garnen abgekühlt und vollständig mit Feuchtigkeit gesättigt sind, werden durch die Aus trittsöffnungen 93 an der Rückseite des Austrittskanals 89 in die Saugkammer 92 und die Unterdruckkammer 91 abgezogen und durch den vertikalen Austrittskanal 97, den oberen Austrittskanal 99, den vertikalen Aus trittskanal 101 und den Hauptaustrittskanal 115 mittels des Absaugventilators 116 aus der Vorrichtung wegge leitet.
Der Hauptanteil der Warmluft wird jedoch durch die oberen und unteren Luftaustrittsöffnungen 64 und 64' mit den abwärts und rückwärts, bzw. aufwärts und rückwärts gestellten Leitflügeln 69 an der Rückseite des oberen und unteren mittleren Luftkanals 58, sowie durch die Austrittsöffnungen 51 an der Rückseite der Zwischenluftkanäle 45 in die Saugkammern 63, 63' und 50, in die Unterdruckkammern 62, 62' und 49 der Kanäle 58, 58' und 45 abgezogen und gelangen dann durch die Kanäle 83 und 84 der Leitung 82 und den Saugkanal 74 zur Saugseite der hinteren Warmlufterzeu- ger 25.
Wenn diese feuchte warme Luft durch die Saugleitung 74 fliesst, wird ihr eine gleiche Menge Frischluft zugeführt, wie durch den Abzugsventilator 116 aus der Vorrichtung weggeleitet wird. Die Frischluft wird durch den Eingang 75 in die Saugleitung 74 eingeführt und dort mit der warmen Luft vermischt, um ihren Feuchtigkeitsgehalt zu reduzieren. Diese warme feuchte Luft wird im Lufterhitzer 25 aufgewärmt und die erwärmte Warmluft wird durch die Eintrittsleitung 72 bei den Eintrittskammern 37 und 37' zugeführt, um in die Trockenkammer 24 zur Erwärmung und Trock nung der durch diese Kammern 37 und 37' geführt, um in die Trockenkammer 24 zur Erwärmung und Trock nung der durch diese Kammer durchgeführten Wärme eingeleitet zu werden, wobei die Luft gemäss vorstehen dem durch den Trockenteil der Kammer 24 zirkuliert.
Der Warmluftstrom welcher bei den Eintrittskam mern 60 und 60' der oberen und unteren mittleren Luftkanäle und aus der Eintrittskammer 47 des Zwi- schenluftkanals austritt wird nach Erwärmung und Trocknung der Garne und nach Aufnahme der verdun steten Feuchtigkeit durch die Öffnungen zwischen den Leitflügeln der Platten 44 der oberen und unteren Saugkammern 43 und 43' am vorderen Ende der Trockenkammer in die Saugkammern 39 und 39' abge saugt.
Ein Teil der in die Kammern 39 und 39' eintretenden Luft wird dann durch die oberen und unteren Austrittsöffnungen 104 und 106 in die Austritts kammern 103 und 105 und durch die vertikalen Aus trittskanäle 108, 111 und 112 und 113 (Fig. 5) in den Hauptaustrittskanal 115 und von dort durch den Ab saugventilator 116 in 's Freie abgesaugt. Der Hauptanteil der Luft wird jedoch durch die Saugkammern 39 und 39', die Unterdurckkammern 38 und 38', die oberen und unteren Kanäle 86 und 86' und den Kanal 85 den vorderen Lufterhitzern zugeführt.
Gleichzeitig wird in die Saugleitung 85 durch den Einlass 87 eine der aus den Kammern 39 und 39' mittels des Ventilators 116 in 's Freie abgeführten Luftmenge entsprechende Frischluft menge eingeführt und wird im Kanal 85 mit der feuchten warmen Luft durchmischt. Nachdem dieses Luftgemisch im Lufterhitzer 25 erwärmt worden ist, wird es wieder durch den Vorderteil der Trockenkammer durchgelei tet.
Die in der beschriebenen Weise geleiteten und getrockneten Garnbahnen s laufen durch den Austritts schlitz 30 der Trockenkammer durch den Kamm 131 und über die Führungswalze 132, sodass sie zu einer einzigen Garngruppe zusammengefasst werden, und die so zusammengefassten Garne werden dann unter der vertikal verschiebbaren Spannwalze 133 und über die Führungswalze 134 geführt, worauf sie über die Wachs auftragswalze<B>137</B> laufen und mit Wachs versehen werden. Sie laufen dann unter der Nivellier- oder Ausgleichwalze 138 durch, welche der gleichmässigen Verteilung des aufgetragenen Wachses am Umfang der einzelnen Garne dient.
Durch die einzelnen Teilstäbe 139 werden sodann die Garne wieder in einzelne Garnbahnen unterteilt, deren Breite durch den Kamm 140 der Gesamtbreite des Weberaumes c angepasst wird, und über die Führungswalze 141, die Messwalze 142, die Wickelwalze 143 und die Walze 144 werden die Garn bahnen s auf den Weberbaum c aufgewickelt.
Zur Erhöhung der Leistung der Vorrichtung kann die Durchlaufgeschwindigkeit der Garne soweit erhöht werden, dass die Garne in der Trockenkammer 24 noch genügend getrocknet werden um nachträglich nicht zusammenzukleben wenn sie in gegenseitige Berührung gelangen und dass ihr Querschnitt nicht verändert wird wenn sie um die erhitzte Walze 10 geführt werden. In diesem Falle werden die aus der Trockenkammer 24 austretenden Garnbahnen s nachdem sie über die Führungswalze 139 gelaufen sind, gemeinsam um die mittels Dampf erhitzte Walze 17 geführt, wodurch sie vollständig getrocknet werden. Die in dieser Weise vollständig getrockneten Garne laufen dann über die horizontal verschiebbare Zugwalze 135 und gleiten hier auf über die Wachsauftragswalze 137.
Die so behandel ten Garne werden nachher in der beschriebenen Weise auf den Weberbaum c aufgewickelt.
Während des Leimvorganges ist die Pumpe 157 der Leimvorrichtung dauernd eingeschaltet, wobei die Venti le 160 und 162 so gestellt sind, dass die Zuleitungen 161 und 163 mit der Druckseite der Pumpe verbunden sind. Dadurch wird die Leimlösung ständig aus dem Reservoir 155 durch die Saugleitung 158, die Pumpe 157, den Druckstutzen<B>159,</B> das Ventil 160, das Ventil 162, die Zuleitung 161, die Leitung 163 und die gebogene Leitung 148 ständig zugeführt, wobei die Leimlösung ständig gegen die Rückseite der oberen Quetschwalze 13B gesprüht wird, sodass ständig Leimlösung dem Spalt zwischen den beiden Quetschwalzen zugeführt wird.
Dadurch wird ein vorzeitiges Trocknen der an den Garnen anhaftenden Leimlösung vor Erreichen der Quetschstelle zwischen den Walzen 13 beim Abstellen der Vorrichtung infolge Fadenbruches oder beim Erset zen des vorgewickelten Weberbaumes c verhindert. Ebenso wird die Flaumbildung am Garn verhindert, welche bewirkt werden könnte, wenn infolge vorzeitigen Eintrocknens der Leimlösung aneinander haftende Gar ne beim Aufteilen derselben in einzelne Garnbahnen s nach dem Durchlauf zwischen den Quetschwalzen 13 ge trennt werden.
Bei Betriebsunterbrüchen wird die Hebe walze 136 in der Wickelvorrichtung angehoben um die Garne von der Oberseite der Wachsauftragswalze 137 abzuheben und damit einen übermässigen Wachsauftrag an einer Stelle der Garne zu verhindern.
Beim erstmaligen Einziehen von Garnbahnen s von den Wickelwellen durch die Trockenkammer 24, werden die in dieser Kammer befindlichen Hindernisse entfernt, indem die Türen 32 geöffnet werden und damit der damit schwenkbare verbundene Austritskanal 89 aus der Trockenkammer zurückgezogen und in die in Fig. 12 in strichpunktierten Linien angedeutete aufrechte Lage geschwenkt und in derselben mittels der Klinke 130 gesichert wird. Ausserdem wird der Zwischenluftkanal 45 aus der Trockenkammer zurückgezogen um zu einem inneren,
in der Trockenkammer 24 liegenden Teil aus derselben zu entfernen. Sodann werden die Führungsrol len 117 und 118 ausgebaut indem sie zusam_nen mit der losen Achse 121 entgegen dem Druck der Feder 125 verschoben und aus dem Lager 120 herausgeschoben, dann in die in Fig. 13 in strichpunktierten Linien dargestellte Lage verschwenkt und schliesslich nach links aus den losen Achsen 123 der Lager 119 ausgefahren werden. Die Garnbahnen werden sodann in die Trocken kammer 24 eingezogen.
Hierauf werden die Führungs rollen 117 und 118 zwischen die Garnbahnen s eingesetzt und während somit die einzelnen Garnbahnen voneinan der getrennt bleiben, werden die Rollen 117 und 118 in die zugehörigen Lager 119 und 120 eingesetzt. Nachdem die verschiedenen Garnbahnen gespannt worden sind, wird der Zwischenluftkanal 45 welcher aus der Trocken kammer 24 zurückgezogen worden war, wieder in diesel be eingeschoben, wobei er zwischen die oberen und die unteren Gruppen von Garnbahnen s eindringt. Der Austrittskanal 89 welcher in aufrechte Stellung gehoben worden war, wird von der Klinke 130 gelöst und nach unten geschwenkt.
Hierauf wird die Türe 32 geschlossen, sodass der Austrittskanal 89 in den Raum zwischen den oberen und unteren Gruppen von Garnbahnen s einge schwenkt wird. Damit sind die Vorbereitungen in der Trockenkammer 24 beendet.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein einzi ger heizbarer Zylinder 17 vor der Trockenkammer 24 angeordnet. Es können jedoch je nach Bedarf mehrere heizbare Zylinder 17 vorgesehen werden oder der Zylinder 17 kann weggelassen werden.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind vor und hinter dem Zwischenluftkanal 45 in der Trockenkammer 24 Distanz- und Führungsrollen 117 und 118 vorgese hen. Es könnte jedoch auch nur eine vertikale Reihe von Führungsrollen entweder vor oder nach dem Zwischen luftkanal 45 vorgesehen sein. Ferner sind beim darge stellten Ausführungsbeispiel gleichviel Führungsrollen vorgesehen wie Lieferwerke. Es könnten jedoch auch mehr Führungsrollen vorgesehen sein als Lieferwerke. Sind beispielsweise 15 Lieferwerke, d. h. eine ungerade Zahl von Lieferwerken vorgesehen, können eine oder mehrere vertikale Reihen von 16 Führungsrollen vorge sehen werden.
Beträgt in diesem Falle die Anzahl erforderlicher Wickelwellen a zur Erzielung der nötigen Anzahl Zettelgarne zur Herstellung eines bestimmten Stoffes etwa die Hälfte der vorhandenen Lieferwerke, oder mit anderen Worten, wenn die Zahl der Wickelwel len 8 oder weniger beträgt, so kann jede von diesen Wickelwellen abgezogene Garnbahn s in zwei Teile geteilt werden, sodass jede Garnbahn auf zwei Führungs rollen verteilt werden kann. Es ist damit eine intensivere oder raschere Trocknung der Garnbahnen möglich, weil dieselben im Trockenraum weniger dicht verteilt ange ordnet sind als wenn die Anzahl von Führungsrollen kleiner oder gleich ist der Anzahl von besetzten Liefer werken.
Die Lufterhitzer 25 können auf der Decke der Trockenkammer 24 angeordnet werden wie Fig. 17 und 18 zeigen. Ebenso können die oberen und unteren mittleren Luftkanäle 58 und 58' unter der Decke, bzw. über dem Boden der Trockenhammer verlaufen. In der beschriebenen Vorrichtung werden Mlickelwellen mit der erforderlichen Zahl von Zettelgarnen im Lieferwerk eingesetzt. Die von diesen Wickelwellen abgezogenen Garne werden durch die Leimvorrichtung durchgezogen, worauf die geleimten Garne in der Trockenkanmier getrocknet werden, indem sie in einzelne Garnbahnen getrennt und in ziemlich grossen gegenseifigen Abstän den durchgeführt werden.
Die Garne weisen somit während des Leimens und Trocknens ziemlich grosse Abstände voneinander auf. Die gegenseitige Berührung von Garnen, und damit die Knotenbildung die Flaum- bildung und Garnbrüche werden wirksam verhindert. Da die Garne in verhältnismässig grossem gegenseitigem Abstand in Warmluft getrocknet werden, ist eine sehr intensive Trocknung möglich wodurch ungleichmässige Trocknung der Garne vermieden wird.
Ebenso kann eine unerwünschte Wärmehärtung der Garne infolge un- gleichmässiger Erhitzung der Garnaussenseite vermieden werden. Da die Garne in leicht deformierbarem Zustand geleimt und getrocknet werden, ist es wesentlich, dass sie mit keinen erhitzten Teilen in Berührung gelangen welche eine Verformung des Garnquerschnitts verursa chen könnte. Die beschriebene Vorrichtung gestattet daher die Herstellung hervorragender geleimter und getrockneter Garne mit rundem Querschnitt, die Gewebe von befriedigendem Griff ergeben.
Da im vorderen und hinteren Teil der Trockenkam mer zur Trocknung der durch dieselbe durchlaufenden Garne unabhängige Warmluftzirkulationen herrschen, deren Temperatur individuell geregelt werden kann, können diese Temperaturen entsprechend dem Feuchtig keitsgrad der Garne im vorderen und hinteren Teil der Troci@enlzammer eingestellt werden, sodass mit Trok- kungsluft niedriger Temperatur gearbeitet werden kann als in einer Trockungsvorrichtung mit nur einer Warm luftzirkulation.
Es ergibt sich daraus dass unerwünschte Wärmehärtung der Garne infolge zu hoher Lufttempera tur vermieden werden kann. Es ist somit eine Behand lung bei hoher Qualität und trotzdem mit hohem Wirkungsgrad möglich. Es ist ferner möglich, alle zur Herstellung eines Gewebes erforderlichen Zettelgarne gleichzeitig zu leimen und zu trocknen und dann auf einen Weberbaum aufzuwickeln. Es entstehen daher keine ungleichmässigen Spannungen, in den der Lei- mung und Trockung unterworfenen Garnen, was wieder um einen guten Weberbaum ergibt.
Abgesehen von den oben erwähnten Vorteilen eignet sich die beschriebene Vorrichtung zur Behandlung ver schiedenartiger Garne, insbesondere einer grossen Zahl verschiedenartiger Garne aus langen Chemiefasern, lose gezwirnten snythetischen Garnen, ungezwirnten syntheti schen Garnen und Garnen mit sehr niedrigem Denier, die vor unerwünschter Wärmehärtung infolge der Be handlung mit zu hoher Temperatur und vor Flaumbil dung, welche Nachteile bei bekannten Vorrichtungen aufgetreten sind, geschützt werden sollten.