Baukonstruktion, Verfahren zur Herstellung derselben, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und eine Verwendung der Baukonstruktion Die vorliegende Erfindung betrifft eine Baukon struktion, ein Verfahren zur Herstellung derselben, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und eine Verwendung der Baukonstruktion.
Die Erfindung betrifft eine Baukonstruktion, aufge baut aus einer Anzahl aus wärmedämmendem Isolier material bestehender, strukturell schwacher Bauelemen- ta, wobei jedes Bauelement Endflächen besitzt, die so ausgebildet sind, dass jeweils zwischen zwei stossförmig aneinandergrenzenden Bauelementen Kanäle vorliegen, die mit zu einem im Vergleich zu den Bauelementen starken strukturellen Skelett erstarrter Kittmasse, z. B. Mörtel, Beton, Kunststoff oder dgl., gefüllt sind, wo durch die Bauelemente verstärkt und abgestützt sind.
Es gibt heutzutage Isolierstoffe zur Herstellung der besagten Bauelemente, die sich durch besondere Wirt schaftlichkeit, Leichtigkeit und ausgezeichnete Isolier- eigenschaften auszeichnen und die man, falls erwünscht, sogar auf der Baustelle herstellen kann. Diese Isolier stoffe haben j--doch keine sehr hohe Zugfestigkeit, und beim Einführen der flüssigen bzw. plastischen Kitt masse, insbesondere betonartiger Massen, genügt unter Umständen bereits der hydrostatische Druck, die zu füllenden Kanäle zum Bersten zu bringen.
Dieser Nach teil wird noch dadurch vergrössert, dass man zum Ein führen der Kittmasse vorzugsweise unter verhältnismäs- sig hohem Druck arbeitende Pumpen verwendet. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass das genaue Zu sammensetzen der Bauelemente zeitraubend ist und verhältnismässig viel Geschick erfordert.
Die vorliegende Erfindung setzt sich nun zum Ziel, diesen Nachteilen zu begegnen. Dabei soll gleichzeitig die Errichtung von Baukonstruktionen möglich werden, die qualitätsmässig, z. B. was Aussehen und Dauerhaf tigkeit betrifft, möglichst weitgehend den herkömmli chen Baukonstruktionen entsprechen und dadurch die im allgemeinen dem Fertigbau anhaftenden üblichen Nachteile vermeiden sollen. Als weitere Vorteile sollen sich besonders gute Wärme- und Schalldämmung er geben sowie schnelle und einfache Errichtung, weit gehend unter Verwendung ungelernter Arbeitskräfte. Durch die verschiedensten, ebenfalls in den Rahmen der Erfindung fallenden Weiterbildungen soll sich teilweise die Abarbeitung z.
B. durch Verputzen, ganz vermeiden lassen und das Auftragen von Verputz erheblich er leichtert und ein Verbund mit dem Verputz geschaffen werden, der dem vieler herkömmlicher Fertigbauten überlegen ist.
Die erfindungsgemässe Baukonstruktion ist dadurch gekennzeichnet, dass Endflächen aneinandergrenzender Bauelemente durch ein Paar länglicher Rahmenelemen te, die untereinander durch Verbindungselemente ver bunden sind, lokalisiert sind, die sich mit aneinander grenzenden Flächen der Bauelemente in Eingriff be finden, und dass die senkrechten Fugen zwischen anein- andergrenzenden Bauelementen mit Kittmasse gefüllt und abgedichtet sind und nach aussen hin mittels der Rahmenelemente abgedeckt sind.
Als Kittmasse findet vorzugsweise armierter Beton Verwendung, oder aber eine andere Kittmasse, wie Leichtbeton, unarmierter Beton, Gemische von Binde mitteln und Erde oder andere Kittmassen, die zu einer zusammenhängenden Struktur erhärten und im erhär teten Zustand ein Skelett bilden, das stärker ist als die Bauelemente selbst.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Kon struktion nimmt das Skelett im Längsschnitt parallel zur Aussenfläche gesehen nur einen kleinen Bruchteil, z. B. weniger als 1/s der Gesamtoberfläche ein. Daraus ergibt sich eine leichtere Konstruktion, eine Einsparung der schwereren und gegebenenfalls teureren Baustoffe und vor allem eine bessere Schall- und Wärmedämmung.
Gemäss einer besonders vorteilhaften Weiterbildung besteht das Bauelement jeweils aus zwei voneinander lösbaren Schichten des wärme- bzw. schalldämmenden Materials, deren Trennfläche zwischen den die Wand flächen oder dgl. des Bauelements bildenden Flächen hindurchläuft.
Bei dem Verfahren zur Herstellung der erfindungs- gemässen Baukonstruktion wird zunächst ein Funda ment mit einer Mehrzahl nach oben ragender; unten eingegossener Ankermittel gegossen und in von den An kermitteln beiderseitig bestimmten Positionen eine Mehr zahl der Bauelemente miteinander in Stossverbindung gebracht, wobei zwischen mindestens einigen der Stoss- flächen Kanäle entstehen, die mit einer Kittmasse aus gefüllt werden, die zu einem strukturellen Skelett er starren gelassen wird.
Das Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass jeweils bei einem Ankermittel ein Paar in leiterartiger Weise durch Verbindungselemente verbundener länglicher Rahmenelemente aufgestellt wird, und dass diese Rahmenelemente ausserdem in die die Kanäle enthaltenden Fugen eingelassen werden und dadurch die Fugen nach aussen abgeschlossen und gleichzeitig die Lagen der aneinandergrenzenden Bau elemente zueinander festgelegt werden. Dabei werden vorzugsweise vor dem Einführen der Kittmasse ausser den Rahmenelementen auch Armierungsmittel in die Kanäle selbst bzw. in das Wandinnere eingesetzt.
Bei einer bevorzugten Variante des Verfahrens wer den die Bauelemente auf der Baustelle selbst gegossen, wozu eine Form verwendet wird, die aus einem zerleg baren Kasten besteht, deren bevorzugte Ausführung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie Löcher besitzt, die nach aussen hin von einem Druckzufuhrraum umschlos sen sind und die mit nach innenhinein durch Druckzu fuhr in den Druckkasten hineinblähbaren blasen- bzw. ballonartigen Gebilden aus dehnbarem Material wie Gummi oder dgl. versehen sind.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nach folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen und aus den Unter ansprüchen. In den Zeichnungen stellen dar: Fig. 1 eine Ansicht einer teilweisen aufgebrochenen Baukonstruktion, z.
B. einer Wand, eines Bodens, eines Daches bzw. einer Decke gemäss der Erfindung; Fig. 2 eine Draufsicht längs der Schnittfläche 2-2 in Fig. 1; Fig. la eine Ansicht eines in der Baukonstruktion gemäss Fig. 1 und 2 verwendeten halben Bauelementes; Fig. 1b eine Draufsicht des halben Bauelementes ge- mäss Fig. <B>l</B> a; Fig. 1c eine Seitenansicht des halben Bauelementes gemäss Fig. <B>l</B> a;
Fig. 3 eine axonometrische Ansicht einer weiteren Ausführung einer erfindungsgemässen Baukonstruktion, insbesondere einer Wand, die allerdings durch gering fügige Abänderungen auch als Fussboden, Dach oder Decke zu verwenden wäre; Fig. 3a zeigt im Schnitt eine weitere Ausführung eines Bauelementes, insbesondere für die Baukonstruk tion gemäss Fig. 3; Fig. 4 eine Vorderansicht der Baukonstruktion ge- mäss Fig. 3;
Fig.5 eine axonometrische Ansicht einer Fussbo- denplatte, die gleichzeitig als Fundament für die Wand dient, und auf der die Errichtung einer erfindungsge mässen Baukonstruktion in verschiedenen Stufen ange deutet wird; Fig. 5a einen waagrechten Schnitt eines Teiles der vollständigen Wandkonstruktion gemäss Fig. 5; Fig. 6 und 7 waagrechte Schnitte durch Mauerek- ken bzw.
Maueranschlüsse einer erfindungsgemässen Baukonstruktion; Fig. 8 eine axonometrische Ansicht einer weiteren erfindungsgemässen Baukonstruktion, die insbesondere als Dach ausgebildet ist; Fig. 8a einen senkrechten Schnitt durch die Verbin dung zwischen zwei Bauelementen der Konstruktion gemäss Fig. 8;
Fig. 9 einen senkrechten Schnitt durch eine erfin dungsgemässe Fussboden- und Zwischendeckenplatten- konstruktion; Fig. 10 einen Schnitt senkrecht auf die Schnittrich tung der Fig. 9 zur Darstellung der Verbindung zwischen der Platte und der Wand; Fig. 11 einen ähnlichen Schnitt wie in Fig. 10 durch die Verbindung zwischen einem Dach und einer Wand einer Baukonstruktion gemäss der Erfindung;
Fig. 12 eine axonometrische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausführung einer erfindungsgemässen Bau konstruktion bei einem Dach; Fig. 12a einen senkrechten Schnitt, in welchem die bevorzugte Form der Anschlussflächen der Bauelemente der Konstruktion gemäss Fig. 12 ersichtlich wird;
Fig. 13 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III der Fig. 12, teilweise im Schnitt, worin gleichzeitig der Anschluss zwischen dem Dach und einer Wand einer erfindungsgemässen Baukonstruktion gezeigt wird; Fig. 14 einen waagrechten Schnitt durch eine als Wand, besonders für mehrstöckige Bauten, ausgebildete erfindungsgemässe Baukonstruktion; Fig. 15 einen senkrechten Schnitt durch eine Fen sterbank in einer erfindungsgemässen Baukonstruktion;
Fig. 16 einen waagrechten Schnitt durch eine Giess- Form zur Herstellung der Bauelemente, und Fig. 17 einen waagrechten Schnitt durch eine Aus führung der erfindungsgemässen Baukonstruktion für Innenwände.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist die dargestellte Baukon struktion als eine Mauer ausgebildet, könnte aber grund sätzlich auch auf andere Teile eines Bauwerkes ange wandt werden. Die Baukonstruktion besteht aus einer Mehrzahl von Bauelementen, die je aus zwei zunächst trennbaren Schichten 1, la aus wärme- bzw. schall dämmendem Isoliermaterial wie Schaum-Kunststoff, ins besondere expandiertem Polystyrol oder Polyurethan- schaum, Kork-Werkstoff, Leichtbeton, z. B. Gasbeton, einem Fasermaterial mit Bindematerial, z. B. auf Mine ralfaser oder Pflanzenfaserbasis besteht.
Diese Schich ten, 1, la, sind Rücken an Rücken zueinander befestigt, wobei die Grenzfläche zwischen den beiden Schichten zwischen den Wandaussenflächen hindurch, insbeson dere parallel dazu verläuft. Die Endflächen der Bau elemente sind so ausgebildet, dass Kanäle 3 entstehen, die nach der Aneinanderreihung der Bauelemente in Stossverbindung ein Netzwerk zur Aufnahme von Ar- mierungsstangen 4 und 5 sowie einer Kittmasse, ins besondere Betonmasse bilden, nach deren Härtung das Wandinnere symmetrisch um deren Halbierungsfläche ein Stahlbetonskelett 6 (siehe Fig. 2) besitzt.
Die Ar mierungsstangen 4 erstrecken sich-durch die senkrechten Kanäle bis nach unten und sind am unteren Ende an verhältnismässig kurze in das Betonfundament 8 einge bettete Stangen 7 angedrahtet. Gleich zu Anfang werden die Isoliermaterialschich- ten 1, la von den die genannten Rahmenelemente dar stellenden Lattenpaaren 9 und 9a, die auf entgegenge setzten Seiten der Wand angebracht sind, zusammen- und in Position gehalten.
Hierzu besitzen die Stossflä- chen der beiden Schichten 1, la jedes Bauelementes sich ringsherum erstreckende rillenförmige Aussparun gen, wobei die senkrechten Rillen 14 und die waag rechten Rillen 15 gegeneinander um einen Betrag ver setzt sind, der der Dicke der Rahmenelemente 9, 9a entspricht, um dadurch die überkreuzführung der Rah menelemente zu ermöglichen. Die Rahmenelemente 9, 9a werden an beiden Wandseiten miteinander durch Verbindungsbolzen 13 verbunden.
Statt die Rillen 14, 15 gegeneinander zu versetzen, ist es auch möglich, die Holzrahmenelemente 9, 9a ineinander zu versenken bzw. mit U-Profil-Kreuzverbindungsstücken aus Metall in einer Ebene zu verbinden.
Die Aussenflächen der Bauelemente la und 1 sind besonders zum Auftragen eins Verputzes 10 eingerich tet. Im gezeigten Beispiel ist zu diesem Zweck ein Drahtnetz 11 an der Aussenfläche des Isoliermaterials befestigt (siehe Fig. l a). In einer anderen Ausführung ist die Aussenfläche des Isoliermaterials mit schwalben- schwanzförmigen Rippen 12 zum Festhalten der Ver- putzschicht 10 versehen.
Das Verfahren zur Herstellung der Baukonstruktion bedient sich der Rahmenelemente. 9 und 9a, um die Po sition der einzelnen Bauelemente festzulegen. Zunächst wird eine erste Schicht der Bauelemente auf das Funda ment 8 aufgesetzt. Entsprechend werden die Rahmen elemente 9 und 9a nacheinander aufgestellt. Jedesmal wenn eine neue Schicht von Bauelementen auf die Bar unterliegende Schicht aufgelegt wird, werden die jeweili gen waagrechten Rahmenelemente in die Fuge eingelegt. Zunächst wird die eine Seite der Wand aus den Bau elementhälften 1 a vollendet.
Dann werden die Armie- rungseisen in die entsprechenden rillenförmigen Vertie fungen eingelegt, wonach die andere Seite der Wand aus den Bauelementhälften 1 in der bereits beschriebenen Weise aufgebaut wird. Sodann werden die Bauelemente f-,st miteinander mittels der Bolzen 13 verbunden, die an den Kreuzstellen der Rahmenelemente praktisch ganz durch die Wand hindurchführen.
Das Hineinpumpen des Betons in das so entstandene Kanalnetzwerk findet vorzugsweise vom unteren Ende der Wand aus statt, um dadurch Lufteinschlüsse weit gehend zu vermeiden. Elektrische Verdrahtungsrohre 59 können hineingebracht werden, indem zunächst das Drahtnetz 11 aufgeschnitten wird und Rillen in das Isoliermaterial hineingeschnitten werden, und zwar so, dass die Rohre die Rahmenelemente vermeiden.
Die Rohre werden mit Metallstreifen 60 befestigt und nachträglich durch den Verputz verdeckt.
Holzlatten eignen sich wegen ihrer Leichtigkeit und Einfachen Verarbeitung besonders für die Rahmenele mente 9 und 9a, doch lassen sich auch entsprechende Rahmenelemente aus Metall verwenden.
Der Aufbau der Wand aus zwei Isoliermaterial schichten 1, 1a ergibt den Vorteil, dass zunächst die eine Wandhälfte errichtet werden kann, wonach dann sehr leicht die A. -mierungseisen eingelegt werden können und dann in den Kanälen der Wandkonstruktion durch Aufbau der zweiten Wandschicht eingeschlossen werden können. Man verwendet die Bauelemente in standardisier ten Grössen und zwar so, dass die Tür- und Fenster rahmenmassen ein ganzzahliges Vielfaches der Bauele- mentmasse sind, damit die Rahmen ohne Zerschneiden der Bauelemente eingesetzt werden können.
Die in der bevorzugten Ausführung gemäss Fig. 1 und 2 verwendeten Bauelemente sind in Fig. la, 1b und 1 c abgebildet. Die Rollen 14 und 15 sind gegenein ander so versetzt, dass sie später die Latten 9 und 9a über Kreuz gelegt aufnehmen können. Wie bereits oben gesagt, ist es allerdings auch möglich, die waagrechten und senkrechten Rahmenelemente nicht gegeneinander zu versetzen und es ergibt sich dann eine Raumersparnis, die einen grösseren Querschnitt der Kanäle 3 (Fig. 2) ermöglicht.
Die Endflächen der Bauelemente sind so abgeschrägt, dass sich bei der paarweisen und stoss- weisen Anordnung der Bauelementenhälften die Kanäle 3 ergeben. Statt der Verwendung des abgebildeten Draht netzes 11 bzw. der Rippen 12 wird es auch möglich, über die gesamte bereits fertig zusammengesetzte Wand konstruktion ein Drahtnetz aufzuziehen, das dann nicht nur den Verputz festhält, sondern auch eine mechani sche Verstärkung der Gesamtkonstruktion bildet.
Gemäss Fig. 3 und 4 reicht jedes Bauelement 1 vom Fussboden bis zur Deckenhöhe, entspricht also der ge samten Wandhöhe und ist in einem Stück aus dem wärme- bzw. schalldämmenden Isoliermaterial, z. B. Kunststoffschaum hergestellt.
Diese plattenförmigen Bauelemente besitzen in ihrem Inneren waagrechte Kanäle 15 und die senkrechten Stossflächen der Platten 11 sind mit rillen- bzw. rinnen- förmigen Vertiefungen 17 versehen, die mit den Kanälen 15 in Verbindung stehen und die beim Zusammenbau der Platten senkrechte röhrenförmige Kanäle bilden, die die waagrechten Kanäle schneiden. In die senkrechten Kanäle werden Metall-Armierungsstäbe 17 eingesetzt, und beim Eingiessen bzw. -pumpen des Betons in die Kanäle entsteht in diesen ein Netzwerk aus Stahlbeton.
Statt jede Platte aus einem einzigen Stück Isolier material herzustellen, kann man diese wiederum wie im vorigen Beispiel aus zwei parallel zur Wandoberfläche orientierten Schichten zusammensetzen, wobei die senk rechten und waagrechten Kanäle in jeder Schicht zur Hälfte vorliegen.
Die Aussenflächen der plattenförmigen Bauelemente 1 sind vorzugsweise bereits so abgefertigt, dass auf ein nachträgliches Abarbeiten, z. B. Verputzen, ganz oder teilweise verzichtet werden kann. Dies wird beispiels weise dadurch erreicht, dass die Innenoberfläche der Form zur Herstellung der Bauelemente vor dem Ein füllen des Isoliermaterials in die Form mit kurzen Glas fasern ausgelegt, z. B. ausgespritzt, wid. Das Endpro dukt ist dann mit Glasfaser beschichtet. In ähnlicher Weise kann auch Marmorsplit in die Form eingegeben werden oder man versieht die Platte in beliebiger ande rer Weise, z. B. durch Prägung mit einer Oberflächen textur.
Wie aus Fig. 3 klar ersichtlich ist, wird in der Nähe der Aussenfläche in jede der Stossfugen zwischen den Bauelementen je ein hölzernes bzw. metallenes Rahmen element 18 eingelegt, wozu die Platten 1 mit vorgefertig ten Rillen 19 versehen sind. Die Rahmenelemente 18 sind paarweise miteinander durch Metallverbindungs- stäbe 20 verbunden.
Diese ersetzen die Bolzen 13 ge- mäss Fig. 1 und 2 und verhindern das Aufbersten der Kanäle 16 bei der Einfüllung der Kittmasse. In jeden der senkrechten Kanäle 16 zwischen den Platten 1 wird ein Armiereisen 17 eingelegt, dessen unteres Ende mittels Draht wie im vorigen Beispiel mit einer aus dem nicht gezeigten Fundament herausragenden Veranke- rungsstange 7 verbunden wird.
Die Armierungsstangen werden ferner durch Verschweissen oder in beliebiger anderer Weise mit einigen der Verbindungsstangen 20 verbunden. In den waagrechten Kanälen 15 befinden sich ebenfalls Armiereisen 21, die mittels Schlaufen oder in beliebiger anderer Weise mit den Verbindungsstäben 20 an den Kreuzpunkten desselben mit den Armie- rungseisen 17 verbunden sind.
In der Herstellung der Baukonstruktion gemäss Fig. 3 und 4 werden zunächst mittels der Verbindungsstäbe 20 verbundenen Holzlatten aufgestellt. Dann wird die erste Platte 1 damit mittels der Rillen 19 in Eingriff ge bracht. Ein senkrechtes Armiereisen 17 wird dann durch Punktschweissen oder auf beliebige andere Weise be festigt und die waagrechten Armierungseisen 21 werden dann eingelegt. Diese Arbeitsweise wiederholt sich, bis die ganze Wand aufgestellt ist.
Statt der oben beschriebenen Auslegung der Form innenfläche mit einem Bekleidungsmaterial für die Bau elemente ist es auch möglich, die Platten nachträglich mit Kunststoff, glasfasernverstärktem Kunststoff, be liebiger Putzmasse, Tapeten, beliebige Kunststoff-Schutz- schichten und dgl. zu überziehen. Es ist aber auch möglich, solche Aussenhäute in die Form einzulegen, wobei die Haut beim Eingiessen der Isoliermasse, z. B.
Polyurethanschaum, sich von selbst mit der Isoliermasse verbindet. Beliebige Oberflächentexturen können gege benenfalls auch nachträglich in die Oberfläche der Bau elemente eingeprägt werden.
Bei dieser Ausführung der Bauelemente ist es auch möglich, die Wasser- und elektrischen Installationen schon bei der Fertigung der Platten in die Isoliermasse einzugiessen.
In ähnlicher Weise ist es möglich, Heisswasser- bzw. elektrische Heizkörper in die Bauelemente einzubauen, wobei das verwendete Material der Bauelemente selbst verständlich genügend wärmebeständig sein muss. Elek trische Heizelemente können beispielsweise in Asbest- Zementmasse eingelassen sein und diese Asbest-Ze- mentmasse bildet dann die Oberfläche des Bauele mentes bzw. das Herstellungsmaterial für das Bauele ment selbst.
In ähnlicher Weise, und dies gilt auch für sämtliche anderen erfindungsgemässen Ausführungen der Bauelemente, ist es möglich, in die Oberfläche der Bauelemente Kühlelemente, z. B. in Plattenform, ein zusetzen.
Gemäss Fig. 5 ist eine Betonplatte 26 vorgesehen, die sowohl als Bodenplatte als auch als Fundament dient. Am Aussenumfang der Platte sind eine Anzahl Ankerstangen 7 eingegossen, die in Abständen entspre chend der Bauelementbreite aus der Platte hervorragen. Im gezeigten Beispiel befinden sich die Bauelemente 1 mit trogförmigen länglichen Rahmenteilen 23 im Ein griff, die ihrerseits mittels Verbindungsstangen 20 leiter artig verbunden sind.
Jedes der trogförmigen Rahmen teile 23 besitzt ausgestanzte Laschen 24 zur Befestigung der Spanndrähte 25, mittels derer die gesamte Kon struktion verspannt wird. Statt der Drähte 25 könnte man auch ein diagonal ausgerichtetes Drahtgewebe ver wenden. Senkrechte Armierungsstäbe 17 befinden sich wiederum in den senkrechten Kanälen 16 der Bauele- mente 1, die in diesem Falle wiederum je eine verhält- nismässig geringe Höhe besitzen und bis zur vollen Wandhöhe aufeinandergestapelt sind.
Die senkrechten Armierungsstäbe 17 werden mit Draht an die Anker stäbe 7 festgebunden. Bei der Errichtung der Baukon struktion gemäss Fig. 5 wird zunächst eines der leiter- förmigen Gebilde 20, 23 aufgestellt. Dann werden die angrenzenden Bauelemente 1 bis zur Mauerhöhe ge stapelt. Dann wird das nächste leiterartige Gebilde mit den Rillen 27 der Bauelemente in Eingriff gebracht und mit der ersten Leiter mittels Draht 25 bzw. Draht netz verspannt.
Die Trogform der Rahmenelemente 23 liefert rin nenförmige Vertiefungen, in die elektrische Installations rohre 28 eingelegt werden können, die beispielsweise von Deckenhöhe bis zur Höhe des Schalters 29 hinab reichend in das entsprechende Bauelement 1 eingelas sen und an dem Rahmenelement 23 befestigt sind. Die Seiten der Rahmenelemente sind mit Löchern zur Durch führung der Rohre 28 versehen. Die zusammenhängen den Löcher 22 der Bauelemente können ebenfalls zur Unterbringung elektrischer bzw. von Wasser-Installatio- nen verwendet werden. Die Leichtigkeit der Bauele mente 1 und insbesondere, wenn diese aus Schaum kunststoff, z. B. geschäumtem Polystyrol, bestehen, ge stattet den sehr schnellen Aufbau der Wände.
Das Ein giessen der Betonmasse in die senkrechten Kanäle 16 zwischen den aneinandergrenzenden Bauelementen 1 schafft eine sehr starre, in sich verspannte Konstruktion mit ausgezeichneten Isoliereigenschaften.
Die Aussenflächen der Wand werden dann verputzt, wobei die Spanndrähte 25 gleichzeitig den Verputz ver ankern. Zur Verbesserung des Putzverbundes können statt der schwalbenschwanzförmigen Rippen der oben beschriebenen Beispiele auch entsprechend ausgebildete Löcher 30 in der Aussenfläche der Bauelemente vor gesehen sein. Fig. 5a zeigt die Konstruktion gemäss Fig. 5 im waagrechten Schnitt nach Auftragen der Verputz schicht 10. Dazu sei ferner bemerkt, dass die Verbindun gen 20 einen beliebigen Querschnitt haben können, z. B. rund, quadratisch oder streifenförmig.
Statt der Ver wendung der Laschen 24 ist es auch möglich, die Spanndrähte 25 in Löcher 31 der Rahmenteile 23 ein zuhaken.
Gemäss Fig. 6 und 7 werden zur Herstellung von Mauerecken bzw. Maueranschlüssen besonders ausge bildete Rahmenteile verwendet, während sich an den Bauelementen selbst nichts ändert.
Gemäss Fig. 6 werden ein Eckteil 32 und zwei Rahmenelemente 23 mittels Verbindungen 33 verbun den. Sie werden in der Eckposition aufgestellt, wonach die Armierungsstangen 17 eingesetzt werden und die Ecke selbst mit einer besonderen Verschalung verschalt wird. Dann wird die Ecksäule ausgegossen. Für Fenster anschlüsse wird an die Stossfläche der Bauelemente ein Anschlussstück 34 aus Stahl, Aluminium, Kunststoff oder beliebigem anderen Material angesetzt.
Gemäss Fig. 7 verwendet man für den Maueran schluss statt der leiterförmigen Kombination 20, 23 wiederum ein trogförmiges Rahmenelement 23 und zwei besondere Eckelemente 35, die alle miteinander mittels Verbindungsstangeh 36 und 37 verbunden sind, neben denen beiderseitig die Armierungsstangen 17 eingesetzt werden.
Gemäss Fig. 8 besitzen die Bauelemente 1 eine et was andere Form zur Herstellung einer Dachkonstruk- tion. An den Stossfugen der Bauelemente 1 befinden sich wieder trogförmige, längliche Rahmenelemente 23 und in den Kanälen zwischen den Bauelementen 1 wer den wiederum Armierungsstangen 17 eingelegt. Beton wird dann von oben in die Spalte 38 eingegossen. Zur Verringerung des Wärmeübergangs durch die Verbin dung ist es ferner möglich, noch eine Verschlussleiste 65 aus Isoliermaterial einzusetzen.
Gemäss Fig. 8a befinden sich die Armierungseisen 17 der Dachkonstruktion vorzugsweise im unteren Teil der Betonfüllung der Fuge, entsprechend der Zugspan nungen, die in dem Betonskelett auftreten. Die vom Rahmenelement 23 gebildete, rinnenförmige Vertiefung wird mittels eines einrastenden Deckstreifens 39 bzw. eines die Rinne überbrückenden Holzdeckstreifens 66 verdeckt. Die Armiereisen 17 werden mit Verbindungs stangen 48 in Position gehalten.
Gemäss Fig. 9 besitzt die bevorzugte Konstruktion für tragende Zwischendecken wiederum Bauelemente 1 und an den Stossfugen kastenförmige Rahmenelemente 41, die aussehensmässig eine Holzbalkenkonstruktion vortäuschen. Das U-Profil 41 wird von Traversen 40 gehalten, an denen die Verbindungen 43 befestigt sind, die die Armierungsstangen 42 festhalten, während die Armierungsstangen 44 unmittelbar unter die Traver sen 40 angebunden sind.
Nach Eingiessen des Betons in die Fugen zwischen den Bauelementen 1 wird auf die Oberseite der Bauelemente 1 ein beliebiger Fussboden 45 aufgelegt.
Gemäss Fig. 10 wird die Fussbodenkonstruktion gemäss Fig. 9 dadurch mit den senkrechten Mauern ver bunden, dass man die Wände der Wand- bzw. Fussbo- den-Bauelemente durchbricht, damit eine Verbindung zwischen den Betonkanälen 46 der Wandkonstruktion und den Betonkanälen 47 der Deckenkonstruktion ent steht. Somit entsteht wiederum ein monolithisches Be tonskelett. Es ist aber auch möglich, die ganze eine Wand einer der beiden aneinandergrenzenden Bauele mente zu entfernen.
Die Armier-Eisenstangen 42 und 44 der fussbodentragenden Deckenkonstruktion werden mittels eines Verbindungsstückes 46 an die senkrechten Armierungsstangen 17 der Wandkonstruktion festge- drahtet. Statt der gezeigten Zwischendeckenkonstruktion lässt sich die Wand einer erfindungsgemässen Baukon struktion aber auch mit beliebigen anderen Decken bzw. Zwischendeckenkonstruktionen kombinieren.
Gemäss Fig. 11 wird die Verbindung zwischen ei nem Dach und der Wand einer erfindungsgemässen Baukonstruktion in ähnlicher Weise wie in Fig. 10 zu standegebracht, wobei zur besseren Abdichtung eine Dachkappe 48 aufgesetzt wird.
Gemäss Fig. 12 befindet die in Fig. 5 als Wand abgebildete Baukonstruktion zur Herstellung eines Da ches Verwendung. Eine Verbindungsstange 49 dient zur Verbindung der Armierungseisen des Daches mit den Armierungseisen der Wand. Das Dach wird vorzugs weise mit einem Dachverkleidungsmaterial, vorzugs weise einem Verputz bzw. Teerüberzug, versehen, in die zur Verbesserung des Schutzes und des Aussehens vorzugsweise Split, Dachziegel, Schindel oder dgl. ein gebettet werden.
Gemäss Fig. 12a sind die Stossflächen der Bauein heiten 1 für Dachkonstruktionen gemäss Fig. 12 etwas abgeändert, zur Schaffung eines sich nach unten hin ver breiternden Kanals, der nach Einfüllen des Betons spä ter einen Dachbalken bildet. Dadurch wird für die hauptsächlich in Zugrichtung beanspruchte Unterseite der Betonfüllung genug Platz für zwei Armierungseisen 50 geschaffen.
Gemäss Fig. 13 findet die Verbindung des Dach firstes der Konstruktion gemäss Fig. 12 mit einer mitti- gen Wand im wesentlichen wie in Fig. 11 statt.
Gemäss Fig. 14 wird die Wandkonstruktion zur Er höhung der Tragfähigkeit z. B. für mehrstöckige Bauten abgeändert. Hierzu verwendet man besonders geformte Zwischenelemente 51 und die Verschalung 52 sowie die Verbindung 53 mittels derer eine Vielzahl senkrechter schwerer Armierungsstangen 54 in Position gehalten werden. Diese Säulenkonstruktion entspricht in der Brei te den Breiten der Bauelemente 1 und wird mit Beton ausgefüllt, der mit den waagrechten Kanälen der Kon struktion ein monolithisches Skelett bildet. Die Zwi schenelemente 51 können beispielsweise anfangs mittels herausragender Enden von darin eingegossenen Ver stärkungsdrähten festgebunden werden.
Fig. 15 zeigt die Verwendung einer auf die Bau elemente 1 aufgesetzten Fensterbankleiste 67, die eine beliebige Form besitzen kann und aus beliebigem Ma terial hergestellt sein kann.
Gemäss Fig. 16 wird zur Herstellung der erfin- dungsgemässen Bauelemente 1 eine besonders ausgebil dete erfindungsgemässe Form verwendet. Sie ist in der üblichen Weise zum Herausnehmen des fertiggegossenen Bauelementes zerlegbar und besitzt ausserdem in der Wandung eine Anzahl Löcher 55, durch die eine Anzahl Gummiblasen in die Flächen hineinragen, die den Au senflächen der fertigen Bauelemente entsprechen. Diese Blasen stehen mit dem Inneren eines Druckkastens 57 mit einem Druckmittelstutzen 58 in Verbindung.
Wenn durch den Stutzen 58 Druck angewandt wird, beispiels weise mittels Wasser oder Luft, oder anderen Druck mitteln, so werden die Gummiblasen 58 je nach Aus führung der Blasen kugelförmig oder in anderer er wünschter Form aufgebläht. Sie bilden dann einen Teil der Formwandung beim Giessen der Bauelemente. Nach Erstarrung der Bauelemente wird der Druck im Druck kasten 57 gesenkt, damit die Blasen 56 wieder schrump fen und sich somit aus der Oberfläche des Formlings herausziehen lassen. Die so entstehenden Löcher in der Formlings-Oberfläche geben dem nachträglich aufgetra genen Verputz einen starken Halt.
Gemäss Fig. 17 kön nen die Bauelemente 1 für Innenwände erheblich dün ner sein als die Bauelemente für Aussenwände. In an derer Hinsicht jedoch entsprechen sie und die daraus hergestellten Wandkonstruktionen den oben beschrie benen Beispielen.
Bei einer Variante des Verfahrens wird, wie gesagt, der Beton oder dgl. vorzugsweise von unten in das Be tonskelett festlegende Kanäle eingepumpt, wodurch Luft einschlüsse weitgehend vermieden werden. An schwie rig füllbaren Stellen wird an die Wände oder dergleichen ein kleines tragbares Vibriergerät angeschlossen, um damit einen vollständigen Betondurchfluss zu gewähr leisten.
Tür- und Fensteröffnungen und dergleichen werden bereits beim Aufstellen der Baueinheiten 1 ausgespart und es ist dabei möglich, die Tür- und Fensterrahmen so einzusetzen, dass sie beim Eingiessen des Betons in das Betonskelett eingegossen werden.
Nach Fertigstellung der Aussen- und Zwischenwän de kann die Dachkonstruktion aufgesetzt werden. Zur Herstellung eines Flachdaches wird zunächst eine An- zahl der Baueinheiten miteinander verbunden, z. B. mit Bindedraht oder Drahtnetz (Fig. 5) oder mit eingescho benen Stangen (Fig. 3), um somit Dachabschnitte zu sammenzusetzen, die sich gewichtsmässig noch bequem handhaben lassen.
Diese Abschnitte werden dann auf gehoben und in die erwünschte Position gebracht, was unter Umständen wegen ihrer Leichtigkeit ohne mecha nische Hilfsmittel möglich ist, und von unten mit Stahl- oder Holzstützen abgestützt, bis die ganze Dachfläche mit der gitterartigen Struktur bedeckt ist. Dann werden die Armierungsstangen eingelegt und die Dachaussen kanten abgedichtet und mit Dachrinnen oder dgl. ver sehen.
Danach wird das Kanalnetzwerk in der bereits beschriebenen Weise mit Beton ausgefüllt. Nach voll ständiger Härtung des Betons kann auf die Oberseite ein Zementestrich oder eine Kunststoffdeckschicht auf getragen werden. An der Deckenseite ist es vorteilhaft, ein Drahtnetz zur besseren Bindung des Deckenverput zes vorzusehen. Elektrische Installationen und Wasser leitungen können ebenfalls vor dem Eingiessen des Be tons in die Dachplatte eingelegt werden.
Zur Herstellung gewölbter Dächer benutzt man ent weder in sich gekrümmte Dachbauelemente oder aber, bei der Verwendung doppelschichtiger Bauelemente, be nutzt man für die untere Schicht kleinere Elemente als für die obere und erhält so ebenfalls ein völlig gewölbtes Dach.
Ganz abgesehen von der ausgezeichneten Wärme- und Schalldämmung der fertigen Konstruktion, erleich tert und beschleunigt die Leichtigkeit der Bauelemente die Bauarbeiten so sehr, dass diese Tatsache allein einen ganz erheblichen Fortschritt mit sich bringt. Das Bau system eignet sich auch zur Verwendung unter Schlecht wetterbedingungen.
Im Falle der Ausführung gemäss Fig. 1, 2, 3 und 4 ensteht ein Netzwerk aus senkrechten und waagrechten Eisenbetonverstrebungen. Im Falle der Fig. 5 entstehen hingegen nur senkrechte Betonpfosten, die aber in Quer richtung durch eiserne Verstrebungsstäbe bzw. Spann drähte so miteinander verbunden sind, dass ebenfalls eine in sich verstärkte und starre Konstruktion entsteht. Es versteht sich von selbst, dass die in den einzelnen Beispielen gezeigten Variationsmöglichkeiten sich auf die verschiedenartigste Weise kombinieren lassen.
Es ist auch möglich, in den Bauelementen Ventila tionskanäle, z. B. für Klimaanlagen, vorzusehen. Für die meisten Zwecke ist es in der Konstruktion beispiels weise gern. Fig. 5 notwendig, zwischen der Bodenplatte und der Wand eine feuchtigkeitsdämmende Schicht vor zusehen. Es wird dann vorgezogen, die Wände selbst etwas in die Bodenplatte hinein zu versenken.
Abgesehen von der Ersparnis an Arbeitszeit beim Bauen selbst und der Möglichkeit, ungelernte Arbeiter zu beschäftigen, ergibt sich die Möglichkeit, die Bau elemente auf der Baustelle selbst zu giessen, wobei, falls man schäumbares Material verwendet, die Rohstoffe in Fässern mit verhältnismässig kleinem Rauminhalt her angefahren werden können. Trotz all dieser Vorteile ist das Endprodukt aussehensmässig von herkömmlichen Häusern praktisch nicht zu unterscheiden, ist jedoch wesentlich besser gegen Wärmedurchgang isoliert.
Die erfindungsgemässe Dachkonstruktion benötigt im all gemeinen keine zusätzlichen Dachträger oder Balken, was eine bessere Raumausnutzung gestattet.
Wie in anderen Fertighaussystemen können auch im erfindungsgemässen Bausystem die Bauelemente mit eingebauten Wasch- und Spülbecken, Badewannen und Toiletten geliefert werden.
Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass die Rahmen elemente gleichzeitig als Stützmittel beim Legen der Bauelemente für die Dachkonstruktion dienen können, um dadurch Gerüstwerk zu sparen. Man geht dann bei spielsweise so vor, dass man zunächst vereinzelte Dach abschnitte fertigstellt und ausgiesst und danach erst die Zwischenräume ausfüllt.
Die Erfindung soll in vielen Fällen die Bauzeit ver kürzen bzw. es dem unerfahrenen Grundstückseigen tümer ermöglichen, einen erheblichen Teil seines Wohn hauses selbst zu errichten, das dann lediglich mit Hilfe erfahrener Betongiesser, Klempner, Elektriker und an derer Spezialhandwerker zu vervollständigen ist.
Die Erfindung ermöglicht ferner erhebliche Erspar nisse an Transportkosten für Baumaterial und Arbeits zeitersparnisse im Hantieren mit dem Baumaterial.