CH484934A - Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 3-Amino-1,2,5-thiadiazols - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 3-Amino-1,2,5-thiadiazolsInfo
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- CH484934A CH484934A CH1233167A CH1233167A CH484934A CH 484934 A CH484934 A CH 484934A CH 1233167 A CH1233167 A CH 1233167A CH 1233167 A CH1233167 A CH 1233167A CH 484934 A CH484934 A CH 484934A
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Description
Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 3-Amino-1,2,5-tiiiadiazols Es ist bekannt, dass in stickstoffhaltigen Heterocyclen Halogenatome durch Behandlung mit Alkalialkoholaten gegen die Alkoxygruppe ausgetauscht werden können, wobei diese Reaktion beispielsweise im Falle der über führung des 6-Sulfanilamido-3-chlor-pyridazins in 6-Sul- fanilamido-3-methoxypyridazin durch einfaches Erhitzen der Reaktionspartner gelingt.
Diese Reaktion ist auch an Derivaten des 1,2,5-Thia- diazols, nämlich am Austausch des Bromatoms im 3 - Brom-4-(4'- carbäthoxyaminobenzolsulfonamido-) 1,2,5-thiadiazol gegen die Äthoxygruppe beschrieben, wobei die Um setzung bei Siedetemperatur von Äthylalkohol durch geführt und in wasserfreiem Medium gearbeitet wird.
Bei Übertragung dieser Reaktion auf die Herstellung von 4-Alkoxy-3-amino-1,2,5-thiadiazolen zeigte sich, dass die Herstellung dieser Verbindungen nach der am Carbäthoxyaminobenzolsulfonamidoderivat beschriebe nen Verfahrensweise zu keinen brauchbaren Resultaten führt und auch bei Verwendung eines Überschusses von Alkoholat das gewünschte 4-Alkoxy-3-aminothiadiazol nur in Mengen entsteht, die für eine technische Verwer tung nicht ausreichend sind.
Es konnte nun gefunden werden, dass sich 4-Alkoxy-3-aminothiadiazole in guten Ausbeuten dann aus 4-Halogen-3-amino-thiadiazolen herstellen lassen, wenn die Reaktion bei tiefen Tempera turen durchgeführt, und für gleichzeitige Anwesenheit von etwas Wasser im Reaktionssystem gesorgt wird.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 3-Amino-1,2,5-thiadiazols der allgemeinen Formel I:
EMI0001.0024
in der R einen Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, einen Methoxyäthyl-, Athoxyäthyl- oder Propoxyäthyl- rest bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass 3-Amino-4-haloaen-1,2,5-thiadiazole mit Alkalialkoho- laten der Formel II:
ROMe, (1I) in der R wie oben definiert ist und Me ein Alkalimetall- atom darstellt, bei Temperaturen unter 40 C und in Gegenwart von 0,5 bis 20 Vol. @ Wasser in demjenigen Alkohol als Lösungsmittel umgesetzt werden, der dem als Reaktionspartner dienenden Alkalialkoholat der For mel Il zugrunde liegt.
Bei Anwendung der erfindungsgemässen Verfahrens bedingungen wird die Bildung von Nebenprodukten durch Ringspaltung und Polymerisation, wie sie bei höherer Temperatur beispielsweise über 50= C eintritt, und durch Selbstkondensation unter Erhaltung des Thiadiazolringes, die im wasserfreien Medium zu ver zeichnen ist, weitgehend vermieden, so dass die 4-A1 koxyaminothiadiazole der Formel 1 in reiner Form in guten Ausbeuten anfallen. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn eine Temperatur zwischen -5 C und + 20' C eingehalten wird. Ebenso bringt die Anwen dung des Alkoholates der Formel 1I im Cberschuss Vor teile mit sich.
Zur Durchführung der Reaktion ist es nicht nötig, das 4-Halogen-3-aminothiadiazol in dem als Lösungs mittel dienenden Alkohol völlig zu lösen, sondern es kann der Umsatz auch in Suspension vorgenommen werden, wobei dann nur ein Teil des Halogenamino- thiadiazols in gelöster Form vorliegt.
Da sich aus dem Alkalialkoholat der Formel 1I mit dem im Reaktionsmedium vorhandenen Wasser Alkali hydroxyd bildet und sich dabei ein Gleichgewicht ein stellt, ist es nicht unbedingt erforderlich, das Alkali- alkoholat der Formel II als solches dem Reaktions gemisch zuzusetzen. Es kann ebensogut erst in situ aus Alkalihydroxyd und Alkohol erzeugt werden, wobei letzten Endes der gleiche Gleichgewichtszustand erreicht wird.
Dabei wird die für das Gelingen der Reaktion nötige Menge Wasser im Reaktionsgemisch selbst erzeugt, so dass sich eine gesonderte 1'N asserzugabe erübrigt. Die Derivate des 3-Amino-1,2,5-thiadiazols der Formel I sind wertvolle Zwischenprodukte für die Her stellung von Arzneimitteln, beispielsweise für Sulfon amide der 1,2,5-Thiadiazolreihe. Sie werden ferner zu Untersuchungen beim Nukleinsäurestoffwechsel verwen det.
<I>Beispiel 1</I> 90 g 3-Aniino-4-brom-1,2,5-thiadiazol werden in 600 cm-3 Alkohol mit einem Wassergehalt von 2,5 Volumprozent suspendiert; unter Rühren wird eine Lö sung von Natriumalkoholat zugefügt, die durch Lösen von 25,3g Natrium in 400 cnil Alkohol mit demselben Wassergehalt erhalten wurde. Es wird 17 Stunden lang bei 5 C und dann zur Vervollständigung des Umsatzes 1/2 Stunde bei<B>35'</B> C Gerührt. Nach Neutralisation des Reaktionsgemisches mit alkoholischer Chlorwasserstoff lösung wird der Alkohol abdestilliert, der Rückstand mit Wasser versetzt und mit Äther ausgezogen.
Nach Ver dampfen des Äthers wird der Rückstand der Vakuum destillation unterworfen. Bei 92-92,5 C und einem Vakuum von 2,5 mm Hg werden 49,8 g 3-Amino-4- äthoxy-1,2,5-thiadiazol entsprechend einer Ausbeute von 69 % als Öl erhalten, welches bald kristallisiert und dann einen Schmelzpunkt von 37-39 C besitzt.
<I>Beispiel 2</I> 90 g 3-Amino-4-brom-1,2,5-thiadiazol werden in 100 cm,; 95volumprozentigem Alkohol suspendiert und mit einer Lösung von 25.3 g Natrium in 400 cm3 95volumprozentigem Alkohol 90 Stunden lang bei -5 C gerührt. Bei der Aufarbeitung analog Beispiel 1 werden 47,5 g 3-Amino-4-äthoxy-1,2,5-thiadiazol ent sprechend einer Ausbeute von 65ö der Theorie erhal ten.
<I>Beispiel 3</I> 90 g 3-Amino-4-brom-1,2,5-thiadiazol werden mit einer Lösung von 44 g Natriumhydroxyd in 1 Liter Alkohol, welcher 0,4 Volumprozent Wasser enthält, ge mischt. Das Gemisch wird bei 5 C 20 Stunden lang gerührt und bei 35 C'/. Stunde lang nachreagieren ge lassen. Nach Aufarbeitung des Ansatzes analog Beispiel 1 erhält man 38,3g 3-Amino-4-äthoxy-1,2,5-thiadiazol. Dies entspricht einer Ausbeute von 53 .
<I>Beispiel 4</I> In 1,5 Liter Alkohol mit einem Wassergehalt von 4 Volumprozent werden 34,5 g Natrium gelöst und die Lösung auf 10 C gekühlt. Dann werden 67,8 g 3-Amino-4-chlor-1,2,5-thiadiazol zugefügt und bei 10 C 280 Stunden lang gerührt. Die Aufarbeitung er folgt analog Beispiel 1, wobei 32.8 g 3-Amino-4-äthoxy- 1,2,5-thiadiazol entsprechend einer Ausbeute von 45 % der Theorie erhalten werden.
Beispiel <I>5</I> 90 g 3-Amino-4-brom-1,2,5-thiadiazol werden in 150 cms Propanol mit 5 Volumprozent Wassergehalt suspendiert und bei 20' C mit einer Alkoholat-Lösung versetzt, die aus 25,3g Natrium und 550 cm3 Propanol mit 5 Volumprozent Wassergehalt bereitet wird. Es wird 4 Stunden lang bei 20y' C und eine halbe Stunde bei 35 C gerührt und analog Beispiel 1 aufgearbeitet.
Es werden durch Destillation bei 101-103 C und 2 mm Hg 38,6 g 3-Amino-4-propoxy-1,2,5-thiadiazol entspre chend einer Ausbeute von 48,5 2,' der Theorie als Öl erhalten, welches bei tiefer Temperatur erstarrt und dann einen Schmelzpunkt von 5-9\ C besitzt.
<I>Beispiel 6</I> 90 g 3-Aniino-4-brom-1,2,5-thiadiazol werden wie in Beispiel 5 beschrieben mit Butanol, welches 5 Vo- lumprozent Wasser enthält, umgesetzt und analog Bei spiel 1 aufgearbeitet. Durch Destillation bei 110-113 C und 2 mm Hg werden 38,0 g 3-Aniino-4-butoxy-1,2,5- thiadiazol erhalten, welches den Schmelzpunkt 18 bis 20,5 C besitzt. Die Ausbeute entspricht 44 i" der Theorie.
<I>Beispiel 7</I> 90 g 3-Amino-4-brom-1,2,5-thiadiazol werden wie in Beispiel 5 beschrieben mit 2-Äthoxyäthanol, welches 5 Volumprozent Wasser enthält, umgesetzt und aufgear beitet. Es werden durch Destillation bei 133-139 C und 3 mm Hg 30,2 g 3-Amino-4-(ss-äthoxy-äthoxy)- 1,2,5-t'hiadiazol erhalten, das sind 32 der Theorie. Das Produkt erstarrt und besitzt einen Schmelzpunkt von 39-41 C.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 3-Amino-1,2,5-thiadiazols der allgemeinen Formel EMI0002.0065 in der R einen Alkylrest mit 2-4 Kohlenstoffatomen, einen Methoxyäthyl-, Äthoxyäthyl- oder Propoxyäthyl- rest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass 3-Amino- 4-halogen-1,2,5-tliiadiazole mit Alkalialkoholaten der Formel ROMe,in der R wie oben definiert ist und Me ein Alkalimetall- atom darstellt, bei Temperaturen unter 40 C und in Gegenwart von 0,5 bis 20 Volumprozent Wasser in demjenigen Alkohol als Lösungsmittel umgesetzt wer den, der dem als Reaktionspartner dienenden Alkali- alkoholat zugrunde liegt. UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Reaktion bei Temperaturen von -5 bis + 10 C durchgeführt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Alkoholat der Formel 11 im überschuss angewendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Alkalialkoholat und das zur Reaktion benötigte Wasser in Form eines rohen Reaktions gemisches aus einem Alkalihydroxyd und einem Alkohol eingesetzt wird, wobei letzterer im Oberschuss vorhanden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT1047366A AT266827B (de) | 1966-11-14 | 1966-11-14 | Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 3-Amino-1,2,5-thiadiazols |
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| US5929247A (en) * | 1994-10-24 | 1999-07-27 | Eli Lilly And Company | Heterocyclic compounds and their preparation and use |
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