CH483998A - Verfahren zur Abtrennung und Reinigung von Aluminiumchlorid - Google Patents
Verfahren zur Abtrennung und Reinigung von AluminiumchloridInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
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Description
Verfahren zur Abtrennung und Reinigung von Aluminiumchlorid Bekanntlich bereitet die destillative Abtrennung von Verunreinigungen, z. B. von Halogeniden des Siliciums, Titans, Vanadins usw. und insbesondere des Eisens aus Aluminiumchlorid sehr oft beträchtliche Schwierig keiten, weil das Aluminiumchlorid im Siedebereich der abzutrennenden Verunreinigungen sublimiert bzw. weil diese Substanzen in dem Bereich schon zu stark flüchtig sind.
Es wurde nun gefunden, dass man in einfacher Weise Aluminiumchlorid von Verbindungen, die durch Re duktion mit metallischem Aluminium in eine nicht sublimierbare, nicht flüchtige Form überführt werden können, abtrennen kann, wenn man gemäss der Kenn zeichnung der Erfindung das verunreinigte Aluminium chlorid zusammen mit pulverförmigem Aluminium in einem geschlossenen Gefäss schmilzt, nach Beendigung der Reduktion den Aluminiumchlorid-Dampf entspannt und in einer geeigneten Vorrichtung kondensiert.
Als Verunreinigungen, von denen das Aluminium chlorid nach diesem Verfahren abgetrennt werden kann, kommen die H.alogenide des Vanadins sowie des Titans und insbesondere des Eisens in Frage, Grundsätzlich lassen sich nach diesem Verfahren alle in mehreren Wertigkeitsstufen vorkommenden Begleitelemente, die durch Aluminium reduzierbar sind, abtrennen.
Vorteilhaft fällt bei diesem Verfahren ins Gewicht, dass es nicht notwendig ist, das rohe Aluminiumchlorid zu zerkleinern oder gar zu pulverisieren und dass eine innige Vormischung mit dem Aluminiumpulver nicht hergestellt werden muss. Zweckmässigerweise wird das Aluminium<B>-</B> z. B. im Falle der Trennung von Eisen chlorid<B>-</B> in Mengen von 20 bis<B>30</B> GewA der im A1C13 vorhandenen Gewichtsmenge Eisenchlorid eingesetzt.
Allgemein gesagt, wird die Menge des zuzusetzenden Aluminiums in der Grössenordnung von etwa<B>10</B> bis etwa <B>50</B> GewA der vorhandenen Verunreinigung unter Be rücksichtigung eines ausreichenden überschusses be tragen. Das erfindungsgemässe Verfahren kann man vor teilhaft in einem eisernen, z. B. in einem mit Gas beheizten Rührautoklav durchführen. In diesem wird das zu trennende Gemisch eingebracht und nach dem Verschliessen auf eine Temperatur erhitzt, die über dem Schmelzpunkt von A1C1s liegt. Vorzugsweise erhitzt man auf eine Temperatur im Bereich von 200 bis<B>250' C.</B> In Abhängigkeit von der eingehaltenen Temperatur ist eine Erhitzung über einen Zeitraum von<B>1</B> bis<B>3</B> Stunden erforderlich.
Bekanntlich schmilzt das Aluminiumchlorid bei <B>1901 C</B> unter seinem eigenen Dampfdruck von etwa 2,2 atü. Da aber infolge einer Hydrolyse stets in ge ringen Mengen Halogenwasserstoff entwickelt wird und weil gleichzeitig mit dem Erhitzen ein Aufheizen des Gasraumes stattfindet, stellt sich ein höherer Druck in dem Gefäss ein. Es ist zweckmässig, während der Auf- heizung bei einer Temperatur, die unterhalb des Subli- mationspunktes des Aluminiumchlorids liegt, beispiels weise bei<B>1601 C,</B> nochmals zu entspannen.
Zur Ver meidung des Zuwachsens der Deckelbohrungen und der Ventile empfiehlt es sich ausserdem, den Auto- klavdeckel zusätzlich zu beheizen.
Nach beendeter Reduktion wird das Aluminium chlorid abgeblasen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, hierbei die Beheizung zu verstärken und das Ventil nur so weit zu öffnen, dass die Temperatur der Schmelze nicht wesentlich absinkt. Bei einem zu schnellen Abbla sen kann die Temperatur im Inneren des Autoklavs so stark abnehmen, dass die Schmelze wieder erstarrt.
Der Aluminiumchlorid-Dampf kann sodann lang sam entspannt und in ein abgeschlossenes Gefäss hinein kondensiert werden.
Wenn man das Abblasen mit der richtigen Ge schwindigkeit vornimmt, bleiben die Temperatur und der Druck bis zum völligen Verdampfen der Schmelze konstant. Das gereinigte Aluminiumehlorid sammelt sich am Boden des Niederschlag gsgefässes, wächst also nicht an den Kühlflächen auf. Es wird als fliessfähiges, schweres Pulver (Schüttel,- ,ewicht etwa <B>1</B> kg/l) von rein weisser Farbe gewonnen.
Im allgemeinen beträgt der Eisenge halt weniger als<B>0,005</B> %. Das Verfahren ist insbesondere .e gn <B>,</B> eia et zur Trennung von Gernischen, die ausser Alu miniumchlorid die Chloride des Eisens, Vanadins und Titans enthalten.
<I>Beispiel</I> <B>1 kg</B> gepulvertes oder grobstückiges Aluminium chlorid, das<B>10</B> Gew.% Eisenchlorid als Verunreinigung enthält, wird in einem eisernen, gasbeheizten Rührauto- klav von 2<B>1</B> Inhalt zusammen mit<B>25</B> o, Aluminium pulver auf 240'<B>C</B> erhitzt, wobei das Aluminiumchlo- rid nach dem Schmelzen bei<B>900' C</B> durch kräftiges Rühren mit dem Aluminiumpulver innig gemischt wird.
Nach einer Behandlungsdauer von etwa<B>1</B> Stunde wird der Aluminiumehlorid-Dampf in einem abgeschlosse nen Gefäss aus V2A von etwa<B>30 1</B> Inhalt entspannt und kondensiert. Der Gehalt an Eisen in diesem so be handelten Aluminiumchlorid ist stets kleiner als<B>0,005<I>%.</I></B>
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Trennung von Aluminiumchlorid von Verbindungen, die durch Reduktion mit metallischem Aluminium in eine nicht sublimierbare, nicht flüchtige Form überführt werden können, dadurch gekennzeich net, dass man das verunreinigte Aluminiumchlorid zu sammen mit pulverförmigem Aluminium in einem ge schlossenen Gefäss auf eine Temperatur erhitzt, die über dem Schmelzpunkt von A1C4 lieg nach Beendigung der Reduktion den Aluminiumchlorid-Dampf entspannt und kondensiert.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Entspannung unter Verstärkung der Beheizung so vornimmt, dass die Temperatur der Schmelze nicht wesentlich sinkt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Schmelze auf Temperaturen von 200 bis<B>2501 C</B> erhitzt.<I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art.<B>51</B> des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungs bereich des Patentes massgebend ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DED0041106 | 1963-03-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH483998A true CH483998A (de) | 1970-01-15 |
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ID=7045880
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH18364A CH483998A (de) | 1963-03-12 | 1964-01-08 | Verfahren zur Abtrennung und Reinigung von Aluminiumchlorid |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| BE (1) | BE644997A (de) |
| CH (1) | CH483998A (de) |
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1964
- 1964-01-08 CH CH18364A patent/CH483998A/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| BE644997A (de) | 1964-07-01 |
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