CH484397A - Verfahren zur gemeinsamen Verbrennung von flüssigen Abfallstoffen und wässrigem Klärschlamm, insbesondere aus kommunalen Abwässern, sowie Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur gemeinsamen Verbrennung von flüssigen Abfallstoffen und wässrigem Klärschlamm, insbesondere aus kommunalen Abwässern, sowie Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens

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CH484397A
CH484397A CH1661768A CH1661768A CH484397A CH 484397 A CH484397 A CH 484397A CH 1661768 A CH1661768 A CH 1661768A CH 1661768 A CH1661768 A CH 1661768A CH 484397 A CH484397 A CH 484397A
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    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/008Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor adapted for burning two or more kinds, e.g. liquid and solid, of waste being fed through separate inlets
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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Description


  Verfahren     zur    gemeinsamen Verbrennung von flüssigen Abfallstoffen und     wässrigem        Klärschlamm,     insbesondere aus     kommunalen    Abwässern, sowie Einrichtung zur Ausführung     dieses        Verfahrens       Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  gemeinsamen Verbrennung von flüssigen Abfallstoffen  und wässrigem Klärschlamm, insbesondere aus kom  munalen Abwässern.  



  Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Einrich  tung zur Ausführung dieses Verfahrens.  



  Flüssige Abfallstoffe, herrührend aus     Gewerbe-          und    Industriebetrieben, wie auch nicht zuletzt aus der  heutigen Verkehrstechnik, sowie wässriger Klär  schlamm, herrührend insbesondere aus der kommuna  len Abwasserreinigung, aber auch aus Kläranlagen zur  Reinigung industrieller Abwässer, stellen für die heu  tige Zivilisation kennzeichnende Abfallstoffe dar, die  im Interesse der öffentlichen Hygiene beseitigt, d. h. in  bezug auf ihre verschiedenen schädlichen Eigenschaf  ten unschädlich gemacht werden müssen.  



  Abgesehen von der     Klärschlammvernichtung,    fallen  heute auch flüssige Abfallstoffe, wie z. B. Altöl, Tank  bodenrückstände, Garagenabfälle, chemische Abfall  produkte, Teere usw. in steigendem Masse am, so dass  auch deren wirtschaftliche Vernichtung immer mehr an  Bedeutung gewinnt.  



  Obwohl verschiedene Verfahren für die Beseitigung  dieser Abfallstoffe bereits vorgeschlagen, entwickelt  und praktisch ausgeführt worden sind, genügt offenbar  ihre Verbrennung den hygienischen und wirtschaft  lichen Ansprüchen am besten und hat sich als das  empfehlenswerteste Verfahren erwiesen.  



  Während jedoch für die Verbrennung flüssiger Ab  fallstoffe erprobte Verfahren und Einrichtungen zur  Verfügung stehen, hat sich für die Verbrennung von  Klärschlamm bisher noch kein Verfahren eindeutig  durchsetzen können, was in erster Linie auf den An  fallzustand des Klärschlammes als stark wässrige Sus  pension zurückzuführen ist, der es notwendig macht,  den Klärschlamm     zunächst    zu entwässern bzw. zu  trocknen, bevor er verbrannt werden kann. Hierfür  sind zwar Verfahren bzw. Einrichtungen bekannt ge  worden, welche aber in bezug sowohl auf     Investitions-          als    auch Betriebskosten sehr aufwendig sind.

      Anderseits ist vielfach die Verbrennung von flüssi  gen Abfallstoffen dann recht unwirtschaftlich, wenn,  lediglich mit dem Ziel diese Abfallstoffe zu     vernichten,     von einer Ausnutzung der Verbrennungswärme abgese  hen wird, die flüssigen Abfallstoffe aber in grösserer  Menge anfallen oder/und einen relativ hohen     Heizwert     besitzen.  



  Soweit überhaupt Versuche bekanntgeworden sind,  flüssige Abfallstoffe und wässrigen Klärschlamm zu  sammen durch gemeinsame Verbrennung zu vernich  ten, sind diese jedoch bisher ohne nennenswerten Er  folg geblieben. Insbesondere ergäbe die Mischung von  flüssigen Abfallstoffen selbst höheren     Heizwertes    mit  dem anfallenden wässrigen Klärschlamm einen   Brennstoff  von so tiefem Heizwert, dass er kaum  von selbst brennen, jedenfalls aber nicht diejenigen  Verbrennungstemperaturen ermöglichen würde, welche  die Geruchsfreiheit des Verbrennungsprozesses bzw.  der Abgase gewährleisten.

   Hier ist zu beachten,     dass     Klärschlamm aus der kommunalen Abwasserreinigung  mit einem Wassergehalt von ca. 92 % anfällt, wie er in  den     Eindickern    moderner Kläranlagen erreichbar ist.  



  Zweck der Erfindung ist, die     vorgenannten    Nach  teile zu beheben.  



  Das Verbrennungsverfahren gemäss der Erfindung  ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungs  wärme der gemeinsamen Verbrennung der flüssigen  Abfallstoffe und der     Feststoffanteile    des Klärschlam  mes ganz oder teilweise zur thermischen Entwässerung  des Klärschlammes, so wie dieser anfällt, verwendet  wird, indem die bei der Verbrennung erzeugten heissen  Rauchgase als direkter oder indirekter Wärmeträger  zur Verdampfung des Schlammwassers verwendet wer  den.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Ausführung  dieses Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen Ver  brennungsofen für die flüssigen Abfallstoffe, wobei die  den Feuerraum des Verbrennungsofens über eine  Heissgasleitung verlassenden Rauchgase mindestens  einen     Schlammwasserverdampfer    direkt oder indirekt      beheizen, sowie eine Transporteinrichtung, welche     den     Ausgang mindestens eines     Schlammwasserverdampfers     für die frei gewordenen     Feststoffe    des Klärschlammes  mit einem Beschickungsschacht des Verbrennungsofens  verbindet.  



  Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vor  richtung, welche auch das     Verfahren    gemäss der Erfin  dung veranschaulichen, sind schematisch in Form von  Schaltbildern dargestellt. Es zeigen:       Fig.1    eine Einrichtung mit einstufiger Schlamm  entwässerung direkt durch die Rauchgase,       Fig.2    eine Einrichtung mit zweistufiger Schlamm  entwässerung unter Verwendung von Heizdampf als  Wärmeträger und       Fig.    3 eine Einrichtung mit zwei schlammseitig par  allel geschalteten     Schlammwasserverdampfern.     



  In diesen drei Zeichnungsfiguren ist jeweils mit  Doppellinien (===) der Weg von Rauchgasen, mit ge  strichelten Linien (-- ) derjenige von Dampf (Frisch  dampf oder     Brüden),    mit durchlaufenden Linien (-)  der Weg des Klärschlamms und des aus ihm durch die  Trocknung gewonnenen Feststoffes und mit strich  punktierten Linien (-.-.-.-.-) der Weg von Kondensat  (aus Frischdampf oder     Brüden)    gekennzeichnet.  



  In     Fig.    1 ist mit 1 ein Ofen für die Verbrennung  flüssiger Abfallstoffe bezeichnet, mit 2 seine     Beschik-          kung    mit den flüssigen Abfallstoffen, mit 3 ein ange  bauter Hilfsbrenner zur Verfeuerung flüssigen Brenn  stoffes, mit 4 der Feuerraum des Ofens 1 und mit 5  ein Beschickungsschacht für die an einer Stelle 0 ein  gebrachten Feststoffe des Klärschlammes.

   Die heissen  Rauchgase, die aus der Verbrennung der flüssigen Ab  fallstoffe, der     Feststoffanteile    des Klärschlammes und,  gegebenenfalls aus der Verbrennung zusätzlichen flüs  sigen Brennstoffes mittels des Hilfsbrenners 3 herrüh  ren, ziehen an einer Stelle 6 aus dem Feuerraum 4 des  Ofens 1 ab, um in die mit 7 bezeichnete Rauchgas  seite, d. h. den Heizraum einer thermischen Entwässe  rungsvorrichtung 7/10 für die Verdampfung des im  Klärschlamm     enthaltenen    Schlammwassers zu gelan  gen, wo sie ihre Wärme abgeben und dann über eine  Leitung 8 durch einen nicht dargestellten Schornstein,       evtl.    über eine diesem vorgeschaltete, ebenfalls nicht  dargestellte     Saugzugeinrichtung    ins Freie ausgestossen  werden.

   Der mit ca. 92     0io    Wassergehalt anfallende,  flüssige Klärschlamm wird über 9 in den mit 10 be  zeichneten     Trocknungsraum    des     Schlammentwässerers     7/10     eingespiesen.    Die dort infolge der Verdampfung  des Schlammwassers frei werdenden Feststoffe des  Klärschlammes     werden    an einer Stelle 11 abgezogen  und über ein als Transporteinrichtung dienendes För  derband 12 in den Beschickungsschacht 5 des Ofens 1  eingeführt, um dort zusammen mit den flüssigen Ab  fallstoffen verbrannt zu werden.  



  Die infolge der Verdampfung des Schlammwassers  aus der thermischen     Entwässerungsvorrichtung    7/10  entweichenden     Brüden,    welche übelriechend oder       sonstwie    belästigend wirken     können,    werden über eine  Leitung 13 in den Feuerraum 4 des Abfallverbren  nungsofens 1 eingeführt, um     dortselbst    entsprechend  überhitzt zu werden, wodurch die     übelriechenden    orga  nischen Stoffe dieser     Schlammbrüden    zerstört werden.  



  Das in der     Fig.    1 dargestellte Schema kann     sinnge-          mäss    durch Anordnung einer zwei- oder mehrstufigen  Schlammentwässerung erweitert werden, wodurch die  Entwässerungsleistung erhöht wird, was z. B. bei er-         höhtem    Anfall von Klärschlamm erforderlich sein  kann.  



  Der zur thermischen Entwässerung des Klärschlam  mes vorgesehene     Schlammwasserverdampfer    7/10 soll  dem Vorhandensein von Feststoffen im Klärschlamm  und den sich mit fortschreitender Eindickung des  Schlammes ergebenden Verhältnissen Rechnung tra  gen. Hierfür sind bekannte Verdampfer verschiedener  Konstruktion geeignet, wie z. B. insbesondere Dünn  schichtverdampfer sowie Trommel- oder Schnecken  verdampfer. Dies gilt in gleicher Weise für die in den       Fig.    2 und 3 dargestellten Verdampfer.  



  Die besondere Funktion des Hilfsbrenners 3 für  flüssigen Brennstoff soll im Anschluss an die Beschrei  bung der beiden in     Fig.2    und 3 gezeigten Ausfüh  rungsbeispiele erläutert werden.  



       Fig.    2 zeigt schematisch eine Einrichtung mit Be  nützung von Dampf als Wärmeträger zwischen der  Verbrennung der flüssigen Abfallstoffe und der thermi  schen Schlammentwässerung, wobei eine zweistufige  Schlammtrocknung in zwei in Serie geschalteten       Schlammwasserverdampfer    vorgesehen ist. Hierbei  werden diese beiden Verdampfer zweckmässig derart  eingestellt, dass in jedem von ihnen je eine Hälfte des  Schlammwassers verdampft wird, wobei der jeweilige       Heizdampfverbrauch    bekanntlich nur die Hälfte der  verdampften Wassermenge beträgt.  



  Hier ist wieder, wie in     Fig.    1, mit 0 bis 5 der Ofen  für die Verbrennung der flüssigen Abfallstoffe,     ein-          schliesslich    seiner verschiedenen Bauelemente bezeich  net. Die heissen Rauchgase des Verbrennungsofens 1  werden bei 6 in einen Dampfkessel 20 geleitet und ent  weichen bei 8 ins Freie. Im Dampfkessel 20 wird Satt  dampf erzeugt, der über eine Leitung 21 in den Heiz  raum 7 eines ersten Verdampfers I gelangt.

   Im Heiz  raum 7 des Verdampfers I gibt der Dampf seine  Wärme ab und wird dann als Kondensat über eine Lei  tung 22 wieder in die Trommel des     Dampfkessels    20       zurückgespiesen,    so dass also der Dampfkessel 20 im  geschlossenen     Dampf/Wasser-Kreislauf    arbeitet, was  bekanntlich verschiedene Vorteile hat.  



       Der        mit        ca.        92        %        Wassergehalt        anfallende        Klär-          schlamm    wird bei 9 in den mit 10' bezeichneten     Ver-          dampfungsraum    des zweiten, mit     II    bezeichneten Ver  dampfers     eingespiesen,

      wo die Hälfte seines Schlamm  wassers in einer ersten     Trocknungsstufe    verdampft und       der        Klärschlamm        auf        ca.        85        %        Wassergehalt        eingedickt     wird, wie dies weiter unten näher erläutert werden  wird.  



  In diesem Zustand gelangt der Klärschlamm über  11' in den     Verdampfungsraum    10 des ersten Verdamp  fers I, wo in     einer    zweiten     Trocknungsstufe    das rest  liche Schlammwasser praktisch total verdampft wird,  und die dadurch frei gewordenen Feststoffe des Klär  schlammes gelangen über 11 und das Förderband 12  in den Beschickungsschacht 5 des Abfallverbrennungs  ofens 1.  



  Die bei der Verdampfung der zweiten Hälfte des  Schlammwassers im Verdampfer I entstehenden     Brü-          den    gelangen über eine Leitung 23 als Heizdampf in  den Heizraum 7' des Verdampfers     II,    wo sie ihre  Wärme abgeben, um die erste Hälfte des Schlammwas  sers zu verdampfen, und werden dann als Kondensat  über eine     Leitung    24 abgeführt.

   Die im Verdampfer     II     bei der Schlammtrocknung entstehenden     Brüden    wer  den über eine Leitung 13 in den Feuerraum 4 des Ver-           brennungsofens    1 eingeführt, um     dortselbst    auf     Ge-          ruchslosigkeit    überhitzt zu werden.  



  Das in     Fig.    2 dargestellte, zuvor erläuterte Verfah  rensschema kann selbstverständlich auf nur eine ein  zige     Verdampfungsstufe,    d. h.     Trocknungsstufe    für den  Klärschlamm, vereinfacht werden.  



  In     Fig.    3, die eine Variante der Schaltung der bei  den Verdampfer I und     1I    der     Fig.2    zeigt, sind die  Überweisungszeichen der     Fig.    2 beibehalten. Die über  weisungszeichen 0 bis 5 beziehen sich wieder auf den       Abfallverbrennungsofen.    Bei 2 wird der Ofen 1 mit  den flüssigen Abfallstoffen beschickt, die im Feuer  raume 4 des Ofens 1 verbrannt werden.

   Die bei dieser  Verbrennung entstehenden heissen Verbrennungsgase  gelangen über die Leitung 6 in den als     Abhitzekessel     arbeitenden Dampfkessel 20, geben dort ihre fühlbare  Wärme an das Kesselwasser ab und werden daraufhin  über 8 und einen nicht dargestellten Kamin ins Freie  ausgestossen, sei dies durch natürlichen Zug oder mit  tels eines     Saugzugventilators.    Der     Wasser/Dampf-          Kreislauf    des Dampfkessels 20 geht wieder, wie dies  bereits in     Fig.2    gezeigt ist, über 20-21-7-22-20 in.  bekannter Weise vor sich, wobei der im Dampfkessel  20 erzeugte Dampf im Heizraum 7 des Verdampfers I  seine Wärme abgibt.

   Der anfallende Klärschlamm wird  in zwei einander parallele Schlammströme aufgeteilt,  über 9 und 9' annähernd je zur Hälfte in die     Trock-          nungsräume    10 und 10' der beiden schlammseitig par  allel geschalteten Verdampfer I und     II        eingeführt    und       dortselbst    entwässert, d. h. getrocknet. Die dadurch frei  gewordenen Feststoffe des Schlammes werden bei 11  und 11' aus den     Trocknungsräumen    10 und 10' ausge  tragen und mittels des Förderbandes 12 in den Be  schickungsschacht 5 des Verbrennungsofens 1 trans  portiert.  



  Die im     Trocknungsraum    10 des Verdampfers I aus  dem Schlammwasser entwickelten     Brüden    gelangen  über die Leitung 23 als Heizdampf in den Heizraum 7'  des Verdampfers     II,    wo sie ihre Wärme abgeben, um  das Schlammwasser des in diesen Verdampfer einge  führten Schlammes zu verdampfen, kondensieren dort  selbst und werden dann als Kondensat über die Lei  tung 24 abgeführt. Die im     Trocknungsraum    10' des  Verdampfers     II    aus dem Schlammwasser entwickelten       Brüden    werden über die Leitung 13 in den Feuerraum  4 des Verbrennungsofens 1 eingeführt, um     dortselbst     auf     Geruchslosigkeit    überhitzt zu werden.

    



  Mittels des Hilfsbrenners 3, der in jedem Falle,  d. h. wie auch immer das Verfahren     durchgeführt    bzw.  die dazu dienende Einrichtung gestaltet sein mag, am  Verbrennungsofen 1 für die flüssigen Abfallstoffe vor  gesehen sein kann, wird es ermöglicht, Schwankungen  im Wärmehaushalt des Verfahrens bzw. der Einrich  tung weitgehend zu kompensieren und damit auch in  ungünstigen Betriebssituationen einen in thermischer  Hinsicht einwandfreien Betrieb der gesamten Einrich  tung zu gewährleisten. Beispielsweise kann der Hilfs  brenner 3 dann in Tätigkeit treten, wenn z. B. der       Heizwert    der flüssigen Abfallstoffe oder/und der festen  Stoffe des Schlammes vorübergehend absinkt oder  etwa flüssige Abfallstoffe vorübergehend nicht in aus  reichender Menge zur Verfügung stehen.  



  Es besteht die Möglichkeit, diesen Hilfsbrenner für       intermittierenden        Brennerbetrieb    mit einem automa  tisch arbeitenden Ein- und Ausschalter auszurüsten in  Abhängigkeit von der     Ofenaustrittstemperatur    der  Rauchgase gesteuert sein kann. Auch ist es möglich,    die Wärmeleistung dieses Hilfsbrenners in Abhängig  keit von einer Betriebsgrösse, z. B. der Temperatur im  Feuerraum des Verbrennungsofens oder der Tempera  tur der aus dem Ofen austretenden Rauchgase automa  tisch zu regeln.

   Bei etwaigem Ausbleiben flüssiger Ab  fallstoffe könnte der Verbrennungsofen notfalls     aus-          schliesslich    mit flüssigem Brennstoff gefahren werden,  so dass die Schlammvernichtung keine unerwünschte  Unterbrechung erfährt.  



  Es braucht wohl nicht besonders betont zu werden,  dass der Hilfsbrenner nicht unbedingt ein Brenner für  eigentlichen flüssigen     Brennstoff,    wie z. B.     Heizöl,    sein  muss, sondern auch für die Verbrennung anderer     strö-          mungs-,    d. h. fliessfähiger Brennstoffe, d. h. von Heiz  gasen verschiedenster Art, beispielsweise Methangas,  eingerichtet sein kann.  



  Statt die fliessfähigen Brennstoffe separat für sich  in den Abfallverbrennungsofen einzuführen, könnte sie  unter Umständen auch vorher den flüssigen Abfallstof  fen beigemischt werden.  



  Die Erfindung ist als keineswegs an die     zuvor    an  hand der Zeichnung erläuterten Ausführungsformen  des Verfahrens bzw. der zu seiner Durchführung die  nende Einrichtung gebunden, sondern die Einzelheiten  der Ausführung können im Rahmen der Erfindung  variiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur gemeinsamen Verbrennung von flüssigen Abfallstoffen und wässrigem Klärschlamm, insbesondere aus kommunalen Abwässern, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbrennungswärme der ge meinsamen Verbrennung der flüssigen Abfallstoffe und der Feststoffanteile des Kühlschlammes ganz oder teil weise zur thermischen Entwässerung des Klärschlam mes, so wie dieser anfällt, verwendet wird, indem die bei der Verbrennung erzeugten heissen Rauchgase als direkter oder indirekter Wärmeträger zur Verdampfung des Schlammwassers verwendet werden.
    1I. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Verbrennungsofen (1) für die flüssigen Abfallstoffe, wobei die den Feuerraum (4) des Verbrennungsofens über eine Heissgasleitung (6) verlassenden Rauchgase mindestens einen Schlammwasserverdampfer (7/10 bzw. I/7/10 und I1/7'/10') direkt oder indirekt behei zen, sowie eine Transporteinrichtung (12), welche den Ausgang (11 bzw. 11 und 11') mindestens eines Schlammwasserverdampfers (7/10 bzw. I/7/10 und II/ 7'/10') für die frei gewordenen Feststoffe des Klär schlammes mit einem Beschickungsschacht (5) des Verbrennungsofens (1) verbindet (vgl. Fig. 1 bis 3).
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die erzeugten heissen Verbren nungsgase selber direkt zur thermischen Entwässerung des Klärschlammes verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass mittels eines Dampfkessels, der in den Weg der durch die Verbrennung entwickelten heis- sen Rauchgase eingeschaltet ist, Heizdampf erzeugt und dieser als Zwischenwärmeträger zur thermischen.
    Entwässerung des Klärschlammes verwendet wird, wobei der Dampfkessel mit Rückführung des Konden- sates des Heizdampfes im geschlossenen Wasser/ Dampf-Kreislauf betrieben wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die bei der thermischen Entwässe rung des Klärschlammes durch die Verdampfung des Schlammwassers entstehenden Brüden in den Feuer raum des Verbrennungsofens für die flüssigen Abfall stoffe eingeführt und dort auf Geruchslosigkeit über hitzt werden.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die infolge der thermischen Entwäs serung des Klärschlammes durch die Verdampfung des Schlammwassers frei gewordenen Feststoffe des Klär schlammes zusammen mit den flüssigen Abfallstoffen in einem ihnen gemeinsamen Verbrennungsofen ver brannt werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der wässrige Klärschlamm in meh reren Verdampfungsstufen thermisch entwässert wird und dass die durch die Verdampfung des Schlammwas sers entstehenden Brüden aus einer Verdampfungsstufe als Heizdampf für die ihr benachbarte Verdampfungs- stufe verwendet werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der zu verbrennende Klärschlamm in mindestens zwei parallele Schlammströme aufgeteilt und jeder dieser Teilströme separat für sich thermisch entwässert wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der vorangehenden Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssigen Abfallstoffe und die Feststoffanteile des Klärschlammes zusammen mit fliessfähigen Brennstoffen verbrannt werden und dass die Verbrennungswärme dieser Stoffe zur thermischen Entwässerung des Klärschlammes verwendet wird. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass der Feuerraum (4) des Verbren nungsofens (1) durch die Heissgasleitung (6) unmittel bar mit dem Heizraum (7) des Schlammwasserver- dampfers (7j10) und durch eine Brüdenrückführleitung (13) mit dessen Verdampfungsraum (10) verbunden ist (vgl. Fig.1). 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass der Feuerraum (4) des Verbren nungsofens (1) durch die Heissgasleitung (6) mit einem Dampfkessel (20) und dieser durch eine Dampfleitung (21) mit dem Heizraum (7) des Schlammwasserver- dampfers (I/7/10) verbunden ist (vgl. Fig. 2 und 3). 10. Einrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens zwei Schlammwasser verdampfer (I/7/10 und I1/7'/10') vorgesehen und schlammseitig hintereinander oder parallel geschaltet sind (vgl. Fig. 2 und 3). 11.
    Einrichtung nach den Unteransprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfkessel (20) über die Dampfleitung (21) mit dem Heizraum (7) nur des einen Schlammwasserverdampfers (I/7/10) und der Verdampfungsraum (10) dieses über eine als Heiz- dampfleitung dienende Brüdenleitung (23) mit dem Heizraum (T) des anderen Schlammwasserverdampfers (1I/7'/10') verbunden ist und dass der Verdampfungs- raum (10')
    des letzteren über eine Brüdenrückführlei- tung (13) mit dem Feuerraum (4) des Verbrennungs ofens (1) verbunden ist (vgl. Fig. 2 und 3). 12. Einrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beidem Schlammwasserverdampfer (I/7/10 und I1/7'/10') schlammseitig hintereinandergeschaltet sind und der Verdampfungsraum (10') des vom Klär schlamm durchströmten ersten Schlammwasserver- dampfers (1I/7'/10') durch eine Verbindungsleitung (11')
    mit dem Verdampfungsraum (10) des nachge schalteten Schlammwasserverdampfers (I/7/10) und nur der Ausgang (11) dieses über die Transporteinrich tung (12) für die frei gewordenen Feststoffe des Klär schlammes mit dem Beschickungsschacht (5) des Ver brennungsofens (1) verbunden ist (vgl. Fig. 2).
CH1661768A 1968-11-07 1968-11-07 Verfahren zur gemeinsamen Verbrennung von flüssigen Abfallstoffen und wässrigem Klärschlamm, insbesondere aus kommunalen Abwässern, sowie Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens CH484397A (de)

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