Liegemöbel Es ist bekannt, dass die Hochlagerung der Beine bei horizontaler Körperlage für viele Beinleidende vorteilhaft ist und oft sofort schmerzlindernd wirkt. Voraussetzung ist, dass die Beine insbesondere die Oberschenkel und die Kniekehlen orthopädisch richtig gelagert sind. Daneben ist auch die anatomisch richtige Körperlagerung von ausschlaggebender Bedeutung.
Die bisher bekannt gewordenen, diesen Zwecken dienenden Einrichtungen haben neben einem verstellba ren Kopfteil eine Vorrichtung zur Hochlagerung der Beine, bei der die Auflagefläche wohl in der Höhenlage, nicht aber in der Neigung verstellbar ist. Dadurch kann die Kniekehle nicht so gestützt werden, wie es zur Erzielung einer anatomisch richtigen Körperlage notwen dig wäre. Zur Behebung dieses Mangels wird es deshalb nötig, von der Untermatratze unabhängige Zusatzgestelle und behelfsmässige Polsterteile wie Keilkissen usw. vorzu sehen.
Der Zweck der Erfindung ist, ein Liegemöbel zu schaffen, dessen Liegefläche in eine Anzahl teilweise unabhängig voneinander verstellbarer Abschnitte aufge teilt ist, wobei z.B. die verstellbaren Abschnitte für die Beinlagerung so einstellbar sind, dass die Kniekehlen- und Oberschenkelauflagen als anatomisch korrekt emp funden werden.
Das erfindungsgemässe Liegemöbel, mit in querlie gende Einzelabschnitte aufgeteilter Liegefläche, wobei mindestens ein Teil der als Kopf-, Rücken-, Oberschen kel- und Unterschenkel- bzw. Fussauflage dienenden Abschnitte relativ zum Rahmen verschwenkbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschenkel- bzw. Fussauflage um eine mit der Oberschenkelauflage ver bundenen Drehachse schwenkbar gelagert und in ver schiedenen 'cliwenklagen mittels einer selbsteinrastenden Vorrichtung fixierbar ist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindung:s#cgcnst.incles, wobei Fig. 1 das Liegemöbel in schematischer Darstellungs <B>weise,</B> Fig.2 in ebenfalls schematischer Darstellungsweise ein Beispiel einer Arretiervorrichtung für die Unterschen kel- und Fussauflage, und Fig.3 in weiterer Vereinfachung die Vorrichtung nach Fig. 2 in Pfeilrichtung<B>111</B> gezeigt ist.
In Fig. 1 sind mit A, B, C und D vier Abschnitte der Liegefläche bezeichnet. Diese Teile sind in einem Rah men E gelagert. Ihre Aufteilung erfolgt aufgrund anato mischer Gesichtspunkte. Das dank einer schematisch gezeigten Gelenkanordnung 1 schwenkbare Kopfteil A ist durch eine ebenfalls schematisch und der Einfachheit halber auch nur auf der einen Rahmenlängsseite darge stellte Feststellvorrichtung 3 in geeigneter Schräglage arretierbar. An das Kopfteil A schliesst sich das Rücken teil B an, das wie dargestellt, fest im Rahmen E eingesetzt, oder durch geeignete, nicht gezeigte Mittel daran verstellbar befestigt werden kann.
Im letztern Fall wird zweckmässig einer der Drehpunkte 1 oder 2 oder beide am Rahmen E verschiebbar angeordnet. Das Teil C dient der Oberschenkelauflage und ist um die Gelenkan ordnung 2 schwenkbar. Es kann wie in der Zeichnung dargestellt, durch eine Feststellvorrichtung 4, welche wie die mit 3 bezeichnete von handelsüblicher Ausführungs art sein und in einer bestimmten, gewünschten Stellung fest eingestellt werden. Das Teil D, zur Hochlagerung der Unterschenkel und der Füsse dienend, ist mit einer Scharnieranordnung 5 schwenkbar mit der Oberschenkel auflage C verbunden.
Die Konstruktion der bisher bekannt gewordenen Gelenk-Untermatratzen für Betten und Liegen entspricht ungefähr der bisher beschriebenen Anordnung, wobei das Teil D wohl in seiner Höhe in bezug auf den Rahmen E und parallel zu diesem verstellbar ist. Neu am erfin- dungsgemässen Liegemöbel ist, dass das Teil D mittels einer Vorrichtung, deren Elemente in Fig. 1 allgemein mit 6 und 7 bezeichnet sind, in einem gewissen Schwenk bereich relativ zum Rahmen E einstellbar ist.
Die Fig. 2 und 3 zeigen die Vorrichtung zum Einstel len der Unterschenkel- und Fussauflage in grösserem Massstab. Mit C ist wiederum die Oberschenkelauflage, mit D die Unterschenkel- und Fussauflage bezeichnet, welche beide mittels der Scharniere 5 verbunden sind. An der letztgenannten Auflage ist mittels Lagerböcken 8, 8 das in Fig.l mit 6 bezeichnete U-förmige Element schwenkbar befestigt, welches aus zwei seitlichen La- sehen 9, 9 und einem diese beiden an deren unterem Ende verbindenden Stab oder Rohr 10 besteht. Die Laschen 9 sind z.B. durch Schweissen mit dem Rohr 10 fest verbunden, wobei dessen Enden beidseits etwas über die Laschenaussenseite herausragen, wie dies aus Fig. 3 hervorgeht.
Diese Enden greifen in eine verzahnte Partie 11 des als Einrastelement dienenden Teiles 7, welches fest mit dem Rahmen E verbunden ist. Die Fig. 2 zeigt mit ausgezogenen Linien eine leicht nach oben weisende Schräglage des Fussteils D, wobei die Enden des Rohres 10 ungefähr in Mittellage in die Zahnung 11 am Einrast element 7 eingreifen. Bei einer zweiten, nur durch die Achsen D' und 9' der Auflage D und der Laschen 9 dargestellte Lage, ist die Auflage D, verkörpert durch D', leicht nach unten geneigt, wobei die Enden des Rohres in den äussersten Zahn links eingreifen.
Es ist ersichtlich, dass durch blosses Anheben der Auflage D bzw. Schwenken in Gegenzeigerrichtung, der aus den Teilen 9 und 10 bestehende Bügel 6 schrittweise in Zähne einzugreifen tendiert, die rechts der für 9 bzw. 9' eingezeichneten Stellung liegen. Wird die Auflage D soweit angehoben, dass die Rohrenden auch aus dem letzten Zahn 12 ganz rechts herausgezogen werden, so hebt jedes Rohrende (vergleiche auch Fig. 3) eine an der Rasteinrichtung 7 (Fig. 2) im Drehpunkt 13 schwenkbar gelagerte Zunge 14 etwa in die strichlierte Stellung 14' hoch.
Wird die Auflage D so hoch gehoben, dass die Enden des Rohres 10 über das Zungenende 15' zu liegen kommen, so fällt die Zunge 14 wieder in die mit Vollinien gezeigte Stellung zurück, in welcher sie auf einer Schulter 16 am Körper des Elementes 7 aufliegt. Der Bügel 6 ist so an der Auflage D befestigt, dass beim nachfolgenden Senken derselben die Rohrenden vorerst auf die leicht nach links geneigte Oberseite 17 der Zunge 14 auftreffen und anschliessend auf dieser nach links gleiten, wobei sich die Laschen 9 in Uhrzeigerrichtung verschwenken. Sobald die Enden des Rohres 10 das Zungenende bei 15 überfahren haben, fallen sie in den Zahn 18 am linken Ende der Zahnung 11, der Bügel 6 greift wieder in das Einrastelement 7 ein,
und die Unterschenkel- und Fussauflage D kann erneut in eine gewünschte Stellung gebracht werden.
Es versteht sich, dass die beschriebene Schräglagen einstellung der Auflage D auch mit andern Mitteln, als dem beschriebenen erzielbar ist.